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Patent Searching and Data


Title:
ILLUMINATION DEVICE FOR A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/202685
Kind Code:
A1
Abstract:
Illumination device (1) for a vehicle, comprising a sliding guide (2) that is connected to the vehicle, and a plurality of illumination modules (3) which can be flexibly connected to each other in a chain and are each equipped with at least one guide pin (4) designed to engage the sliding guide (2) in a tightly fitting manner.

Inventors:
STOESZ, Harald (Winzergasse 2, 2103 Langenzersdorf, 2103, AT)
Application Number:
EP2017/061974
Publication Date:
November 30, 2017
Filing Date:
May 18, 2017
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AG ÖSTERREICH (Siemensstraße 90, 1210 Wien, 1210, AT)
International Classes:
B61D29/00; B60Q3/20
Attorney, Agent or Firm:
MAIER, Daniel (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Beleuchtungseinrichtung (1) für ein Fahrzeug, umfassend eine mit dem Fahrzeug verbundene

Gleitführung (2) und eine Mehrzahl an

Beleuchtungsmodulen (3) ,

dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsmodule (3) untereinander kettenförmig und flexibel

verbindbar sind und jeweils mit mindestens einem Führungsbolzen (4) ausgestattet sind, welcher zum formschlüssigen Eingriff in die Gleitführung (2) ausgebildet ist.

Beleuchtungseinrichtung (1) für ein Fahrzeug nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbolzen (4) sowohl für den formschlüssigen Eingriff in die Gleitführung (2) als auch zur kettenartigen flexible Verbindung der Beleuchtungsmodule (3) untereinander ausgebildet ist.

Beleuchtungsemrichtung (1) für ein Fahrzeug nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsmodule (3) als Platinen mit an diesen Platinen angeordneten Leuchtmitteln (5) ausgeführt sind.

Beleuchtungseinrichtung (1) für ein Fahrzeug nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtmittel (5) lichtemittierende Dioden sind.

5. Beleuchtungseinrichtung (1) für ein Fahrzeug nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung (2) als Ausformung mit C-förmigen Querschnitt eines

Leichtmetall-Strangpreßprofils ausgeführt ist.

6. Beleuchtungseinrichtung (1) für ein Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung (2) entlang ihres Verlaufs mindestens einen bogenförmigen

Abschnitt umfasst.

Description:
Beschreibung

Beleuchtungseinrichtung für ein Fahrzeug

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Schienenfahrzeug.

Stand der Technik

Die Beleuchtung von Passagierräumen in Fahrzeugen,

insbesondere Passagierschienenfahrzeugen erfolgt vorzugsweise mittels hinter lichtdurchlässigen Abdeckungen angeordneten

Leuchtmitteln. Eine Zugänglichkeit zu diesen Leuchtmittel ist typischerweise dadurch gegeben, dass diese Abdeckungen abnehmbar ausgeführt sind. Dazu sind geeignete Verschlüsse oder Verschraubungen vorzusehen, welche vom Passagierraum aus zugänglich sind. Aus ästhetischen Gründen oder zur

Erschwerung von Vandalismus sind solche Verschlüsse jedoch in bestimmten Anwendungen unerwünscht. Der Einsatz

lichtemittierender Dioden (LED) als Leuchtmittel hat

Ausführungsformen von Passagierraumbeleuchtungen ermöglicht, bei welchen keine unmittelbare Zugänglichkeit der

Leuchtmittel mehr gegeben ist und diese hinter fest

angeordneten lichtdurchlässigen Abdeckungen angeordnet sind. An dieser Einbauposition ist eine Wartung der Leuchtmittel nur nach Demontage größerer Baugruppen, beispielsweise der Dachverkleidung eines Schienenfahrzeugs möglich. Die von LED erwarteten Lebensdauern können im praktischen Betrieb oft nicht erzielt werden, sodass ein Austausch der LED

Leuchtmittel erforderlich ist. Dazu ist gemäß dem Stand der Technik entweder das Vorsehen einer abnehmbaren lichtdurchlässigen Abdeckung oder die Demontage großer

Baugruppen erforderlich.

Darstellung der Erfindung

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine

Beleuchtungseinrichtung für ein Fahrzeug anzugeben, welche mit einer fest angeordneten lichtdurchlässigen Abdeckung ausgestattet werden kann und trotzdem eine Wartung,

insbesondere ein Austausch schadhafter Leuchtmittel einfach erfolgen kann.

