| WO/2009/064106 | FORMING MOLD FOR BREAD |
| JP03094630 | COOKING OF FOODSTUFF AND MULTIPLE PACKAGING CONTAINER FOR COOKING USED THEREFOR |
| WO/2012/005753 | EDIBLE BREAD CUP AND METHOD OF PRODUCTION |
| 1. | Einseitig weit geöffnete Hohlgebäcke aus Hefeund/oder Backmittelteig sowie aus Nahrungsmittelmassen,die durch 5 Wärmebehandlung zu elastischen Gebacken oder Massen ge¬ bunden werden, mit gleichmäßigen,dünnen,elastischen,gut beißbaren Wänden von 2 20 mm,die innen vorzugsweise offenporig sind und außen eine dünne,elastische,verfes¬ tigte sowie nach Bedarf gebräunte Kruste haben,wobei die 10 von der Tiefe zur Öffnung geweiteten Hohlgebäcke beliebige geometrische Formen mit Füllungsvolumen von 30 300ml haben aber innerhalb einer Fertigungsserie in Form und Maßen übereinstimmen. 5 2. Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung der weit ge¬ öffneten Hohlgebäcke nach Anspruch 1, adurch gekennzeich net,daß eine konkave Teigform 1,14 und eine im Abstand dazu passende kleinere konvexe Teigform 2, 15 eine Form¬ kammer 8, 16 in der Gestalt des gewünschten Hohlgebäcks 0 bilden,deren Innenwände sehr glatt und abhäsiv sind und daß in diese Formkammer 8, 16 soviel Backteig eingefüllt wird, daß er sie nach dem Aufgehen und anschließendem Erwärmen oder Backen voll und gleichmäßig ausfüllt,wonach der gegärte,geformte Backteig 10, 19 in der Formkammer 5 8,16 auf über 60°C ,vorzugsweise auf 80 120°C erwärmt oder durch. Einwirkung höherer Backtemperaturen vorzugs¬ weise auf die Außenflächen der konkaven Teigform 1, 14, gebacken wird und danach die konkave Teigform 1, 14, deren Berührungsflächen mit dem Backteig 10, 19 durch 0 ϊrennmittel besonders abhäsiv sind,von dem aufgegangenen, geformten und verfestigten oder gebackenen Backteig 10, 19 abgehoben und der offen liegende geformte und verfestigte oder gebackene Backteig 13 entweder sofort auf der konvexen "Seigform 2, 15 ausgebacken oder nach Bedarf gebräunt 5 oder überfroren von der Teigform 2, 15 abgehoben und bis zum späteren Ausbacken oder Bräunen tiefgefroren oder anderweitig konserviert zwischengelagert wird. |
| 2. | Verfahren nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet,daß der Backteig 3 in die nach oben offene konkave Teigform 1 eingefüllt und durch zentriertes .Einfügen der konvexen Teigform .2 in der dadurch entstandenen Formkammer 8 geformt wird,sowie nach dem Gären als geformter,gegärter Backteig 10 in der Formkammer 8 auf über 60°C ,vorzugs¬ weise auf 80 120 C erwärmt oder durch Einwirkung höherer Backtemperaturen vorzugsweise auf die Außenflä¬ chen der konkaven Teigform 1,14 gebacken wird,wonach beide zusammengefügten Teigformen 1 und 2 miteinander um 180° gewendet werden und die jetzt oben liegende konkave Teig¬ form 1 von dem aufgegangenen,geformten und verfestigten oder gebackenen Backteig 10 abgehoben wird, obei das Ausformen dadurch erleichtert wird,daß die Außenfläche der konkaven Teigform 1 vor dem Ausformen kurzzeitig einer hoihen Temperatur bis 400°C ausgesetzt wird und/ oder im Moment des λusformens durch Öffnungen in der konkaven Teigform 1 luft oder Dampf zwischen die Teig¬ form 1 und den Backteig 10 eongeleitet wird. |
| 3. | Verfahren nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet,daß der Backteig 19 durch eine Öffnung 18 auf dem Scheitel der konkaven Teigform 14 in einer solchen Menge in die Form kamraer 16 eingefüllt wird,daß er den Scheitel oder die Scheitelfläche der konvexen Teigform 15 nach dem Aufgehen und dem Erwärmen oder Backen mit der erforderlichen Teig¬ oder Gebäckschicht bedeckt. |
