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Patent Searching and Data


Title:
HIGH-PRESSURE FUEL PUMP FOR A FUEL INJECTION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/185435
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a high-pressure fuel pump (10) comprising a pump piston (26) which, during operation, moves translationally between a pressure space (20) and a leakage space (24), the leakage space (24) having a leakage collection area (34) and a compensation area (40), and a low-pressure damper (58) being arranged in the compensation area (40), said damper being formed from a gas-filled tube (44) which is closed at both ends and is arranged helically in the compensation area (40)

Inventors:
MIKHAYLOV, Yury (Föhrenweg 3, Landshut, 84032, DE)
FUCHS, Thomas (St.-Kilian-Str. 1, Fladungen, 97650, DE)
Application Number:
EP2019/057034
Publication Date:
October 03, 2019
Filing Date:
March 21, 2019
Export Citation:
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Assignee:
CPT GROUP GMBH (Vahrenwalder Straße 9, Hannover, 30165, DE)
International Classes:
F02M55/04; F02M59/44; F02M59/48
Foreign References:
DE102016203606A12016-09-08
DE10327408A12004-04-29
DE102015219772A12016-10-06
DE102017203762A12018-09-13
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
WALDMANN, Alexander (Continental Automotive GmbH, Postfach 22 16 39, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Kraftstoffhochdruckpumpe (10) zum Beaufschlagen eines Kraftstoffes (12) in einem Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine mit Hochdruck, aufweisend:

- ein Gehäuse (14) mit einer Gehäusebohrung (16) , die an einem ersten Endbereich (18) einen Druckraum (20), in dem der Kraftstoff (12) mit Hochdruck beaufschlagt wird, und an einem zweiten Endbereich (22) einen Leckageraum (24) bildet;

- einen Pumpenkolben (26), der in einem von einem Pumpen kolbenführungsabschnitt (30) des Gehäuses (14) gebildeten Pumpenkolbenführungsbereich (28) der Gehäusebohrung (16) ge führt ist, und der sich im Betrieb der Kraftstoffhochdruckpumpe (10) zwischen dem Druckraum (20) und dem Leckageraum (24) entlang einer Bewegungsachse (32) translatorisch bewegt;

wobei der Leckageraum (24) einen Leckageauffangbereich (34) und einen Ausgleichsbereich (40) aufweist, wobei der Ausgleichs bereich (40) kreisringförmig um den Pumpenkolbenführungsab schnitt (30) des Gehäuses (14) angeordnet ist und sich parallel zu der Bewegungsachse (32) ausgehend von dem Leckageauffang bereich (34) in Richtung auf den Druckraum (20) zu erstreckt; und

- einen Niederdruckdämpfer (42), der in dem Ausgleichsbereich (40) angeordnet ist,

wobei der Niederdruckdämpfer (42) aus einem gasgefüllten, beidseitig verschlossenen Rohr (44) gebildet ist, das he lixförmig um den Pumpenkolbenführungsabschnitt (30) des Gehäuses (14) angeordnet ist und sich von dem Leckageauffangbereich (34) in Richtung auf den Druckraum (20) erstreckt.

2. Kraftstoffhochdruckpumpe (10) nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (44) als Flachrohr (48) mit vier Seitenflächen ausgebildet ist, wobei zwei erste Seiten flächen (50, 52) senkrecht zu dem Pumpenkolbenführungsabschnitt (30) und zwei zweite Seitenflächen (52) parallel zu dem Pum- penkolbenführungsabschnitt (30) angeordnet sind, wobei die zweiten Seitenflächen (52) parallel zu dem Pumpenkolbenfüh rungsabschnitt (30) kürzer ausgebildet sind als die ersten Seitenflächen (50) senkrecht zu dem Pumpenkolbenführungsab schnitt (30) .

3. Kraftstoffhochdruckpumpe (10) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass der Leckageauffangbereich (34) von einer Dichtungsschale (36) begrenzt ist, die an einer Gehäusewand (38) der Gehäusebohrung (16) verpresst befestigt ist.

4. Kraftstoffhochdruckpumpe (10) nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass der Niederdruckdämpfer (42) zwischen der Gehäusewand (38) und dem Pumpenkolbenführungs abschnitt (30) geklemmt befestigt ist.

