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Title:
HYDRAULIC UNIT OF A REVERSIBLE PLOUGH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/076394
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a hydraulic unit of a reversible plough, comprising a double-acting working cylinder (1) and a hydraulic control unit (2), in which: the piston (3) comprises a radially peripheral seal (8) and at least one piston ring (9) with a piston ring gap (10), the piston ring (9) being arranged at a distance from the seal (8), axially in the direction of the second working chamber (7); the working cylinder (1) has a first main connection (12) in a first axial end region (11), and a second main connection (14) and a second control connection (15) in a second axial end region (13); if the piston ring (9) overruns the second main connection (14), a partial volume of the fluid is enclosed in the second working chamber (7), and can flow off in a restricted manner via the first piston ring gap (10); the hydraulic control unit (2) comprises a hydraulically actuated control valve (16), a hydraulically actuated changeover valve (17), a pressure flow supply line (18), a fluid return line (19), a first and a second main line (20; 21), and a control line (22); the control valve (16) is actuated by the pressure of the enclosed partial volume of the fluid; and the control valve (16) actuates the changeover valve (17).

Inventors:
BUETER, Josef (Neue Industriestraße 1, Haren/Altenberge, 49733, DE)
Application Number:
DE2018/000299
Publication Date:
April 25, 2019
Filing Date:
October 18, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BÜMACH ENGINEERING INTERNATIONAL B. V. (Pioniersweg 15, 7826 TA Emmen, NL)
BUETER, Josef (Neue Industriestraße 1, Haren/Altenberge, 49733, DE)
International Classes:
F15B11/15; F15B11/048; F15B15/14; F15B15/22
Foreign References:
US2917029A1959-12-15
DE4243343A11994-06-30
DE19952881A12000-05-11
EP1757179A12007-02-28
EP0067286A11982-12-22
DE4243343A11994-06-30
Attorney, Agent or Firm:
WEIHRAUCH, Frank et al. (Dr. Weihrauch & Haussingen Patent- und Rechtsanwälte, Neundorfer Straße 2, Suhl, 98527, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Hydraulikeinheit eines Drehpfluges,

aufweisend einen doppelt wirkenden Arbeitszylinder (1) und eine hydraulische Steuerungseinheit (2), wobei der Arbeitszylinder einen Kolben (3), eine Kolbenstange (4) sowie ein Zylinderrohr (5) aufweist, wobei der Arbeitszylinder (1) einen ersten und einen zweiten Arbeitsraum (6; 7) aufweist, wobei der Kolben (3) eine radial umlaufende Dichtung (8) sowie zumindest einen Kolbenring (9) mit einem Kolbenringspalt (10) aufweist, wobei der Kolbenring (9) von der Dichtung (8) axial in Richtung des zweiten Arbeitsraums (7) beabstandet angeordnet ist, wobei der Arbeitszylinder (1) in einem ersten axialen Endbereich (11) einen ersten Hauptanschluss (12) und in einem zweiten axialen Endbereich (13) einen zweiten Hauptanschluss (14) sowie einen Steueranschluss (15) aufweist und wobei über die Hauptanschlüsse (12; 14) ein Fluid in die Arbeitsräume (6; 7) ein- und ausleitbar ist,

wobei in dem zweiten Arbeitsraum (7) bei einem Überfahren des zweiten Hauptanschlusses (14) von dem Kolbenring (9) ein Teilvolumen des Fluids eingeschlossen ist, welches über den Kolbenringspalt (10) gedrosselt abströmbar ist, wobei die hydraulische Steuerungseinheit (2) ein hydraulisch betätigtes Steuerventil (16), ein hydraulisch betätigtes Umschaltventil (17), eine Druckstromzuleitung (18), eine Fluidrückleitung (19), eine erste und zweite Hauptleitung (20; 21) sowie eine Steuerleitung (22) aufweist, wobei das Steuerventil (16) eine passive und eine aktive Schaltstellung aufweist, wobei das Steuerventil (16) ein Federelement (23) aufweist, das in der passiven Schaltstellung entspannt und in der aktiven Schaltstellung gespannt ist, wobei das Steuerventil (16) einen Betätigungsanschluss (24) und einen Gegenbetätigungsanschluss (25) aufweist, wobei bei einer gleichen Druckbeaufschlagung an dem Betätigungsanschluss (24) und an dem Gegenbetätigungsanschluss (25) die passive Schaltstellung eingenommen wird und wobei bei einer Druckbeaufschlagung mit einem höheren Druck an dem Betätigungsanschluss (24) die aktive Schaltstellung eingenommen wird, wobei das Umschaltventil (17) eine aktive und eine passive Schaltstellung aufweist, wobei das Umschaltventil (17) ein Federelement (26) aufweist, das in der passiven Schaltstellung entspannt und in der aktiven Schaltstellung gespannt ist, wobei das Umschaltventil (17) einen Verriegelungsanschluss (27) und einen Schaltanschluss (28) aufweist, wobei die aktive Schaltstellung durch eine Druckbeaufschlagung des Schaltanschlusses (28) einnehmbar ist, wobei das Umschaltventil (17) ein hydraulisch betätigbares Verriegelungselement (29) aufweist, mittels welchem die aktive Schaltstellung fixierbar ist, wobei das Verriegelungselement (29) dem Verriegelungsanschluss (27) zugeordnet ist und mittels einer Druckbeaufschlagung des Verriegelungsanschlusses (27) betätigbar ist, wobei die passive Schaltstellung einnehmbar ist, wenn der Schaltanschluss (28) drucklos und das Verriegelungselement (29) nicht fixiert ist,

wobei die Druckstromzuleitung (18) mit einem ersten Arbeitsanschluss (31) des Umschaltventils (17) verbunden ist und mit einer Druckstromquelle (30) verbindbar ist,

wobei die Fluidrückleitung (19) mit einem zweiten Arbeitsanschluss (32) des Umschaltventils (17) verbunden ist,

wobei die erste Hauptleitung (20) den ersten Hauptanschluss (12) des Arbeitszylinders (1) mit einem dritten und einem sechsten Arbeitsanschluss (33; 36) des Umschaltventils (17) verbindet, wobei die zweite Hauptleitung (21) den zweiten Hauptanschluss (14) des Arbeitszylinders (1) mit einem vierten und einem fünften Arbeitsanschluss (34; 35) des Umschaltventils (17) und dem Gegenbetätigungsanschluss (25) des Steuerventils (16) verbindet,

