MÜLLER, Marco (Bünderken 26, Waldfeucht, 52525, DE)
GILLISSEN, Manfred (Lange Hecke 12, Herzogenrath, 52134, DE)
DE CALUWE, Ronny (Cathelijneweg 14, Kuitaart, NL-4584, NL)
MESSERE, Rino (Rue de Bois Rosine 32, Modave, B-4577, BE)
MÜLLER, Marco (Bünderken 26, Waldfeucht, 52525, DE)
GILLISSEN, Manfred (Lange Hecke 12, Herzogenrath, 52134, DE)
DE CALUWE, Ronny (Cathelijneweg 14, Kuitaart, NL-4584, NL)
| Saint-Gobain Glass France Patentansprüche 1. Beleuchtete Scheibenanordnung mindestens umfassend: eine obere Scheibe (4), eine Klebeschicht (5), eine mittlere Scheibe (7), zwei Verbindungselemente (9), eine untere Scheibe (8) und ein LED-Gehäuse (3) befestigt am Rand der oberen Scheibe (4) umfassend: - eine LED (1), eine an der LED (1) befestigte LED-Leiterplatte (2), ein an der LED-Leiterplatte (2) befestigter elektrischer Anschluss (10) und eine Ummantelung (3a) der LED (1), LED-Leiterplatte (2) und des elektrischen Anschlusses (10). 2. Scheibenanordnung nach Anspruch 1, wobei die obere Scheibe (4), Klebeschicht (5), mittlere Scheibe (7), zwei Verbindungselemente (9) und untere Scheibe (8) eine Dreifachverglasung bilden. 3. Scheibenanordnung nach Anspruch 2, wobei die Dreifachverglasung eine optische Transparenz von > 60 %, bevorzugt > 75 % und besonders bevorzugt > 85 % aufweist. 4. Scheibenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Klebeschicht (5) ein oder mehrere Leuchtfelder (6) enthält. 5. Scheibenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die obere Scheibe (4) ein oder mehrere Leuchtfelder (6) enthält. 6. Scheibenanordnung nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Leuchtfelder (6) Partikel, Punktraster, Strichraster, Aufkleber, Anlagerungen, Einkerbungen, Siebdrucke, Einritzungen und/oder Kombinationen davon umfassen. 7. Scheibenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Ummantelung (3a) ein Metall, bevorzugt Aluminium, Titan, Eisen, Chrom, Nickel, Wolfram und/oder Legierungen enthält. 8. Scheibenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Ummantelung (3a) ein Polymer, bevorzugt Silikone, Polyisoprene, Styrol-Butadien-Kautschuk, Butadien-Acrylnitril-Kautschuk und/oder Polyacrylate sowie Gemische und/oder Copolymere davon enthält. 9. Scheibenanordnung nach Anspruch 8, wobei die Silikone RTV- Silikonkautschuk, HTV-Silikonkautschuk, peroxidischvernetzten- Silikonkautschuk und/oder additionsvernetzten-Silikonkautschuk sowie Gemische und/oder Copolymere davon enthalten. 10. Scheibenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das LED-Gehäuse (3) mit einem optisch transparenten Kleber und/oder Klebeband (11) an der oberen Scheibe (4) und/oder der mittleren Scheibe (7) befestigt ist. 11. Scheibenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der optisch transparente Kleber und/oder Klebeband (11) Acrylatklebstoffe, Methylmethacrylatklebstoffe, Cyanacrylatklebstoffe, Polyepoxide, Silikonklebstoffe und/oder Silanvernetzende-Polymerklebstoffe, RTV- Silikonkautschuk, HTV-Silikonkautschuk, peroxidischvernetzten- Silikonkautschuk und/oder additionsvernetzten-Silikonkautschuk sowie Gemische und/oder Copolymere davon enthält. 12. Scheibenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die LED (1) einen Abstand (A) zu der oberen Scheibe (4) von < 1 mm, bevorzugt < 0,5 mm aufweist. 13. Scheibenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Verbindungselemente (9) eine Breite von 10 mm bis 20 mm aufweisen. 14. Verfahren zur Herstellung einer beleuchteten Scheibenanordnung, wobei a. eine obere Scheibe (4) und eine mittlere Scheibe (7) mit einer Klebeschicht (5) im Autoklaven verbunden werden und b. mindestens eine LED (1) an einer LED-Leiterplatte (2) und ein elektrischer Anschluss (10) zu einer LED- Anordnung verbunden und mit einer Ummantelung (3 a) versehen werden, wobei ein LED- Gehäuse (3) erhalten wird, c. das LED-Gehäuse (3) am Rand der oberen Scheibe (4) und der Oberfläche der mittleren Scheibe (7) befestigt wird und d. die mittlere Scheibe (7) und eine untere Scheibe (8) über zwei Verbindungselemente (9) verbunden werden. 15. Verwendung der beleuchteten Scheibenanordnung nach einem Ansprüche 1 bis 13 als Gebäudeinnenbeleuchtung, Gebäudeaußenbeleuchtung, Werbeträger und/oder Fahrzeugscheibe. |
Die Erfindung betrifft eine Scheibenanordnung mit Beleuchtung, ein Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung.
Beleuchte Scheibenanordnungen beinhalten Scheiben und am Rand der Scheiben direkt angebrachte Leuchtmittel. Auf der Scheibenoberfläche aufgebrachte Reflexionselemente ermöglichen die Beleuchtung der Scheibenfläche. So lassen sich Innenräume aber auch Gebäudeaußenfassaden sehr gleichmäßig beleuchten. Beleuchtete Scheibenanordnungen finden sich in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen innerhalb und außerhalb von Gebäuden und Fahrzeugen.
Im Gegensatz zu einer punktförmigen Lichtquelle, wie einer Stehlampe oder Deckenlampe, lässt sich durch eine beleuchtete Scheibenanordnung ein sehr gleichmäßiges, flächiges Licht erzeugen. In Abhängigkeit von der verwendeten Leuchtquelle und der Ansteuerelektronik lassen sich auch verschiedene Lichteffekte realisieren. Bei der Verwendung von farbigen LEDs lassen sich insbesondere verschiedene Farbeffekte kombinieren. So lassen sich bewegende Lichteffekte durch die gezielte Ansteuerung und Löschung einzelner LEDs erzeugen. Für den Betrachter scheint sich dabei das Licht in Farbwellen auszubreiten. Überlagern sich dabei mehrere Farbwellen, so ergeben sich weitere Effekte wie eine Farbmarmorierung, der sogenannte Moire-Effekt. Diese Licht- und Farbeffekte lassen sich auch für Werbeflächen oder zur Erzeugung künstlerischer und architektonischer Effekte nutzen.
Für eine Abstrahlung des Lichtes aus der Scheibe sind auf der Scheibe angebrachte Lichtreflektoren notwendig. Dazu kann die Scheibe bedruckt oder mit entsprechenden Einritzungen versehen werden. Da das Licht der LEDs seitlich eingekoppelt wird, geht oft ein hoher Anteil des eingestrahlten Lichts verloren. Bei der Verwendung in Doppel- und Dreifach verglasungen muss die Anbringung der Lichtreflektoren berücksichtigt werden, was nicht unwesentlich die Kosten des Verfahrens erhöht. Zudem beeinflusst die Art der Verglasung ganz wesentlich die von der Scheibe abgestrahlte Lichtmenge. DE 295 10 238 Ul offenbart ein Fenster mit im Randbereich angebrachten Lichteinstrahlmitteln oder Lichtleitern. Auf dem Fenster angebrachte Reflektoren, Lichtablenkmittel, ermöglichen ein Abstrahlen des ins Fenster eingekoppelten Lichts. Als mögliche Lichtquellen kommen Glühlampen, Leuchtstoffröhren oder LEDs in Frage.
