| ANSPRÜCHE 1. Pferdedecke mit wenigstens einem Verschluss, wobei der Verschluss aus - einem an einer ersten Position an der Pferdedecke befestigten ersten Verschlusselement, - einem an einer zweiten Position an der Pferdedecke befestigten zweiten Verschlusselement und - einem das erste Verschlusselement mit dem zweiten Verschlusselement verbindenden dritten Verschlusselement gebildet ist, wobei das dritte Verschlusselement eine geringe Reißfestigkeit als das erste und zweite Verschlusselement aufweist. 2. Pferdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verschlusselement mit dem zweiten Verschlusselement inkompatibel ist. 3. Pferdedecke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Verschlusselement einen mit dem ersten Verschlusselement verbindbaren ersten Abschnitt und einen zweiten mit dem zweiten Verschlusselement verbindbaren zweiten Abschnitt aufweist. 4. Pferdedecke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt komplementär zum ersten Verschlusselement und der zweite Abschnitt komplementär zum zweiten Verschlusselement ausgebildet ist. 5. Pferdedecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Verschlusselement zueinander kompatibel ausgebildet sind und das dritte Verschlusselement einen komplementär zum ersten Verschlusselement ausgebildeten ersten Abschnitt und einen komplementär zum zweiten Versschlusselement ausgebildeten zweiten Abschnitt aufweist. 6. Pferdedecke nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Verschlusselement einen T- Verschluss bilden. 7. Pferdedecke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Verschlusselement eine Sollbruchstelle aufweist. 8. Pferdedecke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Verschlusselement als Sollbruchstelle ausgebildet ist. 9. Pferdedecke nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reißfestigkeit des einen Abschnitts des dritten Verschlusselements geringer als die Reißfestigkeit des anderen Abschnitts des dritten Verschlusselements ausgebildet ist. 10. Sicherheitsverschluss (10) für eine mit einem aus einem ersten Verschlusselement (40a) und einem zweiten Verschlusselement (40b) gebildeten Verschluss (40a, 40b, 50a, 50b) ausgestattete Pferdedecke, wobei die den Verschluss (40a, 40b, 50a, 50b) bildenden Materialien eine vorbekannte Reißfestigkeit aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Sicherheitsverschluss (10) mit dem ersten Verschlusselement (40a) und dem zweiten Verschlusselement (40b) verbindbar ist, wobei der Sicherheitsverschluss (10) eine geringere Reißfestigkeit als die Reißfestigkeit der den Verschluss (40a, 40b, 50a, 50b) bildenden Materialien der Pferdedecke aufweist. 11. Sicherheitsverschluss (10) nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen eine Ausnehmung zur Aufnahme des ersten Verschlusselements (40a) aufweisenden ersten Abschnitt (20) und einen schlaufenartig ausgebildeten zweiten Abschnitt (30) zur Befestigung am zweiten Verschlusselement (40b). 12. Sicherheitsverschluss (10) nach einem der Ansprüche 10 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Reißfestigkeit des zweiten Abschnitts (30) geringer als die Reißfestigkeit des ersten Abschnitts (20) ist. 13. Sicherheitsverschluss (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (30) eine Sollbruchstelle aufweist. 14. Sicherheitsverschluss (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (30) ringartig ausgebildet ist. 15. Sicherheitsverschluss (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (20) als den zweiten Abschnitt (30) teilweise umfassender Anhänger ausgebildet ist. 16. Sicherheitsverschluss (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung aus einem rechteckig ausgebildetem Bereich und einem sich schlitzartig von diesem erstreckenden Bereich besteht. 17. Sicherheitsverschluss (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (20) als Haken ausgebildet ist. 18. Sicherheitsverschluss (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (20) eine Schnappverschlussaufnahme aufweist. 19. Sicherheitsverschluss (10) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (30) einen Schnappverschlussstecker aufweist. |
Die Erfindung betrifft eine Pferdecke und einen Sicherheitsverschluss für eine mit einem aus einem ersten Verschlusselement und einem zweiten Verschlusselement gebildeten Verschluss ausgestattete Pferdedecke, wobei die den Verschluss bildenden Materialien eine vorbekannte Reißfestigkeit aufweisen.
Pferdedecken werden zum Schutz der Pferde vor verschiedenen Einflüssen, z.B. Witterungseinflüssen, verwendet. Je nach Verwendungszweck unterscheidet man Winter- und Thermodecken, Abschwitzdecken, Regen- und Ausreitdecken, Reflexdecken und Sommer- und Fliegendecken. Die verschiedenen Decken sind ihrem Verwendungszweck gemäß aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, so dass der angestrebte Verwendungszweck wirkungsvoll erreicht werden kann.
