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Title:
HIGH-VOLTAGE GENERATOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/160751
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a high-voltage generator (1), in particular for use as an inference-frequency generator, which comprises at least one piezo column (100), which consists of a number "n" of piezo elements (2), for conversion of mechanical pressure to electrical voltage, wherein the number of the piezo elements (2) is n > 10, and the voltage can be shorted via at least one first spark gap (3). In order to produce voltages even above a value of 250 kV by increasing the number of piezo elements (2), the invention proposes that the respectively adjacent piezo elements (2) in the piezo column (100) be arranged such that they are electrically isolated from one another, and that the mutually facing electrodes (6, 7) of adjacent piezo elements (2) each be connected to one another via a dedicated second spark gap (9), thus resulting in an increase in the total voltage. In this case, the individual piezo elements (2) are stacked on the basis of the principle of a Marx generator.

Inventors:
SCHÜNEMANN, Bernd (Siddernhause 15, Bergen, 29303, DE)
PRACHTHÄUSER, André (Alte Molkerei 3, Neustadt a. Rbg., 31535, DE)
Application Number:
EP2011/002583
Publication Date:
December 29, 2011
Filing Date:
May 25, 2011
Export Citation:
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Assignee:
RHEINMETALL WAFFE MUNITION GMBH (Heinrich-Ehrhardt-Str. 2, Unterlüß, 29345, DE)
SCHÜNEMANN, Bernd (Siddernhause 15, Bergen, 29303, DE)
PRACHTHÄUSER, André (Alte Molkerei 3, Neustadt a. Rbg., 31535, DE)
International Classes:
H01L41/113; H03K3/537
Attorney, Agent or Firm:
DIETRICH, Barbara (Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH, Rheinmetall Platz 1, Düsseldorf, 40476, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

Hochspannungsgenerator (1), insbesondere zur Verwendung als Störfrequenz- Generator, der mindestens eine aus eine Anzahl„n" Piezoelementen (2) bestehende Piezo-Säule (100) zum Wandeln von mechanischem Druck in elektrische Spannung und eine damit funktional verbundene Last (4) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweils benachbarten Piezoelemente (2) der Piezo-Säule (100) elektrisch voneinander isoliert angeordnet und die einander zugewandten Elektroden (6, 7) benachbarter Piezoelemente (2) jeweils über eine Funkenstrecke (9) miteinander verbunden sind.

Hochspannungsgenerator nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zur Isolierung benachbarter Piezoelemente (2) zwischen diesen jeweils eine Isolierscheibe (8) angeordnet ist.

Hochspannungsgenerator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbindung einer Elektrode (7) jedes der Piezoelemente (2) über einen Widerstand (10) erfolgt.

Hochspannungsgenerator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Piezoelemente (2) aus piezoelektrischer Keramik bestehen.

Hochspannungsgenerator nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Piezoelemente (2) n > 3 beträgt.

Hochspannungsgenerator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelung der einzelnen Piezoelemente (2) nach dem Prinzip eines Marx- Generators erfolgt.

Description:
BESCHREIBUNG

Hochspannungsgenerator

Die Erfindung betrifft einen Hochspannungsgenerator, insbesondere zur Verwendung als Störfrequenz-Generator, der mindestens eine aus eine Vielzahl n Piezoelementen bestehende Piezo-Säule zum Wandeln von mechanischem Druck in elektrische Spannung um- fasst, wobei die Anzahl der Piezoelemente n > 3 beträgt, und die Spannung über mindestens eine Funkenstrecke kurzschließbar ist.

Durch die zunehmende Komplexität von Sensorik, Elektronik, Mikroelektronik in modernen intelligenten Verteidigung-, Kommunikations- und Überwachungssystemen steigt zum einen die Leistungsfähigkeit dieser Systeme, zum anderen können diese aber aufgrund ihrer Baueigenschaften sehr anfällig für elektromagnetische Felder hoher Leistungsdichte sein (HPME- High Power Electromagnetics). Diese in der Praxis verbringbaren Quellen ermöglichen es, die Sensorik und / oder Elektronik mit geringen kollateralen Schäden zu stören bzw. sogar zu zerstören (DE 103 42 7360 A1).

Neben Explosivstoffen als Energiequelle (DE 100 44 867 A1) ist die Umsetzung der mechanischen in elektrische Energie mittels piezoelektrischen Keramiken bekannt. Durch Druck auf eine solche Keramik wird elektrische Spannung erzeugt, die Keramik verhält sich wie ein einfacher geladener Keramikkondensator. Die Energiedichte ist zwar um eine Größenordnung niedriger, als im Explosivstoff, aber immer nach ausreichend für das gegebene Volumen.

Bei derart bekannten Hochspannungsgeneratoren werden die Piezoelemente üblicherweise stapeiförmig übereinander angeordnet. Dabei sind die einander zugewandten Elektroden benachbarter Piezoelemente elektrisch leitend miteinander verbunden, sodass die Piezoelemente der entsprechenden Piezo-Säule eine Serienschaltung bilden. Wird daher auf die Enden der Piezo-Säule Druck ausgeübt, so ergibt sich eine Gesamtspannung n x Uo, wobei Uo der Scheitelwert der von dem einzelnen Piezoelement erzeugten Stoßspannung bedeutet. Über eine Funkenstrecke, die fremd gezündet oder selbstzündend sein kann, entlädt sich die in den Piezoelementen gespeicherte Energie dann in eine Last (beispielsweise eine Antenne des Störsenders).

