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Title:
HOUSING FOR AN ELECTRICAL COMPONENT OF A MOTOR VEHICLE, ELECTRICAL COMPONENT, AND MOTOR VEHICLE HAVING AN ELECTRICAL COMPONENT OF THIS KIND
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/211104
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a housing (10) for an electrical component (12) of a motor vehicle, in particular for a pulse-controlled inverter, comprising a container-like main body (15), wherein the main body (15) has a housing base (14) and a circumferential housing wall (16) connected to the housing base (14), which together delimit a receiving space (22), characterised in that a circumferential recess (24) is arranged in an upper edge region (18) of the housing wall (16) facing away from the housing base (16), wherein the recess (24) is delimited by an outer wall section (26) facing away from the receiving space (22) and an inner wall section (28) facing the receiving space (22), wherein the outer wall section (26) and the inner wall section (28) are connected integrally with the housing wall (16).

Inventors:
ENZINGER, Tobias (Hohenwarter Str. 9, Freinhausen, 86558, DE)
MAUTNER, Philipp (Draisstr. 20, Ingolstadt, 85055, DE)
EBERHART, Philipp (Mendlstr. 2, Ingolstadt, 85051, DE)
Application Number:
EP2019/060129
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
April 18, 2019
Export Citation:
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Assignee:
AUDI AG (Patentabteilung, Ingolstadt, 85045, DE)
International Classes:
H05K5/06; H01M2/10; H05K5/04; H05K9/00
Foreign References:
DE102016011786A12017-04-06
US20120114999A12012-05-10
US20060261452A12006-11-23
DE102016107372A12017-10-26
DE102016011786A12017-04-06
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE:

Gehäuse (10) für eine elektrische Komponente (12) eines Kraftfahr- zeugs, insbesondere für einen Pulswechselrichter, mit einem behälter- artigen Grundkörper (15), wobei der Grundkörper (15) einen Gehäuse- boden (14) und eine mit dem Gehäuseboden (14) verbundene umlau- fende Gehäusewandung (16) aufweist, die einen Aufnahmeraum (22) begrenzen, dadurch gekennzeichnet, dass in einem vom Gehäusebo- den (16) abgewandten oberen Randbereich (18) der Gehäusewandung (16) eine umlaufende Ausnehmung (24) angeordnet ist, wobei die Aus- nehmung (24) durch einen vom Aufnahmeraum (22) abgewandten äu- ßeren Wandabschnitt (26) und einen zum Aufnahmeraum (22) zuge- wandten inneren Wandabschnitt (28) begrenzt ist, wobei der äußere Wandabschnitt (26) und der innere Wandabschnitt (28) einstückig mit der Gehäusewandung (16) verbunden sind.

Gehäuse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Wandabschnitt (26) eine äußere Stirnseite (30) aufweist und der innere Wandabschnitt (28) eine innere Stirnseite (30) aufweist, wobei die äu- ßere Stirnseite (30) und die innere Stirnseite (30) in einer gemeinsamen Ebene liegen.

Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (24) bezogen auf einen Querschnitt durch die Gehäuse- wandung (16) als im Wesentlichen vertikal verlaufende Nut ausgebildet ist.

Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Ausnehmung (24) zwischen dem äußeren Wandabschnitt (26) und dem inneren Wandabschnitte (28) einen Aus- nehmungsgrund (34) aufweist, der bezogen auf einen Querschnitt durch die Gehäusewandung (16) im Wesentlichen horizontal oder ge- neigt oder gekrümmt ausgebildet ist. Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass es einen Deckel (20) aufweist, wobei der Deckel (20) auf dem äußeren Wandabschnitt (26) und dem inneren Wandab- schnitt (28), insbesondere auf der äußeren Stirnseite (30) und der inne- ren Stirnseite (30), aufliegt und zumindest abschnittsweise mit dem äu- ßeren Wandabschnitt (26) materialschlüssig verbunden ist.

