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Patent Searching and Data


Title:
HOT RIVET CONNECTION AND METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/095191
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for permanently fastening at least one component (16) to a further component (24), wherein a hot rivet (12) is inserted into an opening (14) of the at least one first component (16) and an end face (18) of a shaft (20) of the hot rivet (12) is welded to a surface of the further component (24) wherein the shaft (20) of the hot rivet (12) is then upset by plastically deforming the hot rivet (12), until a head (28) of the hot rivet (12) lies on a surface of the at least one component (16) at a preloading force at least in some areas, wherein the preloading force at which the head (28) of the hot rivet (12) lies on the surface (30) of the at least one component (16) at least in some areas is set to a predefined value.

Inventors:
KOPPITZ, Bernd (Wiesenstrasse 10, Winterbach, 73650, DE)
REINHARDT, Rudolf (Breitingerstrasse 18, Esslingen, 73732, DE)
SCHUSTER, Tobias (Heidestrasse 55, Esslingen, 73733, DE)
STEINMETZ, Heiko (Seelilienweg 2, Ohmden, 73275, DE)
ZIEGLER, Bernhard (Kernerstrasse 21, Rechberghausen, 73098, DE)
Application Number:
EP2010/007513
Publication Date:
August 11, 2011
Filing Date:
December 09, 2010
Export Citation:
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Assignee:
DAIMLER AG (Mercedesstrasse 137, Stuttgart, 70327, DE)
KOPPITZ, Bernd (Wiesenstrasse 10, Winterbach, 73650, DE)
REINHARDT, Rudolf (Breitingerstrasse 18, Esslingen, 73732, DE)
SCHUSTER, Tobias (Heidestrasse 55, Esslingen, 73733, DE)
STEINMETZ, Heiko (Seelilienweg 2, Ohmden, 73275, DE)
ZIEGLER, Bernhard (Kernerstrasse 21, Rechberghausen, 73098, DE)
International Classes:
B23K11/14; B23K9/20; B23K11/00; B23K35/02
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils (16) an einem

weiteren Bauteil (24), bei welchem ein Warmniet (12) in eine Öffnung (14) des wenigstens einen ersten Bauteils (16) eingeführt wird und eine Stirnfläche (18) eines Schaftes (20) des Warmniets (12) mit einer Oberfläche (22) des weiteren Bauteils (24) verschweißt wird, wobei anschließend unter plastischer Verformung des Warmniets (12) der Schaft (20) des Warmniets (12) gestaucht wird, bis ein Kopf (28) des Warmniets (12) mit einer Vorspannkraft zumindest bereichsweise auf einer Oberfläche (30) des wenigstens einen Bauteils (16) aufliegt,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Vorspannkraft, mit welcher der Kopf (28) des Warmniets (12) zumindest bereichsweise auf der Oberfläche (30) des wenigstens einen Bauteils (16) aufliegt, auf einen vorgegebenen Wert eingestellt wird.

2. Warmnietverbindung (10) zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils (16) an einem weiteren Bauteil (24), mit einem Warmniet (12) mit einem Kopf (28) und einem sich daran anschließenden Schaft (20), dessen dem Kopf (28) abgewandte Stirnfläche (18) mit einer Oberfläche (22) des weiteren Bauteils (24) verschweißt ist, wobei der Schaft (20) des Warmniets (12) unter plastischer Verformung gestaucht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

ein Verhältnis eines Innendurchmessers (D,) einer Auflagefläche des Kopfes (28) auf einer Oberfläche (30) des wenigstens einen Bauteils (16) zu einer

Querschnittsfläche (d1) des Schaftes (20) vorgesehen ist, mittels welchem eine Vorspannkraft zur zumindest bereichsweisen Auflage des Kopfes (28) auf einer Oberfläche (30) des wenigstens einen Bauteils (16) auf einen vorgegebenen Wert einstellbar ist.

