FACH, Axel (Büchel 38A, Remscheid, 42855, DE)
| Patentansprüche 1. Lochsäge (1) bestehend aus einem Grundkörper (2) von zylindrischer Kontur und stirnseitig am Grundkörper (2) kreisringförmig angeordneten Hartpartikeln (4) dadurch gekennzeichnet, dass die Hartpartikel (4) an beiden Stirnenden (5,6) des Grundkörpers (2) angebracht sind. 2. Lochsäge (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrische Kontur des Grundkörpers (2) eine äußere Einspannfläche (7) für ein Bohrfutter (8) bie- tet. 3. Lochsäge (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hartpartikel (3) synthetische Diamanten sind. 4. Lochsäge (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hartpartikel (4) aus Carbid bestehen. 5. Lochsäge (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) an einem seiner Enden einen größeren und an seinem anderen Ende einen kleineren Zylinderquerschnitt aufweist. 6. Lochsäge (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) einschließlich beider Stirnenden (5,6) und der dort befindlichen Hartpartikel (3) farbig beschichtet ist. 7. Lochsäge (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) von den Stirnenden (5,6) her betrachtet jeweils einen kreiszylindrischen Rohrquerschnitt aufweist. |
Die Erfindung betrifft eine Lochsäge, bestehend aus einem Grundkörper von zylindrischer Kontur und stirnendseitig am Grundkörper kreisringförmig angeordneten Hartpartikeln.
Derartige Lochsägen werden benutzt, um z.B. in Keramik- kacheln oder ähnliches Löcher von nur wenigen Millimetern zu bohren, um beispielsweise in der dahinterliegenden Wand ein Dübelloch anbringen zu können.
Zu diesem Zweck weist die Lochsäge an einem Stirnende eine Hartpartikelbeschichtung auf, die im Stande ist, das harte Keramikmaterial ringförmig zu durchtrennen, so dass ein Loch in der Kachel entsteht.
Derartige Lochsägen weisen typischer Weise einen Durchmesser von nur wenigen Millimetern auf.
Mit diesen Lochsägen wird unter anderem auch verhindert, dass unter Verwendung von Schlagbohr- bzw. Hammerbohr- maschinen eine mit der Wand verbundene Kachel platzt, wenn man beispielsweise einen Halter oder ähnliches in einem Badezimmer anbringen will.
Derartige Lochsägen sind eigentlich Verschleißwerkzeu- ge. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die bekannten Lochsägen so weiter zu bilden, dass der Gebrauchszweck erhöht wird.
Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs .
Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil, dass entweder die Standzeit eines einzigen Werkzeugs auf einfache Wei- se verdoppelt wird, und/oder dass mit ein und demselben Werkzeug Löcher unterschiedlicher Durchmesser erzeugbar sind.
Dieser Vorteil wird dadurch erreicht, dass nunmehr bei- de Stirnenden des zylindrischen Grundkörpers mit den an sich bekannten Haftpartikeln beschichtet sind und somit als spanabhebende Werkzeugenden zur Verfügung stehen.
Dabei kann das erfindungsgemäße Werkzeug an beiden Stirnenden denselben Durchmesser aufweisen oder jeweils unterschiedliche Durchmesser.
Die zylindrische Kontur kann z.B. den Querschnitt eines regelmäßigen Sechsecks haben, um die erfindungsgemäße Bohr- säge verdrehsicher in einem üblichen Dreibackenspannfutter haltern zu können.
Die erfindungsgemäße Lochsäge kann auch einen kreisringförmigen Querschnitt haben, also aus einem Rohrabschnitt gleich bleibenden oder sich verändernden Durchmessers bestehen, wobei jeweils eine Einspannfläche am Außenumfang zur Verfügung gestellt werden muss, die mit einem Einspannfutter korrespondiert . Zweckmäßiger Weise verläuft der Rohrquerschnitt jeweils geradzylindrisch bis auf einen ggf. notwendigen Übergangsbereich vom kleineren auf den größeren Querschnitt.
Die im Innenbereich hohle Lochsäge ist daher im Stande, das ausgesägte Keramikstück aufzunehmen, sobald die Lochsäge durch die Kachel gegangen ist.
Wird die erfindungsgemäße Lochsäge zusätzlich farbig beschichtet, z.B. durch Lack- oder Pulverbeschichtung, lässt sich leicht der Verschleißzustand von weitem erkennen, so dass ggf. rechtzeitig Nachschub beschafft werden kann.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungs- beispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig.l die erfindungsgemäße Lochsäge mit über die Länge gleich bleibendem Querschnitt;
Fig.2a, b die erfindungsgemäße Lochsäge mit zwei unterschiedlichen Werkzeugdurchmessern in zwei verschiedenen Einspannsituationen Fig.3a, b die Einspannsituationen gem. Fig.2a, b in Blickrichtung III-III
Sofern im Folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets für alle Figuren.
Die Figuren zeigen eine Lochsäge 1.
Derartige Lochsäge besteht aus einem Grundkörper 2 von zylindrischer Kontur.
Der Grundkörper 2 kann, muss aber nicht, innen hohl sein. Es ist auch denkbar, den Grundkörper lediglich an den Enden auszuhöhlen und im mittleren Axialbereich als Vollkörper zu gestalten, um z.B. hohe Einspannkräfte aufbringen zu können.
Der Grundkörper 2 besitzt an einer Stirnseite 4 eine Beschichtung aus Hartpartikeln 3.
Es handelt sich beispielsweise um synthetische Diamanten oder Carbid-Teilchen.
Wesentlich ist nun, dass die Hartpartikel 3 an den beiden Stirnenden 5,6 des Grundkörpers 2 angebracht sind.
Auf diese Weise entsteht ein Werkzeug, welches praktisch zwei entweder identisch übereinstimmende oder voneinander in ihren Abmessungen abweichende Arbeitsenden aufweist.
Mit einem derartigen Werkzeug können daher im Ausführungsbeispiel der Fig.l doppelt so viele Löcher gesägt werden, wie mit einer herkömmlichen Lochsäge dieser Bauart.
Mit einem Werkzeug gemäß den Ausführungsbeispielen aus Fig.2 lassen sich Löcher unterschiedlicher Durchmesser mit einem einzigen Werkzeug erzeugen.
Dabei erfolgt zweckmäßiger Weise die Einspannung der Lochsäge stets an demjenigen Zylinderquerschnitt, welcher dem momentanen zur Lochherstellung benötigten Zylinderquerschnitt gegenüber liegt.
Wird also der kleine Zylinderquerschnitt benötigt, folgt die Einspannung am großen Zylinderquerschnitt und umgekehrt. Die jeweilige Einspannfläche 7 am Grundkörper sollte daher entsprechend geradezylindrisch verlaufen, so dass die
Spannbacken des Bohrfutters 8 dort entsprechend zur Anlage kommen können, wie insbesondere die Detaildarstellung aus
Fig.3 verdeutlicht.
Weiterhin ist es zweckmäßig, den Grundkörper 2 einschließlich seiner beiden Stirnenden 5,6 und den dort be- findlichen Hartpartikeln 3 farbig zu beschichten, z.B. durch Lackieren oder Pulverbeschichtung oder ähnliches.
Auf diese Weise lässt sich der aktuelle Verschleißzustand des Werkzeugs jederzeit kontrollieren.
Bezugszeichenliste
1 Lochsage
2 Grundkörper
3 Hartpartikel
4 Stirnseite
5 erstes Stirnende
6 zweites Stirnende
7 Einspannfläche
8 Bohrfutter
Next Patent: CIRCUIT ARRANGEMENT FOR AN ELECTRIC DRIVE
