MAURER, Jens (Platanenhof 1, Renningen, 71272, DE)
| Patentansprüche 1. Hybridantrieb eines Hybridfahrzeugs, mit einem Verbrennungsmotor, mindestens einer elektrischen Maschine und einem elektrischen Energiespeicher, der dann, wenn die oder jede elektrische Maschine motorisch betrieben wird, stärker entladbar, und dann, wenn die oder jede elektrische Maschine generatorisch betrieben wird, stärker aufladbar ist, wobei der oder jeder elektrischen Maschine jeweils ein Umrichter zugeordnet ist, der mit der jeweiligen elektrischen Maschine über eine Steckverbindung gekoppelt ist, und wobei dem elektrischen Energiespeicher ein Umrichter zugeordnet ist, der über eine Steckverbindung mit dem oder jedem Umrichter der oder jeder elektrischen Maschine gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckverbindungen (18, 19, 20) einerseits in mindestens einen Hochspannungskreis und andererseits in einen Schutzkreis geschaltet sind, wobei dann, wenn der Schutzkreis unterbrochen ist, die Steckver¬ bindungen (18, 19, 20) automatisch hochspannungsfrei sind. 2. Hybridantrieb nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder Hochspannungskreis einen Hochspannungsschalter (31) umfasst, wobei der Hochspannungsschalter (31) nur dann geschlossen ist und nur dann an den Steckverbindungen (18, 19, 20) eine Hochspannung bereitstellt, wenn der Schutzkreis geschlossen ist, und wobei dann, wenn der Schutzkreis unterbrochen ist, der Hochspannungsschalter (31) automatisch öffnet und die Steckverbindun¬ gen (18, 19, 20) automatisch hochspannungsfrei stellt. 3. Hybridantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hochspannungsschalter (31) als Hochspannungsrelais ausgebildet und dem Umrichter (14) des elektrischen Energiespeichers zugeordnet ist. 4. Hybridantrieb nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hochspannungsschalter (31) zwischen den Umrichter (14) des elektrischen Energiespeichers (13) und die Steckverbindung (18) geschaltet ist, über welche der Umrichter (14) des elektrischen Energiespeichers (13) mit dem oder jedem Umrichter (15, 16) der oder jeder elektrischen Maschine (11 , 12) gekoppelt ist. 5. Hybridantrieb nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an die Steckverbindung (18), über welche der Umrichter (14) des elektrischen Energiespeichers (13) mit dem oder jedem Umrichter (15, 16) der oder jeder e- lektrischen Maschine (11 , 12) gekoppelt ist, über mindestens einen Schutzschalter (34) und vorzugsweise ein Bordnetzsteuergerät (33) eine Hybridmanagementsteuergerät (32) gekoppelt ist, über welches bei geschlossenem Schutzkreis am Hochspannungsschalter (31) ein Signal zum Schließen desselben bereitstellbar ist. 6. Hybridantrieb nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem oder jedem Umrichter (15, 16) der oder jeder elektrischen Maschine (11, 12) ein Isolationswächter (35) gekoppelt ist, wobei dann, wenn der Isolationswächter (35) einen Isolationsfehler in einem Hochspannungskreis feststellt, der Hochspannungsschalter (31) automatisch öffnet. 7. Hybridantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Steckverbindungen (18, 19, 20) jeweils zwei Steckverbinderhälften (21 , 22) mit mehreren gegenseitig kontaktierbaren Anschlüssen aufweist, nämlich mit Hochspannungsanschlüssen (28) und Schutzkreisanschlüssen (29), wobei die Schutzkreisanschlüsse (29) kürzer ausgeführt sind als die Hochspannungsanschlüsse (28), sodass beim Lösen einer Steckverbindung (18, 19, 20) die Schutz¬ kreisanschlüsse (29) vor den Hochspannungsanschlüssen (28) trennen. 8. Hybridantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe mehrere elektrische Maschinen (11 , 12) aufweist, wobei jeder elektrischen Maschine jeweils ein Umrichter (15, 16) zugeordnet ist, wobei die Umrichter der elektrischen Maschinen über eine gemeinsame Steckverbindung (18) mit dem Umrichter (14) des elektrischen Energiespeichers und über separate Steckverbindungen (19, 20) mit der jeweiligen elektrischen Maschine gekoppelt sind. 9. Hybridantrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Schutzkreisanschlüsse (29) derjenigen Steckverbindungen (19, 20), über welche die Umrichter (15, 16) der elektrischen Maschinen (11 , 12) mit der jeweiligen elektrischen Maschine gekoppelt sind, unter Ausbildung des Schutzkreises direkt miteinander verbunden sind. Hybridantrieb nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits Schutzkreisanschlüsse (29) von Steckverbinderhälften (21) unterschiedlicher Steckverbindungen und andererseits Schutzkreisanschlüsse (29) derselben Steckverbinderhälften (22) derselben Steckverbindungen direkt miteinander verbunden sind. |
Die Erfindung betrifft einen Hybridantrieb eines Hybridfahrzeugs nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der Praxis sind Kraftfahrzeuge mit einem Hybridantrieb bekannt. Ein Hybridantrieb verfügt neben einem Verbrennungsmotor über mindestens eine elektrische Maschine, die generatorisch oder motorisch betrieben werden kann. Mit der oder jeder elektrischen Maschine wirkt ein elektrischer Energiespeicher zusammen, der dann, wenn die oder jede elektrische Maschine motorisch betrieben wird, stärker entladen wird, und dann, wenn die oder jede elektrische Maschine generatorisch betrieben wird, stärker aufgeladen wird. Dem elektrischen Energiespeicher eines Hybridfahrzeugs ist ein Umrichter zugeordnet. Weiterhin ist der oder jeder elektrischen Maschine jeweils ein Umrichter zugeordnet.
Der dem elektrischen Energiespeicher zugeordnete bzw. mit demselben zusammen ¬ wirkende Umrichter ist über eine Steckverbindung mit dem oder jedem Umrichter der oder jeder elektrischen Maschine gekoppelt. Ebenso ist der oder jeder Umrichter der oder jeder elektrischen Maschine über eine Steckverbindung mit der jeweiligen elektri ¬ schen Maschine gekoppelt. Bei diesen Steckverbindungen handelt es ich um elektri ¬ sche Steckverbindungen, über die Spannungen von mehreren hundert Volt übertragen werden müssen.
Dann, wenn am Hybridantrieb Servicearbeiten bzw. Wartungsarbeiten ausgeführt wer ¬ den, muss auch auf die obigen Steckverbindungen zugegriffen werden. Dabei ist es von Bedeutung, dass eine auf die Steckverbindungen zugreifende Person bei der Aus ¬ führung von Wartungsarbeiten bzw. Servicearbeiten nicht durch hohe Spannungen ge- fährdet wird. Bislang sind keine Hybridantriebe bekannt, mit denen dies einfach und zuverlässig gewährleistet werden kann.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zu Grunde einen neuartigen Hybridantrieb eines Hybridfahrzeugs zu schaffen.
Dieses Problem wird durch einen Hybridantrieb gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß sind die Steckverbindungen einerseits in mindestens einen Hochspannungskreis und andererseits in einen Schutzkreis geschaltet, wobei dann, wenn der Schutzkreis unterbrochen ist, die Steckverbindungen automatisch hochspannungsfrei sind.
Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Steckverbindungen, nämlich einerseits die Steckverbindung, über die der Umrichter des elektrischen Energiespeichers mit dem oder jedem Umrichter der oder jeder elektrischen Maschine gekoppelt ist, und andererseits die oder jede Steckverbindung, die der Koppelung des oder jedes Umrichters der oder jeder elektrischen Maschine mit der jeweiligen elektrischen Maschine dient, sowohl in mindestens einen Hochspannungskreis als auch in einen Schutzkreis geschaltet sind. Dann, wenn der Schutzkreis unterbrochen ist, sind die Steckverbindungen automatisch hochspannungsfrei. Hierdurch kann mit einfachen Mitteln sicher vermieden werden, dass eine zu Wartungsarbeiten bzw. Servi ¬ cearbeiten auf die Steckverbindungen zugreifende Person durch Hochspannungen von mehreren hundert Volt gefährdet wird.