5. Kraftstoffhochdruckpumpe (10) nach Anspruch 3,

dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusewand (38) und/oder der Pumpenkolbenführungsabschnitt (30) und/oder die Dichtungsschale (36) Halterungen aufweisen, die axial oder radial verspannt sind und den Niederdruckdämpfer (42) halten.

6. Kraftstoffhochdruckpumpe (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (44) als dünnwandiges Rohr (44) ausgebildet ist mit Rohrwänden (54) mit einer Wanddicke (d) , die eine Verformung der Rohrwände (54) bei einer vordefinierten Druckbeaufschlagung ermöglicht.

7. Kraftstoffhochdruckpumpe (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (44) aus einem kraft- stoffbeständigen und insbesondere einem kraftstoffdichten Material gebildet ist. 8. Kraftstoffhochdruckpumpe (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (44) an seinen zu dem Gehäuse (14) gerichteten Außenflächen (56) mit einem kraft- stoffbeständigen und insbesondere kraftstoffdichten Material ummantelt oder beschichtet ist.

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Description:
Beschreibung

Kraftstoffhochdruckpumpe für ein Kraftstoffeinspritzsystem

Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffhochdruckpumpe zum Be aufschlagen eines Kraftstoffes in einem Kraftstoffein spritzsystem mit Hochdruck.

Solche Kraftstoffhochdruckpumpen werden in Kraftstoffein- spritzsystemen dazu verwendet, einen Kraftstoff zu komprimieren und somit mit einem Hochdruck zu beaufschlagen. Der unter Hochdruck stehende Kraftstoff wird dann mittels einer Kraft stoffeinspritzvorrichtung in Brennkammern einer Brennkraft maschine eingespritzt. Der Druck bei Benzinbrennkraftmaschinen liegt in einem Bereich von 150 bar bis 400 bar und bei Die selbrennkraftmaschinen in einem Bereich von 1500 bar bis 3000 bar. Je stärker der Kraftstoff komprimiert wird, desto geringer sind die während des Verbrennungsprozesses entstehenden Emissionen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der immer stärker gewünschten und gesetzlich geforderten Emissionsver ringerung von Vorteil.

Für gewöhnlich sind diese Kraftstoffhochdruckpumpen als Kol benpumpen ausgebildet, wobei der Kraftstoff von einem Pum penkolben in einem Druckraum durch eine translatorische Bewegung des Pumpenkolbens verdichtet wird. Durch die ungleichmäßige Förderung solcher Kolbenpumpen können auf einer Niederdruckseite der Kraftstoffhochdruckpumpe Schwankungen im Volumenstrom entstehen, die mit Druckschwankungen im Gesamtsystem verbunden sind. Auch beispielsweise aktiv gesteuerte Einlassventile verursachen im Betrieb Druckpulsationen auf der Niederdruckseite der Kraftstoffhochdruckpumpe . In Folge dieser Schwankungen bzw. Druckpulsationen kann es in der Kraftstoffhochdruckpumpe zu Befüllungsverlusten kommen, so dass eine korrekte Dosierung der in der Brennkraftmaschine erforderlichen Kraftstoffmenge nicht gewährleistet werden kann. Zusätzlich regen diese Druck pulsationen Komponenten der Kraftstoffhochdruckpumpe zu Schwingungen an, die unerwünschte Geräusche bis hin zu Schäden an den einzelnen Komponenten verursachen können.

Zur Dämpfung dieser Druckpulsationen werden daher auf der Niederdruckseite Niederdruckdämpfer verwendet, die als hyd raulische Speicher arbeiten, welche die Schwankungen im Vo lumenstrom ausgleichen und somit die entstehenden Druck pulsationen reduzieren. Zu diesem Zweck weisen diese Nieder druckdämpfer für gewöhnlich verformbare Elemente auf. Steigt nun auf der Niederdruckseite der Druck, verformen sich diese Elemente, wodurch Platz für den überflüssigen Kraftstoff in dem Volumenstrom geschaffen wird. Fällt der Druck zu einem späteren Zeitpunkt wieder ab, kehrt das verformbare Element zu seiner ursprünglichen Form zurück, und der gespeicherte Kraftstoff wird somit wieder freigegeben.