Wie Versuche der Anmelderin gezeigt haben, lassen sich durch die Stapelung seriell geschalteter Piezoelemente Spannungen bis maximal 250 kV erzeugen. Erwünscht bzw. erstrebenswert sind jedoch Spannungen im Megavoltbereich.

Aus der DE 101 50 636 C2 ist ein Hochspannungsgenerator bekannt, bei dem über ein elektrisch leitendes Koppelstück zwei Piezo-Säulen elektrisch gegensinnig in Serie geschaltet sind. Dabei erstrecken sich längs der Piezo-Säulen Elektroden von den Stirnenden der Säulen in den Bereich des Koppelstückes und dienen hier als Funkenelektroden für Funkenstrecken zum Koppelstück hin und zwischen einander.

Auch bei diesem Hochspannungsgenerator werden die beiden Piezo-Säulen durch übereinander gestapelte Piezoelemente gebildet, wobei die Elektroden benachbarter Piezoelemente elektrisch direkt miteinander verbunden sind, sodass sich wiederum Serienschaltungen mit den vorstehend erwähnten Nachteilen ergeben.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hochspannungsgenerator der eingangs erwähnten Art anzugeben, mit dem Spannungen durch Erhöhung der Anzahl der Piezoelemente auch über einen Wert von 250 kV erzeugt werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.

Die Erfindung beruht im Wesentlichen auf dem Gedanken, die Stapelung der einzelnen Piezoscheiben nach dem Prinzip eines Marx- Generators vorzunehmen. Da die gepress- ten Piezoscheiben sich wie geladene Keramikondensatoren verhalten, ist es möglich, sie wie die Kondensatoren in einem Marx- Generator zu entladen. - Die DE 199 59 358 C2 beschreibt eine autonome RF- Strahlenquelle, die einen Marx- Generator verwendet, durch den nacheinander mehrere repetierte Stoßspannungen erzeugt und über den UWB- Pulser sowie die Breitbandantenne nacheinander auf das Ziel abgestrahlt werden. - Die elektrische Schaltung des erfindungsgemäßen Hochspannungsgenerators ähnelt somit der Schaltung eines Marx -Generators zur Erzeugung von Stoßspannungen. Allerdings werden bei dem hier verwendeten Marx- Generator zunächst eine Anzahl elektrisch parallelgeschalteter Kapazitäten aufgeladen und dann zu einem vorbestimmten Zeitpunkt über Funkenstrecken in Serie geschaltet, um dadurch eine entsprechende Vervielfachung der Spannung zu erzeugen.

Demgegenüber erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Hochspannungsgenerator keine parallele Aufladung von Kapazitäten, sondern elektrisch isolierte, aber mechanisch parallel zueinander angeordnete Piezoelemente erzeugen durch Ausübung eines entsprechend hohen Druckes jeweils eine Stoßspannung mit dem Scheitelwert U 0 . Durch Zünden der Funkenstrecken zwischen den Elektroden benachbarter Piezoelemente erfolgt anschließend, ähnlich wie bei dem Marxgenerator, eine entsprechende Vervielfachung der Spannung an der Piezo-Säule in Abhängigkeit von der Anzahl der Piezoelemente.

Der wesentliche Unterschied ist also, dass keine Aufladung der einzelnen Kondensatoren durch elektrische Hochspannung notwendig ist, sondern, dass die Piezoscheiben durch einen hohen Druck innerhalb von Millisekunden zusammengepresst werden. Da einzelnen Scheiben bei gleichem Druck höhere Spannungen als ein Stapel von Scheiben halten, wird der Stapel so aufgebaut, dass jede Scheibe gegeneinander isoliert ist und erst beim Erreichen eines maximalen Spannungswertes an jeder einzelnen Scheibe durch Funkenstrecken eine Reihenschaltung entsteht und die Spannung sich somit abhängig von der Anzahl der Scheiben vervielfacht. Im Gegensatz zu den bekannten Hochspannungsgeneratoren der gattungsgemäßen Art, erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Hochspannungsgenerator bei Ausübung eines entsprechenden Druckes auf die Piezo-Säule noch keine Addition der durch die einzelnen Piezoelementen erzeugten Stoßspannungen, sondern erst wenn nach Erreichen der SChaltspannung auf die Piezo-Säule durch Zünden der Funkenstrecken zwischen den Elektroden benachbarter Piezoelemente die einzelnen Piezoelemente elektrisch eine Serienschaltung bilden, wird die Spannung an der Piezo-Säule in Abhängigkeit von der Anzahl der Piezoelemente entsprechend vervielfacht. Überraschenderweise wird durch diesen Vorgang die Hochspannungsfestigkeit der Piezo-Säule gegenüber bekannten Anordnungen wesentlich verbessert.