3. Warmnietverbindung (10) zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils (16) an einem weiteren Bauteil (24), mit einem Warmniet (12) mit einem Kopf (28) und einem sich daran anschließenden Schaft (20), dessen dem Kopf (28) abgewandte Stirnfläche (18) mit einer Oberfläche (22) des weiteren Bauteils (24) verschweißt ist, wobei der Schaft (20) des Warmniets (12) unter plastischer Verformung gestaucht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

im Übergangsbereich (32) zwischen dem Kopf (28) und dem Schaft (20) eine Ausnehmung (34) vorgesehen ist, mittels welcher eine Vorspannkraft zur zumindest bereichsweisen Auflage des Kopfes (28) auf einer Oberfläche (30) des wenigstens einen Bauteils (16) auf einen vorgegebenen Wert einstellbar ist.

4. Warmnietverbindung (10) zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils (16) an einem weiteren Bauteil (24), mit einem Warmniet (12) mit einem Kopf (28) und einem sich daran anschließenden Schaft (20), dessen dem Kopf (28) abgewandte Stirnfläche (18) mit einer Oberfläche (22) des weiteren Bauteils (24) verschweißt ist, wobei der Schaft (20) des Warmniets unter plastischer Verformung gestaucht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Kopfdicke (d2) des Kopfes (28) zur Einstellung einer Vorspannkraft zur zumindest bereichsweisen Auflage des Kopfes (28) auf einer Oberfläche (30) des wenigstens einen Bauteils auf einen vorgegebenen Wert ausgebildet ist.

5. Warmnietverbindung (10) zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils (16) an einem weiteren Bauteil (24), mit einem Warmniet (12) mit einem Kopf (28) und einem sich daran anschließenden Schaft (20), dessen dem Kopf (28) abgewandte Stirnfläche (18) mit einer Oberfläche (22) des weiteren Bauteils (16) verschweißt ist, wobei der Schaft (20) des Warmniets (12) unter plastischer Verformung gestaucht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (20) einen ersten (36) und einen zweiten (38) Längenbereich aufweist, wobei lediglich einer der Längenbereiche (36, 38) des Schafts (20) unter plastischer Verformung gestaucht ist.

6. Warmnietverbindung (10) zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils (16) an einem weiteren Bauteil (24), mit einem Warmniet (12) mit einem Kopf (28) und einem sich daran anschließenden Schaft (20), dessen dem Kopf (28) abgewandte Stirnfläche (18) mit einer Oberfläche (22) des weiteren Bauteils (16) verschweißt ist, wobei der Schaft (20) des Warmniets (12) unter plastischer Verformung gestaucht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

das wenigstens eine Bauteil (16) einen Hinterschnitt (58) aufweist, welcher mit einem plastisch verformten Bereich (38) des Schaftes (20) zusammen wirkt.

7. Warmnietverbindung (10) zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils (16) an einem weiteren Bauteil (24), mit einem Warmniet (12) mit einem Kopf (28) und einem sich daran anschließenden Schaft (20), dessen dem Kopf (28) abgewandte Stirnfläche (18) mit einer Oberfläche (22) des weiteren Bauteils (16) verschweißt ist, wobei der Schaft (20) des Warmniets (12) unter plastischer Verformung gestaucht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Öffnung (14) in dem wenigstens einen Bauteil (16) eine Verbreiterung (60) aufweist.

8. Warmnietverbindung (10) zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils (16) an einem weiteren Bauteil (24), mit einem Warmniet (12) mit einem Kopf (28) und einem sich daran anschließenden Schaft (20), dessen dem Kopf (28) abgewandte Stirnfläche (18) mit einer Oberfläche (22) des weiteren Bauteils (16) verschweißt ist, wobei der Schaft (20) des Warmniets (12) unter plastischer Verformung gestaucht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Bauteil (24) an einer von dem Schaft (20) abgewandten Fläche eine

Dickenreduktion (62) aufweist.

9. Warmnietverbindung (10) zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils (16) an einem weiteren Bauteil (24), mit einem Warmniet (12) mit einem Kopf (28) und einem sich daran anschließenden Schaft (20), dessen dem Kopf (28) abgewandte Stirnfläche (18) mit einer Oberfläche (22) des weiteren Bauteils (16) verschweißt ist, wobei der Schaft (20) des Warmniets (12) unter plastischer Verformung gestaucht ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Unterseite des Kopfes (28) schirmförmig ausgestaltet ist, so dass der Kopf (28) das Bauteil (16) nur in einem äußeren Bereich berührt.

