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Title:
HYDRAULICALLY DAMPING SLEEVE BEARING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/084143
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a hydraulically damping sleeve bearing with an inner rubber bearing that is comprised of an inner part (1), which is essentially cylindrical or has the approximate shape of a cylinder and which is provided with an axial through hole (2), of an outer bush (3) that surrounds the inner part (1), and of an elastomeric damping element (4), which is placed between the inner part (1) and the outer bush (3) and which is joined thereto by means of vulcanization. According to the invention, the inner rubber bearing is surrounded on its axial ends by chambers (5, 5') provided for accommodating a fluidic damping agent, whereby the chambers (5, 5') are formed by a hydraulic area that is separately placed around the rubber bearing. Said hydraulic area is comprised of a rigid channel support (6), which is slipped onto the outer bush (3) of the rubber bearing and which is provided with a channel (7) for connecting the chambers (5, 5') in a flow-conducting manner, of an outer sleeve (8), which is axially supported on the channel support, and of means (9, 9'), which are axially placed on both sides of the rubber bearing and which are provided for sealing the sleeve bearing. The means (9, 9') are made, in the radially outer area thereof, of an elastomer, into which a support ring (12, 12') is vulcanized via which the outer sleeve (8) is supported on the channel support (6).

Inventors:
Vossel, Andreas (Holsten-Mündruper-Strasse 64, Osnabrück, 49086, DE)
Rodenberg, Andreas (Essern 47, Diepenau, 31603, DE)
Application Number:
PCT/DE2002/001304
Publication Date:
October 24, 2002
Filing Date:
April 09, 2002
Export Citation:
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Assignee:
ZF LEMFÖRDER METALLWAREN AG (Postfach 1220, Lemförde, 49441, DE)
Vossel, Andreas (Holsten-Mündruper-Strasse 64, Osnabrück, 49086, DE)
Rodenberg, Andreas (Essern 47, Diepenau, 31603, DE)
International Classes:
F16F13/14; F16F13/16; F16F13/26; (IPC1-7): F16F13/16; F16F13/26
Foreign References:
US5165669A1992-11-24
US5375822A1994-12-27
US5123635A1992-06-23
US6102380A2000-08-15
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 013, no. 170 (M - 817) 21 April 1989 (1989-04-21)
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 011, no. 135 (M - 585) 28 April 1987 (1987-04-28)
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 011, no. 135 (M - 585) 28 April 1987 (1987-04-28)
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 010, no. 372 (M - 544) 11 December 1986 (1986-12-11)
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Claims:
Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager Patentanspruch :
1. Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager, bei dem ein inneres Gummilager, welches ein im Wesentlichen zylindrisches oder der Zylinderform angenähertes Innenteil (1) mit einer axialen Durchgangsbohrung (2), eine das Innenteil (1) umgebende Außenhülse (3) sowie ein zwischen dem Innenteil (1) und der Außenhülse (3) eingeordnetes und mit dem Innenteil (1) und der Außenhülse (3) durch Vulkanisation verbundenes elastomeres Dämpfungsglied (4) aufweist, an seinen axialen Enden von Kammern (5, 5') zur Aufnahme eines fluiden Dämpfungsmittels umgeben ist, wobei die Kammern (5,5') von einem separat um das Gummilager herum angeordneten Hydraulikbereich gebildet werden, welcher einen auf die Außenhülse (3) des Gummilagers aufgeschobenen starren Kanalträger (6) mit einem Kanal (7) zur strömungsleitenden Verbindung der Kammern (5,5'), eine sich axial auf dem Kanalträger abstützende Außenbuchse (8) und axial beidseitig des Gummilagers angeordnete Mittel (9,9') zum Verschließen des Buchsenlagers aufweist, wobei die Mittel (9,9') aus einem Elastomer bestehen, in dessen radial äußerem Bereich ein Stützring (12,12') einvulkanisiert ist, über welchen sich die Außenbuchse (8) an dem Kanalträger (6) abstützt.
2. Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die axial beidseitig angeordneten Mittel (9,9') zum Verschließen des Buchsenlagers jeweils durch eine Abdeckscheibe (10, 10') mit einer daran anvulkanisierten elastomeren, sich radial zur Außenbuchse (8) erstreckenden Membran (11, 1 l') gebildet sind, wobei der Stützring (12,12') in einen an der Außenbuchse (8) anliegenden, axial verlaufenden Abschnitt der Membran einvulkanisiert ist.
3. Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (1) des Gummilagers an seinen axialen Enden einen Absatz (13,13') aufweist, auf welchem die als Lochscheibe ausgebildeten Abdeckscheiben (10, 10') mit dem Rand ihrer die Durchgangsbohrung (2) des Innenteils (1) konzentrisch umgebenden Bohrung aufliegen.
4. Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenbuchse (8) durch eine auf das innere Gummilager und den auf dessen Außenhülse aufgeschobenen Kanalträger (6) aufgepresste metallische Hülse ausgebildet ist, welche an ihren axialen Rändern eine Axialsicherung (21) aufweist.
5. Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der auf die Außenhülse (8) des inneren Lagers aufgeschobene Kanalträger (6) des Hydraulikbereiches zweigeteilt ist, wobei durch den Grad der Verdrehung beider Kanalträgerteile (14,14') gegeneinander während der Fertigung des Lagers die effektive Kanallänge und somit das axiale Dämpfungsverhalten des Buchsenlagers festlegbar ist.
6. Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager nach einem Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der auf die Außenhülse (8) des inneren Lagers aufgeschobene Kanalträger (6) des Hydraulikbereiches in einer Ebene quer zur Längsachse des Buchsenlagers zweigeteilt ist, wobei durch den Grad der Verdrehung beider Kanalträgerteile (14,14') gegeneinander während der Fertigung des Lagers die effektive Kanallänge und somit das axiale Dämpfungsverhalten des Buchsenlagers festlegbar ist.
7. Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das der Kanalträger (6) des Hydraulikbereiches aus zwei Ringen (14,14') besteht, in die auf jeweils einer Axialseite eine Nut (15) eingearbeitet ist, welche in einem Abschnitt ihres Verlaufs einen den jeweiligen Ring (14,14') axial durchragender Durchbruch (16,16') aufweist, wobei die Ringe (14,14') zur Ausbildung des Kanalträgers (6) mit ihren die Nut (15) aufweisenden Axialseiten einander zugewandt zusammengefügt werden und jede Nut (15,15') eine Kanalhälfte ausbildet.
8. Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass auch in dem elastomeren Dämpfungsglied (4) des Innenlagers Kammern (18) zur Aufnahme eines Dämpfungsmittels ausgebildet und durch den Kanal (20) eines zwischen dem Dämpfungsglied (4) und der Außenhülse (3) des Gummilagers eingeschlossen weiteren Kanalträgers (19) miteinander verbunden sind.
9. Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager nach Anspruch 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (1) des Gummilagers in der Form eines an zwei gegenüberliegenden Seiten abgeflachten Zylinders ausgebildet ist.
Description:
Hydraulisch dämpfendes Buchsenlager Beschreibung : Die Erfindung betrifft ein hydraulisch dämpfendes Buchsenlager, welches aus einem inneren, als Gummilager ausgebildeten Lager und einem dieses Gummilager umgebenden separaten äußeren Hydraulikbereich gebildet ist.

