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Title:
HORSE TRAILER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/144095
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a horse trailer (1) with a cabin (4) arranged on the chassis (2) which consists of a floor (5), a front wall (6), two side walls (7, 8), and a lockable rear loading bay (9). At least some of the sections of the inner sides (7', 8') of the side walls (7, 8) of this horse trailer (1) broaden along the floor (5) towards the outside, at least in the lower part (24) of the trailer near the floor (5). Preferably, the horse trailer (1) will have a number of picture windows (20, 21, 22) near the front of the cabin (4) which is to be used for the horse which is to be transported. The side walls (7, 8) have cushions (28) in the area above the floor (5).between a maximum height (h5) of 170 cm and a minimal height (h3) of 50 cm.

Inventors:
HEINZL, Friedrich, W. (Werner-Gebhardt-Weg 16, Dietramszell, 83623, DE)
Application Number:
EP2007/004985
Publication Date:
December 21, 2007
Filing Date:
June 05, 2007
Export Citation:
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Assignee:
HEINZL, Friedrich, W. (Werner-Gebhardt-Weg 16, Dietramszell, 83623, DE)
International Classes:
B60P3/04
Attorney, Agent or Firm:
BECKORD, Klaus (Marktplatz 17, Holzkirchen, 83607, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Pferdeanhänger (1) mit einer auf einem Fahrgestell (2) angeordneten Kabine (4) mit einem Boden (5), einer frontseitigen Stirnwand (6), zwei Seitenwänden (7, 8) und einer rückseitigen Verladeöffnung (9), dadurch gekennzeichnet dass sich die Seitenwände (7, 8) jeweils an ihren Innenseiten (7', 8 " ) zumindest abschnittsweise entlang des Bodens (5) zumindest in einem unteren Verbreiterungsbereich (24) zum Boden (5) hin nach außen erweitern.

2. Pferdeanhänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberkante (25) des Verbreiterungsbereichs (24) in einer Höhe (IT 4 ) von mindestens 10 cm, bevorzugt von mindestens 15 cm, über dem Boden liegt.

3. Pferdeanhänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberkante (25) des Verbreiterungsbereichs in einer Höhe (1I 4 ) von höchstens 75 cm, bevorzugt von höchstens 20 cm, über dem Boden liegt.

4. Pferdeanhänger nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (b) zwischen einer Innenseite (7', 8') der betreffenden Seitenwand (7, 8) und einer von der Oberkante (25) des Verbreiterungsbereichs (24) aus senkrecht zum Boden (5) verlaufenden Linie (L) am Boden mindestens 10 mm beträgt.

5. Pferdeanhänger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) zwischen einer Innenseite (7', 8') der betreffenden Seitenwand (7, 8) und einer von der Oberkante (25) des Verbreiterungsbereichs (21) aus senkrecht zum Boden (5) verlaufenden Linie (L) zwischen 1° und 40°, vorzugsweise zwischen 5° und 12° beträgt.

6. Pferdeanhänger (1), insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einer auf einem Fahrgestell (2) angeordneten Kabine (4) mit einem Boden (5), einer frontseitigen Stirnwand (6), zwei Seitenwänden (7, 8) und einer rückseitigen, verschließbaren Verladeöffhung (9), gekennzeichnet durch eine Anzahl von im vorderen Bereich der Kabine (4) angeordneten Panoramafenstern (20, 21 , 22) für ein zu transportierendes Pferd.

7. Pferdeanhänger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (7, 8) zumindest in einem oberen Teilbereich Panoramafenster (21 , 22) aufweisen, die sich über einen vorderen horizontalen Bereich der Kabine (4) erstrecken, welcher sich zumindest von einem kurzen Abstand von einer an die Stirnwand (6) angrenzenden Vorderkante (7k, 8k) der Seitenwände (7, 8) bis zu einem Abstand (a) von mindestens 150 cm, vorzugsweise von mindestens 230 cm, von einem in Höhe der Panoramafenster (20, 21, 22) am weitesten vorne liegenden Punkt (P) auf der Stirnwand (6) aus nach hinten erstreckt.