wobei die Steuerleitung (22) den Steueranschluss (15) des Arbeitszylinders (1) mit dem Betätigungsanschluss (24) des Steuerventils (16) und dem Schaltanschluss (28) des Umschaltventils (17) verbindet und bei der aktiven Schaltstellung des Steuerventils (16) geöffnet und bei der passiven Schaltstellung des Steuerventils (16) geschlossen ist, wobei bei einer Druckbeaufschlagung an der Druckstromzuleitung (18) ein Fluidstrom über das Umschaltventil (17) und die erste Hauptleitung (20) in den ersten Arbeitsraum (6) einleitbar ist und ein Fluidabstrom aus dem zweiten Arbeitsraum (7) über die zweite Hauptleitung (21) und das Umschaltventil (17) in die Fluidrückleitung (19) einleitbar ist,

wobei bei einem Überfahren des zweiten Hauptanschlusses (14) von dem Kolbenring (9) ein Überdruck an dem Steueranschluss (15) mittels der Steuerleitung (22) an das Steuerventil (16) übertragbar ist und dieses in eine aktive Schaltstellung versetzbar ist und über das Steuerventil (16) der Schaltanschluss (28) des Umschaltventils (17) mit einem Druck beaufschlagbar ist und von dem Umschaltventil (17) eine aktive Schaltstellung einnehmbar ist und in der aktiven Schaltstellung ein Druckstrom aus der Druckstromzuleitung (18) über das Umschaltventil (17) und die zweite Hauptleitung (21) in den zweiten Arbeitsraum (7) einleitbar und ein Fluidabstrom aus dem ersten Arbeitsraum (6) über die erste Hauptleitung (20) und das Umschaltventil (17) in die Fluidrückleitung (19) einleitbar ist.

2. Hydraulikeinheit eines Drehpfluges nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Kolben (3) einen weiteren Kolbenring (9) mit einem weiteren Kolbenringspalt (10) aufweist, wobei der weitere Kolbenring (9) von der Dichtung (8) axial in Richtung des ersten Arbeitsraums (6) beabstandet angeord- net ist und wobei in dem ersten Arbeitsraum (6) bei einem Überfahren des ersten Hauptanschlusses (12) von dem weiteren Kolbenring ein weiteres Teilvolumen des Fluids eingeschlossen ist, welches über den weiteren Kolbenringspalt gedrosselt abströmbar ist.

HIERZU DREI SEITEN ZEICHNUNGEN

Description:
Hydraulikeinheit eines Drehpfluges

Die" Erfindung betrifft eine Hydraulikeinheit eines Drehpfluges, mittels welcher eine hydraulische Steuerung eines Drehpfluges durchführbar ist.

Die Verwendung eines Drehpfluges ermöglicht das Pflügen in beiden Fahrtrichtungen, so dass keine ungenutzte Rückfahrt besteht. Nach der Kehrtwende am Ende eines Feldes kann ein Pflügen bei der Rückfahrt in der zuletzt gezogenen Furche erfolgen. Bekannt sind insbesondere Volldrehpflüge, welche eine Schwenkeinheit mit rechts- und linksdrehenden Scharen aufweisen, die sich senkrecht gegenüberstehen und durch eine Drehung von 180 Grad in ihre Arbeitsstellung gebracht werden. Der Pflug weist somit zwei Endlagen auf.

Die Drehung des Pfluges kann insbesondere unter Verwendung eines doppelt wir- kenden Arbeitszylinders erfolgen, der mit einer Schwenkmechanik gekoppelt ist. Zur Umstellung von links auf rechts oder umgekehrt wird eine erste Drehabschnittsbewegung des Pflugs beispielsweise durch ein Einfahren des Zylinders bewirkt, bis ein Totpunkt erreicht wird. Nach Überschreitung des Totpunktes durch die kinetische Energie der Schwenkeinheit erfolgt dann ein aktives Wiederausfahren des Zylinders zur Bewirkung der zweiten Drehabschnittbewegung, so dass sich der Pflug bis in seine andere Arbeitslage bewegt. Der Wendepunkt des Zylinders entspricht somit dem Wendepunkt des Pfluges.

Zur Realsierung der zwei Bewegungsabschnitte bedarf es einer Umschaltung der Bewegungsrichtung des doppelt wirkenden Arbeitszylinders von einem Einfahrbetriebszustand in einen Ausfahrbetriebszustand. Aus dem Stand der Technik sind bereits verschiedene Lösungsansätze für hydraulische Steuerungen eines Drehpfluges bekannt. Die Druckschrift EP 1 757 179 A1 beschreibt eine hydraulische Steuerung für einen Drehpflug. Hierbei wird die selbstständige Umschaltung der Bewegungsrichtung beim Erreichen der jeweiligen Endlage durch ein in einer Zuleitung von einem

|Bestätigungskopie| Hochdruckanschluss und einer Rücklaufleitung zu einem Rücklaufanschluss angeordneten Umsteuer-Wegeventil mit einem zwischen einer Ruhestellung und einer Urrischaltstellung verstellbaren Steuerkolben vorgenommen, der beim Erreichen der Totpunktlage den Druck in der Zuleitung steigen lässt und den Druck in der Rücklaufleitung senkt. Durch unterschiedliche Wirkflächen des Steuerkolbens im Ventil in Verbindung mit einer Druckfeder wird die Umsteuerung bewirkt, die die druckführende Leitung in den jeweils anderen Kolbenraum leitet. Als ein wesentlicher Nachteil der hier beschriebenen Steuerung ist jedoch anzuführen, dass die Umsteuerung in der Totpunktlage ruckartig erfolgt.

Zudem offenbart auch die Druckschrift EP 0 067 286 A1 eine gattungsgemäße Steuervorrichtung für das Verschwenken eines Drehpfluges um seine Drehachse. Nachteilig an dieser Steuerung ist jedoch insbesondere, dass infolge auftretender Druckspitzen ein ungewolltes Umschalten eintreten kann, wodurch die Schwenkbe- wegung eingeleitet wird, ohne dass die Endlage des Hubes erreicht ist.

Eine weitere Steuervorrichtung für das Verschwenken eines Drehpfluges ist aus der Druckschrift DE 42 43 343 A1 bekannt. Mittels der hier beschriebenen Steuerung wird der Steuervorgang in einer erzwungenen Abfolge eingeleitet, die zwar unab- hängig von den Druckbedingungen ist, aber dennoch den Betriebsdruck des Systems in der Totpunktlage einsetzt, um die Umkehrbewegung einzuleiten. Zwar ist der den Umschaltvorgang einleitende Druck geringer als der Betriebsdruck des Systems, aber diese Druckdifferenz wird über zusätzliche hydraulische Ventiltechnik erzielt.

