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Title:
IDENTIFICATION SET AND METHOD FOR IDENTIFYING AN IDENTIFICATION LABEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/042198
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an identification set comprising at least one identification label (1) having at least two contact points (10a to 10n) for electrically contacting and at least one predetermined electrical connection (11a to 11d) between the contact points (10a to 10n); at least one measurement device for determining an electrical parameter, such as an electrical current and/or an electrical voltage and/or an electrical resistance and/or an electrical conductivity between the contact points (10a to 10n) of the identification label (1); and at least one evaluation device for comparing the measurement values of the measurement device with stored information about the electrical connections (11a to 12d) for identifying the identification label (1).

Inventors:
ROSTAMI, Bardia (Alsterdorferstrasse 123, Hamburg, 22299, DE)
KRUSE, Jan (Schellingstrasse 83, Hamburg, 22089, DE)
UELZEN, Thorsten (Knüll 5c, Bargstedt, 21698, DE)
Application Number:
EP2010/006155
Publication Date:
April 14, 2011
Filing Date:
October 08, 2010
Export Citation:
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Assignee:
ZYRUS BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH & CO. PATENTE I KG (Berliner Strasse 1, Schönefeld / OT Waltersdorf, 12529, DE)
ROSTAMI, Bardia (Alsterdorferstrasse 123, Hamburg, 22299, DE)
KRUSE, Jan (Schellingstrasse 83, Hamburg, 22089, DE)
UELZEN, Thorsten (Knüll 5c, Bargstedt, 21698, DE)
International Classes:
G06K19/067; G06K1/12; G06K7/00; G08B13/24; H01B1/12; H01L51/00; H05K3/00
Attorney, Agent or Firm:
SASSE, Stefan (White & Case LLP, Jungfernstieg 51, Hamburg, 20354, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Identifikationsset umfassend:

- mindestens ein Identifikationsetikett (1) mit mindestens zwei Kontaktstellen (10a bis 10η) zum elektrischen Kontaktieren und mit mindestens einer vorbestimmten elektrischen Verbindung (IIa bis lld) zwischen den

Kontaktstellen (10a bis lOn);

- mindestens eine Messeinrichtung zur Bestimmung eines elektrischen

Parameters, beispielsweise eines elektrischen Stroms und/oder einer elektrischen Spannung und/oder eines elektrischen Widerstands und/oder einer elektrischen Leitfähigkeit zwischen den Kontaktstellen (10a bis lOn) des Identifikationsetiketts (1); und

- mindestens eine Auswerteeinrichtung zum Vergleich der Messwerte der

Messeinrichtung mit gespeicherten Informationen über die elektrischen Verbindungen (IIa bis lld) zur Identifikation des Identifikationsetiketts (1).

2. Identifikationsset nach Anspruch 1,

gekennzeichnet durch

ein zweites Identifikationsetikett (1) mit mindestens zwei Kontaktstellen (10a bis 10η) und mindestens einer vorbestimmten elektrischen Verbindung (IIa bis lld) zwischen den Kontaktstellen, wobei sich vorzugsweise die elektrischen Verbindungen (IIa bis lld) des ersten und zweiten Identifikationsetiketts (1) voneinander auf vorbestimmte Weise unterscheiden.

3. Identifikationsmerkmal nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Kontaktstellen (10a bis 10η) des ersten und zweiten Identifikationsetiketts (1) im Wesentlichen identisch angeordnet sind und/oder konfiguriert sind.

4. Identifikationsset nach Anspruch 2 oder 3,

dadurch g e ke n n z e i c h n e t , dass mindestens eine vorbestimmte elektrische Verbindung (IIa bis lld) ausschließlich auf dem ersten oder zweiten Identifikationsetikett vorgesehen ist.

5. Identifikationsset nach einem der Ansprüche 2 bis 4,

dadurch g e ke n n ze i c h n e t , dass

sich die elektrischen Verbindungen (IIa bis lld) bezüglich ihrer Geometrie, insbesondere Länge und/oder Dicke unterscheiden.

