Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ILLUMINATED INTERIOR EQUIPMENT COMPONENT FOR A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/000737
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an interior equipment component (13) for a vehicle, comprising a light emission element (2) for emitting light (5) and a strip-shaped light guide element (3). The light guide element (3) has here a first surface and a second surface (9), wherein the first surface is one of the two largest surfaces of the light guide element (3), and the second surface (9) is a surface which deviates therefrom, and the first surface comprises an input face (10). In addition, the light guide element (3) and the light emission element (2) are arranged and configured in such a way that light (5, 6) from the light emission element (2) can be input into the light guide element (3) via the input face and can be output via the second surface (9).

Inventors:
BAYERSDORFER, Bernhard (Hauptstr. 12, Baierbach, 84171, DE)
FORSTER, Daniel (Birkhahnweg 11, Landshut, 84036, DE)
HUSSECK, Heinz (Mesmeringer Str. 10, Obertaufkirchen, 84419, DE)
Application Number:
EP2011/059197
Publication Date:
January 05, 2012
Filing Date:
June 03, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
LISA DRÄXLMAIER GMBH (Landshuter Str. 100, Vilsbiburg, 84137, DE)
BAYERSDORFER, Bernhard (Hauptstr. 12, Baierbach, 84171, DE)
FORSTER, Daniel (Birkhahnweg 11, Landshut, 84036, DE)
HUSSECK, Heinz (Mesmeringer Str. 10, Obertaufkirchen, 84419, DE)
International Classes:
B60Q3/00; B60Q3/02; G02B6/00; B60R13/02
Attorney, Agent or Firm:
GÖRG, Andreas et al. (Hoffmann · Eitle, Arabellastrasse 4, München, 81925, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Innenausstattungsteil {13) für ein Fahrzeug, umfassend ein Lichtemissionselement {2) zum Emittieren von Licht und

ein streifenförmiges Lichtleiterelement (3),

wobei das Lichtleiterelement (3) eine erste Oberfläche und eine zweite Oberfläche (9) aufweist, wobei die erste Oberfläche eine der beiden größten Oberflächen des

Lichtleiterelements (3) ist und die zweite Oberfläche (9) eine von diesen abweichende Oberfläche ist,

wobei die erste Oberfläche eine Einkopplungsflache (10} umfasst ,

wobei das Lichtleiterelement (3} und das

Lichtemissionselement (2) so angeordnet und ausgestaltet sind, dass Licht (5, 6} von dem Lichtemissionselement (2) über die Einkopplungsflache (10) in das Lichtleiterelement (3) einkoppelbar und über die zweite Oberfläche (9)

auskoppelbar ist.

2. Innenausstattungsteil (13) nach Anspruch 1, wobei die zweite Oberfläche (9) in einer Oberflächenrichtung höchstens

3 mm, bevorzugt höchstens 1 mm, besonders bevorzugt höchstens 0 , 3 mm misst .

3. Innenausstattungsteil (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Flächeninhalt der ersten Oberfläche zumindest das Doppelte, bevorzugt zumindest das Fünffache, besonders bevorzugt zumindest das Zehnfache des

Flächeninhalts der zweiten Oberfläche (9) misst.

4. Innenausstattungsteil (13} nach einem der vorhergehenden AnsprUche, wobei das Lichtemissionselement (2) in einer Ausnehmung (14} aufgenommen ist, die eine in Richtung des Lichtleiterelements (3) weisende Öffnung aufweist.

5. Innenausstattungsteil (13) nach Anspruch 4, wobei die Ausnehmung (14) reflektierende Oberflächen aufweist.

6. Innenausstattungsteil (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die der Flächeninhalt der

Einkoppelungsflache (10} größer ist als der Flächeninhalt der zweiten Oberfläche (9) .

7. Innenausstattungsteil (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Oberfläche (9} von einem

Betrachter, insbesondere einem Fahrzeuginsassen, unmittelbar sichtbar ist.

8. Innenausstattungsteil (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Oberfläche (9) zumindest

abschnittweise bearbeitet, insbesondere beschichtet,

abgedeckt, aufgeraut, verspiegelt oder mit einer Farbe bestrichen ist.

9. Innenausstattungsteil (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Licht leiterelement (3) eine flächige Folie aus einem Licht leitenden Material ist.

10. Innenausstattungsteil (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Lichtemissionselement selbst einen Lichtleiter (2) umfasst, aus dem Licht in das

Lichtleiterelement (3) einkoppelbar ist.

11. Innenausstattungsteil (13) nach Anspruch 4, 5 und 10, wobei die in der Ausnehmung (14) vorhandenen reflektierenden Oberflächen so gestaltet sind, dass die Summe des direkt und indirekt auf dem Lichtleiterelement (3) auftreffenden Lichts über den Verlauf des Lichtleiters (2) nahezu konstant ist.

12. Innenausstattungsteil (13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Lichtleiterelement (3) und das

Lichtemissionselement (2) so angeordnet und ausgestaltet sind, dass Licht (6, 7} über die zweite Oberfläche (9) und eine dritte Oberfläche {11}, deren Flächeninhalt größer als derjenige der zweiten Oberfläche (9) ist, auskoppelbar ist, wobei die dritte Oberfläche (11) bevorzugt im Wesentlichen parallel zur ersten Oberfläche verläuft.