Gehäuse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) ausschließlich mit dem äußeren Wandabschnitt (26) material- schlüssig verbunden, insbesondere verschweißt ist.

Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Ausnehmung (24) bezogen auf einen Quer- schnitt durch die Gehäusewandung (16) eine Breite (BA) aufweist, die etwa 20% bis 50%, vorzugsweise etwa 25% bis 35% der Dicke (DG) der Gehäusewandung (16) entspricht.

Gehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass der äußere Wandabschnitt (26) bezogen auf einen Querschnitt durch die Gehäusewandung (16) eine Dicke (DWa) auf- weist, die gleich groß oder größer ist als eine Dicke (DWi) des inneren Wandabschnitts (28).

Elektrische Komponente (12), insbesondere Pulswechselrichter, für ein Fahrzeug, die in einem Gehäuse (10) aufgenommen ist, wobei das Ge- häuse (10) einen behälterartigen Grundkörper (15) umfasst, der einen Gehäuseboden (14) und eine mit dem Gehäuseboden (14) verbundene umlaufende Gehäusewandung (16) aufweist, die einen Aufnahmeraum (22) begrenzen, und wobei das Gehäuse (10) einen den Grundkörper (15) verschließenden Deckel (20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem vom Gehäuseboden (14) abgewandten oberen Randbe- reich (18) der Gehäusewandung (16) eine umlaufende Ausnehmung (24) angeordnet ist, wobei die Ausnehmung (24) durch einen vom Auf- nahmeraum (22) abgewandten äußeren Wandabschnitt (26) und einen zum Aufnahmeraum (22) zugewandten inneren Wandabschnitt (28) be- grenzt ist, wobei der äußere Wandabschnitt (26) und der innere Wand- abschnitt (28) einstückig mit der Gehäusewandung (16) verbunden sind, wobei der Deckel (20) auf dem äußeren Wandabschnitt (26) und dem inneren Wandabschnitt (28) aufliegt und ausschließlich mit dem äußeren Wandabschnitt (26) materialschlüssig verbunden, insbesonde- re verschweißt ist.

10. Kraftfahrzeug mit einer elektrischen Komponente (12) nach Anspruch 9.

Description:
Gehäuse für eine elektrische Komponente eines Kraftfahrzeugs, elektrische Komponente und Kraftfahrzeug mit einer solchen elektrischen Komponente

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für eine elektrische Komponente eines Kraftfahrzeugs, insbesondere für einen Pulswechselrichter, mit einem behäl- terartigen Grundkörper, wobei der Grundkörper einen Gehäuseboden und eine mit dem Gehäuseboden verbundene umlaufende Gehäusewandung aufweist, die einen Aufnahmeraum begrenzen. Derartige Komponentengehäuse sind üblicherweise aus Metall gefertigt und weisen den Grundkörper und einen den Grundkörper verschließenden De- ckel auf, der mit dem Grundkörper entweder verschraubt oder verschweißt ist. Bei verschraubtem Deckel besteht das Problem des Abdichtens zwischen Deckel und Grundkörper, verbunden mit Risiken bei der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) aufgrund der punktuellen elektrischen Verbindung zwi- schen Deckel und Grundkörper. Vorteil eines verschraubten Deckels ist das zerstörungsfreie Entfernen des Deckels, um an die im Gehäuse unterge- brachte elektrische Komponente zu gelangen. Das materialschlüssige Ver- binden des Deckels mit dem Grundkörper ist vorteilhaft hinsichtlich der EMV, hat aber den Nachteil, dass der Deckel nur mittels trennenden Verfahren von dem Grundkörper entfernt werden kann, wobei sowohl der Deckel, als auch der Grundkörper beschädigt werden. Ferner besteht bei trennenden Verfah- ren zum Lösen des Deckels, wie etwa Fräsen, das Risiko, dass beim Tren- nen entstehende Späne in das Innere des Gehäuses gelangen.