6. Identifikationsset nach einem der Ansprüche 2 bis 5,

dadurch g e ke n n z e i c h n e t, dass

die Messeinrichtung derart ausgebildet ist, dass eine Zwei-Punkt- und/oder Vier-Punkt-Widerstandsmessung durchführbar ist.

7. Identifikationsset nach einem der Ansprüche 2 bis 6,

dadurch g e ke n n z e i c h n e t , dass

die elektrischen Verbindungen (IIa bis lld) mindestens teilweise aus Polymer bestehen und/oder mindestens ein Identifikationsetikett (1) mindestens teilweise als Polymerleiterplatte ausgebildet ist.

8. Identifikationsset nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Polymer mit Metall beschichtet ist.

9. Verfahren zur Identifikation eines Identifikationsetiketts (1), insbesondere unter Verwendung des Identifikationssets nach einem der Anspruch 1 bis 8, umfassend die Schritte:

- Bereitstellen mindestens eines Identifikationsetiketts (1) mit mindestens zwei Kontaktstellen (10a bis 10η) zum elektrischen Kontaktieren und mit mindestens einer vorbestimmten elektrischen Verbindung (IIa bis lld) zwischen den Kontaktstellen;

- Messen eines elektrischen Parameters, beispielsweise eines elektrischen Stroms und/oder einer elektrischen Spannung und/oder eines elektrischen Widerstands und/oder einer elektrischen Leitfähigkeit, zwischen den Kontaktstellen (10a bis lOn); und - Vergleich der Messwerte mit gespeicherten Informationen über das

Identifikationsetikett bezüglich der Ausbildung der elektrischen

Verbindungen (IIa bis lld).

10. Verfahren nach Anspruch 9,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

eine Zwei-Punkt- und/oder Vier-Punkt-Widerstandsmessung zur Bestimmung des elektrischen Widerstands der mindestens einen Verbindung (IIa bis lld) durchgeführt wird.

11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Identifikationsetikett folgendermaßen hergestellt wird:

- Bereitstellen einer Elektrode, die Bereiche einer vorgegebenen Struktur mit gegenüber den übrigen Bereichen erhöhter Leitfähigkeit hat; und

- Kontaktieren der Elektrode mindestens bereichsweise mit einem

Elektrolyten enthaltend mindestens eine niedermolekulare Verbindung, vorzugsweise mindestens ein Monomer und/oder Dimer und Erzeugen eines Stromflusses über die Elektrode durch den Elektrolyten derart, dass oberhalb der leitfähigen Bereiche eine leitfähige Polymerschicht mit der vorgegebenen Struktur gebildet wird.

12. Verwendung, insbesondere unter Einsatz eines Identifikationssets (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, einer Leiterplatte mit mindestens zwei Kontaktstellen (10a bis 10η) zum elektrischen Kontakt und mindestens einer vorbestimmten elektrischen Verbindung (IIa bis lld) zwischen den Kontaktstellen (10a bis 10η) als Identifikationsetikett.

13. Verwendung nach Anspruch 12,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Leiterplatte eine Polymerleiterplatte ist.

14. Verwendung nach Anspruch 12 oder 13,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Polymerleiterplatte wie folgt hergestellt wird:

- Bereitstellen einer Elektrode, die Bereiche einer vorgegebenen Struktur mit gegenüber den übrigen Bereichen erhöhter Leitfähigkeit hat; und

- Kontaktieren der Elektrode mindestens bereichsweise mit einem

Elektrolyten enthaltend mindestens eine niedermolekulare Verbindung, vorzugsweise mindestens ein Monomer und/oder Dimer und Erzeugen eines Stromflusses über die Elektrode durch den Elektrolyten derart, dass oberhalb der leitfähigen Bereiche eine leitfähige Polymerschicht mit der vorgegebenen Struktur gebildet wird.

