DECKENBACH, Wolfgang (Birkenweg 15, Schechen, 83135, DE)
HENNERKES, Urs (Schlehdornweg 10, Fürstenfeldbruck, 82256, DE)
FRANKENBERGER, Jörg (Schießstättenweg 46, Markt Schwaben, 85570, DE)
DECKENBACH, Wolfgang (Birkenweg 15, Schechen, 83135, DE)
HENNERKES, Urs (Schlehdornweg 10, Fürstenfeldbruck, 82256, DE)
| P a t e n t a n s r ü c h e 1. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) zur Beleuchtung von Wertdokumenten, umfassend: - mehrere chipförmige Lichtquellen (15a-d, 15), deren Emissionsspektren voneinander verschieden sind, - eine Lichtquellen- Aufnahme (10), auf der mehrere Lichtquellen- Positionen (11, 12) vorgesehen ist, an denen jeweils eine der chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) angeordnet ist, und - mehrere Linsen (2, 21), die getrennt von den chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) ausgebildet sind und derart angeordnet sind, dass den auf der Lichtquellen-Aufnahme (10) angeordneten Lichtquellen (15a-d, 15) je- weils genau eine der Linsen (2, 21) zugeordnet ist und dass Emissionslicht, das von der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) ausgesendet wird, durch die der chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) zugeordnete Linse (2, 21) gesammelt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Lichtquellen- Aufnahme (10) eine lichtabsorbierende Vergussmasse (6) aufgebracht ist, in die die chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) eingebettet sind, wobei durch das Einbetten in die lichtabsorbierende Vergussmasse (6) das Aussenden von Emissionslicht bei zumindest einigen der chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) derart räumlich begrenzt wird, dass deren Abstrahlcharakteristika aneinander angeglichen werden. 2. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) jeweils derart in die lichtabsorbierende Vergussmasse (6) eingebettet sind, dass die zum Aus- senden des Emissionslichts vorgesehene Oberfläche (16) der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) vollständig von der lichtabsorbierenden Vergussmasse (6) unbedeckt ist. 3. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Einbetten in die lichtabsorbierende Vergussmasse (6) das Aussenden von Emissionslicht bei zumindest einer der chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) derart räumlich begrenzt wird, dass deren Abstrahlcharakteristik an die Abstrahlcha- rakteristik eines Lambert-Strahlers angenähert wird. 4. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei zumindest einer der chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) die Seitenflächen ( ) der chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) durch die lichtabsorbierende Vergussmasse (6) derart lichtdicht abgedeckt sind, dass das Aussenden von Emissionslicht der chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) auf benachbarte Linsen (2), die benachbart zu der der chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) zugeordneten Linse (2) angeordnet sind, durch die lichtabsorbierende Vergussmasse (6) unterdrückt wird. 5. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) derart in die lichtabsorbierende Vergussmasse (6) eingebettet sind, dass die Seitenflächen (17) der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) teilweise oder vollständig durch die lichtabsorbierende Vergussmasse (6) abgedeckt sind. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) derart in die lichtabsorbierende Vergussmasse (6) eingebettet sind, dass die Seitenflächen (17) der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) teilweise durch die lichtabsorbierende Vergussmasse (6) abgedeckt sind, wobei jeweils ein oberer Abschnitt der Seitenflächen (17), der an die zum Aussenden des Emissionslichts vorgesehene Oberfläche (16a- d) der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) angrenzt, von der lichtabsorbierenden Vergussmasse (6) unbedeckt ist. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquellen-Positionen (11) der Lichtquellen-Aufnahme (10) als Vertiefungen (12) ausgebildet sind, in denen jeweils eine der chipförmigen Lichtquellen (15a-d, 15) enthalten ist. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (12) der Lichtquellen- Aufnahme (10) individuell mit der lichtabsorbierenden Vergussmasse (6) befüllbar sind, so dass die Füllhöhe der Vergussmasse (6) in der jeweiligen Vertiefung (12) jeweils an die Dicke (Dl, D2, D3, D4) derjenigen chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) angepasst werden kann, die in der Vertiefung (12) enthalten ist. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach einem der Ansprüche 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (12) relativ zur Oberfläche (13) der Lichtquellen- Aufnahme (10) so tief ausgebildet sind, dass die zum Aussenden des Emissionslichts vorgesehene Oberfläche (16) der in der Vertiefung (12) enthaltenen chipförmigen Lichtquelle (15a-d, 15) jeweils unter der Oberfläche (13) der Lichtquellen- Aufnahme (10) oder in der Ebene der Oberfläche (13) der Lichtquellen- Aufnahme (10) angeordnet ist. 10. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, da- durch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (12) der Lichtquellen- Aufnahme (10) unterschiedliche Tiefen (T) relativ zur Oberfläche (13) der Lichtquellen-Aufnahme (10) aufweisen, wobei die Tiefe (T) der Vertiefungen (12) in Abhängigkeit der Dicke (Dl, D2, D3, D4) der chipförmigen Lichtquellen (15a-d) gewählt sind, um die zum Aussenden des Emissi- onslichts vorgesehenen Oberflächen (16a-d) der Lichtquellen (15a-d) genau oder zumindest näherungsweise in derselben Ebene (E2) anzuordnen. 11. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach einem der vorhergehenden An- sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquellen (15a-d, 15) und die Linsen (2, 21) so zueinander angeordnet sind, dass jede Lichtquelle (15a-d, 15) von der ihr zugeordneten Linse (2, 21) weniger als die Brennweite der Linse (2, 21) entfernt ist. 12. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Linsen (2, 21) durch ein Mikrolinsenarray (20) bereit gestellt wird, das vorzugsweise als einstückiger Körper ausgebildet ist. 13. Beleuchtungseinrichtung (5, 50) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Mikrolinsenarray (20) Befestigungsmittel (22) zum Befestigen des Mikrolinsearrays (20) an der Lichtquellen- Aufnahme (10) aufweist. 14. Sensor (100) zur Prüfung von Wertdokumenten (1) umfassend: - eine Beleuchtungseinrichtung (5, 50) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, und - eine Abbildungsoptik (25), durch die das von der Beleuchtungseinrichtung (5, 50) ausgesendete Licht auf ein Wertdokument (1) abgebildet werden kann, welches, beim Betreiben des Sensors (100), durch den Sensor ( 00) erfasst werden soll, und - eine Detektionseinrichtung (30), die zum Detektieren von Detekti- onslicht ausgebildet ist, das, beim Betreiben des Sensors (100), von dem durch die Beleuchtungseinrichtung (5, 50) beleuchteten Wertdokument (1) ausgeht. 15. Sensor (100) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (100) mehrere verschiedene Lichtquellen (15a-d, 15) aufweist, die, beim Betreiben des Sensors (100), nacheinander ein- und ausgeschaltet werden, um das Wertdokument nacheinander mit mehreren verschiedenen Emissionsspektren zu beleuchten. |
Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung zum Beleuchten von Wertdokumenten und einen Sensor zur Prüfung von Wertdokumenten, der die Beleuchtungseinrichtung aufweist. Zur Prüfung von Wertdokumenten werden üblicherweise Sensoren verwendet, mit denen die Art der Wertdokumente bestimmt wird und/ oder mit denen die Wertdokumente auf Echtheit und/ oder auf ihren Zustand geprüft werden. Derartige Sensoren werden zur Prüfung von Wertdokumenten wie z.B. Banknoten, Schecks, Ausweisen, Kreditkarten, Scheckkarten, Tickets, Gutscheinen und dergleichen verwendet. Die Prüfung der Wertdokumente erfolgt in einer Vorrichtung zur Wertdokumentbearbeitung, in der, je nach den zu prüfenden Wertdokumenteigenschaften, einer oder mehrere unterschiedliche Sensoren enthalten sind. Üblicherweise werden die Wertdokumente bei der Prüfung in einer oder mehreren Spuren abgetastet, wobei der Sensor und das Wertdokument relativ zueinander bewegt werden.
Wertdokumente werden häufig mit Hilfe optischer Sensoren geprüft, die das von den Wertdokumenten reflektierte Licht erfassen. Zur Beleuchtung eines Wertdokuments weisen manche Sensoren eine Beleuchtungseinrichtung mit mehreren verschiedenfarbigen Leuchtdioden auf, die jeweils mit einer als Linse wirkenden Schutzkappe ausgestattet sind. Die mit der Schutzkappe versehenen Leuchtdioden werden nebeneinander auf einer Leiterplatte angeordnet. Die Größe der Schutzkappen führt jedoch zu relativ großen Abständen zwischen den einzelnen Leuchtdioden. Eine derartige Beleuch- tungseinrichtung hat daher einen relativ großen Platzbedarf.
Bei anderen Beleuchtungseinrichtungen sind mehrere verschiedenfarbige chipförmige Lichtquellen nebeneinander auf einer Leiterplatte aufgebracht. Das Emissionslicht der Lichtquellen wird üblicherweise durch einen den Lichtquellen gemeinsamen Lichtleiter gesammelt und das aus dem Lichtleiter austretende Licht auf das zu prüfende Wertdokument gerichtet.
Wenn eine Beleuchtungseinrichtung mit mehreren verschiedenen chipf örmi- gen Lichtquellen ausgestattet werden soll, so unterscheiden sich die chip- förmigen Lichtquellen im Allgemeinen in ihrer Abstrahlcharakteristik. Beispielsweise können einige der chipförmigen Lichtquellen einen erheblichen Anteil ihres Emissionslichts über ihre Seitenflächen aussenden, während bei anderen Lichtquellen die Lichtemission vor allem über deren Oberfläche er- folgt. Wenn die verschiedenen Lichtquellen nebeneinander angeordnet und deren Emissionslicht jeweils mit einer Linse gesammelt werden soll, so müssten für die verschiedenen Lichtquellen - aufgrund der verschiedenen Abstrahlcharakteristika - jeweils eine individuell passende Linse verwendet werden, d.h. Linsen verschiedener Größe und/ oder Brennweite. Denn bei Verwendung gleicher Linsen für alle Lichtquellen würden einige der Linsen überstrahlt werden oder - bei entsprechend großen Linsen - die Anordnung der Linsen viel Platz benötigen. Allerdings ist die Anfertigung und Handhabung verschiedener Linsen, sowie deren Befestigung innerhalb einer Beleuchtungseinrichtung mit einem großen Aufwand verbunden.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine verbesserte Beleuchtungseinrichtung zur Beleuchtung von Wertdokumenten mit verschiedenen Lichtquellen bereit zu stellen, deren Emissionslicht jeweils mit einer zur Lichtquelle passenden Linse gesammelt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung angegeben. Die Beleuchtungseinrichtung umfasst eine Lichtquellen- Aufnahme, auf der mehrere chipförmige Lichtquellen angeordnet sind, deren Emissionsspektren voneinander verschieden sind. Außerdem weist die Beleuchtungseinrichrung mehrere Linsen auf, die getrennt von den chipf örmigen Lichtquel- len ausgebildet sind. Die Linsen sind so angeordnet, dass jeder der auf der Lichtquellen- Aufnahme angeordneten chipförmigen Lichtquellen genau eine Linse zugeordnet ist. Das Emissionslicht, das von der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle ausgesendet wird, wird jeweils durch diejenige Linse gesammelt, die der chipförmigen Lichtquelle zugeordnet ist. Um eine einein- deutige Zuordnung zwischen den Linsen und den an den Lichtquellen- Positionen anzuordnenden Lichtquellen zu erhalten, sind die Anordnung der Linsen und die Anordnung der Lichtquellen-Positionen bzw. der chipförmigen Lichtquellen auf der Lichtquellenaufnahme gleich. Beispielsweise sind die Linsen in dem gleichen ein- oder zweidimensionalen Raster ange- ordnet wie die chipförmigen Lichtquellen auf der Lichtquellenaufnahme angeordnet sind. Die den chipförmigen Lichtquellen zugeordneten Linsen können als Einzellinsen ausgebildet sein, die getrennt voneinander hergestellt sind, oder durch ein ein- oder zweidimensionales Linsenarray gebildet sein. Die Beleuchtungseinrichtung ist dazu ausgebildet, ein Wertdokument mit mehreren verschiedenen Emissionsspektren zu beleuchten.