Es ist festzustellen, dass die aus dem Stand der Technik bekannten Steuervorrichtungen eine ungedämpfte Umschaltung des Arbeitszylinders durchführen und somit unerwünschte dynamische Belastungen für die Schwenkmechanik verursachen, welche die Lebensdauer nachteilig beeinflussen.

Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Hydraulikeinheit eines Drehpfluges aufzuzeigen, welche eine selbsttätige Umschaltung in der Totpunktlage ermöglicht, welche eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet, einen geringen Wartungsaufwand erfordert und eine hohe Lebensdauer des Drehpfluges ermöglicht sowie zudem kostengünstig bereitstellbar ist. Die Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Eine erfindungsgemäße Hydraulikeinheit eines Drehpfluges weist als Grundbestandteile einen Arbeitszylinder sowie eine hydraulische Steuerungseinheit auf.

Der Arbeitszylinder ist erfindungsgemäß als doppeltwirkender Zylinder ausgestaltet, so dass dieser aktiv ein- und ausfahrbar ist. Der Arbeitszylinder weist einen Kolben, eine Kolbenstange sowie ein Zylinderrohr auf und ist durch den Kolben in einen ersten und zweiten Arbeitsraum unterteilt.

Ferner weist der Kolben eine radial umlaufende Dichtung sowie einen Kolbenring mit einem Kolbenringspalt auf. Der Kolbenring ist von der Dichtung axial beabstandet angeordnet. Des Weiteren weist der Arbeitszylinder in einem ersten axialen Endbereich einen ersten Hauptanschluss und in einem zweiten axialen Endbereich einen zweiten Hauptanschluss sowie einen Steueranschluss auf.

Der zweite Hauptanschluss ist gegenüber dem Steueranschluss in Richtung des Kolbens axial versetzt angeordnet, so dass der zweite Hauptanschluss innerhalb des zweiten axialen Endbereichs den innenliegenden Anschluss bildet und der Steueranschluss den außenliegenden Anschluss bildet. Über die beiden Hauptanschlüsse ist ein Fluid als hydraulisches Arbeitsmedium in die beiden Arbeitsräume einleitbar, wobei der erste Hauptanschluss dem ersten Arbeitsraum und der zweite Hauptanschluss dem zweiten Arbeitsraum zugeordnet ist. Bei einejm Überfahren des zweiten Hauptanschlusses durch den Kolbenring wird der freie Abstrom des Fluids aus dem zweiten Arbeitsraum in den zweiten Haupt- anschluss versperrt, so dass ein Teilvolumen des Fluids innerhalb des zweiten Arbeitsraums eingeschlossen wird. Das eingeschlossene Teilvolumen ist dann aus- schließlich über den Kolbenringspalt gedrosselt in den Bereich zwischen Kolbenring und radial umlaufender Dichtung und von dort in den zweiten Hauptanschluss abströmbar. Auf diese Weise wird eine Endlagendämpfung in dem zweiten Endbereich bereitgestellt.

Die pro Zeiteinheit gedrosselt abströmende Fluidmenge und damit das Dämpfungs- maß kann über die Breite des Kolbenringspalts eingestellt werden.

Vorzugsweise weist das Zylinderrohr in dem Bereich nach dem zweiten Hauptanschluss eine Koniziät auf, so dass der Kolbenring mit fortgesetzter Bewegung des Kolbens in Richtung zweiter Endlage fortschreitend zusammengedrückt wird und sich die Breite des Kolbenringspalts zunehmend verringert. Damit wird eine progressive Endlagendämpfung erreicht.

Die hydraulische Steuerungseinheit steuert das Ein- und Ausleiten der Fluidströme in die beiden Arbeitsräume und damit die Kolbenbewegungen. Sie weist ein hy- draulisch betätigtes Steuerventil sowie ein hydraulisch betätigtes Umschaltventil auf. Weitere Bestandteile der hydraulischen Steuerungseinheit sind eine Druckstromzuleitung, eine Fluidrückleitung, eine erste und zweite Hauptleitung sowie eine Steuerleitung. Von dem Steuerventil ist eine passive oder eine aktive Schaltstellung einnehmbar. Erfindungsgemäß weist das Steuerventil ein Federelement auf, welches in der passiven Schaltstellung entspannt ist und in der aktiven Schaltstellung gespannt ist. Zudem weist das Steuerventil einen Betätigungsanschluss und einen Gegenbetäti- gungsanschluss auf, wobei bei einer gleichen Druckbeaufschlagung an dem Betäti- gungs- und Gegenbetätigungsanschluss die passive Schaltstellung eingenommen wird und bei einer Druckbeaufschlagung mit einem höheren Druck an dem Betätigungsanschluss die aktive Schaltstellung eingenommen wird. Betätigungs- und Gegenbetätigungsanschluss wirken wie nachfolgend beschrieben zusammen: Das Steuerventil weist in an sich bekannter Weise einen axial beweglichen Ventilschieber auf, dessen axiale Lage die passive und die aktive Schaltstel- lung bestimmt. Der Ventilschieber weist gegenüberliegende Stirnflächen auf, die wie Kolbenflächen wirken und auf der einen Seite durch den Betätigungsanschluss und auf der anderen Seite durch den Gegenbetätigungsanschluss mit einem Fluid- druck beaufschlagt werden. Wird beispielsweise die gegenbetätigungsseitige Stirnfläche etwas größer gewählt als die betätigungsseitige Stirnfläche, wird bei glei- chem Druck das Steuerventil zuverlässig in der passiven Schaltfläche gehalten. Ferner wirkt das Federelement auf den Ventilschieber und beaufschlagt eine Kraft in Richtung der passiven Schaltstellung.

