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Title:
HIGH VOLTAGE SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/131604
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a high voltage system (1), in particular for a motor vehicle that can be electrically driven, having at least one high voltage battery (2), at least one distributor (5) electrically connected to the high voltage battery (2), and at least one auxiliary unit (10) electrically connected to the distributor (5). In order to provide a high voltage system (1) which can be can be produced and operated more cost-effectively, according to the invention the electrical auxiliary unit (10) is electrically connected to the distributor (5) via at least one high voltage fuse (8).

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Inventors:
PÖMMERL JOSEF (DE)
Application Number:
EP2016/051289
Publication Date:
August 25, 2016
Filing Date:
January 22, 2016
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG (80809, DE)
International Classes:
H01R9/24; H01H85/20; H01H85/54; H01R31/02
Foreign References:
DE102006009936A12007-09-06
EP2061063A12009-05-20
DE102006024391A12007-11-29
DE9409851U11994-08-04
DE102010010845A12011-09-15
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Claims:
Patentansprüche:

1. Hochvoltsystem (1 ), insbesondere für ein elektrisch antreibbares Kraftfahrzeug, aufweisend wenigstens einen Hochvoltspeicher (2), wenigstens einen elektrisch mit dem Hochvoltspeicher (2) verbundenen Verteiler (5) und wenigstens ein elektrisch mit dem Verteiler (5) verbundenes elektrisches Nebenaggregat (10), dadurch gekennzeichnet, dass das elektnsche Nebenaggregat

(10) über wenigstens eine Hochvoltschmelzsicherung (8) elektrisch mit dem Verteiler (5) verbunden ist.

2. Hochvoltsystem (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Hochvoltschmelzsicherung (8) in einer Baueinheit (1 1 ) angeordnet ist, die über eine erste Steckverbindung (12) mit dem

Verteiler (5) und über eine zweite Steckverbindung (13) mit einem Hochvoltkabel (16) verbindbar ist, das elektrisch mit dem elektrischen Nebenaggregat (10) verbunden ist.

3. Hochvoltsystem (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Steckverbindung (12) und die zweite

Steckverbindung (13) jeweils über wenigstens ein körperliches Merkmal und/oder wenigstens ein elektrisches Merkmal individualisiert sind.

4. Hochvoltsystem (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet dass durch die Baueinheit (1 1 ) ein Leitungsabschnitt (20) von wenigstens einer Signalleitung verläuft, zu dem wenigstens ein elektrischer Widerstand (25) parallel geschaltet ist, wobei die erste Steckverbindung (12) und die zweite Steckverbindung (13) über den elektrischen Widerstand (25) und dessen elektrische Eigenschaften individualisiert sind. 5. Hochvoltsystem (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch wenigstens ein Fixiermittel (24), mit dem die Baueinheit (1 1 ) an dem Verteiler (5) fixierbar ist.

Description:
Hochvoltsystem

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Hochvoltsystem, insbesondere für ein elektrisch antreibbares Kraftfahrzeug, aufweisend wenigstens einen Hochvoltspeicher, wenigstens einen elektrisch mit dem Hochvoltspeicher verbundenen Verteiler und wenigstens ein elektrisch mit dem Verteiler verbundenes elektrisches Nebenaggregat.

In einem elektrisch antreibbaren Kraftfahrzeug, insbesondere Elektrofahrzeug oder Hybridelektrofahrzeug, wird ein Hochvoltsystem eingesetzt, das einen Hochvoltspeicher umfasst, mit dem eine elektrische Antriebseinrichtung (Hauptaggregat) und weitere elektrische Verbraucher (Nebenaggregate) des Kraftfahrzeugs mit elektrischer Energie versorg bar sind.