Dabei ist allen Pferdedecken gemeinsam, dass diese den Pferden zwar leicht aufliegen, zugleich aber auch fest an diesen befestigt sein sollen. Daher weisen die Pferdedecken Verschlüsse auf, die über Schlaufen oder Gurte an der Pferdedecke befestigt sind. Diese Verschlüsse sind beispielsweise bevorzugt aus Metall gefertigte T-Verschlüsse, Karabinerhaken oder Jagdleinenhaken oder bevorzugt aus Kunststoff gefertigte Schnappverschlüsse, die aus einem Stecker und einer den Stecker aufnehmenden Buchse bestehen.
Um nun eine möglichst sichere und dauerhafte Befestigung der Pferdedecken an den Pferden gewährleisten zu können, weisen die die Verschlüsse bildenden Materialien eine vorbekannte Reißfestigkeit (Zugfestigkeit) auf. Die Reißfestigkeit ist derart eingerichtet, dass die Verschlüsse die durch die Verschlüsse miteinander verbundenen Abschnitte der Pferdedecke auch bei Belastung zusammenhalten. Wird jedoch ein vorbestimmter Wert überschritten, wird der Pferdedeckenverschluss reißen - dieses ist insbesondere in Gefahrensituationen wünschenswert, in denen das Pferd ansonsten starke Verletzungen davontragen würde. Allerdings sind schon häufig Situationen vorgekommen, in denen der Verschluss einer Pferdedecke der hohen Belastung nicht nachgegeben hat und die Pferde durch den Verschluss bzw. die den Verschluss tragenden Gurte stark verletzt worden sind.
Darüber hinaus ist an den vorbekannten Verschlüssen für Pferdedecken nachteilig, dass bei Reißen des Pferdedeckenverschlusses entweder der bevorzugt aus Metall oder bevorzugt aus Kunststoff gefertigte Verschluss selbst, die den Verschluss tragenden Schlaufen oder Gurte der Pferdedecke oder der Bereich, an dem wiederum die Schlaufen oder Gurte an der Pferdedecke befestigt sind, derart stark beschädigt werden, dass die Pferdedecke nicht mehr oder nur unter hohem Reparaturaufwand wieder verwendet werden kann. Allerdings sind die mittels Näharbeiten reparierten Pferdedecken in ihrer Erscheinung ästhetisch wenig ansprechend und in Bezug auf die Befestigung der Pferdedecke am Pferd weniger zuverlässig.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Pferdedecke zu schaffen, die eine Verletzungsgefahr für Pferde durch Verstricken der Pferde in den Verschlüssen, insbesondere den Bauchgurten, vermeidet und gleichzeitig schwer zu beschädigen ist. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Erfindung, einen Verschluss für Pferdedecken bereitzustellen, der die Verletzungsgefahr der Pferde durch den Verschluss verringert.
Die Aufgabe wird durch die Pferdedecke mit den Merkmalen von Anspruch 1 sowie durch den Sicherheitsverschluss mit den Merkmalen von Anspruch 10 gelöst. Die Unteransprüche geben jeweils vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung wieder.
Grundgedanke der Erfindung ist es, die an Pferdedecken vorhandenen Verschlüsse mittels eines weiteren Sicherheitsverschlusses miteinander zu verbinden, wobei der Sicherheitsverschluss eine geringere Reißfestigkeit als die Reißfestigkeit der den Verschluss bildenden Materialien der Pferdedecke bzw. die Pferdedecke selbst aufweist. Dadurch wird einerseits gewährleistet, dass sich die Pferdedecke bei Gefahrensituationen, d.h. bei Überschreiten einer vordefinierten Last, öffnen und vom Pferderücken lösen kann, und andererseits, dass nicht die Pferdedecke selbst, insbesondere der Verschluss der Pferdedecke, beschädigt wird. Die Integrität der Pferdedecke bleibt daher erhalten und kann sofort ohne aufwändige Reparaturmaßnahmen wieder verwendet werden, indem einfach ein neuer Sicherheitsverschluss, dessen Kosten nur einen geringen Bruchteil der Kosten einer Pferdedecke oder einer Pferdedeckenreparatur betragen, an der Pferdedecke angebracht wird.
Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen dargestellten, besonders bevorzugt ausgestalteten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines besonders bevorzugt ausgestalteten
Sicherheitsverschlusses nach der Erfindung;
Fig. 2 eine schematische Ansicht des an einer Pferdedecke befestigten
Sicherheitsverschlusses aus Fig. 1 ;
Fig. 3 eine schematische Arbeitsanweisung zur Befestigung des
Sicherheitsverschlusses an dem Verschluss einer Pferdedecke;
Fig. 4 einen besonders ausgestalteten Sicherheitsverschluss zum Nachrüsten von Pferdedecken mit T-Verschlüssen;
Fig. 5 eine Pferdedecke mit bevorzugt ausgestalteten Beispielen des erfindungsgemäßen Sicherheitsverschlusses mit an der Pferdedecke befestigten inkompatiblen Verschlusselementen; und
Fig. 6 die in Fig. 5 gezeigten Sicherheitsverschlüsse, die an einem
Verschlusselement der Pferdedecke befestigt sind.
Fig. 1 zeigt den Sicherheitsverschluss nach der Erfindung in einer schematischen Darstellung. Der Sicherheitsverschluss 10 besteht bevorzugt aus einem ersten Abschnitt 20, der eine Ausnehmung zur Aufnahme des einen Teils des Verschlusses der Pferdedecke aufweist, und einem zweiten Abschnitt 30, der schlaufenartig ausgebildet und zur Befestigung am anderen Teil des Verschlusses der Pferdedecke eingerichtet ist.
Zum besseren Verständnis der Erfindung zeigt Fig. 2 den an einem Verschluss einer Pferdedecke befestigten Sicherheitsverschluss 10 in schematischer Darstellung. Der Verschluss der Pferdedecke, der im Beispiel als T- Verschluss dargestellt ist, besteht aus zwei miteinander koppelbaren Teilen 40a, 40b, 50a, 50b. Dabei wird der eine Teil des Verschlusses 40a, 50a von einem ersten Schließelement 40a, das bevorzugt aus Metall besteht, und einem das Schließelement 40a an der Pferdedecke befestigenden Befestigungselement 50a, dass ein Gurt oder eine Schlaufe sein kann, gebildet. Der andere Teil des Verschlusses 40b, 50b ist entsprechend ausgebildet, wobei das andere Schließelement 40b mit dem ersten Schließelement 40a ein Schloss bildet.
Die Befestigung des Sicherheitsverschlusses 10 erfolgt an einem als T-Verschluss ausgebildeten Verschluss 40a, 4Ob 3 50a, 50b einer Pferdedecke, wie Fig. 2 es erahnen lässt, bevorzugt nach den in Fig. 3 gezeigten Schritten. Zunächst wird der schlaufenartig ausgebildete Abschnitt 30 des Sicherheitsverschlusses 10 durch die Aufnahme des normalerweise das T-Stück aufnehmende Schließelements 40b des Verschlusses gezogen (Fig. 3a) und darauf der erste Abschnitt 20 des Sicherheitsverschlusses 10 durch die Schlaufe des zweiten Abschnitts 30 gezogen (Fig. 3b, 3c) und festgezurrt (Fig. 3d).
Die Pferdedecke kann nun dadurch geschlossen und am Pferd befestigt werden, dass das T- Stück 40a des Verschlusses der Pferdedecke nicht in den direkt an der Pferdedecke befestigten Verschluss 40b eingehängt wird, sondern in die Ausnehmung des ersten Abschnitts 20 des erfindungsgemäßen Sicherheitsverschlusses 10.
Wird auf den Verschluss der Pferdedecke 40a, 40b, 50a, 50b und den Sicherheitsverschluss 10 eine große Kraft ausgeübt, wird erfindungsgemäß der Sicherheitsverschluss 10 reißen, nicht aber der Verschluss 40a, 40b, 50a, 50b der Pferdedecke, weil die Reißfestigkeit des Sicherheitsverschlusses 10 geringer ist als die Reißfestigkeit der den Verschluss 40a, 40b, 50a, 50b der Pferdedecke bildenden Materialien. Derart ist sichergestellt, dass das Pferd unverletzt und die Pferdedecke unbeschädigt bleibt - die Pferdedecke kann einfach mit einem neuen Sicherheitsverschluss 10 ausgestattet und wieder verwendet werden.
Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Reißfestigkeit des zweiten Abschnitts 30 des Sicherheitsverschlusses geringer als die Reißfestigkeit des ersten Abschnitts 20 ist. Derart wird sichergestellt, dass der eine Teil des Verschlusses 40a der Pferdedecke immer sicher mit der Aufnahme des ersten Abschnitts 20 des Sicherheitsverschlusses 10 verbunden ist.