Description:
Warmnietverbindung und Verfahren zu deren Herstellung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils an einem weiteren Bauteil nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 sowie

Warmnietverbindungen nach dem Oberbegriff der Patentansprüche 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9.

Eine Warmnietverbindung sowie ein Verfahren zu deren Herstellung ist aus

DE 10 2006 028 771 A1 bekannt. Beim Warmnieten wird ein Warmniet in eine Öffnung eines Bauteils eingeführt und über eine Stirnfläche eines Schaftes des Warmniets mit einer Oberfläche eines weiteren Bauteils verschweißt. Dies kann durch

Widerstandsschweißen, insbesondere durch Buckelschweißen geschehen. Anschließend wird unter plastischer Verformung des Warmniets der Schaft des Warmniets warm gestaucht, bis ein Kopf des Warmniets zumindest bereichsweise auf einer Oberfläche des ersten Bauteils aufliegt. Beim Stauchen wird Material des Schaftes seitlich verdrängt und füllt die Öffnung des ersten Bauteils zumindest bereichsweise aus. Zwischen den beiden Bauteilen entsteht eine Vorspannkraft, welche die Bauteile gegeneinander fixiert.

Die Vorspannkraft ist bei bekannten Warmnietverfahren jedoch nicht einstellbar. In Verbindung mit zusätzlichen Betriebskräften kann jedoch eine zu große Vorspannkraft zu einer Überlastung bzw. zum Versagen der Warmnietverbindung führen.

Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren sowie eine Warmnietverbindung der eingangsgenannten Art weiterzuentwickeln, dass eine vorgegebene Vorspannkraft zwischen den zu verbindenden Bauteilen eingestellt werden kann. Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie durch Warmnietverbindungen mit den Merkmalen der Patentansprüche 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 gelöst.

Bei einem Verfahren zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils an einem weiteren Bauteil wird ein Warmniet in eine Öffnung des wenigstens einen ersten Bauteils eingeführt und eine Stirnfläche eines Schaftes des Warmniets mit einer Oberfläche des weiteren Bauteils verschweißt. Anschließend wird unter plastischer Verformung des Warmniets der Schaft des Warmniets gestaucht, bis ein Kopf des Warmniets mit einer Vorspannkraft zumindest bereichsweise auf einer Oberfläche des wenigstens einen Bauteils aufliegt.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Vorspannkraft, mit welcher der Kopf des Warmniets zumindest bereichsweise auf der Oberfläche des wenigstens einen Bauteils aufliegt, auf einen vorgegebenen Wert eingestellt wird. Hierdurch kann eine

Warmnietverbindung geschaffen werden, die so ausgelegt ist, dass die Summe aus Vorspannkraft und im Betrieb auftretenden Belastungen der Warmnietverbindung immer unter einer maximalen Kraft bleibt. Damit wird ein Versagen der Warmnietverbindung unter Betriebsbelastungen zuverlässig vermieden.

Zum Einstellen der Vorspannkraft werden dabei je nach zu erwartender Betriebsbelastung geeignete Warmniete ausgewählt. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist die Elastizität zwischen Nietkopf bzw. der Auflage des Nietkopfs und Schaft des Warmniets. Zur Reduzierung der Vorspannkraft kann beispielsweise ein Niet mit einer Ausnehmung in Form einer Hohlkehle zwischen Schaft und Kopf ausgewählt werden. Auch die Auswahl eines Warmniets mit geeigneter Kopfdicke und/oder einem geeigneten Hebelverhältnis zwischen Schaft und Kopfauflagefläche auf dem wenigstens einen Bauteil kann zur Einstellung der Vorspannkraft dienen.

Eine weitere Möglichkeit zur Einstellung der Vorspannkraft liegt in der Auswahl eines Warmniets mit geeignet gestaltetem Schaft. Beispielsweise können Niete mit gezielt eingeschränkten warmstauchbaren Bereichen gewählt werden. Solche Niete weisen eine geometrische Durchmesserabstufung auf. Nur der Schaftlängenanteil mit dem geringsten Querschnitt wird während des Warmnietens gestaucht. Die Schrumpfung des

Nietschaftes beim Abkühlen beschränkt sich auf den erwärmten Bereich, wodurch dann die dabei entstehende Vorspannkraft verringert wird. Auch durch die Gestaltung der Aufnahmeöffnung für den Warmniet kann die

Vorspannkraft eingestellt werden. Hierzu können beispielsweise Hinterschnitte

vorgesehen werden, die als gezielt gewählte Elastizitäten wirken.

