LEANDER, Jan (Floor Raffles City, 268Xi Zang Zhong Lu, 1 Shanghai P.R., 200 00, CN)
BILEK, Karel (10 Bellthorpe Place, ForestlakeBrisban, QLD 4078, AU)
WEBER, Benjamin (Ennertstr. 16, Winterberg, 59955, DE)
JOHNSON, Charles W. (171 Industry Drive, Bland, VA, 24315, US)
LEANDER, Jan (Floor Raffles City, 268Xi Zang Zhong Lu, 1 Shanghai P.R., 200 00, CN)
BILEK, Karel (10 Bellthorpe Place, ForestlakeBrisban, QLD 4078, AU)
WEBER, Benjamin (Ennertstr. 16, Winterberg, 59955, DE)
Patentansprüche
1. Hochspannungswicklung (10) mit einem lagenweise um eine gedachte Wickelachse (12, 88, 96) angeordneten Flachbandleiter (50), wobei der Flachbandleiter (50) entlang seiner gewickelten Länge einen näherungsweise konstanten Leiterquerschnitt aufweist, welcher bestimmt ist durch eine jeweilige Leiterdicke (66, 68) und jeweilige Breite des Flachbandleiters (60, 62, 64), die mit der Breite einer jeweiligen Leiterlage (31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37) in der Hochspannungswicklung korreliert, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Breite des Flachbandleiters (60, 62, 64) zumindest abschnittsweise längs des Flachbandleiters (50) unterschiedlich ist.
2. Hochspannungswicklung (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (60, 62, 64) des Flachbandleiters (50) in der radial innersten Leiterlage (37) den absolut höchsten Wert aufweist und dass die Breite des Flachbandleiters (60, 62, 64) der radial äußersten Leiterlage (31) der Hochspannungswicklung (10) den absolut geringsten Wert aufweist.
3. Hochspannungswicklung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (60, 62, 64) des Flachbandleiters (50) beginnend in der radial innersten Leiterlage (37) bis zur radial äußersten Leiterlage (31) zwischen radial benachbarten Leiterlagen (31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37) monoton abnimmt oder zumindest konstant ist.
4. Hochspannungswicklung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Flachbandleiters (60, 62, 64) mehrerer jeweils radial benachbarter Leiterlagen (31 , 32, 33, 34, 35) von der jeweils radial innersten Leiterlage (35) zur jeweils radial äußersten Leiterlage (31) derart abnimmt, dass sich für den betreffenden Leiterlagenabschnitt (31 , 32, 33, 34, 35) ein trapez- oder dreieckförmiger Wicklungsquerschnitt (20) ergibt.
5. Hochspannungswicklung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils benachbarte Leiterlagen (31 , 32, 33, 34, 35, 36, 37) durch wenigstens eine Schicht aus elektrischem Isolationsmaterial getrennt sind.
6. Hochspannungswicklung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Flachbandleiter (50) mit variierender Breite (60, 62, 64) ein entsprechend den Anforderungen an die jeweilige Breite des Flachbandleiters ver- formter Leiter vorgesehen ist.
7. Hochspannungswicklung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Flachbandleiter (50) mit variierender Breite (60, 62, 64) eine entsprechend den Anforderungen an die jeweilige Breite des Flachbandleiters längs der Leiterlänge gefaltete Folie vorgesehen ist.
8. Hochspannungswicklung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese Hochspannungswicklung (10) mittels einer kraft und/oder formschlüssigen Verbindung in jeweils ein Wicklungsmodul (82, 90) integriert ist.
9. Hochspannungswicklung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wicklungsmodul (82, 90) wenigstens eine weitere galvanisch von der Hochspannungswicklung (84, 92) getrennte Wicklung (86, 94) aufweist, welche jeweils um dieselbe Wickelachse (88, 96) wie die Hochspannungswicklung angeordnet ist, vorzugsweise radial unterhalb der Hochspannungswicklung.
10. Anordnung von Wicklungsmodulen (82, 90) mit den Merkmalen der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Wicklungsmodule (82, 90) in ihrem radial inneren Bereich von einem gemeinsamen Transformatorkern (98) durchgriffen sind.