Die zum Bewirken der aktiven oder passiven Schaltstellung konkret erforderliche höhere Druckbeaufschlagung an dem Betätigungsanschluss ist durch die Eigenschaften des Federelements sowie durch eine Variation des Größenverhältnisses der hydraulisch wirksamen Stirnflächen des Ventilschiebers des Steuerventils an dem Betätigungs- und Gegenbetätigungsanschluss einstellbar. Von dem Umschaltventil ist ebenfalls eine aktive oder eine passive Schaltstellung einnehmbar. Zudem weist das Umschaltventil ein Federelement auf, welches in der passiven Schaltstellung entspannt und in der aktiven Schaltstellung gespannt ist. Das Umschaltventil weist in an sich bekannter Weise einen Steuerschieber auf. Das Federelement wirkt auf diesen Steuerschieber und beaufschlagt eine Kraft in Richtung der passiven Schaltstellung. Das Umschaltventil weist einen Verriege- lungsanschluss, einen Schaltanschluss sowie insgesamt sechs Arbeitsanschlüsse auf. Bei einer Druckbeaufschlagung am Schaltanschluss wird die aktive Schaltstellung eingenommen. Erfindungsgemäß ist die aktive Schaltstellung mittels eines hydraulisch betätigten Verriegelungselements fixierbar. Das Verriegelungselement ist dem Verriegelungsanschluss zugeordnet und ist mittels einer Druckbeaufschlagung des Verriegelungsanschlusses betätigbar. Vorzugsweise ist das Verriegelungselement als ein Raststößel ausgebildet, welcher ein Federelement enthält, das bei eine/ Druckbeaufschlagung gespannt wird und ein Einrasten des Raststößels in den Steuerschieber des Umschaltventils ermöglicht. Somit kann das Umschaltventil nach einem Wechsel der Schaltstellung von passiv auf aktiv auch noch dann in der aktiven Schaltstellung gehalten werden, wenn keine Druckbeaufschlagung an dem Umschaltanschluss vorliegt. Die passive Schaltstellung wird daher ausschließlich dann angenommen, wenn der Schaltanschluss drucklos ist und wenn zudem das Verriegelungselement nicht fixiert ist.

Die Druckstromzuleitung der erfindungsgemäßen Hydraulikeinheit ist mit einem ersten Arbeitsanschluss des Umschaltventils verbunden und ist an eine Druckstromquelle anschließbar.

Die Fluidrückleitung ist mit einem zweiten Arbeitsanschluss des Umschaltventils verbunden und mündet vorzugsweise in einen Tank, in dem das Fluid aufge- nommen wird. Die Druckstromquelle sowie der Tank sind nicht Bestandteil der erfindungsgemäßen Hydraulikeinheit.

Die erste Hauptleitung verbindet den ersten Hauptanschluss des Arbeitszylinders mit einem dritten und sechsten Arbeitsanschluss des Umschaltventils.

Die zweite Hauptleitung verbindet den zweiten Hauptanschluss des Arbeitszylinders mit einem vierten und fünften Arbeitsanschluss des Umschaltventils sowie dem Gegenbetätigungsanschluss des Steuerventils. Der Gegenbetätigungsan- schluss des Steuerventils ist damit mit dem an der zweiten Hauptleitung anliegen- den Druck beaufschlagbar.

Die Steuerleitung stellt eine schaltbare Verbindung zwischen dem Steueranschluss des Arbeitszylinders und dem Schaltanschluss des Umschaltventils bereit. Hierzu ist mittels der Steuerleitung der Steueranschluss des Arbeitszylinders mit dem Betätigungsanschluss des Steuerventils sowie zugleich über die Arbeitsanschlüsse des Steuerventils mit dem Schaltanschluss des Umschaltventils verbunden. Der Abschnitt der Steuerleitung zwischen dem Steuerventil und dem Schaltanschluss des Uraschaltventils ist bei der aktiven Schaltstellung des Steuerventils geöffnet und bei der passiven Schaltstellung geschlossen. Durch die Verbindung mit dem Betätigungsanschluss des Steuerventils wird mittels der Steuerleitung zudem auch die Schaltung des Steuerventils bewirkt.

Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Hydraulikeinheit ergibt sich somit wie folgt:

Bei einer Druckbeaufschlagung in der Druckstromzuleitung ist ein Fluidstrom über das in der passiven Schaltstellung befindliche Umschaltventil, die erste Hauptleitung und den ersten Hauptanschluss in den ersten Arbeitsraum des Arbeitszylinders einleitbar. Der Kolben bewegt sich daher in Richtung des zweiten axialen Endbereichs. Zugleich ist bei einer so bewirkten Kolbenbewegung ein Fluidabstrom aus dem zweiten Arbeitsraum über den zweiten Hauptanschluss, die zweite Hauptlei- tung, das Umschaltventil und die Fluidrückleitung ausleitbar.

Bei einem Überfahren des zweiten Hauptanschlusses von dem Kolbenring wird ein Teilvolumen des Fluids in dem zweiten Arbeitsraum eingeschlossen und dessen Abstrom über den zweiten Hauptanschluss gedrosselt. Dies bewirkt zum ersten eine Endlagendämpfung und zum zweiten einen Überdruck an dem Steueran- schluss im Vergleich zu dem Druck am zweiten Hauptanschluss. Der vorhandene Überdruck ist mittels der Steuerleitung an das Steuerventil übertragbar. Das Steuerventil wird infolge der erhöhten Druckbeaufschlagung an dem Betätigungsanschluss in die aktive Schaltstellung versetzt. Dabei wird das im Steuerventil vor- handene Federelement gespannt, welches zuvor in einem entspannten Zustand die passive Schaltstellung des Steuerventils bewirkte.

Über das in der aktiven Schaltstellung befindliche Steuerventil ist nun die Steuerleitung bis hin zum dem Schaltanschluss des Umschaltventils geöffnet. Der Schalt- anschluss ist mit einem Druck beaufschlagt, so dass von dem Umschaltventil eine aktive Schaltstellung eingenommen wird. Hierbei wird das Federelement des Umschaltventils gespannt. Mit dem Wechsel von der passiven in die aktive Schaltstellung des Umschaltventils ist die Umschaltung bewirkt. In der aktiven Schaltstellung ist ein Fluidstrom aus der Druckstromzuleitung über das Umschaltventil nun über die zweite Hauptleitung in den zweiten Arbeitsraum leitbar. Zugleich ist ein Fluidabstrom aus dem ersten Arbeitsraum über die erste Hauptleitung und das Umschaltventil in die Fluidrückleitung einleitbar. Somit wird eine Bewegungsumkehr der aus Kolben und Kolbenstange bestehenden Kolbeneinheit bereitsgestellt. Mit der Bewegungsumkehr der Kolbeneinheit ist die erste Drehabschnittsbewegung der Schwenkeinheit des Drehpfluges abgeschlossen und der Übergang in eine zweite Drehabschnittsbewegung der Schwenkeinheit des Drehpfluges bewirkt. Aufgrund der Endlagendämpfung wird hierbei ein gleich- mäßiger Bewegungsablauf bei der Drehung des Drehpfluges ermöglicht.