Eine weitere Möglichkeit zur Auswahl der Vorspannkraft liegt in der Einstellung der Prozessparameter während des Schweißens bzw. Stauchens des Warmniets. Mit zunehmender Elektrodenkraft zwischen einer zum Schweißen bzw. Warmstauchen verwendeten Elektrode findet die Stauchung bei einer geringeren Nietschafttemperatur statt. Auf Grund der geringeren resultierenden Schrumpfung des gestauchten Nietes ist so eine geringere Vorspannkraft eingestellt. Auch die eingetragene Wärmemenge während des Warmnietens kann zur Einstellung der Vorspannkraft Anwendung finden. Durch die Kombination einer Nietstromgröße und einer Einnietzeit kann die Wärmemenge kontrolliert werden. Kleinere eingetragene Wärmemengen führen zu niedrigerer

Vorspannkraft, große Wärmemengen zu höheren Vorspannkräften.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Warmnietverbindung zum unlösbaren Befestigen wenigstens eines Bauteils an einem weiteren Bauteil. Die Warmnietverbindung umfasst einen Warmniet mit einem Kopf und einem sich daran anschließenden Schaft, dessen dem Kopf abgewandte Stirnfläche mit einer Oberfläche des weiteren Bauteils verschweißt ist, wobei der Schaft des Warmniets unter plastischer Verformung gestaucht ist.

Erfindungsgemäß ist hier vorgesehen, dass im Übergangsbereich zwischen dem Kopf und dem Schaft eine Ausnehmung vorgesehen ist, mittels welcher eine Vorspannkraft zur zumindest bereichsweisen Auflage des Kopfes auf einer Oberfläche des wenigstens einen Bauteils auf einen vorgegebenen Wert einstellbar ist. Durch eine solche Ausnehmung, die beispielsweise die Form einer den Verbindungsbereich zwischen Kopf und Schaft umfänglich umlaufenden Hohlkehle aufweisen kann, wird die Elastizität des Warmniets erhöht, so dass die Warmnietverbindung insgesamt eine geringe Vorspannkraft aufweist.

Die im Folgenden geschilderten weiteren Aspekte der Erfindung können eigenständig wie auch in Kombination untereinander Anwendung finden.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Warmnietverbindung der geschilderten Art, bei der erfindungsgemäß eine Kopfdicke des Kopfes des Warmniets zur Einstellung einer Vorspannkraft zur zumindest bereichsweisen Auflage des Kopfes auf einer Oberfläche des wenigstens einen Bauteils auf einen vorgegebenen Wert ausgebildet ist. Warmniete mit geringerer Kopfdicke führen hierbei zu einer geringeren Vorspannkraft, da auch hier die Elastizität im Übergangsbereich zwischen Kopf und Schaft des Warmniets erhöht wird. Auch hier ist eine Einstellung der Vorspannkraft auf vorgegebene Werte möglich, so dass eine Überlastung der Nietverbindung durch die Vorspannkraft in Verbindung mit der Betriebslast vermieden wird.

Bei einem weiteren Aspekt der Erfindung ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass ein Verhältnis einer Auflagefläche des Kopfes auf einer Oberfläche des wenigstens einen Bauteil zu einer Querschnittsfläche des Schaftes vorgesehen ist, mittels welchem eine Vorspannkraft zur zumindest bereichsweisen Auflage des Kopfes auf einer Oberfläche des wenigstens einen Bauteils auf einen vorgegebenen Wert einstellbar ist. Dieses Hebelverhältnis bestimmt die Steifigkeiten des Niets und beeinflusst damit unmittelbar die Vorspannkraft, so dass auch hier Überbelastungen durch Wahl eines geeigneten

Hebelverhältnisses zuverlässig vermieden werden.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Warmnietverbindung der geschilderten Art bei welcher erfindungsgemäß der Schaft des Warmniets einen ersten und einen zweiten Längenbereich aufweist, wobei lediglich einer der beiden Längenbereiche des Schaftes unter plastischer Verformung gestaucht ist. Dies lässt sich durch Wahl eines Warmniets mit zwei Längenbereichen unterschiedlicher Querschnitte realisieren, wobei beim

