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Patent Searching and Data


Title:
HYDRAULIC CIRCUIT FOR LONGWALL MINING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/006461
Kind Code:
A2
Abstract:
A hydraulic circuit for longwall support for use in underground mining for supporting a longwall by means of a plurality of support shields comprises a pressure monitoring device in the pressure line between the load maintaining valve and the shield control valve. Said pressure monitoring device can be a device for monitoring the piston position of the shield control valve which device signals a deviation of the set position predetermined by the shield control device from the measured actual position of the piston of the shield control valve in the form of a deviation signal. It may also be a pressure sensor which signals the deviation of the set pressure predetermined by the shield control device from the measured actual pressure in the form of a deviation signal. Signaling can be acoustic or optical.

Inventors:
WEIGEL, Wilfried (Heinrich-von-Kleist-Str. 10, Werne, 59368, DE)
WÜLFING, Gerhard (Elsternweg 15, Velbert, 42555, DE)
RAHMS, Peter (An der Berkel 3, Billerbeck, 48727, DE)
Application Number:
DE2010/000685
Publication Date:
January 20, 2011
Filing Date:
June 18, 2010
Export Citation:
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Assignee:
TIEFENBACH CONTROL SYSTEMS GMBH (Rombacher Hütte 18a, Bochum, 44795, DE)
WEIGEL, Wilfried (Heinrich-von-Kleist-Str. 10, Werne, 59368, DE)
WÜLFING, Gerhard (Elsternweg 15, Velbert, 42555, DE)
RAHMS, Peter (An der Berkel 3, Billerbeck, 48727, DE)
International Classes:
E21D23/26
Domestic Patent References:
2005-06-16
Foreign References:
DE19842460A11999-03-25
US5060556A1991-10-29
US20040258487A12004-12-23
DE102006055393A12007-11-08
DE10207698A12002-10-24
DE102004017712A12004-12-09
DE3804848A11989-08-31
Attorney, Agent or Firm:
KRIENEN PFINGSTEN TRUSKOWSKI (Königstr. 49, Remscheid, 42853, DE)
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Claims:
Ansprüche:

1. Hydraulische Schaltung für den Strebausbau im Untertage-Bergbau zur Abstützung eines Strebs mit einer Vielzahl von Ausbauschilden, von welchen jeder Ausbauschild mit hydraulischen Zylinder/Kolbeneinheiten zur Durchführung der Ausbaufunktionen des Raubens, Schreitens, Setzens bestückt ist, wobei jede Zylinder/Kolbeneinheit über ein entsperrbares Rückschlagventil (Lasthalteventil) und eine Druckleitung mit einem Schildsteuerventil verbunden und nach Vorgabe der jedem Ausbauschild zugeordneten Schildsteuereinrichtung durch das

Schildsteuerventil mit der Pumpenleitung oder bei gleichzeitigem Entsperren des Rückschlagventils mit der Rücklaufleitung verbindbar oder durch das

Rückschlagventil gegenüber der Druckleitung sperrbar ist,

dadurch gekennzeichnet, daß

in die Druckleitung (6) zwischen dem Rückschlagventil (14) und dem

Schildsteuerventil (3) eine Drucküberwachungseinrichtung (7) eingeschaltet ist.

2. Hydraulische Schaltung nach Anspruch 1

dadurch gekennzeichnet, dass

die Drucküberwachungseinrichtung (7) eine Einrichtung zur Überwachung der Kolbenstellung des Schildsteuerventils (3) ist, welche die Abweichung der durch die Schildsteuereinrichtung (3,5) vorgegebenen Sollposition von der gemessenen Istposition des Kolbens des Schildsteuerventils (3) als Abweichsignal signalisiert.