| 4. | Verfahren nach Anspruch 2 , 3 und 4 dadurch gekennzeich net,daß die Hohlgebäcke in der Formkammer 8, 16 gebacken werden indem hohe Backteraperaturen über 170°C vorzugs¬ weise 260 300 C auf die Außenflächen der konkaven Teigform 1, 14 einwirken. |
| 5. | Einrichtung nach Anspruch 2, 3, 4 oder 5 dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die konvexe Teigform 2 durch völligen oder teilweisen Verschluß ihrer Außenhöhlung gegen die Einwirkung von Wärme abgeschirmt wird. |
| 6. | Einrichtung nach den Ansprüchen 2, 3, 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet,daß mehrere Teigformen 1, 14 und 2, 15 jeweils in einer Art tief profilierter Backbleche so mit¬ einander verbunden sind,daß der Backteig für mehrere Hohlgebäcke gleichzeitig in"einem Arbeitsgang geformt wird und das passgenaue zentrierte Zusammenfügen der Teigformen durch eine Teigformanlage etwa in der Art einer bekannten mechanischen oder hydraulischen Presse erfolgt. |
| 7. | Einrichtung nach den Ansprüchen 2, 3, 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet,daß die konkaven Teigformen 1, 14 jeweils zu mehreren in einer beheizbaren Form zusammengefasst sind und die Beheizung derselben durch elektrische Widerstände erfolgt. |
| 8. | Einrichtung nach den Ansprüchen 2, 3, 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet,daß die Teigformen 1, 14 aus geeignetem Kunststoff hergestellt sind, der eine Erwärmung des Backteiges 10, 19 auf über 100 C durch direkte Wärme¬ einwirkung von außen oder durch dosierte Bestrahlung mit Mikrowellen erlaubt. |
| 9. | Verfahren und Einrichtungen nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 4 und 9 dadurch gekennzeichnet,daß die Teigformen 1, 14 und 2, 15 aus durchlässigem Material wie Feinlochblech, Geflecht oder Sintermaterial bestehen und die Formkammer 8, 16 mit Teigen oder Massen gefüllt werden, deren Kon¬ sistenz und/oder Oberfächenspannung verhindert, daß sie durch die Lochungen oder Poren austreten und diese Teige oder Massen in der Formkammer 8, 16 zwischen den durch¬ lässigen Teigformen 1, 14 und 2, 15 in Wasser,Dampf oder/ und heißem Öl gegart werden ,wobei das jeweilige Gar¬ medium mit Normaloder Überdruck durch die Lochungen oder Poren beider oder auch nur einer Teigform 1, 14 oder 2, 15 direkt auf die Teige oder Massen einwirkt. |
Die Erfindung betrifft einseitig weit geöffnete Hohl- gebäcke mit elastischen,gleichmäßigen,dünnen Wänden aus gut beißbarem Gebäck oder Nahrungsmittelmasse sowie Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung derselben.
Im sogenannten Fast Food- oder Imbißmarkt gibt es den Begriff " Fingerfood " als Bezeichnung für Speisen, die aus der Hand gegessen werden.das bekannteste Produkt dieses Marktbereiches ist der Hamburger.
Schon beim Hamburger ist es schwierig,ihn so zu ver¬ zehren,daß insbesondere die Soßenbeigaben nicht seit¬ lich zwischen den Brötchenhälften herausgedrückt werden und so die Finger oder die Kleider der Essenden be¬ schmutzen. Stückige Speisen können aus einem durchschnittenen Brötchen nicht ohne Verlust gegessen werden.
Sogenannte Fladenbrote sind entweder, ie das arabische Fladenbrot,durch ein spezifisches Backverfahren innen hohl oder,wie das türkisch griechische Pitäbrot,ein in sich geschlossener Brotfladen.Der arabische Hohl¬ fladen wird an einem Teil seines Omfangs aufgeschnitten und bildet dann eine tiefe Tasche,während das Pitabro€ durch tiefe seitliche Einschnitte zu einer Tasche geöff- net wird. In diesen geöffneten Fladenbrote werden
Füllungen aus stückigen Speisen und/oder" Speisen mit Soßenanteilen .als Handimbiß angeboten.