DE 198 52 593 AI offenbart eine Flächenleuchte mit einer transparenten Verglasung. Bei ausgeschalteter Lichtquelle ist die Scheibe transparent. Wird die Lichtquelle eingeschaltet, so funktioniert die Verglasung als Flächenleuchte.
DE 102 24 421 AI offenbart eine Lichtwand mit Lampen, die hinter einem Computerarbeitsplatz angeordnet ist. Die Lichtwand besteht aus einer transparenten Glas- oder Kunststoffscheibe, die bevorzugt über LEDs beleuchtet wird. Die Helligkeit und die Farbanteile können über eine Steuerungseinheit geregelt werden. Die Steuerungseinheit kann direkt mit dem PC des Computerarbeitsplatzes verbunden sein und die Helligkeit des Arbeitsplatzes in Abhängigkeit von der Helligkeit des Monitors regeln.
DE 20 2006 006 051 Ul offenbart eine Fahrzeug-Heckscheibe. Am Rand der Glasscheibe sind Leuchtquellen angeordnet, die ein Aufleuchten eines auf der Scheibe angebrachten Symbols ermöglichen.
EP 1 346 178 Bl offenbart ein sandwichartiges Plattenelement. Die beiden Platten sind weitgehend lichtdurchlässig. Im Plattenzwischenraum oder an den Platten sind Solarzellenelemente angebracht. Eine Lichtquelle ist stirnseitig an mindestens einer Platte angeordnet und ermöglicht eine zusätzliche Beleuchtung.
DE 10 2005 061 855 AI offenbart ein Glaselement als Teil einer Fassade mit lang nachleuchtendem Effekt. Das Langnachleuchtelement umfasst ein lang nachleuchtendes Pigment in einer Matrix.
DE 10 2005 036 869 AI offenbart eine mehrschichtige Verbundstruktur zur Verkleidung der Innen- oder Außenseite von Gebäuden- oder Gebäudeteilen. Die Verbundstruktur umfasst mindestens eine lichtdurchlässige starre Schicht, mehrere Lichtleitfaser und ein oder mehrere Anschlüsse zum Verbinden der Lichtleitfasern mit einer Lichtquelle.
US 6,185,883 Bl offenbart ein Fenster mit dekorativen Schmuckelementen. Der Fensterrahmen umfasst eine Dreifachisolierverglasung mit dekorativen Elementen in der mittleren Scheibe.
Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine Verglasung bereitzustellen, an der eine LED-Leiste montiert werden kann, ohne dass dies größere Umbaumaßnahmen der Verglasung erfordert. Die Verglasung soll zudem eine möglichst große Lichtmenge von der Scheibenoberfläche abstrahlen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird erfindungsgemäß durch eine beleuchtete Scheibenanordnung, ein Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung nach den unabhängigen Ansprüchen 1, 14 und 15 gelöst. Bevorzugte Ausführungen gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Die beleuchtete Scheibenanordnung umfasst mindestens eine obere Scheibe, eine Klebeschicht, eine mittlere Scheibe, ein Verbindungselement und eine untere Scheibe. Die Scheiben enthalten Materialien wie Glas und/oder transparente Polymere. Die Scheiben weisen bevorzugt eine optische Transparenz von > 85 % auf. Grundsätzlich sind verschiedene Geometrien der Scheiben möglich, beispielsweise rechteckige, trapezförmige und abgerundete Geometrien. Die obere und mittlere Scheibe bilden über die Klebeschicht eine Verbundverglasung. Die mittlere und untere Scheibe sind über Verbindungselemente verbunden. Bevorzugt sind die mittlere und untere Scheibe über zwei Verbindungselemente und einen dazwischen befindlichen Hohlraum verbunden. Die mittlere und untere Scheibe bilden bevorzugt eine Isolierverglasung.