Description:
Beleuchtetes Fahrzeuginnenausstattungsteil

TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft ein Innenausstattungsteil für ein Fahrzeug, das ein Lichtemissionselement zum Emittieren von Licht und ein streifenförmiges Lichtleiterelement umfasst.

STAND DER TECHNIK

Es ist bekannt, für die Innenraumbeleuchtung eines Fahrzeugs diffuse und indirekte Beleuchtung zu verwenden. Für eine indirekte Beleuchtung wird üblicherweise eine Lichtquelle verdeckt angeordnet, so dass nur der Anteil des Lichts sichtbar ist, der über eine Reflexionsschicht in der Umgebung der Lichtquelle in Richtung des Betrachters im

Fahrzeuginnenraum reflektiert wird.

Die DE 100 26 385 AI beschreibt eine

Innenraumbeleuchtungseinrichtung für Kraftfahrzeuge, bei der eine Lichtquelle in einer Innenraumverkleidung vorgesehen ist, die eine als angenehm empfundene Beleuchtung im

Innenraum eines Fahrzeugs schaffen soll. Diese bekannte

Vorrichtung verwendet indirektes diffuses Licht zur

Beleuchtung verschiedener Elemente im Fahrzeuginnenraum.

Bei der indirekten Beleuchtung des Fahrzeuginnenraums besteht das Problem, dass die Lichtintensität, die ein

Fahrzeuginsasse wahrnimmt, stark von den Eigenschaften der Reflexionsschicht abhängt, die durch die

Beleuchtungsvorrichtung beleuchtet wird. Wenn diese Fläche aus dunklen oder matten Materialien besteht, wird ein großer Anteil des emittierten Lichts absorbiert und die

Leuchtwirkung der Beleuchtung ist nur sehr schwach. Im

Gegensatz dazu kommt es bei gleicher Leuchtkraft der

Lichtquelle zu sehr hell empfundenen Lichtintensitäten, wenn die Reflexionsschicht helle Flächen aufweist. Somit hängt die Wirksamkeit der Beleuchtung zu einem großen Teil von der Farbe des Innenraums des Fahrzeugs ab, so dass eine

einheitliche Beleuchtung für verschiedenfarbig ausgestattete Fahrzeuge Schwierigkeiten bereitet.

Ein weiterer Nachteil indirekter Beleuchtung liegt in dem verhältnismäßig kleinen Anteil des emittierten Lichts, das tatsächlich für die Beleuchtung zur Verfügung steht. Dies begründet sich in den Absorptionskoeffizienten der

beleuchteten Materialien.

Im Gegensatz dazu besteht bei einer direkten Beleuchtung das Problem, dass hierdurch kaum Gestaltungsfreiheiten für Design und Anpassung der Beleuchtung an die individuellen

Anforderungen im Fahrzeug eröffnet werden.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein Innenausstattungsteil für ein Fahrzeug des obigen technischen Gebiets bereitzustellen, das eine als angenehm empfundene Beleuchtung im Fahrzeuginnenraum ermöglicht und gleichzeitig große Freiheiten bei der Gestaltung des

Innenausstattungsteils inklusive der zur Beleuchtung

verwendeten Elemente bietet.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.

Ein erfindungsgemäßes Innenausstattungsteil für ein Fahrzeug umfasst ein Lichtemissionselement zum Emittieren von Licht und ein streifenförmiges Lichtleiterelement, wobei das

Lichtleiterelement eine erste Oberfläche und eine zweite Oberfläche aufweist, wobei die erste Oberfläche eine der beiden größten Oberflächen des Lichtleiterelements ist und die zweite Oberfläche eine von diesen abweichende Oberfläche ist, wobei die erste Oberfläche eine Einkopplungsflache umfasst, wobei das Lichtleiterelement und das

Lichtemissionselement so angeordnet und ausgestaltet sind» dass Licht von dem Lichtemissionselement über die

Einkopplungsflache in das Lichtleiterelement einkoppelbar und über die zweite Oberfläche auskoppelbar ist.

Dabei ist bevorzugt die auf der ersten Oberfläche angeordnete Einkopplungsflache immer größer als die zweite Oberfläche.

Eine Streifenform zeichnet sich dadurch aus, dass sie flach und in ihren Grund- bzw. Querschnittsflächen im Wesentlichen rechteckig ist, wobei die Streifenform durch zwei Seiten mit im Verhältnis zu den übrigen Seiten größten Oberflächen gebildet wird.

Unter im Wesentlichen rechteckig wird hier auch verstanden, dass das Lichtleiterelement konkav oder konvex gebogene

Seiten aufweisen kann, oder aber zwei gegenüberliegende

Seiten eine unterschiedliche Länge aufweisen können (bspw. Dreiecks- oder Trapezprofile) .

Flach bedeutet in diesem Fall, dass das die maximale Größe des Streifens senkrecht zur Grundfläche höchstens die Hälfte der maximalen Größe des Streifens in Richtung der Grundfläche beträgt .