Aus der DE 10 2016 011 786 A1 sind verschiedene Beispiele eines soge- nannten Spanfängers bekannt, durch den beim Trennen eines Deckels von einem Grundkörper anfallendes Spanmaterial aufgefangen werden kann, so dass es nicht in das Innere des Gehäuses gelangt. Dabei kommt als Span- fänger insbesondere eine Trennfolie zum Einsatz, die im Inneren des Ge- häuses oberhalb einer zu schützenden Batterie angeordnet ist. Ferner wer- den auch Spanfänger vorgeschlagen, die am Deckel ausgebildet sind. Das Verwenden und Einsetzen einer Trennfolie als Spanfänger kann immer erst dann erfolgen, wenn die Batterie (elektrische Komponente) bereits im Grundkörper aufgenommen ist. Beim Trennen des Deckels von dem Grund- körper ist durch den Trennvorgang angefallenes Material von der Trennfolie zu entfernen bevor die Trennfolie selbst aus dem Gehäuse entfernt werden kann, um Zugang zur Batterie zu erlangen. Die gezeigten Spanfänger, die am Deckel ausgebildet sind, weisen den Nachteil auf, dass ein erhebliches Risiko besteht, dass beim Entfernen des Deckels (nach Durchführen des Trennvorgangs) noch abgetrenntes Material in das Innere des Gehäuses fallen könnte.

Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird darin gesehen, ein Ge- häuse für elektrische Komponenten bereitzustellen, bei sowohl der Zusam- menbau als auch das Trennen des Deckels vom Grundkörper vereinfacht ist.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Gehäuse mit den Merkmalen des Pa- tentanspruchs 1 , durch eine elektrische Komponente mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 und durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Pa- tentanspruchs 10. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiter- bildungen sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Entsprechend wird für ein Gehäuse für eine elektrische Komponente eines Kraftfahrzeugs, insbesondere für einen Pulswechselrichter, mit einem behäl- terartigen Grundkörper, wobei der Grundkörper einen Gehäuseboden und eine mit dem Gehäuseboden verbundene umlaufende Gehäusewandung aufweist, die einen Aufnahmeraum begrenzen, vorgeschlagen, dass in einem vom Gehäuseboden abgewandten oberen Randbereich der Gehäusewan- dung eine umlaufende Ausnehmung angeordnet ist, wobei die Ausnehmung durch einen vom Aufnahmeraum abgewandten äußeren Wandabschnitt und einen zum Aufnahmeraum zugewandten inneren Wandabschnitt begrenzt ist, wobei der äußere Wandabschnitt und der innere Wandabschnitt einstückig mit der Gehäusewandung verbunden sind.

Die Ausnehmung im oberen Randabschnitt bildet dabei einen vom Aufnah- meraum getrennten Bereich, der zum Auffangen von Spänen dienen kann. Dabei ist dieser Bereich, durch den inneren Wandabschnitt von dem Auf- nahmeraum getrennt.

Der äußere Wandabschnitt kann eine äußere Stirnseite aufweisen und der innere Wandabschnitt kann eine innere Stirnseite aufweisen, wobei die äu- ßere Stirnseite und die innere Stirnseite in einer gemeinsamen Ebene liegen.

Hierdurch wird ermöglicht, dass ein auf dem äußeren und inneren Wandab- schnitt anzuordnender Deckel plan auf den beiden Wandabschnitten aufliegt.

Die Ausnehmung kann bezogen auf einen Querschnitt durch die Gehäuse- wandung als im Wesentlichen vertikal verlaufende Nut ausgebildet sein. Da- bei wird diese Nut zum Aufnahmeraum hin durch den inneren Wandabschnitt begrenzt und nach außen (zur Umgebung hin) durch den äußeren Wandab- schnitt begrenzt. Die Nut ist einseitig nach oben hin offen und kann durch den auf dem Grundkörper anzuordnenden Deckel verschlossen werden.