Die obere Scheibe, Klebeschicht, mittlere Scheibe, Verbindungselement und untere Scheibe bilden bevorzugt eine Dreifach verglasung. Am Rand der oberen Scheibe und bevorzugt auf der mittleren Scheibe der Dreifachverglasung ist ein LED-Gehäuse befestigt. Das LED-Gehäuse enthält mindestens eine LED, eine an der LED befestigte LED-Leiterplatte (PCB, printed circuit board) und einen an der LED-Leiterplatte befestigten elektrischen Anschluss.
Die LED-Leiterplatte umfasst handelsübliche Leiterplatten und/oder Platinen. Diese bestehen aus elektrisch isolierenden Materialien, auf denen elektrische Verbindungen angebracht sind. Beispiele für isolierende Materialien sind nicht leitfähige Polymere wie mit Epoxydharz getränkte Glasfaser, Teflon, Keramik und/oder Polyesterfolie. Die elektrischen Verbindungen, beispielsweise Leitungsdrähte, enthalten bevorzugt Kupfer, Eisen, Zinn, Nickel, Gold, Silber und/oder Legierungen davon. Auf den LED- Leiterplatten werden die LEDs befestigt und über die elektrischen Verbindungen kontaktiert.
Der elektrische Anschluss stellt die Verbindung zur Stromquelle her. Bevorzugt ist zwischen dem elektrischen Anschluss und der Stromquelle noch eine Steuervorrichtung angeordnet. Diese Steuervorrichtung ermöglicht die gezielte Beleuchtung einzelner LEDs. Durch die Anordnung verschiedenfarbiger LEDs auf der LED-Leiterplatte lassen sich farbige Lichteffekte erzeugen.
Die gesamte Anordnung der Komponenten aus LED, LED-Leiterplatte und elektrischem Anschluss befindet sich in einer Ummantelung. Diese Ummantelung kann als flexibles oder starres Gehäuse ausgebildet sein.
Die Dreifachverglasung weist bevorzugt eine optische Transparenz von > 60 , bevorzugt von > 75 , besonders bevorzugt von > 85 % auf.
Die LEDs umfassen bevorzugt LEDs (Light Emitting Diodes) und/oder OLEDs (Organic Light Emitting Diodes).
Die Klebeschicht enthält bevorzugt PVB (Polyvinylbutyral) und/oder EVA (Poly- Ethylvinylacetat). Die Klebeschicht enthält bevorzugt eine Polyesterfolie, bevorzugt Polybutylenterephthalat (PBT), Polycarbonat (PC), Polyethylenterephthalat (PET) und Polyethylennaphthalat (PEN) und/oder Gemische und/oder Copolymere davon. Die Klebeschicht kann mehrere Schichten gleicher oder unterschiedlicher Polymere enthalten.
Die Klebeschicht enthält bevorzugt Leuchtfelder. Die Leuchtfelder reflektieren, emittieren oder streuen das von den LEDs in die obere Scheibe eingekoppelte Licht nach außen. Sind nur einzelne Leuchtfelder auf oder in der Klebeschicht angeordnet, so leuchtet die Scheibe nur im Bereich der Leuchtfelder. Ist die gesamte Klebeschicht mit Reflektoren versehen, so leuchtet entsprechend die gesamte obere Scheibe.
Die obere Scheibe enthält an der Scheibenoberfläche bevorzugt Leuchtfelder. Die Leuchtfelder entsprechen den bei der Klebeschicht beschriebenen Leuchtfeldern.
Die Leuchtfelder umfassen bevorzugt Strukturen zur Lichtstreuung, besonders bevorzugt Partikel, Punktraster, Aufkleber, Anlagerungen, Einkerbungen, Einritzungen Strichraster, Aufdrucke und/oder Siebdrucke.
Die Ummantelung enthält bevorzugt ein Metall, bevorzugt Aluminium, Titan, Eisen, Chrom, Nickel, Wolfram und/oder Legierungen davon.
