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Title:
HYDROFOIL ARRANGEMENT FOR MOBILE OFFSHORE EQUIPMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/094329
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a hydrofoil arrangement (100, 200, 300) for mobile offshore equipment (224, 324), in particular a watercraft (224, 324), comprising at least one main part (102, 202, 302) having at least one connection unit (104, 304) designed to connect the hydrofoil arrangement (100, 200, 300) to the mobile offshore equipment (224, 324), at least one hydrofoil (106, 206, 306) arranged on the main part (102, 202, 302), at least one flow generator (108, 208, 308) arranged on the main part (102, 202, 302) and designed to generate a flow (110, 310) around the hydrofoil (106, 206, 306), wherein the hydrofoil arrangement (100, 200, 300) is rotatable at least about a substantially vertical rotation axis (114, 314) when used as intended in dependence on at least one control data set (352) which can be provided.

Inventors:
ROSEN JOHANNES (DE)
Application Number:
EP2019/077499
Publication Date:
May 14, 2020
Filing Date:
October 10, 2019
Export Citation:
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Assignee:
INNOGY SE (DE)
International Classes:
B63H25/42; B63B1/28; B63B39/08
Foreign References:
KR101411508B12014-06-24
DE202014003766U12014-06-04
FR2063498A51971-07-09
Attorney, Agent or Firm:
BÜCKER, Hendrik (DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) für eine mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324), insbesondere ein Wasserfahrzeug (224, 324), umfassend:

mindestens einen Grundkörper (102, 202, 302) mit mindestens einer

Verbindungseinheit (104, 304), die zum Verbinden der Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) mit der mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) eingerichtet ist,

mindestens einen an dem Grundkörper (102, 202, 302) angeordneten Tragflügel (106, 206, 306),

mindestens einen an dem Grundkörper (102, 202, 302) angeordneten Strömungserzeuger (108, 208, 308), der zum Generieren einer Umströmung (110, 310) des Tragflügels (106, 206, 306) eingerichtet ist,

wobei die Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) in ihrem

bestimmungsgemäßen Gebrauch abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz (352) zumindest um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse (114, 314) drehbar ist.

2. Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass

der Grundkörper (102, 202, 302) mindestens eine Antriebseinheit (114) umfasst, die zum Antreiben des Strömungserzeugers (108, 208, 308) eingerichtet ist,

wobei die Antriebseinheit (114) insbesondere ein Elektromotor (114) ist.

3. Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch

gekennzeichnet, dass die Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) in ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch zum Ändern des Anstellwinkels (342) des Tragflügels (106, 206, 306) abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz (352) eingerichtet ist,

und/oder

die Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) in ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch zum Ändern des Anstellwinkels (342) mindestens eine an der Tragflügeleinrichtung montiere Endleistenklappe des Tragflügels (106, 206, 306) abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz (352) eingerichtet ist,

und/oder

die Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) in ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch zum Ändern der Antriebsleistung des Strömungserzeugers (108, 208, 308) abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz (352) eingerichtet ist.

4. Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) in ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch in einer vertikalen Richtung (344) und/oder in einer horizontalen Richtung verfahrbar ist,

und/oder

die Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) klappbar ausgebildet ist.

5. Mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324), insbesondere Wasserfahrzeug (224, 324), zum Anlanden an eine weitere Offshore-Vorrichtung (348) umfassend: mindestens eine Rumpfeinrichtung (228, 328),

mindestens zwei mit der Rumpfeinrichtung (228, 328) verbundene Tragflügeleinrichtungen (100, 200, 300) nach einem der vorherigen Ansprüche, und mindestens eine Steuereinheit (232, 332), die zum Bereitstellen des mindestens einen Steuerdatensatzes (352) eingerichtet ist.

6. Mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) nach Anspruch 5, dadurch

gekennzeichnet, dass

die mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) mindestens eine

Lageerfassungseinheit (234, 334) umfasst, die zum Erfassen mindestens eines Lageparameters der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324) eingerichtet ist, und

die Steuereinheit (232, 332) zum Generieren des mindestens einen Steuerdatensatzes (352) abhängig von dem mindestens einen erfassten Lageparameter eingerichtet ist.

7. Mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch

gekennzeichnet, dass

die mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) mindestens eine

Bewegungserfassungseinheit (234, 334) umfasst, die zum Erfassen mindestens eines Bewegungsparameters der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324) eingerichtet ist, und

die Steuereinheit (232, 332) zum Generieren des mindestens einen Steuerdatensatzes (352) abhängig von dem mindestens einen erfassten Bewegungsparameter eingerichtet ist.

8. Mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) nach Anspruch 6, dadurch

gekennzeichnet, dass der mindestens eine Lageparameter der mobilen

Offshore-Vorrichtung (224, 324) ausgewählt ist aus der Gruppe, umfassend: einen Krängungswinkel der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324) in Bezug zu der Längsachse (233) der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324), einen Stampfwinkel der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324) in Bezug zu der Querachse (235) der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324), Gierwinkel der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324) in Bezug zu der Hochachse (237) der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324),

Geschwindigkeit der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324),

einen vertikalen Abstand der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324) zu der Wasseroberfläche und/oder zu einer Anlandeeinrichtung (349) der weiteren Offshore-Vorrichtung (348),

einen horizontalen Abstand der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324), insbesondere der Anlande-Plattform (326) der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324), in horizontaler Richtung zu einer Anlandeeinrichtung (349) der weiteren Offshore-Vorrichtung (348).

9. Mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) nach einem der Ansprüche 6 bis 8,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Steuereinheit (232, 332) zum Generieren des mindestens einen Steuerdatensatzes (352) abhängig von mindestens einem bereitgestellten Umgebungsparameter der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324) eingerichtet ist,

wobei der mindestens eine Umgebungsparameter ausgewählt ist aus der Gruppe, umfassend:

Wellenhöhe,

Windgeschwindigkeit,

Windrichtung,

Strömungsrichtung,

Strömungsgeschwindigkeit.

10. Mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) nach einem der vorherigen Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass

mindestens ein Leitblech (236) mit der Rumpfeinrichtung (228, 328) verbunden ist, derart, dass das Leitblech (236) zwischen den zumindest zwei Tragflügeleinrichtungen (100, 200, 300) angeordnet ist, wobei das Leitblech (236) insbesondere zumindest in einer vertikalen Richtung verfahrbar ist.

11. Mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) nach einem der vorherigen Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass

die mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) mindestens eine elektrische

Energieversorgungseinheit (230, 330) umfasst, die zum Versorgen mindestens einer Antriebseinheit (114) mindestens einer

Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) eingerichtet ist,

wobei die elektrische Energieversorgungseinheit (230, 330) mindestens ein erstes zu einem zweiten elektrischen Anschlussmodul (350) einer weiteren

Offshore-Vorrichtung (348) eines Offshore-Windparks korrespondierendes elektrisches Anschlussmodul (330) umfasst, und/oder

wobei die elektrische Energieversorgungseinheit (230, 330) mindestens eine wiederaufladbare Batterie umfasst.

12. Mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) nach einem der vorherigen Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass

die mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) mindestens vier mit der Rumpfeinrichtung (228, 328) verbundene Tragflügeleinrichtungen (100, 200, 300) umfasst,

wobei die Rumpfeinrichtung (228, 328) vier Eckbereiche (238) aufweist, und wobei jeweils eine Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) in jeweils einem Eckbereich (238) angeordnet ist.

13. Verfahren zum Betreiben einer mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324) nach einem der vorherigen Ansprüche 5 bis 12, insbesondere zum Anlanden an eine weitere Offshore-Vorrichtung (348), umfassend:

Bereitstellen mindestens eines Lageparameters der mobilen Offshore- Vorrichtung (224, 324), Generieren mindestens eines Steuerdatensatzes (352), basierend auf dem mindestens einen bereitgestellten Lageparameter,

Steuern der mindestens zwei Tragflügeleinrichtungen (100, 200, 300), wobei das Steuern zumindest das Drehen der mindestens einen

Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) abhängig von dem mindestens einen generierten Steuerdatensatz zumindest um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse (112, 312) der Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) umfasst.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass

das Steuern ein Ändern des Anstellwinkels (342) des Tragflügels (106, 206, 306) mindestens einer Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) abhängig von mindestens einem generierten Steuerdatensatz (352) umfasst,

und/oder

das Steuern ein Ändern des Anstellwinkels (342) mindestens einer an der Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) montierten Endleistenklappe des Tragflügels (106, 206, 306) abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz (352) umfasst,

und/oder

das Steuern ein Ändern der Antriebsleistung des Strömungserzeugers (108, 208, 308) mindestens einer Tragflügeleinrichtung (100, 200, 300) abhängig von mindestens einem generierten Steuerdatensatz (352) umfasst.