Der Kolben bewegt sich daraufhin in Richtung des ersten axialen Endbereichs. Der Steueranschluss ist nun mit dem zweiten Hauptanschluss über den zweiten Arbeitsraum druckverbunden. Damit sind die Drücke an dem Betätigungs- und

Gegenbetätigungsanschluss des Steuerventils wieder gleich. Daher geht das Steuerventil mittels seines Federelements wieder in die passive Schaltstellung. In der passiven Schaltstellung ist der weiterführende Abschnitt der Steuerleitung bis zum dem Schaltanschluss des Umschaltsventils geschlossen, so dass die Druckbeaufschlagung an dem Schaltanschluss des Umschaltventils entfällt. Die aktive Schaltstellung des Umschaltventils wird nun erfindungsgemäß dennoch beibehalten, da das Verriegelungselement eine Fixierung dieser Schaltstellung bereitstellt.

Erst nach einem Wegfall des Fluiddrucks in der Druckstromzuleitung wird auch der Verriegelungsanschluss drucklos, so dass die Verriegelungseinheit die aktive Schaltstellung des Umschaltventils nicht mehr fixiert. Das Umschaltventil nimmt, bewirkt durch das Federelement, wieder die passive Schaltstellung ein. Die Hydraulikeinheit geht damit in ihre Ausgangslage zurück. Mit dem Wechsel von der aktiven in die passive Schaltstellung des Umschaltventils ist die Rückumschaltung bewirkt. Durch eine erneute Druckbeaufschlagung der Druckstromzuleitung ist die beschriebene Bewegungsabfolge der Kolbeneinheit des Arbeitszylinder, mit welcher eine erneute Drehung des Drehpfluges bewirkt werden kann, wiederholt durchführbar.

Es sind somit drei verschiedene Betriebszustände von der hydraulischen Steue- rungseinheit einnehmbar.

Während der Bewegung des Kolbens in Richtung des zweiten axialen Endbereichs und vor dem Überfahren des zweiten Hauptanschlusses nimmt die hydraulische Steuerungseinheit einen ersten Betriebszustand an. Dieser ist dadurch gekenn- zeichnet, dass sich sowohl das Steuerventil als auch das Umschaltventil in der passiven Schaltstellung befinden. Folglich wird Fluid in den ersten Arbeitsraum eingeleitet und aus dem zweiten Arbeitsraum ausgeleitet.

Nach dem Überfahren des zweiten Hauptanschlusses von dem Kolbenring nimmt die hydraulische Steuerungseinheit einen zweiten Betriebszustand an. In diesem wechselt das Steuerventil aufgrund der erhöhten Druckbeaufschlagung an dem Steueranschluss auf die aktive Schaltstellung, so dass der Schaltanschluss des Umschaltventils mit Druck beaufschlagt wird. Der zweite Betriebszustand dauert nur für die kurze Phase an, bis der Kolben seine Endlage erreicht hat, weil damit die erhöhte Druckbeaufschlagung am Schaltanschluss endet und das Schaltventil wieder in seine passive Schaltstellung durch das Federelement zurückgestellt wird.

Die hydraulische Steuerungseinheit nimmt daraufhin einen dritten Betriebszustand an, wobei das Umschaltventil in die aktive Schaltstellung übergeht. Da nun Fluid in den zweiten Arbeitsraum eingeleitet und aus dem ersten Arbeitsraum ausgeleitet wird, bewegt sich der Kolben in Richtung des ersten axialen Endbereichs. Das Steuerventil wechselt wieder in die passive Schaltstellung, da der Überdruck an dem Betätigungsanschluss entfällt und an dem Gegenbetätigungsanschluss der gleiche Druck anliegt.

Nach dem Wegfall des Fluiddruck in der Druckstromzuleitung geht die hydraulische Steuerungseinheit erneut in ihren Ausgangsbetriebszustand über, welcher hinsichtlich der Schaltstellungen des Steuer- und Umschaltventils dem ersten Betriebszustand entspricht.

Die Bereitstellung eines Fluiddruckstroms und dessen Zu- oder Abschaltung erfolgt durch Einrichtungen außerhalb der erfindungsgemäßen Hydraulikeinheit, beispielsweise durch die Hydraulikanlage eines Traktors.

Als von dem Schutzumfang umfasst wird es auch angesehen, wenn beispielsweise durch eine innere hydraulische Verschaltung das Umschaltventil nur vier Arbeitsan- Schlüsse aufweist, von denen jeweils zwei in einer passiven Schaltstellung direkt verbunden und in einer aktiven Schaltstellung über Kreuz verbunden sind. Es ist lediglich entscheidend, dass in einer passiven Schaltstellung die Druckstromzuleitung mit der ersten Hauptleitung sowie die zweite Hauptleitung mit der Fluidrücklei- tung, sowie in einer aktiven Schaltstellung die Druckstromzuleitung mit der zweiten Hauptleitung sowie die erste Hauptleitung mit der Fluidrückleitung verbunden ist.

Die erfindungsgemäße Hydraulikeinheit eines Drehpfluges zeichnet sich insbesondere durch die nachfolgenden Vorteile aus. Ein Vorteil besteht darin, dass mittels der erfindungsgemäßen Hydraulikeinheit die Steuerung der Bewegungen des Arbeitszylinders selbsttätig erfolgt und ohne zusätzliche aktive Mittel wie zusätzliche hydraulisch bereitgestellte Steuerbefehle, elektronische Steuerungseinheiten oder Positionserfassungsmittel ermöglicht wird. Es wird lediglich der für die Betätigung der Bewegung des Drehpfluges ohnehin benötigte Fluiddruckstrom verwandt. Als weiterer Vorteil wird erfindungsgemäß zugleich eine Endlagendämpfung in dem zweiten axialen Endbereich erzielt, welche für einen gleichmäßigen Bewegungsablauf der Kolbeneinheit wichtig ist. Somit können unerwünschte dynamische Belastungen sowohl der Hydraulikeinheit als auch eines betriebenen Drehpfluges insge- samt verhindert werden.

Vorteilhaft ist die besondere Betriebssicherheit. Die zuverlässige Umschaltung ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass neben den Hauptanschlüssen ein Steueranschluss vorhanden ist, so dass aufgrund von verschiedenen Druckverhält- nissen in der Steuer- und Hauptleitung zuverlässig eine Änderung der Schaltstellung des Steuerventils und nachfolgend des Umschaltventils bewirkbar ist.