8. Pferdeanhänger nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnwand (6) zumindest in einem oberen Teilbereich ein Panoramafenster (20) aufweist.

9. Pferdeanhänger nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Panoramafenster (20, 21, 22) durch Stege voneinander getrennt sind.

10. Pferdeanhänger nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterkante (23) der Fensterfläche (20) entlang der Seitenwände (7, 8) nach hinten zur Verladeöffnung (9) hin ansteigt.

11. Pferdeanhänger nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterkante (23) der Panoramafenster (20, 21, 22) im Bereich der Stirnwand (6) und/oder an den an die Stirnwand (6) angrenzenden vorderen Bereichen der Seitenwände (7, 8) in einer Höhe (hθ von maximal 160 cm, vorzugsweise von maximal 120 cm, über dem Boden (5) der Kabine (4) liegt..

12. Pferdeanhänger nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterkante (23) der Panoramafenster (21, 22) an dem zur Verladeöffnung (9) hinweisenden Ende in einer Höhe (h 2 ) von mindestens 130 cm, vorzugsweise von mindestens 150 cm, über dem Boden (5) der Kabine (4) liegt.

13. Pferdeanhänger nach einem der Ansprüche 6 bis 12, gekennzeichnet durch eine Verdunkelungseinrichtung, um die Panoramafenster (20, 21, 22) zumindest teilweise zu verdunkeln.

14. Pferdeanhänger nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (7, 8) in einem Bereich zwischen einer Höhe (h 5 ) von maximal 170 cm und ei-

ner Höhe (h 3 ) von minimal 50 cm über dem Boden (5), bevorzugt zwischen einer Höhe (hs) von maximal 155 cm und einer Höhe (h 3 ) von minimal 75 cm über dem Boden (5), Polsterungen (28) aufweisen.

15. Pferdeanhänger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterung (28) im Wesentlichen parallel zum Boden (5) verlaufende Polsterstreifen (29) umfasst.

Description:

Pferdeanhänger

Die Erfindung betrifft einen Pferdeanhänger mit einer auf einem Fahrgestell angeordneten Kabine (oft auch „Ladekoffer" genannt) mit einem Boden, einer frontseitigen Stirnwand, zwei Seitenwänden und einer rückseitigen, verschließbaren Verladeöffnung.

Pferdeanhänger der eingangs genannten Art können üblicherweise dazu dienen, bis zu zwei Pferde zu transportieren. Diese stehen dann in der Regel nebeneinander mit dem Kopf in Richtung der frontseitigen Stirnwand. Hierzu werden sie durch die Verladeöffnung von hinten in den Pferdeanhänger hereingeführt und die Verladeöffnung wird dann mit einer geeigneten Tür zumindest in einem unteren Bereich verschlossen, so dass die Pferde nicht mehr aus dem Pferdeanhänger heraus können. üblicherweise dient hierzu eine Heckklappe, die heruntergeklappt und so gleichzeitig als Verladerampe genutzt werden kann.

Leider ist für viele Pferde ein Transport in einem Pferdeanhänger mit unangenehmen Empfindungen verbunden, so dass es oftmals bereits schwierig ist, die Pferde zum Einsteigen zu bewegen. Ein Grund dieser unangenehmen Empfindungen, die Pferde mit dem Transport verbinden, liegt darin, dass es während des Transports, beispielsweise durch notwendige extremere Fahrmanöver, unvermeidlich auch zu Situationen kommt, in denen das Pferd große Unsicherheit verspürt, wenn es beispielsweise stark hin- und hergeschaukelt wird, und Angstzustände bis hin zu Panikanfällen entwickeln kann.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen alternativen Pferdeanhänger zu schaffen, bei dem durch geeignete bauliche Konstruktionen dem Entstehen von Situationen, in denen das transportierte Pferd Angstzustände entwickeln könnte, entgegengewirkt wird.