11. Anordnung von Wicklungsmodulen (82, 90) entsprechend Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Transformatorkern eine polygonale Form mit wenigstens 5 Ecken aufweist. |
Hochspannungswicklung
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Hochspannungswicklung mit einem Flachbandleiter, der lagenweise spiralförmig um eine gedachte Wickelachse angeordnet ist, wobei der Flachbandleiter entlang seiner gewickelten Länge einen näherungsweise konstanten Leiterquerschnitt aufweist, welcher Leiterquerschnitt bestimmt ist durch eine jeweilige Leiterdicke und jeweilige Breite des Flachbandleiters, die mit der Breite einer jeweiligen Leiterlage in der Hochspannungswicklung korreliert.
Es ist seit langem bekannt, Transformatoren bei der Verteilung elektrischer Energie zu nutzen, indem Wechselspannung von einem hohen Niveau zu einem niederen Spannungsniveau oder umgekehrt transformiert oder umgespannt wird. Energieverteilungsnetze sind üblicherweise 3-phasig aufgebaut, d.h. es liegen an drei zueinander gehörenden Einzelleitern jeweils um 120° Phasenwinkel verschobene Spannungen an, deren phasenrichtige mathematische Summation im symmetrischen Zustand des Energieverteilungsnetzes stets den Wert null ergibt. Leistungsbereiche derartiger Leistungstransformatoren reichen von einigen kVA bis hin zu mehreren 100 MVA, die Betriebsspannungen liegen üblicherweise zwischen 6kV und 38OkV.
Ein 3-phasiger Leistungstransformator weist üblicherweise für jede Phase wenigstens je eine Primär- und eine Sekundärwicklung auf, so dass sich in der Summe wenigstens 6 Einzelwicklungen ergeben. Es sind 3-phasige Leistungstransformatoren bekannt, bei welchen alle Wicklungen um einen gemeinsamen Transformatorkern mit mehreren Schenkeln angeordnet sind, wobei ein Schenkel dann beispielsweise je eine Primär- und eine Sekundärwicklung einer Phase durchgreift.
Es sind auch 3-phasige Leistungstransformatoren bekannt, welche durch geeignete elektrische Verschaltung aus drei 1 -phasigen Transformatoren gebildet werden, bei
welchen die Primär- und Sekundärwicklung je einer Phase jeweils von einem separaten ringförmigen Transformatorkern durchgriffen werden.
Bei einer derartigen 1 -phasigen Wicklungsanordnung mit ringförmigem Kern erweist es sich aus Gründen der Kompaktheit der Anordnung als vorteilhaft, die 1 -phasige Primär- und/oder Sekundärwicklung ebenfalls in Form von mehreren separaten Wicklungsmodulen anzuordnen, beispielsweise entlang einer kreisähnlichen Bahn, wobei alle Wicklungsmodule von dem ringförmigen Kern durchgriffen werden, wie beispielsweise in der europäischen Patentschrift EP 0 557 549 B1 beschrieben.
Gemäß des dort beschriebenen Standes der Technik lässt sich die Kompaktheit einer derartigen Anordnung weiter erhöhen, wenn die Wicklungsmodule eine keilähnliche Form aufweisen, d.h. die Seitenflächen jedes Wicklungsmoduls verlaufen in einem spitzen Winkel zueinander, wobei der spitze Teil eines jeweiligen derartigen Wicklungsmoduls in Richtung des gedachten Mittelpunktes des ringförmigen Transformatorkerns ausgerichtet ist. Ein derartiges keilförmiges Wicklungsmodul weist einen runden Einzelleiter auf, welcher in einer Vielzahl von Leiterlagen mit jeweils einer Vielzahl von benachbarten Leiterabschnitten innerhalb einer Leiterlage um eine Wickelachse gewickelt ist. Durch geeignete Variation der Anzahl der Lagen und Anzahl der benachbarten Leiter in Abhängigkeit von dem Wicklungswinkel um die Wickelachse ist eine keilförmige Form eines Wicklungsmoduls realisierbar.
Nachteilig an einem derartigen keilförmigen Wicklungsmodul ist insbesondere, dass dieses lediglich unter Verwendung eines Runddrahtes als Wicklungsleiter einfach herzustellen ist. Bei Verwendung eines herkömmlichen Flachbandleiters für eine Bandwicklung ist diese Methode nicht anwendbar, da hierbei jede Leiterlage genau übereinander liegen und keilförmige Wicklungen nicht möglich sind. Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Hochspannungswicklung der eingangs genannten Art anzugeben, deren äußere Form einen kompakten Aufbau eines Transformators mit derartigen Wicklungen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Hochspannungswicklung mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen und durch eine Anordnung von Hochspannungswicklungen mit den Merkmalen des Anspruchs 10.