Es ist bekannt, die elektrischen Nebenaggregate eines Hochvoltsystems über einen Verteiler, der gleichzeitig als Ladeeinheit dienen kann, elektrisch mit dem Hochvoltspeicher des Hochvoltsystems zu verbinden. Des Weiteren ist es bekannt, den Hochvoltspeicher insgesamt oder Unterkomponenten des Hochvoltspeichers jeweils mit einer Hochvoltschmeizsicherung zu versehen. Kommt es zu einem Kurzschluss oder einem anderen Fehlerfall innerhalb des Hochvoltsystems, der einen Überstrom zur Folge hat, wird der Schmelzleiter der jeweiligen Hochvoltschmeizsicherung durch den durch ihn fließenden Überstrom so stark erwärmt, dass er schmilzt. Hierdurch werden der Verteiler und dadurch die elektrischen Nebenaggregate des Hochvoltsystems elektrisch von dem Hochvoltspeicher getrennt und somit vor Beschädigungen geschützt. Herkömmlich werden somit mehrere Leitungsstränge von elektrischen Nebenaggregaten mittels einer einzelnen an dem Hochvoltspeicher angeordneten Hochvoltschmelzsicherung abgesichert. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Hochvoltsystem bereitzustellen, das kostengünstiger herstellbar und betreibbar ist.

Diese Aufgabe wird durch den unabhängigen Anspruch gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen wiedergegeben, die jeweils für sich genommen oder in verschiedener Kombination miteinander einen Aspekt der Erfindung darstellen können.

Das erfindungsgemäße Hochvoltsystem, insbesondere für ein elektrisch antreibbares Kraftfahrzeug, umfasst wenigstens einen Hochvoltspeicher, wenigstens einen elektrisch mit dem Hochvoltspeicher verbundenen Verteiler und wenigstens ein elektrisch mit dem Verteiler verbundenes elektrisches Nebenaggregat, wobei das elektrische Nebenaggregat über wenigstens eine Hochvoltschmelzsicherung elektrisch mit dem Verteiler verbunden ist.

Erfindungsgemäß kann jedes elektrisches Nebenaggregat über eine eigene Hochvoltschmeizsicherung elektrisch mit dem Verteiler und hierüber mit dem Hochvoltspeicher verbunden werden. Es sind nicht, wie herkömmlich, alle elektrisch mit dem Verteiler verbundenen elektrischen Nebenaggregate über eine einzige an dem Hochvoltspeicher angeordnete Hochvoltschmeizsicherung mit dem Hochvoltspeicher verbunden. Daher kann erfindungsgemäß eine an dem Hochvoltspeicher angeordnete Hochvoltschmeizsicherung entfallen.

Herkömmlich muss nach Auftreten eines Kurzschlusses oder eines anderen Fehlerfalls innerhalb eines Hochvoltsystems, der einen Überstrom und somit ein Durchschmelzen des Schmelzleiters der an dem Hochvoltspeicher oder an einer Unterkomponente des Hochvoltspeichers angeordneten Hochvoltschmelzsicherung zur Folge hat, der Hochvoltspeicher bzw. die jeweilige Unterkomponente des Hochvoltspeichers zusammen mit der ausgelösten Hochvoltschmelzsicherung ausgetauscht werden. Auf Grund der einzuhaltenden Hochvoltsicherheit ist es in der Regel herkömmlich nicht möglich, allein die an dem Hochvoltspeicher bzw. der Unterkomponente des Hochvoltspeichers angeordnete Hochvoltschmelzsicherung auszutauschen. Durch den Austausch des Hochvoltspeichers bzw. der Unterkomponente des Hochvoltspeichers entstehen hohe Reparaturkosten, was die Betriebskosten eines herkömmlichen Hochvoltsystems erhöht.

Bei dem erfindungsgemäßen Hochvoltsystem ist kein entsprechend aufwändiger und kostenintensiver Sicherungswechsel erforderlich. Es muss lediglich die jeweilige Hochvoltschmelzsicherung ausgetauscht werden, ohne dass hierbei gleichzeitig ein Austausch einer die Hochvoltschmelzsicherung aufweisenden elektrischen Komponente des Hochvoltsystems erfolgen muss. Ein Sicherungswechsel ist bei dem erfindungsgemäßen Hochvoltsystem im Servicefall hinsichtlich der Lebensdauer von elektrischen Komponenten des Hochvoltsystems und der Einhaltung der Hochvoltsicherheit ohne Risiko möglich.

