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Title:
IDENTIFICATION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/055484
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an identification system (1) for a motor vehicle (2), said system comprising an identification transmitter (3) and a receiver unit (4) which is integrated into the motor vehicle (2) and is connected to a number of functional modules (18) on the data output side. The aim of the invention is to increase the flexibility of the selection of the signals to be transmitted using said identification system. To this end, the identification transmitter (3) is designed in such a way as to communicate with the receiver unit (4) by reverting to implemented encoding and decoding algorithms.

Inventors:
HAAS, Heinrich (Staufenstrasse 8, Meckenbeuren, 88074, DE)
MÖLLER, Ulrich (Max Heimbucherstr. 4, Holzkirchen, 83607, DE)
Application Number:
DE2007/002000
Publication Date:
May 15, 2008
Filing Date:
October 31, 2007
Export Citation:
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Assignee:
CONTI TEMIC MICROELECTRONIC GMBH (Sieboldstrasse 19, Nürnberg, 90411, DE)
HAAS, Heinrich (Staufenstrasse 8, Meckenbeuren, 88074, DE)
MÖLLER, Ulrich (Max Heimbucherstr. 4, Holzkirchen, 83607, DE)
International Classes:
B60R25/20; B60R25/24; E05B65/12; G07C9/00; H01Q1/32
Foreign References:
DE102005015702A12006-10-12
DE10107166A12002-08-29
DE10103044A12002-07-25
US5987155A1999-11-16
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Claims:

Patentansprüche

1. Identifikationssystem (1) für ein Kraftfahrzeug (2) mit einem Identifikationsgeber (3) und einer in das Kraftfahrzeug (2) integrierten Empfängereinheit (4), die datenausgangsseitig mit einer Anzahl von Funktionsmodulen (18) verbunden ist, wobei der Identifikationsgeber (3) für eine Kommunikation mit der Empfängereinheit (4) unter Rückgriff auf implementierte Ver- und Entschlüsselungsalgorithmen ausgelegt ist.

2. Identifikationssystem (1) für ein Kraftfahrzeug (2) nach Anspruch 1, bei dem der Identifikationsgeber (3) in ein Mobiltelefon (20) integriert ist.

3. Mobiltelefon (20) mit einem integrierten Identifikationsgeber (3) eines Identifikationssystems (1) nach Anspruch 2, bei dem der Ver- und Entschlüsselungsalgorithmus auf einer Berechtigungskarte (22) gespeichert ist.

4. Mobiltelefon (20) mit einem integrierten Identifikationsgeber (3) eines Identifikationssystems (1) nach Anspruch 2, insbesondere nach Anspruch 3, bei dem der hinterlegte Ver- und Entschlüsselungsalgorithmus gegen Auslesen von außen geschützt ist.

5. Mobiltelefon (20) nach Anspruch 3, bei dem die Berechtigungskarte (22) derart ausgeführt ist, dass der Ver- und Entschlüsselungsalgorithmus löschbar ist.

6. Mobiltelefon (20) nach Anspruch 3 oder 5, bei dem die Berechtigungskarte (22) derart ausgeführt ist, dass der Ver- und Entschlüsselungsalgorithmus nach Löschung einer vorherigen Version erneut speicherbar ist.

Description:

Identifikationssystem

Die Erfindung bezieht sich auf ein Identifikationssystem für ein Kraftfahrzeug mit einem Identifikationsgeber und einer in das Kraftfahrzeug integrierten Empfängereinheit.

Ein Kraftfahrzeug besitzt als Schutzvorrichtung gegen die Benutzung durch unbefugte Benutzer typischerweise sowohl mindestens ein Türschloss, das den Zugang zum Fahrzeug regelt, als auch ein Zündschloss, welches das Starten des Motors regelt. Um die Berechtigung zum öffnen eines Kraftfahrzeuges und zum Starten des Motors oder zur Deaktivierung der Wegfahrsperre, die in modernen Kraftfahrzeugen standardmäßig eingebaut ist, zu erhalten, wird üblicherweise im Rahmen eines Identifikationssystems ein so genannter Identifikationsgeber eingesetzt.