Diese Aufgabe wird gemäß dem vorliegenden Patentanspruch 1 dadurch gelöst, dass sich die Seitenwände jeweils an ihren Innenseiten zumindest abschnittsweise entlang des Bodens zumindest in einem unteren Verbreiterungsbereich zum Boden hin nach außen erweitern.

Bei bisher üblichen Pferdeanhängern laufen die Seitenwände entweder gerade nach unten oder sogar leicht schräg nach innen. Dies ist vermutlich durch die klassische Bauweise von landwirtschaftlichen Anhängern begründet, die früher immer wannenartig aufgebaut waren. Diese klassischen Konstruktionen haben jedoch den Nachteil, dass die Standfläche am Boden

maximal so breit ist wie die Bewegungsfläche des Pferdes in Höhe des Pferdekörpers. Wird ein Pferd im Anhänger hin- und hergeschaukelt so gelangt es zwangsläufig an die angrenzende Seitenwand. Beim Versuch, Halt zu finden bzw. den Schwerpunkt entsprechend zu verlagern, hebt es meist die Hufe an der Wandseite an und versucht, einen weiter außen liegenden Standplatz zu finden. Hierbei schrappt es mehrfach mit den Hufen an der Wand entlang, ohne den gewünschten Standplatz für den Huf zu finden. Das heißt, das Pferd findet keinen geeigneten Standplatz für den Huf, um seine eigene Standfläche an den aktuellen Schwerpunkt anzupassen. Dies kann für viele Pferde bereits ein Problem darstellen, das dazu führt, dass das Pferd beim Transport, insbesondere in Kurvenfahrt, Angstzustände erlebt.

Gemäß der Erfindung wird durch den Verbreiterungsbereich im unteren Teil der Seitenwände dafür gesorgt, dass der potentielle Standbereich am Boden für die Pferde breiter ist als der Bewegungsbereich in Höhe des Pferdekörpers. Die Abschnitte, in denen sich der Verbreiterungsbereich an den Seitenwänden befindet, sollten hierzu zumindest den Bereich umfassen, in dem ein normal gewachsenes, im Anhänger transportierbares Pferd mit seinen Hufen steht. Wird nun, wie in der oben beschriebenen Situation, das Pferd während der Fahrt seitlich gegen die Außenwand des Pferdeanhängers gedrückt und hebt es dann das Bein an, um wieder einen festen Standplatz zu finden, so wird es zwar ebenfalls mit dem Huf nach unten die Außenwand entlang rutschen, dann aber im Erweiterungsbereich weiter nach außen gelangen und kann den Huf auf der erweiterten Bodenfläche abstellen. Das Pferd kommt so wieder in eine sicherere Stellung und evtl. auftretende Angstzustände können so zumindest reduziert, wenn nicht gar ganz vermieden werden.

Die abhängigen Ansprüche und die nachfolgende Beschreibung enthalten jeweils besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung.

In verschiedenen Tests und Probefahrten hat sich herausgestellt, dass es besonders günstig ist, wenn eine Oberkante des Verbreiterungsbereichs mindestens 10 cm, bevorzugt aber mindestens 15 cm über dem Boden liegt. Dabei sollte jedoch diese Oberkante des Verbreiterungsbereichs maximal 75 cm, bevorzugt jedoch höchstens 35 cm über dem Boden liegen. Das heißt, die Oberkante sollte nicht zu hoch sein, so dass der Verbreiterungsbereich tatsächlich nur den unteren Teil des Pferdebeins betrifft, um auch eine maximale Anlagesicherheit im oberen Bereich zu erhalten.

Der Abstand zwischen einer Innenseite der betreffenden Seitenwand und einer von der Oberkante des Verbreiterungsbereichs aus senkrecht zum Boden verlaufenden Linie am Boden sollte vorzugsweise mindestens 10 mm betragen. Bei einer besonders bevorzugten Variante beträgt er mind. 20 mm. Das heißt, der Boden des Pferdeanhängers wird letztlich in diesem Bereich auf jeder Seite mehr als 2 cm verbreitert.