Beispielsweise sind Niederdruckdämpfer bekannt, die an einem Kopfbereich der Kraftstoffhochdruckpumpe montiert sind. Neben einer möglichst hohen Volumenaufnahme ist jedoch eine weitere Anforderung an einen Niederdruckdämpfer, dass er einen möglichst kleinen Bauraum in Anspruch nimmt . Zusätzlich sollte er möglichst kostengünstig und wenig aufwändig in der Herstellung sein.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine in dieser Hinsicht verbesserte Kraftstoffhochdruckpumpe vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird mit einer Kraftstoffhochdruckpumpe mit der Merkmalskombination des Anspruches 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Eine Kraftstoffhochdruckpumpe zum Beaufschlagen eines Kraft stoffes in einem Kraftstoffeinspritzsystem mit Hochdruck weist ein Gehäuse mit einer Gehäusebohrung auf, die an einem ersten Endbereich einen Druckraum, in dem der Kraftstoff mit Hochdruck beaufschlagt wird, und an einem zweiten Endbereich einen Le ckageraum bildet. Weiter umfasst die Kraftstoffhochdruckpumpe einen Pumpenkolben, der in einem von einem Pumpenkolbenfüh rungsabschnitt des Gehäuses gebildeten Pumpenkolbenführungs bereich der Gehäusebohrung geführt ist, und der sich im Betrieb der Kraftstoffhochdruckpumpe zwischen dem Druckraum und dem Leckageraum entlang einer Bewegungsachse translatorisch bewegt. Der Leckageraum weist einen Leckageauffangbereich und einen Ausgleichsbereich auf, wobei der Ausgleichsbereich kreis ringförmig um den Pumpenkolbenführungsabschnitt des Gehäuses angeordnet ist und sich parallel zu der Bewegungsachse ausgehend von dem Leckageauffangbereich in Richtung auf den Druckraum zu erstreckt. Weiter umfasst die Kraftstoffhochdruckpumpe einen Niederdruckdämpfer, der in dem Ausgleichsbereich angeordnet ist. Der Niederdruckdämpfer ist aus einem gasgefüllten, beidseitig verschlossenen Rohr gebildet, das helixförmig um den Pumpen kolbenführungsabschnitt des Gehäuses angeordnet ist und sich von dem Leckageauffangbereich in Richtung auf den Druckraum er streckt .

Bislang war es bekannt, Niederdruckdämpfer an einem Kopfende des Gehäuses der Kraftstoffhochdruckpumpe vorzusehen. Im Gegensatz dazu wird nun vorgeschlagen, einen solchen Niederdruckdämpfer innerhalb des Gehäuses der Kraftstoffhochdruckpumpe vorzusehen, und zwar unterhalb des Pumpenkolbens in dem Leckageraum, der Leckagekraftstoff, welcher entlang des Pumpenkolbens aus dem Druckraum herausfließt, aufnimmt . An einem Kopfende der Kraftstoffhochdruckpumpe wird so Bauraum für andere Elemente frei. Zusätzlich entfällt eine abzudichtende Schnittstelle nach extern, da der Niederdruckdämpfer innerhalb des Gehäuses der Kraftstoffhochdruckpumpe angeordnet ist. Außerdem erfolgt die Abstrahlung von Pumpengeräuschen nicht mehr nach außerhalb, sondern in einen sich nach unten anschließenden Motorblock hinein. Dadurch wird die Kraftstoffhochdruckpumpe insgesamt leiser .

Der Leckageraum der Kraftstoffhochdruckpumpe ist aus zwei Bereichen aufgebaut, nämlich einem Leckageauffangbereich und einem Ausgleichsbereich. Dabei ist der Leckageauffangbereich lediglich gerade dort angeordnet, wo der Leckagekraftstoff aus dem Pumpenkolbenführungsabschnitt des Gehäuses heraustritt. Der Ausgleichsbereich stellt das eigentliche Volumen des Lecka geraumes zur Verfügung. Der Ausgleichsbereich ist besonders vorteilhaft kreisringförmig um den Pumpenkolbenführungsab schnitt angeordnet, was vorteilhaft bezüglich der Gesamtar chitektur der Kraftstoffhochdruckpumpe ist. Insbesondere kann der Ausgleichsbereich daher Kräfte aufnehmen und ableiten, die bei Befestigung des Gehäuses an weiteren Elementen des