Diese bisher bekannten Taschenbrote haben den Nachteil, daß sie entweder wegen des spezifischen Backverfahrens aus einem Teig gebacken werden müssen,der zu einem Gebäck führt,das sehr schnell zäh wird oder daß die
ERSATZBLATT
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Einschnitte in das Pitabrot keine gleichmäßigen,dünne Wände entstehen lassen.Über seitliche Öffnungen oder sehr dünne Wandstellen treten dann Teile der eingefüll¬ ten Speisen aus und beschmutzen die Essenden.Außerdem bestehen die Füllöffnungen bei diesen Taschenbroten zunächst einmal nur aus einem Spalt,der erst durch seit¬ liches Drücken auf den Umfang des Taschenbrotes aufge¬ weitet werden muß,um eine Öffnung entstehen zu lassen durch die auch sperrige,stückige Speisen in die Tiefe der Tasche gleichmäßig eingefüllt werden können.Dazu kommt noch,daß die Tasche in diesen Broten in der Tiefe und ringsum immer in einem Spalt endet,der nicht gleich¬ mäßig mit Speisen befüllt werden kann.
Es ist daher vorgeschlagen worden,DE-PS 3200050,Hohl- gebäcke in Form von Gebäcktaschen dadurch herzustellen, daß aufrechtstehende Innenformen mit einer Teigschicht bedeckt und diese auf den Innenformen gegärt und an¬ schließend gebacken werden.Nach dem Backen weisen diese von den Innenformen abgezogenen Gebäcke eine Tasche in der Form der Innenformen auf. Sogar sehr fester Hefeteig rutscht aber während des Garens von diesen aufrecht stehenden Innenformen ab. Diese Gebäcktaschen haben daher in der Tiefe die geringste Wandstärke und brechen an dieser besonders belasteten Stelle leicht durch.Das führt zu Verlusten und Verschmutzungen.
In der PCT/DE 9000056 wird dargestellt,daß Gebäcktaschen mit gleichmäßiger Wandstärke und vorgegebenem Volumen hergestellt werden, indem leichte Innenformen zwischen zwei flachen Teigstücken liegen,die,bis auf die spätere
Öffnung ,außen um die Innenform herum miteinander verbun¬ den werden. ach dem Backen hinterlassen die heraus¬ gezogenen Innenformen nach Form und Inhalt gleiche Taschen im Gebäck . Mit Hilfe dieser leichten Innenformen können nach diesem Verfahren nur flache Taschen hergestellt werden,da der
gärende Teig über hohe Kanten dickerer Innenformen abfließt, auch wenn diese stark abgerundet sind,und daher das Gebäck an diesen Stellen dünner und brüchiger wird. Im Üs-Patent 3,290,154 vom 6.12.1966 wird daher ein Verfahren zur Herstellung eines eßbaren ,gebackenen, tassenförmigen Produktes aus Brot- oder Kuchenteig beschrieben.Die tassenförmigen Hohlgebäcke ,die nach diesem Verfahren gebacken werden,haben starre Wände,die nach unten und am Boden aus dickerem,dichterem Gebäck bestehen,weil der aufgehende gärende Teig,insbesondere Hefeteig,klebrig wird und umso mehr an den eng beieinander liegenden Wänden der Backformen hängen bleibt, je geringer der Abstand zwischen diesen Wänden ist.Der Boden dieser tassenförmigen Gebäcke muß nach den technischen Anwei¬ sungen der Patentschrift immer dicker sein als die Wände. Dieses tassenförmige Produkt kann nach dem Füllen mit Speisen nur so gegessen werden,daß über den oberen Rand hinweg in die Gebäσkwand und die eingefüllten Speisen gebissen wird. Dabei ist nicht zu vermeiden,daß Oberlippe und Nase des Essenden ,selbst bei weit geöffnetem Mund, mit den Speisen in Berührung kommen. Da die Wände und der Boden dieser eßbaren tassenförmigen Speisenbecher weit¬ gehend starr sind,können sie nach dem Einfüllen der Spei- sen nicht zu einer Art Sandwich verformt werden.Die Ver¬ braucher wollen aber keine eßbaren Servierbecher,sondern Snacks und Imbisse,die wie ein belegtes Brötchen oder ein Sandwich gegessen werden können und auch ähnlich aussehen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung,wohlschmeckende Hohl¬ gebäcke zu schaffen,die auf einfache Weise auch mit sper¬ rigen,stückigen Speisen aus mehreren Komponenten in gleich mäßigen Schichten bis in die Tiefe der Höhlung befüllt werden können und deren gleichmäßig strukturierten,dichten Wände aus dünnem weichem Gebäck oder Nahrungsmittelmassen außen einem offen gebackenem Gebäck ähneln und so elas¬ tisch sind,daß sie nach dem Einfüllen der Speisen zu einem Sandwich verformt werden können.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch weit geöffnete Hohl¬ gebäcke aus Hefe- und/oder Backmittelteig sowie aus Nahrungsmittelmassen, ie durch Wärmebehandlung zu elastischen Geb cken oder Massen gebunden werden,mit gleichmäßigen,dünnen,elastischen,gut beißbaren Wänden von 2 - 20 mm, die innen vorzugsweise offenporig sind und außen eine dünne,elastische,verfestigte und nach Bedarf gebräunte Kruste haben,wobei die von der Tiefe zur Öffnung geweiteten Hohlgebäcke beliebige geometrische Formen"mit Füilungsvolumen von 30 - 300 ml haben aber innerhalb einer Fertigungsserie in Form und Maßen über¬ einstimmen.