3. Hydraulische Schaltung nach Anspruch 1

dadurch gekennzeichnet, dass

die Drucküberwachungseinrichtung (7) ein Drucksensor in der Druckleitung zwischen dem Schildsteuerventil (3) und dem entsperrbaren Rückschlagventil (14) ist, welcher die Abweichung des durch die Schildsteuereinrichtung (3,5) vorgegebenen Solldrucks von dem gemessenen Istdruck als Abweichsignal signalisiert.

4. Hydraulische Schaltung nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet, dass ein akustisches oder optisches Signal ausgegeben wird, wenn das Abweichsignal einen vorgegebenen Schwellwert übersteigt.

5. Hydraulische Schaltung nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

über die Schildsteuereinrichtung (3,5) die Zylinder/Kolbeneinheit(4) drucklos geschaltet wird, wenn das Abweichsignal einen vorgegebenen Schwellwert übersteigt.

6. Hydraulische Schaltung nach Anspruch 1

dadurch gekennzeichnet, dass

die Drucküberwachungseinrichtung (7) ein Druckschalter ist.

7. Hydraulische Schaltung nach Anspruch 1

dadurch gekennzeichnet, dass

mehrere Schildsteuerventile (3) in einem Ausbauschild zu einer Baueinheit (Ventilblock) zusammengefasst sind, dass die Druckleitungen von jedem der Schildsteuerventile zu der zugeordneten Zylinder/Kolbeneinheit (4) eine

Drucküberwachungseinrichtung (7) enthalten, welche in einem

Überwachungsbauteil (8) zusammengefasst sind, dass das Überwachungsbauteil mit den Hydraulikanschlüssen für die Zugänge und Abgänge der Druckleitungen von den Schildsteuerventilen zu der Drucküberwachungseinrichtung und von der Drucküberwachungseinrichtung zu dem Rückschlagventil der zugeordneten Zylinder/Kolbeneinheit versehen ist, und dass das Überwachungsbauteil über eine gemeinsame Busleitung (9), an welche alle zugeordneten

Drucküberwachungseinrichtungen (7) angeschlossen sind, mit der

Schildsteuereinrichtung (11) verbunden ist, und dass jede

Drucküberwachungseinrichtung (7) von der Schildsteuereinrichtung (11) mittels eines jeder Drucküberwachungseinrichtung individuellen Codewortes zur Abfrage des Drucksignals ansprechbar ist.

8. Hydraulische Schaltung nach Anspruch 1

dadurch gekennzeichnet, dass

auch die Ringkolben-Leitung (10) einer jeden Zylinder/Kolbeneinheit () durch einen Drucksensor (19) überwacht wird, über welchen bei Erreichen eines vorgegebenen Höchstdrucks das ganze Streb drucklos schaltbar ist.

Description:
Hydraulische Schaltung für den Strebausbau

Die Erfindung betrifft eine Hydraulische Schaltung für den Strebausbau mittels einer Ausbaueinrichtung (Ausbauschild) für den Untertage-Bergbau nach dem Oberbegriff des Anspruch 1.

Derartige Schaltungen sind allgemein bekannt und im Einsatz. Es handelt sich um durch Eigendruck gesteuerte Hydraulikanlagen. Bei diesen wird der Pumpendruck des Hydraulikkreislaufs benutzt, um auch die hydraulische Vorsteuerung der Ventile durchzuführen. Diese Verfahrensweise hat sich bei der Ausbausteuerung durchgesetzt. Sie erlaubt, mit nur zwei Versorgungsleitungen im Streb

auszukommen. Im Gegensatz dazu werden bei fremdgesteuerten Systemen die hydraulischen Vorsteuerbefehle über separate, unabhängig vom Lastdruck oder Pumpendruck arbeitende Steuerventile erzeugt, welche über separate

Druckleitungen mit Druckmittel versorgt werden.. Zu einem derartigen System gehört allerdings auch eine getrennte Rücklaufführung aller Steuervolumina. Auch hierdurch wird der Verschlauchungsaufwand erhöht. Bei auftretenden Fehlern ist die Fehlerortung sehr schwierig, da nicht auszuschließen ist, dass sich die beiden Druckversorgungen, d.h. Arbeitsdruckversorgung und

Vorsteuerdruckversorgung gegenseitig beeinflussen. Auch die

Ventilkonstruktionen sind durch das Erfordernis der Abkopplung des

Arbeitsdruckes vom Vorsteuerdruck insbesondere hinsichtlich Druckausgleich und Dichtung technisch wesentlich aufwendiger.