Stauchen des Warmniets lediglich der Bereich mit geringerem Querschnitt eine

Stauchung erfährt. Der nicht erwärmte Längenbereich trägt aufgrund der fehlenden Schrumpfung beim Abkühlen nur unwesentlich zur Vorspannkraft bei, so dass die

Vorspannkraft durch Wahl des Verhältnisses zwischen erstem und zweitem

Längenbereich einstellbar ist, um ebenfalls eine Überlastung der Nietverbindung durch zu hohe Zugkräfte in der Nietverbindung zu vermeiden.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine weitere Warmnietverbindung der geschilderten Art, bei der erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass das wenigstens eine erste Bauteil einen Hinterschnitt aufweist, welcher mit einem plastisch verformten Bereich des Schaftes zusammenwirkt. Durch den Hinterschnitt wird ein Teil des Schaftes des Warmniets gestützt, so dass lediglich der zwischen dem Hinterschnitt und dem Kopf des Warmniets befindliche Bereich des Warmniets zur Vorspannkraft beiträgt. Durch die Wahl der Lage des Hinterschnitts ist auch hier die genaue Einstellung der Vorspannkraft auf den gewünschten Wert möglich, um so Überlastungen der Nietverbindung zu vermeiden.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine weitere Warmnietverbindung der geschilderten Art, bei der erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass eine Öffnung in dem wenigstens einen Bauteil eine Verbreiterung aufweist. Auch durch die Wahl der Breite und Höhe dieser Verbreiterung ist es möglich, die Vorspannkraft auf einen gewünschten Wert einzustellen.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine weitere Warmnietverbindung der geschilderten Art, bei der erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass das untere Bauteil an einer vom Schaft des Niets abgewandten Fläche eine Dickenreduktion aufweist. Durch Wahl der Größe und Höhe dieser Dickenreduktion kann gleichfalls eine gezielte

Einstellung der Vorspannkraft erreicht werden.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine weitere Warmnietverbindung der geschilderten Art, bei der erfindungsgemäß vorgesehen ist, dass die Unterseite des Kopfes schirmförmig ausgestaltet ist, so dass der Kopf das Bauteil nur in einem äußeren Bereich berührt. Auf diese Weise kann das Verhältnis des Innendurchmessers der Berührungsfläche zwischen Kopf und Bauteil vergrößert und damit indirekt die

Vorspannkraft beeinflusst werden.

Im Folgenden soll die Erfindung und ihre Ausführungsformen anhand der Zeichnung näher erläutert werden. Hierbei zeigen:

Fig. 1 bis 5 alternative Ausführungsformen von Nieten für Ausführungsbeispiele

erfindungsgemäßer Warmnietverbindungen,

Fig. 6 bis 8 drei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Warmnietverbindung sowie

Fig. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Niets für eine erfindungsgemäße

Warmnietverbindung.

Bei einer im Ganzen mit 10 bezeichneten Warmnietverbindung wird ein Warmniet 12 durch eine Öffnung 14 eines Bauteils 16 geführt und eine Stirnfläche 18 eines Schaftes 20 des Warmniets 12 mit einer Oberfläche 22 eines weiteren Bauteils 24 verschweißt. Der Schaft 20 wird anschließend warm gestaucht, so dass eine Fläche 26 eines Kopfes 28 des Warmniets 12 auf einer Oberfläche 30 des Bauteils 16 aufliegt. Durch die

Schrumpfung des Warmniets 12 nach dem im warmen Zustand durchgeführten Stauchen entsteht eine Vorspannkraft zwischen den Bauteilen 16 und 24. Ist diese zu hoch, so kann die Warmnietverbindung 10 unter zusätzlicher Betriebsbelastung versagen. Eine Möglichkeit zur Verminderung der Vorspannkraft ist die Verwendung eines in Fig. 1 gezeigten Niets 12, der in einem Übergangsbereich 32 zwischen Kopf 28 und Schaft 20 eine Ausnehmung 34 in Form einer umfänglich umlaufenden Hohlkehle aufweist. Durch die Ausnehmung 34 wird die Kopfdicke reduziert und damit die Elastizität im