Darüber hinaus weist der zweite Abschnitt 20 bevorzugt eine Sollbruchstelle auf.
Eine besonders einfache Ausgestaltung der Erfindung wird dadurch erhalten, dass der zweite Abschnitt 30 ringartig ausgebildet ist und der erste Abschnitt 20 bevorzugt als den zweiten Abschnitt 30 teilweise umfassender Anhänger ausgebildet ist. So ist es möglich, dass bei Defekt des Sicherheitsverschlusses 10 lediglich der zweite Abschnitt 30 ausgetauscht werden muss.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung besteht die Ausnehmung im ersten Abschnitt 20 des Sicherheitsverschlusses 10 zur Aufnahme des T-Stücks 40a eines T- Verschlusses aus einem annähernd quadratische ausgebildeten Bereich und einem sich schlitzartig von diesem erstreckenden Bereich.
Der erste Abschnitt 20 kann aber auch als Haken, z.B. Karabinerhaken, ausgebildet sein.
Alternativ hierzu kann der erste Bereich 20, um auch Schnappverschlüsse miteinander verbinden zu können, eine Schnappverschlussaufnahme für einen Schnappverschlussstecker aufweisen. Besonders bevorzugt trägt der zweite Abschnitt 30 in diesem Fall einen Schnappverschlussstecker, der in die Schnappverschlussaufnahme des an der Pferdedecke befestigten Verschlusses eingebracht werden kann. Wie die in Fig. 1 bis Fig. 3 gezeigten Sicherheitsverschlüsse 10 kann auch der in Fig. 4 gezeigte besonders ausgestaltete Sicherheitsverschluss 10 zum Nachrüsten von Pferdedecken verwendet werden. Dieser Sicherheitsverschluss 10 hat eine Ständerpilzähnliche Form, wobei der Hutförmige Abschnitt des Sicherheitsverschlusses 10 in die Öse des T- Verschlusses eingebracht und fixiert wird und das T-Stück des T- Verschlusses in eine im Stielförmigen Abschnitt des Sicherheitsverschlusses 10 eingebrachte Öffnung eingesetzt wird. Die Öffnung ist bevorzugt schlitzartig ausgebildet, wobei der Schlitz einen langen Abschnitt geringer Breite aufweist, der in etwa der Dicke eines T-Stücks entspricht, und einen kurzen breiten Abschnitt aufweist, dessen Weite in etwa der Breite des Stücks an seiner jüngsten Breite entspricht. Ein derart ausgebildeter Schlitz ermöglicht das einfache Einsetzen und Positionieren des T-Stücks, ohne dass die Gefahr besteht, dass das Stück aus dem Sicherheitsverschluss 10 herausrutscht.
Fig. 5 zeigt eine besonders bevorzugt ausgestaltete Pferdedecke mit zwei besonders ausgestalteten Sicherheitsverschlüssen 10. Die Pferdedecke zeigt im oberen Bildbereich ein an einem beispielsweise an der Pferdedecke angenähten Gurt 50b befestigtes erstes Verschlusselement 60. Im unteren Bildbereich ist ein an einem weiteren an der Pferdedecke angenähten Gurt 50a befestigtes zweites Verschlusselement 70a vorgesehen. Das erste Verschlusselement 60 ist im gezeigten Beispiel als Karabinerhaken 60 ausgebildet. Das zweite Verschlusselement 70a ist beispielsweise als Öse 70a zur Aufnahme eines T-Stücks oder als T-Stück 70b eines T-Verschlusses ausgebildet.
Wie leicht zu erkennen ist, sind das erste Verschlusselement 60 und das zweite Verschlusselement 70a, 70b zueinander inkompatibel, d.h. das erste Verschlusselement 60 und das zweite Verschlusselement 70a, 70b können nicht zur Befestigung der Decke am Pferd miteinander verbunden werden. Bei einer derart ausgebildeten Pferdedecke ist der Pferdebesitzer daran gehindert, die Pferdedecke mit den beiden Verschlusselementen 60, 70a, 70b zu schließen.