15. Leiterplatte, insbesondere Polymerleiterplatte, vorzugsweise als Bestandteil des Identifikationssets nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder des Verfahrens nach einem der Ansprüche 9 bis 11 und/oder der Verwendung nach Anspruch 12 oder 13, zur Verwendung als Identifikationsetikett.

16. Leiterplatte nach Anspruch 15,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Leiterplatte ein Festhaltemittel zum Fixieren an einem zu identifizierenden Objekt umfasst oder an dem zu identifizierenden Objekt fixiert ist,

insbesondere ein Klebemittel zum Aufkleben auf das zu identifizierende Objekt umfasst oder auf dem zu identifizierenden Objekt aufgeklebt ist.

Description:
Identifikationsset und Verfahren zur Identifikation eines Identifikationsetiketts

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Identifikationsset, ein Identifikationsetikett, ein Verfahren zur Identifikation eines Identifikationsetiketts sowie eine Verwendung einer

Leiterplatte.

Identifikationsetiketten kommen beispielsweise zur Identifikation einer Ware beispielsweise eines Warenhauses, oder als Sicherheitsetiketten zum Einsatz. Diesbezüglich sind im Stand der Technik beispielsweise optische Identifikationseinrichtungen, wie Strichcodes oder Barcodes bekannt. Im Zusammenhang mit dem sogenannten „Einwege-Pfand" sind außerdem Farbkodierungen bekannt.

Alternativ werden Magnetstreifen, Hologramme, fluoreszierende Pigmente oder RFID- Chips eingesetzt (Radio Frequency Identification Chips). In diesem Zusammenhang wird insbesondere das Auslesen der optischen Identifikationseinrichtungen als aufwändig empfunden, was erhebliche Kosten verursacht. Auch die RFID-Technologie verursacht noch vergleichsweise hohe Kosten, so dass sie für Massenanwendungen nur eingeschränkt zum Einsatz kommen kann.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zur Identifikation eines Identifikationsetiketts vorzuschlagen, wobei die Identifikation gegenüber dem Stand der Technik vergleichsweise unaufwändig und mit geringen Kosten verbunden durchführbar sein soll.

Diese Aufgabe wird durch ein Identifikationsset gemäß Anspruch 1, ein Verfahren zur Identifikation eines Identifikationsetiketts nach Anspruch 9 sowie einer Verwendung einer Leiterplatte nach Anspruch 12 sowie ein Identifikationsetikett nach Anspruch 15 gelöst.

Gemäß einem ersten Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Identifikationsset umfassend mindestens ein Identifikationsetikett mit mindestens zwei Kontaktstellen zum elektrischen Kontaktieren und mit einer vorbestimmten elektrischen Verbindung zwischen den Kontaktstellen . , mindestens einer Messeinrichtüng zur Bestimmung eines

BESTÄTIGUNGSKOPIE elektrischen Parameters, beispielsweise eines elektrischen Stroms und/oder einer Spannung und/oder eines Widerstands und/oder einer Leitfähigkeit zwischen den Kontaktstellen des Identifikationsetiketts und mindestens eine Auswerteeinrichtung zum Vergleich der Messwerte der Messeinrichtung mit gespeicherten Informationen über die elektrischen Verbindungen zur Identifikation des Identifikationsetiketts. Hierbei wird das Identifikationsetikett sowie die Messeinrichtung und Auswerteeinrichtung, insbesondere eine Einheit aus Messeinrichtung und Auswerteeinrichtung auch jeweils unabhängig beansprucht. Es ist vorteilhaft, wenn Identifikationsetikett oder Messeinrichtung oder Auswerteeinrichtung jeweils für sich im nachfolgenden Verfahren bzw. der nachfolgend beschriebenen Verwendung zum Einsatz kommen. Die Informationen über die elektrischen Verbindungen, insbesondere über ein Leitfähigkeitsmuster können durch eine Speichereinrichtung bereitgestellt werden, die vorzugsweise Bestandteil des Identifikationssets, insbesondere der Auswerteeinrichtung ist. Alternativ kann die Information auch extern gespeichert sein und beispielsweise über ein Netzwerk, wie dem Internet, bereitgestellt werden.