Auf der Lichtquellen- Aufnahme ist eine lichtabsorbierende Vergussmasse aufgebracht, in die die chipförmigen Lichtquellen eingebettet sind. Durch das Einbetten in die lichtabsorbierende Vergussmasse wird das Aussenden von Emissionslicht bei zumindest einigen der chipförmigen Lichtquellen derart räumlich begrenzt, dass deren Abstrahlcharakteristika aneinander angeglichen werden. Insbesondere wird durch das Einbetten in die lichtabsorbierende Vergussmasse die Winkelabhängigkeit der Strahlstärke der chipförmigen Lichtquellen aneinander angeglichen. Im Vergleich zu deren Abstrahlcharakteristika vor dem Einbetten in die lichtabsorbierende Vergussmasse sind die auf diese Weise aneinander angeglichenen Abstrahlcharakteristika der verschiedenen Lichtquellen einander zumindest näherungsweise gleich. Das Einbetten in die lichtabsorbierende Vergussmasse kann bei jeder Lichtquelle der Beleuchtungseinrichtung durchgeführt werden, es kann aber auch bei nur einer Teilmenge der Lichtquellen durchgeführt werden, z.B. nur bei denen, deren Abstrahlcharakteristik stark von der der anderen Lichtquellen abweicht. Durch die aneinander angeglichenen Abstrahlcharakteristika wird es möglich, für die verschiedenen Lichtquellen die gleichen Linsen zu verwenden. Andernfalls, d.h. ohne das Einbetten in die lichtabsorbierende Vergussmasse, müssten - aufgrund der unterschiedlichen Oberflächen- und Kantenabstrahlung der verschiedenen Lichtquellen - für die verschiedenen Lichtquellen jeweils eine individuell passende Linse verwendet werden. Dieser Aufwand kann durch die Erfindung vermieden werden.
Durch das Einbetten der chipförmigen Lichtquellen in die lichtabsorbierende Vergussmasse wird das Aussenden von Emissionslicht bei zumindest einer der chipförmigen Lichtquellen derart räumlich begrenzt, dass deren Abstrahlcharakteristik insbesondere an die Abstrahlcharakteristik eines Lam- bert-Strahlers angenähert wird. Vorzugsweise wird auf diese Weise die Abstrahlcharakteristik mehrerer Lichtquellen an die Abstrahlcharakteristik eines Lambert-Strahlers angenähert.
Insbesondere sind bei zumindest einer der chipförmigen Lichtquellen die Seitenflächen der chipförmigen Lichtquelle durch die lichtabsorbierende Vergussmasse derart lichtdicht abgedeckt, dass das Aussenden von Emissionslicht der chipförmigen Lichtquelle auf benachbarte Linsen, die benachbart zu der der chipförmigen Lichtquelle zugeordneten Linse angeordnet sind, durch die lichtabsorbierende Vergussmasse unterdrückt wird. Durch die lichtabsorbierende Vergussmasse an den Seitenflächen wird das Aussenden des Emissionslichts auf die benachbarten Linsen zumindest teilweise unterdrückt, kann aber auch vollständig unterdrückt werden. Das Aussenden des Emissionslichts wird bei zumindest einer der chipförmigen Licht- quellen räumlich so begrenzt, dass der Anteil des Emissionslichts der chipförmigen Lichtquelle, den diese ansonsten auf die benachbarten Linsen aussenden würde, erheblich reduziert wird. Dadurch können unerwünschte Strahlengänge des Emissionslichts vermieden werden, die ansonsten zur Verfälschung von Ergebnissen der Wertdokumentprüfung führen könnten.
Vorzugsweise sind die chipförmigen Lichtquellen derart in die lichtabsorbierende Vergussmasse eingebettet, dass die Seitenflächen der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle teilweise oder vollständig durch die lichtabsorbierende Vergussmasse abgedeckt sind. Dadurch dass die Seitenflächen der chipför- migen Lichtquellen durch die lichtabsorbierende Vergussmasse zumindest teilweise lichtdicht abgedeckt werden, kann eine Angleichung der Abstrahl- charakteristika erreicht werden. Beispielsweise können die Seitenflächen einiger Lichtquellen der Beleuchtungseinrichtung vollständig und die Seitenflächen anderer Lichtquellen der Beleuchtungseinrichtung teilweise durch die lichtabsorbierende Vergussmasse abgedeckt sein. Es kann aber auch bei jeder Lichtquelle der Beleuchtungseinrichtung die Seitenflächen teilweise abgedeckt sein oder bei jeder Lichtquelle vollständig. Bei einer oder mehreren Lichtquellen der Beleuchtungseinrichtung kann auch keine Abdeckung der Seitenkanten vorhanden sein, z.B. wenn es nicht notwendig ist, deren Abstrahlcharakteristik an die anderen anzugleichen. Durch das teilweise oder vollständige Abdecken der Seitenflächen wird das Emissionslicht der chipförmigen Lichtquelle im Wesentlichen nur auf die der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle zugeordnete Linse ausgesendet. Insbesondere sind die chipförmigen Lichtquellen derart in die lichtabsorbierende Vergussmasse eingebettet, dass die zum Aussenden des Emissionslichts vorgesehene Oberfläche der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle vollständig von der lichtabsorbierenden Vergussmasse unbedeckt ist. Die zum Aussenden des Emissionslichts vorgesehene Oberfläche der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle kann die gesamte Oberfläche der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle sein oder nur ein Teil der Oberfläche der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle. Die chipförmigen Lichtquellen können derart in die lichtabsorbierende Vergussmasse eingebettet sein, dass die Seitenflächen der je- weiligen chipförmigen Lichtquelle nur teilweise durch die lichtabsorbierende Vergussmasse abgedeckt sind, wobei jeweils ein oberer Abschnitt der Seitenflächen, der an die zum Aussenden des Emissionslichts vorgesehene Oberfläche der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle angrenzt, von der lichtabsorbierenden Vergussmasse unbedeckt ist. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Vergussmasse, beim Aufbringen auf die Lichtquellen- Aufnahme, nicht versehentlich auf die Oberfläche der chipförmigen Lichtquellen gelangt.