Das streifenförmige Lichtleiterelement ist dazu geeignet, Licht entlang zweier nicht-paralleler Strecken zu leiten. Das Lichtleiterelement ist bevorzugt verformbar, so dass es einen ebenen Streifen bilden sowie auch beispielsweise gewellt, verdreht oder gebogen sein kann. Insbesondere kann es sich bei dem streifenförmigen Lichtleiterelement um ein im

Wesentlichen flächiges Element mit im Wesentlichen

rechteckiger Grundfläche handeln. Neben einem verformbaren Lichtleiterelement kann erfindungsgemäß auch ein

vorgeformtes, starres streifenförmiges Lichtleiterelement vorgesehen sein, das bereits bei seiner Produktion in der Gestalt ausgeführt ist, die es letztendlich im

Innenausstattungsteil einnehmen soll. Diese Gestalt kann eben, gewellt, gebogen oder anders geformt sein, wobei von einer Streifenform ausgegangen wird. Das Lichtleiterelement kann beispielsweise durch Spritzgussverfahren, beispielsweise aus PMMA oder PC oder einem anderen geeigneten Material hergestellt sein.

Dabei wird im Lichtleiterelement das Licht entlang zweier nicht-paralleler Strecken geleitet, was bedeutet, dass eine zweidimensionale Ausbreitung des Lichts durch das

Lichtleiterelement realisiert wird. Das streifenförmige Lichtleiterelement, insbesondere also eine Lichtleiterfolie, muss dabei nicht in Form einer mathematischen Ebene

vorliegen, sondern kann in sich verdreht, gewellt oder anders geformt sein, insbesondere an Kontur eines

Innenausstattungsteils für ein Fahrzeug angepasst sein, ohne von der Bedeutung der im Wesentlichen zweidimensionalen

Lichtleitung abzuweichen.

Unter „geformt" wird im erfindungsgemäßen Sinn auch

verstanden, dass das Lichtleiterelement derart gebogen wird, dass eine Biegelinie im Wesentlichen parallel zu der

gedachten Linie verläuft, die die Einkopplungsfläche vom Rest der ersten Oberfläche trennt.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des

Innenausstattungsteils ist es möglich, eine Punkt- und

Linienbeleuchtung mit sehr geringen Ausmaßen, insbesondere sehr geringer Linienbreite zu erzielen. Dieser Vorteil wird dadurch erzielt, dass die Lichtleitereigenschaften so ausgenutzt werden, dass das Licht über eine erste große Fläche eingekoppelt und über eine zweite kleine Fläche ausgekoppelt, d. h. abgestrahlt wird. Das Flächenverhältnis zwischen der ersten und zweiten Oberfläche ist vorzugsweise mindestens zwei zu eins, kann jedoch bevorzugt auch größer, insbesondere mindestens fünf zu eins, zehn zu eins oder größer sein.

Eine Punktbeleuchtung im obigen Sinne lässt sich insbesondere dadurch realisieren, dass die zweite Oberfläche nur

stellenweise Licht emittieren kann. Dies lässt sich

beispielsweise durch Bearbeiten der zweiten Oberfläche im Sinne eines Abdeckens von Teilen der Oberfläche mit einer entsprechend wirkenden Schicht erreichen.

Bevorzugt misst die zweite Oberfläche in einer

Oberflächenrichtung höchstens 3 mm, bevorzugt höchstens 1 mm, besonders bevorzugt höchstens 0,3 mm.

Mit dem Ausdruck „Oberflächenrichtung" ist eine der

Richtungen gemeint, entlang der sich die zweite Oberfläche erstreckt. Die Ausdehnung der zweiten Oberfläche gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform beträgt also zumindest

abschnittweise in einer Richtung höchstens die vorgenannten Werte .

Die Längsausdehnung des Lichtleiterelements und des

Lichtemissionselements und dessen Konturierung können in Abhängigkeit der Innenausstattung des Fahrzeugs gewählt werden. Insbesondere kann deren Länge von dem Fahrzeugbauteil bestimmt werden.

Somit ist es möglich, besonders dünne Lichtlinien oder

Lichtpunkte zu erzeugen. Der Vorteil besonders dünner Linien oder Punkte liegt unter anderem darin, dass derartige

Lichtmuster einerseits als Zierelemente verwendbar sind und andererseits eine Beleuchtung eines Fahrzeuginnenraums ermöglichen, die mit weitgehend von der Ausstattungsfarbe des Fahrzeuginnenraums unabhängiger Intensität leuchten und eine angenehme Beleuchtung des Fahrzeuginnenraums zur Verfügung stellen kann. Darüber hinaus kann so Energie gespart werden, da das von dem Lichtemissionselement emittierte Licht über das Lichtleiterelement in den Fahrzeuginnenraum abgegeben werden kann, ohne zwingend an teilweise absorbierenden

Flächen reflektiert werden zu müssen. Der Vorteil einer diffusen und/oder indirekten Beleuchtung, der unter anderem in einem angenehmen Ambiente im Fahrzeuginnenraum liegt, muss dabei nicht aufgegeben werden.