Der berechtigte Benutzer des Kraftfahrzeuges sendet bei Bedarf, beispielsweise zum öffnen der Fahrzeugtüren, über einen derartigen elektronischen Identifikationsgeber ein codiertes Signal an eine Empfängereinheit im Kraftfahrzeug. Die Software eines in die Empfängereinheit integrierten Auswertemoduls überprüft den Code des empfangenen Signals, wertet ihn aus und erteilt im Falle einer positiven Identifikation damit verknüpfte Freigaben. Der Einsatz eines solchen Identifikationsgebers, beispielsweise zum öffnen der Fahrzeugtüren und/oder zur Deaktivierung der Wegfahrsperre, der unter Verwendung einer Ansteuerungselektronik in der Zugangs- und Fahrberechtigung für ein Kraftfahrzeug eingesetzt wird, hat sich gegenüber der vorher eingesetzten mechanischen Schließtechnik bewährt.

Einer der typischen Nachteile von mechanischen Schlössern, die begrenzte Anzahl von Codierungen für die Schlösser, wird durch den Einsatz der Identifikationssysteme vermieden. Identifikationssysteme sind nahezu beliebig codierbar und verfügen daher über eine weitaus größere Anzahl von Codierungen. Sie senden ein individuell zugewiesenes Erkennungssignal an die Empfängereinheit im ihnen zugeordneten Kraftfahrzeug. Das Erkennungssignal kann daher prinzipiell nicht mit dem Erkennungssignal eines anderen Identifikationsgebers verwechselt werden; der Nachteil von mechanischen Schlüsseln, dass sich eine Codierung wiederholt und ein anderes als das zugeordnete Kraftfahrzeug mit dem Schlüssel bedient werden kann, wird durch den Einsatz eines elektronischen Identifikationssystems vermieden.

Der Benutzer eines elektronischen Identifikationssystems ist zudem gegenüber den rein mechanischen Systemen nicht mehr gezwungen, sich dem Fahrzeug an einem bestimmten Punkt, beispielsweise der Fahrertür, anzunähern, um das Fahrzeug zu öff- nen, sondern kann von einem beliebigen Punkt außerhalb des Kraftfahrzeuges innerhalb einer vorgegebenen Reichweite über den Identifikationsgeber den öffnungs- und Schließmechanismus bedienen.

Allerdings ist der Einsatz eines elektronischen Identifikationssystems auf die übertragung von Signalen zur öffnung der Fahrzeugtüren und zur Deaktivierung der Wegfahrsperre begrenzt, da das Signal nur aus einer Kombination von mindestens zwei Frequenzen besteht, die die Empfängereinheit im Kraftfahrzeug vom Identifikationsgeber empfängt und somit keine weitergehenden Informationen übertragbar sind.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Flexibilität der Auswahl von zu übertragenden Signalen zu erhöhen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem der Identifikationsgeber für eine Kommunikation mit der Kommunikationseinheit unter Rückgriff auf implementierte Ver- und Entschlüsselungsalgorithmen ausgelegt ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung geht von der überlegung aus, dass die Kommunikation zwischen einem Benutzer und einem Kraftfahrzeug flexibler gestaltet werden soll, als es in bestehenden Identifikationssystemen möglich ist. Die Sendung eines aus Daten bestehenden Signals würde die Flexibilität der Kommunikation wesentlich erhöhen, da mit diesen Daten mehr Informationen übertragen werden können als die ausschließliche Freigabe der Zugangsberechtigung. Da die gesendeten Daten allerdings auch von einer anderen, nicht berechtigten Empfängereinheit innerhalb der Reichweite des Identifikationsgebers empfangen werden können, sind diese gegen Missbrauch zu schützen. Dazu ist die Sendung eines Signals manipulationssicher zu gestalten. Hierzu ist insbesondere eine Verschlüsselung der Daten notwendig.