Die lichtabsorbierende Vergussmasse ist spektral so breitbandig absorbie- rend, dass sie zunündest Licht im Spektralbereich des Emissionslichts der Lichtquellen stark absorbiert. Beispielsweise ist die Vergussmasse schwarz oder schwarz gefärbt, z.B. rußgeschwärzt. Insbesondere ist die lichtabsorbierende Vergussmasse auf der Basis eines Gießharzes hergestellt, z.B. Epoxydharz, Silikonharz, Polyurethanharz, Polyesterharz oder Vinylesterharz.
Die Beleuchtungsemrichtung weist mehrere chipförmige Lichtquellen auf, deren Emissionsspektren voneinander verschieden sind. Beispielsweise weist jede der Lichtquellen der Beleuchtungseinrichtung ein anderes Emissionsspektrum auf als die übrigen Lichtquellen der Beleuchtungseinrichtung. Die Beleuchtungseinrichtung kann aber, zusätzlich zu den Lichtquellen mit verschiedenen Emissionsspektren, auch eine oder mehrere Lichtquellen mit dem gleichen Emissionsspektrum aufweisen, z.B. um auch in einem Spektralbereich mit lichtschwachen Lichtquellen eine ausreichende Beleuchtungs- Intensität zu erhalten. Die Beleuchtungseinrichtung kann also auch an mehreren der Lichtquellen-Positionen auf der Lichtquellen- Aufnahme mit der gleichen Lichtquelle ausgestattet sein, um eines oder mehrere der Emissionsspektren mehrfach bereit zu stellen. Die auf der Lichtquellen-Aufnahme angeordneten Lichtquellen stellen mehrere Emissionsspektren im sichtbaren Spektralbereich und / oder im infraroten Spektralbereich und / oder im ultravioletten Spektralbereich bereit. Als chipförmige Lichtquellen werden bevorzugt lichtemittierende Dioden eingesetzt, beispielsweise Leuchtdioden (LED), insbesondere Halbleiter-Leuchtdioden oder organische Leuchtdioden (OLED), und/ oder Laserdioden, insbesondere vertikal-cavity surface emit- ting laser (VCSEL).
Auf der Lichtquellen- Aufnahme der Beleuchtungseinrichtung sind mehrere Lichtquellen-Positionen vorgesehen, von denen jede zur Aufnahme einer der chipförmigen Lichtquellen ausgebildet ist. Auf der Lichtquellen- Aufnahme können z.B. eine eindimensionale oder eine zweidimensionale Anordnung von Lichtquellen vorgesehen sein. An mehreren oder an allen der Lichtquellen-Positionen der Lichtquellen- Aufnahme ist jeweils eine Lichtquelle angeordnet. In einigen Ausführungsbeispielen sind die Lichtquellen-Positionen der
Lichtquellen- Aufnahme als Vertiefungen ausgebildet, in denen jeweils eine der chipförmigen Lichtquellen enthalten ist. Insbesondere werden die Lichtquellen-Positionen durch mehrere individuelle Vertiefungen gebildet, in denen jeweils genau eine der chipförmigen Lichtquellen aufgenommen werden kann. Die Vertiefungen der Lichtquellen- Aufnahme sind individuell mit der lichtabsorbierenden Vergussmasse befüllbar. Die Füllhöhe der Vergussmasse in der jeweiligen Vertiefung kann dadurch jeweils an die Dicke derjenigen Lichtquelle angepasst werden, die in der Vertiefung enthalten ist. Das Vor- sehen von Vertiefungen als Lichtquellen-Positionen hat den Vorteil, dass die Füllhöhe der lichtabsorbierenden Vergussmasse für die verschiedenen Lichtquellen individuell eingestellt werden kann und dadurch unerwünschte Lichtemission, die aus deren Seitenflächen austritt, optimal unterdrückt werden kann.
Vorzugsweise sind die Vertiefungen, relativ zur Oberfläche der Lichtquellen- Aufnahme, in die die Vertiefung eingebracht ist, so tief ausgebildet, dass die zum Aussenden des Emissionslichts vorgesehene Oberfläche derjenigen chipförmigen Lichtquelle, die in der Vertiefung enthalten ist, jeweils unter der Oberfläche der Lichtquellen- Aufnahme oder in der Ebene der Oberfläche der Lichtquellen- Aufnahme angeordnet ist. Die Vertiefungen der Lichtquellen-Aufnahme sind also mindestens so tief ausgebildet, dass deren Tiefe mindestens der Dicke derjenigen chipförmigen Lichtquelle entspricht, die in der jeweiligen Vertiefung enthalten ist. Dadurch kann die Oberfläche der chipförmigen Lichtquellen gegenüber äußeren Einflüssen geschützt werden. In einem Ausführungsbeispiel weisen die Vertiefungen der Lichtquellen- Aufnahme, bezogen auf die Oberfläche der Lichtquellen- Aufnahme, unterschiedliche Tiefen auf. Die Tiefen der Vertiefungen sind dabei in Abhängigkeit der Dicke der jeweiligen chipförmigen Lichtquelle gewählt, die in der Vertiefung enthalten ist, um die Oberflächen der Lichtquellen genau oder zumindest näherungsweise in derselben Ebene anzuordnen.