Die Ausnehmung zwischen dem äußeren Wandabschnitt und dem inneren Wandabschnitte kann einen Ausnehmungsgrund aufweisen, der bezogen auf einen Querschnitt durch die Gehäusewandung im Wesentlichen horizontal oder geneigt oder gekrümmt ausgebildet ist. Hierdurch kann das zwischen dem äußeren Wandabschnitt und dem inneren Wandabschnitt zur Verfügung stehende Volumen für das Auffangen von Spänen verändert werden.

Das Gehäuse kann einen Deckel aufweisen, wobei der Deckel auf dem äu- ßeren Wandabschnitt und dem inneren Wandabschnitt, insbesondere auf der äußeren Stirnseite und der inneren Stirnseite, aufliegt und zumindest ab- schnittsweise mit dem äußeren Wandabschnitt materialschlüssig verbunden ist. Dabei kann der Deckel ausschließlich mit dem äußeren Wandabschnitt materialschlüssig verbunden, insbesondere verschweißt sein.

Wird der Deckel nur mit dem äußeren Wandabschnitt verschweißt, ist eine Schweißnaht beim Trennen des Deckels auch nur im Bereich des äußeren Wandabschnitts abzutragen. Dabei entstehendes Material, wie etwa Späne oder Abriebpulver, wird in der Ausnehmung aufgenommen, wobei der innere Wandabschnitt verhindert, dass solches Material in das Innere des Gehäu- ses gelangt. Ferner kann in Abhängigkeit der Dimensionierung der Ausneh- mung, insbesondere ihrer Tiefe, das Trennen unterhalb des Deckels, aber im Bereich des äußeren Wandabschnitts erfolgen. Entsprechend wird umlau- fend nur der äußere Wandabschnitt aufgetrennt, wobei der innere Wandab- schnitt, der den Innenraum des Gehäuses vor eindringendem Material schützt, unbeschädigt bleibt.

Die Ausnehmung kann bezogen auf einen Querschnitt durch die Gehäuse- wandung eine Breite aufweisen, die etwa 20% bis 50%, vorzugsweise etwa 25% bis 35% der Dicke der Gehäusewandung entspricht. Dabei kann der äußere Wandabschnitt bezogen auf einen Querschnitt durch die Gehäuse- wandung eine Dicke aufweisen, die gleich groß oder größer ist als eine Dicke des inneren Wandabschnitts. Hierdurch können der äußere Wandabschnitt und der innere Wandabschnitt entsprechend ihrer Funktion in geeigneter Weise dimensioniert werden. Insbesondere kann der möglicherweise äuße- ren Einflüssen stärker ausgesetzte äußere Wandabschnitt etwas dicker und somit stabiler ausgeführt sein, als der innere Wandabschnitt, dessen Aufga- be im Wesentlichen darin besteht eine Trennwand zum Inneren des Gehäu- ses zu bilden, die den abgetrennten Deckel zumindest temporär abstützen kann.