Weitere Merkmale der Erfindung sind die Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Hohlgebäcke, die durch die Patentansprüche gekennzeich¬ net sind.
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin,daß in diesen erfindungsgemäßen Hohlgebäcken alle Speisen mit geringem oder reduziertem Flüssiganteil als Handimbiß angeboten und angenehm ohne Verschmutzungsgefahr in der dem Ver¬ braucher vertrauten Art eines Sandwich gegessen "werden können. Die Imbißwirtschaft wird dadurch in die Lage versetzt, mit geringem Aufwand an Zubereitungsarbeit und weitgehender Vorfertigung sόwie^geringen-Äbfäll*^ mengen ein großes Sortiment attraktiver und gesunder Speisen anbieten zu können.
in den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfin¬ dung sowie der Verfahren und Einrichtungen zur Herstel¬ lung der erfindungsgemäßen Hohlgebäcke schematisch darge¬ stellt . Es zeigen: Figur 1 je einen Längsschnitt durch zwei noch nicht zusammengefügte Teigformen.
Figur 2 die zusammengefügten Teigformen nach Fig.l . Figur 3 die gewendeten Teigformen nach Figur2 .
Figur 4 eine Sicht von oben auf die Öffnung eines
Hohlgebäcks. Figur 5 einen Querschnitt A - B durch ein Hohlgebäck Figur 6 einen Längsschnitt durch zwei zusammengefügte Teigformen vorwiegend für fließfähigen Teig.
Figur 7 eine konvexe Teigform mit Backteigschicht nach der Ausformung.
In Figur 1 ist in die konkave Teigform 1 der Backteig 3 eingefüllt und liegt als weitgehend ungeformte Masse an der tiefsten Stelle der konkaven Teigform 1. Die Innenfläche 4 der konkaven Teigform 1 ist sehr glatt und abhäsiv beschichtet.Eingehende Versuche haben erge¬ ben,daß nicht nur die Abhäsivität der inneren Oberflächen der Formkammer 8 entscheidend wichtig ist für das Gelinge des Verfahrens,sondern auch die Glätte dieser Oberflächen. So führt z.B. eine Beschiσhtung dieser Oberflächen,die mit dem aufgehenden Teig in Berührung kommen,mit sog. Hartsilikon zu sehr guten Ergebnissen,während eine Be- Schichtung mit Silikonkautschuk ungeeignet ist. um die spätere ' Ausformung zu erleichtern,kann die Innen¬ fläche 4 der konkaven Teigform 1 vor dem Einfüllen des Backteiges 3 zusätzlich mit Trennmitteln wie Öl,Wachs oder Fett behandelt werden. Die Außenseite 5 der oberen konvexen Teigform 2 ist eben¬ falls abhäsiv beschichtet und wird in Richtung des Pfeiles 6 zentriert in die untere konkave Teigform 1 eingefügt und in der Passung 7 arettiert. Figur 2 zeigt,daß zwischen der konkaven Teigform 1 und der eingefügten kleineren,konvexen Teigform 2 die Form¬ kammer 8 entstanden ist.Sie hat die Form des herzustellen¬ den Hohlgebäcks. Der Backteig 10 breitet sich durch den Druck der eingefügten konvexen Teigform 2 in die Form¬ kammer 8 aus und ist in seiner Menge so bemessen,daß er die Formkammer 8 nach dem Gären und Aufgehen durch Er¬ wärmung voll oder in dem gewünschten Maße ausfüllt. Die durch den in der Formkammer 8 aufgehenden Backteig 10
_ ς _ verdrängte Luft entweicht durch die gasdurchlässige Passung 9.Der gegärte Backteig 10 wird dann in der Formkammer 8 auf über 60 C ,vorzugsweise auf 80 - 100 C erwärm .Durch die Erwärmung dehnt sich der Backteig 10 aus und füllt die Formkammer 8 aus.Man erzielt eine besonders gleichmäßige Oberkante des Hohlgebäcks,wenn die konvexe Teigform 2 in der Passung 9 so mit der konkaven Teigform 1 verbunden ist, daß sie bis zu einem nicht dargestellten Wider- stand oder einer Begrenzung dem Druck des aufgehenden Backteiges 10 zentriert in Richtung des Pfeils 11 ausweichen kann.