Mit Vorteil misst der Flächeninhalt der ersten Oberfläche zumindest das Doppelte, bevorzugt zumindest das Fünffache, besonders bevorzugt zumindest das Zehnfache des

Flächeninhalts der zweiten Oberfläche. Diese

Flächenverhältnisse führen insbesondere dazu, dass eine besonders dünne Lichtlinie erzeugt werden kann.

Bevorzugt ist das Lichtemissionselement in einer Ausnehmung aufgenommen, die eine in Richtung des Lichtleiterelements weisende Öffnung aufweist. Somit ist es möglich, das

Lichtemissionselement raumsparend an dem Lichtleiterelement anzubringen und vom Lichtemissionselement abgestrahltes Licht effizient in das Lichtleiterelement einzukoppeln .

Vorzugsweise definiert die Öffnung der Ausnehmung eine

Fläche, die kleiner oder gleich der Einkopplungsflache des Lichtleiterelements ist. Eine derartige Ausgestaltung des Zierteils führt zu dem Vorteil, dass ein besonders großer Anteil des vom Lichtemissionselement abgegebenen Lichts in das Lichtleiterelement eingekoppelt werden kann.

Weiter bevorzugt weist die Ausnehmung reflektierende

Oberflächen auf. Derartige Oberflächen ermöglichen die

Nutzung des von dem Lichtemissionselement in eine andere Richtung als der des Lichtleiterelements emittierten Lichts. Reflektierende Oberflächen können insbesondere durch

Verspiegeln der Oberflächen oder durch Vorsehen einer hellen, beispielsweise weiften Oberfläche ausgeführt werden. Dabei ist es weiterhin von Vorteil, wenn die reflektierenden Oberflächen so gestaltet sind, dass die Summe des direkt und indirekt auf dem Lichtleiterelement auftreffenden Lichts über den Verlauf des Lichtemissionselements nahezu konstant ist. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn das

Lichtemissionselement eine über seine Länge variierende

Lichtauskopplung und damit eine variierende direkt in

Richtung des Lichtleiterelements gerichtete Lichtauskopplung aufweist .

Zu diesem Zweck können die reflektiven Oberflächen

beispielsweise als eine Anordnung von beabstandeten Streifen aus einem reflektiven Material mit einer bestimmten Breite ausgeführt werden, deren Abstand in Abhängigkeit von der zu erzielenden Reflexion gewählt wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die zweite

Oberfläche von einem Betrachter, insbesondere einem

Fahrzeuginsassen, unmittelbar sichtbar. Die Anordnung der zweiten Oberfläche an dem Innenausstattungsteil gemäß dieser Ausführungsform überwindet die Nachteile einer indirekten linearen Beleuchtung und führt somit zu einem gut

ausgeleuchteten Fahrzeuginnenraum, wobei das

Lichtleiterelement so positioniert werden kann, dass die zweite Oberfläche neben ihrer Beleuchtungsfunktion eine Zier- und Hinweisfunktion erfüllen kann.

Bevorzugt ist die zweite Oberfläche zumindest abschnittweise bearbeitet, insbesondere beschichtet, abgedeckt, aufgeraut, verspiegelt oder mit einer Farbe bestrichen. Diese

Bearbeitung der zweiten Oberfläche ermöglicht eine Steuerung und Strukturierung des vom Lichtleiterelement emittierten Lichts. Beispielsweise kann es sich bei der Bearbeitung der zweiten Oberfläche um das Vorsehen einer transparenten, teil ¬ transparenten oder nicht-transparenten Beschichtung handeln. Eine Transparente Beschichtung lässt dabei Licht im

Wesentlichen transmittieren . Teil-transparente Beschichtungen können beispielsweise bestimmte Farben herausfiltern. Daneben ist auch eine nicht-transparente Beschichtung der zweiten Oberfläche denkbar, die bevorzugt nur in bestimmten

Abschnitten der zweiten Oberfläche vorgesehen ist und Licht im Wesentlichen nicht transmittieren lässt.

Mit Vorteil ist das Lichtleiterelement eine flächige Folie aus einem Licht leitenden Material . Eine solche

Lichtleiterfolie ermöglicht auf besonders einfache Weise, das erfindungsgemäße Flächenverhältnis zwischen der ersten und zweiten Oberfläche zu realisieren. Beim Einkoppeln von Licht in die Lichtleiterfolie wird die flächige Oberfläche der Liehtleiterfolie verwendet. Das in die Lichtieiterfolie eingekoppeite Licht kann anschließend über eine der Kanten der Lichtleiterfolie mit einem wesentlich kleineren

Flächeninhalt als dem der Fläche der Lichtleiterfolie

ausgekoppelt werden, so dass die Kante der Lichtleiterfolie an dem Innenausstattungsteil, beispielsweise eine sehr dünne und dennoch leucht starke Lichtlinie erzeugen kann.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Lichtemissionselement selbst einen Lichtleiter,, aus dem Licht in das Lichtleiterelement einkoppelbar ist.