Die hohen Sicherheitsstandards im Bergbau bedingen andererseits auch bei Eigendruck gesteuerten Hydraulikanlagen angesichts der hohen Komplexität und der Vielzahl der in einem Streb befindlichen Steuerelemente und Schaltelemente, insbesondere Steuerventile und Lasthalteventile einen großen Aufwand an Schutzmaßnahmen. Dabei gilt der Grundsatz, dass die Hydraulikanlage für den Schildausbau zu gewährleisten hat, dass trotz der grossen Zahl von möglichen Betriebszuständen einschließlich nicht erlaubter Betriebszustände oder unplanmäßiger Störungen sich das Unter-Tage-Personal auch im Strebbereich unter den Schilden sicher aufhalten kann.

Durch WO2005054629 ist eine vergleichbare hydraulische Schaltung bekannt, bei welcher das Vorhandensein eines vorgegebenen Mindestdrucks in der Strebversorgungsleitung 1 , welche die hydraulisch betätigten

Zylinder/Kolbeneinheiten über eine Pump - Stichleitung und die zugeordneten hydraulischen Steuerventile mit der Pumpe verbindet, durch Drucksensoren überwacht, wird, welche zur Abschaltung mit der elektrischen Steuereinheit (5) verbunden sind.

Hiermit wird gewährleistet, dass insbesondere beim Anlaufen der Pumpe die zugeordneten hydraulischen Steuerventile durch Eigendruck erst betätigt werden, wenn der aufgebaute Druck auch zur Abstützung des Gebirges ausreicht. Es kann aber das unbeabsichtigte Aufsteuern der steuerbaren Rückschlagventile, welche die Zylinder/Kolbeneinheiten gegen den Gebirgsdruck geschlossen halten, nach dem ordnungsgemäßen Anlaufen der Pumpe und insbesondere nicht bei den erwähnten Unregelmäßigkeiten innerhalb eines einzigen

Ausbaugestells verhindert werden.

Durch die DE 102004 017 712 A1 ist eine vergleichbare hydraulische Schaltung bekannt, bei welcher die Kraftgeber eines jeden Ausbaugestells und ihre jeweiligen Steuerventile mit der Rücklaufleitung über eine gemeinsame

Gruppen - Rücklaufleitung verbunden sind und ein dem Ausbaugestell

zugeordnetes Gruppen - Sperrventil in Abhängigkeit von dem Hydraulikstrom in der Gruppen - Rücklaufleitung bei Abfall des Hydraulikstroms unter einen

Grenzwert im Sperrsinne geschaltet. Hier erfolgt also die Drucklos-Schaltung des Ausbaugestellts in Abhängigkeit von einem Volumenstrom. Dadurch lassen sich jedoch irreguläre Druckzustände im Vorlauf oder im Rücklauf nicht vermeiden, so dass es zu ungewollten und unzulässigen Schaltungen und insbesondere zur Entsperrung des den Gebirgsdruck haltenden Rückschlagventils kommen kann.

Daher ist trotz dieser Schutzmaßnahmen beobachtet worden, dass ungewollte

Funktionen ausgelöst oder ausgeführt werden, welche die Sicherheit negativ beeinflussen.