Zur Dämpfung von Schwingungen und zur Aufnahme von Kräften werden Lager unterschiedlichster Bauformen, vornehmlich Gummilager vielfältig eingesetzt. In der Automobilindustrie dienen sie beispielsweise zur Lagerung von Teilen der Radaufhängung oder der Antriebsaggregate der Fahrzeuge. Dabei ist es je nach Einsatzfall bekannt, die dämpfende Wirkung elastomerer Dämpfungsglieder durch eine hydraulische Dämpfung (sogenannte Massedämpfung) zusätzlich zu unterstützen. Zur Nutzung des von der Flüssigkeitsmasse hervorgerufenen Tilgereffektes werden in den elastomeren Einsatzteilen beziehungsweise Gummikörpern der Lager Kammern zur Aufnahme eines fluiden Dämpfungsmittels vorgesehen. Die Kammern, deren Größe und Position im Lager von der geforderten Abstimmung abhängt, werden durch einen oder mehrere, in speziellen zusätzlich in das Lager integrierten Formteilen ausgebildete Kanäle strömungsleitend miteinander verbunden. Je nach Beanspruchung des Lagers wird so das Dämpfungsmittel von einer Kammer in eine andere gedrückt. Hierbei sind sowohl Lager bekannt geworden bei denen die hydraulische Dämpfung in Bezug auf radial in das Lager eingetragene Kräfte genutzt wird als auch solche, bei denen vornehmlich die axiale Dämpfung durch die Dämpfungsflüssigkeit unterstützt wird. Auch Lager bei denen der Tilgereffekt des Dämpfungsmittels in axialer und radialer Richtung genutzt wird sind bekannt.