Ein besonderer Vorteil ist es, dass der Druck zum Steuern der Ventile aus dem Fluidabstrom verwandt wird. Damit liegen wesentlich geringere Drücke vor als diese beispielsweise in der Druckstromzuleitung anliegen, so dass alle Schaltvorgänge weicher, also mit geringerer Belastung für alle einbezogenen Bauelemente, insbesondere für die Ventile und die Hydraulikleitungen ablaufen. Es treten geringere dynamische Belastungen auf. Es ist ferner ein Vorteil, dass die Hydraulikeinheit selbsttätig die Bewegung des Kolbens nach dem Durchlaufen einer Ausfahrt, Umkehr und Einfahrt in der Ausgangslage wieder anhält, solange die Druckstromleitung mit einem Fluiddruckstrom beaufschlagt bleibt. Vorteilhaft ist es zudem, dass die Bewegung des Kolbens mit Beginn einer Beaufschlagung mit einem Fluiddruckstrom selbsttätig anläuft und dann selbsttätig bis zum erneuen Erreichen der Ausgangslage mit einer Ausfahrt, Umkehr und Einfahrt weiterläuft.

Ein weiterer Vorteil ist es, dass die für die Änderung der Schaltstellung des Steuerventils erforderliche Druckbeaufschlagung konstruktiv einfach durch die Auswahl des Federelements festlegbar ist. Dabei können verschiedene Parameter wie die Federkonstante, Form und Größe für die Wahl eines Federlements herangezogen werden. Neben dem vorhandenen Federelement ist zudem das Flächenverhältnis der Stirnflächen des Betätigungs- und Gegenbetätigungsanschlusses des Steuerventils hinsichtlich der für einen Wechsel der Schaltstellung erforderlichen Druckverhältnisse entscheidend. Das Steuerventil ist somit auf verschiedene Arten an die Einsatzerfordernisse anpassbar.

Des Weiteren ist es von Vorteil, dass der Einfluss der temperaturabhängigen Viskosität des Fluids in den Endbereichen vorliegend reduziert werden kann.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung weist der Kolben einen weiteren Kolben- ring mit einem weiteren Kolbenringspalt auf. Der weitere Kolbenring ist von der

Dichtung axial in Richtung des ersten Arbeitsraums beabstandet angeordnet. Damit sind gemäß dieser Weiterbildung an dem Kolben beidseits der Dichtung Kolbenringe jeweils mit Kolbenringspalt angeordnet.

Bei einem Überfahren des ersten Hauptanschlusses (12) wird von dem weiteren Kolbenring in dem ersten Arbeitsraum ein weiteres Teilvolumen des Fluids eingeschlossen, welches über den weiteren Kolbenringspalt gedrosselt abströmbar ist. Damit weist gemäß der Weiterbildung der Arbeitszylinder auch in dem ersten Endbereich und somit in beiden Endbereichen eine Endlagendämpfung auf. Als Vorteil wird eine Dämpfung bewirkt, wenn nach dem Durchlaufen eines Bewegungszyklus des Kolbens mit einer Ausfahrt, Umkehr und Einfahrt die Ausgangslage wieder eingenommen wird.

Damit wird als Vorteil eine zusätzliche Reduzierung der dynamischen Belastungen erreicht. Zudem ist dies mit geringem konstruktiven Aufwand realisierbar.

Die Erfindung wird als Ausführungsbeispiel anhand von

Fig. 1 Hydraulikschaltplan der erfindungsgemäßen Hydraulikeinheit eines

Drehpfluges in einem ersten Schaltzustand, Fig. 2 Hydraulikschaltplan der erfindungsgemäßen Hydraulikeinheit

Drehpfluges in einem zweiten Schaltzustand,

Fig. 3 Hydraulikschaltplan der erfindungsgemäßen Hydraulikeinheit

Drehpfluges in einem dritten Schaltzustand, näher erläutert.

Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Hydraulikeinheit umfasst einen Arbeitszylinder 1 sowie eine hydraulische Steuerungseinheit 2.

Der Arbeitszylinder 1 weist einen Kolben 3, eine Kolbenstange 4 sowie ein Zylinderrohr 5 auf und ist in einen ersten und einen zweiten Arbeitsraum 6 und 7 unterteilt. Vorliegend ist der Arbeitszylinder 1 als doppeltwirkender Arbeitszylinder aus- gebildet, so dass der Kolben 3 von beiden Seiten mit einem hydraulischen Fluid beaufschlagbar ist und der Arbeitszylinder 1 somit aktiv ein- und ausfahrbar ist.

Der Kolben 3 weist eine radial umlaufende Dichtung 8 sowie einen Kolbenring 9 auf, welcher von der Dichtung 8 axial beabstandet ist. Der Kolbenring 9 weist vor- liegend einen Kolbenringspalt 10 auf.

Erfindungsgemäß weist der Arbeitszylinder 1 in einem ersten axialen Endbereich 1 1 einen ersten Hauptanschluss 12 und in einem zweiten axialen Endbereich 13 einen zweiten Hauptanschluss 14 sowie einen Steueranschluss 15 auf. Über die beiden Hauptanschlüsse 12, 14 ist ein Fluid, bei welchem es sich vorzugsweise um Hydrauliköl handelt, in die Arbeitsräume 6, 7 ein- und ausleitbar.

Bei der axialen Bewegung des Kolbens 3 in Richtung des zweiten axialen Endbereichs ist der zweite Hauptanschluss 14 von dem Kolbenring 9 überfahrbar. Wenn der Kolbenring 9 den zweiten Hauptanschluss 14 überfährt, wird in dem zweiten Arbeitsraum 7 ein Teilvolumen des Fluides eingeschlossen, welches über den Kolbenringspalt 10 nur gedrosselt abströmen kann. In dem zweiten axialen Endbe- reich liegt daher eine Endlagendämpfung vor, so dass der Kolben 3 nach der Überfahrt des zweiten Hauptanschlusses 14 bei einer weiteren Annäherung an seine zweite Endlage abgebremst wird. Die hydraulische Steuerungseinheit 2 weist ein hydraulisch betätigtes Steuerventil 16 sowie ein hydraulisch betätigtes Umschaltventil 17 auf. Weiterhin umfasst die hydraulische Steuerungseinheit eine Druckstromzuleitung 18, eine Fluidrückleitung 19, eine erste und zweite Hauptleitung 20, 21 sowie eine Steuerleitung 22. Das Steuerventil 16 kann eine aktive oder eine passive Schaltstellung einnehmen. Es weist ein Federelement 23 auf, welches in der passiven Schaltstellung entspannt und in der aktiven Schaltstellung gespannt ist. Das Steuerventil 16 weist zudem einen Betätigungsanschluss 24 und einen Gegenbetätigungsanschluss 25 auf. Die Stirnflächen des Ventilschiebers auf der Seite des Betätigungsanschlusses 24 und des Gegenbetätigungsanschlusses 25 sind im Zusammenwirken mit dem Federelement 23 so dimensioniert, dass bei einer gleichen Druckbeaufschlagung an dem Betätigungsanschluss 24 und dem Gegenbetätigungsanschluss 25 das Steuerventil 16 die passive Schaltstellung einnimmt, während bei einer Druckbeaufschlagung mit einem höheren Druck an dem Betätigungsanschluss 24 die aktive Schaltstellung eingenommen wird.