Demgemäß kennzeichnet sich die Hochspannungswicklung der eingangs genannten Art dadurch, dass die Breite des Flachbandleiters zumindest abschnittsweise längs des Flachbandleiters variiert.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Variation der Breite des Flachbandleiters bei gleichzeitig annähernd konstantem Leiterquerschnitt hat eine entsprechende Variation der Leiterdicke zur Folge. Bei angenommenem näherungsweise rechteckförmi- gem Leiterquerschnitt bedeutet dies, dass der Querschnitt des Flachbandleiters, also das Produkt von Leiterdicke und Breite des Flachbandleiters, entlang der gesamten Leiterlänge ansatzweise konstant ist.
Bei einer Variation der Breite des Flachbandleiters in Abhängigkeit vom Wicklungswinkel ist der Querschnitt der gewickelten Wicklung in der Form veränderbar. Der Wicklungswinkel bezieht sich auf die Wickelachse, um welche der Flachbandleiter gewickelt ist. Er beginnt am Anfang des Flachbandleiters in der innersten Lage mit 0° und erhöht sich je gewickelter Leiterlage kontinuierlich um 360°, so dass sich beispielsweise bei einer Flachbandwicklung mit 20 Lagen ein maximaler Wicklungswinkel von 7200° ergibt.
Somit ist es in vorteilhafter Weise auch bei Flachbandwicklungen ermöglicht, einerseits den elektrischen Anforderungen an den Leiter, nämlich einem konstanten Widerstandswert längs dessen gesamter Länge, gerecht zu werden und andererseits ist dennoch eine Variation des Querschnittes der gewickelten Flachbandwicklung in Abhängigkeit um die Wickelachse ermöglicht.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Hochspannungswicklung weist die Breite des Flachbandleiters in der radial innersten Leiterlage den absolut höchsten Wert auf und die Breite des Flachbandleiters in der radial äußersten Leiterlage der Hochspannungswicklung den absolut geringsten Wert. Besonders bevorzugt ist hierbei diejenige Ausführungsform, bei welcher die Breite des Flachbandleiters des Flachbandleiters beginnend in der radial innersten Leiterlage bis zur radial äußersten Leiterlage zwischen radial benachbarten Leiterlagen mono-
ton abnimmt beziehungsweise die Breite des Flachbandleiters zumindest konstant ist.
Auf diese Weise ist die mechanische Stabilität der gewickelten Flachbandwicklung in vorteilhafter Weise erhöht, weil die Breite der jeweiligen Leiterlagen in radialer Richtung nach außen stets abnimmt oder zumindest konstant bleibt, so dass sich ansatzweise dreiecksförmiger Querschnitt ergibt..
Gemäß einer besonders günstigen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Hochspannungswicklung nimmt die Breite des Flachbandleiters mehrerer jeweils radial benachbarter Leiterlagen abhängig vom Wicklungswinkel von der jeweils radial innersten Leiterlage zur jeweils radial äußersten Leiterlage derart ab, dass der Wicklungsquerschnitt der Wicklung über die gesamte Wickelachse eine trapez- oder drei- eckförmige Form aufweist.
Ein derartiger Wicklungsquerschnitt ermöglicht eine besonders platzsparende Anordnung mehrerer derartiger Wicklungen längs eines ringförmigen beziehungsweise polygonalen Transformatorkerns.
In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Hochspannungswicklung sind jeweils benachbarte Leiterlagen durch wenigstens eine Schicht aus elektrischem Isolationsmaterial getrennt.
Derartiges Isolationsmaterial ist vorzugsweise bereits vor dem Wickeln der Wicklung mit dem Flachbandleiter verbunden. Alternativ kann gemäß der Erfindung die gleichzeitige Zuführung des erfindungsgemäßen Flachbandleiters und bandförmigen Isolationsmaterials beim Wickelvorgang der Wicklung vorgesehen sein oder eine Kombination von beidem.