Ein Beispiel hierfür wird in der DE 41 17 129 AI offenbart. Die Schrift beschreibt ein hydraulisch dämpfendes Lager mit einem Lagerkern, einer diesen mit radialen Abstand umgebenden Lagerhülse und einem dazwischen eingeordneten elastomeren Einsatz mit zwei in Achsrichtung übereinander liegenden Gruppen dämpfungsmittelgefüllter Kammern. Durch wendelförmige Nuten im Außenumfang des Lagerkerns werden diagonal durch das Lager geführte Drosselkanäle ausgebildet, welche alle Kammern untereinander 10 verbinden. Je nach der Beanspruchung zirkuliert die Dämpfungsflüssigkeit zwischen den untereinander verbundenen Kammern. Die beschriebene Ausbildungsform eines Lagers bewirkt auf diese Weise eine hydraulische Dämpfung sowohl in radialer als auch in axialer Richtung, ist jedoch hinsichtlich ihrer Bauweise relativ aufwendig. Wie auch von anderen Lagern des Standes der Technik bekannt, wirkt der elastomere Einsatz gleichzeitig als Trag-und Hydraulikteil. Im Hinblick auf den im Allgemeinen nur geringen zur Verfügung stehenden Bauraum ist bei solchen Lagern die Dämpfung im Buchsenbereich bei hohen statischen Forderung vergleichsweise gering.

Aufgabe der Erfindung ist es insbesondere, ein hydraulisch dämpfendes Buchsenlager zu 20 schaffen, welches die Herstellung von Lagern mit geringen Abmessungen ermöglicht. Die Aufgabe besteht weiterhin darin, das Lager so zu gestallten, dass es trotz einer einfachen Grundbauform während der Fertigung mit geringem Aufwand hinsichtlich des Dämpfungsverhaltens beziehungsweise seiner Abstimmung flexibel an unterschiedliche Einsatzzwecke angepasst werden kann.

Die Aufgabe wird durch ein Lager mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst.

Vorteilhafte Aus-beziehungsweise Weiterbildungen des Lagers sind durch die Unteransprüche gegeben.

30 Erfindungsgemäß besteht das Lager quasi aus zwei separaten Lagerteilen, nämlich aus einem inneren Gummilager und einen um dieses Gummilager herumgebauten Hydraulikbereich. Das innere Gummilager ist in an sich bekannter Weise aufgebaut und weist ein mit einer axialen Durchgangsbohrung versehenes Innenteil, eine konzentrisch um dieses Innenteil angeordnete zylindrische Außenhülse sowie ein zwischen dem Innenteil und der Außenhülse eingeordnetes, mit dem Innenteil und der Außenhülse durch Vulkanisation verbundenes elastomeres Dämpfungsglied auf.

Durch den separat um das Gummilager herum angeordneten Hydraulikbereich werden um die axialen Enden dieses inneren Lagers Kammern zur Aufnahme eines fluiden Dämpfungsmittels ausgebildet. Hierzu kann der Hydraulikbereich aus einem starren, auf 10 die Außenhülse des Gummilagers aufgeschobenen Kanalträger mit einem darin ausgebildeten Kanal zur strömungsleitenden Verbindung der Kammern, einer sich axial auf diesen Kanalträger abstützenden Außenbuchse und axial beidseitig des Gummilagers angeordneten Mitteln zum axialen Verschließen der gesamten Baueinheit bestehen. Die das Lager axial verschließenden Elemente können zumindest in einem radial äußeren Bereich aus einem Elastomer bestehen, in das ein Stützring einvulkanisiert ist, über welchen sich die Außenbuchse gegen den Kanalträger abstützt.

Als Tragteil für den äußeren Hydraulikbereich dient ausschließlich der starre Kanalträger, an dem die Außenbuchse zumindest partiell zur Anlage kommt beziehungsweise auf dem 20 sich die Außenbuchse des Lagers abstützt. Die axiale Dämpfung ist insoweit unabhängig von der Beschaffenheit des inneren Gummilagers. Durch die separate Ausführung der beiden Lagerkomponenten ist es aber möglich, das Lager hinsichtlich seines Dämpfungsverhaltens sehr flexibel zu gestalten beziehungsweise es bei der Fertigung entsprechend abzustimmen. Bei im Grunde gleichen axialen Dämpfungsverhalten kann das radiale Dämpfungsverhalten dadurch variiert werden, dass je nach vorgesehenem Einsatzzweck unterschiedlich ausgebildete und dimensionierte innere Gummilager mit dem Hydraulikbereich umbaut werden.