Die oben genannte Aufgabe wird auch gelöst durch eine elektrische Kompo- nente, insbesondere einen Pulswechselrichter oder eine Batterie, für ein Fahrzeug, die in einem Gehäuse aufgenommen ist, wobei das Gehäuse ei- nen behälterartigen Grundkörper umfasst, der einen Gehäuseboden und ei- ne mit dem Gehäuseboden verbundene umlaufende Gehäusewandung auf- weist, die einen Aufnahmeraum begrenzen, und wobei das Gehäuse einen den Grundkörper verschließenden Deckel aufweist, wobei vorgesehen ist, dass in einem vom Gehäuseboden abgewandten oberen Randbereich der Gehäusewandung eine umlaufende Ausnehmung angeordnet ist, wobei die Ausnehmung durch einen vom Aufnahmeraum abgewandten äußeren Wandabschnitt und einen zum Aufnahmeraum zugewandten inneren Wand- abschnitt begrenzt ist, wobei der äußere Wandabschnitt und der innere Wandabschnitt einstückig mit der Ge-häusewandung verbunden sind, wobei der Deckel auf dem äußeren Wandabschnitt und dem inneren Wandab- schnitt, aufliegt und ausschließlich mit dem äußeren Wandabschnitt materi- alschlüssig verbunden, insbesondere verschweißt ist.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Gehäuseboden und die Gehäusewan- dung üblicherweise materialschlüssig miteinander verbunden sind oder ein- stückig, z.B. als Gussteil, ausgeführt sind. Die oben beschriebene Anord- nung mit dem äußeren Wandabschnitt und dem inneren Wandabschnitt in einem oberen Randbereich der Gehäusewandung kann auch in einem unte- ren Randbereich der Gehäusewandung vorgesehen sein, wenn der Gehäu- seboden mit der Gehäusewandung verschweißt ist. Insoweit umfasst der Erfindungsgedanke auch ein Gehäuse, bei dem der Gehäuseboden oder/und der Deckel mit der Gehäusewandung verschweißt sind, wobei der Gehäuse- boden oder/und der Deckel jeweils nur mit dem äußeren Wandabschnitt ver- schweißt sind. Bezüglich des Begriffs Gehäusewandung wird darauf hinge- wiesen, dass hiermit nicht nur eine einzige durchgehende Gehäusewand bezeichnet werden soll, sondern dass eine Gehäusewandung auch durch mehrere miteinander verbundene Gehäusewandelemente, beispielsweise vier Gehäusewandelemente, gebildet sein kann.

Schließlich betrifft die Erfindung auch ein Kraftfahrzeug mit einer solchen elektrischen Komponente. Dabei kann das Gehäuse an einer Fahrzeugka- rosserie befestigt sein. Ferner kann die im Gehäuse aufgenommene elektri sche Komponente mit einem Bordnetz des Fahrzeugs verbunden sein. Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Aus- führungsformen sowie anhand der Zeichnungen. Dabei zeigt: Fig. 1 ein Gehäuse für eine elektrische Komponente eines Fahrzeugs in einer vereinfachten schematischen Schnittdarstellung;

Fig. 2 einen oberen Randbereich eines Grundkörpers des Gehäuses mit daran befestigtem Deckel in einer vergrößerten, schematischen Schnittdarstellung;

Fig. 3 in den Teilfiguren A) und B) zwei mögliche Arten, wie der mit dem

Grundkörper verbundene Deckel von dem Grundkörper getrennt werden kann basierend auf der Schnittdarstellung gemäß Figur 2.

Figur 1 zeigt in einer vereinfachten schematischen Schnittdarstellung ein Gehäuse 10 für eine nicht näher spezifizierte elektrische Komponente 12 eines Kraftfahrzeugs. Die elektrische Komponente 12, die in dem Gehäuse aufgenommen ist, kann beispielsweise ein Pulswechselrichter, eine Batterie, ein Akku oder dergleichen sein. Das Gehäuse 10 umfasst einen Gehäuse- boden 14 und eine Gehäusewandung 16. Der Gehäuseboden 14 und die Gehäusewandung 16 bilden einen Grundkörper 15 des Gehäuses. Die Ge- häusewandung 16 ist im dargestellten Beispiel integral mit dem Gehäusebo- den 14 ausgebildet. Die Gehäusewandung 16 weist einen oberen Randbe- reich 18 auf, auf dem ein Deckel 20 angeordnet ist. Der Deckel 20 ist übli- cherweise mit dem Randbereich 18 der Gehäusewandung materialschlüssig verbunden, insbesondere verschweißt. Durch den Gehäuseboden 14 und die Gehäusewandung 16 wird ein Aufnahmeraum 22.