Der Verbreiterungsbereich kann so ausgestaltet sein, dass er aus einer oder mehreren Verbreiterungsstufen besteht. Vorzugsweise sollte jedoch die Innenseite der Seitenwand allmählich schräg nach außen verlaufen, wobei dies entweder in einer gekrümmten Form oder auch gradlinig seitlich nach außen erfolgen kann. Der Winkel zwischen einer Innenseite der betreffenden Seitenwand und einer von der Oberkante des Verbreiterungsbereichs aus senkrecht zum Boden verlaufenden Linie beträgt bevorzugt zwischen 1° und 40°, besonders bevorzugt zwischen 5° und 12 °.

Bei einer besonders bevorzugten Variante des Pferdeanhängers weist dieser im vorderen Bereich der Kabine angeordnete Panoramafenster für ein zu transportierendes Pferd auf. Unter einem Panoramafenster ist hierbei eine Fensterfläche zu verstehen, aus der üblicherweise in solchen Anhängern transportierte Pferde, wie z. B. Sportpferde, einen weiteren Ausschnitt aus der Umgebung um den Anhänger gut beobachten können, anders als dies beispielsweise bei den bisher bekannten Anhängern der Fall ist, welche üblicherweise nur eine oder zwei kleine Luft- und Lichtöffnungen kurz unterhalb eines Kabinendachs im vorderen Bereich des Pferdeanhängers aufweisen, durch welche das Pferd nicht hindurchschauen kann.

Wesentlich ist dabei, dass dem Pferd relativ großzügige Fensterflächen zur Verfügung gestellt werden, durch welche das Pferd die Umgebung ausreichend beobachten kann. Testfahrten haben gezeigt, dass dies bei vielen Pferden dazu beitragen kann, dass Angstzustände bzw. Panikattacken während der Fahrt vermieden werden. Dies liegt vermutlich darin begründet, dass in üblichen Pferdeanhängern mit einfachen Lichtöffnungen zwar durch vorbeiziehende Bäume, Häuser, andere LKWs und dergleichen in Kombination mit Geräuschen und Schaukelbewegungen des Anhängers, welche das Pferd nicht verstehen kann, Angstzustände erzeugt werden können. In dem erfindungsgemäß aufgebauten Pferdeanhänger mit der Möglichkeit für das Pferd, die Außenwelt zu beobachten, kann das Pferd dagegen die Umgebung für sich scheinbar „kontrollieren". Es kann dann verschiedenste Situationen selber besser einschätzen und die Gefahrlosigkeit dieser Situation leichter erkennen. Mit anderen Worten: Das

Pferd bekommt nicht nur diffuse Eindrücke vermittelt, die es nicht einordnen kann, sondern sieht unmittelbar, um welche Objekte es sich handelt, die bestimmte Effekte wie hell/dunkel etc. erzeugen. Es kann dann die aktuellen Situationen aufgrund seines bisherigen Erfahrungsschatzes einsortieren, so dass ihm automatisch die Angst vor diesen Situationen genommen ist. Dieser Effekt wirkt umso besser, je mehr das Pferd an Fahrten in einem solchen Anhänger, der die Sicht auf die Umgebung erlaubt, gewöhnt ist, da das Pferd dann eine größere Anzahl von Situationen auch optisch kennt und besser einschätzen kann.

Ein derartiger Pferdeanhänger mit entsprechend gestalteten Panoramafenstern dient insbesondere in Kombination mit dem vorbeschriebenen unteren Verbreiterungsbereich in den Seitenwänden dazu, die psychische Situation für das Pferd beim Transport zu verbessern. Darüber hinaus kann ein solcher konstruktiver Aufbau mit großzügigeren Fensterflächen aber auch allein, d. h. ohne den Einbau eines Verbreiterungsbereichs im unteren Teil der Seitenwände, dazu beitragen, Angstzustände des transportierten Pferdes zu verringern. Daher kann diese Idee auch als eigenständige Lösung der gestellten Aufgabe angesehen werden.

Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel eines solchen Pferdeanhängers befinden sich zumindest in einem oberen Teilbereich der Kabine in den Seitenwänden jeweils Fensterfiächen, die sich über einen vorderen horizontalen Bereich erstrecken, welcher sich von zumindest einem kurzen Abstand von einer an die Stirnwand angrenzenden Vorderkante der Seitenwände aus bis zu einem Abstand von mindestens 150 cm, besonders bevorzugt von mindestens 230 cm von einem in Höhe der Fensterfläche am weitest vorne liegenden Punkt auf der Stirnwand nach hinten erstreckt. Die Formulierung „in einem oberen Bereich der Kabine" ist hierbei so zu verstehen, dass die Fenster zumindest so weit herunter gezogen sind, dass die meisten üblicherweise in solchen Anhängern transportierten Pferde, wie z. B. Sportpferde mit einem Stockmaß von über 100 cm, bequem aus dem Anhänger heraus sehen können. Beispielsweise liegt die Unterkante der Fenster bevorzugt unterhalb von 160 cm, besonders bevorzugt unterhalb von 120 cm über dem Boden der Kabine, und die Oberkante liegt bevorzugt in einem kurzen Abstand, vorzugsweise weniger als 20 cm, unterhalb der Dachkante.

Durch diese Anordnung sind dem Pferd großzügige Fensterflächen zur Verfügung gestellt, durch welche das Tier schräg nach vorne, seitlich und auch schräg nach hinten herausschauen kann, um die Umgebung zu beobachten.

Besonders bevorzugt weist außerdem die Stirnwand zumindest wieder in einem oberen Teilbereich ein geeignetes Fenster auf, ganz besonders bevorzugt ist dabei der gesamte obere Teil weitgehend als Fensterfläche ausgestaltet.

Bei den genannten Panoramafenstern kann es sich um eine durchgehende Fensterfläche handeln. Die Panoramafenster können aber aus Stabilitätsgründen auch durch im Verhältnis zur Gesamtfensterfläche dünne Stege voneinander getrennt sein. In diesen Stegen können beispielsweise tragende Säulen der Kabine verborgen sein.

Bei einem solchen Pferdeanhänger mit einem Fenster in der Stirnwand und den großzügigen Fensterflächen in den Seitenwänden ist für das Pferd im vorderen Bereich eine fast komplette Rundumsicht möglich.

Bei einer bevorzugten Variante steigt die Unterkante der Panoramafenster entlang der Seitenwände nach hinten zur Verladeöffnung hin an. Dies hat den Vorteil, dass die Fensterfläche im vorderen Bereich, in welchem sich der Kopf des Pferdes befindet, relativ tief heruntergezogen werden kann, wogegen es in dem hinteren Bereich, in dem das Pferd mit dem Körper ggf. in einer Kurvenfahrt auch gegen die Seitenwand gedrückt wird, nicht gegen die Fensterfläche kommt. Dennoch kann die Fensterfläche relativ weit nach hinten gezogen werden, um dem Pferd eine Sicht soweit wie möglich nach hinten zu erlauben.

Bei einer bevorzugten Variante liegt die Unterkante der Panoramafenster im Bereich der Stirnwand und/oder an den an die Stirnwand angrenzenden vorderen Bereich der Seitenwände maximal 160 cm, besonders bevorzugt maximal 120 cm, über dem Boden. Dagegen liegt die Unterkante der Panoramafenster an dem zur Verladeöffnung hinweisenden Ende mindestens 130 cm, vorzugsweise jedoch mindestens 160 cm, über dem Boden.