Die Mittel zum axialseitigen Verschließen des Buchsenlagers sind gemäß einer möglichen 30 Ausgestaltung der Erfindung jeweils durch eine Abdeckscheibe mit einer daran anvulkanisierten, elastomeren, sich radial bis zur Außenbuchse erstreckenden Membran gebildet. Dabei sind die Ringe, über welche sich die Außenbuchse an dem auf die Außenhülse des inneren Gummilagers aufgeschobenen Kanalring abstützt, in einen axial verlaufenden, an der Außenbuchse anliegenden Abschnitt integriert. Entsprechend einer praxisgerechten Ausführung weist das Innenteil des Gummilagers dazu an seinen axialen Enden einen Absatz auf, auf welchen die zum axialen Verschließen des Lagers dienenden, als eine Lochscheibe ausgebildeten Abdeckscheiben mit dem Rand ihrer Bohrungen aufliegen. Die Bohrung jeder Abdeckscheibe umgibt dabei die Durchgangsbohrung des inneren Lagers konzentrisch. Bei der Außenbuchse handelt es sich vorteilhafterweise um eine Hülse, welche beispielsweise auf die aus dem Innenlager und dem Kanalträger 10 bestehende innere Struktur aufgepresst ist und an ihren axialen Enden eine Axialsicherung aufweist. Dabei kann es sich um eine auf der Kante des von der Membran der Verschlussmittel eingeschlossenen Stützrings aufliegende Umbördelung des Randes der Außenbuchse handeln.

Denkbar wäre es ferner, eine Außenbuchse mit abschnittsweise unterschiedlicher Wandstärke zu verwenden, die an ihren axialen Enden einen an dem Stützring zur Anlage kommenden Absatz aufweist.

Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des Buchsenlagers ist der auf die 20 Außenhülse aufgeschobene Kanalträger zweigeteilt, wobei eine Teilung quer zur Längsachse des Buchsenlagers von besonderem Vorteil ist. Dabei sind die beiden Kanalträgerteile so ausgebildet, dass während der Fertigung beziehungsweise während ihrer Montage durch eine Verdrehung der Kanalträgerteile gegeneinander die effektive Länge des später die axial äußeren Kammern verbindenden Kanals festgelegt werden kann.

Hierdurch ist das axiale Dämpfungsverhalten des Lagers sehr flexibel einstellbar.

Entsprechend einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lagers ist das Innenlager ebenfalls als hydraulisch dämpfendes Lager ausgebildet. Dazu sind, wie von hydraulischen dämpfenden Gummilagern des Standes der Technik bekannt, 30 in dem elastomeren Dämpfungsglied zusätzliche Kammern zur Aufnahme eines Dämpfungsmittels ausgebildet. Diese werden durch einen Kanal miteinander verbunden, zu dessen Ausbildung ein weiterer Kanalträger zwischen dem Tragkörper des Gummilagers, also dessen elastomeren Dämpfungsglied und seiner Außenhülse eingeordnet ist. Unter Beibehaltung des grundsätzlichen Prinzips dämpft der äußere Hydraulikbereich des Buchsenlagers vornehmlich axial eingetragene Kräfte, während das innere Gummilager, in diesem Falle unterstützt durch eine hydraulische Massedämpfung, vorzugsweise in der radialen Richtung dämpfend wirkt. Darüber hinaus ist es möglich, das radiale Dämpfungsverhalten des Lagers durch unterschiedliche Gestaltungen seines Innenteils zu beeinflussen. Beispielsweise kann durch abschnittsweise Abflachungen des dem Grunde nach zylindrischen Innenteils und sich bei Beibehaltung der zylindrischen Form seiner 10 Außenhülse ergebende unterschiedliche Gummihöhen ein in Umfangsrichtung variierendes Kennungsverhalten erreicht werden.