Die Aufgabe wird durch eine Beleuchtungseinrichtung für ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand untergeordneter Ansprüche .

Dem Grundgedanken der Erfindung nach wird eine

Beleuchtungseinrichtung für ein Fahrzeug aufgebaut, welche eine mit dem Fahrzeug verbundene Gleitführung und eine

Mehrzahl an Beleuchtungsmodulen umfasst, wobei die

Beleuchtungsmodule untereinander kettenförmig und flexibel verbindbar sind und jeweils mit mindestens einem

Führungsbolzen ausgestattet sind, welcher zum formschlüssigen Eingriff in die Gleitführung ausgebildet ist.

Dadurch ist der Vorteil erzielbar, eine

Beleuchtungseinrichtung aus Beleuchtungsmodulen aufbauen zu können, welche entlang ihrer Einbaulage mittels einer

Gleitführung geführt ist und welche dabei an den Enden der Gleitführung in diese eingebracht und entlang der

Gleitführung verschoben werden kann. Zur Montage und zur Demontage der Beleuchtungsmodule ist dadurch nur eine

Zugänglichkeit der Enden der Gleitführung erforderlich, der dazwischenliegende Abschnitt der Gleitführung bzw. der

Beleuchtungseinrichtung kann dabei beispielsweise mit fest angeordneten lichtdurchlässigen Abdeckungen verschlossen sein .

Erfindungsgemäß sind eine Mehrzahl von Beleuchtungsmodulen kettenartig und flexibel untereinander verbunden und können in dieser Zusammenstellung jeweils nacheinander formschlüssig in die Gleitführung eingebracht werden. Es ist besonders empfehlenswert, diese Zusammenstellung von

Beleuchtungsmodulen mittels eines Seils oder einer Schnur gezogen entlang der Gleitführung zu bewegen. Solcherart kann im Gegensatz zu einem Einschieben der Zusammenstellung von Beleuchtungsmodulen in die Gleitführung ein Verkanten der Führungsbolzen in der Gleitführung zuverlässig verhindert werden .

Es ist besonders vorteilhaft, die Führungsbolzen sowohl für den formschlüssigen Eingriff in die Gleitführung als auch zur kettenartigen flexiblen Verbindung der Beleuchtungsmodule untereinander auszubilden. Dadurch ist der Vorteil erzielbar, beide Funktionalitäten mittels eines Bauteils umsetzen zu können und somit eine kostensparende Beleuchtungseinrichtung realisieren zu können. Dabei durchdringt der Führungsbolzen beide zur Verbindung kommenden Beleuchtungsmodule und bildet dabei ein Drehgelenk zwischen jeweils benachbarten

Beleuchtungsmodulen. Weiters weist der Führungsbolzen dabei eine zum formschlüssigen Eingriff in die Gleitführung geeignete Ausformung auf, mittels welcher er in dieser

Gleitführung schiebbar gelagert ist. Erfindungsgemäße Beleuchtungsmodule können besonders

vorteilhaft als sogenannte Platinen ausgeführt werden, wobei an diesen Platinen Leuchtmitteln angeordnet. Dabei können lichtemittierende Dioden (LED) eingesetzt werden.

Die Gleitführung für den formschlüssigen Eingriff der

Führungsbolzen erfolgt bevorzugterweise mit C-förmigen

Querschnitt. Diese Gleitführung kann beispielsweise als Ausformung eines Leichtmetall-Strangpreßprofils ausgeführt werden. Dies ist insbesondere vorteilhaft, da im

Deckenbereich eines Fahrzeugs sehr häufig Leichtmetall- Strangpreßprofil angeordnet sind, welche weitere Aufgaben wie die Führung von Leitungen, Luftkanälen oder ähnlichen wahrnehmen, sodass eine Gleitführung sehr einfach zugefügt werden kann.

Die Gleitführung bzw . die Beleuchtungseinrichtung kann sich linienförmig erstrecken, beispielsweise entlang der

Längsachse eines Fahrzeugs, oder sie kann entlang ihres Verlaufs mindestens einen bogenförmigen Abschnitt umfassen, Solcherart sind auch runde Beleuchtungseinrichtungen

realisierbar .

Besonders vorteilhaft ist der Einsatz gegenständlicher

Erfindung, wenn sich die Beleuchtungseinrichtung entlang einer Längsachse des Fahrzeugs erstreckt und die

Beleuchtungsmodule an den Stirnseiten des Fahrzeuginneren in die Gleitführungen eingespurt werden können. Solcherart kann der gesamte Verlauf der lichtdurchlässigen Abdeckung fest verbaut sein, was aus gestalterischer Hinsicht und zur Abwehr von Vandalismus vorteilhaft ist. Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Es zeigen beispielhaft:

Fig.l Beleuchtungseinrichtung Längsschnitt.