Grundsätzlich ist unter einem „Lichtemissionselement" ein solches Element zu verstehen, das beispielsweise elektrische Energie in elektromagnetische Strahlung umwandelt, die als sichtbares, infrarotes oder ultraviolettes Licht ausgestrahlt wird. Insbesondere kann es sich bei dem Lichtemissionselement also um Leuchtdioden, Glühlampen, Halogenlampen oder

Gasentladungslampen handeln. Um jedoch den Aufbau des

Innenausstattungsteils zu erleichtern, wird bevorzugt, dass das in dem Lichtemissionselement erzeugte Licht über einen Lichtleiter emittiert wird, um so auf begueme und

zuverlässige Weise an nahezu beliebige Orte des

Innenausstattungsteils transportiert und dort in das Lichtleiterelement des Innenausstattungsteils eingekoppelt zu werden .

In einer alternativen Ausführungsform sind das

Lichtleiterelement und das Lichtemissionselement so

angeordnet und ausgestaltet, dass Licht über die zweite

Oberfläche und gleichzeitig über eine dritte Oberfläche, deren Flächeninhalt größer als derjenige der zweiten

Oberfläche ist, auskoppelbar ist, wobei die dritte Oberfläche bevorzugt im Wesentlichen parallel zur ersten Oberfläche verläuft .

Gemäß dieser alternativen Ausführungsform ist es also

möglich, dass das in das Lichtleiterelement eingekoppelte Licht einerseits über die zweite Oberfläche eine dünne, scharfe Lichtlinie erzeugt und andererseits über die dritte Oberfläche ein diffuses Licht abgibt. Die dritte Oberfläche kann die der ersten Oberfläche gegenüberliegende Fläche der Folie sein, an der das teilweise durch das Lichtleiterelement hindurchgeleitete Licht des Lichtemissionselements

ausgekoppelt wird, ohne in Richtung der zweiten Oberfläche gelenkt zu werden. Zur Steuerung der Auskopplung des Lichts durch die dritte Oberfläche kann auch die dritte Oberfläche, analog zur zweiten Oberfläche zumindest abschnittweise bearbeitet, insbesondere also beschichtet, abgedeckt, aufgeraut, verspiegelt oder mit einer Farbe bestrichen sein, wie oben beschrieben wurde.

Sowohl die zweite als auch die dritte Oberfläche können dabei mit einer zusätzlichen Schicht versehen sein, um

beispielsweise zusätzliche Effekte zu erzeugen. Bei der zusätzlichen Schicht kann es sich um eine transparent oder teil-transparente oder eine nicht-transparente Schicht handeln, über die beispielsweise die Lichtauskopplung zu einem Teil der zuvor genannten Oberflächen unterbunden wird oder aber die Eigenschaften des Licht, z.B. die sichtbare Farbe des Lichts, beeinflusst werden. Mit Vorteil ist das Lichtleiterelement farblos ausgestaltet. Die farblose Ausgestaltung des Licht leiterelements ermöglicht es, dass die Farbe des aus dem Lichtleiterelement

ausgekoppelten Lichts durch die Farbe des vom

Lichtemissionselement emittierten Lichts bestimmt werden kann. Insbesondere lässt sich auf diese Weise besonders elegant ein Innenausstattungsteil herstellen, das eine mehrfarbig oder abwechselnd verschiedenfarbig leuchtende zweite Oberfläche aufweist.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Lichtleiterelement Streupartikel auf. Streupartikel in dem Lichtleiterelement erleichtern das Einkoppeln von Licht in das Lichtleiterelement, da sie Licht in dem

Lichtleiterelement auch in Richtungen streuen, die senkrecht zu der Einfallsrichtung des Lichts vom Lichtemissionselement auf das Lichtleiterelement verlaufen. Derartige Streupartikel können farblos, aber auch farbig sein.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Lichtleiterelement lumineszierende, insbesondere

fluoreszierende Partikel auf. Derartige Partikel führen, ähnlich den allgemeinen Streupartikeln, zu einer relativ großen Effizienz in Bezug auf das Einkoppeln des vom

Lichtemissionselements emittierten Lichts, da dieses Licht an den Partikeln gestreut werden oder diese zur Emission von Licht anregen kann. Ferner lassen sich durch die Partikel leichte Fehler des Lichtleiterelements ausgleichen, so dass im Übrigen nicht so hohe Anforderungen an das

Lichtleiterelement und die Gestaltung des

Lichtemissionselements, sofern dieses ein Lichtleiterelement umfasst, gestellt werden müssen, wie dies beispielsweise ohne Streupartikel der Fall wäre. Insbesondere im Fall der

fluoreszierenden Partikel lässt sich durch die Farbe der fluoreszierenden Partikel auch die Farbe der Beleuchtung des Innenausstattungsteils bestimmen und es lassen sich besondere fluoreszierende Effekte erzeugen.

Bevorzugt sind das Lichtemissionselement und das

Lichtleiterelement integral ausgeführt. Dies kann

beispielsweise durch 2K~Spritzguss erfolgen, indem eine als Lichtleiterelement fungierende Folie in ein Spritzwerkzeug eingelegt und ein Lichtleiter,, der als ein Teil des

Lichtemissionselements dient, angespritzt wird. Daneben ist es auch denkbar, dass sowohl das Lichtleiterelement als auch teilweise das Lichtemissionselement gespritzt werden.