15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass

das Steuern der mindestens zwei Tragflügeleinrichtungen (100, 200, 300) derart durchgeführt wird, dass die mobile Offshore-Vorrichtung (224, 324) eine vorgebbare Lageposition erreicht,

wobei die vorgebbare Lageposition durch mindestens ein Kriterium definiert ist, ausgewählt aus der Gruppe, umfassend:

ein vorgebbares Krängungswinkelkriterium der mobilen Offshore- Vorrichtung (224, 324) in Bezug zu der Längsachse (233) der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324), ein vorgebbares Stampfwinkelkriterium der mobilen Offshore- Vorrichtung (224, 324) in Bezug zu der Querachse (235) der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324),

ein vorgebbares Gierwinkelkriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung (224, 324) in Bezug zu der Hochachse (237) der mobilen Offshore-

Vorrichtung (224, 324),

ein vorgebbares Geschwindigkeitskriterium der mobilen Offshore- Vorrichtung (224, 324),

ein vorgebbares vertikales Abstandskriterium der mobilen Offshore- Vorrichtung (224, 324) in Bezug zu der Wasseroberfläche und/oder zu einer Anlandeeinrichtung (349) der weiteren Offshore-Vorrichtung (348), und

ein vorgebbares horizontales Abstandskriterium der mobilen Offshore- Vorrichtung (224, 324) zu einer Anlandeeinrichtung (349) der weiteren Offshore-Vorrichtung (348).

Description:
Tragflügeleinrichtung für eine mobile Offshore-Vorrichtung

Die Anmeldung betrifft eine Tragflügeleinrichtung für eine mobile Offshore- Vorrichtung, insbesondere ein Wasserfahrzeug. Darüber hinaus betrifft die

Anmeldung eine mobile Offshore-Vorrichtung und ein Verfahren zum Betreiben einer mobilen Offshore-Vorrichtung.

Windkraftsysteme bzw. Windparks mit einer Mehrzahl von Windkraftanlagen sind bekannt. Eine Windkraftanlage ist hierbei zum Wandeln der kinetischen Energie des Winds in elektrische Energie eingerichtet. Aufgrund einer höheren Windsicherheit und/oder höherer Windgeschwindigkeiten werden vermehrt Offshore- Windenergiesysteme bzw. Offshore-Windparks installiert.

Bei Offshore-Windenergiesystemen mit einer Vielzahl von stationären Offshore- Vorrichtungen, wie Offshore-Windkraftanlagen, Offshore-Substationen, Offshore- Messstationen etc., gestalten sich insbesondere Wartungs- und/oder

Reparaturvorgänge für eine entsprechende Offshore-Vorrichtung aufwendig und kostenintensiv. Wesentlicher Grund hierfür ist die Offshore-Lage einer solchen Vorrichtung.

Es ist bekannt, für Wartungs- und/oder Reparaturvorgänge mobile Offshore- Vorrichtungen, insbesondere Wasserfahrzeuge, wie Katamarankonstruktionen, einzusetzen, um Material und/oder Personal zu einer stationären Offshore- Vorrichtung zu befördern. Ein entsprechendes Wasserfahrzeug wird auch Offshore Crew Transfer Vessel genannt. Die bevorzugten Katamarankonstruktionen, die eine Rumpfeinrichtung mit zumindest zwei Rümpfen und einer darauf angeordneten Transport- und/oder Anlande-Plattform umfassen kann, können eine Länge zwischen 10 m und 30 m, vorzugsweise zwischen 20 und 30 m (z.B. ca. 24 m), aufweisen. Für den Anlandungsvorgang an eine weitere Offshore-Vorrichtung wird ein entsprechendes Wasserfahrzeug mit Motorkraft an die Anlandeeinrichtung (auch Boatlanding genannt) der weiteren Offshore-Vorrichtung angedrückt. Die Höhe der Transport-Plattform bzw. Anlande-Plattform der mobilen Offshore-Vorrichtung gegenüber der Wasseroberfläche ist derart gewählt, dass diese zu der Höhe der Anlandeeinrichtung der weiteren (stationären) Offshore-Vorrichtung korrespondiert.

Der zuvor beschriebene Anlandungsvorgang weist jedoch Nachteile auf. lnsbesondere ist das entsprechende Manöver nur bis zu einer bestimmten Wellenhöhe (z.B. ca. 1 bis 1,5 m (signifikant)) durchführbar. Übersteigt der Wellengang diese Wellenhöhe kann der Anlandungsvorgang aufgrund der durch diesen Wellenggang verursachten erhöhten Bewegung der mobilen Offshore-Vorrichtung nicht mehr in sicherer Weise durchgeführt werden. So kann der Wellengang zum Beispiel zu einer Krängung der mobilen Offshore-Vorrichtung um die Längsachse der mobilen Offshore-Vorrichtung und/oder zu einem Stampfen der mobilen Offshore-Vorrichtung um die Querachse der mobilen Offshore-Vorrichtung führen. Dies verhindert ein sicheres Anlanden an der weiteren Offshore-Vorrichtung.

Beispielsweise wird eine zuvor beschriebene Katamarankonstruktion bei dem

Anlandungsvorgang mit seinem Bug gegen die stationäre Offshore-Vorrichtung gedrückt. Ab der bestimmten (signifikanten) Wellenhöhe (z.B. ca. 1 bis 1,5 m) besteht die Gefahr eines Abrutschens des Bugs der Katamarankonstruktion. Dies geht mit entsprechenden Verletzungsrisiken für das Personal einher. Demnach sind bei derartigen mobilen Offshore-Vorrichtungen Anlandungen und damit das Durchführen von Wartungs- und und/oder Reparaturvorgänge nicht bei einem Wellengang möglich, bei dem die bestimmte (signifikante) Wellenhöhe (z.B. ca. 1,5 m) erreicht oder überschritten wird. Dies führt zu einer ungewollten Verlängerung von Wartungs und und/oder Reparaturvorgängen. Besonders problematisch ist dies, wenn der Betrieb der zu reparierenden und/der zu wartenden Offshore-Vorrichtung (z.B.

Windkraftanlage) bis zum Abschluss des entsprechenden Wartungs- und und/oder Reparaturvorgangs unterbrochen werden muss. Weiterhin bekannt zum Ausgleich der durch Wellen induzierten Bewegungen mobiler Offshore-Vorrichtungen sind passiv oder hydraulisch oder elektrisch angetriebene Mechaniken und entsprechende Steuerungen aktiv kompensierter Gangway-Systeme (Walk to work), wie z.B. Ampelmann, Uptime, etc. Nachteilig an diesen Vorrichtungen sind die aufwändige Konstruktion und das erhebliche Gewicht dieser Systeme, so dass sie nur auf größeren Schiffen einsetzbar sind.

Daher liegt der Anmeldung die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung für eine mobile Offshore-Vorrichtung, insbesondere für ein Wasserfahrzeug, für eine Anlandung an einer weiteren Offshore-Vorrichtung bereitzustellen, welches auch bei einem

Wellengang mit höheren Wellenhöhen eine sichere Anlandung an der weiteren Offshore-Vorrichtung erlaubt.

Die Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der Anmeldung durch eine

Tragflügeleinrichtung für eine mobile Offshore-Vorrichtung, insbesondere ein

Wasserfahrzeug, nach Anspruch 1 gelöst. Die Tragflügeleinrichtung umfasst mindestens einen Grundkörper mit mindestens einer Verbindungseinheit. Die Verbindungseinheit ist zum Verbinden der Tragflügeleinrichtung mit der mobilen Offshore-Vorrichtung eingerichtet. Die Tragflügeleinrichtung umfasst mindestens einen an dem Grundkörper angeordneten Tragflügel. Die Tragflügeleinrichtung umfasst mindestens einen an dem Grundkörper angeordneten Strömungserzeuger. Der Strömungserzeuger ist zum Generieren einer Umströmung des Tragflügels eingerichtet. Die Tragflügeleinrichtung ist, in ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch, abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz zumindest um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse drehbar.

Anmeldungsgemäß ist erkannt worden, dass ein Anlandungsvorgang auch bei einem Wellengang mit einer Wellenhöhe über der bestimmten (signifikanten) Wellenhöhe von z.B. 1,5 m sicher durchführbar ist, wenn eine mobile Offshore-Vorrichtung über zwei oder mehr Tragflügeleinrichtungen gemäß Anspruch 1 verfügt lndem die Tragflügeleinrichtung über einen Strömungserzeuger verfügt, kann durch die

Tragflügeleinrichtung aktiv eine Umströmung des mindestens einen Tragflügel erzeugt und somit ein Anheben der an der Verbindungseinheit im

bestimmungsgemäßen Gebrauch befestigten mobilen Offshore-Vorrichtung bewirkt werden lnsbesondere kann die Anhebung derart erfolgen, dass die Wellen unterhalb einer Rumpfeinrichtung der mobilen Offshore-Vorrichtung durchlaufen. Durch die anmeldungsgemäße Steuermöglichkeit der Tragflügeleinrichtung um eine im

Wesentlichen vertikale Drehachse, ist eine exakte Anlandung an einer weiteren Offshore-Vorrichtung möglich. Demnach ermöglicht die Verwendung von

anmeldungsgemäßen Tragflügeleinrichtungen eine sichere Anlandung der mobilen Offshore-Vorrichtung an einer weiteren Offshore-Vorrichtung auch bei einem

Wellengang mit (signifikanten) Wellenhöhen größer als 1,5 m.

