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Title:
HOSE WITH DEVICE TO DETERMINE AGEING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/015049
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a hose having a matrix of polymer material (2) and strength supports (3) embedded in the polymer matrix (2). The object of the invention was to make available a hose whose state of aging can be continuously monitored throughout its period of use. This object is achieved by the fact that the hose has at least one outer electrode (4) and at least one inner electrode (3) which are arranged in such a way that at least part of the polymer matrix (2) comes to lie between the electrodes (3, 4), wherein an alternating voltage can be applied to the electrodes (3, 4), and the impedances between the electrodes (3, 4) can be measured and compared with predetermined impedance values characteristic of the hose.

Inventors:
RICHARDS, Justin (Grandweg 156, Hamburg, 22529, DE)
STUHRMANN, Dirk (Bockhorster Höhe 94, Hamburg, 21031, DE)
Application Number:
EP2017/062264
Publication Date:
January 25, 2018
Filing Date:
May 22, 2017
Export Citation:
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Assignee:
CONTITECH MGW GMBH (Kasseler Str. 11, Hannoversch Münden, 34346, DE)
International Classes:
F16L11/127; G01M3/40; G01N27/20; F16L57/06
Domestic Patent References:
WO2013160903A12013-10-31
Foreign References:
US20140000742A12014-01-02
US20060196252A12006-09-07
DE602004012500T22008-06-19
Attorney, Agent or Firm:
FINGER, Karsten (Continental Aktiengesellschaft, Intellectual PropertyPostfach 169, Hannover, 30001, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Schlauch, aufweisend eine Matrix aus polymerem Material (2) und in die polymere Matrix (2) eingebettete Festigkeitsträgern (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch mindestens eine Außen- (4) und mindestens eine Innenelektrode (3) aufweist, die derart angeordnet sind, dass mindestens ein Teil der Polymermatrix (2) zwischen die Elektroden (3, 4) zu liegen kommt, wobei die Elektroden (3, 4) mit einer Wechselspannung beaufschlagbar sind und die Impedanzen zwischen den Elektroden (3, 4) messbar und mit vorbestimmten schlauchspezifischen Impedanzkennwerten vergleichbar sind.

2. Schlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Festigkeitsträger (3) des Schlauches elektrisch leitfähige Filamente aufweist, sodass der elektrisch leitfähige Festigkeitsträger (3) gleichzeitig als Elektrode (3, 4)zur Impedanzmessung verwendbar ist.

3. Schlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenelektrode (3) auf der Innenoberfläche des Schlauches angeordnet und die Außenelektrode (4) auf der Außenmantelfläche (5) des Schlauches angeordnet ist derart, dass Innenelektrode (3) und Außenelektrode (4) korrespondierend gegenüber liegen und jeweils leitfähig mit dem Schlauchmaterial verbunden sind.

Description:
Beschreibung

Schlauch mit Einrichtung zur Bestimmung der Alterung

Die Erfindung betrifft einen Schlauch, aufweisend eine Matrix aus polymerem Material und in die polymere Matrix eingebettete Festigkeitsträgern.

Schläuche der genannten Art sind in großer Vielzahl bei unterschiedlichsten Anwendungen im Einsatz. Dabei ist die Lebensdauer der Schläuche von sehr vielen Faktoren, z.B. Druck, Lastwechselzahl, Temperatur, aggressiven Medien etc. abhängig. Daher ist eine Vorhersage der Lebensdauer bei den genannten Schläuchen schwierig.

Ein häufiges Versagenskriterium bei polymeren Schläuchen ist die Alterung. Das Polymer kann mit der Zeit spröde werden, der Festigkeitsträger kann an Kreuzungsstellen durch scheuern oder einzelne Teile des Festigkeitsträgers können brechen. Diese Effekte lassen sich optisch nicht bzw. nicht ausreichend sicher beurteilen.

Eine Überwachung der Schläuche während des Betriebes wäre daher wünschenswert.

In der DE 60 2004 012 500 T2 ist ein Verfahren zur Diagnose eines zyklischen Systems offenbart, bei dem zur Korrelation mit dem Zustand des Systems die Strömungsgeschwin- digkeit des durch das System fließenden Fluids messbar und unter Verwendung eines mathematischen Algorithmus das Volumen des verbrauchten Fluids bestimmbar ist. Eine Veränderung des Volumens deutet dann auf Veränderungen des Systems hin.

Dieses Verfahren bedarf aber eines geschlossenen Systems mit vor bekanntem Fluidvolu- men. Außerdem sind Änderungen nur des gesamten Systems erfassbar. Nicht erfassbar sind dabei Vorgänge im Inneren der verbauten Komponenten, sodass gegebenenfalls eine erfassbare Änderung des Systems erst bei Eintritt eines Schadensfalls möglich ist. Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, einen Schlauch zu schaffen, dessen Alterungszustand während seiner gesamten Einsatzzeit kontinuierlich überwachbar ist.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Schlauch mindestens eine Außen- und min- destens eine Innenelektrode aufweist, die derart angeordnet sind, dass mindestens ein Teil der Polymermatrix zwischen die Elektroden zu liegen kommt, wobei die Elektroden mit einer Wechselspannung beaufschlagbar sind und die Impedanzen zwischen den Elektroden messbar und mit vorbestimmten schlauchspezifischen Impedanzkennwerten vergleichbar sind.

Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, dass eine Bestimmung der Impedanzänderung über die gesamte Lebensdauer des Schlauches und so gut wie unabhängig von der Einbausituation möglich ist. Eine Korrelation zwischen der Alterung des Schlauches und den messbaren Impedanz lässt sich beispielsweise durch ein zweistufiges Verfahren mit min- destens den folgenden Arbeitsschritten ermitteln, nämlich in der ersten Stufe

Ausführen einer anerkannten und/oder genormten Alterungsprüfung an einem polymeren Hohlkörper,

- dabei Durchführung einer dielektrischen Prüfung, wobei als Messwert die Impedanz des zu prüfenden Materials erfasst wird,

Korrelation der Messwerte mit der Anzahl und Größe der Lastwechsel und/oder der Zeitdauer der Alterungsprüfung,

Bestimmung von das Alter der polymeren Hohlkörper charakterisierenden Im- pedanzwerten und in der zweiten Stufe

Ausführen einer beliebig gestaltbaren Schnellalterungsprüfung an dem polymeren Hohlkörper,

- dabei Durchführung einer dielektrischen Prüfung, wobei als Messwert die Impedanz des zu prüfenden Materials erfasst wird,

Korrelation der Messwerte mit der Anzahl und Größe der Lastwechsel und/oder der Zeitdauer der Alterungsprüfung, Bestimmung von das Alter der polymeren Hohlkörper charakterisierenden Impedanzwerten, wobei durch Vergleich der Impedanzwerte aus der ersten Verfahrensstufe mit den Impe- danzwerten aus der zweiten Verfahrensstufe eine Korrelation zwischen der bekannten Alterungsprüfung aus der ersten Verfahrensstufe und der beliebig gestalteten Schnellalte - rungsprüfung herzustellen ist und so eine Aussage über die Validität der beliebig gestalteten Schnellalterungsprüfung möglich ist. Bei dieser Vorgehensweise ist es nicht mehr notwendig, die einzelnen spezifischen Betriebsparameter des Schlauches zu erfassen, dadurch die Impedanzmessungen in Verbindung mit den Korrelationswerten zur Alterung des Schlauches unabhängig von der Betriebsparametern die Alterung des Schlauches bestimmbar ist. Das Auswechseln des Schlauches ist damit erst bei Erreichen eines Alterungsgrenzwertes erforderlich.

In einer Weiterbildung der Erfindung weist der Festigkeitsträger des Schlauches elektrisch leitfähige vieler Mentor auf, sodass der elektrisch leitfähige Festigkeitsträger gleichzeitig als Elektrode zur Impedanzmessung verwendbar ist. Durch diese Anordnung ist nur noch eine zusätzliche Elektrode erforderlich

In einer Weiterbildung der Erfindung ist die Innenelektrode auf der Innenoberfläche des Schlauches angeordnet und ist die Außenelektrode auf der Außenmantelfläche des Schlauches angeordnet derart, dass Innenelektrode und Außenelektrode korrespondierend gegen- über liegen und jeweils leitfähig mit dem Schlauchmaterial verbindbar sind.

Diese Anordnung hat den Vorteil, dass auch auf handelsüblichen Schläuchen Elektroden zur Impedanzmessung nachträglich applizierbar sind, beispielsweise durch Verklebung mit elektrisch leitfähigen Klebstoffen.

Anhand der Zeichnung wird nachstehend ein Beispiel der Erfindung näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt eine Prinzipskizze eines erfindungsgemäßen Schlauchabschnittes 1. Der Schlauchabschnitt weist eine Gummimatrix 2 auf. In die Matrix 2 ist eine Festigkeits- trägerlage 3 eingebettet, die gleichzeitig als Innenelektrode nutzbar ist, da sie hier nicht explizit dargestellte elektrisch leitfähige Garnkomponenten aufweist. Der Schlauchabschnitt 1 weist weiter eine Außenelektrode 4 auf, die in Form eines Schutzschlauches ausgebildet ist und ebenfalls elektrisch leitfähige Garnkomponenten aufweist. Die Au- ßenelektrode 4 so angeordnet, dass zwischen Festigkeitsträgerlage 3 und Außenelektrode 4 mindestens ein Teil der Gummimatrix 2 derart zu liegen kommt, dass Festigkeitsträgerlage 3 und Außenelektrode 4 keinen direkten elektrischen Kontakt zueinander aufweisen.

Um die Außenelektrode 4 ist zum Schutz der Außenelektrode 4 eine Decklage 5 aus poly- merem Werkstoff angeordnet.

Über geeignete, an sich bekannte und hier nicht näher dargestellte Kontakte 6 ist zwischen der Festigkeitsträgerlage 3 und der Außenelektrode 4 eine Wechselspannung anlegbar. Über eine nicht näher dargestellte Messeinrichtung 7 ist die Impedanz zwischen der Fes- tigkeitsträgerlage 3 und der Außenelektrode 4 bestimmbar.

Die Impedanzwerte lassen sich dann in nicht dargestellten weiteren Signalverarbeitungseinrichtungen mit Alterungswerten korrelieren, sodass sich das Alter des Schlauches zu jeder Zeit bestimmen lässt.