Bevorzugt sind die Lichtquellen und Linsen so zueinander angeordnet, dass jede Lichtquelle der Beleuchtungseinrichtung von der ihr zugeordneten Lin- se weniger als die Brennweite dieser Linse entfernt ist. Wenn der Abstand der Lichtquelle von der ihr zugeordneten Linse geringer ist als die Brennweite der Linse, kann ein besonders großer Anteil des von der Lichtquelle emittierten Lichts gesammelt werden. Alternativ kann der Abstand zwischen der Lichtquelle und der ihr zugeordneten Linse auch mehr als die einfache Brennweite betragen, dann aber vorzugsweise weniger als die doppelte Brennweite der Linse.
In einer Ausführungsform werden die den chipförmigen Lichtquellen zuge- ordneten Linsen durch ein Mikrolinsenarray bereit gestellt, das mehrere
Mikrolinsen enthält. Das Mikrolinsenarray ist als einstückiger Körper ausgebildet, der vorzugsweise Befestigungsmittel aufweist. Die Befestigungsmittel können als integrale Bestandteile des Mikrolinsenarrays ausgebildet sein, sodass deren Position relativ zu den Mikrolinsen sehr genau definiert ist. Die Lichtquellen- Aufnahme weist ein zu den Befestigungsmitteln des Mikrolinsenarrays passendes Gegenstück auf. Zur Herstellung der Beleuchtungseinrichtung ist daher keine Justage erforderlich. Im Gegensatz zur Realisierung einer entsprechenden Beleuchtung mit Einzellinsen, die einzeln gehaltert werden müssen und bei deren Anordnung immer Zwischenräume verblei- ben, besteht bei dem Mikrolinsenarray kaum ein Zwischenraum zwischen den einzelnen Mikrolinsen. Da das Mikrolinsenarray als einstückiger Körper ausgebildet ist und die Mikrolinsen daher mit keinem oder ininimalem Zwischenabstand direkt ineinander übergehen, wird durch das Mikrolinsenarray quasi eine flächendeckende Lichtsammlung erreicht. Durch das Mikro- Iinsenarray kann daher eine Beleuchtungseinrichtung gebildet werden, die eine hohe Lichtsammeieffizienz aufweist und sehr kompakt ist.
Die Erfindung betrifft außerdem einen Sensor, der zur Prüfung von Wertdokumenten ausgebildet ist. Der Sensor weist die oben beschriebene Beleuch- tungseinrichtung zum Beleuchten eines durch den Sensor zu prüfenden Wertdokuments auf sowie eine Abbildungsoptik und eine Detektionseinrich- tung. Durch die Abbildungsoptik kann das von der Beleuchtungseinrichtung ausgesendete Licht auf das durch den Sensor zu prüfende Wertdokument abgebildet werden. Die Detektionseinrichtung ist zum Detektieren von De- tektionslicht ausgebildet, das, beim Betreiben des Sensors, wenn das Wertdokument durch die Beleuchtungseinrichtung beleuchtet wird, von dem zu prüfenden Wertdokument ausgeht. Der Sensor weist außerdem eine Abbildungsoptik auf, die dazu ausgebildet ist, das Emissionslicht jeder der Lichtquellen, nach Durchtritt durch die jeweilige Mikrolinse, auf ein durch den Sensor zu prüfendes Wertdokument abzubilden. Die Mikrolinsen und die Abbildungsoptik sind so zueinander angeordnet, dass das Emissionslicht jeder der Lichtquellen durch die jeweils zugeordnete Mikrolinse und die Abbüdungsoptik auf ein Wertdokument abgebildet werden kann, das durch den Sensor erfasst werden soll. Die Abbüdungsoptik weist bevorzugt ein oder mehrere refraktive und/ oder diffraktive optische Elemente auf, die das Beleuchtungslicht auf das Wertdokument abbilden.
Für den Sensor ist eine Steuerungseinrichtung vorgesehen, die dazu eingerichtet ist, die Lichtquellen der Beleuchtungseinrichtung nacheinander ein- und wieder auszuschalten, um das Wertdokument nacheinander mit mehreren verschiedenen Emissionsspektren zu beleuchten. Außerdem veranlasst die Steuereinrichtung, dass die Detektionseinrichtung während der eingeschalteten Phase der Lichtquellen jeweils einen Messwert erfasst, der der von dem Wertdokument ausgehenden Lichtintensität entspricht. Da die Detektionseinrichtung synchron zur Beleuchtung durch die Lichtquellen jeweils einen Messwert aufnimmt, wird so für diejenigen Wellenlängen, die durch das Emissionslicht der Lichtquellen vorgeben sind, die von dem Wertdokument ausgehende Lichtintensität detektiert. Insbesondere weist der Sensor mehrere verschiedene Lichtquellen auf, die, beim Betreiben des Sensors, nacheinander ein- und ausgeschaltet werden, um eine spektrale Intensitäts- Verteilung des von dem Wertdokument ausgehenden Lichts zu erfassen.
Die Detektionseinrichtung weist vorzugsweise eine spektrale Empfindlichkeit auf, die spektral so breitbandig ist, dass durch die Detektionseinrichtung das Emissionslicht jeder der Lichtquellen der Beleuchtungseinrichtung de- tektierbar ist. Insbesondere ist durch die Detektionseinrichtung zumindest sichtbares Licht detektierbar. Die von der Detektionseinrichtung aufgenommenen Messwerte werden anschließend durch eine Auswerteeinrichtung ausgewertet, die Bestandteil des Sensors sein kann oder auch durch eine externe Auswerteeinrichtung gebildet wird. Optional kann vor der Detektion- seinrichtung eine Detektionsoptik angeordnet sein, durch die das von dem Wertdokument ausgehende Detektionslicht gesammelt und auf den lichtempfindlichen Bereich der Detektionseinrichtung gerichtet wird. Die Detektionsoptik kann z.B. durch refraktive oder diffraktive optische Elemente oder durch Spiegel realisiert sein. Vorzugsweise weist der Sensor außerdem ein Gehäuse auf, in dem die Beleuchtungseinrichtung, die Abbildungsoptik und die Detektionseinrichtung, optional auch die Steuereinrichtung und Detektionsoptik, angeordnet sind.