Die Ummantelung enthält bevorzugt ein Polymer, besonders bevorzugt Silikone, Polyisoprene, Styrol-Butadien-Kautschuk, Butadien-Acrylnitril-Kautschuk und/oder Polyacrylate sowie Gemische und/oder Copolymere davon.
Die Silikone enthalten bevorzugt RTV(raumtemperturvernetzenden)-Silikonkautschuk, HTV-(hochtemperturvernetzenden) Silikonkautschuk, peroxidischvernetzten- Silikonkautschuk und/oder additionsvernetzten-Silikonkautschuk sowie Gemische und/oder Copolymere davon.
Das LED-Gehäuse ist bevorzugt mit einem optisch transparenten Kleber und/oder Klebeband an der oberen Scheibe und/oder mittleren Scheibe befestigt. Die Wahl des Klebstoffes auf dem Klebeband richtet sich dabei nach dem Material der Scheibe oder der Ummantelung. Das optisch transparente Klebeband enthält bevorzugt auf der der Ummantelung zugewandten Seite einen Klebstoff auf Silikonbasis und auf der der Scheibe zugewandten Seite einen Klebstoff auf Acrylatbasis. So lässt sich beispielsweise eine Ummantelung aus Silikon mit einer Scheibe aus Glas oder Polyacryl fest verbinden. Das optisch transparente Klebeband wird bevorzugt durch eine Koronaentladung aktiviert.
Der optisch transparente Kleber und/oder Klebeband enthält bevorzugt Acrylatklebstoffe, Methylmethacrylatklebstoffe, Cyanacrylatklebstoffe, Polyepoxide, Silikonklebstoffe und/oder Silanvernetzende-Polymerklebstoffe sowie Gemische und/oder Copolymere davon.
Der optisch transparente Kleber und/oder Klebeband weisen bevorzugt eine optische Transparenz von > 80 %, besonders bevorzugt > 90 % auf.
Die LEDs weisen bevorzugt einen Abstand zu der oberen Scheibe von < 1 mm, bevorzugt < 0,5 mm auf.
Die LED-Leiterplatte enthält bevorzugt Silber, Kupfer, Zinn, Nickel, Gold, Aluminium, Eisen, Wolfram, Chrom und/oder Legierungen davon und/oder ein elektrisch leitfähiges Klebeband.
Die Verbindungselemente weisen bevorzugt eine Breite von 10 mm bis 20 mm auf. Die Verbindungselemente sind bevorzugt block- oder quaderförmig ausgebildet. Die Verbindungselemente enthalten bevorzugt Polymere und/oder Metalle.
Die Erfindung umfasst des Weiteren ein Verfahren zur Herstellung einer beleuchteten Scheibenanordnung. In einem ersten Schritt wird eine obere Scheibe über eine Klebeschicht mit einer mittleren Scheibe im Autoklaven verbunden. Anschließend wird mindestens eine LED an einer LED-Leiterplatte mit einem elektrischen Anschluss zu einer LED-Anordnung verbunden. Die LED-Anordnung wird mit einer Ummantelung aus Metall und/oder Polymer versehen und ein LED-Gehäuse erhalten. Das LED- Gehäuse wird am Rand der oberen Scheibe und der Oberfläche der mittleren Scheibe befestigt. In einem abschließenden Schritt werden eine mittlere Scheibe und eine untere Scheibe über zwei Verbindungselemente verbunden und bilden eine Isolierver glasung.
Die Erfindung umfasst des Weiteren die Verwendung der beleuchteten Scheibenanordnung als Gebäudeinnenbeleuchtung, Gebäudeaußenbeleuchtung, Werbeträger und/oder Fahrzeugscheibe.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen und eines Ausführungs- sowie Vergleichsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung ist eine rein schematische Darstellung und nicht maßstabsgetreu. Sie schränkt die Erfindung in keiner Weise ein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
Figur 1 einen Querschnitt der beleuchteten Scheibenanordnung nach dem Stand der Technik,
Figur 2 einen Querschnitt der erfindungsgemäßen beleuchteten Scheibenanordnung und
Figur 3 ein Fließschema des Verfahrens zur Herstellung der erfindungsgemäßen Scheibenanordnung .