Unter einer mobilen Offshore-Vorrichtung ist vorliegend grundsätzlich jeder bewegliche und schwimmende Körper zu verstehen, wie eine mobile Offshore plattform. lnsbesondere kann eine mobile Offshore-Vorrichtung ein Wasserfahrzeug mit einem Antrieb sein. Ein Wasserfahrzeug kann ein windbetriebenes und/oder maschinenbetriebenes Wasserfahrzeug mit einer Rumpfeinrichtung sein, die mindestens einen Rumpf umfasst.

Die Tragflügeleinrichtung umfasst einen Grundkörper, der über mindestens eine Verbindungseinheit verfügt. Die Verbindungseinheit ist insbesondere zum

mechanischen Befestigen der Tragflügeleinrichtung an der mobilen Offshore- Vorrichtung eingerichtet. Beispielsweise kann die Verbindungseinheit eine Stütze sein, die an der Rumpfeinrichtung bzw. dem Körper der mobilen Offshore-Vorrichtung befestigt werden kann. Auch kann es sich bei der Verbindungseinheit um eine

Befestigungsaufnahme handeln, in der zum Beispiel eine Stütze oder dergleichen der Rumpfeinrichtung eingesetzt und mit dessen Hilfe die Stütze an der

Tragflügeleinrichtung befestigt werden kann. Mechanische Befestigungsarten können beispielsweise Schraubverbindungen, Schweißverbindungen etc. umfassen. Darüber hinaus ist an dem Grundkörper mindestens ein Tragflügel angeordnet.

Beispielsweise können der Grundkörper und der mindestens eine Tragflügel einstückig ausgebildet sein oder der mindestens eine Tragflügel kann an dem

Grundkörper durch eine Verschraubung, Verklebung, Verschweißung etc. befestigt sein. Ein Tragflügel ist eingerichtet, bei einer Umströmung mit einem Fluid, insbesondere (Meer-)Wasser, einen dynamischen Auftrieb zu erzeugen. Die Funktion des mindestens einen Tragflügels besteht insbesondere darin, durch Beeinflussung der Umströmung durch die Tragflügelform eine ausreichend große Kraft senkrecht zur Anströmrichtung zu erzeugen. Diese Kraft ist der Auftrieb, der die mobile

Offshore-Vorrichtung aus dem Wasser hebt. Ein Tragflügel kann auch als„hydrofoil" bezeichnet werden.

Anmeldungsgemäß wird die Umströmung im bestimmungsgemäßen Gebrauch der Tragflügeleinrichtung durch einen Strömungserzeuger generiert, der an dem

Grundkörper der Tragflügeleinrichtung (selbst) angeordnet ist. Wie noch näher beschrieben werden wird, ist hierdurch und durch die drehbare Steuerbarkeit der Tragflügeleinrichtung ein Anheben der mobilen Offshore-Vorrichtung möglich lnsbesondere ist ein Anheben (bereits) bei einer Geschwindigkeit der Offshore- Vorrichtung von ca. 0 km/h möglich, so dass in sicherer Weise ein Anlandungsvorgang durchführbar ist.

Der mindestens eine Strömungserzeuger kann beispielsweise ein Propeller oder ein lmpeller(Wasserstrahlantrieb) sein. Der Strömungserzeuger kann insbesondere an einem Ende der Längserstreckung des Grundkörpers befestigt sein. Der

Strömungserzeuger kann so ausgebildet und angeordnet sein, dass im

bestimmungsgemäßen Gebrauch eine Strömung bzw. Umströmung des mindestens einen Tragflügels generiert wird, die ausreichend ist, um einen Auftrieb zu bewirken, der die mobile Offshore-Vorrichtung aus dem Wasser hebt.

Die anmeldungsgemäße Tragflügeleinrichtung ist insbesondere eine steuerbare Tragflügeleinrichtung. So ist anmeldungsgemäß erkannt worden, dass es für einen Anlandungsvorgang erforderlich ist, dass die Tragflügeleinrichtung um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse drehbar ist. lnsbesondere kann ein Drehwinkel zwischen 0° und 360° einstellbar sein lnsbesondere kann in dem Steuerdatensatz als ein Steuerparameter mindestens ein (Soll-)Drehwinkel angegeben sein. Entsprechend diesem Steuerparameter kann die Drehung der Tragflügeleinrichtung eingestellt werden. Beispielsweise kann die Verbindungseinheit, insbesondere eine Stütze, drehbar sein. Auch kann die Stütze drehfest und nur der an der Stütze befestigte Grundkörper drehbar sein. Es versteht sich, dass geeignete Drehaktoren bzw. - antriebe vorgesehen sein können.

Gemäß einer ersten Ausführungsform der anmeldungsgemäßen Tragflügeleinrichtung kann der Grundkörper mindestens eine Antriebseinheit umfassen ln einer

bevorzugten Ausführungsform können mindesten zwei Antriebseinheiten in Richtung der seitlichen Erstreckung des Tragflügels (Spannweite) nebeneinander vor oder hinter dem Tragflügel angeordnet sein. Die Antriebseinheit kann zum Antreiben des Strömungserzeugers eingerichtet sein. Vorzugsweise kann die Antriebseinheit in einem Gehäuse des Grundkörpers integriert sein. Eine kompakte

Tragflügeleinrichtung kann bereitgesteht werden. Zudem ist die Kraftübertragung von der Antriebseinheit zu dem mindestens einen Strömungserzeuger einfach herstellbar. Besonders bevorzugt kann die Antriebseinheit ein (steuerbarer) Elektromotor sein. Bei einem Elektromotor gestaltet sich die Energieversorgung besonders einfach. Zudem ist ein Anlandungsvorgang oder dergleichen zeitlich beschränkt, so dass die Antriebseinheit nur temporär während des entsprechenden Vorgangs aktiviert werden muss. Hierzu ist ein Elektromotor besonders geeignet. Alternativ kann auch ein Motor, insbesondere Elektromotor, aber auch ein Verbrennungsmotor oder dergleichen, im Rumpf angeordnet werden, der über eine Wirkverbindung, insbesondere umfassend ein Umlenkgetriebe, mit dem mindestens einen

Strömungserzeuger verbunden sein kann.

Wie bereits beschrieben, ist die Tragflügeleinrichtung eine steuerbare

Tragflügeleinrichtung. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der anmeldungsgemäßen Tragflügeleinrichtung kann die Tragflügeleinrichtung in ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch zum Ändern des Anstellwinkels des Tragflügels abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz eingerichtet sein. Beispielsweise kann die Tragflügeleinrichtung eine Aktoreinheit umfassen. Die Aktoreinheit kann in dem Grundkörper eingerichtet sein. Der Steuerdatensatz kann als Steuerparameter einen (Soll-)Anstellwinkel (z.B. zwischen -90° und +90° in Bezug zu einer horizontalen Bezugsebene) umfassen. Abhängig von diesem Steuerparameter kann die Aktoreinheit den Anstellwinkel des mindestens einen Tragflügels der Tragflügeleinrichtung ändern.

Alternativ oder zusätzlich kann die Tragflügeleinrichtung in ihrem

bestimmungsgemäßen Gebrauch zum Ändern des Anstellwinkels mindestens einer an der Tragflügeleinrichtung montierten Endleistenklappe des Tragflügels abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz eingerichtet sein. Beispielsweise kann an der Tragflügeleinrichtung mindestens eine verstellbare Endleistenklappe befestigt sein, mit der die Strömungsrichtung des Wassers änderbar ist (abhängig von der Winkelstellung). Die mindestens eine Endleistenklappe des Tragflügels kann abhängig von dem Steuerdatensatz verstellt werden, um den Anstellwinkel zu ändern.

Alternativ oder zusätzlich kann die Tragflügeleinrichtung in ihrem

bestimmungsgemäßen Gebrauch zum Ändern der Antriebsleistung des

Strömungserzeugers abhängig von mindestens einem bereitstellbaren

Steuerdatensatz eingerichtet sein. Mit anderen Worten kann die Drehzahl eines Propellers oder lmpellers steuerbar sein lnsbesondere kann die zuvor beschriebene elektrische Antriebseinheit steuerbar sein. Der Steuerdatensatz kann als

Steuerparameter für eine anmeldungsgemäße Änderung der Antriebsleistung eine Sollleistung, Solldrehzahl etc. umfassen. Das Ändern der Antriebsleistung des

Strömungserzeugers kann insbesondere durch die Antriebseinheit entsprechend dem mindestens einen bereitgestellten Steuerparameter durchgeführt werden. Vorzugsweise kann ein Steuerdatensatz als Steuerparameter mindestens einen (Soll- )Drehwinkel, eine Sollleistung oder Solldrehzahl (oder dergleichen) und einen (Soll- )Anstellwinkel umfassen. Es versteht sich, dass mehrere Steuerdatensätze, die unterschiedliche Steuerparameter umfassen können, generiert werden können.