Kraftstoffeinspritzsystems in dem Gehäuse auftreten. Der Niederdruckdämpfer ist nun nicht mehr lediglich generell im Leckageraum angeordnet, sondern speziell in diesem Aus gleichsbereich. Besonders vorteilhaft befindet er sich aus schließlich in diesem Ausgleichsbereich des Leckageraumes, da der Ausgleichsbereich das größte Volumen für einen Nieder druckdämpfer zur Verfügung stellt, der somit ebenfalls möglichst groß ausgebildet sein kann. Daher ist es möglich, einen Nie derdruckdämpfer mit einer großen Volumenaufnahmekapazität bereitzustellen, der dennoch keinen zusätzlichen Bauraum der Kraftstoffhochdruckpumpe benötigt, sondern den Bauraum ver wendet, der ohnehin vorhanden ist.

Um eine besonders gute Dämpferwirkung zu erzielen, ist der Niederdruckdämpfer aus einem helixförmigen Rohr gebildet, welches sich entlang der Bewegungsachse um den Pumpenkolben- führungsbereich herum wickelt . Eine Verformung dieses Rohres und damit die Dämpferfunktion erfolgt parallel zu einer Bewe gungsachse des Pumpenkolbens. Um eine möglichst gute

Dämpferwirkung bereitzustellen, ist es daher vorteilhaft, wenn möglichst viele Windungen des Rohres um den Pumpenkolbenfüh rungsabschnitt vorhanden sind, um eine möglichst große Ar beitsfläche durch eine Vielzahl der Windungen in dem vorgegebenen Bauraum unterbringen zu können.

Dazu ist das Rohr vorteilhaft auch als Flachrohr mit vier Seitenflächen ausgebildet, wobei zwei erste Seitenflächen senkrecht zu dem Pumpenkolbenführungsabschnitt und zwei zweite Seitenflächen parallel zu dem Pumpenkolbenführungsabschnitt angeordnet sind, wobei die zweiten Seitenflächen parallel zu dem Pumpenkolbenführungsabschnitt kürzer ausgebildet sind als die ersten Seitenflächen senkrecht zu dem Pumpenkolbenführungs abschnitt. D. h., dass das Rohr in einem Querschnitt entlang der Bewegungsachse eine flache und eine hohe Seite aufweist, wobei die flache Seite eine große Arbeitsfläche in einer voraus sichtlichen Verformungsrichtung des Rohres bereitstellt .

Dadurch kann der Niederdruckdämpfer besonders gut Druck pulsationen abdämpfen.

Der Leckageauffangbereich ist vorteilhaft von einer Dich tungsschale begrenzt, die an einer Gehäusewand der Gehäuse bohrung verpresst befestigt ist. Durch die Verpressung der Dichtungsschale an der Gehäusewand der Gehäusebohrung ist der Leckagebereich nach außen abgedichtet. Die Abdichtung wird weiter verbessert, indem die Dichtungsschale zusätzlich zu der Verpressung verschweißt oder verschraubt ist.

Alternativ ist der Niederdruckdämpfer zwischen der Gehäusewand und dem Pumpenkolbenführungsabschnitt geklemmt befestigt. Weiter alternativ ist es möglich, dass der Niederdruckdämpfer von Halterungen gehalten wird, die an der Gehäusewand und/oder an dem Pumpenkolbenführungsabschnitt und/oder an der Dichtungsschale vorgesehen sind, und die axial oder radial verspannt sind.

Vorzugsweise wird der Niederdruckdämpfer nur an seinen je weiligen Endstücken fixiert, beispielsweise an der Dich tungsschale und/oder an der Gehäusewand.

Vorzugsweise ist das Rohr als dünnwandiges Rohr ausgebildet mit Rohrwänden mit einer Wanddicke, die eine Verformung der Rohrwände bei einer vordefinierten Druckbeaufschlagung ermöglicht.

Vorteilhaft ist das Rohr aus einem kraftstoffbeständigen und insbesondere einem kraftstoffdichten Material gebildet. Dadurch kann eine Funktionserfüllung des Niederdruckdämpfers über die gesamte Lebensdauer gewährleistet werden.

Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass das Rohr an seinen zu dem Gehäuse gerichteten Außenflächen mit einem kraft- stoffbeständigen und insbesondere kraftstoffdichten Material ummantelt oder beschichtet ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigt:

Fig. 1 eine Längsschnittdarstellung einer Kraftstoffhoch

druckpumpe mit einem Niederdruckdämpfer; und Fig. 2 den Niederdruckdämpfer aus Fig. 1 in einer vergrößerten

Darstellung .