Figur 1 zeigt einen Querschnitt der beleuchteten Scheibenanordnung (I) bestehend aus einer Doppelverglasung nach dem Stand der Technik. Das LED-Gehäuse (3) enthält LEDs (1), die an einer LED-Leiterplatte (2) befestigt sind. Ein elektrischer Anschluss (10) versorgt die LEDs (1) mit Strom. Eine Ummantelung (3a) aus Aluminium bildet den äußeren Rahmen des LED-Gehäuses (3). Das LED-Gehäuse (3) ist über einen optisch transparenten Kleber (11) mit der oberen Scheibe (4) der Doppelverglasung verbunden. Zwei Verbindungselemente (9) verbinden die obere Scheibe (4) mit der unteren Scheibe (8). Leuchtfelder (6) sind auf der unteren Seite der oberen Scheibe (4) aufgedruckt. Figur 2 zeigt einen Querschnitt der erfindungs gemäßen beleuchteten Scheibenanordnung (II) bestehend aus einer Dreifachverglasung. Ein elektrischer Anschluss (10) versorgt die LEDs (1) mit Strom. Eine Ummantelung (3a) aus Aluminium bildet den äußeren Rahmen des LED-Gehäuses (3). Das LED-Gehäuse (3) wird über einen optisch transparenten Kleber (11) mit der oberen Scheibe (4), bevorzugt auch mit der mittleren Scheibe (7), der Dreifachverglasung verbunden. Die obere Scheibe (4) ist über eine Klebeschicht (5) mit der mittleren Scheibe (7) verbunden und bilden zusammen eine Verbundglas Scheibe. Zwei Verbindungselemente (9) verbinden die mittlere Scheibe (7) mit der unteren Scheibe (8). Im Gegensatz zu der Scheibenanordnung (I) gemäß Stand der Technik sind in der erfindungsgemäßen Scheibenanordnung (II) Leuchtfelder (6) auf der Klebeschicht (5) aufgedruckt.
Figur 3 zeigt ein Flussdiagramm des Verfahrens zur Herstellung der erfindungs gemäßen Scheibenanordnung. In einem ersten Schritt wird eine obere Scheibe über eine Klebeschicht mit einer mittleren Scheibe in einem Vorverbundverfahren verbunden. Der Vorverbund wird beispielsweise durch das Erwärmen der Anordnung aus oberer Scheibe, Klebeschicht und mittlerer Scheibe auf 50 °C und durch das Durchlaufen einer Rollenanordnung erhalten. Zweck des Vorverbundes ist es, vor dem endgültigen Verbinden der mittleren und oberen Scheibe, überschüssige Luft zu entfernen. Der Vorverbund aus oberer Scheibe, Klebeschicht und mittlerer Scheibe wird anschließend im Autoklaven verbunden. In einem weiteren Schritt werden die mittlere Scheibe und eine untere Scheibe über zwei Verbindungselemente verbunden und bilden eine Isolierverglasung. Zur Versiegelung des Zwischenraums können noch Polymere oder Dichtungsmassen auf Silikon-, Polyurethan-, Acrylate-, silanmodifizierte Polymere (SMP), Butylkautschuk und/oder Polysulfidbasis verwendet werden. Der Zwischenraum zwischen mittlerer und unterer Scheibe wird bevorzugt mit einem Inertgas wie N 2 , C0 2 , He, Ne, Ar oder Vakuum gefüllt. Anschließend wird mindestens eine LED an einer LED -Leiterplatte mit einem elektrischen Anschluss zu einer LED-Anordnung verbunden. Die LED-Anordnung wird mit einer Ummantelung versehen und so ein LED-Gehäuse erhalten. Das LED-Gehäuse wird am Rand der oberen Scheibe und der Oberfläche der mittleren Scheibe befestigt. Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Beispiels der erfindungsgemäßen beleuchteten Scheibenanordnung und eines Vergleichsbeispiels einer beleuchteten Scheibenanordnung nach dem Stand der Technik näher erläutert.