Zur Einstellung des Anstellwinkels gegenüber der Umströmung bzw. der

Einstellwinkeldifferenz zwischen Strömungsgenerator und Tragflügel können sowohl Strömungsgenerator als auch Tragflügel um ihre Querachse drehbar ausgebildet sein. Auch kann der Tragflügel an seiner Endleiste teilweise oder durchgehend über die Spannweite drehbar gelagerte Klappen, auch Endleistenklappen genannt, besitzen. Die Verstellung des Anstellwinkels, der Einstellwinkeldifferenz und/oder der

Endleistenklappen können einzeln oder in Kombination miteinander eine

Auftriebsänderung des Tragflügels bewirken. Auch kann eine Drehzahländerung des mindestens einen Strömungsgenerators zur Änderung der

Umströmungsgeschwindigkeit und damit zur Änderung der Auftriebskraft genutzt werden.

Die genannten Steuerparameter können derart generiert werden, dass die mobile Offshore-Vorrichtung eine bestimmte (gewünschte) Lageposition erreicht und insbesondere für eine bestimmte Zeitdauer beibehält lnsbesondere können (nahezu) kontinuierlich entsprechende Steuerdatensätze erzeugt werden, um die bestimmte (gewünschte) Lageposition zu erreichen und insbesondere während der bestimmten Zeitdauer beizubehalten. Die Lageposition ist insbesondere die Position der mobilen Offshore-Vorrichtung, die während eines Anlandungsvorgangs beibehalten werden soll. Die Lageposition der mobilen Offshore-Vorrichtung kann insbesondere durch zumindest ein nachfolgendes Kriterium definiert und insbesondere vorgegeben sein: ein Krängungswinkelkriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung in Bezug zu der Längsachse der mobilen Offshore-Vorrichtung,

ein Stampfwinkelkriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung in Bezug zu der Querachse der mobilen Offshore-Vorrichtung, ein Gierwinkelkriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung in Bezug zu der Hochachse der mobilen Offshore-Vorrichtung,

ein Geschwindigkeitskriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung,

ein Kurskriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung,

ein vertikales Abstandskriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung in Bezug zu der Wasseroberfläche und/oder zu einer Anlandeeinrichtung der weiteren Offshore-Vorrichtung,

ein Andruckkraftkriterium (Betrag und/oder Winkel), und

ein horizontales Abstandskriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung zu einer

Anlandeeinrichtung der weiteren Offshore-Vorrichtung.

Ein Krängungswinkelkriterium kann ein zulässiger Krängungswinkel, insbesondere ein zulässiger Krängungswinkelbereich (z.B. zwischen -5° und 5° in Bezug zu einer durch die Längsachse verlaufenden horizontalen Bezugsebene), sein. Für eine stabile Lage der mobilen Offshore-Vorrichtung ist insbesondere eine Reduzierung der maximalen Drehung um die Längsachse, auch Krängung genannt, erforderlich lnsbesondere abhängig von einem vorgebbaren zulässigen Krängungswinkelbereich kann mindestens ein Steuerparameter durch ein Rechenmodul einer Steuereinheit (nahezu kontinuierlich) bestimmt, insbesondere berechnet werden.

Bei mobilen Offshore-Vorrichtungen wird eine Bewegung um die Querachse als Stampfen bezeichnet. Ein Stampfwinkelkriterium kann ein zulässiger Stampfwinkel, insbesondere ein zulässiger Stampfwinkelbereich (z.B. zwischen -5° und 5° in Bezug zu einer durch die Querachse verlaufenden horizontalen Bezugsebene), sein. Für eine stabile Lage der mobilen Offshore-Vorrichtung ist insbesondere eine Reduzierung der maximalen Drehung um die Querachse erforderlich lnsbesondere abhängig von einem vorgebbaren zulässigen Stampfwinkelbereich kann mindestens ein

Steuerparameter durch ein Rechenmodul einer Steuereinheit (nahezu kontinuierlich) bestimmt, insbesondere berechnet werden. Bei mobilen Offshore-Vorrichtungen wird eine Bewegung um die Hochachse als Gieren bezeichnet. Ein Gierwinkelkriterium kann ein zulässiger Gierwinkel, insbesondere ein zulässiger Gierwinkelbereich (z.B. zwischen -5° und 5°), sein. Für eine stabile Lage der mobilen Offshore-Vorrichtung ist insbesondere eine

Reduzierung der maximalen Drehung um die Hochachse, auch Gierachse genannt, erforderlich lnsbesondere abhängig von einem vorgebbaren zulässigen

Gierwinkelbereich kann mindestens ein Steuerparameter durch ein Rechenmodul einer Steuereinheit (nahezu kontinuierlich) bestimmt, insbesondere berechnet werden.

Ferner kann alternativ oder zusätzlich zu dem mindestens einen Winkelkriterium ein Geschwindigkeitskriterium, beispielsweise ein zulässiger Geschwindigkeitswert (z.B. ca. 0 km/h) oder Geschwindigkeitsbereich (z.B. bis maximal 2 km/h), der mobilen Offshore-Vorrichtung für die gewünschte Lageposition definiert sein.

Auch kann neben dem Gierwinkelkriterium ein weiteres Kurskriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung vorgegeben sein. Auch kann die Höhe der mobilen Offshore- Vorrichtung (insbesondere ein geeigneter Bezugspunkt, wie die Unterseite der Rumpfeinrichtung, Oberseite der Anlandungs-Plattform etc.) zur Wasserlinie definiert sein, indem beispielsweise ein zulässiges vertikales Abstandskriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung in Bezug zu der Wasseroberfläche (z.B. 2 m, zwischen 1,8 m und 2,2 m) und/oder zu einer Anlandeeinrichtung der weiteren Offshore-Vorrichtung (z.B. 0 m, zwischen -0,3 m und 0,3 m) vorgegeben ist. Schließlich kann ein zulässiges horizontales Abstandskriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung zu einer

Anlandeeinrichtung der weiteren Offshore-Vorrichtung (z.B. 0 m, zwischen -0,1 m und 0,1 m) definiert sein.

Neben Winkel- und Abstandskriterien können auch Beschleunigungskriterien (in alle Achsenrichtungen sowie Drehrichtungen um die jeweiligen Achsen) definiert sein und Geschwindigkeitskriterien können horizontal und vertikal definiert sein. lnsbesondere ist vorliegend unter einem Lageparameter jeder Lageparameter im Raum (Position, Neigung, jeweils dreiachsig) und auch deren jeweilige zeitliche Ableitungen (axiale bzw. Winkelgeschwindigkeiten sowie axiale bzw.

Winkelbeschleunigungen) umfasst.

Wie noch beschrieben wird, kann die Bestimmung des mindestens einen

Steuerparameters bzw. die Generierung des Steuerparametersatz abhängig von mindestens einem (augenblicklichen) Lageparameter der mobilen Offshore- Vorrichtung durchgeführt werden.

Um eine mobile Offshore-Vorrichtung in Gebieten mit einer geringen Wassertiefe betreiben zu können, kann gemäß einer weiteren Ausführungsform der

anmeldungsgemäßen Tragflügeleinrichtung die Tragflügeleinrichtung in ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch in einer vertikalen Richtung verfahrbar sein.

Beispielsweise kann die Stütze in einer vertikalen Richtung verfahrbar sein. Eine entsprechende Aktoreinheit kann vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann die Tragflügeleinrichtung, insbesondere die Verbindungseinheit, klappbar ausgebildet sein. Beispielsweise kann die mobile Offshore-Vorrichtung über eine Mehrzahl von Tragflügeleinrichtungen verfügen, von denen mindestens eine seitlich an der mindestens einen Rumpfeinrichtung befestigt sein kann. Für den

bestimmungsgemäßen Gebrauch kann eine Tragflügeleinrichtung dann aufgeklappt, beispielsweise aufgefaltet werden. Nach dem bestimmungsgemäßen Gebrauch kann die Tragflügeleinrichtung wieder eingeklappt bzw. zusammengefaltet werden lnsbesondere kann eine als Verbindungseinheit ausgebildete Stütze über mindestens einen Falt- bzw. Klappmechanismus verfügen.

Ein weiterer Aspekt der Anmeldung ist eine mobile Offshore-Vorrichtung,

insbesondere ein Wasserfahrzeug, zum Anlanden an eine weitere (stationäre) Offshore-Vorrichtung. Die mobile Offshore-Vorrichtung umfasst mindestens eine Rumpfeinrichtung. Die mobile Offshore-Vorrichtung umfasst mindestens zwei mit der Rumpfeinrichtung verbundene Tragflügeleinrichtungen, die zuvor beschrieben wurden. Die mobile Offshore-Vorrichtung umfasst mindestens eine Steuereinheit. Die Steuereinheit ist zum Bereitstellen des mindestens einen Steuerdatensatzes eingerichtet.

Die mobile Offshore-Vorrichtung ist vorzugsweise eine zuvor beschriebene mobile Offshore-Vorrichtung, die insbesondere zum Anlanden an eine weitere Offshore- Vorrichtung, wie eine weitere mobile Offshore-Vorrichtung oder eine stationäre Offshore-Vorrichtung, z.B. eine stationäre Offshore-Vorrichtung eines Offshore- Windparks, eingerichtet ist.