Die elektrische Festigkeit der Hochspannungswicklung wird somit in vorteilhafter Weise gesteigert.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Hochspannungswicklung wird ein Flachbandleiter mit variierender Breite des Flachbandleiters verwendet,
welcher vor und/oder während des Wickelvorgangs entsprechend den Anforderungen an die jeweilige Breite des Flachbandleiters in Abhängigkeit des Wicklungswinkels durch einen variablen Walzprozess verformt wird und/oder wurde.
Mittels eines variabel anpassbaren Walzprozesses ist in besonders einfacher Weise eine längenabhängige Umformung der Breite eines Flachbandleiters bei gleichzeitiger Beibehaltung eines konstanten Leiterquerschnittes gegeben.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Hochspannungswicklung sieht vor, eine entsprechend den Anforderungen an die jeweilige Breite des Flachbandleiters längs der Leiterlänge gefaltete Folie als Flachbandleiter mit variierender Breite des Flachbandleiters in Abhängigkeit des Wicklungswinkels zu verwenden.
Die Breite der zu faltenden Folie ist vorzugsweise über die gesamte Länge des aus ihr gebildeten Flachbandleiters konstant. Auf diese Weise ist in besonders einfacher Weise ein konstanter Leiterquerschnitt des daraus gefalteten Flachbandleiters entlang seiner Länge gewährleistet.
In einer weiteren Ausführungsform ist die Hochspannungswicklung mittels einer kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung in jeweils ein Wicklungsmodul integriert.
Ein erfindungsgemäßes Wicklungsmodul ist derart gestaltet, dass eine einfache Anordnung und Handhabung mehrerer vorzugsweise gleichartiger Wicklungsmodule entlang eines ringförmigen bzw. polygonalen Transformatorkerns ermöglicht ist. Dies beinhaltet beispielsweise den Verguss der Wicklung mit einem geeigneten Isolierharz oder aber auch das Vorsehen von geeigneten elektrischen Anschlussstellen oder Handhabungsvorrichtungen wie ösen bzw. Haken.
Die Handhabung derartiger Wicklungsmodule bei der späteren Montage mehrerer Wicklungsmodule und einem zugehörigen Transformatorkern wird dadurch vereinfacht.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Hochspannungswicklung weist ein Wicklungsmodul wenigstens eine weitere galva-
nisch von der Hochspannungswicklung getrennte Wicklung auf, welche jeweils um dieselbe Wickelachse wie die Hochspannungswicklung angeordnet ist, vorzugsweise radial unterhalb der Hochspannungswicklung, also in nächst der Wickelachse.
Entsprechend der Erfindung handelt es sich bei der wenigstens einen weiteren Wicklung um eine Wicklung, deren Wicklungsleiter ein konventioneller Runddraht ist. Aber auch eine Anordnung mehrerer erfindungsgemäßer Flachbandwicklungen innerhalb ein und desselben Moduls ist denkbar. Eine der Wicklungen ist vorzugsweise als Primärwicklung eines mehrere Wicklungsmodule aufweisenden Transformators in einer ersten Spannungsebene zu verwenden, während eine weitere Wicklung als sekundäre Wicklung in einer weiteren Spannungsebene vorzusehen ist.
Durch die Anordnung von Primär- und Sekundärwicklung innerhalb ein und desselben Segmentes werden der konstruktive Aufbau und die Montage eines Transformators in vorteilhafter vereinfacht.
Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch eine Anordnung von Wicklungsmodulen, bei welchen mehrere Wicklungsmodule in ihrem radial inneren Bereich von einem gemeinsamen Transformatorkern durchgriffen werden.
Auf diese Weise wird eine Anordnung von mehreren erfindungsgemäßen Wicklungsmodulen entlang eines ringähnlichen Transformatorkerns ermöglicht, so dass sich bei entsprechender elektrischer Verschaltung der jeweiligen Segmente die Funktionalität eines Ringkerntransformators ergibt.
In besonders vorteilhafter Weise ist unter Verwendung von Wicklungsmodulen mit den Merkmalen der Ansprüche 8 oder 9 der innere Bereich des Transformatorkerns zwischen seinem Mittelpunkt und der örtlichen Erstreckung des Kernmaterials durch die Wicklungsmodule ausgefüllt, so dass eine kompakte Bauweise des Transformators ermöglicht ist.
In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung von Wicklungsmodulen weist der Transformatorkern eine polygonale Form mit wenigstens 5 Ecken auf.