Das Schließen der Pferdedecke wird erst durch das dritte Verschlusselement 10 bewirkt, das einen ersten Abschnitt aufweist, der mit dem ersten Verschlusselement 60 verbunden werden kann, und einen zweiten Abschnitt aufweist, der mit dem zweiten Verschlusselement 70a, 70b verbunden werden kann. Das dritte Verschlusselement 10 wirkt dabei als Sollbruchstelle in dem Fall, dass derart große Kräfte am Verschluss auftreten, die eine Beschädigung der Pferdedecke oder der daran befestigten Verschlusselement 60, 70a, 70b bewirken können. Hierfür kann - wie oben genannt - der eine Abschnitt des dritten Verschlusselements 10 eine geringere Reißfestigkeit als der andere Abschnitt des dritten Verschlusselements 10 aufweisen.
Das dritte Verschlusselement 10 kann - wie in Fig. 5 und Fig. 6 rechts dargestellt - in jedem Abschnitt je eine Aufnahme zum Aufnehmen des ersten und des zweiten Verschlusselements 60, 70b aufweisen oder ankerförmig ausgebildet sein, wobei die sichelförmige Struktur von der Öse des zweiten Verschlusselements 70a und der schlaufenartige Abschnitt vom Karabinerhaken 60 aufgenommen wird (siehe Fig. 6).
Zum einen wird bei dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung einer Pferdedecke Verletzungen des Pferdes vorgebeugt, zum anderen wird sichergestellt, dass die Pferdedecke nicht durch unsachgemäße Benutzung beschädigt werden kann. Die Benutzung der Pferdedecke kann also nur durch Verwendung des dritten Verschlusselements 10 erfolgen, das einerseits mit dem ersten Verschlusselement 60 und andererseits mit dem zweiten Verschlusselement 70a, 70b eine Verbindung eingehen kann. Sollte eine auf den Verschluss 50b, 60, 10, 70a/70b, 50a wirkende Belastung derart groß sein, dass sich das Pferd zu verletzen droht oder die Materialien der Pferdecke übermäßig strapaziert werden könnten, wird das dritte Verschlusselement 10 - wie oben dargestellt - reißen und der Verschluss geöffnet werden. Die Gefahr einer Verletzung des Pferdes oder der Beschädigung der Pferdedecke besteht also bei sachgemäßer Verwendung der erfindungsgemäßen Pferdedecke nicht.
Fig. 6 zeigt die aus Fig. 5 bekannten Sicherheitsverschlüsse, die am unten dargestellten an der Pferdedecke befestigten T-Stück befestigt sind und lediglich in den am oben dargestellten an der Pferdedecke befestigten Karabinerhaken eingesetzt werden müssen, um die Pferdecke zu schließen und sicher am Pferd zu befestigen. Dabei ist die Form der an der Pferdedecke befestigten Verschlusselemente 60, 70a/70b unerheblich - es muss lediglich darauf geachtet werden, dass die Verschlusselemente 60, 70a/70b nicht miteinander zu verbinden, also zueinander inkompatibel sind. Das Verschließen der Pferdedecke erfolgt mittels des dritten Verschlusselements 10, das einen ersten Abschnitt aufweist, der mit dem ersten Verschlusselement 60 verbunden werden kann, und einen zweiten Abschnitt aufweist, der mit dem zweiten Verschlusselement 70a, 70b verbunden werden kann. Im einfachsten Fall kann das dritte Verschlusselement 10 als ringförmiges, bevorzugt elastisches (Gummi-)Band mit vorbekannter Reißfestigkeit ausgebildet sein, dass beispielsweise wie in Fig. 3 gezeigt an der Öse eines T- Verschlusses befestigt wird wobei das Band derart dimensioniert ist, dass die verbleibende Schlaufe um das T-Stück des T- Verschlusses gelegt und fixiert werden kann, ohne dass es auf einen besonders ausgebildeten Abschnitt 30 ankäme.
Zusammengefasst sind also das erste und das zweite Verschlusselement 60, 70a, 70b zueinander inkompatibel, das dritte Verschlusselement 10 aber ist einerseits zum ersten Verschlusselement 60 und andererseits zum zweiten Verschlusselement 70a, 70 kompatibel. Besonders bevorzugt können die miteinander verbindbaren Verschlusselemente auch eine Schlüssel-Schloß-Funktion ausübend komplementär zueinander ausgebildet sein.
Die Gesundheit der Pferde kann also mit dem erfindungsgemäßen Verschluss und insbesondere mit der erfindungsgemäß ausgestalteten Pferdedecke sichergestellt werden, wobei insbesondere auch eine Materialschonung der Pferdedecke gegeben ist und sich Händler gegebenenfalls veranlasst sehen können, eine Garantie auf die Lebensdauer der Pferdedecke zu geben.