Vorzugsweise umfasst der oder jeder Hochspannungskreis einen Hochspannungsschal ¬ ter, der zwischen den Umrichter des elektrischen Energiespeichers und diejenige Steckverbindung, über welche der Umrichter des elektrischen Energiespeichers mit dem oder jedem Umrichter der oder jeder elektrischen Maschine gekoppelt ist, geschaltet ist, wobei der Hochspannungsschalter nur dann geschlossen ist und nur dann an den Steckverbindungen eine Hochspannung bereitstellt, wenn der Schutzkreis geschlossen ist, und wobei dann, wenn der Schutzkreis unterbrochen ist, der Hochspannungsschalter automatisch öffnet und die Steckverbindungen automatisch hochspannungsfrei stellt.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung verfügt jede der Steckverbindungen über jeweils zwei Steckverbinderhälften mit mehreren gegenseitig kontaktierbaren Anschlüssen, nämlich mit Hochspannungsanschlüssen und Schutzkreisanschlüssen, wobei die Schutzkreisanschlüsse kürzer ausgeführt sind als die Hochspannungsanschlüsse, sodass beim Lösen einer Steckverbindung die Schutzkreisanschlüsse vor den Hochspannungsanschlüssen trennen.
Bedingt dadurch, dass die Schutzkreisanschlüsse der Steckverbinderhälften der Steckverbindungen gegenüber den Hochspannungsanschlüssen derselben verkürzt ausgebildet sind, wird gewährleistet, dass beim Zugriff auf eine geschlossene Steckverbindung zum Öffnen derselben zunächst die Schutzkreisanschlüsse und erst dann die Hochspannungsanschlüsse trennen. Beim Zugriff auf eine geöffnete Steckverbindung zum Schließen derselben werden die Schutzkreisanschlüsse erst nach den Hochspannungsanschlüssen verbunden. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass erst dann an den Hochspannungsanschlüssen von Steckverbinderhälften einer Steckverbindung eine Hochspannung bereitgestellt wird, wenn die Steckverbinderhälften der Steckverbindung soweit geschlossen sind, dass nicht nur die Hochspannungsanschlüsse, sondern auch die Schutzkreisanschlüsse der Steckverbinderhälften kontaktiert sind. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Hybridantriebs.
Die hier vorliegende Erfindung betrifft einen Hybridantrieb eines Hybridfahrzeugs.
Fig. 1 zeigt eine schematisierte Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfin ¬ dungsgemäßen Hybridantriebs eines Hybridfahrzeugs, wobei der Hybridantrieb des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 einen Verbrennungsmotor 10, zwei elektrische Ma ¬ schinen 11 und 12 sowie einen elektrischen Energiespeicher 13 umfasst. Die Anzahl der elektrischen Maschinen kann variieren. So kann der Hybridantrieb auch nur eine elektrische Maschine umfassen.
Dann, wenn die elektrischen Maschinen 11 und 12 des Hybridantriebs motorisch be ¬ trieben werden, wird der elektrische Energiespeicher 13 von denselben stärker entladen. Dann hingegen, wenn die elektrischen Maschinen 11 und 12 generatorisch betrie ¬ ben werden, kann der elektrische Energiespeicher 13 von denselben stärker aufgeladen werden.
Dem elektrischen Energiespeicher 13 ist ein Umrichter 14 zugeordnet. Ferner ist jeder elektrischen Maschine 11 und 12 jeweils ein Umrichter 15 bzw. 16 zugeordnet, die in Fig. 1 zu einer Umrichtereinheit 17 zusammengefasst sind.
Der Umrichter 14, der dem elektrischen Energiespeicher 13 zugeordnet ist bzw. mit demselben zusammenwirkt, ist über eine Steckverbindung 18 mit der Umrichtereinheit 17 und damit den beiden Umrichtern 15, 16 der elektrischen Maschinen 11 und 12 gekoppelt. Die mit den elektrischen Maschinen 11 und 12 zusammenwirkenden bzw. denselben zugeordneten Umrichter 15, 16 sind mit den elektrischen Maschinen 11 , 12 über Steckverbindungen 19 und 20 gekoppelt. Bei diesen Steckverbindungen 18, 19 und 20 handelt es sich um elektrische Steckverbindungen, über die Hochspannungen von mehreren hundert Volt zwischen dem elektrischen Energiespeicher 13 und den elektrischen Maschinen 11 und 12 des Hybridantriebs übertragen werden müssen.