üblicherweise ist es zur Identifikation und Kommunikation notwendig, zum Erreichen der verschiedenen Kommunikationsziele zwei getrennt voneinander arbeitende Hardwarekomponenten mitzuführen. Dazu gehört sowohl ein Identifikationsgeber zur Erlangung der Zugangs- und Fahrberechtigung eines Kraftfahrzeuges als auch ein Mobiltelefon. Besonders vorteilhaft ist daher die Integration des Ent- und

Verschlüsselungsalgorithmus in ein Mobiltelefon, da dieses weit verbreitet ohnehin vorhanden ist.

Beide Hardwarekomponenten, ein Identifikationsgeber und ein Mobiltelefon, unterliegen einer Wartung, insbesondere einer Aufladung und Pflege eingesetzter Akkumulatoren im Mobiltelefon bzw. Austausch der im Identifikationsgeber eingesetzten Batterien in bestimmten Zeitzyklen, abhängig von der Anzahl der Betätigungen. Der Einsatz eines Mobiltelefons zur Erreichung beider Kommunikationsziele ist daher besonders gut geeignet, da eine periodische Aufladung des eingesetzten Akkumulators den bisherigen, dem Benutzer bekannten Anforderungen entspricht und der Benutzer bei Anwendung dieser gewohnheitsmäßigen Vorgehensweise über einen energietechnisch ausreichend versorgten Identifikationsgeber verfügt. Daher kann vorteilhafterweise das Mitführen und der parallele Einsatz eines Identifikationsgebers zur Identifikation des berechtigten Benutzers zur Erlangung einer Fahr- und Zugangsberechtigung für ein Kraftfahrzeug sowie eines Mobiltelefons zur Kommunikation vermieden werden, indem beide

Funktionen in das Mobiltelefon integriert sind.

In einem marktüblichen Mobiltelefon findet eine Berechtigungskarte (SIM-Karte) Verwendung, auf der die für die herkömmliche Kommunikation notwendigen Daten gespeichert sind. Diese Karte ist derart ausgelegt, dass sie bei einem Wechsel der

Hardware des Mobiltelefons mit allen gespeicherten Informationsdaten in einer anderen, nicht zwangsweise baugleichen Hardware, die notwendigerweise kompatibel zur zuvor verwendeten sein muss, mit den gleichen Funktionen Verwendung finden kann. Diese Informationsdaten sind vorzugsweise durch einen implementierten Verschlüsselungsalgorithmus besonders zu schützen. Um diese Daten auswerten und identifizieren zu können, sind die beteiligten Komponenten empfangsseitig mit einem Entschlüsselungsalgorithmus versehen.

Vorteilhafterweise ist der Ent- und Verschlüsselungsalgorithmus zusätzlich zu den herkömmlichen Kommunikationsfunktionen auf der Berechtigungskarte gespeichert.

Dadurch ist gewährleistet, dass die positive Identifikation des Benutzers gegenüber der Empfängereinheit, bei der es sich auch um eine Kommunikationseinheit handeln kann, die über weitergehende Funktionen verfügt als eine reine Empfängereinheit, im Kraftfahrzeug zur Erlangung der Zugangs- und Fahrberechtigung auch dann möglich ist, wenn ein Ausfall der Hardware vorliegt, indem in einem solchen Fall die Berechtigungskarte in einem funktionsfähigen, auf dem freien Markt erhältlichen Mobiltelefon Verwendung findet.

Die Speicherung des Ent- und Verschlüsselungsalgorithmus erfolgt vorteilhafterweise derart, dass die Daten gegen ein Auslesen von außen durch unberechtigte Benutzer geschützt sind, indem der Zugriff auf diese Daten erst nach Eingabe eines nur dem berechtigen Benutzer bekannten Codes, beispielsweise eines mindestens 4-stelligen Codes, erfolgt.