Ursache können sein: Undichte Ventile, die den Druck zu den Haltezylindern oder

Arbeitszylindern des Ausbauschilds/ der Ausbauschilde freigeben; im geöffneten

Zustand/ offen klemmende Ventile; offen klemmende Vorsteuerventile; ein

Rücklaufstau, welcher -bedingt durch das Flächenverhältnis der Steuerkolben- Sicherheitsventile oder Lasthalteventile/entsperrbare Rückschlagventile ungewollt öffnen und/ oder das Ausfahren von Zylinder/Kolbeneinheiten bewirken kann. Aufgabe der Erfindung ist, die im Einsatz befindlichen durch Eigendruck gesteuerten Hydraulikanlagen so auszugestalten, dass derartige

lebensgefährliche und kostspielige Störungen nicht vorkommen können, wobei auch die Nachrüstung bestehender Anlagen ohne wesentlichen Umbauaufwand ermöglicht wird.

Die Lösung nach Anspruch 1 beruht auf der unerwarteten Erkenntnis, dass die hydraulische Situation zwischen Steuerventilen und Lasthalteventilen/

entsperrbaren Rückschlagventilen für die Sicherheit des hydraulischen Teils der Ausbausteuerung von besonderer und ausschlaggebender Bedeutung ist.

Durch die vorgeschlagene Drucküberwachung an dieser Stelle werden auch im Fall von Störungen der Pumpanlage, auch bei Not - Ausschaltung der gesamten elektrischen und hydraulischen Steuerung und auch bei sehr hohen

Gebirgsdrücken, denen die Lasthalteventile nicht gewachsen sind,

unvorhergesehene Betriebszustände, bei denen Druckverhältnisse zustande kommen, die für die hydraulische Vorsteuerung, d.h. Öffnung wichtiger Ventile ausreichen, verhindert.

Die vorgeschlagene Drucküberwachungseinrichtung kann eine Funktion in der hydraulischen Schaltung haben. Sie kann jedoch auch benutzt werden, um lediglich irreguläre Druckverhältnisse für den Betreiber, d.h. zu der betroffenen Stebsteuereinheit oder zu der Zentralsteuereinheit zu signalisieren. Auch wird nicht jeder geringe Druck signalisiert sondern eine Schwelldruck ermittelt und vorgegeben, ab welchem unsischere Betriebsverhältnisse der Hydraulikanlage des Strebausbaus zu erwarten sind. Die Ausbildung der Erfindung nach Anspruch 2 vermeidet einen besonderen Aufwand für die Drucküberwachungseinrichtung und sieht hierfür lediglich die Überwachung der Kolbenstellung des

Schildsteuerventils vor.

Die Ausbildung der Erfindung nach Anspruch 2 geht davon aus, dass völlig drucklose Zustände nicht vorliegen werden und es daher lediglich darauf ankommt, eine Druckhöhe zu vermeiden, bei welcher ungewollte Schaltvorgänge eintreten können. Wie durch Anspruch 4 vorgeschlagen, können bei Überschreiten eines

unzulässigen Drucks lediglich akustische oder optische Signale ausgegeben werden, die ein Eingreifen des Betreibers veranlassen.

Die Erfindung gibt jedoch auch die Möglichkeit, höchsten

Sicherheitsanforderungen zu entsprechen, indem die Überschreitung eines unzulässigen Drucks automatisch solche Betriebszustände, die zu gefährlichen Situationen führen können, insbesondere den Druckbetrieb der

Zylinder/Kolbeneinheit verhindert.

In der Weiterbildung nach Anspruch 6 wird eine preiswerte und robuste

Ausführung eines Drucksensors angegeben, die den Anforderungen der

Erfindung genügt.

In der Weiterbildung nach Anspruch 7 wird auch die Ringkolben-Leitung (10) einer jeden Zylinder/Kolbeneinheit () durch einen Drucksensor () überwacht.

Durch diesen wird bei Erreichen eines vorgegebenen Höchstdrucks das ganze Streb drucklos geschaltet, so dass insbesondere die Entsperrung der den

Gebirgsdruck haltenden Rückschlagventile nicht mehr erfolgen kann.