Eine derartige polygonale Form wird aus einer geometrisch gedachten ringförmigen Aneinanderreihung an sich gerader Transformatorschenkel gebildet.
Insbesondere Wicklungen aus einem Flachbandleiter sind in ihrem inneren Grenzflächenbereich um deren jeweilige Wickelachse zylindrisch ausgeprägt, so dass deren Anordnung um einen geraden Abschnitt eines Transformatorkernpolygons einen möglichst geringen Abstand zwischen der jeweiligen Außenfläche des Transformatorkerns und dem inneren Grenzflächenbereich der jeweiligen Wicklung ermöglicht.
Die elektrischen Eigenschaften des Transformators, beispielsweise dessen Wirkungsgrad, werden hierdurch in vorteilhafter weise verbessert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten sind den weiteren abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.
Anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele sollen die Erfindung, weitere Ausführungsformen und weitere Vorteile näher beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Hochspannungswicklung, Fig. 2 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Flachbandleiters sowie Fig. 3 eine Draufsicht auf den Schnitt durch eine schematische Darstellung zweier
Wicklungsmodule mit Transformatorkern
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine beispielhafte erfindungsgemäße Hochspannungswicklung 10. Ein erfindungsgemäßer Flachbandleiter mit variierender Breite des Flachbandleiters und konstantem Leiterquerschnitt ist spiralförmig um eine erste Wickelachse 12 angeordnet. Die radial innerste Leiterlage 37 weist den inneren Wickelradius 14 zur Wickelachse auf. Bei einer Anordnung um einen Transformator-
kern würde der Transformatorkern die Wicklung 10 längs der ersten Wickelachse 12 von innen durchgreifen.
Der Flachbandleiter verläuft nun in den innersten drei Wicklungslagen 37, 36, 35 mit einer konstanten Breite, so dass sich für diese drei Lagen summarisch ein rechteck- förmiger Querschnitt 22 ergibt. Der Wicklungswinkel entspräche am Ende der dritten Wicklungslage 37 genau drei Umdrehungen, also 1080°. Ab einem Wicklungswinkel größer 1080° ist in diesem Beispiel die Breite des Flachbandleiters bei gleichbleibendem Leiterquerschnitt reduziert, so dass sich mit steigendem Wicklungswinkel eine erhöhte Dicke des Flachbandleiters ergibt. In den radial außen angrenzenden Leiterlagen 34, 33, 32, 31 wird die Breite des Flachbandleiters in Abhängigkeit von dem Wicklungswinkel derart reduziert, dass sich für diese vier Leiterlagen ein summarisch trapezförmiger Querschnitt 20 ergibt, welcher sich radial zwischen einem mittleren Wickelradius 16 und einem äußeren Wickelradius 18 erstreckt.
Der mittlere Wickelradius 16 ist in diesem Beispiel durch den Abstand der radial äußeren Grenzfläche der radial dritten Leiterlage 35 zur ersten Wickelachse 12 bestimmt und der äußere Wickelradius 18 durch den Abstand der radial äußeren Grenzfläche der äußersten Leiterlage 31 zur ersten Wickelachse 12. Durch die spiralförmige Anordnung des Flachbandleiters um die erste Wickelachse 12 ergibt sich für jede Leiterlage 31 - 37 eine zu äußeren Radien zunehmende Wickellänge.
Es ist auch die Ausführung einer derartigen Wicklung mit einer oder mehreren Anzapfungen denkbar, ähnlich der Wicklung eines Spartransformators.
Fig. 2 zeigt einen erfindungsgemäßen rechteckförmigen Flachbandleiter 50 mit variierender Breite des Flachbandleiters 60, 62, 64 und konstantem Leiterquerschnitt in abgerolltem zustand. Der Flachbandleiter 50 weist einen ersten Teil 52 auf, in welchem der Flachbandleiter 50 durch eine konstante erste Breite des Flachbandleiters 60 und eine konstante erste Leiterdicke 66 gekennzeichnet ist. Im zweiten direkt angrenzenden Bereich 54 des Flachbandleiters 50 weist dieser eine kontinuierlich entlang dessen Länge reduzierte Breite auf. Am Anfang des zweiten Teils 54 entspricht diese Breite der ersten Breite des Flachbandleiters 60, im mittleren Bereich des zweiten Teils 54 einer dritten Breite 62 und an dessen Ende der zweiten Breite 64. Das
Produkt der zweiten Dicke 68 und der zweiten Breite 64 am Ende des Flachbandleiters 50 entspricht dem Produkt der ersten Breite 66 und der ersten Dicke 66 am Anfang des Flachbandleiters 50.