Fig.2 Beleuchtungseinrichtung Querschnitt.

Fig.3 Beleuchtungseinrichtung.

Ausführung der Erfindung

Fig.l zeigt beispielhaft und schematisch einen Längsschnitt durch eine Beleuchtungseinrichtung. Es ist ein Längsschnitt durch einen Abschnitt einer Beleuchtungseinrichtung 1 dargestellt, welche sich Einbaulage befindet. Die

Beleuchtungseinrichtung 1 umfasst eine Mehrzahl an

Beleuchtungsmodulen 3, ausgestattet mit Leuchtmitteln 5, welche untereinander kettenförmig verbunden sind. Diese Verbindung erfolgt durch einen jeweils zwei benachbarte

Beleuchtungsmodule 3 durchdringenden Führungsbolzen 4. Dieser Führungsbolzen 4 ist durch Bohrungen in den

Beleuchtungsmodulen 3 geführt und ermöglich eine gegenseitige Drehbeweglichkeit der jeweils verbundenen Beleuchtungsmodule 3 um die Längsachse des Führungsbolzens 4. Das weitere Ende des Führungsbolzens 4 ist mit einer Ausformung zum Eingriff in eine Gleitführung 2 ausgestattet, in welcher er schiebbar angeordnet ist. Solcherart ist eine Kette aus

Beleuchtungsmodulen 3 gebildet, die sich nacheinander über ihre Führungsbolzen 4 in die Gleitführung 2 einspuren lassen und dem Verlauf der Gleitführung 2, auch wenn diese gebogene Abschnitte umfasst folgen kann. Die Beleuchtungseinrichtung 1 ist mit einer lichtdurchlässigen Abdeckung 6 verschlossen, welche das Licht der durch die Leuchtmittel 5 abgestrahlt wird durchtretet lässt. Diese lichtdurchlässigen Abdeckung 6 kann fest angeordnet sein, da ein Einbringen oder Entfernen der Beleuchtungsmodule 3 von einem Ende der Gleitführung 2 aus erfolgen kann und ein unmittelbarer Zugriff auf die Beleuchtungsmodule 3 entlang ihrer Einbauposition nicht erforderlich ist.

Fig .2 zeigt beispielhaft und schematisch einen Querschnitt durch eine Beleuchtungseinrichtung. Es ist ein Schnitt durch die Beleuchtungseinrichtung 1 aus Fig.l quer zur Längsachse der Gleitführung 2 dargestellt. Dabei ist besonders der formschlüssige Eingriff des Führungsbolzens 4 in die

Gleitführung 2 ersichtlich. Im Bereich der Bohrung, durch welche der Führungsbolzen 4 die Beleuchtungsmodule 3

durchdringt überlappen sich diese Beleuchtungsmodule

naturgemäß. Die Gleitführung 2 ist als sogenannte C-Schiene ausgeführt .

Fig . 3 zeigt beispielhaft und schematisch eine

Beleuchtungseinrichtung. Es ist eine Schrägansicht auf eine Beleuchtungseinrichtung 1 in Einbaulage dargestellt, welche eine Mehrzahl an Beleuchtungsmodulen 3 umfasst, die

untereinander kettenförmig mittels Führungsbolzen 4 verbunden sind. Die Führungsbolzen 4 greifen mit einem ihrer Enden formschlüssig in eine Gleitführung 2 ein, welche in gezeigtem Ausführungsbeispiel als gebogene C-Schiene ausgeführt ist. Die Beleuchtungsmodule 3 sind untereinander mittel

Verbindungskabel 7 elektrisch verbunden. Die Länge der

Verbindungskabel 7 ist dabei auf die minimalen Biegeradien der Kette aus Beleuchtungsmodulen 3 zu bemessen. Eine lichtdurchlässige Abdeckung 6 ist fest mit einer

Innenverkleidung verbunden und nicht ohne sehr aufwendige Demontagearbeiten abnehmbar. Liste der Bezeichnungen

1 Beleuchtungseinrichtung

2 Gleitführung

3 Beleuchtungsmodul

4 Führungsbolzen

5 Leuchtmittel

6 Lichtdurchlässige Abdeckung 7 Verbindungskabel