Die mobile Offshore-Vorrichtung umfasst mindestens zwei zuvor beschriebene Tragflügeleinrichtungen, vorzugsweise zumindest drei zuvor beschriebene

Tragflügeleinrichtungen. Zumindest wenn nur zwei Tragflügeleinrichtungen vorgesehen sind, kann die mobile Offshore-Vorrichtung zusätzlich über mindestens eine Aufhängungseinheit bzw. einen Aufhängungspunkt verfügen. Mit mindestens drei Tragflügeleinrichtungen oder mindestens zwei Tragflügeleinrichtungen und mindestens einem Aufhängungspunkt kann während eines Anlandungsvorgangs eine stabile (zuvor beschriebene) Lageposition erreicht und insbesondere auch bei (signifikanten)Wellenhöhen größer als 1,5 m beibehalten werden.

Die mobile Offshore-Vorrichtung umfasst eine Steuereinheit, insbesondere in Form einer Recheneinheit, die zum Bereitstellen eines zuvor beschriebenen

Steuerdatensatzes eingerichtet ist. lnsbesondere kann das Bereitstellen das

Berechnen und Generieren von mindestens einem zuvor beschriebenen

Steuerparameter umfassen, der für das Erreichen und Beibehalten der zuvor beschriebenen Lageposition einzustellen ist. ln einer ersten Ausführungsform der mobilen Offshore-Vorrichtung kann die mobile Offshore-Vorrichtung mindestens eine Lageerfassungseinheit umfassen. Die

Lageerfassungseinheit kann zum Erfassen mindestens eines (augenblicklichen) Lageparameters der mobilen Offshore-Vorrichtung eingerichtet sein. Die Lageerfassungseinheit kann mit der Steuereinheit koppelbar sein lnsbesondere kann die Lageerfassungseinheit den mindestens einen erfassten Lageparameter der Steuereinheit vorzugsweise nahezu kontinuierlich zur Verfügung stellen. Die

Steuereinheit kann zum Generieren des mindestens einen Steuerdatensatzes abhängig von dem mindestens einen erfassten Lageparameter eingerichtet sein lndem insbesondere die augenblickliche Lageposition der mobilen Offshore-Vorrichtung in Form mindestens eines Lageparameters berücksichtigt wird, kann ein

Steuerdatensatz generiert, insbesondere berechnet, werden, der ein Erreichen oder Beibehalten einer gewünschten (zuvor beschriebenen) Lageposition ermöglicht.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die mobile Offshore-Vorrichtung mindestens eine Bewegungserfassungseinheit umfassen, die zum Erfassen mindestens eines Bewegungsparameters der mobilen Offshore-Vorrichtung eingerichtet sein kann. Die Steuereinheit kann zum Generieren des mindestens einen

Steuerdatensatzes abhängig von dem mindestens einen erfassten

Bewegungsparameter eingerichtet sein.

Bevorzugt kann der mindestens eine Lageparameter der mobilen Offshore- Vorrichtung ausgewählt sein aus der Gruppe, umfassend:

einen (augenblicklichen) Krängungswinkel der mobilen Offshore-Vorrichtung in Bezug zu der Längsachse der mobilen Offshore-Vorrichtung,

einen (augenblicklichen) Stampfwinkel der mobilen Offshore-Vorrichtung in

Bezug zu der Querachse der mobilen Offshore-Vorrichtung,

einen (augenblicklichen) Gierwinkel der mobilen Offshore-Vorrichtung in

Bezug zu der Hochachse der mobilen Offshore-Vorrichtung,

eine (augenblickliche) Geschwindigkeit der mobilen Offshore-Vorrichtung, einen (augenblicklichen) vertikalen Abstand der mobilen Offshore-Vorrichtung

(in vertikaler Richtung) zu der Wasseroberfläche und/oder zu einer

Anlandeeinrichtung der weiteren Offshore-Vorrichtung,

einen (augenblicklichen) horizontalen Abstand der mobilen Offshore-

Vorrichtung, insbesondere der Anlande-Plattform der mobilen Offshore- Vorrichtung, (in horizontaler Richtung) zu einer Anlandeeinrichtung der weiteren Offshore-Vorrichtung.

Vorzugsweise kann die Lageerfassungseinheit über mindestens einen Sensor zum (nahezu kontinuierlichen) Messen mindestens eines der zuvor genannten

Lageparameter verfügen. Vorzugsweise kann eine Mehrzahl von geeigneten Sensoren vorgesehen sein. Die Steuereinheit kann insbesondere eingerichtet sein,

Steuerparameter derartig zu generieren, dass die gemessenen tatsächlichen

Parameter ein entsprechendes vorgegebenes Kriterium (z.B. zumindest während des Anlandungsvorgangs) erfüllen lnsbesondere kann die Sollantriebsleistung, der Solldrehwinkel und/oder der Sollanstellwinkel derart berechnet werden, dass beispielsweise ein tatsächlicher Krängungswinkel im vorgegebenen zulässigen Krängungswinkelbereich bleibt ln entsprechender Weise können die

Steuerparameter eingestellt werden, um alternativ oder vorzugsweise zusätzlich mindestens ein weiteres zuvor beschriebenes Kriterium einzuhalten.

Alternativ oder bevorzugt zusätzlich zu dem mindestens einen Lageparameter können auch Bewegungsparameter erfasst und insbesondere berücksichtigt werden, wie Drehrate(n) und/oder Beschleunigung(en).

Die Steuereinheit kann insbesondere eingerichtet sein, den mindestens einen generierten Steuerparameter über ein drahtgebundenes und/oder drahtloses Kommunikationsnetz der mobilen Offshore-Vorrichtung an die entsprechenden Einheiten bzw. Aktoren zu übertragen.

Um mit einer noch höheren Zuverlässigkeit und/oder bei besonders ungünstigen Umgebungsverhältnissen (besonders hoher Wellengang, besonders starke Strömung etc.) eine gewünschte Lageposition zu erreichen und insbesondere beizubehalten, kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der mobilen Offshore-Vorrichtung die Steuereinheit zum Generieren des mindestens einen Steuerdatensatzes (mit mindestens einem Steuerparameter) abhängig von mindestens einem bereitgestellten Umgebungsparameter der mobilen Offshore-Vorrichtung eingerichtet sein. Der mindestens eine Umgebungsparameter kann ausgewählt sein aus der Gruppe, umfassend:

Wellenhöhe (z.B. max. Wellenhöhe, durchschnittliche Wellenhöhe),

(augenblickliche und/oder durchschnittliche) Windgeschwindigkeit,

(augenblickliche und/oder durchschnittliche) Windrichtung,

(augenblickliche und/oder durchschnittliche) Strömungsrichtung,

(augenblickliche und/oder durchschnittliche) Strömungsgeschwindigkeit.

Beispielsweise kann die mobile Offshore-Vorrichtung mindestens einen Sensor zum (nahezu kontinuierlichen) Messen mindestens eines der zuvor genannten

Umgebungsparameter umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann der mindestens eine Umgebungsparameter von einer weiteren Offshore-Vorrichtung bereitgestellt werden. Beispielsweise kann ein Offshore-Windpark über entsprechende Messvorrichtungen (Messbojen, Windmessmast etc.) verfügen. Wenn ein Anlandungsvorgang bei einer Offshore-Vorrichtung des Offshore-Windparks durchgeführt wird, kann,

beispielsweise über ein drahtloses Kommunikationsnetz, der mindestens eine durch eine Messvorrichtung des entsprechenden Offshore-Windparks erfasste

Umgebungsparameter an die Steuereinheit der mobilen Offshore-Vorrichtung übertragen werden.

Es ist erkannt worden, dass durch einen Strömungserzeuger und/oder dem

mindestens einen Tragflügel einer ersten Tragflügeleinrichtung einer mobilen

Offshore-Vorrichtung Wirbel erzeugt werden können, die die Umströmung einer weiteren, insbesondere benachbart zu der ersten Tragflügeleinrichtung angeordneten Tragflügeleinrichtung beeinträchtigen können. Um die Beeinträchtigung durch ungewünschte Wirbel zumindest zu reduzieren, wird anmeldungsgemäß gemäß einer weiteren Ausführungsform der mobilen Offshore-Vorrichtung vorgeschlagen, dass mindestens ein Leitblech mit der Rumpfeinrichtung verbunden sein kann, derart, dass das Leitblech zwischen den zumindest zwei Tragflügeleinrichtungen angeordnet ist. Das Leitblech kann insbesondere zumindest in einer vertikalen Richtung verfahrbar sein lndem mindestens ein entsprechendes Leitblech vorgesehen ist, kann verhindert werden, dass Wirbel eine benachbarte Tragflügeleinrichtung erreichen. Zumindest kann der Wirbeleffekt durch ein entsprechendes Leitblech abgeschwächt werden.