Der in Fig. 2 gezeigte Flachbandleiter 50 weist einen entlang dessen gesamter Länge konstanten Querschnitt auf. Wird dieser Leiter nun um eine zweite Wickelachse 56 gewickelt, wie mit dem Pfeil 58 angedeutet, so ergibt sich eine Wicklung von einer ähnlichen Form wie die in Fig. 1 dargestellte Wicklung 10. Die inneren Wicklungslagen, welche durch den ersten Teil 52 des Flachbandleiters 50 gebildet werden, ergeben einen rechteckförmigen Querschnitt des entsprechenden Wicklungsbereiches, ähnlich der in Fig. 1 gezeigten rechteckförmigen Hüllkontur 22.
Die Leiterlagen der gewickelten Wicklung, welche durch den zweiten Teil 54 des Flachbandleiters 50 gebildet werden, ergeben einen trapezähnlichen Querschnitt des entsprechenden Wicklungsbereiches, ähnlich der trapezförmigen Hüllkontur 20 der in Fig. 1 gezeigten Hochspannungswicklung 10.
Fig. 3 zeigt die Draufsicht auf einen Schnitt durch eine Anordnung eines ersten Wicklungsmoduls 82 und eines zweiten Wicklungsmoduls 90 um einen Abschnitt eines polygonalen Transformatorkerns 88. Das erste 82 und das zweite 90 Wicklungsmodul sind baugleich. Die Wicklungsmodule 82, 90 sind derart angeordnet, dass deren jeweilige Wickelachsen 88, 96 entlang jeweiliger Mittelachsen der geraden Abschnitte des polygonalen Transformatorkerns 98 verlaufen.
Jedes Wicklungsmodul 88, 96 weist eine Niederspannungswicklung 86 bzw. 94 auf, welche jeweils radial näher an der jeweiligen Wickelachse 88, 96 angeordnet sind als eine jeweils ebenfalls im jeweiligen Wicklungsmodul 92, 90 angeordnete galvanisch getrennte Hochspannungswicklung 84, 92.
Die erfindungsgemäßen Hochspannungswicklungen 84, 92 weisen einen trapezähnlichen Querschnitt auf, ähnlich der trapezförmigen Hüllkontur 20 in Fig. 1. Diese Hüllkontur 22 ermöglicht eine äußerst platzsparende Anordnung der Wicklungsmodule 82, 90 um den Mittelpunkt des Transformatorkerns 98.
Eine komplette Darstellung einer derartigen Anordnung würde insgesamt sechs baugleiche Wicklungsmodule um einen geschlossen hexagonal verlaufenden Transformatorkern zeigen.
Bezuqszeichenliste
Hochspannungswicklung Erste Wickelachse Innerer Wickelradius Mittlerer Wickelradius äußerer Wickelradius Trapezförmige Hüllkontur Rechteckige Hüllkontur Erste Leiterlage Zweite Leiterlage Dritte Leiterlage Vierte Leiterlage Fünfte Leiterlage Sechste Leiterlage Siebte Leiterlage Schematische Darstellung eines Flachbandleiters Erster Teil des Flachbandleiters Zweiter Teil des Flachbandleiters Zweite Wickelachse Wickelrichtung Erste Breite des Flachbandleiters Dritte Breite des Flachbandleiters Zweite Breite des Flachbandleiters Erste Dicke des Flachbandleiters Zweite Dicke des Flachbandleiters Draufsicht auf den Schnitt durch eine schematische Darstellung zweier
Wicklungsmodule mit Transformatorkern Erstes Wicklungsmodul Hochspannungswicklung des ersten Wicklungsmoduls Niederspannungswicklung des ersten Wicklungsmoduls Wickelachse des ersten Wicklungsmoduls
90 Zweites Wicklungsmodul
92 Hochspannungswicklung des zweiten Wicklungsmoduls
94 Niederspannungswicklung des zweiten Wicklungsmoduls
96 Wickelachse des zweiten Wicklungsmoduls
98 Polygonaler Transformatorkern (Ausschnitt)