Zur Prüfung des Wertdokuments wird das Wertdokument beispielsweise entlang einer Transportrichtung an dem Sensor vorbeitransportiert. Der Sensor ist nicht zur vollflächigen Prüfung des Wertdokuments, sondern zur Prüfung des Wertdokuments in mehreren Spuren auf dem Wertdokument ausgebildet, zwischen denen jeweils Wertdokumentbereiche angeordnet sind, die durch den Sensor nicht geprüft werden. Die zur Prüfung des Wertdoku- ments beleuchteten Bereiche bilden Spuren, die parallel zueinander und entlang der Transportrichtung des Wertdokuments verlaufen. Die Spuren sind auf dem Wertdokument diskret verteilt. Für jede der Spuren ist zumindest eine Beleuchtungseinrichtung, eine Abbildungsoptik und eine Detektion- seinrichtung gemäß der obigen Beschreibung vorgesehen. Die Beleuchtungssequenzen folgen vorzugweise so schnell aufeinander, dass das Wertdokument entlang jeder der Spuren quasi kontinuierlich geprüft wird.
Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der folgenden Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 Eine Beleuchtungseinrichtung mit mehreren chipförmigen Lichtquellen, vor denen jeweils eine Linse angeordnet ist,
Fig. 2a Schnitt durch eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2b Schnitt durch eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2c Schnitt durch eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
Fig. 3 eine Ausführungsform einer Beleuchtungseinrichtung in dreidi- mensionale Darstellung,
Fig. 4 Sensor zur Prüfung von Wertdokumenten, der die Beleuchtungseinrichtung aus Figur 3 aufweist.
In Figur 1 ist eine Beleuchtungseinrichtung mit mehreren chipförmigen Lichtquellen 15a-d dargestellt, die nebeneinander auf einer gemeinsamen Lichtquellen- Aufnahme 10 angeordnet sind. Vor jeder der chipförmigen Lichtquellen 15a-d ist eine Linse 2 angeordnet, die das Emissionslicht der jeweiligen Lichtquellen 15a-d sammelt. Die Lichtquellen 15a und 15c emittieren vor allem über die jeweilige Chipoberfläche. Einige der Lichtquellen, nämlich die Lichtquellen 15b und 15d, strahlen ihr Emissionslicht aber nicht nur über ihre Chipoberfläche ab, sondern auch über ihre Chip-Seitenflächen 17. Die breitere Abstrahlcharakteristik dieser Lichtquellen 15b und 15d bewirkt, dass die den Lichtquellen 15b, 15d zugeordneten Linsen 2 mit dem Emissionslicht dieser Lichtquellen überstrahlt werden. Außerdem fällt ein Anteil des Emissionslichts der Lichtquellen 15b, 15d auf die beiden benachbarten Linsen 2, die den benachbarten Lichtquellen 15a, 15c zugeordnet sind. Bei einem Sensor zur Prüfung von Wertdokumenten kann dadurch unter Umständen ein Anteil des Emissionslichts der Lichtquellen 15b und 15d über einen unerwünschten Strahlengang auf eine Detektionseinrichtung des Sensors fallen.
Figur 2a zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung 5 mit einer Lichtquellen- Aufnahme 10, auf der meh- rere Lichtquellen-Positionen 11 vorgesehen sind, an denen jeweils eine chip- förmige Lichtquelle 15a-d angeordnet ist. An den Lichtquellen-Positionen 11 werden die chipförmigen Lichtquellen 15a-d z.B. durch Bonden, Kleben oder Löten befestigt. Beispielsweise emittieren die Lichtquellen 15a-d verschiedene Emissionsspektren im sichtbaren und/ oder infraroten Spektralbereich. Vor jeder der chipförmigen Lichtquellen 15a-d ist eine Linse 2 angeordnet, die das Emissionslicht der jeweiligen Lichtquelle 15a-d sammelt. Die Lichtquellen-Aufnahme 10 ist z.B. als Leiterplatte ausgebildet und weist eine zum Betreiben der Lichtquellen 15a-d benötigte elektrische Verdrahtungsstruktur auf (nicht gezeigt), die eine selektive Ansteuerung jeder einzelnen Lichtquel- le 15a-d erlaubt. Die Lichtquellen-Positionen 11 sind z.B. durch die zum Betreiben der Lichtquellen benötigten elektrischen Kontakte definiert. Die Lichtquellen 15a-d sind in eine lichtabsorbierende Vergussmasse 6 eingebettet, die eine gleichmäßige Dicke D aufweist. Die Seitenflächen 17 der chipförmigen Lichtquellen 15a-d sind in diesem Beispiel teilweise von der licht- absorbierenden Vergussmasse 6 bedeckt, wobei ein oberer Abschnitt der Seitenfläche unbedeckt bleibt. Auch die Oberflächen 16a-d der Lichtquellen 15a- d sind vollständig unbedeckt. Durch die Vergussmasse 6 werden Anteile Emissionslichts der Lichtquellen 15a-d, die andernfalls über die Seitenflä- chen 17 der Lichtquellen 15a-d ausgesendet werden würden, absorbiert.
In Figur 2b ist ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung 5 dargestellt. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel sind die Lichtquellen-Positionen 11 hier als Vertiefungen 12 ausgebildet, in denen jeweils eine der chipförmigen Lichtquellen 15a-d enthalten ist. Die Vertiefungen 12 weisen, relativ zur Oberfläche 13 der Lichtquellen-Aufnahme 10, alle dieselbe Tiefe T auf. Die Unterseiten der Lichtquellen 15a-d liegen daher alle in einer Ebene El. In dem gezeigten Beispiel werden verschiedene chipförmige Lichtquellen 15a-d verwende die unter- schiedliche Dicken D1-D3 aufweisen. Aufgrund der unterschiedlichen Dicken D1-D3 der Lichtquellen 15a-d kann es zur Unterdrückung der
Lichtemission an den Seitenflächen 17 der Lichtquellen 15a-d vorteilhaft sein, in den verschiedenen Vertiefungen 12 unterschiedliche Füllhöhen der lichtabsorbierenden Vergussmasse 6 zu wählen. Bei der Vertiefung 12, in der die Lichtquelle 15b mit der größten Dicke D2 angeordnet ist, wird die lichtabsorbierende Vergussmasse 6 z.B. bis zu einer größeren Füllhöhe eingebracht als bei den anderen Vertiefungen 12.