Ein Kerngedanke der folgenden Erfindung liegt auch darin, dass die Identifizierung eines Identifikationsetiketts und damit eines zugeordneten Trägers des Etiketts durch eine entsprechende Messung von elektrischen Verbindungen realisierbar ist. Gegenüber dem vorerwähnten Verfahren sind sowohl die entsprechenden Identifikationsetiketten einfach in der Herstellung als auch die Messung der elektrischen Parameter. Auch die Auswertung ist verhältnismäßig einfach möglich.

Vorzugsweise ist ein zweites Identifikationsetikett vorgesehen mit mindestens zwei Kontaktstellen und einer vorbestimmten elektrischen Verbindung zwischen den

Kontaktstellen, wobei sich die elektrischen Verbindungen des ersten und zweiten Identifikationsetiketts voneinander in vorbestimmter Weise unterscheiden. Die „elektrische Verbindung" des zweiten Identifikationsetiketts kann sich auch dadurch gegenüber der elektrischen Verbindung des ersten Identifikationsetiketts unterscheiden, dass beim zweiten Identifikationsetikett zwischen den Kontaktstellen die leitende Verbindung unterbrochen ist. Vorzugsweise ist beim ersten oder zweiten Idehtifikationsetikett eine Vielzahl von elektrischen Verbindungen bzw. zugeordneten Kontaktstellen vorgesehen, beispielsweise mindestens zwei, vier, sechs, acht, zwanzig, einhundert oder mindestens zweihundert oder eintausend Kontaktstellen und/oder mindestens zwei, vier, sechs, acht, fünfzig, einhundert oder fünfhundert elektrische Verbindungen realisiert. Im Ergebnis kann dann mit derselben Mess- und Auswerteeinrichtung eine äußerst hohe Zahl von verschiedenen Identifikationsetiketten identifiziert werden.

In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Kontaktstellen des ersten und zweiten Identifikationsetiketts im Wesentlichen identisch angeordnet. Dadurch wird eine zuverlässige Vermessung des elektrischen Parameters erleichtert.

Vorzugsweise ist mindestens eine vorbestimmte elektrische Verbindung ausschließlich auf dem ersten/zweiten Identifikationsetikett vorgesehen. Einer solchen Verbindung könnte dann beispielsweise die Mess- und Auswerteeinrichtung den insbesondere digitalen Wert 1 zuordnen, wohingegen der korrespondierenden elektrischen

Verbindung auf dem jeweils anderen Identifikationsetikett der Wert 0 zugeordnet wird. Es wird somit eine Digitalisierung ermöglicht und insgesamt das Mess- und Auswerteverfahren erleichtert.

In einer konkreten Ausführungsform unterscheiden sich die elektrischen Verbindungen bezüglich Ihrer Geometrie, insbesondere Länge und/oder Dicke. Dadurch ist auf einfache Art und Weise eine Variation der elektrischen Parameter, insbesondere des elektrischen Widerstandes und/oder der Leitfähigkeit möglich. Eine Messung und Auswertung kann auch alternativ analog erfolgen. Auch bezüglich dieser Ausführungsform ist jedoch eine digitale Auswertung bevorzugt; beispielsweise kann das Überschreiten eines vorbestimmten Widerstandes und/oder einer vorbestimmten Leitfähigkeit einem Wert 1 zugeordnet werden, wohingegen ein NichtÜberschreiten bzw. Darunterbleiben dem Wert 0 zugeordnet wird.

Vorzugsweise ist die Messeinrichtung derart ausgebildet, dass eine Zwei-Punkt- und/oder Vier-Punkt-Widerstandsmessung durchführbar ist. Dies ist eine besonders einfache Möglichkeit zur Messung/Auswertung des Identifikationsetiketts.