Eine Einstellung der zur Annahme der aktiven oder passiven Schaltstellung benötigten Druckverhältnisse kann über die Auswahl des Federlements 23 sowie über das Größenverhältnis der Stirnflächen des Betätigungs- und Gegenbetätigungsan- Schlusses 24, 25 des Steuerventils 16 erfolgen.

Das Umschaltventil 17 weist einen Verriegelungsanschluss 27 sowie einen Schalt- anschluss 28 auf und kann ebenfalls eine aktive oder eine passive Schaltstellung einnehmen. Zudem weist das Umschaltventil 17 ein Federelement 26 auf, das in der passiven Schaltstellung entspannt und in der aktiven Schaltstellung gespannt ist. Durch eine Druckbeaufschlagung des Schaltanschlusses 28 nimmt das Umschaltventil 17 seine aktive Schaltstellung ein. Des Weiteren weist das Umschalt- ventil 17 ein Verriegelungselement 29 auf, welches dem Verriegelungsanschluss 27 baulich zugeordnet ist und welches mittels einer Druckbeaufschlagung des Verrie- gefungsanschlusses 27 betätigt wird. Mittels des Verriegelungselements 29 ist die aktive Schaltstellung des Umschaltventils 17 fixierbar, wobei dies in einen beweg- liehen Teil des Umschaltventils 17 einrastet. Die aktive Schaltstellung des Umschaltventils 17 kann dadurch auch dann beibehalten werden, wenn eine Druckbeaufschlagung des Schaltanschlusses 28 beendet wird. Die passive Schaltstellung des Umschaltventils 17 liegt daher vor, wenn der Schaltanschluss 28 drucklos ist und das Verriegelungselement 29 zugleich nicht fixiert ist, da der Steuerschieber des Umschaltventils durch das Federelement 26 in der passive Schaltstellung gehalten oder in diese gebracht wird.

Mittels der Druckstromzuleitung 18 ist ein erster Arbeitsanschluss 31 des Umschaltventils 17 mit einer Druckstromquelle 30 wie einer Hydraulikpumpe verbindbar. Die Druckstromquelle 30 selbst ist dabei kein Bestandteil der Hydraulikeinheit. Die Fluidrückleitung 19 ist mit einem zweiten Arbeitsanschluss 32 des Umschaltventils 17 verbunden und mündet vorzugsweise in einen Tank 37, aus welchem das rückgeleitete Fluid von der Druckstromquelle 30 erneut beziehbar ist. Der Tank 37 ist ebenfalls kein Bestandteil der Hydraulikeinheit. In der Fig. 1 ist die Druckstromzu- leitung 18 zusätzlich mit dem Buchstaben P (für Power) und die Fluidrückleitung 19 zusätzlich mit dem Buchstaben T (für Tank) gekennzeichnet.

Die erste Hauptleitung 20 verbindet den ersten Hauptanschluss 14 des Arbeitszylinders 1 mit einem dritten und einem sechsten Arbeitsanschluss 33, 36 des Um- schaltventils 17. Die zweite Hauptleitung 21 verbindet den zweiten Hauptanschluss 14 des Arbeitszylinders 1 mit einem vierten und einem fünften Arbeitsanschluss 34, 35 des Umschaltventils 17 sowie mit dem Gegenbetätigungsanschluss 25 des Steuerventils 16. Die Verbindung des Steueranschlusses 15 des Arbeitszylinders 1 mit dem Betäti- gungsanschluss 24 des Steuerventils 16 sowie mit dem Schaltanschluss 28 des Umschaltzylinders 17 wird vorliegend von der Steuerleitung 22 bereitgestellt. Überblicksartig wirken die beschriebenen Elemente wie folgt zusammen:

Mittels des Fluids aus der unter Druck stehenden Hauptleitung 20 wird der Kolben 3 des Arbeitszylinders 1 ausfahrseitig verschoben, wodurch nach dem Überfahren des zweiten Hauptanschlusses 14 durch den Kolbenring 9 im zweiten axialen Endbereich 13 bis zum Endanschlag des Kolbens 3 eine ein erhöhter, aber gedämpfter Druck im Fluid entsteht. Durch den erhöhten Druck wird Fluid über den Steueran- schluss 15 in die Steuerleitung 22, die in Verbindung mit dem Betätigungsan- schluss 24 steht, weitergeleitet, wodurch der Ventilschieber des Steuerventils 16 gegen das Federelement 23 wirkt und die Umschaltung des Steuerventils 16 erfolgt. Nach erfolgter Umschaltung des Steuerventils 16 wird das Fluid mit dem erhöhten, aber gedämpften Druck über die Steuerleitung 22 bis zum Schaltanschluss 28 des Umschaltventils 17 geleitet, wo es auf den Steuerschieber des Umschaltventils 17 wirkt und die Umschaltung des Umschaltventils 17 in dessen aktive Schaltstellung bewirkt. Die Umschaltung des Umschaltventils 17 hat zur Folge, dass das Fluid aus der unter Druck stehenden Druckstromzuleitung 18 über den ersten Arbeitsanschluss 31 und den fünften Arbeitsanschluss 35 in die zweite Hauptleitung 21 geleitet wird, so dass die Hauptleitung 21 über die zweiten Haupt- anschluss 14 das unter Betriebsdruck stehende Fluid in den zweiten Arbeitsraum 7 leitet, wodurch die gewünschte Umkehrung der Kolbenbewegung eingeleitet ist. Zugleich hat der Steueranschluss 15 nun keinen Einfluss mehr auf eine Umsteuerung, da der Ventilschieber des Steuerventils 16 durch die Größenverhältnisse der Stirnflächen und den gleichen Druck am zweiten Hauptanschluss 14 und dem Steueranschluss 15 in der passiven Schaltstellung gehalten wird.