Übergangsbereich 32 zwischen Kopf 28 und Schaft 20 erhöht, so dass der Warmniet 12 nach dem warmen Stauchen nachgeben kann, was die Vorspannkraft zwischen den Bauteilen 16 und 24 vermindert. Bei dieser Ausführungsform wird also der Kopf 28 gezielt geschwächt. Diese Gestaltung der Warmnietverbindung 10 ist vor allem dann zu bevorzugen, wenn der Durchmesser der Öffnung 14 konstruktiv festliegt und nicht mehr zu beeinflussen ist. Dann kann noch über die Ausnehmung 34 Einfluss auf die

Vorspannkraft genommen werden.

Wie in Fig. 2 dargestellt, kann die Vorspannkraft auch durch das Verhältnis der

Schaftdicke d1 zur Kopfdicke d2 eingestellt werden. Je kleiner die Kopfdicke d2, desto größer die Flexibilität im Übergangsbereich zwischen Kopf 28 und Schaft 20 des

Warmniets 12. Diese Gestaltung der Warmnietverbindung 10 bietet sich vor allem dann an, wenn aus konstruktiven Gründen ein besonders dünner bzw. flacher Kopf 28 gewählt werden soll.

Wie Fig. 3 zeigt, bietet das Verhältnis zwischen Schaftdicke d1 und dem

Innendurchmesser D, der Auflagefläche des Kopfes 28 auf der Oberfläche 30 des Bauteils 16 eine weitere Möglichkeit zur Einstellung der Vorspannkraft. Eine größerer

Innendurchmesser D, im Verhältnis zur Schaftdicke d1 verändert im Vergleich mit einem kleineren Innendurchmesser D, bei gleicher Schaftdicke d1 das Hebelverhältnis zwischen Kopf 28 und Schaft 20 und damit auch die Vorspannkraft.

Auch die Gestaltung des Schaftes 20 selbst kann zur Einstellung der Vorspannkraft dienen. Im in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Schaft 20 des Warmniets 12 in einen ersten Teilbereich 36 und einen zweiten Teilbereich 38 aufgeteilt, wobei der zweite Teilbereich 38 einen geringeren Durchmesser aufweist als der erste Teilbereich 36. Beim Stauchen des Warmniets 12 wird lediglich der zweite Teilbereich 38 gestaucht und der erste, stärkere Teilbereich 36 bleibt unverändert. Das Verhältnis der Längen d4 und d5 der beiden Teilbereiche 38, 36 bestimmt den gestauchten Anteil des Schaftes 20. Je kürzer der gestauchte Anteil, also die Länge d4 des Teilbereichs 38, desto geringer auch die Schrumpfung beim Abkühlen des Niets 12 nach dem Stauchen und desto geringer die Vorspannkraft. Dies kann auch durch einen zweitteiligen Niet 40 realisiert werden, wie in Fig. 5 dargestellt. Ein erster Teilniet 42 umfasst einen Kopf 44 und einen Schaft 46 mit

Durchmesser d6, ein zweiter Teilniet 48 umfasst einen Kopf 50 und einen Schaft 52 mit Durchmesser d7. Der Durchmesser d7 ist mit dem Teilniet 48 ist größer als der

Durchmesser d6 des ersten Teilniets 42. Die beiden Teilniete werden in der

Aufnahmeöffnung der zu vernietenden Bauteile über die Stirnflächen 54, 56 ihrer Schäfte 46, 52 verschweißt. Bei der anschließenden Stauchung wird lediglich der Schaft 46 des ersten Teilniets gestaucht, da dieser den geringeren Durchmesse aufweist. Über das Verhältnis der Schaftlängen 46, 52 kann auch hier die Vorspannkraft der Nietverbindung 10 reguliert werden.