Der Einsatz eines erfindungsgemäßen Hochvoltsystems verhindert zudem einen Imageschaden bei einem Nutzer eines mit dem Hochvoltsystem ausgestatteten Objektes, beispielsweise eines Kraftfahrzeugs, da es für den Nutzer nicht nachvollziehbar ist, dass bei Vorliegen einer defekten, relativ kostengünstigen Hochvoltschmelzsicherung eine deutlich hochpreisigere elektrische Komponente des Hochvoltsystems ausgetauscht werden muss.

Herkömmlich müssen aus Leitungsschutzgründen alle zu elektrischen Verbrauchern eines Hochvoltsystems führenden elektrischen Nebenaggregat-Leitungen immer denselben oder einen größeren Querschnitt haben als eine von dem Hochvoltspeicher zu dem Verteiler führende elektrische Leitung, an der die Hochvoltschmelzsicherung angeordnet ist. Dies ist insbesondere deshalb der Fall, da die Hochvoltschmelzsicherung thermisch auslöst und daher immer auf den geringsten Leitungsquerschnitt ausgelegt werden muss. Durch die herkömmlich erforderliche Verwendung von Nebenaggregat-Leitungen mit einem relativ großen Leitungsquerschnitt entstehen auf der Leitungssatzseite eines herkömmlichen Hochvoltsystems sowohl hohe Kosten also auch eine Gewichtserhöhung. Im Vergleich hierzu können bei dem erfindungsgemäßen Hochvoltsystem die vom Verteiler zu den elektrischen Nebenaggregaten führenden Nebenaggregat-Leitungen einen kleineren Leitungsquerschnitt aufweisen, was mit einer vorteilhaften Gewichtsreduzierung des Leitungssatzes des erfindungsgemäßen Hochvoltsystems einhergeht. Dies ist zudem mit einer Reduzierung von Herstellungskosten des erfindungsgemäßen Hochvoltsystems verbunden.

Das erfindungsgemäße Hochvoltsystem kann auch für zwei oder mehrere, insbesondere alle, mit dem Verteiler elektrisch zu verbindenden elektrischen Nebenaggregate jeweils eine entsprechende Hochvoltschmelzsicherung aufweisen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Hochvoltschmelzsicherung in einer Baueinheit angeordnet, die über eine erste Steckverbindung mit Verteiler und über eine zweite Steckverbindung mit einem Hochvoltkabel verbindbar ist, das elektrisch mit dem elektrischen Verbraucher verbunden ist. Die Hochvoltschmelzsicherung kann in einem separierten Gehäuseteil der Baueinheit angeordnet sein. Die Baueinheit kann derart ausgebildet sein, dass sie zur Ausbildung der ersten Steckverbindung und/oder der zweiten Steckverbindung zwischen einen herkömmlich ausgebildeten Stecker, der mit dem Hochvoltkabel verbunden ist, und eine herkömmlich ausgebildete Steckbuchse an dem Verteiler montiert bzw. gesteckt werden kann. Hierzu sind an der Baueinheit eine mit dem Stecker verbindbare Steckbuchse und ein mit der Steckbuchse an dem Verteiler verbindbarer Stecker ausgebildet. Durch diese Ausgestaltung der Baueinheit können bereits vorhandene Stecker, die mit jeweils einem Hochvoltkabel verbunden sind, und vorhandene Steckbuchsen an dem Verteiler zur Ausbildung der ersten Steckverbindung und der zweiten Steckverbindung verwendet werden, so dass diese Bauteile nicht kostenintensiv modifiziert und neuentwickelt werden müssen. Die Ausgestaltung der Baueinheit ermöglicht ein kostengünstiges und einfaches Nachrüsten von bereits vorhandenen Hochvoltsystemen. Alternativ können die Stecker und Steckbuchsen der ersten Steckverbindung und/oder der zweiten Steckverbindung eine nicht herkömmliche spezielle Ausgestaltung aufweisen. Ist ein Sicherungswechsel erforderlich, kann dies durch einen Austausch der jeweiligen Baueinheit erfolgen, was einfach und unter geringen Kosten möglich ist. Durch die Baueinheit können Leitungsabschnitte der Nebenaggregat-Leitungen HV+ und HV- geführt sein, wobei die Hochvoltschmelzsicherung in die Nebenaggregat-Leitung HV+ integriert ist. Die Baueinheit ist derart ausgebildet, dass sie die gegebenen technischen Anforderungen an elektrische Stecksysteme, beispielsweise bezüglich der Einhaltung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV), der Dichtigkeit, der Stromtragfähigkeit, der Hochvoltsicherheit und dergleichen, erfüllt. Grundsätzlich kann eine entsprechende Baueinheit auch im Niedervolt-Bereich eingesetzt werden. Im Hochvolt-Bereich ist in der Regel eine i.d.R. eine EMV- Abschirmung notwendig, was im Niedervolt-Bereich entfallen kann.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die erste Steckverbindung und die zweite Steckverbindung jeweils über wenigstens ein körperliches Merkmal und/oder wenigstens ein elektrisches Merkmal individualisiert. Hierdurch kann eine notwendige Vertauschungssicherheit gewährleistet werden. Die Individualisierung der jeweiligen Steckverbindung ermöglicht eine eineindeutige Zuordnung des jeweiligen Steckers der Steckverbindung zu der jeweiligen Steckbuchse der Steckverbindung. Als körperliches Merkmal können der Stecker und die zugehörige Steckbuchse beispielsweise zusammenwirkende komplementäre Strukturen oder dergleichen aufweisen. Über ein individualisierendes körperliches Merkmal einer Steckverbindung erfolgt eine Hardware-Codierung der Steckverbindung. Über ein individualisierendes elektrisches Merkmal einer Steckverbindung kann eine Software-Codierung der Steckverbindung erfolgen.