Da das Verhalten der jeweils zu transportierenden Pferde, abhängig von bereits erlebten Situationen, eventuellen Transporttraumata etc., individuell sehr unterschiedlich sein kann, tritt u. U. der Fall ein, dass manchen Pferden ständig oder in bestimmten Situationen, beispielsweise bei Nachtfahrten, keine Sicht nach außen ermöglicht werden sollte, wie dies hier an sich vorgesehen ist. Um eine individuelle Anpassung des Pferdeanhängers an das zu transportierende Pferd zu ermöglichen und auch „Problempferde" hinsichtlich des Sichtverhaltens transportie-

ren zu können, weist der Pferdeanhänger besonders bevorzugt eine Verdunklungseinrichtung auf, um die Fensterfläche zumindest teilweise zu verdunkeln. So könnten beispielsweise die Fenster mit Hilfe von Rollläden verdunkelt werden. Ebenso sind einsteckbare Verdunkelungsplatten möglich, welche beispielsweise mit Rastelementen versehen sind, die mit Gegen- rastelementen an einem Fensterrahmen zusammenwirken. Ebenso sind Verdunklungsplatten möglich, die beispielsweise in der Wand unterhalb der Fenster herabsenkbar sind. Vorzugsweise sollte die Verdunklung dann aber derart erfolgen, dass immer noch Lichteinlässe verbleiben können, durch die ausreichend Tageslicht nach innen in den Pferdeanhänger kommt, ohne dass die Pferde nach außen sehen können.

Bei einem weiteren besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Seitenwände, beispielsweise oberhalb des Verbreiterungsabschnitts und unterhalb der Fenster, in einem Bereich von 50 cm bis 170 cm über dem Boden, besonders bevorzugt von 75 cm bis 155 cm über dem Boden, mit Polsterungen versehen. Diese Polsterungen machen es für das Pferd angenehmer, wenn es in einer Kurvenfahrt gegen die Seitenwand gedrückt wird. Die Polsterung über einen so großen Höhenbereich hat den Vorteil, dass diese auch bei Pferden unterschiedlicher Größe optimal zum Einsatz kommt. Auch diese Idee kann ebenso in Pferdeanhängern, welche keine verbreiterten Fensterflächen oder einen Verbreiterungsabschnitt im Fußbereich aufweisen, positiv auf das Transportgefühl einwirken und somit zur Vermeidung von Angstzuständen beitragen. Daher kann auch diese Idee als eigenständige Lösung der gestellten Aufgabe angesehen werden.

Bevorzugt weist die erfindungsgemäße Polsterung im Wesentlichen parallel zum Boden verlaufende Polsterstreifen auf. Eine solche Polsterung, welche in erster Linie aus mehreren parallel zum Boden verlaufenden Polsterstreifen besteht, ist besonders kostengünstig und einfach in einem Pferdeanhänger realisierbar.

Die Erfindung wird im Folgenden noch einmal unter Hinweis auf die beigefügten Figuren anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Gleiche Bauteile sind in den verschiedenen Figuren jeweils mit denselben Bezugsziffern versehen. Es zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Pferdeanhängers von schräg vorne,

Figur 2 eine perspektivische Ansicht auf den Pferdeanhänger gemäß Figur 1 von schräg hinten,

Figur 3 einen vertikalen Längsschnitt durch einen Pferdeanhänger gemäß Figur 1 ,

Figur 4 einen vertikalen Querschnitt durch einen Pferdeanhänger gemäß Figur 1.

Der in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Pferdeanhänger 1 besteht aus einem Fahrgestell 2, welches mit zwei Achsen ausgerüstet ist, an denen mittels Radnaben die Räder 3 angeordnet sind. Am vorderen Ende des Fahrgestellrahmens ist eine Deichsel 13 mit einer Anhängerkupplung angeordnet. Auf das Fahrgestell 2 ist eine Kabine 4 aufgesetzt. Diese Kabine 4 weist einen Boden 5, eine frontseitige Stirnwand 6, zwei Seitenwände 7, 8, ein Dach 10 und eine rückseitige Verladeöffnung 9 auf. Die frontseitige Stirnwand 6 kann im Prinzip beliebig, auch mehrteilig, ausgebildet sein. So kann es sich, wie hier dargestellt, um eine im Wesentlichen senkrecht zur Deichsel 13 stehende, nach oben hinten gekrümmte Stirnwand 6 handeln. Es kann sich aber auch um eine in einer Draufsicht von oben halbkreisförmige Stirnwand handeln oder um eine Stirnwand mit mehreren Wandsegmenten, die zum Teil konisch nach vorn schräg zulaufen und frontseitig mit einem geraden, senkrecht zur Deichsel stehenden Stirnwandstück versehen sind, wie dies bei einer Vielzahl von bisher üblichen Pferdeanhängern der Fall ist.