Durch die Erwärmung wird der Backteig 10 stabilisiert, sodaß er die angenommene Form der Formkammer 8 auch dann behält,wenn die konkave Teigform 1 entfernt wird.
Nach Abschluß dieser erfindungsgemäßen Erwärmungs¬ phase werden die zusammengefügten Teigformen 1 und 2 mit dem in der Formkammer 8 eingeschlossenen aufge¬ gangenen Backteig 10 miteinander um 180 gewendet. In Figur 3 sind die gewendeten Teigformen 1 und 2 dargestellt.Die jetzt oben liegende konkave Teigform 1 wird in Richtung des Pfeils 12 von dem geformten und verfestigten Backteig 10 abgehoben,sodaß dieser nach dem Ausformen als geformte,verfestigte Backteig¬ schicht 13 auf der konvexen Teigform 2 liegt (s.Fig.7) und so entweder sofort ausgebacken oder überfroren von der konvexen Teigform 2 abgehoben und tiefgefroren oder anderweitig konserviert bis zum Ausbacken zwischen¬ gelagert wird.
Die Oberfläche des ausgebackenen fertigen Hohlgebäcks wird einem offen ausgebackenen Gebäck umso ähnlicher , je weniger der Backteig 32 * 3 verfestigt oder sogar gegart wurde. Je weicher der Backteig 10 vor dem Aus.formen ist, desto schwieriger wird es aber,ihn ohne Beschädigung auszuformen.Das Ausformen des möglichst wenig verfestig ¬ ten Backteiges 10, 13 wird durch kurze Einwirkung
hoher Temperaturen über 250 C auf die Oberfläche der konkaven Teigform 1 unmittelbar vor dem Abheben derselben sehr erleichtert.Dieselbe Wirkung wird erzielt,indem die Erwärmung des Baσkteiges 10 in der Formkammer 8 auf 80 - 100 C durch sofortige andauernde,aber insge¬ samt verkürzte Einwirkung von Temperaturen im Bereich von 120 - 150 C vorzugsweise auf die Außenfläche der Teigform 1 erfolgt. Das Ausformen wird auch dadurch erleichtert,daß die Teigform 1 auf ihrem Scheitel und im weiteren oberen Bereich kleine Lochungen von maximal 2 mm 0 hat,sodaß die Außenluft beim Abheben der Teigform vom Backteig sofort eindringen kann und kein Vakuum entsteh .Durch diese Löcher kann auch als weitere Hilfe zum Ausformen Luft oder Dampf mit leichtem Überdruck eingepresst werden .
Das Ausbacken des ausgeformten Backteiges 13 erfolgt in Bäckofentemperaturen von über 250 C ,vorzugsweise 280 C bis zur gewünschten Bräunung der Oberfläche des fertigen Hohlgebäcks.
Es ist auch möglich,den aufgegangenen Backteig 10 sofort nach dem Gären in der geschlossenen Formkammer in Back¬ ofentemperaturen von über 200 C sofort auszubacken.um auch bei diesem Verfahren ein elastisches Hohlgebäck zu erhalten,muß die Wärmeenergie aber vorwiegend auf die
Außenfläche der Teigform 1 einwirken.In diesem Falle hat es sich bewährt,die Außenhöhlung der konvexen Teigform ganz oder teilweise zu schließen oder innen zu isolieren. Aber auch in diesem Falle kann eine Bräunung der Außen- fläche des fertigen Hohlgebäcks nur durch ein Nach¬ backen nach dem Ausformen erreicht werden B-eJUSscett: man den Backteig 10 in der Formkammer 8 solange in der BackOfentemperatur von über 200 C bis er außen gebräunt ist,so geht die erforderliche Elastizität des Hohl- gebäcks verloren.Außer, dem entstehen durch das offene Ausbacken des Backteiges 13 in der Kruste Geschmacks¬ stoffe,die in geschlossenen Backformen so nicht erzielt werden.