Wie bereits beschrieben wurde, kann eine Tragflügeleinrichtung vorzugsweise über einen Elektromotor als Antriebseinheit verfügen. Gemäß einer weiteren

Ausführungsform kann die mobile Offshore-Vorrichtung mindestens eine elektrische Energieversorgungseinheit umfassen. Die elektrische Energieversorgungseinheit kann zum Versorgen mindestens einer Antriebseinheit mindestens einer

Tragflügeleinrichtung eingerichtet sein. Die elektrische Energieversorgungseinheit kann mindestens ein erstes zu einem zweiten elektrischen Anschlussmodul einer Offshore-Vorrichtung eines Offshore-Windparks korrespondierendes elektrisches Anschlussmodul umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann die elektrische

Energieversorgungseinheit mindestens eine wiederaufladbare Batterie umfassen. Alternativ oder zusätzlich kann die elektrische Energieversorgungseinheit auch eine Stromerzeugungseinheit (z.B. Verbrennungsmotor oder Gasturbine mit Generator oder eine Brennstoffzelle) umfassen. Vorzugsweise kann die zum Betreiben der elektrischen Antriebseinheiten der Tragflügeleinrichtungen zumindest teilweise von der weiteren Offshore-Vorrichtung, an die angelandet werden soll, bereitgestellt werden lnsbesondere für den Fall, dass die weitere Offshore-Vorrichtung eine Offshore-Vorrichtung eines Offshore-Windparks ist, kann vorteilhafterweise auf die durch den Offshore-Windpark erzeugte Energie bzw. Leistung zurückgegriffen werden. Hierdurch kann auf eine Anordnung einer Batterie auf der mobilen Offshore- Vorrichtung verzichtet oder es kann zumindest eine (wiederaufladbare) Batterie mit geringer Kapazität verwendet werden. Dies reduziert das Eigengewicht einer mobilen Offshore-Vorrichtung, so dass in entsprechender Weise das zu ladbare und

transportierbare Gewicht erhöht sein kann.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der mobilen Offshore- Vorrichtung kann die mobile Offshore-Vorrichtung mindestens vier mit der

Rumpfeinrichtung verbundene Tragflügeleinrichtungen umfassen. Der Rumpfbereich kann vier Eckbereiche aufweisen. Jeweils eine Tragflügeleinrichtung der mindestens vier Tragflügeleinrichtungen kann in jeweils einem Eckbereich angeordnet sein.

Durch eine entsprechende Anordnung kann in einfacher und gleichzeitig zuverlässiger Weise eine bestimmte Lageposition erreicht und insbesondere beibehalten werden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform einer mobilen Offshore-Vorrichtung als Katamarankonstruktion mit zwei Rümpfen, können die Eckbereiche durch die vier Endbereiche der Rümpfe gebildet werden. Die vier Tragflügeleinrichtungen können dann beispielsweise ein Rechteck aufspannen. Durch eine entsprechende Anordnung von vier Tragflügeleinrichtungen an einer Katamarankonstruktion kann in besonders zuverlässiger Weise eine bestimmte Lageposition erreicht und insbesondere beibehalten werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform können die Tragflügeleinrichtungen, Antriebseinheiten und die Strömungserzeuger bei entsprechender Ausrichtung bzw. Steuerung als Antrieb verwendet werden, wie bei konventionellen Tragflächenbooten / Hydrofoils lnsbesondere können die Tragflügeleinrichtungen und die

Strömungserzeuger während des Transits innerhalb des bzw. in den /aus dem

Windpark genutzt werden lnsbesondere kann in dieser Konfiguration eine

ausreichende Vorwärtsgeschwindigkeit schon durch nur einen Teil von

eingeschalteten Strömungserzeuger erreicht werden (als zum Herausheben und Manövrieren an einer Stelle nötig ist). Eine einzelne Ansteuerung der Tragflügel, Antriebseinheiten und/oder Strömungserzeuger kann auch in dieser Konfiguration vorteilhaft sein, um welleninduziert auftretende Beschleunigungen und

Winkeländerungen zu begrenzen sowie den Strömungswiderstand durch

Herausheben des Rumpfes aus dem Wasser zu minimieren.

Ein noch weiterer Aspekt der Anmeldung ist ein Verfahren zum Betreiben einer zuvor beschriebenen mobilen Offshore-Vorrichtung, insbesondere zum Anlanden an eine weitere Offshore-Vorrichtung. Das Verfahren umfasst: Bereitstellen mindestens eines Lageparameters der mobilen Offshore- Vorrichtung,

Generieren mindestens eines Steuerdatensatzes, basierend auf dem

mindestens einen bereitgestellten Lageparameter,

Steuern der mindestens zwei Tragflügeleinrichtungen, wobei das Steuern zumindest das Drehen der mindestens einen Tragflügeleinrichtung abhängig von dem mindestens einen generierten Steuerdatensatz zumindest um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse der Tragflügeleinrichtung umfasst.

Das Generieren des Steuerdatensatz kann insbesondere wie zuvor beschrieben wurde erfolgen.

Gemäß einer ersten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Verfahrens kann das Steuern ein Ändern des Anstellwinkels des Tragflügels mindestens einer

Tragflügeleinrichtung abhängig von mindestens einem generierten Steuerdatensatz umfassen. Alternativ oder vorzugsweise zusätzlich kann das Steuern ein Ändern des Anstellwinkels mindestens einer an der Tragflügeleinrichtung montierten

Endleistenklappe des Tragflügels abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz umfassen. Alternativ oder vorzugsweise zusätzlich kann das Steuern ein Ändern der Antriebsleistung des Strömungserzeugers mindestens einer

Tragflügeleinrichtung abhängig von mindestens einem generierten Steuerdatensatz umfassen lnsbesondere können das Generieren des Steuerdatensatz und das Steuern der entsprechenden Einheiten/Aktoren wie zuvor beschrieben wurde erfolgen.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des anmeldungsgemäßen Verfahrens kann das Steuern der mindestens zwei Tragflügeleinrichtungen derart durchgeführt werden, dass die mobile Offshore-Vorrichtung eine vorgebbare Lageposition erreicht (und insbesondere während einer bestimmten Zeitdauer (z.B. während des

Anlandungsvorgangs) beibehält). Die vorgebbare Lageposition kann (wie oben beschrieben wurde) durch mindestens ein Kriterium definiert sein, ausgewählt aus der Gruppe, umfassend: ein vorgebbares Krängungswinkelkriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung in Bezug zu der Längsachse der mobilen Offshore-Vorrichtung,

ein vorgebbares Stampfwinkelkriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung in

Bezug zu der Querachse der mobilen Offshore-Vorrichtung,

ein vorgebbares Gierwinkelkriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung in

Bezug zu der Hochachse der mobilen Offshore-Vorrichtung,

ein vorgebbares Geschwindigkeitskriterium der mobilen Offshore-Vorrichtung, ein vorgebbares vertikales Abstandskriterium der mobilen Offshore-

Vorrichtung in Bezug zu der Wasseroberfläche und/oder zu einer

Anlandeeinrichtung der weiteren Offshore-Vorrichtung, und

ein vorgebbares horizontales Abstandskriterium der mobilen Offshore-

Vorrichtung zu einer Anlandeeinrichtung der weiteren Offshore-Vorrichtung.

Ferner kann ein weiterer Aspekt der Anmeldung die Verwendung von zumindest zwei zuvor beschriebenen Tragflügeleinrichtungen zum Betreiben einer zuvor beschrieben mobilen Offshore-Vorrichtung sein.

Es versteht sich, dass eine anmeldungsgemäße Einheit zumindest teilweise aus Software und/oder zumindest teilweise aus Hardware (z.B. Prozessor,

Speichermedium, Schnittstellen etc.) gebildet sein kann.

Die Merkmale der Tragflügeleinrichtungen, mobilen Offshore-Vorrichtungen,

Verfahren und Verwendungen sind frei miteinander kombinierbar lnsbesondere können Merkmale der Beschreibung und/oder der abhängigen Ansprüche, auch unter vollständiger oder teilweiser Umgehung von Merkmalen der unabhängigen

Ansprüche, in Alleinstellung oder frei miteinander kombiniert eigenständig

erfinderisch sein.

Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, die anmeldungsgemäße

Tragflügeleinrichtung, die anmeldungsgemäße mobile Offshore-Vorrichtung, das anmeldungsgemäße Verfahren und die anmeldungsgemäße Verwendung auszugestalten und weiterzuentwickeln. Hierzu sei einerseits verwiesen auf die den unabhängigen Patentansprüchen nachgeordneten Patentansprüche, andererseits auf die Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung ln der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer

Tragflügeleinrichtung gemäß der vorliegenden Anmeldung,

Fig. 2 eine schematische Unteransicht eines Ausführungsbeispiels einer

mobilen Offshore-Vorrichtung gemäß der vorliegenden Anmeldung,

Fig. 3 eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer

mobilen Offshore-Vorrichtung gemäß der vorliegenden Anmeldung, und

Fig. 4 ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens gemäß der vorliegenden Anmeldung. ln den Figuren werden für gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen verwendet.