Fig. 1 zeigt eine Längsschnittdarstellung einer Kraftstoff hochdruckpumpe 10, mit der Kraftstoff 12 mit Hochdruck be aufschlagt werden kann. Die Kraftstoffhochdruckpumpe 10 weist ein Gehäuse 14 mit einer Gehäusebohrung 16 auf. Die Gehäuse bohrung 16 bildet an einem ersten Endbereich 18 einen Druckraum 20, in dem der Kraftstoff 12 im Betrieb mit Hochdruck beaufschlagt wird, indem sich das Volumen des Druckraumes 20 periodisch verkleinert und vergrößert. Weiter bildet die Gehäusebohrung 16 an einem zweiten Endbereich 22 einen Leckageraum 24.

Die Kraftstoffhochdruckpumpe 10 weist einen Pumpenkolben 26 auf, der in der Gehäusebohrung 16 geführt ist. Dazu weist die Ge häusebohrung 16 einen speziellen Pumpenkolbenführungsbereich 28 auf, der von einem Pumpenkolbenführungsabschnitt 30 am Gehäuse 14 gebildet ist, welcher in den Leckageraum 24 hineinragt. Der Pumpenkolben 26 bewegt sich im Betrieb entlang einer Bewe gungsachse 32 translatorisch zwischen Druckraum 20 und Le ckageraum 24 auf und ab. Durch diese Bewegung des Pumpenkolbens 26 in dem Druckraum 20 wird Kraftstoff 12, der sich in diesem Druckraum 20 befindet, verdichtet und somit mit Hochdruck beaufschlagt. Dabei fließt ein geringer Anteil des Kraftstoffes 12 entlang des Pumpenkolbenführungsbereiches 28 zwischen Pumpenkolben 26 und dem Pumpenkolbenführungsabschnitt 30 des Gehäuses 14 nach unten in den Leckageraum 24.

Der Leckageraum 24 bildet in dem Bereich, der entlang der Bewegungsachse 32 unterhalb des Pumpenkolbenführungsabschnittes 30 ausgebildet ist, einen Leckageauffangbereich 34, in welchem die Kraftstoffleckage aus dem Druckraum 20 aufgefangen werden kann. Damit keine Vermischung dieses Leckagekraftstoffes mit beispielsweise Schmieröl im Antriebsbereich des Pumpenkolbens 26 erfolgt, ist der Leckageraum 24 fluiddicht mit einer Dich tungsschale 36 abgedichtet, die an einer Gehäusewand 38 der Gehäusebohrung 16 verpresst und evtl, zusätzlich verschweißt oder verschraubt befestigt ist. Somit bilden die Dichtungsschale 36 und die Gehäusewand 38 jeweils eine Begrenzung für den Leckageauffangbereich 34. Der Leckageraum 24 weist neben dem Leckageauffangbereich 34 auch einen Ausgleichsbereich 40 auf, der mehrere Funktionen ver wirklicht. Einerseits dient er dazu, eine Druckveränderung unterhalb des Pumpenkolbens 26, die durch die Bewegung des Pumpenkolbens 26 resultiert, abzufedern. Andererseits ist dieser Ausgleichsbereich 40 so ausgebildet, dass er auch Kräfte, die von außerhalb des Gehäuses 14 auf das Gehäuse 14 einwirken, bei spielsweise durch Befestigung des Gehäuses 14 an weiteren Elementen eines Kraftstoffeinspritzsystems, ableiten kann.

Dazu ist der Ausgleichsbereich 40 kreisringförmig um den Pumpenkolbenführungsabschnitt 30 angeordnet. Er erstreckt sich parallel zu der Bewegungsachse 32 ausgehend von dem Leckage auffangbereich 34 in Richtung auf den Druckraum 20 zu.

In dem Leckageraum 24 ist ein Niederdruckdämpfer 42 angeordnet, und zwar so, dass er sich in dem Ausgleichsbereich 40 des Leckageraumes 24 befindet. Der Niederdruckdämpfer 42 ist aus einem beidseitig verschlossenen Rohr 44 gebildet, das mit Gas gefüllt ist und somit ein Dämpfervolumen 46 begrenzt. Das Rohr 44 ist helixförmig um den Pumpenkolbenführungsabschnitt 30 des Gehäuses 14 angeordnet und erstreckt sich von dem Leckage auffangbereich 34 auf den Druckraum 20 zu. Somit füllt der Niederdruckdämpfer 42 den Ausgleichsbereich 40 weitgehend aus und nutzt so möglichst effizient den zur Verfügung stehenden Bauraum unterhalb des Pumpenkolbens 26.