Im Einzelnen gilt für das Zusammmenwirken Folgendes:

Die Hydraulikeinheit ist so ausgebildet, dass sie bei dem bestimmungsgemäßen Gebrauch drei verschiedene Betriebszustände einnehmen kann.

Fig. 1 zeigt den ersten Betriebszustand. Hierbei liegt eine Druckbeaufschlagung in der Druckstromzuleitung 18 vor, so dass das federbetriebene Verriegelungselement 29 ausfährt und an den Steuerschieber des Umschaltventils 17 anstößt, ohne dabei jedoch einzurasten. Das Steuerventil 16 befindet sich aufgrund der ausgeglichenen Druckverhältnisse an dem Betätigungsanschluss 24 und dem Gegenbetätigungsan- schluss 25 in der passiven Schaltstellung. Das Umschaltventil 17 befindet sich ebenfalls in der passiven Schaltstellung, da am Schaltanschluss 28 kein Betriebsdruck anliegt. Somit kann das Fluid über die Druckstromzuleitung 18, das Umschaltventil 17 und die erste Hauptleitung 20 in den ersten Arbeitsraum 6 eingeleitet werden. Zugleich wird das Fluid über die zweite Hauptleitung 21 , das Umschaltventil 17 und die Fluidrückleitung 19 aus dem zweiten Arbeitsraum 7 ausgeleitet. Der Kolben 3 bewegt sich somit in Richtung des zweiten axialen Endbereichs 13.

In Fig. 2 ist der zweite Betriebszustand dargestellt. Der Kolben 3 befindet sich in dem zweiten axialen Endbereich 13, wobei der zweite Hauptanschluss 14 von dem Kolbenring 9 überfahren wurde, so dass ein Teilvolumen des Fluids in dem zweiten Arbeitsraum 6 eingeschlossen ist. Dieses strömt über den Kolbenringspalt 10 gedrosselt ab. Aus der Krafteinwirkung des Kolbens 3 auf das eingeschlossene Fluids resultiert ein Überdruck an dem Steueranschluss 15, welcher mittels der Steuerleitung 22 an das Steuerventil 16 übertragen wird. Das Steuerventil 16 wird nun infolge der erhöhten Druckbeaufschlagung an dem Betätigungsanschluss 24 in die aktive Schaltstellung versetzt, wobei das Federelement 23 gespannt wird. In der aktiven Schaltstellung ermöglicht das Steuerventil 16 einen Fluiddurchtritt in Richtung des Umschaltventils 17, so dass der Schaltanschluss 28 des Umschaltventils 17 nun mit Druck aus dem Steueranschluss 15 beaufschlagt wird. Fig. 3 stellt den dritten Betriebszustand dar. Infolge der Druckbeaufschlagung des Schaltanschlusses 28 geht das Umschaltventil 17 in die aktive Schaltstellung über. In der aktiven Schaltstellung wird das Fluid mittels der Druckstromzuleitung 18 über das Umschaltventil 17 und die zweite Hauptleitung 21 über den zweiten Hauptanschluss in den zweiten Arbeitsraum 7 eingeleitet. Zugleich ist ein Fluidabstrom aus dem ersten Arbeitsraum 6 über die erste Hauptleitung 20 und das Umschaltventil 17 in die Fluidrückleitung 19 einleitbar. Somit wird eine gedämpfte Bewegungsumkehr des Kolbens 3 bewirkt, woraufhin sich dieser erneut in Richtung des ersten axialen Endbereichs 11 bewegt. Der dritte Betriebszustand bleibt während dieser Kolbenbewegung bestehen. Wie Fig. 3 zu entnehmen ist, geht das Steuerventil 16 nach der erfolgten Bewegungsumkehr auf- grund der ausgeglichenen Druckverhältnisse an dem Betätigungsanschluss 24 und dem Gegenbetätigungsanschluss 25 erneut in die passive Schaltstellung über, so dass der Schaltanschluss 28 des Umschaltventils 17 drucklos ist. Die aktive Schaltstellung des Umschaltventils 17 wird dennoch beibehalten, da das Verriegelungselement 29 bei der Änderung der Schaltstellung in den Steuerschieber des Um- schaltventils 17 einrastet und die aktive Schaltstellung fixiert, solange eine Druckbeaufschlagung in der Druckstromzuleitung 18 vorliegt. Fällt der Systemdruck in der Druckstromzuleitung 18 ab, so wird das im Verriegelungsanschluss 27 vorhandene Federelement 26 entspannt. Das Verriegelungelement 29 verlässt seine eingerastete Position und gibt den Steuerschieber frei. Damit geht das Umschalt- ventil 17, angetrieben durch das Federelement 26 erneut in die passive Schaltstellung über. Das dabei zurückgedrängte Fluid am Schaltanschluss 28 wird im Ausführungsbeispiel über den Abschnitt der Steuerleitung 22 zwischen Schaltanschluss 28 und Steuerventil 16 sowie dann über eine Rückleitung mit einem Rückschlagventil (ohne Bezugszeichen) abgeleitet und in die Fluidrückleitung 19 einge- leitet.

Verwendete Bezugszeichen

1 Arbeitszylinder

2 hydraulische Steuerungseinheit 3 Kolben

4 Kolbenstange

5 Zylinderrohr

6 erster Arbeitsraum

7 zweiter Arbeitsraum

8 Dichtung

9 Kolbenring

10 Kolbenringspalt

11 erster axialer Endbereich

12 erster Hauptanschluss

13 zweiter axialer Endbereich

14 zweiter Hauptanschluss

15 Steueranschluss

16 Steuerventil

17 Umschaltventil

18 Druckstromzuleitung

19 Fluidrückleitung

20 erste Hauptleitung

21 zweite Hauptleitung

22 Steuerleitung

23 Federelement

24 Betätigungsanschluss

25 Gegenbetätigungsanschluss

26 Federelement

27 Verriegelungsanschluss 28 Schaltanschluss

29 Verriegelungselement

30 Druckstromquelle erster Arbeitsanschluss zweiter Arbeitsanschluss dritter Arbeitsanschluss vierter Arbeitsanschluss fünfter Arbeitsanschluss sechster Arbeitsanschluss Tank




 
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