In einer Versuchsreihe wurden die abgegebene Lichtmenge einer erfindungsgemäßen Scheibenanordnung (Alle Scheiben aus Diamant ® -Glass, SAINT-GOBAIN GLASS) und die abgegebene Lichtmenge einer beleuchteten Scheibenanordnung (Alle Scheiben aus Diamant ® -Glass, SAINT-GOBAIN GLASS) nach dem Stand der Technik bestimmt.
Beispiel 1 (Vergleichsbeispiel)
Das Beispiel 1 entspricht der in Figur 1 beschriebenen Anordnung. Das LED-Gehäuse
(3) (Länge von 450 mm, Breite von 18 mm und Höhe von 11,4 mm) enthielt in einem Aluminiumrahmen 72 LEDs (24x Blau, 24x Rot, 24x Grün). Alle Tests wurden bei 100 % Volllast (24 V und 6 Watt) der LEDs durchgeführt. Die obere Scheibe wies eine Dicke von 12 mm auf und die untere Scheibe (8) wies eine Dicke von 4 mm auf. Die Verbindungsstücke (9) wiesen eine Breite von 16 mm als Abstand der oberen Scheibe
(4) und unteren Scheibe (8) auf.
Beispiel 2 (erfindungsgemäß)
Das Beispiel 2 entspricht der in Figur 2 beschriebenen Anordnung. Das LED-Gehäuse (3) (Länge von 450 mm, Breite von 18 mm und Höhe von 11,4 mm) enthielt in einem Aluminiumrahmen 72 LEDs (24x Blau, 24x Rot, 24x Grün). Alle Tests wurden bei 100 % Volllast (24 V und 6 Watt) der LEDs durchgeführt. Die obere Scheibe wies eine Dicke von 12 mm auf, die mittlere Scheibe (7) und die untere Scheibe (8) wiesen eine Dicke von 4 mm auf. Die Klebeschicht (5) aus PVB wies eine Dicke von 0,76 mm vor der Laminierung auf. Die Verbindungsstücke (9) wiesen eine Breite von 16 mm als Abstand der mittleren Scheibe (7) und unteren Scheibe (8) auf.
Die abgestrahlte Lichtmenge einer Fläche von 39 cm x 39 cm = 1521 cm der oberen Scheibe (4) der Beispiele 1 und 2 wurde in einem Abstand von 2,20 m mit einem Lumi CAM 4.0 /1300 Color (Instrument Systems, 81673 München, Deutschland) bestimmt. Die Anzahl und Größe der Leuchtfelder (6), auf der Unterseite der oberen Scheibe (4) in Beispiel 1 und der Klebeschicht (5) in Beispiel 2, war gleich. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
Das erfindungsgemäße Beispiel 2 emittierte eine um 28 % höhere Lichtmenge als das Beispiel 1 nach dem Stand der Technik. Diese Ergebnisse waren überraschend und unerwartet.
Bezugszeichenliste
(1) LED,
(2) LED-Leiterplatte,
(3) LED-Gehäuse,
(3a) Ummantelung,
(4) obere Scheibe,
(5) Klebeschicht,
(6) Leuchtfelder,
(7) mittlere Scheibe,
(8) untere Scheibe,
(9) Verbindungselement,
(10) elektrischer Anschluss,
(11) optisch transparenter Kleber oder Klebeband,
(I) beleuchtete Scheibenanordnung nach dem Stand der Technik und
(II) erfindungsgemäße beleuchte Scheibenanordnung.