Vorzugsweise sind die elektrischen Verbindungen mindestens teilweise aus Polymer ausgebildet und/oder ist mindestens ein Identifikationsetikett mindestens teilweise als Polymerleiterplatte ausgebildet. Polymerleiterplatten sind besonders einfach in der Herstellung und können mit dem in der DE 101 40 666 AI beschriebenen Verfahren, das hiermit durch expliziten Verweis auf die DE 101 40 666 AI in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird, auch mit sehr hoher Auflösung der jeweiligen elektrischen Verbindung hergestellt werden. Vorzugsweise ist das Polymer mit Metall beschichtet. So hat die Anmelderin Verfahren entwickelt, die es ermöglichen, Metallstrukturen mit sehr hoher Auflösung herzustellen. Insbesondere kann das Metall durch Galvanisieren auf das Polymer aufgebracht werden. Dadurch können äußerst kleine Identifikationsetiketten mit hoher Variabilität erzeugt werden.

Gemäß einem unabhängigen Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch ein

Verfahren gelöst zur Identifikation eines Identifikationsetiketts, wobei insbesondere das beschriebene Identifikationsetikett verwendet werden kann, wobei das Verfahren die Schritte umfasst:

- Bereitstellen mindestens eines Identifikationsetiketts mit mindestens zwei

Kontaktstellen zum elektrischen Kontaktieren und mit einer vorbestimmten elektrischen Verbindung zwischen den Kontaktstellen;

- Messen eines elektrischen Parameters, beispielsweise elektrischen Stroms

und/oder Spannung und/oder Widerstände und/oder Leitfähigkeit, zwischen den Kontaktstellen;

- Vergleich der Messwerte mit gespeicherten Informationen über das

Identifikationsetikett bezüglich der Ausbildung der elektrischen Verbindungen.

Bezüglich der Vorteile wird auf die Beschreibung des Identifikationssets verwiesen.

Vorzugsweise wird eine Zwei-Punkt- und/oder Vier-Punkt-Widerstandsmessung zur Bestimmung des elektrischen Widerstandes der mindestens einen elektrischen

Verbindung durchgeführt.

In einer bevorzugten Ausgestaltung wird das Identifikationsetikett folgendermaßen hergestellt:

- Bereitstellen einer Elektrode, die Bereiche einer vorgegebenen Struktur mit

gegenüber den übrigen Bereichen erhöhter Leitfähigkeit hat;

- Kontaktieren der Elektrode mindestens bereichsweise mit einem Elektrolyten

enthaltend mindestens eine niedermolekulare Verbindung, vorzugsweise

mindestens ein Monomer und/oder Dimer und Erzeugen eines Stromflusses über die Elektrode durch den Elektrolyten derart, dass oberhalb der leitfähigen Bereiche eine leitfähige Polymerschicht mit der vorgegebenen Struktur gebildet wird.

Mit einem derartigen Verfahren kann eine Polymerschicht mit äußerst feinen

Polymerstrukturen hergestellt werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn auf die leitfähige Polymerschicht noch, insbesondere mittels Galvanisieren, eine Metallschicht aufgetragen wird, die dann auch vergleichsweise feine Strukturen aufweist.

Gemäß einem unabhängigen Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch die Verwendung einer Leiterplatte mit mindestens zwei Kontaktstellen zum elektrischen Kontakt und einer vorbestimmten elektrischen Verbindung zwischen den Kontaktstellen als

Identifikationsetikett. Vorzugsweise ist die Leiterplatte eine Polymerleiterplatte.