Durch der bereits genannten WO2005054629 wird das Vorhandensein eines vorgegebenen Höchstdrucks in der Rücklaufsammelleitung wird im Abstand von einem oder mehreren Ausbaugestellen durch Drucksensoren (8, 7), welche zur Abschaltung mit der elektrischen Steuereinheit (5) verbunden sind, überwacht. Im Unterschied dazu ist erfindungsgemäß der Drucksensor zwischen

Zylinder/Kolbeneinheit und dem Anschluß jedes Ausbaugestells in die

Rücklaufsammelleitung vorgesehen. Erst dadurch wird es möglich zu

überwachen, dass das entsperrbare Rückschlagventil nicht durch einen

plötzlichen Rücklaufstau und den dabei ansteigenden Druck entsperrt wird. Die Entsperrung des entsperrbaren Rückschlagventil erfolgt typischer Weise bei einem Druck von 80bar, so dass der zulässige Höchstdruck geringer, z.B. auf 50bar festgesetzt werden muß.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei zeigen Figur 1 A, 1 B Die elektrisch/ hydraulische Schaltung eines

Ausbaugestells in einem Streb

Figur 2 Die Ventile für einen Kraftgeber eines Ausbaugestells

In der Zeichnung stellen die Bezugszeichen dar:

1. die Strebversorgungsleitung (Pumpen - Sammelleitung.Voriauf), die sich über einen Teil des Strebs oder die gesamte Streblänge erstreckt und die an die Pumpenstation angeschlossen ist.

2. die Sammelrücklaufleitung (Rücklauf - Sammelleitung, Rücklauf), welche sich über einen Teil der Streblänge oder die gesamte Streblänge erstreckt und mit dem Tank der Pumpenstation verbunden ist.

3. die hydraulische Steuereinrichtung der Schildsteuereinrichtung für einen Ausbauschild. Gezeigt ist einer der Kraftgeber 4. Die hydraulische

Steuereinrichtung ist über die Vorlauf- Stichleitung 12 mit dem Vorlauf und über die Rücklauf - Stichleitung 13 mit dem Rücklauf verbunden.

4. Einen Kraftgeber, hier als Zylinder-Kolbeneinheit dargestellt.

5. die elektrische Steuereinrichtung der Schildsteuereinrichtung zu Ansteuerung der hydraulischen Steuereinrichtung. Sie erhält ihre Schaltbefehle von der zentralen Strebsteuereinrichtung 15.

Weiterhin vorhandene Hilfsventile, insbesondere Rückschlagventile, sind nicht dargestellt.

Zu der hydraulischen Steuereinrichtung gehören mehrere Ventile. Diese sind in der Prinzipskizze nach Fig. 2 angedeutet.

Grundsätzlich ist die Verbindung (Pumpen-Stichleitung) jedes Kraftgebers mit der Pumpensammelleitung des Strebs zwischen dem durch den Gebirgsdruck belasteten Ausgang des Kraftgebers und der hydraulischen Steuereinrichtung 5 durch ein als entsperrbares Rückschlagventil ausgebildetes Lasthalteventil 14 gesperrt, so dass bei Ausfall oder Abschalten des Pumpendruckes der Lastdruck des Kraftgebers auf dem dicht schließenden Rückschlagventil 14 aufliegt. Dieses Rückschlagventil 14 ist jedoch durch hydraulische Vorsteuerung durch den Systemdruck entsperrbar, wenn die Druckdifferenz aus Lastdruck und

Vorsteuerdruck unter einen durch die Ventilkonstruktion vorgegebenen Wert fällt. Das Rückschlagventil 14 ist hydraulisch so geschaltet, dass bei hydraulischer Entsperrung der Arbeitsraum des Kraftgebers über Auslaß 6 und die Rücklaufstichleitung mit der Rücklauf-Sammelleitung verbunden wird. Ein derartiges entsperrbares Rückschlagventil ist z. B. bekannt durch die DE 38 04 848 A1.