Der besondere Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass auf Grund des separaten Hydraulikbereichs sehr geringe Bauhöhen erreicht werden. Durch den starren Kanalträger wird dabei eine sehr große Wirkfläche erzielt, die je nach Auslegung des Lagers bis um den Faktor 10 größer ist als bei den herkömmlichen Lagern, bei denen das Hydraulikteil gleichzeitig als Tragteil wirkt. Die mögliche Kalibrierung des Gummilagers führt außerdem zu einer deutlich größeren Lebensdauer und sie lässt sehr geringe Gummihöhen zu, da die stets vorhandenen Schrumpfspannungen gegenüber den Verhältnissen bei Lagern 20 herkömmlicher Bauweise deutlich verringert werden.

Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.

In den zugehörigen Zeichnungen zeigen Figur 1 : Einen Längsschnitt durch eine mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lagers.

Figur 2 : einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform deren Innenlager eine hydraulische Massendämpfung aufweist.

Figur 3 : eine mögliche Ausbildungsform des die Außenbuchse axial abstützen 30 Kanalträgers Durch die Figur 1 wird der grundsätzliche erfinderische Aufbau des Buchsenlagers veranschaulicht. Deutlich zu erkennen ist, dass das Lager im Wesentlichen aus zwei separaten Lagerteilen besteht, nämlich einem inneren Gummilager und einem um dieses Gummilager herum angeordneten, also quasi um dieses Gummilager herumgebauten Hydraulikbereich. Das Gummilager besteht in an sich bekannter Weise aus einem zylindrischen Innenteil 1 mit einer axialen Durchgangsbohrung 2, einer das Innenteil 1 umgebenden Außenhülse 3 und dem zwischen Innenteil 1 und Außenhülse 3 eingeordneten und mit ihnen durch Vulkanisation verbundenen elastomeren Dämpfungsglied 4. Diese ein eigenständiges Lager ausbildende Anordnung ist von dem Hydraulikbereich umgeben. Wie 10 ersichtlich, besteht der Hydraulikbereich aus einem auf die Außenhülse 3 des inneren Gummilagers aufgeschobenen Kanalträger 6, einer sich auf diesem Kanalträger 6 abstützenden Außenbuchse 8 und Mitteln 9,9'zum axialen Verschließen der gesamten Baueinheit. Bei diesen Mitteln 9,9'handelt es sich um Abdeckscheiben 10,10', an welche jeweils eine elastomere Membran 11,11'anvulkanisiert ist. Die zur Abdeckung dienenden Lochscheiben 10,10'liegen in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit dem Rand ihrer Bohrung auf einem hierfür an dem Innenteil 1 des Gummilagers vorgesehenen Absatz 13,13'auf. Wie aus der Abbildung ersichtlich, erstrecken sich die mit den Abdeckscheiben 10,10'durch Vulkanisation verbundenen Membranen 9,9'in axialer Richtung bis an die Innenfläche der Außenbuchse 8 und liegen dort mit einem in axialer 20 Richtung verlaufenden Abschnitt an deren Innenkontur an. In den radial äußeren Bereich jeder Membran 9,9', genauer gesagt in den an der Innenkontur der Außenbuchse 8 anliegenden Abschnitt ist jeweils ein Stützring 12,12'einvulkanisiert. Über die Stützringe 12,12'stützt sich die Außenbuchse 8 auf dem Kanalträger 6 ab. Bei dem im Beispiel gezeigten Lager wurde die Außenbuchse 8 auf die durch das innere Gummilager und den auf dessen Außenhülse 3 aufgeschobenen Kanalträger 6 gebildete Struktur aufgepresst und anschließend im Bereich ihrer axialen Enden umgebördelt. Die Umbördelung wirkt hierbei als Axialsicherung 21. Zwischen dem Kanalträger 6, der Außenbuchse 8 und den beidseits an den axialen Enden der Außenbuchse 8 angeordneten und von der Axialsicherung 21 umfassten Gummimembranen 11, 11'sind die 30 Kammern 5, 5'zur Aufnahme des Dämpfungsmittels ausgebildet. Sie sind über einen im Kanalträger 6 ausgebildeten Kanal 7 strömungsleitend miteinander verbunden. Bei einer axialen Belastung bewegt sich der Hydraulikbereich des Lagers in axialer Richtung ausschließlich in der Membran 11,11'. Der Kanalträger 6 dient dabei als abstützendes Glied, während der Tragkörper des inneren Lagers auf das axiale Dämpfungsverhalten im Grunde keinen Einfluss hat. Das axiale Dämpfungsverhalten wird vielmehr lediglich durch die Abstimmung des Hydraulikbereiches und seine Bewegung in den Membranen 11, 1 l' bestimmt. Durch die axiale Bewegung des Hydraulikteils wird die an der Seite der Krafteinwirkung ausgebildete Kammer 5,5'zusammengedrückt und das dort vorhandene Dämpfungsmittel über den Kanal 7 in die gegenüberliegende Kammer 5,5'gedrückt. Die Dämpfungswirkung der hieraus resultierenden Massedämpfung wird unter anderem von 10 der effektiven Kanallänge des die Kammern 5,5'miteinander verbindenden Kanals 7 bestimmt.