Figur 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung des oberen linken Randbereichs 18 der Gehäusewandung 16 der Figur 1 etwa entsprechend der gestrichelten Ellipse II. Im Randbereich 18 ist eine Ausnehmung 24 vorgesehen. Die Aus- nehmung 24 ist bevorzugt umlaufend ausgeführt, so dass sie sich entlang der gesamten Gehäusewandung bzw. entlang des Umfangs des Gehäuses 10 erstreckt. Die Ausnehmung 24 wird begrenzt durch einen äußeren Wand- abschnitt 26 und einen inneren Wandabschnitt 28. Der äußere Wandab- schnitt 26 und der innere Wandabschnitt 28 sind einstückig mit der Gehäu- sewandung 16 ausgebildet. Der Deckel 20 liegt auf dem inneren Wandab- schnitt 28 und auf dem äußeren Wandabschnitt 26 auf. Die Wandabschnitte 26, 28 sind insbesondere derart ausgeführt, dass ihre jeweiligen Stirnseiten 30, von denen nur diejenige des inneren Wandabschnitts 28 dargestellt ist, im Wesentlichen in einer Ebene liegen, so dass der Deckel 20 sowohl auf dem äußeren Wandabschnitt 26 als auch auf dem inneren Wandabschnitt 28 möglichst plan aufliegt.

Die materialschlüssige Verbindung 32, insbesondere eine Verschweißung, zwischen Deckel 20 und Gehäusewandung 16 ist nur im Bereich des äuße- ren Wandabschnitts 26 vorgesehen. Der Deckel 20 liegt auf der Stirnseite 30 des inneren Wandabschnitts 28 auf. Entsprechend wird zwischen dem De- ckel 20 und dem inneren Wandabschnitt 28 eine Stoßfuge gebildet.

Die Ausnehmung 24 ist bevorzugt als im Wesentlichen vertikal im Randbe- reich 18 verlaufende Nut ausgebildet. Ein zwischen dem äußeren Wandab- schnitt 26 und dem inneren Wandabschnitt 28 ausgebildeter Ausnehmungs- grund bzw. Nutgrund 34 ist hier beispielhaft im Wesentlichen horizontal aus- gebildet. Entsprechend weist die Ausnehmung 24 eine im Wesentlichen rechteckige Form auf. Es ist aber auch denkbar, dass der Nutgrund 34 ge- neigt oder gekrümmt ausgebildet ist, so dass die Ausnehmung 24 beispiel- weise U-förmig oder trapezförmig ausgebildet ist.

Die unter Bezugnahme auf die Figur 2 erläuterte Ausgestaltung des oberen Randbereichs 18 der Gehäusewandung 16 mit äußerem Wandabschnitt 26 und innerem Wandabschnitt 28 kann in analoger Weise auch auf einen unte- ren Randabschnitt der Gehäusewandung 16 angewendet werden, wenn der Gehäuseboden materialschlüssig mit der Gehäusewandung 16 verbunden werden soll bzw. ist. Die im Randbereich 18 vorgesehene Ausnehmung 24 dient insbesondere dazu, bei einem Trennvorgang zum Lösen des Deckels 20 von dem Grund- körper 15 bzw. der Gehäusewandung 16 anfallendes Material, wie etwa Späne oder Pulver, aufzunehmen bzw. aufzufangen, so dass dieses Material nicht in den Aufnahmeraum 22 des Gehäuses gelangt. Hierzu bildet der in- nere Wandabschnitt 28 eine Trennwand zwischen der Ausnehmung 24 und dem Aufnahmeraum 22 des Gehäuses.