Durch das Vorsehen des Niederdruckdämpfers 42 in dem Leckageraum 24 der Krafstoffhochdruckpumpe 10 kann eine maximale Flexi bilität der Schnittstellen am Kopf der Kraftstoffhochdruckpumpe 10 bereitgestellt werden. Beispielsweise kann dann ein Zu messventil einfach am oberen Ende des Gehäuses 16 axial zu dem Pumpenkolben 26 angeordnet werden, und somit einen direkten Ansaugweg aus einem Reservoir, beispielsweise aus einem Tank, bereitstellen . Damit kann der volumetrische Wirkungsgrad der Kraftstoffhochdruckpumpe 10 gesteigert werden.

Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung des Niederdruck dämpfers 42 aus Fig. 1.

Der Niederdruckdämpfer 42, der als Rohr 44 ausgebildet ist, ist insbesondere als Flachrohr 48 ausgebildet und weist vier Seitenflächen 50, 52 auf. Dabei sind zwei erste Seitenflächen 50 senkrecht zu dem Pumpenkolbenführungsabschnitt 30 angeordnet und zwei zweite Seitenflächen 52 sind parallel zu dem Pumpenkol benführungsabschnitt 30 angeordnet. Die zwei zweiten Seiten flächen 52 sind kürzer ausgebildet als die zwei ersten Sei tenflächen 50. Da eine Verformung eines Querschnittes des Flachrohres 48 hauptsächlich axial zu einer Wickelrichtung des helixförmigen Rohres 44 erfolgt, ist das Verhältnis der ersten Seitenflächen 50 zu den zweiten Seitenflächen 52 vorzugsweise hoch gewählt, um eine möglichst große Arbeitsfläche durch eine Vielzahl von Windungen im gegebenen Bauraum unterbringen zu können .

Zur Befestigung kann der Niederdruckdämpfer 42 beispielsweise zwischen der Gehäusewand 38 und dem Pumpenkolbenführungsab schnitt 30 geklemmt werden, wobei vorzugsweise Bereiche ver wendet werden, die nicht der Funktion dienen, beispielsweise die jeweiligen Endstücke des Niederdruckdämpfers. Es ist jedoch auch möglich, dass die Gehäusewand 38 und/oder der Pumpenkolben führungsabschnitt 30 und/oder die Dichtungs schale 36 ent sprechende Halterungen (nicht gezeigt) aufweisen, die bei spielsweise axial oder radial verspannt sind und den Nieder druckdämpfer 42 in dem Ausgleichsbereich 40 halten. Das Rohr 44 ist vorteilhaft als dünnwandiges Rohr 44 ausgebildet, wobei Rohrwände 54 eine Wanddicke d aufweisen, die eine Ver formung der Rohrwände 54 bei einer vordefinierten Druckbe aufschlagung ermöglicht. Ist beispielsweise bekannt, welche Druckpulsationen in der Kraftstoffhochdruckpumpe 10 im Betrieb zu erwarten sind - beispielsweise durch die Arbeit des Pum penkolbens 26 bzw. durch ein aktives Einlassventil -, kann das Material des Rohres 44 in seiner Wanddicke so gebildet sein, dass eine Verformung lediglich bei den unerwünschten Druckpulsationen auftritt . So kann die Effizienz der Kraftstoffhochdruckpumpe 10 weiter gesteigert werden.

Das Rohr 44 kann beispielsweise aus einem kraftstoffbeständigen Material gebildet sein. Vorteilhaft ist auch, wenn das Material zusätzlich kraftstoffdicht ist. In einer alternativen Aus führungsform ist es jedoch auch möglich, das Rohr 44 an seinen Außenflächen 56, die zu dem Gehäuse 14 zeigen, mit dem kraftstoffbeständigen bzw. kraftstoffdichten Material zu um manteln oder zu beschichten. Dadurch kann die Lebensdauer des Niederdruckdämpfers 42 und seine beständige Funktionserfüllung gewährleistet werden.




 
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