Die Steckverbindungen 18, 19 und 20 werden jeweils von zwei Steckverbinderhälften 21 und 22 gebildet. Dann, wenn der Umrichter 14 des elektrischen Energiespeichers 13 an die Umrichter 15, 16 der elektrischen Maschinen 11 und 12 gekoppelt ist, sind die beiden Steckverbinderhälften 21 und 22 des Steckverbinders 18 zusammengesteckt. Dann hingegen, wenn der Umrichter 14 des elektrischen Energiespeichers 13 von den Umrichtern 15, 16 der elektrischen Maschinen 11 , 12 abgekoppelt ist, sind die beiden Steckverbinderhälften 21 , 22 der Steckverbindung 18 getrennt. Auf analoge Art und Weise ist durch Zusammenstecken bzw. Trennen der Steckverbinderhälften 21 und 22 der Steckverbindungen 19 und 20 jede der elektrischen Maschinen 11 und 12 an ihren Umrichter 15 bzw. 16 koppelbar bzw. von demselben trennbar.
Wie bereits ausgeführt, werden zwischen dem elektrischen Energiespeicher 13 und den elektrischen Maschinen 11 und 12 und damit über die Umrichter 14, 15 und 16 sowie Steckverbindungen 18, 19 und 20 Hochspannungen von mehreren hundert Volt übertragen. So kann Fig. 1 entnommen werden, dass zwischen dem elektrischen E- nergiespeicher 13 und dem mit demselben zusammenwirkenden Umsetzer 14 drei Hochspannungsleitungen 23 verlaufen, über die dreiphasiger Drehstrom zwischen dem elektrischen Energiespeicher 13 und dem Umrichter 14 übertragen werden kann. Ebenso verlaufen zwischen den Steckverbindungen 19 und 20, nämlich den Steckverbinderhälften 22 derselben, und den elektrischen Maschinen 11 und 12 jeweils drei Hochspannungsleitungen 24 bzw. 25, über die ebenfalls dreiphasiger Drehstrom übertragen werden kann.
Zwischen dem Umrichter 14 der elektrischen Maschine 13 und der Steckverbindung 18, nämlich der Steckverbinderhälfte 21 derselben, sowie zwischen den Umrichtern 15, 16 der elektrischen Maschinen 11 , 12 und der Steckverbindung 18, nämlich der Steckverbinderhälfte 22 derselben, verlaufen hingegen jeweils zwei Hochspannungsleitungen 26 bzw. 27, über die zweiphasiger Gleichstrom übertragen werden kann.
Zum Anschluss dieser Hochspannungsleitungen 26, 27, 24 und 25 an die jeweiligen Steckverbinderhälften 21 bzw. 22 der jeweiligen Steckverbindungen 18, 19 und 20 umfassten dieselben Hochspannungsanschlüsse 28.
Wie bereits erwähnt, müssen über die Steckverbindungen 18, 19 und 20 Hochspannungen von mehreren hundert Volt übertragen werden. Um nun eine Gefährdung einer an einem Hybridantrieb arbeitenden Person durch Hochspannung zu vermeiden, sind erfindungsgemäß die Steckverbindungen 18, 19 und 20 nicht nur in die Hochspannungskreise bzw. Hochspannungsleitungen 26, 27, 24 bzw. 25 , über die Hochspannungen zwischen dem elektrischen Energiespeicher 13 und den elektrischen Maschinen 11 und 12 übertragen werden können, geschaltet, sondern vielmehr zusätzlich in einen Schutzkreis, wobei dann, wenn der Schutzkreis unterbrochen ist, die Steckverbindungen 18, 19 und 20 automatisch hochspannungsfrei sind.
Greift demnach eine an einem Hybridantrieb arbeitende Person auf eine Steckverbin ¬ dung 18, 19 bzw. 20 zu, so ist erfindungsgemäß gewährleistet, dass die Steckverbin ¬ dungen 18, 19 und 20 hochspannungsfrei sind, sodass dann keinerlei Gefahr besteht, dass eine auf eine Steckverbindung 18, 19 bzw. 20 zugreifende Person durch Hochspannung gefährdet wird.