Die Vertiefungen 12 der Lichtquellen-Aufnahme 10 können gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Beleuchtungseinrichtung 5 aber auch unterschiedliche Tiefen relativ zur Oberfläche 13 der Lichtquellen- Aufnahme 10 aufweisen, vgl. Figur 2c. Die Tiefe der Vertiefungen kann z.B. in Abhängigkeit der Dicke D1-D4 der chipförmigen Lichtquellen 15a-d gewählt werden. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Dicken D1-D4 der chipför- migen Lichtquellen 15a-d sehr unterschiedlich sind. Beispielsweise werden die Lichtquellen großer Dicke (z.B. die Lichtquelle 15b) in eine Vertiefung mit großer Tiefe eingebracht, während für die Lichtquellen geringer Dicke (z.B. die Lichtquelle 15d) eine Vertiefung geringer Tiefe gewählt wird. Durch Anpassung der Tiefe der Vertiefung 12 an die Dicke D1-D4 der jeweiligen Lichtquelle 15a-d kann erreicht werden, dass die Oberflächen 16a-d der Lichtquellen 15a-d genau oder zumindest näherungs weise in derselben Ebene E2 liegen. Dadurch können die Abstände zwischen der jeweiligen lichtemittierenden Oberfläche 16a-d der Lichtquelle 15a-d und der jeweiligen Linsen 2 aneinander angeglichen werden.
Bei den oben genannten zweiten und dritten Ausführungsbeispielen ist die jeweilige Füllhöhe der Vergussmasse z.B. etwa gleich der Dicke D1-D3 bzw. D1-D4 der jeweiligen Lichtquelle 15a-d gewählt, vgl. Figuren 2b-c. Die Füll- höhe kann aber jeweils auch etwas geringer als die Dicke der jeweiligen Lichtquelle 15a-d gewählt werden, z.B. um beim Einbringen der Vergussmasse 6 ein Verlaufen der Vergussmasse 6 auf die Chipoberfläche 16a-d zu vermeiden. Die Füllhöhe kann jeweils gezielt so eingestellt werden, dass ein bestimmter oberer Abschnitt der jeweiligen Chip-Seitenflächen 17 frei bleibt. Beim zweiten und dritten Ausführungsbeispiel kann die lichtabsorbierende Vergussmasse 6 aber auch in mehreren der Vertiefungen 12 oder in allen Vertiefungen 12 dieselbe Füllhöhe aufweisen, wenn dies zur Unterdrückung der unerwünschten Lichtemission an den Seitenflächen 17 der chipförmigen Lichtquellen 15a-d ausreicht.
Die in den Figuren 2a-2c gezeigten Ausschnitte einer Beleuchtungseinrichtung 5 zeigen jeweils vier Lichtquellen 15a-d, die jeweils an einer der Lichtquellen-Positionen 11 der Lichtquellen- Aufnahme 10 angeordnet sind. Bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 2a-c können auf der Lichtquellen- Aufnahme 10 aber auch weitere Lichtquellen-Positionen 11, 12 mit entsprechenden weiteren chipförmigen Lichtquellen 15a-d vorhanden sein. Als chipförmige Lichtquellen können z.B. LEDs und/ oder OLEDs und/oder VCSELs eingesetzt werden. In jedem der drei Ausführungsbeispiele können alle chipförmigen Lichtquellen der Beleuchtungseinrichtung dieselbe Dicke aufweisen, es können aber auch einige oder alle chipförmigen Lichtquellen unterschiedliche Dicken aufweisen. Die in den Figuren 2a-c dargestellten Dicken und Tiefen sind nicht maßstäblich, sondern nur beispielhaft gezeichnet.
Figur 3 zeigt eine Beleuchtungseinrichtung 50, die eine mögliche Ausführungsform des oben beschriebenen zweiten oder dritten Ausführungsbeispiels darstellt, in dreidimensionaler Ansicht. In dem Beispiel der Figur 3 weist die Beleuchrungseinrichtung 50 ein zu der Lichtquellen- Auf nähme 10 gehöriges Mikrolinsenarray 20 auf, das mehrere Mikrolinsen 21 aufweist. Die Lichtquellen- Aufnahme 10 und das Mikrolinsenarray 20 sind so aufeinander abgestimmt, dass jeder der Lichtquellen 15 genau eine der Mikrolinsen 21 zugeordnet ist. Zu diesem Zweck sind die Mikrolinsen 21 innerhalb des Mikrolinsenarrays 20 in demselben zweidimensionalen Raster angeordnet wie die Lichtquellen 15 auf der Lichtquellen-Aufnahme 10 angeordnet sind. Die Lichtquellen 15 sind in Vertiefungen 12 der Lichtquellen-Aufnahme enthalten, wobei deren Seitenflächen mit der lichtabsorbierenden Vergussmasse 6 abgedeckt sind. Das Mikrolinsenarray 20 ist als einstückiger Körper ausgebildet und wird beispielsweise durch einen Glaskörper oder durch einen transparenten Kunststoffkörper gebildet. Der Durchmesser der einzelnen Mikrolinsen liegt z.B. im μιη-Bereich oder im mm-Bereich. Zur Befestigung des Mikrolinsenarrays 20 ist der Körper des Mikrolinsenarrays 20 mit Befestigungsstiften 22 ausgestattet, die in dazu passenden Löchern in der Lichtquellen-Aufnahme 10 eingesteckt werden. Der Sensor zur Prüfung von Wertdokumenten wird im Folgenden am Beispiel eines Remissionssensors erläutert. Der erfindungsgemäße Sensor kann jedoch auch als Transmissionssensor ausgebildet sein. Dazu wird die Detek- tionseinrichtung gegenüber liegend zur Beleuchtungseinrichtung angeordnet werden, so dass das durch das Wertdokument transmittierte Beleuchtungslicht detektiert wird.