Durch die erfindungsgemäße Drucküberwachungseinrichtung 6 wird nun verhindert, dass der Druck zwischen dem entsperrbares Rückschlagventil und der hydraulischen Steuereinrichtung 5 eine Höhe erreicht, die zu ungewollten und insbesondere unsicheren Funktionen der durch Eigendruck gesteuerten

hydraulischen Einrichtungen des Ausbauschildes, z.B. und insbesondere zu unbeabsichtigter Entsperrung (Aufsteuerung) des als Lasthalteventil wirkenden Rückschlagventils 14 führen kann. Die vorzugebende Höhe des zulässigen Druck richtet sich nach der Auslegung der hydraulischen Anlage, aber auch nach dem Sicherheitsbedürfnis. In Betracht kommen Höchstwerte zwischen 0 und 100 bar, z.B. 50bar.

Die Drucküberwachungseinrichtungen 7 nach dieser Erfindung können vor allem Drucksensoren und Druckschalter sein. Druckschalter zeichnen sich durch einfache und robuste Bauweise aus und haben bei Überschreiten des

vorgegebenen Schwelldrucks (Höchstdruckes) lediglich ein EIN/AUS-Signal.

Die Drucküberwachungseinrichtung 6 kann aber auch z.B. lediglich ein

druckbetätigtes Warnlicht sein, das bei einem Druck unterhalb des Höchstwertes eine grüne, bei Überschreiten des Höchstwertes eine rote LED zeigt. Bei

Überschreiten des Höchstwertes ist auch alternativ oder zusätzlich einakustisches Signal möglich. Die Signale können an jedem Ausbauschild, an der

Schildsteuereinrichtung oder an der Zentralsteuereinrichtung 15 gegeben werden. Man kann aber auch vorsehen, dass die Drucküberwachungseinrichtung 6 bei Erreichen des Höchstdrucks von 30 bar die Elektronik 5 ausschalten, so dass eine Ventilbetätigung nicht mehr möglich ist.

Dadurch kann es zwar noch vorkommen, dass der Arbeitskolben an einem derartigen Kraftgeber, dessen Betrieb bei der Durchführung einer Ausbau - Funktion unterbrochen wurde, absinkt und eine große Flüssigkeitsmenge im Rücklauf zu entsprechendem Anstieg des Staudrucks und andererseits zu einem Absinken des Lastdrucks führt, so dass das zur Schließung des entsperrbaren Rückschlagventils 14 erforderliche Druckverhältnis nicht mehr eingehalten wird; diese Gefahr wird jedoch sofort signalisiert bzw. führt zu einem

zweckentsprechenden Eingriff in die Funktion der Ausbaueinrichtung

In der Ausführung nach Fig. 1A ist angedeutet, dass die

Drucküberwachungseinrichtungen mehrerer Kraftgeber eines Ausbauschildes zu einer Überwachungseinheit 8 auch räumlich zusammengefasst sind. Bevorzugte Voraussetzung hierfür ist, dass auch die hydraulischen Steuereinrichtungen dieser Karftgeber zu einem sogenannten Ventilblock zusammengefasst sind (hier nicht gezeigt. Die Überwachungseinheit 8 kann dann in den Ventilblock integriert werden. Die Überwachungseinheit 8 ist durch eine elektrische

Überwachungsbusleitung 9 mit dem Strebabschaltventil 11 und der Zentralen Strebsteuereinrichtung 15

verbunden. Die Drucküberwachungseinrichtungen, welche ein elektrisches Ausgangssignal haben, sind durch elektrische Stichleitungen mit der

Überwachungsbusleitung 9 verbunden, so dass bei Überschreiten des

zugelassenen Höchstdrucks an einer der Drucküberwachungseinrichtungen die zur Herstellung der Betriebssicherheit erforderlichen Maßnahmen erfolgen können, von Einzelmaßnahmen bis zur Stilliegung des gesamten Ausbaubetriebs. In der Detailskizze nach Fig. 2 sind -zusätzlich zu Fig.1- die einzelnen Ventile der hydraulischen Steuereinrichtung 3 dargestellt, und zwar: Das Vorsteuerventil 16 wird durch die elektrische Steuereinrichtung des Ausbauschildes angesteuert und schaltet hydraulisch das Hauptventil zwischen zwei Stellungen:

Bei hydraulischer Ansteuerung durch das Vorsteuerventil gibt das Hauptventil die Verbindung frei zwischen Strebversorgungsleitung (Pumpleitung, Druckleitung) 1 und dem Anschluß 6 des Zylinders des Kraftgebers 4; der Kolben des Kraftgebers wird angehoben.

Fällt die hydraulische Ansteuerung durch das Vorsteuerventil ab, gibt das

Hauptventil die Verbindung frei zwischen dem entsperrbaren Rückschlagventil 14/ Lasthalteventil und der Sammelrücklaufleitung 2 mit der Folge, dass der Druck in dieser Leitung im wesentlichen auf den Druck der Sammelrücklaufleitung 2 abfällt. Durch die erfindungsgemäße Drucküberwachungseinrichtung 7 wird dieser Druck nunmehr überwacht. Damit wird gleichzeitig auch die Funktion des Hauptventils 17 überwacht.

Umgekehrt kann aber auch eine Drucküberwachungseinrichtung 7 der Art vorgesehen werden, dass der Schaltkolben des Hauptventils 17 überwacht und signalisiert wird, wenn der Schaltkolben nicht oder nicht vollständig in die durch die Schaltstellung des Vorsteuerventils 16 vorgegebene Schaltstellung gelangt.

Die Weiterbildung nach Fig.1 B zeichnet sich gegenüber der vorangegangenen Beschreibung lediglich dadurch aus, dass auch die Ringkolben-Leitung 10 einer jeden Zylinder/Kolbeneinheit 4 durch einen Drucksensor 19 überwacht wird. Jeder dieser Drucksensoren 19 ist über eine weitere Busleitung 20 ebenfalls dem

Strebabschaltventil gfls. über die Zentrale Strebsteuereinrichtung 15 derart aufgeschaltet, dass bei Erreichen eines vorgegebenen Höchstdrucks in der Ringkolben-Leitung 10 das ganze Streb drucklos schaltbar ist. Auch hiermit wird gewährleistet, dass ein Eigendruck, durch welchen das Entsperren der den Gebirgsdruck haltenden Rückschlagventile erfolgen könnte, nicht mehr

vorhanden ist. Daher wird der zulässige Höchstdruck, bei welchem alle

Ausbaugestelle des Strebs drucklos geschaltet werden, deutlich und zwar mindestens 20% geringer z.B. auf 50bar Druck angesetzt, als der zur Entsperrung des Rückschlagventils ausreichende Eigendruck von z.B. 80bar

Bezugszeichen

1. Strebversorgungsleitung, 1

2. Sammelrücklaufleitung,2

3. Schildsteuereϊnrichtung, hydraulische Steuereinrichtung, Schildsteuerventils Steuerblock 3

4. Kraftgeber Zylinder-Kolbeneinheit 4

5. elektrische Steuereinheit Schildsteuereinrichtung 5

6. Druckleitung Ausgang, Auslaß 6

7. Drucküberwachungseinrichtung Drucksensoren 7

8. Überwachungseinheit Überwachungsbauteil 8

9. Überwachungsbusleitung 9

10. Ringkolben-Leitung

11. Strebabschaltventil Schildsteuereinrichtung 11

12. Vorlauf - Stichleitung 12

13. Rücklauf - Stichleitung 13

14. Lasthalteventil, entsperrbares Rückschlagventil

15.Zentrale Strebsteuereinrichtung 15

16.Vorsteuervent.il 16

17. Hauptventil 17

18. Druckbegrenzungsventil 18

19. Drucksensor

20. Busleitung 20

Ersatzblatt