Vorteilhafterweise verläuft durch die Baueinheit ein Leitungsabschnitt von wenigstens einer Signalleitung, zu dem wenigstens ein elektrischer Widerstand parallel geschaltet ist, wobei die erste Steckverbindung und die zweite Steckverbindung über den elektrischen Widerstand und dessen elektrische Eigenschaften individualisiert sind. Hierdurch kann eine Software-Codierung der ersten Steckverbindung bzw. der zweiten Steckverbindung erfolgen. Der elektrische Widerstand kann ein variabler Widerstand sein. Der ohmsche Widerstand des elektrischen Widerstands kann zur Individualisierung der ersten Steckverbindung und der zweiten Steckverbindung mit vorgegebenen Widerstandswerten abgeglichen bzw. ausgewertet werden. Wurde eine Baueinheit falsch angeschlossen, so kann eine zugehörige Fehlermeldung generiert werden oder es wird ein Starten beispielsweise eines entsprechend ausgestatteten Kraftfahrzeugs verhindert. Durch die Baueinheit kann ein Leitungsabschnitt einer Signalleitung (Diagnoseleitung) Diag+ und ein Leitungsabschnitt einer Signalleitung (Diagnoseleitung) Diag- verlaufen. Im Vergleich zu einer Individualisierung der ersten Steckverbindung und der zweiten Steckverbindung über ein körperliches Merkmal ist die Individualisierung dieser Steckverbindungen über ein elektrisches Merkmal mit dem Vorteil verbunden, dass keine Modifizierung eines mit einer Nebenaggregat-Leitung verbundenen Steckers und einer Steckbuchse des Verteilers vorgenommen werden muss. Hierdurch ist das Hochvoltsystem kostengünstiger und insbesondere durch eine einfache Nachrüstung eines herkömmlichen Hochvoltsystems mit einer bestimmten Anzahl an Baueinheiten herstellbar.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass das Hochvoltsystem wenigstens ein Fixiermittel aufweist, mit dem die Baueinheit an dem Verteiler fixierbar ist. Hierdurch ist die Baueinheit auch bei starken Vibrationen, beispielsweise während eines Fahrbetriebs eines Kraftfahrzeugs, sicher am Verteiler fixiert. Dies verhindert ein unbeabsichtigtes Lösen der Verbindung zwischen der Baueinheit und dem Verteiler. Das Fixiermittel kann wenigstens eine Schraubverbindung oder dergleichen umfassen. Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Darstellung eines herkömmlichen

Hochvoltsystems;

Figur 2 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Hochvoltsystem;

Figur 3 eine schematische und perspektivische Darstellung einer

Baueinheit eines weiteren Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Hochvoltsystem;

Figur 4 eine schematische Schnittdarstellung einer Baueinheit eines weiteren Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Hochvoltsystem, und Figur 5 eine schematische Schnittdarstellung einer Baueinheit eines weiteren Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Hochvoltsystem.