Figur 3A zeigt beispielhaft einen Trennvorgang, bei dem eine Randbereich des Deckels 20 und ein Teil des äußeren Wandabschnitts 26 bzw. der Ver- schweißung 32 entfernt wird. Dieser Trennvorgang kann beispielsweise mit- tels einer Fräsvorrichtung oder dergleichen durchgeführt werden. Das Tren- nen erfolgt entlang des gesamten Umfangs des Gehäuses bis der Deckel 20 nur noch auf dem inneren Wandabschnitt 28 aufliegt, aber nicht mehr mit der Gehäusewandung 16 verbunden ist. Der Deckel 20 kann nach dem Trenn- vorgang einfach abgehoben werden, was gestrichelt dargestellt ist. Beim Trennvorgang entstehendes Material 36, wie etwa Späne, kann sich in der Ausnehmung 24 sammeln. Der innere Wandabschnitt 28, auf dem der De- ckel 20 aufliegt verhindert ein Eindringen von Material 36 in den Aufnahme- raum 22 des Gehäuses 10. Die Ausnehmung 24 ist auch so ausgeführt, dass beim Abheben des Deckels 20 keine Gefahr besteht, dass in der Ausneh- mung 24 gesammeltes Material 36 in den Aufnahmeraum 22 gelangen kann.

Ein alternativer Trennvorgang ist in Figur 3B dargestellt. Hier erfolgt das Trennen im Bereich des äußeren Wandabschnitts 26, beispielweise durch einen entlang des gesamten Umfangs des Gehäuses 10 ausgeführten Trennschnitt 38. Ein solcher Trennschnitt 38 kann beispielweise mittels eines Trenn sch leifers erzeugt werden. Auch bei dieser Art der Trennung von De- ckel 20 und Gehäusewandung 16 kann gegebenenfalls anfallendes Material 36 in der Ausnehmung 24 gesammelt werden. Beim Erzeugen eines Trenn- schnitts 38 mittels eines Trennschleifers wird abgetragenes Material in der Regel weggeschleudert. Die Ausnehmung 24 dient beim Trennvorgang ge- mäß Figur 3B nicht nur zum Sammeln von Material, sondern ermöglicht auch das vollständige Durchtrennen des äußeren Wandabschnitts 26, ohne dass der innere Wandabschnitt 28 beschädigt wird. Ferner kann die Ausnehmung auch eine kühlende Funktion aufweisen aufgrund von zirkulierender Luft.

Nachdem der Trennschnitt 38 entlang des gesamten Umfangs des Gehäu- ses 10 erfolgt ist, kann der Deckel 20 abgehoben werden, was gestrichelt dargestellt ist. In diesem Fall verbleiben am abgetrennten Deckel ein Teil 40 des äußeren Wandabschnitts 26 und die Verschweißung 32.

Die Ausnehmung 24 kann eine Breite BA aufweisen (Fig. 2), die etwa 20% bis 50%, vorzugsweise etwa 25% bis 35% der Dicke DG der Gehäusewan- dung 16 entspricht. Der äußere Wandabschnitt 26 kann eine Dicke DWa aufweisen, die gleich groß oder größer ist als eine Dicke Dwi des inneren Wandabschnitts 28. Das hier vorgestellte Konzept einer in einem Randbereich 18 der Gehäuse- wandung ausgebildeten Ausnehmung 24 ist konstruktiv einfach und bietet beim Trennen des Deckels von der Gehäusewandung die erforderliche Si- cherheit, dass kein Abriebmaterial in den Aufnahmeraum 22 des Gehäuses 10 gelangt. Die Ausgestaltung mit äußerem Wandabschnitt 26 und innerem Wandabschnitt 28 ermöglicht das selektive materialschlüssige Verbinden des Deckels nur mit dem äußeren Wandabschnitt 26. Somit sind sowohl die ma- terialschlüssige Verbindung zwischen Deckel 20 und Gehäusewandung 16, als auch die Ausnehmung 24, die als sogenannter Spanfänger dient, außer- halb des Aufnahmeraums 22 ausgebildet, so dass die Bereitstellung der Ausnehmung 24 als Spanfänger unabhängig vom Einbau der elektrischen Komponente 12 in dem Gehäuse 10 erfolgen kann.