Die Figur 1 zeigt eine schematische Perspektivansicht eines Ausführungsbeispiels einer Tragflügeleinrichtung 100 gemäß der vorliegenden Anmeldung. Wie aus der Figur 1 zu erkennen ist, umfasst die dargestellte Tragflügeleinrichtung 100 einen Grundkörper 102, zwei Tragflügel 106, eine Verbindungseinheit 104 und einen Strömungserzeuger 108.

Die Tragflügel 106 sind an den äußeren Seitenflächen des Grundkörpers 102 befestigt. Beispielsweise können die Tragflügel 106 durch ein geeignetes Verbindungsverfahren (z.B. Schweißen, Kleben etc.) angebracht sein. Auch ist es vorstellbar, dass ein

Grundkörper und der mindestens eine Tragflügel einstückig gebildet sind. Vorliegend ist an einem Längsende des Grundkörpers 102 ein Strömungserzeuger 108, insbesondere in Form eines Propellers oder lmpellers, angeordnet. Der

Strömungserzeuger 108 kann von einer Antriebseinheit 114 angetrieben werden lm vorliegenden, bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Antriebseinheit 114 in dem Grundkörper 102 angeordnet lnsbesondere kann die Antriebseinheit 114 in dem Gehäuse 120 des Grundkörpers 102 integriert sein. Alternativ kann die

Antriebseinheit auch an einer anderen Position einer (nicht dargestellten) mobilen Offshore-Vorrichtung angeordnet sein.

Besonders bevorzugt kann die Antriebseinheit 114 ein Elektromotor 114 sein. Über eine elektrische Verbindung 116 bzw. ein elektrisches Netz 116, insbesondere mindestens eine elektrische Leitung 116, kann der Elektromotor 114 mit elektrischer Energie versorgt werden. Beispielsweise kann die elektrische Leitung 116 durch den Grundkörper 102 und durch die Verbindungseinheit 104 zu einer (nicht

dargestellten) elektrischen Energieversorgungseinheit der mobilen Offshore- Vorrichtung verlaufen.

Bei anderen Varianten der Anmeldung können in dem Grundkörper weitere

Komponenten, wie eine wiederaufladbare Batterie, ein Getriebe, eine lokale Steuerung etc., angeordnet sein. Bei noch weiteren Varianten der Anmeldung kann ein Motor (z.B. Elektromotor, Verbrennungsmotor, Gasturbine und/oder Brennstoffzelle) an Bord einer mobilen Offshore-Vorrichtung angeordnet sein, an dem die

Tragflügeleinrichtung 100 befestigbar sein kann lnsbesondere kann ein derartiger Motor über eine Wirkverbindung, insbesondere umfassend ein Umlenkgetriebe, mit dem mindestens einen Strömungserzeuger 108 verbunden sein.

Der Strömungserzeuger 108 ist eingerichtet, eine Umströmung 110 der Tragflügel 106 zu generieren lndem eine Umströmung aktiv generiert wird, kann ein

ausreichender Auftrieb erzeugt werden, um die mobile Offshore-Vorrichtung gegenüber der Wasseroberfläche anzuheben. Vorzugsweise kann der Strömungserzeuger 108 ein steuerbarer Strömungserzeuger 108 sein, um insbesondere unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten zu generieren. Bei einem Propeller oder lmpeller kann beispielsweise abhängig von der Leistung die Drehzahl geändert werden. lnsbesondere kann ein (drahtgebundenes oder drahtloses) Kommunikationsnetz 118 vorgesehen sein. Über das Kommunikationsnetz 118 kann mindestens ein

Steuerdatensatz, der zumindest einen Steuerparameter (z.B. Sollleistung, Solldrehzahl etc.) umfasst, an die Antriebseinheit 114 übertragen werden.

Zudem ist die Tragflügeleinrichtung 100 in ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch abhängig von mindestens einem bereitstellbaren Steuerdatensatz zumindest um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse 112 drehbar (durch den Pfeil 122 angedeutet) lnsbesondere kann als Steuerparameter ein Drehwinkel (im Bereich von 0° bis 360°) vorgegeben werden lm vorliegenden Beispiel ist die Drehachse 112 identisch mit der Längsachse der als Stütze 104 ausgeführten Verbindungseinheit 104. Es versteht sich, dass dies bei anderen Varianten der Anmeldung nicht der Fall sein kann. lm vorliegenden Ausführungsbeispiel kann insbesondere die Stütze 104 drehbar an der mobilen Offshore-Vorrichtung gelagert sein. Eine Drehung der

Tragflügeleinrichtung 100 erfolgt vorliegend daher durch ein Drehen der Stütze 104.

Bei einer nicht gezeigten Variante der Anmeldung kann die Tragflügeleinrichtung mindestens eine ansteuerbare und verstellbare Endleistenklappe aufweisen lnsbesondere kann der Anstellwinkel bei einer derartigen Endleistenklappe verstellbar sein.

Die Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform einer mobilen Offshore-Vorrichtung 224. lnsbesondere ist eine Unteransicht der mobilen Offshore- Vorrichtung 224 dargestellt. Die mobile Offshore-Vorrichtung 224 umfasst eine Mehrzahl von Tragflügeleinrichtungen 200. lnsbesondere kann eine dargestellte Tragflügeleinrichtung 200 entsprechend der Tragflügeleinrichtung 100 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 gebildet sein, auf die an dieser Stelle zur

Vermeidung von Wiederholgen verwiesen wird.

Die mobile Offshore-Vorrichtung 224 ist vorliegend eine Katamarankonstruktion 224 mit einer (schematisch dargestellten) Rumpfeinrichtung 225. Die Rumpfeinrichtung 225 umfasst zwei Rümpfe 228 und eine mit den Rümpfen 228 befestigte Transport- und/oder Anlande-Plattform 226.

Wie zu erkennen ist, umfasst die Rumpfeinrichtung 225 vier Eckbereiche 238. ln jedem dieser Eckbereiche 238 ist jeweils eine Tragflügeleinrichtung 200 angeordnet lnsbesondere umfasst ein Eckbereich 238 die vier Enden der zwei Rümpfe 228.

Vorliegend ist an jedem dieser vier Enden jeweils eine Tragflügeleinrichtung 200 angeordnet lnsbesondere kann eine Tragflügeleinrichtung 200 über die zuvor beschriebene Verbindungseinheit an der Rumpfeinrichtung 225 bzw. dem

entsprechenden Rumpf 228 befestigt sein.

Da im bestimmungsgemäßen Gebrauch von einer Tragflügeleinrichtung 200 ungewünschte (Wasser-)Wirbel erzeugt werden können, die den Auftrieb einer benachbarten Tragflügeleinrichtung 200 beeinträchtigen können, weist die vorliegende mobile Offshore-Vorrichtung 224 mindestens ein Leitblech 236 auf. Das Leitblech 236 kann zumindest in einer vertikalen Richtung verfahrbar sein.

Vorzugsweise kann das Leitblech 236 in weiteren Richtungen verfahrbar sein.

Hierdurch kann die Beeinträchtigung von Wirbeln zumindest reduziert werden.

Darüber hinaus weist die mobile Offshore-Vorrichtung eine Längsachse 233, eine Querachse 235 und eine Hochachse 237 auf. Ein Drehen der mobilen Offshore- Vorrichtung 224 um die Längsachse 233 wird insbesondere als Krängung bezeichnet. Das Ausmaß der Krängung wird durch den Krängungswinkel der mobilen Offshore- Vorrichtung 224 in Bezug zu der Längsachse 233 der mobilen Offshore-Vorrichtung 233 repräsentiert. Ein Drehen der mobilen Offshore-Vorrichtung 224 um die Querachse 235 wird insbesondere als Stampfen bezeichnet. Das Ausmaß des

Stampfens wird durch den Stampfwinkel der mobilen Offshore-Vorrichtung 224 in Bezug zu der Querachse 235 der mobilen Offshore-Vorrichtung 224 repräsentiert. Ein Drehen der mobilen Offshore-Vorrichtung 224 um die Hochachse 237 wird insbesondere als Gieren bezeichnet. Das Ausmaß des Gierens wird durch den

Gierwinkel der mobilen Offshore-Vorrichtung 224 in Bezug zu der Gierachse 237 der mobilen Offshore-Vorrichtung 224 repräsentiert.

Eine stabile Lageposition der mobilen Offshore-Vorrichtung 224 liegt insbesondere dann vor, wenn der Krängungswinkel während einer bestimmten Zeitdauer ein vorgegebenes Krängungswinkelkriterium (wie ein bestimmter

Krängungswinkelbereich), der Stampfwinkel während einer bestimmten Zeitdauer ein vorgegebenes Stampfwinkelkriterium (wie ein bestimmter Stampfwinkelbereich) und der Gierwinkel während einer bestimmten Zeitdauer ein vorgegebenes

Gierwinkelkriterium (wie ein bestimmter Gierwinkelbereich) einhält. Die bestimmte Zeitdauer kann beispielsweise die Zeitdauer für einen Anlandungsvorgang

repräsentieren. Es versteht sich, dass weitere Kriterien vorgegeben sein können.