Zur Einbindung der Steckverbindungen 18, 19 und 20 in den Schutzkreis verfügen dieselben neben den Hochspannungsanschlüssen 28 über Schutzkreisanschlüsse 29. So kann Fig. 1 entnommen werden, dass jede Steckverbinderhälfte 21 bzw. 22 der Steckverbindungen 18, 19 und 20 jeweils zwei Schutzkreisanschlüsse 29 aufweist. An diese Schutzkreisanschlüsse 29 sind zur Ausbildung des Schutzkreises Schutzkreisleitungen 30 angeschlossen.
Gemäß Fig. 1 greift an einem ersten Schutzkreisanschluss 29 der Steckverbinderhälfte 21 der Steckverbindung 18 eine Schutzkreisleitung 30, die an einen Hochspannungsschalter 31 angeschlossen ist, wobei der Hochspannungsschalter 31 auch an eine der Hochspannungsleitungen 26 gekoppelt ist.
An den anderen Schutzkreisanschluss 29 dieser Steckverbinderhälfte 21 der Steckverbindung 18 greift über eine Schutzkreisleitung 30 ein Hybridmanagementsteuergerät 32 an, nämlich unter Zwischenschaltung eines Boardnetzsteuergeräts 33 sowie unter Zwischenschaltung von zwei Schutzschaltern 34. Bei einem der Schutzschalter 34 handelt es sich vorzugsweise um einen Schlüsselschalter.
Die Schutzkreisanschlüsse 29 der Steckverbinderhälfte 22 der Steckverbindung 18 sind über Schutzkreisleitungen 30 an Schutzkreisanschlüsse 29 der Steckverbinderhälften 21 der beiden Steckverbindungen 19 und 20 angeschlossen, nämlich derart, dass ein erster Schutzkreisanschluss 29 der Steckverbinderhälfte 22 der Steckverbindung 18 an einen Schutzkreisanschluss 29 der Steckverbinderhälfte 21 der Steckverbindung 19 und ein zweiter Schutzkreisanschluss 29 der Steckverbinderhälfte 22 der Steckverbindung 18 an einen Schutzkreisanschluss 29 der Steckverbinderhälfte 21 der Steckverbindung 20 angeschlossen ist.
Die beiden anderen Schutzkreisanschlüsse 29 dieser Steckverbinderhälften 21 der beiden Steckverbinder 19 und 20 sind durch eine Schutzkreisleitung 30 brückenartig verbunden.
Im Bereich der Steckverbinderhälften 22 der beiden Steckverbindungen 19 und 20 sind jeweils die beiden Schutzkreisanschlüsse 29 der Steckverbinderhälften 22 über eine Schutzkreisleitung 30 verbunden bzw. kurzgeschlossen.
Nur dann, wenn der auf die obige Art und Weise bereitgestellte Schutzkreis geschlossen ist, kann durch Bereitstellen eines entsprechenden Signals über das Hybridmanagementsteuergerät 32 der Hochspannungsschalter 31 geschlossen werden, um an den Steckverbindungen 18, 19 und 20 Hochspannung bereitzustellen.
Ist hingegen der Schutzkreis geöffnet, und zwar entweder durch Öffnen einer Steckverbindung 18, 19 oder 20 und/oder durch Öffnen eines Schutzschalters 34 und/oder durch entsprechende Beeinflussung über das Boardnetzsteuergerät 33 bzw. das Hybridmanagementsteuergerät 32, so ist der Hochspannungsschalter 31 automatisch geöffnet und die Steckverbindungen 18, 19 und 20 sind automatisch hochspannungsfrei gestellt.
Beim Hochspannungsschalter 31 handelt es sich vorzugsweise um ein Hochspannungsrelais, das, wie bereits erwähnt, dem Umrichter 14 des elektrischen Energiespeichers 13 zugeordnet ist und zwischen den Umrichter 14 des elektrischen Energie ¬ speichers 13 und die Steckverbindung 18 geschaltet ist, über welche der Umrichter 14 des elektrischen Energiespeichers 13 mit den Umrichtern 15, 16 der elektrischen Maschinen 11 , 12 gekoppelt ist.