Die Verladeöffnung 9 ist hier mit einer als Verladerampe dienenden, nach hinten unten wegschwenkbaren Heckklappe 11 verschlossen. Ein oberer Teil der Verladeöffnung 9 ist durch eine Lüftungsklappe 12 verschlossen, welche z.B. motorisch nach oben verschwenkbar ist.

Im vorderen an die Deichsel 13 angrenzenden Bereich der Kabine 4 befindet sich eine Sattelkammer 14, welche durch eine vertikale Trennwand 18 nach hinten vom Innenraum für die zu transportierenden Pferde abgegrenzt wird und welche nach oben hin durch eine Deckelfläche 19 abgegrenzt ist. In der Deckelfläche 19 sind eine Wassertränke 17 und zwei Futterschalen integriert.

In der rechten Seitenwand 7 befindet sich im Frontbereich der Kabine 4 eine Tür 16 (siehe Figur 4), durch die für einen Betreuer der Pferde der Innenraum von der Kopfseite der Pferde aus zugänglich ist. Aus diesem Grund ist die Sattelkammer 14, wie in Figur 4 zu ersehen ist,

asymmetrisch zur Längsachse L des Pferdeanhängers 1 geformt und die Trennwand 18 läuft rechts von der Längsachse L schräg nach vorn zur Stirnwand 6 der Kabine 4, um einen Einstiegbereich an der Tür 16 freizulassen. Die Sattelkammer 13 ist durch eine Klappe 15 in der Stirnwand 6 von außen zugänglich.

In den Seitenwänden 7, 8 befinden sich unmittelbar über dem Boden 5 entlang des Abschnitts, in dem das Pferd üblicherweise mit den Hufen steht, jeweils Verbreiterungsbereiche 24, die von einer Vorderkante 26 bis zu einer Hinterkante 27 kurz vor der Entladeöffnung 9 des Pferdeanhängers 1 verlaufen. In diesen Verbreiterungsbereichen 24 laufen die Innenseiten 7', 8' der Seitenwände 7, 8 ab einer Oberkante 25 in einer Höhe IL 4 von ca. 17,4 cm ab nach unten schräg unter einem Winkel α von ca. 9 ° schräg nach außen, so dass der Fußraum am Boden 5 der Kabine 4 jeweils rechts und links um ein Erweiterungsmaß b (welches durch den Abstand b der jeweiligen Innenseite 7', 8' der betreffenden Seitenwand 7, 8 und einer von der Oberkante 25 des Verbreiterungsbereichs 24 aus senkrecht zum Boden 5 verlaufenden Linie L gegeben ist) von ca. 3 cm verbreitert wird. Dies hat, wie bereits eingangs beschrieben, den Vorteil, dass ein Pferd, welches in einer Kurvenfahrt seitlich an die Außenwand 7, 8 gedrückt wird und versucht, den Fuß seitlich auszustellen, nicht permanent an der Seitenwand 7, 8 mit dem Huf herunterschrappt, sondern im unteren Fußbereich merkt, dass die potentielle Standfläche größer wird und den Huf im Verbreiterungsbereich 24 absetzt.

Wie außerdem insbesondere aus den Figuren 1 , 2 und 4 ersichtlich ist, weist der Pferdeanhänger 1 großzügige Panoramafenster 20, 21, 22 auf, die dem Pferd eine zumindest nach vorne und zu einem großen Teil auch nach hinten nahezu vollständige Rundumsicht ermöglichen. Diese dadurch gebildete Fensterfläche 20, 21, 22 ist lediglich durch Stege unterbrochen, die zur Stabilisierung des Pferdeanhängers 1 dienen und in denen sich entsprechende Tragsäulen für das Dach 10 befinden.