Alternativ oder zusätzlich kann auch die Gestaltung der Aufnahmeöffnung 14

Auswirkungen auf die Vorspannkraft der Nietverbindung 10 haben, wie in Fig. 6 dargestellt. Die Aufnahmeöffnung 14 für den Niet 12 weist hier einen Hinterschnitt 58 auf. Gleichzeitig ist der Schaft 20 des Niets ebenfalls zweiteilig ausgebildet, d.h. in zwei Bereiche unterteilt, und umfasst einen ersten Bereich 36 mit höherem Durchmesser und einen zweiten Bereich 38 mit geringerem Durchmesser. Eine Stauchung findet nur im zweiten Teilbereich 38 statt, wobei sich der zweite Teilbereich 38 in seiner Kontur an den Hinterschnitt 58 anpasst. Der Hinterschnitt 58 stützt den Schaft 20 des Niets 12 bei der Schrumpfung, so dass ein Teil der Vorspannkraft durch den Hinterschnitt 58 gehalten wird. Dies reduziert die insgesamt auf den Kopf wirkende Vorspannkraft l~Kopf> so dass auch hier Überlastungen der Nietverbindung vermieden werden können. Gleichzeitig wird durch die Spannung im angestauchten Teil eine Dichtfunktion zwischen Niet 12 und Bauteil 24 erfüllt.

Fig. 7 zeigt eine alternative Ausgestaltung der Warmnietverbindung. In Abweichung von der in Fig. 6 dargestellten Ausführung ist hier die Aufnahmeöffnung 14 im Bauteil 16 durch eine Verbreiterung 60 bereichsweise vergrößert. Diese Verbreiterung 60 wirkt wie eine zusätzliche Elastizität in der Warmnietverbindung 10. Über die genaue Ausführung dieser Verbreiterung 60, also deren Höhe und Breite ist die Vorspannkraft gezielt beeinflussbar.

Fig. 8 zeigt eine weitere Möglichkeit, mit der zusätzliche Elastizität in die

Warmnietverbindung 10 eingebracht werden kann. Dabei ist das Bauteil 24, an dem der Schaft 20 angeschweißt wird, mit einer Dickenreduktion 62 im Bereich der

Warmnietverbindung 10 versehen. Diese Dickenreduktion 62 kann, wie in diesem Beispiel gezeigt, in Form einer Einprägung auf der von dem Bauteil 16 abgewandten Fläche des Bauteils 24, ausgeführt werden. Alternativ kann diese Dickenreduktion 62 auch auf der anderen, dem Bauteil 16 zugewandten Fläche des Bauteils 24 angeordnet sein. Durch die dadurch erreichte Reduktion bzw. Variation der Dicke des Bauteils 24 im Bereich der Warmnietverbindung 10 kann gezielt Einfluss auf die Vorspannkraft genommen werden.

In Fig. 9 ist eine schirmförmige Ausgestaltung der Unterseite des Nietkopfs 28 dargestellt. Dadurch wird erreicht, dass die Auflagefläche des Nietkopfs 28 auf dem Bauteil 16 in radialer Richtung von der Öffnung 14 nach außen verschoben wird. Dadurch vergrößert sich das Verhältnis des inneren Durchmessers Dj der Auflagefläche zum Durchmesser d1 des Schafts 20. Dies beeinflusst bzw. verringert, wie oben bereits beschrieben, die Vorspannkraft.

Selbstverständlich kann die Warmnietverbindung 10 auch als eine Kombination der in den Figuren 1 bis 9 dargestellten einzelnen Ausgestaltungen ausgeführt sein. Denkbar wäre beispielsweise ein schirmförmiger Kopf wie in Fig. 9 in Kombination mit einem

Hinterschnitt wie in Fig. 6 und einer Dickenreduktion wie in Fig. 8. Auf diese Weise ist es durch die vielfältigen Einflussmöglichkeiten möglich, bei sehr unterschiedlichen konstruktiven Randbedingungen die Vorspannkraft gezielt auf einen gewünschten Wert einzustellen.

Neben den in den angeführten Ausführungsbeispielen dargestellten runden Querschnitten von Niet 12 und/oder Öffnung 14 ist es auch möglich, andere Querschnitte zu verwenden. Denkbar sind insbesondere vier- oder mehreckige Querschnitte des Nietschaftes 20 und/oder der entsprechenden Aufnahmeöffnung 14. Dann gelten die oben für die konkreten Ausführungsbeispiele mit runden Querschnitten dargestellten Ausführungen zu den Durchmessern und deren Verhältnissen analog für die Größe des jeweiligen

Querschnitts.