Der Ent- und Verschlüsselungsalgorithmus ist vorzugsweise derart auf der

Berechtigungskarte gespeichert, dass er vom dazu berechtigten Benutzer oder von einer autorisierten Servicestelle gelöscht werden kann. Der Speicherbereich der Berechtigungskarte ist vorzugsweise derart ausgelegt, dass der Ent- und Verschlüsselungsalgorithmus nach Löschung der vorherigen Version neu gespeichert werden kann. Die Notwendigkeit zur Löschung des bestehenden Algorithmus und zur

Speicherung eines neuen kann dann vorliegen, wenn beispielsweise der zur Nutzungsfreigabe implementierte Code nicht mehr zur Verfügung steht. Auch kann der Austausch des bestehenden Algorithmus erforderlich sein, wenn aufgrund fortschreitender technischer Entwicklung der zuvor verwendete Algorithmus nicht mehr als ausreichend sicher und die Implementierung eines neuen mit einer höheren Sicherheitseinstufung als notwendig anzusehen ist.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass nicht nur einfache Signale zur Erlangung der Zugangsberechtigung übertragen werden können, sondern dass dadurch, dass die Sende- und die Empfangseinheit für die sichere

übertragung von Informationsdaten ausgelegt sind, die Auswahl der zu übertragenden Signale und der mit den Signalen auszulösenden Funktionen wesentlich flexibler ist.

Zudem ist die Auswahl des Identifikationsgebers flexibler gestaltet. Nicht nur ein zugeordneter, ausschließlich für diese Identifikationsfunktion ausgelegter

Identifikationsgeber für die wechselseitige Identifikation, sondern eine beliebige Hardwarekomponente, die über das notwendige Sende- und Empfangsmodul verfügt, ist einsetzbar.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

FIG. 1 ein Identifikationssystem mit einem Identifikationsgeber und einer zugeordneten Empfängereinheit in einem Kraftfahrzeug, wobei es sich bei der Empfängereinheit auch um eine Kommunikationseinheit handeln kann,

FIG. 2 den schematischen Aufbau eines Identifikationssystems mit einem

Identifikationsgeber und einer zugeordneten Empfängereinheit,

FIG. 3 ein Mobiltelefon mit einem integrierten Identifikationsgeber.

Das Identifikationssystem 1 gemäß FIG. 1 ist zur drahtlosen Berechtigungsfreigabe beim Zugang oder für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs 2 vorgesehen. Dazu umfasst das Identifikationssystem 1 einen Identifikationsgeber 3, der auf drahtlosem Wege, beispielsweise über eine geeignet gewählte Funkverbindung, Signale, insbesondere

Funksignale, mit einer im Kraftfahrzeug 2 angeordneten Empfängereinheit 4 austauscht. Die Empfängereinheit 4 umfasst dabei ein integriertes Auswertemodul, in dem über eine entsprechend hinterlegte Software ein Code des empfangenen Signals individuell ausgewertet wird, wobei im Falle eines positiven Ergebnisses dieser Auswertung der empfangenen Signale auf eine korrekte Identifikation und somit auf eine Berechtigung des Benutzers geschlossen wird. Falls auf eine derartige Berechtigung erkannt wird, öffnet eine nicht näher dargestellte, mit der Empfängereinheit 4 datenseitig verbundene Steuereinheit bedarfsweise die Schlösser an den Fahrzeugtüren und/oder erteilt eine Freigabe zur Deaktivierung einer im Kraftfahrzeug 2 vorgesehenen Wegfahrsperre. Durch die Benutzung eines derartigen Identifikationssystems 1 ist der Benutzer somit gegenüber beispielsweise mechanischen Schlüsselsystemen oder dergleichen nicht mehr gezwungen, sich dem Kraftfahrzeug 2 an einem bestimmten Punkt, beispielsweise der Fahrertür, anzunähern, um das Kraftfahrzeug 2 zu öffnen, sondern die entsprechende Bedienbarkeit der Steuerelemente ist von einem beliebigen Punkt außerhalb des Kraftfahrzeugs 2

innerhalb einer systembedingt durch die Komponenten des Identifikationssystems 1 vorgegebenen Reichweite möglich.