Um diese sicherzustellen, kann die mobile Offshore-Vorrichtung 224 über mindestens eine Lage- und/oder Bewegungserfassungseinheit 234 verfügen, die beispielsweise über eine Mehrzahl von Sensoren verfügen kann. Die Sensoren können beispielsweise (nahezu kontinuierlich) als Lageparameter den augenblicklichen Krängungswinkel, den augenblicklichen Stampfwinkel und/oder den augenblicklichen Gierwinkel messen und die erfassten Werte einer Steuereinheit 232 zur Verfügung stellen. Es versteht sich, dass gemäß anderen Varianten der Anmeldung weitere (zuvor beschriebene) Lageparameter erfasst und bereitgestellt werden können. Alternativ oder zusätzlich können die Sensoren als Bewegungsparameter Drehraten und Beschleunigungen erfassen.

Basierend auf den zur Verfügung gestellten Lageparameter und insbesondere vorgegebenen Kriterien für eine bestimmte Lageposition kann die Steuereinheit 232 mindestens einen Steuerdatensatz mit Steuerparametern generieren, derart, dass die gewünschte bzw. bestimmte Lageposition erreicht und insbesondere während der bestimmten Zeitdauer beibehalten wird lnsbesondere können die Steuerparameter (nahezu) kontinuierlich entsprechend den (nahezu) kontinuierlich erfassten

Lageparametern von der Steuereinheit 232 angepasst werden.

Bevorzugt können die (nicht dargestellten) Antriebseinheiten der

Tragflügeleinrichtungen 200 elektrische Antriebseinheiten sein, die durch eine elektrische Energieversorgungseinheit 230 über ein elektrisches Netz 216 mit elektrischer Leistung bzw. elektrischem Strom versorgt werden können. Bei anderen Varianten kann eine Tragflügeleinrichtungen über mindestens eine Endleistenklappe verfügen.

Die Figur 3 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer mobilen Offshore-Vorrichtung 324. lnsbesondere ist eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer mobilen Offshore-Vorrichtung 324 dargestellt.

Beispielsweise kann es sich bei der mobilen Offshore-Vorrichtung 324 um das zuvor beschriebene Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 handeln, auf das an dieser Stelle zur Vermeidung von Wiederholgen verwiesen wird.

Die Figur 3 zeigt eine mobile Offshore-Vorrichtung 324, insbesondere eine

Katamarankonstruktion 324, während eines Anlandungsvorgangs an einer weiteren, vorliegend stationären, Offshore-Vorrichtung 348. Beispielsweise ist die Offshore- Vorrichtung 348 (z.B. Windkraftanlage) eine Offshore-Windkraftanlage 348 eines Offshore-Windparks.

Die Katamarankonstruktion 324 kann eine elektrische Energieversorgungseinheit 330 insbesondere in Form eines ersten elektrischen Anschlussmoduls 330 umfassen. Das erste elektrische Anschlussmodul 330 der Katamarankonstruktion 324 kann mechanisch und/oder elektrisch zu einem zweiten elektrischen Anschlussmodul 350 der Offshore-Vorrichtung 348 korrespondieren. Optional kann die Katamarankonstruktion 324 und/oder eine, vorzugsweise jede, Tragflügeleinrichtung 300 zusätzlich mindestens eine (nicht dargestellte) wiederaufladbare Batterie umfassen. Die Anschlussmodule 330, 350 können beispielsweise Steckmodule (z.B. Stecker und Steckdose) oder induktiv arbeitende Module sein.

Vorliegend kann vorteilhafterweise auf die durch den Offshore-Windpark erzeugte Energie bzw. Leistung zurückgegriffen werden. Hierdurch kann auf eine Anordnung einer Batterie auf der mobilen Offshore-Vorrichtung 324 verzichtet oder es kann zumindest eine (wiederaufladbare) Batterie mit geringer Kapazität verwendet werden.

Die elektrische Energie bzw. Leistung kann über ein elektrisches Netz 316, insbesondere elektrische Leitungen 316, zu den elektrischen Antriebseinheiten der Tragflügeleinrichtungen 300 übertragen werden.

Die mobile Offshore-Vorrichtung 324 umfasst ferner mindestens eine Lage- und/oder Bewegungserfassungseinheit 334 und mindestens eine Steuereinheit 332. Wie bereits beschrieben wurde, kann die Lageerfassungseinheit 334 vorzugsweise eine Mehrzahl von Lageparametern, wie Krängungswinkel, Stampfwinkel, Gierwinkel, vertikaler Abstand zur Wasseroberfläche und/oder zu Anlandeeinrichtung 349, horizontaler Abstand zwischen mobiler Offshore-Vorrichtung 324 und Anlandeeinrichtung 349, Geschwindigkeit der mobilen Offshore-Vorrichtung 324 etc., erfassen Wie oben (ebenfalls bereits) beschrieben wurde, kann die Steuereinheit 332 basierend auf den erfassten Lageparametern und insbesondere entsprechenden, vorgegebenen Kriterien mindestens einen Steuerdatensatz 352 mit Steuerparametern 354, 356 und 358 erzeugen, die das Erreichen der bestimmten Lageposition und insbesondere das Beibehalten der bestimmten Lageposition während einer bestimmten Zeitdauer erlauben lnsbesondere können die Steuerparameter 354, 356 und 358 nahezu kontinuierlich entsprechend den erfassten Lageparametern von der Steuereinheit 332 angepasst werden. Vorzugsweise können als Steuerparameter 354, 356 und 358 zumindest eine

Solldrehwinkel 354, ein Sollanstellwinkel 356 und/oder eine Sollantriebsleistung 358 (z.B. Solldrehzahl, Sollleistungswert etc.) generiert werden. Über das

Kommunikationsnetz 316 können die Steuerparameter 354, 356 und 358 an die entsprechenden (nicht dargestellten) Aktoren übertragen werden. Die Aktoren stellen entsprechend den Steuerparametern den Drehwinkel um die vertikale Drehachse 312 der entsprechenden Tragflügeleinrichtung 300 ein, den Anstellwinkel 342 (z.B.

zwischen -45° und +45° bezogen auf eine horizontale Ebene 340) der entsprechenden Tragflügeleinrichtung 300 ein und/oder die Antriebsleistung der entsprechenden Antriebseinheit der entsprechenden Tragflügeleinrichtung 300 ein.

Es versteht sich, dass anstelle eines einzelnen Steuerdatensatzes eine Mehrzahl von Steuerdatensätzen generiert werden können, die jeweils z.B. nur einen

Steuerparameter umfassen. Zudem versteht es sich, dass jede Tragflügeleinrichtung 300, insbesondere jeder einzelne Aktor einer Tragflügeleinrichtung, individuell ansteuerbar sein kann.

Es versteht sich ferner, dass eine mobile Offshore-Vorrichtung weitere Komponenten, wie Aufbauten etc., umfassen kann, die jedoch vorliegend zugunsten einer besseren Übersicht nicht dargestellt wurden. Entsprechendes gilt für die weitere Offshore- Vorrichtung.

Schließlich kann eine Tragflügeleinrichtung 300 auch in vertikaler Richtung 344 verfahrbar sein. Dies ermöglicht es, die mobile Offshore-Vorrichtung 324 auch in Gewässern mit geringer Tiefe zu betreiben bzw. höher über den Wasserspiegel hinaus anzuheben. Bei anderen Varianten der Anmeldung kann die Tragflügeleinrichtung 300 alternativ oder zusätzlich in einer horizontalen Richtung verfahrbar sein.

Die Figur 4 zeigt ein Diagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Betreiben einer mobilen Offshore-Vorrichtung, insbesondere einer zuvor

beschriebenen mobilen Offshore-Vorrichtung 224, 324. lnsbesondere wird das Durchführen eines Anlandungsvorgangs der mobilen Offshore-Vorrichtung 224, 324 an eine weitere Offshore-Vorrichtung 348 in der Figur 4 dargestellt. ln einem ersten Schritt 401 kann mindestens ein Lageparameter der mobilen

Offshore-Vorrichtung einer Steuereinheit bereitgestellt werden, wie zuvor

beschrieben wurde ln einem nächsten Schritt 402 kann, wie zuvor beschrieben wurde, mindestens ein Steuerdatensatz, basierend auf dem mindestens einen bereitgestellten Lageparameter, generiert werden. Dann kann in Schritt 403 mindestens eine Tragflügeleinrichtung gesteuert werden, wobei das Steuern zumindest das Drehen der mindestens einen Tragflügeleinrichtung abhängig von dem mindestens einen generierten Steuerdatensatz zumindest um eine im Wesentlichen vertikale Drehachse der Tragflügeleinrichtung umfasst. Wie bereits beschrieben wurde, können weitere Steuerparameter erzeugt und die

entsprechenden Aktoren entsprechend gesteuert werden.

Es versteht sich, dass zumindest zwei der zuvor beschriebenen Schritte zumindest teilweise parallel durchgeführt werden können.