Mit Vorteil emittiert das Lichtemissionselement Licht verschiedener Wellenlängenbereiche. Verschiedene

Längenwellenbereiche sind dabei so zu verstehen, dass Licht verschiedener Farben durch das Lichtemissionselement

ausgegeben werden kann. Insbesondere kann das

Lichtemissionselement auch oder nur Licht im nicht sichtbaren Wellenlängenbereich, insbesondere UV-Licht emittieren. Ein Wellenlängenbereich kann dabei durch die Wellenlänge des Lichts maximaler Intensität gekennzeichnet und bevorzugt abgeschlossen, d.h. zu seinen Rändern im Wellenlängenspektrum hin durch Wellenlängen mit erkennbar abnehmender Intensität, insbesondere durch je eine Grenzwellenlänge mit

verschwindender Intensität, abgeschlossen sein.

Ein Vorteil eines Lichtemissionselements, das nur im nicht ¬ sichtbaren Spektralbereich, z.B. UV-Licht, emittiert, liegt darin, das somit kein Spaltlicht entstehen kann, weil nur Licht, das in dem Lichtleiterelement z.B. durch Fluoreszenz umgewandelt wird, und somit nur das aus dem

Lichtleiterelement ausgekoppelte Licht sichtbar wird, wogegen Licht, das nicht durch das Lichtleiterelement ausgekoppelt wird, unsichtbar bleibt.

In einer alternativen Ausführungsform weist die erste

Oberfläche oder eine zur ersten Oberfläche parallele dritte Oberfläche des Lichtleiterelements eine Struktur auf, die im Hinblick auf eine vermehrte Umlenkung des eingekoppelten Lichts in Richtung der zweiten Oberfläche gestaltet ist.

Beispielsweise könnte dies durch aufgedruckte oder

eingeprägte Erhebungen oder Vertiefungen in Form von

Pyramiden, Kugelkalotten oder ähnliche, dem Fachmann

bekannte, insbesondere reliefförmige Strukturen geschehen. Durch eine raue Oberfläche des Lichtleiterelements kann das Einkoppeln des von dem Lichtemissionselement abgegebenen Lichts in das Lichtleiterelement vereinfacht und die

Lichtausbeute zusätzlich erhöht werden.

Neben LichtemissionseLementen, die Licht im sichtbaren

Bereich abstrahlen, kann beispielsweise ein

Lichtemissionselement für kürzere Wellenlängen, eine

Schwarzlichtröhre oder eine entsprechende UV-Leuchtdiode verwendet werden. Ein Vorteil der Verwendung von Licht im UV- Bereich ergibt sich insbesondere im Zusammenhang mit der Verwendung fluoreszierender Partikel in dem

Lichtleiterelement, da diese Partikel durch das UV-Licht angeregt werden und Licht einer vorbestimmten Farbe abgeben können. Auf diese Weise lassen sich besondere optische

Effekte, die sich aus der Fluoreszenz der Partikel in dem Lichtleiterelement ergeben, erzielen. Gleichzeitig besteht keine Gefahr, dass ungewollt durch Spalten oder Ritzen in den Bauteilen vom Lichtemissionselement ausgestrahltes Licht für den Fahrzeuginsassen sichtbar wird.

Ein grundsätzlicher Vorteil des erfindungsgemäßen

Innenausstattungsteils liegt darin, dass auch komplizierte zwei oder dreidimensionale Konturen der leuchtenden zweiten Oberfläche leicht umgesetzt werden können, so dass die

Gestaltungsmöglichkeiten für das Innenausstattungsteil nahezu unbegrenzt sind. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung sowie der Gesamtheit der Patentansprüche.

KURZE FIGURENBESCHREIBUNG

Fig. 1 zeigt eine erste Äusführungsform eines

Innenausstattungsteils in einer Schnittansicht;

Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform eines

Innenausstattungsteils in einer Schnittansicht.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERIFNDUNG

Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines

Innenausstattungsteils 13 in einer Schnittansicht. Das

Innenausstattungsteil 13 weist einen zweiteiligen Grundkörper 1.1, 1.2 auf, in den eine Nut 14 eingebracht wurde. Die Nut 14 verläuft im Wesentlichen senkrecht zum Schnitt, der in Fig. 1 gezeigt ist. Die Nut 14 weist in dieser Ansicht einen Querschnitt von 3 x 3 mm auf und ist zum Aufnehmen eines Lichtleiters 2 geeignet, der einen Durchmesser von etwa 3 mm aufweist. Der Lichtleiter 2 in Fig. 1 entspricht den

Lichtemissionselement zum Emittieren von Licht, da er über eine oder mehrere Lichtquellen (nicht gezeigt} gespeist wird und Licht in Richtung der offenen Seite der Nut 14 emittiert.