Insbesondere kann die Polymerleiterplatte wie folgt hergestellt sein:

- Bereitstellen einer Elektrode, die Bereiche einer vorgegebenen Struktur mit

gegenüber den übrigen Bereichen erhöhter Leitfähigkeit hat;

- Kontaktieren der Elektrode mindestens bereichsweise mit einem Elektrolyten

enthaltend mindestens eine niedermolekulare Verbindung, vorzugsweise

mindestens ein Monomer und/oder Dimer und Erzeugen eines Stromflusses über die Elektrode durch den Elektrolyten derart, dass oberhalb der leitfähigen Bereiche eine leitfähige Polymerschicht mit der vorgegebenen Struktur gebildet wird.

Gemäß einem unabhängigen Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Identifikationsetikett, vorzugsweise als Bestandteil des vorbeschriebenen Identifikationssets bzw. des Verfahrens, zur Verwendung als Identifikationsetikett. In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Leiterplatte ein Festhaltemittel zum Fixieren an einem zu identifizierenden Objekt umfassen oder an dem zu identifizierenden Objekt fixiert sein, insbesondere ein Klebemittel zum Aufkleben auf das zu identifizierende Objekt umfassen oder auf dem zu identifizierenden Objekt aufgeklebt sein.

Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nachfolgend wird die Erfindung auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die anhand der Abbildungen näher erläutert werden.

Hierbei zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Identifikationsetiketts;

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer alternativen Ausführungsform des

Identifikationsetiketts; Fig. 3 eine Messanordnung zur Zwei-Punkt-Widerstandsmessung; und

Fig. 4 eine Messanordnung zur Vier-Punkt-Widerstandsmessung.

In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleichwirkende Teile dieselben Bezugsziffern verwendet.

Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Identifikationsetiketts 1 mit 14 Kontaktstellen 10a bis 10η. Die Kontaktstellen 10a und lOd sind über eine elektrische Verbindung IIa verbunden. Die Kontaktstellen 10c und 10b sind über eine elektrische Verbindung IIb verbunden. Auch zwischen den Kontaktstellen lOe bis 10 η können beliebige Verbindungen (nicht gezeigt) realisiert sein. Dabei kann eine einzige Kontaktstelle mit zwei oder mehr Kontaktstellen elektrisch verbunden sein. Die jeweiligen elektrischen Verbindungen können gleich aufgebaut sein oder sich unterscheiden, wie die elektrischen Verbindungen IIa und IIb. Die Verbindungen IIa und IIb unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Geometrie, insbesondere ihrer Anordnung und Verbindungsleitungslänge. Die elektrischen Verbindungen können sich auch hinsichtlich ihrer Dicke unterscheiden. Auch können die elektrischen Verbindungen flächig ausgebildet sein und mehrere, beispielsweise je vier Verbindungen 10a bis 10η elektrisch leitend verbinden.

In Fig. 2 ist eine alternative Ausführungsform des Identifikationsetiketts 1 gezeigt. Hier sind die Kontaktstellen 10a und 10b über eine elektrische Verbindung 11c verbunden. Die elektrischen Kontaktstellen 10g und 10h sind über eine elektrische Verbindung lld verbunden. Die Kontaktstellen 10c und lOd sind nicht elektrisch leitend verbunden, genauso wie die Kontaktstellen lOe und lOf. Bei dieser Ausführungsform ist eine digitalisierte Messung besonders zu bevorzugen. Beispielsweise kann die Messung eines elektrischen Parameters zwischen den Kontaktstellen 10a und 10b bzw. 10g und 10h jeweils dem Wert 1 zugeordnet werden, wohingegen eine Messung zwischen den Kontaktstellen 10c und lOd sowie lOe und lOf jeweils dem Wert 0 zugeordnet werden kann. Bei einer Ausführungsform gemäß Fig. 2 können beispielsweise 128 verschiedene Identifikationsetiketten hergestellt werden, deren Verschiedenartigkeit durch Messung eines elektrischen Parameters zwischen je zwei Kontaktstellen (beispielsweise den Kontaktstellen 10a und 10b) ermöglicht wird.