Insbesondere weist der Anhänger 1 ein sehr breites Frontfenster 20 auf, welches sich in der Stirnwand 6 des Pferdeanhängers 1 befindet. Dieses Frontfenster 20 ist, wie in Figur 1 dargestellt, nach vorne hin hochklappbar und kann beispielsweise im Stand des Anhängers 1 ganz nach oben geklappt werden, um für das Pferd im Anhänger 1 eine möglichst gute Frischluftzufuhr zu realisieren. Auch während der Fahrt kann das Fenster 20 in einem (wie dargestellt) kleinen Winkel aufgekippt werden, um so eine Luftzufuhr während der Fahrt zu verbessern.

Unterhalb des Fensters 20 befindet sich die in ähnlicher Weise hochklappbare Klappe 15, durch welche ein Betreuer des Pferdes gut an die Sattelkammer 14 im Inneren des Pferdeanhängers 1 gelangt.

In den Seitenwänden 7, 8 befinden sich jeweils zwei weitere Fenster 21, 22, die jeweils durch einen Steg voneinander getrennt sind. Die zur Rückseite des Pferdeanhängers 1 weisende Hinterkante des hintersten Fensters 22 liegt in einem Abstand a von ...cm hinter einem in Höhe des Frontfensters 20 am weitesten vorne liegenden Punkt P auf der Stirnwand 6.

Diese Fenster 21, 22 in den Seitenwänden 7, 8 sind so ausgebildet, dass die Unterkante 23 der Fensterfläche 21, 22 entlang der Seitenwände 7, 8 nach hinten zur Verladeöffnung 9 hin ansteigt. Dies hat den Vorteil, dass die Fensterfläche im vorderen Bereich, wo sich der Kopf des transportierten Pferdes befindet, relativ weit nach unten gezogen werden kann und andererseits im hinteren Bereich, wo sich der Körper des Pferdes befindet, der ggf. in der Kurvenfahrt gegen die Wand gedrückt wird, das Pferd nicht gegen die Fensterfläche gedrückt wird. Die Unterkante der Frontfenster und der Fenster 21 im vorderen Bereich des Anhängers 1 liegt ungefähr in einer Höhe hi von 122 cm bis 123 cm über dem Kabinenboden 5. Die Unterkante der hinteren Fenster 22 am hinteren Ende liegt dagegen in einer Höhe h 2 von ca. 152 cm über dem Boden 5.

Wie in Figur 3 zu ersehen ist, sind die Seitenwände 7, 8 des Pferdeanhängers in einem weiten Bereich oberhalb des Verbreiterungsbereichs und unterhalb der Unterkante 23 des hinteren Fensters 22 mit einer Polsterung 28 versehen, die aus mehreren im Wesentlichen parallel zum Boden 2 verlaufenden Polsterstreifen 29 besteht. Diese breite Polsterung 28 über einen weiten Bereich, hier in einem Bereich von einer Höhe h 3 von 79,4 cm bis zu einer Höhe h 5 von 152,1 cm über dem Boden 5 der Kabine, hat den Vorteil, dass das Pferd bei einer Kurvenfahrt mit seinem Körper immer gut gegen die Polsterung 28 gedrückt wird und auch bei einem Transport von kleineren Pferden sichergestellt ist, dass diese nicht gegen die ungepolsterte Außenwand gedrückt werden. Sofern in dem Pferdeanhänger 1 häufiger Kleinstpferde transportiert werden, ist es möglich, im unteren Bereich noch weitere Polsterungsstreifen hinzuzufügen. Die Höhe h 5 der Oberkante der Polsterung 28 über dem Kabinenboden 5 stimmt hier mit der Höhe h 2 der Unterkante 23 des hinteren Fensters 22 am hinteren Ende überein. Dies muss aber nicht zwingend so sein.

Es wird abschließend noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei dem vorhergehend detailliert beschriebenen Pferdeanhänger lediglich um ein Ausführungsbeispiel handelt, welches vom Fachmann in verschiedenster Weise modifiziert werden kann, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Weiterhin schließt die Verwendung der unbestimmten Artikel ,.ein" bzw. „eine" nicht aus, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können.