Der in Fig. 1 gezeigte Lichtleiter 2 emittiert Licht in alle Richtungen, so dass er ohne besondere Ausrichtung in die Nut 14 eingebracht werden kann. Um den Anteil des in die

gewünschte Richtung gerichteten Lichts zu steigern, kann die Form der Nut entsprechend gestaltet sein bzw. die Nut könnte mit einem stark reflektierenden Material (z.B. einer weißen oder spiegelnden Folie) beschichtet werden. Um die bei einer seitlichen Anordnung von Lichtquellen am Lichtleiter 2 mit zunehmendem Abstand von den Lichtquellen vorkommende Abnahme des vom Lichtleiter 2 direkt in Richtung des Licht leiterelements 3 abgestrahlten Lichts auszugleichen, kann die Nut 14 derart variabel mit einem, reflektierenden Material beschichtet werden, dass die Summe aus direkt und - durch Reflexion an der Oberfläche der Nut 14 - indirekt auf das Lichtleiterelement 3 auftreffenden Lichts über den

Verlauf des Lichtleiters 2 nahezu konstant ist.

Im Fall eines ungleichmäßig, z.B. gesteuert emittierenden Lichtemissionselements ist jedoch bevorzugt eine

Verdrehsicherung vorzusehen, die sicherstellt, dass die

Ausrichtung des Lichtemissionselements in der Nut 14 korrekt ist .

An den Lichtleiter 2 anliegend ist eine streifenförmige

Fluoreszenzfolie 3 angeordnet, die eine erste Oberfläche aufweist. Die erste Oberfläche der Fluoreszenzfolie 3 weist eine Einkopplungsflache 10 auf, die sich über die offene Seite der Nut 14 erstreckt. Das Licht des Lichtleiters 2 wird somit über die Einkopplungsflache 10 der ersten Oberfläche in die als das Lichtleiterelement fungierende Fluoreszenzfolie 3 eingekoppelt und darin geleitet.

Fig. 1 zeigt schematisch einen Lichtstrahl 5, der von dem Lichtleiter 2, d.h. dem Lichtemissionselement, in die

Fluoreszenzfolie 3, d.h. das Lichtleiterelement, abgegeben und somit darin eingekoppelt wird.

Das in die Fluoreszenzfolie 3 eingekoppelte Licht wird darin in Richtung der Kante 15 der Fluoreszenzfolie 3 geleitet.

Die Fluoreszenzfolie 3 ist ein im Wesentlichen flächiges Element, wobei in der Schnittdarstellung der Fig. 1 ein

Querschnitt senkrecht zu einer der zwei Hauptausrichtung der Fluoreszenzfolie 3 gezeigt ist. An der Kante 15 der Fluoreszenzfolie 3 wird die zweite

Oberfläche 9 definiert, über die das aus der Fluoreszenzfolie 3 ausgekoppelte Licht 6 ausgegeben wird.

In Fig. 1 ist zu erkennen, dass die Ausmaße der ersten

Oberfläche (und auch der Einkopplungsflache 10) und der zweiten Oberfläche 9 in der Richtung dieser

Querschnittsansicht in einem solchen Verhältnis zueinander stehen, dass die erste Oberfläche wesentlich größer als die zweite Oberfläche 9 ist.

Die Ausdehnung der zweiten Oberfläche 9 an der Kante 15 der Fluoreszenzfolie 3 beträgt in der in Fig. 1 gezeigten

Richtung (in Fig. 1 oben-unten) 0,3 mm, so dass das

vollständige Innenausstattungsteil 13 eine sehr dünne, scharfe Beleuchtungslinie aufweist.

Von dem Bereich 12, in dem sich typischerweise ein

Fahr zeuginsasse befindet, ist die Fluoreszenzfolie 3 daher als Lichtlinie zu sehen.

Die in Fig. 1 als Schnittansicht dargestellte Ausführungsform weist ein Innenausstattungsteil 13 einer Länge von ca. 1.000 mm auf, wobei diese Länge senkrecht zur Bildebene der Fig. 1 gemessen wird. Die Fluoreszenzfolie 3 verläuft in dieser Ausführungsform über die gesamte Länge von ca. 1.000 mm des Innenausstattungsteils und erstreckt sich von der sichtbaren Oberfläche des Innenausstattungsteils 13 in Richtung des Lichtleiters 2 über bis zu 100 mm.

Es ist selbstverständlich, dass es sich bei dem

Lichtleiterelement auch um eine andere, nicht fluoreszierende Folie oder ein anderes Licht leitendes Element handeln kann. Auch die Dimensionen, die im Zusammenhang mit der in Fig. 1 beispielsweise dargestellten Ausführungsform beschrieben wurden, sind lediglich beispielhafter Natur. Die Aus führungs form der Fig. 1 zeigt ein gekapseltes

Innenausstattungsteil, bei dem also die Fluoreszenzfolie 3 durch den Teil 1.2 des Innenausstattungsteils 13 auf der dem Lichtleiter 2 gegenüberliegenden Seite abgedeckt und dadurch am Emittieren von Licht in dieser Richtung gehindert ist.

Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform eines

Innenausstattungsteils 13 für ein Fahrzeug. Gleiche Elemente wie in Fig. 1 werden in Fig. 2 mit gleichen Bezugszeichen versehen. Eine explizite Beschreibung dieser Elemente fällt im Folgenden daher weg.

Im Gegensatz zur Ausführungsform der Fig. 1 weist die

Ausführungsform der Fig. 2 nur einen einteiligen Grundkörper 1 auf, in dem die Klüt 14 ausgestaltet ist. Auf der dem

Lichtleiter 2 abgewandten Seite der streifenförmigen

Fluoreszenzfolie 3 ist jedoch keine Kapselung vorgesehen, wie sie in der Ausführungsform der Fig. 1 durch den Teil 1.2 des Innenausstattungsteils 13 erzeugt wurde. Eine teilweise

Kapselung ist jedoch in dieser Ausführungsform durchaus möglich. Dabei kann die Kapselung grundsätzlich auch durch eine geeignete Beschichtung ersetzt werden. In der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform lässt sich die Kapselung

beispielsweise an den Stellen vorsehen, die dem Lichtleiter 2 nicht direkt gegenüber liegen. Hinsichtlich der Ausgestaltung einer Kapselung oder entsprechenden Beschichtung besteht jedoch gestalterische Freiheit.

Aus diesem Grund ist es durch die Ausführungsform der Fig. 2 möglich, dass von dem Lichtleiter 2 emittiertes Licht 5 durch die Fluoreszenzfolie 3 hindurch transmittiert und auf eine Reflexionsfläche 4 gestrahlt werden kann. Dabei tritt das emittierende Licht 7 durch eine dritte Oberfläche 11 der Fluoreszenzfolie 3 aus, die der ersten Oberfläche der

Fluoreszenzfolie 3 gegenüberliegt und dem Lichtleiter 2 abgewandt ist. Auf diese Weise ist es möglich, durch das

innenausstattungsteil 13 einerseits eine scharfe dünne

Lichtlinie über die Kante 15 der Fluoreszenzfolie 3 zu erzeugen und andererseits auch ein indirektes diffuses Licht Über die Reflektionsflache 4 bereitzustellen.

Das von dem Lichtleiter 2 emittierte Licht kann insbesondere in den Ausführungsformen der Fig. 1 und 2 eine kürzere

Wellenlänge als der des von der Fluoreszenzfolie 3

ausgekoppelten Lichts aufweisen, da Letzteres durch die

Anregung der Fluoreszenz erzeugt wird und damit weniger

Energie transportiert. Die Fluoreszenz in der

Fluoreszenzfolie 3 lässt sich beispielsweise d rch das

Einkoppeln von Schwarzlicht einer Neonröhre, weißen LEDs oder Tageslicht anregen.

Ein Beispiel für eine einsetzbare Fluoreszenzfolie ist die von der Firma Bayer MaterialScience hergestellte und

vertriebene Folie mit der Bezeichnung „Makrofol DE 1-1 CC fl (LISA)". Diese Folienart ist in verschiedenen Farben

erhältlich, d. h. die fluoreszierenden Partikel in dieser Folie emittieren Licht von auswählbaren, verschiedenen

Wellenlängen .

Bei einer alternativen .Realisierung der Erfindung unter Verwendung einer farblosen Folie statt der Fluoreszenzfolie 3 kann es hilfreich sein, die Folienoberfläche im Bereich der Flache 10 oder auf beiden Seiten der Folie zu strukturieren, um eine bessere Einkopplung des von dem Lichtleiter 2 emittierten Lichts zu ermöglichen. Der Grund hierfür ist, dass Licht in eine als Lichtleiter fungierende Folie leichter durch eine strukturierte Oberfläche und die damit verbundenen Störstellen in der Oberfläche der Folie eingekoppelt werden kann, da dies ansonsten durch die reflexionsoptimierte

Oberfläche der Lichtleiterfolie nur in kleinem Ausmaß möglich ist . Alternativ und zusätzlich zum Strukturieren von Oberflächenbereichen der Folien ist das Vorsehen farbloser oder farbiger Streupartikel , beispielsweise von Glaskugeln oder PMMA-Kugeln, wie den als DF 21 bezeichneten Kugeln von Degussa zu bevorzugen. Derartige Partikel bewirken eine LichtStreuung im Innern der Folie und erleichtern somit ebenfalls das Einkoppeln von Licht in die Folie.

Grundsätzlich kann das Strukturieren einer Oberfläche mit dem Einbringen von fluoreszierenden oder nicht fluoreszierenden Streupartikeln sowohl bei fluoreszierender Lichtleiterfolie als auch bei klarer Lichtleiterfolie beliebig kombiniert werden .

Die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen lassen sich bezüglich ihrer Merkmale beliebig miteinander kombinieren.

Durch das erfindungsgemäße Innenausstattungsteil wird ein Innenausstattungsteil für ein Fahrzeug bereitgestellt, das eine Linienbeleuchtung mit sehr geringer Linienbreite oder eine Punktbeleuchtung mit sehr geringer Punktgröße und zudem eine weitgehend von der Farbe der Innenausstattung eines Fahrzeugs unabhängige angenehme Beleuchtung ermöglicht.