Zur übermittlung der entsprechend kodierten Signaldaten umfasst das Identifikationssy- stem 1 einen Identifikationsgeber 3. Der Identifikationsgeber 3 ist dementsprechend geeignet ausgelegt, um innerhalb der vorgegebenen Reichweite ein Signal an die zugeordnete Empfängereinheit 4 im Kraftfahrzeug 2 zu übermitteln. Wie insbesondere der schematischen Darstellung gemäß FIG. 2 entnehmbar ist, umfasst der Identifikationsgeber 3 ein Sende- und Empfangsmodul 6, das über eine Antenne 8 empfangene Daten an ein Auswertemodul 10 übermittelt. Die ausgewerteten Daten werden vom

Auswertemodul 10 an den Speicherbereich 12 übermittelt und dort gespeichert. Ebenfalls im Speicherbereich 12 sind der Ver- und Entschlüsselungsalgorithmus gespeichert.

Die Empfängereinheit 4 im Kraftfahrzeug 2 umfasst ein Sende- und Empfangsmodul 14, , das mit einem Auswertemodul 16 verbunden ist. Dem Sende- und Empfangsmodul 14 und dem Auswertemodul 16 sind datenausgangsseitig mehrere Funktionsmodule 18 nachgeschaltet. Die zur Kommunikation mit der Empfängereinheit 4 in einem Kraftfahrzeug 2 übertragenen Daten werden über den Verschlüsselungsalgorithmus im Speicherbereich 12 des Identifikationsgebers 3 geführt.

Die Einbeziehung von Verschlüsselungsmethoden erlaubt zudem, die Basistechnologie an andere Kommunikationsmittel als einen ausschließlich für diese Funktion vorgesehenen Identifikationsgeber anzupassen. Damit ist eine Integration der übertragungsfunktion von Identifikationsdaten in andere Komponenten möglich. Unabhängig von der Verwendung in der Fahrzeugtechnik werden in vielen anderen Einsatzbereichen

Mobilfunkgeräte zur Kommunikation eingesetzt. Diese Kommunikation kann stattfinden als akustische Funktion (Sprache), aber auch als Datenübertragung, z. B. Internetzugang, SMS, E-Mail-Empfang und -Versand. Es kann daher für die Kommunikation auch ein nicht näher dargestelltes Mobilfunkgerät zum Einsatz gelangen, das über ein Sende- und Empfangsmodul, eine Auswerteeinheit und einen Speicherbereich für die

Implementierung des Ent- und Verschlüsselungsalgorithmus verfügt und die notwendigen Identifikationsdaten über standardisierte Funkkanäle überträgt.

Zudem ist durch die Speicherung des Ent- und Verschlüsselungsalgorithmus die Möglichkeit gegeben, dass anstelle zweier getrennt voneinander arbeitender

Hardwarekomponenten nur noch eine mitzuführen ist, mit der alle Funktionen, die bisher von beiden Hardwarekomponenten gemeinsam erreicht wurden, weiterhin ausgeführt werden können. Darüber hinaus besteht bei dieser Ausgestaltung ein wesentlicher Vorteil der Erfindung darin, dass die Hardwarekomponente für die Implementierung weiterer Funktionen, die bisher von beiden allein operierenden Hardwarekomponenten nicht erreicht werden konnten, ausgelegt ist.

Um eine Manipulation der Identifikationsdaten weitestgehend auszuschließen, kann der Ent- und Verschlüsselungsalgorithmus auf einem Schaltkreis gespeichert (verdrahtet) werden, der im Mobilfunkgerät fest eingebaut ist.