Es ist dabei angedacht, die jeweils benachbarten Piezoelemente einer Piezo-Säule elektrisch voneinander isoliert anzuordnen und die einander zugewandten Elektroden benach- barter Piezoelemente jeweils über eine eigene Funkenstrecke miteinander zu verbinden, sodass sich erst nach Zündung der Funkenstrecken eine Serienschaltung der Piezoelemente und damit eine Erhöhung der Gesamtspannung ergibt.

Vorteilhafterweise wird die Hochspannung lediglich für (sehr kurzen) den Zeitraum erzeugt, indem sie benötigt wird. Zugleich ist es möglich, durch die Funkenstrecken an einer Induktivität ein resonantes Umladen in einen kapazitiven Resonator mit Antenne zu erzeugen. Die Spannung an der Antenne wird dadurch nochmals erhöht, sodass mit niedrigeren Eingangsspannungen stärkere HPEM-Pulse (HPEM: High Power Electromagnetics) erzeugt werden können.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden, anhand einer Figur erläuterten Ausführungsbeispiel.

In der Figur ist mit 1 ein Hochspannungsgenerator bezeichnet. Der Hochspannungsgenerator 1 umfasst eine aus eine Anzahl n stapeiförmig angeordneten Piezoelementen 2 sich zusammensetzende Piezo-Säule 100, die über eine erste Funkenstrecke 3 mit einer Last (Antenne) 4 verbunden ist. Dabei sollte die Anzahl der Piezoelemente 2„n" > 3 sein.

Jedes Piezoelement 2 umfasst ein Teil 5 aus einem piezoelektrischen Material (beispielsweise einer Keramik), auf den zwei gegenüberliegende Elektroden 6, 7 aufgebracht sind.

Benachbarte Piezoelemente 2 des Hochspannungsgenerators 1 sind elektrisch voneinander jeweils durch eine Isolierscheibe 8 getrennt. Dabei sind die jeweils beiden durch eine Isolierscheibe getrennten Elektroden 6, 7 benachbarter Piezoelemente 2 elektrisch über eine zweite Funkenstrecke 9 miteinander verbunden. Außerdem sind die Elektroden 6 über einen Entladewiderstand 10 mit Masse 11 des Hochspannungsgenerators 1 verbunden.

Wird nun in Richtung des mit 12 bezeichneten Pfeils Druck auf die„n" übereinander gestapelten Piezoelemente ausgeübt, so ergibt sich an den Elektroden 6, 7 jedes der Piezoelemente 2 eine Stoßspannung mit dem Scheitelwert U 0 .

Zündet nun eine Funkenstrecke 9, wovon eine oder mehrere fremd gezündet sein können, verschiebt sich die Spannung des nächsten Piezoelementes so, dass eine Addition erfolgt. Die Spannung erhöht sich an der darauf folgenden (zweiten) Funkenstrecke 9 dabei schlagartig. Eine Kettenreaktion setzt ein und innerhalb von Nanosekunden sind alle Funkenstrecken 9 durchgeschaltet und die maximale Spannung des gesamten Stapels von n Piezoelementen 2 beträgt U ges = n x U 0 .

Die im elektrischen Feld gespeicherte Gesamtenergie entlädt sich nun über die Funkenstrecke 3 in die Last 4.

Durch eine geschickte Wahl der Induktivität in der Zuleitung zur Last 4 ist es möglich die Spannung an der Last 4 zusätzlich zu erhöhen, sodass es möglich ist eine Spannung U Last > Uges zu erreichen.

Der Druck auf das Scheibenpaket 100 ist nach oben hin frei wählbar, wobei die Spannungsfestigkeit der einzelnen Elemente / Scheiben 2 und die mechanische Druckfestigkeit berücksichtig werden müssen. Eine Steigerung des Energiegehaltes des Systems kann - unabhängig der Anzahl der Scheiben und / oder des konstanten Drucks auf die Scheiben 2- zusätzlich durch die Steigerung der maximal möglichen Leerlaufspannung U 0 vorgenommen werden. Diese hängt von der piezoelektrischen Spannungskonstanten, dem Druck und dem Abstand der Elektroden ab.

Bezugszeichenliste

1 Hochspannungsgenerator

2 Piezoelement

3 (erste) Funkenstrecke

4 Last

5 Teil

6,7 Elektroden

8 Isolierscheibe

9 (zweite) Funkenstrecke

10 Entladewiderstand

11 Masse

12 Pfeil

100 Piezo-Säule




 
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10, and the voltage can be shorted via at least one first spark gap (3). In order to produce voltages even above a value of 250 kV by increasing the number of piezo elements (2), the invention proposes that the respectively adjacent piezo elements (2) in the piezo column (100) be arranged such that they are electrically isolated from one another, and that the mutually facing electrodes (6, 7) of adjacent piezo elements (2) each be connected to one another via a dedicated second spark gap (9), thus resulting in an increase in the total voltage. In this case, the individual piezo elements (2) are stacked on the basis of the principle of a Marx generator."/>