In der Figur 2 ist eine andere Variante des erfindungsgemäßen Lagers dargestellt. Hierbei handelt es sich um ein Lager, bei dem auch das innere Lagerteil hydraulisch gedämpft ist.

Dazu sind in dem das Innenteil 1 mit der Außenhülse 3 des inneren Lagers miteinander verbindenden Gummi 4 zusätzliche Kammern 18 ausgebildet. Diese Kammern 18 sind durch den Kanal 20 eines weiteren, zwischen dem Dämpfungsglied 4 und der Außenhülse 3 des inneren Lagers eingeordneten Kanalträgers 19 strömungsleitend miteinander verbunden. Das innere Lager wirkt über die Beschaffenheit und 20 Dimensionierung seines elastomeren Dämpfungsgliedes 4 sowie durch die zusätzliche Massedämpfung des fluiden Dämpfungsmittels in radialer Richtung dämpfend. Der äußere Lagerbereich (Hydraulikbereich) wirkt dagegen unabhängig vom Dämpfungsverhalten des inneren Lagers und dient ausschließlich zur Dämpfung axial eingetragener Kräfte. Durch eine von der Zylinderform abweichende Ausbildung des Innenteils 1 (beispielsweise mit einander gegenüberliegenden abgeflachten Seiten) kann ein in Umfangsrichtung unterschiedliches Kennungsverhalten des inneren Lagers erreicht werden.

Durch die Figur 3 wird eine spezielle Ausführungsform des auf die Außenhülse 3 des inneren Gummilagers aufzuschiebenden Kanalträgers 6 dargestellt. Der Kanalträger 6 ist hierbei in axialer Richtung zweigeteilt ausgebildet. Er besteht aus zwei Ringen 14,14', bei denen jeweils in eine axiale Außenfläche eine Nut 15,15'eingearbeitet ist. Die Nut 15,15' weist an einer Stelle einen Durchbruch 16,16'zu der axial gegenüberliegenden Seite des Ringes 14,14'auf. Außerdem ragt an der Kante dieses Durchbruchs 16,16'ein Führungs- und Anschlagelement 17,17'axial aus der Nut 15, 15'heraus. Zur Bildung des Kanalträgers 6 werden die Ringe 14,14', wie in der Abbildung ersichtlich, mit den in sie eingearbeiteten Nuten 15,15', einander zugewandt, zusammengebracht. Je nachdem, in welcher Lage sich dabei die in den Ringen 14,14'vorgesehenen Durchbrüche 16,16' zueinander befinden, kann die effektive Kanallänge unterschiedlich eingestellt werden. Für den Fachmann wird ersichtlich, dass das fluide Dämpfungsmittel bei dem zusammengefügten Buchsenlager über die Durchbrüche 16,16'aus den axial angeordneten Kammern 5,5'austritt oder in diese eintritt. Durch eine unterschiedliche Stellung der Durchbrüche 16,16'zueinander und die daraus resultierende variable Kanallänge kann das Lager während der Fertigung im Hinblick auf sein axiales Dämpfungsverhalten abgestimmt werden.

Liste der verwendeten Bezugszeichen 1 Innenteil 2 Durchgangsbohrung 3 Außenhülse 4 elastomeres Dämpfungsglied (Gummi) 5,5'Kammer 6 Kanalträger 7 Kanal 8 Außenbuchse 9,9'Mittel zum axialen Verschließen 10,10'Abdeckscheibe (Lochscheibe) l l, 11'Membran 12,12'Stützring 13,13'Absatz 14,14'Ring (Kanalträgerteil) 15,15'Nut 16,16'Durchbruch 17,17'Führungs-und Anschlagelement 18 Kammer 19 Kanalträger 20 Kanal 21 Axialsicherung