Die Beleuchtungseinrichtung 50 wird in einen Sensor 100 eingebaut, der zur Prüfung von Wertdokumenten ausgebildet ist, vgl. Figur 4. Zur Vereinfachung der Darstellung sind in Figur 4 die Tiefen der Vertiefungen 12 sowie die Dicken der chipförmigen Lichtquellen 15 gleich eingezeichnet. Das von der Beieuchtungseinrichtung 50 emittierte Licht wird durch eine Abbildungslinse 25 auf das Wertdokument 1 abgebildet. Um das von der Beleuch- tungseinrichtung 50 emittierte Licht auf das Wertdokument 1 zu richten, können als Abbildungsoptik, alternativ zu der Abbildungslinse 25, aber auch andere optische Komponenten verwendet werden, z.B. Linsensysteme, diffraktive optische Komponenten, z.B. eine Fresnellinse, oder abbildende Spiegel. In Abhängigkeit der optischen Eigenschaften des Wertdokuments 1 werden Anteile des Beleuchtungslichts durch das Wertdokument 1 remittiert. Das von dem Wertdokument 1 remittierte Licht wird mit Hilfe einer Detektionseinrichtung 30 detektiert, die einen lichtempfindlichen Bereich 31 aufweist. Die Detektionseinrichtung 30 kann z.B. durch eine Photodiode oder einen Phototransistor gebildet sein. Optional kann vor der Detektion- seinrichtung 30 eine Detektionsoptik 35 angeordnet sein, durch die das von dem Wertdokument 1 remittierte Licht gesammelt und auf den lichtempfindlichen Bereich 31 gerichtet wird. Im gezeigten Beispiel wird das Beleuchtungslicht senkrecht auf das Wertdokument 1 abgebildet und die Detektionseinrichtung 30 erf asst das unter schrägem Winkel remittierte Licht. Alterna- tiv kann auch die Beleuchtung unter schrägem Winkel erfolgen und/ oder die Detektionseinrichtung das in senkrechter Richtung emittierte Licht erfassen. Zur Aufsammlung des Remissionslichts können auch mehrere gleiche Detektionseinrichtungen 30 vorgesehen sein, z.B. um das Remissionslicht über einen größeren Winkelbereich zu erfassen, oder mehrere verschiedene Detektionseinrichtungen 30, z.B. um den erfassbaren Spektralbereich zu erweitern.
Der Sensor 100 weist ein Gehäuse 90 auf, an dessen Unterseite ein transpa- rentes Fenster 101 angeordnet ist. Das von der Beleuchtungseinrichtung 50 emittierte Licht wird durch das Fenster 101 auf ein zu prüfendes Wertdokument 1 abgebildet, welches an dem Sensor 100 entlang einer Transportrichtung T vorbeitransportiert wird. Die Beleuchtungseinrichtung 50, insbesondere die Lichtquellen 15, und die Detektionseinrichtung 30 werden von einer Steuereinrichtung 60 angesteuert, die in diesem Beispiel innerhalb des Gehäuses 90 angeordnet ist. Die Steuerungseinrichtung 60 schaltet die Lichtquellen 15 nacheinander ein und wieder aus, so dass beispielsweise zu jedem Zeitpunkt jeweils nur eine Lichtquelle 15 eingeschaltet ist. Während der eingeschalteten Phase der Lichtquellen erf asst die Detektionseinrichtung 30 je- weils einen Messwert, der der von dem Wertdokument 1 remittierten Lichtintensität entspricht. Das Wertdokument 1 wird nacheinander mit den verschiedenen Emissionsspektren der verschiedenen Lichtquellen 15 beleuchtet. Da die Detektionseinrichtung 30 synchron zur Beleuchtung durch die Lichtquellen 15 jeweils einen Messwert aufnimmt, wird so in jedem Spektralbe- reich, den die Lichtquellen 15 vorgeben, die von dem Wertdokument 1 remittierte Lichtintensität gemessen.
Die Steuereinrichtung 60 steuert die Lichtquellen 15 so an, so dass sich die Beleuchtungssequenz, mit der die Lichtquellen 15 ein- und ausgeschaltet werden periodisch wiederholt, um für mehrere Detektionsbereiche 3 auf dem Wertdokument 1 nacheinander jeweils das remittierte Licht zu erfassen. Beispielsweise kann die Steuereinrichtung 60 so programmiert sein, dass während jeder Beleuchtungssequenz jede Lichtquelle 15 der Beleuchtungs- einrichtung 50 genau einmal ein- und ausgeschaltet wird. Alternativ kann eine Lichtquelle 15 auch mehrmals pro Beleuchtungssequenz angesteuert werden, z.B. um die geringe Intensität einer intensitätsschwachen Lichtquelle 15 durch mehrfache Messung zu kompensieren. Eine Beleuchtungssequenz kann entweder die Ansteuerung aller in der Beleuchtungseinrichtung 50 vorhandenen Lichtquellen 15 beinhalten oder nur einer Teilmenge der vorhandenen Lichtquellen 15. Nach einer Beleuchtungssequenz, d.h. nachdem unter Beleuchtung mit jedem Emissionsspektrum, das für die Messung vorgesehen ist, ein Messwert aufgenommen wurde, startet die nächste Beleuchtungssequenz, in der erneut unter Beleuchtung mit jedem Emissions- Spektrum, das für die Messung vorgesehen ist, ein Messwert aufgenommen wird, usw. Die während einer Beleuchtungssequenz erhaltenen Messwerte können z.B. eine spektrale Abhängigkeit der Remission des jeweiligen De- tektionsbereichs 3 liefern.
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