Dann, wenn zum Beispiel ein Schutzschalter 34 geöffnet ist, ist der Schutzkreis geöffnet und der Hochspannungsschalter 31 automatisch geöffnet, sodass dann an den Steckverbindungen 18, 19 und 20 keine Hochspannung anliegt.
Wird auf eine der Steckverbindungen 18, 19 und 20 zugegriffen und eine dieser Steckverbindungen 18, 19 oder 20 getrennt, so ist ebenfalls der Schutzkreis geöffnet, wobei dann automatisch der Hochspannungsschalter 31 öffnet und sämtliche Steckverbindungen 18, 19 und 20 hochspannungsfrei stellt.
Die den Steckverbinderhälften 21 und 22 der Steckverbindungen 18, 19 und 20 zugeordneten Schutzkreisanschlüsse 29 sind gegenüber den Hochspannungsanschlüssen 28 vorzugsweise verkürzt ausgeführt. Hierdurch ist gewährleistet, dass dann, wenn eine Steckverbindung 18, 19 bzw. 20 getrennt wird, die Schutzkreisanschlüsse 29 vor den Hochspannungsanschlüssen 28 trennen, sodass demnach der Schutzkreis unterbrochen und die Hochspannungsanschlüsse 28 hochspannungsfrei sind, bevor die Hochspannungsanschlüsse 28 trennen und zugänglich sind. Umgekehrt kontaktieren die Schutzkreisanschlüsse 29 beim Zusammenstecken von Steckverbinderhälften 21 und 22 erst nach dem Hochspannungsanschlüssen 28, sodass auch beim Zusammen ¬ stecken von Steckverbinderhälften 21 und 22 einer Steckverbindung 18, 19 bzw. 20 keine Gefahr besteht, dass unter Hochspannung stehende Hochspannungsanschlüsse 28 zugänglich sind.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Umrichtereinheit 17, die die beiden Umrichter 15 und 16 der beiden elektrischen Maschinen 11 und 12 um- fasst, ein Isolationswächter 35 zugeordnet, der mit dem Hybridmanagementsteuerge- rät 32 über eine Leitung 36 gekoppelt ist. Mithilfe des Isolationswächters 35 kann ü- berwacht werden, ob in einem Hochspannungskreis ein Isolationsfehler vorliegt. Erkennt der Isolationswächter 35 das Vorliegen eines Isolationsfehlers, so überträgt derselbe ein entsprechendes Signal an das Hybridmanagementsteuergerät 32, dass dann automatisch über die Schutzkreisleitung 30 am Hochspannungsschalter 31 ein Signal zum automatischen Öffnen desselben bereitstellt, sodass dann bei einem Isolationsfehler der Hochspannungsschalter 31 automatisch öffnet, sodass dann keine Hochspannung mehr vom elektrischen Energiespeicher 13 in Richtung auf die elektrischen Maschinen 11 und 12 übertragen werden kann.
Die hier vorliegende Erfindung schlägt demnach einen Hybridantrieb mit einem Sicherheitskonzept vor, mit dem gewährleistet werden kann, dass Gefährdungen durch Hochspannungen ausgeschlossen werden. Dann, wenn ein Schutzkreis geschlossen und weiterhin ein Hochspannungsschalter 31 geschlossen ist, kann Hochspannung vom elektrischen Energiespeicher 13 in Richtung auf die elektrischen Maschinen 11 und 12 sowie umgekehrt übertragen werden. Wird hingegen der Hochspannungsschalter 31 und/oder der Schutzkreis geöffnet, so ist automatisch die Übertragung von Hochspannung vom elektrischen Energiespeicher 13 in Richtung auf die elektrischen Motoren 1 1 bzw. 12 unterbrochen.
Das erfindungsgemäß vorgeschlagene Sicherheitskonzept ist für einen Hybridantrieb eines Hybridfahrzeugs dargelegt worden. Selbstverständlich ist dieses Sicherheitskonzept auch für ein reines Elektrofahrzeug verwendbar, welches von einer oder mehreren elektrischen Maschinen angetrieben wird. Die dargelegten Vorteile bleiben dabei erhalten.