Ebenso kann der Ent- und Verschlüsselungsalgorithmus in einem Hardwaremodul implementiert sein, das als hardwaremäßige Ergänzung eines Mobilfunkgerätes vorgesehen ist und über eine standardisierte Schnittstelle, die allen Mobilfunkgeräten ei- gen ist, an das Mobilfunkgerät angeschlossen ist, um eine Unabhängigkeit von unterschiedlichen Ausführungen der Mobilfunkgeräte zu erreichen.

Viele Mobilfunkgeräte verfügen zudem über einen geschützten Speicherbereich zur Aufbewahrung von Geheimnissen wie Passwort, PIN-Code und bestimmte gespeicherte benutzerspezifische Daten. Dieser geschützte Speicherbereich kann ebenfalls genutzt werden, um den Ent- und Verschlüsselungsalgorithmus zu speichern.

Die Kommunikation des nicht näher dargestellten Mobilfunkgerätes mit der Empfängereinheit 4 des Kraftfahrzeuges 2 zum Austausch der verschlüsselten Identifikationsdaten erfolgt zweckmäßigerweise über standardisierte Funkkanäle oder über für das mobile Telefonieren standardmäßig vorgesehene, für den Weitbereich konzipierte Telefonnetze. Ein weiterer besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Identifikationsfunktionen je nach Art des Informationsaustauschs zwischen Nah- und Weitbereich unterscheidbar sind. Beispielsweise erfolgt die Identifikation des berechtigten Benutzers zur Erlangung der Zugangsberechtigung im Nahbereich, wohingegen die

Festlegung der Fahrberechtigung auch im Weitbereich erfolgen kann. Vorteilhafterweise ist die Fahrberechtigung bei einer unberechtigten Nutzung des Kraftfahrzeuges 2, insbesondere im Falle eines Diebstahls, nach positiver Identifizierung über das Telefonnetz abzuschalten.

Zudem kann über eine GPS-Funktion in der Empfangseinheit 4 des Kraftfahrzeuges 2 eine Lokalisierung des Kraftfahrzeuges 2 für die Ortung und Verfolgung im Falle eines Diebstahls oder einer unberechtigten Nutzung erfolgen. Außerdem ist die Einbindung und Steuerung eines mit dem der Erfindung zugrunde liegenden Informationssystem 1 ausgerüsteten Kraftfahrzeugs 2 in einem Flottenmanagement möglich.

Die FIG. 3 zeigt ein Mobiltelefon 20 mit einem integrierten Identifikationsgeber 3 und einer Berechtigungskarte 22.

Vorteilhafterweise kann das Mitführen und der parallele Einsatz eines

Identifikationsgebers 3 zur Identifikation des berechtigten Benutzers und zur Erlangung einer Fahr- und Zugangsberechtigung für ein Kraftfahrzeug 2 sowie eines Mobiltelefons 20 zur Kommunikation vermieden werden, wenn beide Funktionen in das Mobiltelefon 20 integriert sind.

Besonders vorteilhaft ist die Zusammenführung der Funktionen in einem Mobiltelefon 20 im Falle von aufwendigen Identifikationssystemen, die eine berührungslose Erlangung der Fahrberechtigung ermöglichen. Die Identifikationsgeber eines solchen Identifikationssystems sind üblicherweise hinreichend groß auszuführen, um eine Ansteuerungs- und Sendeelektronik, eine Antenne und mindestens eine Batterie aufzunehmen, wobei die Batterie für eine hinreichend große Anzahl von Betätigungen auszulegen ist. Die Integration dieser Funktionen in ein Mobiltelefon 20 befreit den Benutzer von der Mitführung dieser großen Identifikationsgeber.

Bezugszeichenliste

1 Identifikationssystem 2 Kraftfahrzeug

3 Identifikationsgeber

4 Empfängereinheit

6 Sende- und Empfangsmodul im Identifikationsgeber

8 Antenne 10 Auswertemodul im Identifikationsgeber

12 Speicherbereich

14 Sende- und Empfangsmodul in der Empfängereinheit

16 Auswertemodul in der Empfängereinheit

18 Funktionsmodul(e) 20 Mobiltelefon

22 Berechtigungskarte