Vorzugsweise kann die Ausbildung der elektrischen Verbindungen zwischen den Kontaktstellen gemäß Fig. 2 mit der Ausbildung gemäß Fig. 1 kombiniert werden. Bei einer variablen Ausgestaltung der Geometrie der elektrischen Verbindungen und insbesondere einer analogen Messung, kann mit verhältnismäßig wenigen Kontakt ¬ stellen und elektrischen Verbindungen eine äußerst hohe Zahl von Identifikations ¬ etiketten vordefiniert und gemessen bzw. erkannt werden.

Gemäß Fig. 3 ist vorzugsweise vorgesehen, dass mittels einer Zwei-Punkt-Messung ein Widerstand zwischen den Kontaktstellen (in Fig. 3 die Kontaktstellen 10a und 10b) gemessen wird. Alternativ ist analog gemäß Fig. 4 eine Widerstandsmessung in Vier- Punkt-Anordnung möglich, wobei insbesondere der spezifische Widerstand der Fläche zwischen mehreren Kontaktstellen - gemäß Fig. 4 konkret den Kontaktstellen 10a bis lOd - über eine Spannungsmessung zwischen den Kontaktstellen 10c und lOd, eine Spannungsmessung zwischen den Kontaktstellen lOd und 10a sowie eine Strommessung zwischen den Kontaktstellen 10a und 10b und eine Strommessung zwischen den Kontaktstellen 10b und 10c bestimmt werden kann.

Sofern auf der Oberfläche vier Kontaktstellen vorgesehen sind, lässt sich der spezifische Widerstand entweder nach der einfachen Vier-Punkt-Messung über die Gleichungen π - U

und P a in- 2 · / wobei P = d - p r □ gilt

oder nach der van-der-Pauw-Meßmethode nach den Gleichungen exp( R^ coHexpO

P ' P wobei

R CD

AB, CD —

I AB und wobei Bestimmen,

wobei U CD die Spannung zwischen den Kontaktstellen 10c und lOd ist; U DA die

Spannung zwischen den Kontaktstellen lOd und 10a; I A B ist die Stromstärke zwischen den Kontaktstellen 10a und 10b; I B c ist die Stromstärke zwischen den Kontaktstellen 10b und 10c; p ist der spezifische Widerstand der Fläche, die von den Kontaktstellen 10a bis lOd eingegrenzt wird; d ist die Schichtdicke der Fläche.

Eine Kodierung entspricht bei Messung mehrerer Widerstände zwischen den jeweiligen Kontaktstellen einer Funktion der Widerstände:

Kodierung = Funktion von (R lr R 2 , R 3 , ... R,, ... R n ).

Die gemäß Fig. 3, Fig. 4 oder mittels einer weiteren Messanordnung gemessenen Widerstände R ( werden in einer Auswerteeinheit mit gespeicherten Datensätzen verglichen, um derart die Identifikation des Identifikationsetiketts zu bestimmen. Dazu kann die Auswerteeinheit ein elektronisches Speichermittel, beispielsweise einen Magnetspeicher oder einen Chip, beispielsweise eine Chipkarte umfassen. Es kann eine Warneinrichtung vorhanden sein, für den Fall, dass die Auswerteeinrichtung die Identifikation nicht bestimmen kann, beispielsweise eine Warnleuchte oder ein akustisches Warnsignal.

Das Identifikationsetikett 1 ist vorzugsweise als Polymerleiterplatte ausgebildet.

Beispielsweise kann die Polymerleiterplatte, wie in der DE 101 40 666 AI beschrieben, hergestellt werden.

Das Identifikationsset bzw. Identifikationsetikett ist insbesondere für

Produktetiketten, Banknoten, Ausweise, Tickets, Gutscheine, Zertifikate und Urkunden geeignet. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Teile für sich allein gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten Details, als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.

Bezuqszeichenliste:

1 Identifikationsetikett

10a bis 10η Kontaktstellen

I Ia bis l ld Elektrische Verbindungen