In den Figuren sind funktional gleiche Bauteile mit denselben Bezugszeichen versehen.

Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines herkömmlichen Hochvoltsystems 1 . Das Hochvoltsystem 1 umfasst einen Hochvoltspeicher 2, einen über elektrische Leitungen 3 und 4 elektrisch mit dem Hochvoltspeicher 2 verbundenen Verteiler 5 und drei über jeweils zwei elektrische Nebenaggregat-Leitungen 6 und 7 elektrisch mit dem Verteiler 5 verbundene, nicht gezeigte elektrische Nebenaggregate. Der Hochvoltspeicher 2 umfasst eine Hochvoltschmelzsicherung 8 mit einem Schmelzleiter 9. Bei ausgelöster Hochvoltschmelzsicherung 8 sind der Verteiler 5 und hierdurch die Nebenaggregate elektrisch von dem Hochvoltspeicher 2 getrennt.

Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Hochvoltsystem 1. Das Hochvoltsystem 1 umfasst einen Hochvoltspeicher 2, einen über elektrische Leitungen 3 und 4 elektrisch mit dem Hochvoltspeicher 2 verbundenen Verteiler 5 und drei über jeweils zwei elektrische Nebenaggregat-Leitungen 6 und 7 elektrisch mit dem Verteiler 5 verbundene elektrische Nebenaggregate 10. Jedes elektrisches Nebenaggregat 10 ist über eine Hochvoltschmelzsicherung 8 mit einem Schmelzleiter 9 elektrisch mit dem Verteiler 5 verbunden. An dem Hochvoltspeicher 2 ist keine Hochvoltschmelzsicherung 8 angeordnet.

Jede Hochvoltschmelzsicherung 8 ist in einer eigenen Baueinheit 1 1 angeordnet, die über eine erste Steckverbindung 12 mit dem Verteiler 5 und über eine zweite Steckverbindung 13 mit den Nebenaggregat- Leitungen 6 und 7 bzw. einem entsprechenden Hochvoltkabel verbunden ist, das elektrisch mit dem jeweiligen elektrischen Nebenaggregat 10 verbunden ist. Die erste Steckverbindung 12 und die zweite Steckverbindung 13 sind jeweils über wenigstens ein nicht gezeigtes körperliches Merkmal und/oder wenigstens ein elektrisches Merkmal individualisiert.

Durch die Baueinheit 11 kann ein nicht gezeigter Leitungsabschnitt von wenigstens einer Signalleitung verlaufen, zu dem wenigstens ein nicht gezeigter elektrischer Widerstand parallel geschaltet ist, wobei die erste Steckverbindung 12 und die zweite Steckverbindung 13 über den elektrischen Widerstand und dessen elektrische Eigenschaften individualisiert sind. Eine entsprechende Ausgestaltung einer Baueinheit 11 kann beispielhaft den Figuren 4 und 5 entnommen werden.

Das Hochvoltsystem 1 umfasst ferner für jede Baueinheit 1 1 ein eigenes, nicht gezeigtes Fixiermittel, mit dem die jeweilige Baueinheit 11 an dem Verteiler 5 fixierbar ist. Eine entsprechende Ausgestaltung einer Baueinheit 1 1 kann beispielhaft den Figuren 4 und 5 entnommen werden.

Ein elektrisches Nebenaggregat 10 kann beispielsweise als elektrischer Durchlauferhitzer, als elektrischer Kältemittelverdichter, als eine Einheit zum induktiven Laden oder dergleichen ausgebildet sein.

Die nicht näher dargestellten Steckbuchsen der ersten Steckverbindungen 12 können durch eine Stiftleiste realisiert sein.