Figur 4 zeigt die obere Öffnung eines Hohlgebäcks aus einer Versuchsproduktion,Figur 5 einen Schnitt A-B durch dasselbe Hohlgebäck.Es ist ersichtlich,daß die Rundung,in der die obere Öffnung des Hohlgebäσks an den Schmalseiten endet,über die Tiefe des Hohlgebäcks bis zur gegenseitigen Schmalseite der Öffnung umläuft. Durch die weite Öffnung und diese bis in die Tiefe umlaufende Rundung kann dieses Hohlgebäck sehr einfach bis in die Tiefe gleichmäßig mit Speisen befüllt werden.
Eingefüllt werden können zum Beispiel Würstchen, urst¬ scheiben,Pastetenscheiben,gegrilltes Fleisch,Hamburger¬ fleisch usw.jeweils mit Soßen und Zutaten wie Zwiebel¬ ringen,Gurkenscheiben aber auch Salate und Gemüse. Außerdem sind aber auch Gerichte einzufüllen,die bisher nicht aus der Hand zu essen waren wie z.B. Chinageriσhte, geschnetzeltes oder stückiges Fleisch in Soße,Hühner¬ frikassee und Chili con carne.
Das in Figur 4 und 5 dargestellte Hohlgebäck hat eine Öffnung von 120 X 50mm und ist 90 mm tief.Die elastischen Wände sind überall gleichmäßig ohne Nähte oder Verbin¬ dungsstellen ca 9 mm dick . Die zum Backen dieses Hohlgebäcks benutzte Form hat einen überall gleich¬ mäßigen Abstand zwischen den beiden Teigformen von 10mm Durch die Hohe Ausbacktemperatur verdichtet sich die
Oberfläche des ausgeformten Backteiges 13 zu einer Krume sodaß die Wandstärke etwas abnimmt.Diese Verringerung der Wandstärke ist umso geringer, je weicher der Baσkteig ausgeformt wurde.Das Hohlgebäck mit den obigen Maßen wurde aus 80g Hefeteig hergestellt und wiegt nach dem Ausbacken ca. 65 g.
In Figur 6 ist ein alternatives Verfahren der gezeigten Teigformung dargestellt. Die konkave Teigform 14 befind- det sich schon in der oberen Position.Das Wenden der zusammengefügten Teigformen 14 und 15 nach der Erwär¬ mungsphase entfällt daher.Die zusammengefügten Teig¬ formen 14 und 15 bilden die nach oben offene Formkammer 16
In der Passung 17 wird der gleichmäßige Abstand der Teigformen 14 und 15 zueinander und damit die gleich¬ mäßige Wandstärke des herzustellenden Hohlgebäcks gesichert. Durch -die Öffnung 18 wird fließfähiger Backteig 19 in die Formkammer 16 eingefüllt.Die verdrängte Luft entweicht durch die gasdurchlässige Passung 17.Die Menge des Backteiges 19 ist so bemessen,daß er nach dem Gären und Aufgehen durch Erwärmung die Formkammer 16 etwa bis zur Linie 20 ausfüllt.Danach wird weiter verfahren wie oben dargestellt.
In einer weiteren Variation des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung des Erfindungsgegenstandes bestehen die Teigformen 1 und 2 oder 14 und 15 aus fein gelochtem Lochblech oder Geflecht oder Sinterma¬ terial. In die Formkammer werden Nahrungsmittelmassen wie z.B. rohe geraffelte oder geriebene Kartoffeln und/oder gekochte Kartoffeln mit Bindemitteln ein- gefüllt.Diese Massen werden in der Form in heißem
Wasser oder Dampf gegart oder in heißem Öl gebacken. Geeignete Bindemittel sind Proteine,die unter Wärme¬ einwirkung koagulieren oder kohlenhydrathaltige Produkte,die bei höheren Temperaturen verfestigen.