Figur 3 zeigt eine schematische und perspektivische Darstellung einer Baueinheit 1 1 eines weiteren Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Hochvoltsystem 1. Das Hochvoltsystem 1 kann entsprechend Figur 2 ausgebildet sein. Die Baueinheit 11 weist eine Steckbuchse 14 auf, in die ein herkömmlicher Stecker 15 einsteckbar ist, der über ein Hochvoltkabel 16 mit einem nicht gezeigten Nebenaggregat verbunden ist. Des Weiteren umfasst die Baueinheit 1 1 einen Stecker 17, der in eine herkömmliche Steckbuchse 18 an dem Verteiler 5 einsteckbar ist.

Die Baueinheit 11 umfasst einen separierten Gehäuseteil 19, in dem eine nicht gezeigte Hochvoltschmelzsicherung entsprechend den Figuren 4 und 5 angeordnet ist. Durch die Baueinheit 1 1 können zusätzlich zu nicht näher dargestellten Leitungsabschnitten der Nebenaggregat-Leitungen nicht gezeigte Leitungsabschnitte von zwei Signalleitungen verlaufen. Zu einem der Leitungsabschnitte kann ein nicht gezeigter elektrischer Widerstand parallel geschaltet sein, wie es beispielsweise in Figur 5 gezeigt ist.

Figur 4 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer Baueinheit 11 eines weiteren Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes Hochvoltsystem 1. Das Hochvoltsystem 1 kann entsprechend Figur 2 ausgebildet sein. Die erste Steckverbindung, von der lediglich die Steckbuchse 14 der Baueinheit 1 1 gezeigt ist, und die zweite Steckverbindung, von der lediglich der Stecker 17 der Baueinheit 1 1 gezeigt ist, sind jeweils über wenigstens ein nicht gezeigtes körperliches Merkmal individualisiert. Durch die Baueinheit 1 1 verlaufen ein Leitungsabschnitt 20 einer Signalleitung Diag+ und ein Leitungsabschnitt 21 einer Signalleitung Diag-. Des Weiteren verlaufen durch die Baueinheit 1 1 ein Leitungsabschnitt 22 der Nebenaggregat-Leitung HV+, die zur Hochvoltsicherung dient, und ein Leitungsabschnitt 23 der Nebenaggregat-Leitung HV- (Rückleiter). Die

Hochvoltschmelzsicherung 8 ist in dem separierten Gehäuseteil 19 angeordnet und in den Leitungsabschnitt 22 integriert.

Das Hochvoltsystem 1 umfasst zwei Fixiermittel 24 in Form von Schrauben, mit denen die Baueinheit 11 an dem nicht gezeigten Verteiler fixierbar ist. Hierzu sind an dem Verteiler entsprechende Gewindebohrungen angeordnet.

Figur 5 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer Baueinheit 11 eines weiteren Ausführungsbeispieis für ein erfindungsgemäßes Hochvoltsystem 1. Das Hochvoltsystem 1 kann entsprechend Figur 2 ausgebildet sein. Diese Baueinheit 11 unterscheidet sich von der in Figur 4 gezeigten Baueinheit lediglich dadurch, dass zu dem Leitungsabschnitt 20 ein elektrischer Widerstand 25 parallel geschaltet ist. über den und über dessen elektrische Eigenschaften die erste Steckverbindung, von der lediglich die Steckbuchse 14 der Baueinheit 1 1 gezeigt ist, und die zweite Steckverbindung, von der lediglich der Stecker 17 der Baueinheit 11 gezeigt ist, individualisiert sind. Die erste Steckverbindung und die zweite Steckverbindung sind somit statt über ein körperliches Merkmal über ein elektrisches Merkmal individualisiert.

Bezugszeichenliste:

1 Hochvoltsystem

2 Hochvoltspeicher

3 Leitung

4 Leitung

5 Verteiler

6 Nebenaggregat-Leitung

7 Nebenaggregat-Leitung

8 Hochvoltschmelzsicherung

9 Schmelzleiter

10 Nebenaggregat

11 Baueinheit

12 erste Steckverbindung

13 zweite Steckverbindung

14 Steckbuchse

15 Stecker

16 Hochvoltkabel

17 Stecker

18 Steckbuchse

19 Gehäuseteil

20 Leitungsabschnitt

21 Leitungsabschnitt

22 Leitungsabschnitt

23 Leitungsabschnitt

24 Fixiermittel

25 Widerstand