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Patent Searching and Data


Title:
ILLUMINATION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/207228
Kind Code:
A1
Abstract:
An illumination device (1) comprises a phosphor element (8) for at least partially converting primary light (P) into secondary light (S), and at least one semiconductor light source (2) which allows the phosphor element (8) to be irradiated with the primary light (p) in the form of a trace; at least one region of the phosphor element (8) between adjacent sections of a luminous trace (L) is designed as a heat dissipation region. The invention can be applied particularly advantageously to vehicle lighting systems, in particular headlights.

Inventors:
BERGENEK, Krister (Paarstr. 65a, Regensburg, 93059, DE)
SPRENGER, Dennis (Ostbahnstr. 14, Röthenbach a.d. Pegnitz, 90552, DE)
Application Number:
EP2017/061167
Publication Date:
December 07, 2017
Filing Date:
May 10, 2017
Export Citation:
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Assignee:
OSRAM GMBH (Marcel-Breuer-Straße 6, München, 80807, DE)
International Classes:
F21S8/10
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Claims:
PATENTA S PRÜCHE

Beleuchtungsvorrichtung (1), aufweisend

- einen Leuchtstoffkörper (8) für eine zumindest

teilweise Umwandlung von Primärlicht (P) in

Sekundärlicht (S) und

- mindestens eine Halbleiterlichtquelle (2), mittels welcher der Leuchtstoffkörper (8, 8a; 8b; 8c; 8d) spurartig mit dem Primärlicht (p) bestrahlbar ist, wobei

- mindestens ein Bereich des Leuchtstoffkörpers (8, 8 8b; 8c; 8d) zwischen benachbarten Abschnitten einer Leuchtspur (L) mindestens einen Wärmeableitbereich (11; IIb; 11c; lld) aufweist.

Beleuchtungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, bei dem d Leuchtstoffkörper (8) mittels der mindestens einen Halbleiterlichtquelle (2) zeilenweise bestrahlbar ist und zwischen benachbarten Zeilen der Leuchtspur (L) jeweils längliche Wärmeableitbereiche (11, IIb; 11c; lld) vorhanden sind.

Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, bei dem der mindestens eine Wärmeableitbereich (11, IIb; 11c; lld) ein oberflächli vorstehender Bereich ist.

Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, bei dem der mindestens eine Wärmeableitbereich (11; IIb; 11c; lld) an einer

Einstrahlseite (7) des Leuchtstoffkörpers (8) für das Primärlicht (P) vorhanden ist.

Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, bei dem der mindestens eine

Wärmeableitbereich (11; IIb; 11c; lld) thermisch über einen Rahmen (13) mit einem Kühlkörper verbunden ist.

6. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Leuchtstoffkörper (8) ein keramisches Leuchtstoffplättchen (12) aufweist. 7. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, bei dem der mindestens eine Wärmeableitbereich (11; IIb; 11c; lld) aus Keramik besteht . 8. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach den Ansprüchen 6 und 7, bei dem der mindestens ein Wärmeableitbereich (IIb; lld) mindestens ein Teilbereich des keramischen

Leuchtstoffplättchens (12) ist. 9. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach den Ansprüchen 6 und 7, bei dem der mindestens eine Wärmeableitbereich (11c) ein anderes keramisches Material aufweist als das keramische Leuchtstoffplättchen (12). 10. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem der mindestens eine Wärmeableitbereich (11c) aus Metall besteht.

11. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, bei dem der mindestens eine

Wärmeableitbereich (11; IIb; 11c; lld) eine zumindest für das Sekundärlicht (S) reflektierende Oberfläche aufweist . 12. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, bei dem der mindestens eine Wärmeableitbereich (lld) angeschrägt ist.

13. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, bei dem die

Beleuchtungsvorrichtung (1) mehrere

Halbleiterlichtquellen (2) zur spurartigen Bestrahlung des Leuchtstoffkörpers (8) mit dem Primärlicht (P) aufweist .

14. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, aufweisend mindestens einen beweglichen Spiegel (5) zur zeitvariablen Umlenkung des von der mindestens einen Halbleiterlichtquelle (2) abgestrahlten Primärlichts (P) auf den Leuchtstoffkörper (8, 8a; 8b; 8c; 8d) , insbesondere einen MEMS-Spiegel .

15. Beleuchtungsvorrichtung (1) nach einem der

vorhergehenden Ansprüche, bei dem die

Beleuchtungsvorrichtung (1) eine Fahrzeug- Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere ein

Fahrzeugscheinwerfer, ist.

Description:
BELEUCHTU GSVORRI CHTU G

BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung,

aufweisend einen Leuchtstoffkörper für eine zumindest

teilweise Umwandlung von Primärlicht in Sekundärlicht und mindestens eine Halbleiterlichtquelle, mittels welcher der Leuchtstoffkörper spurartig mit dem Primärlicht bestrahlbar ist. Die Erfindung ist besonders vorteilhaft anwendbar auf Fahrzeugbeleuchtungen, insbesondere Scheinwerfer.

Bei sogenannten LARP ("Laser Activated Remote Phosphor") - Systemen wird mit Hilfe eines Lasers Primärlicht erzeugt und auf eine davon beabstandete LeuchtstoffSchicht gestrahlt. Der Leuchtstoff wandelt das - z.B. blaue - Primärlicht teilweise in - z.B. gelbes - Sekundärlicht um, wodurch sich ein - z.B. weißes - Mischlicht mit hoher Strahlungsdichte ergibt, das als Nutzlicht auskoppelbar ist. Dabei wird häufig ein

transmissiver Aufbau verwendet, bei der das Primärlicht auf einer Seite der LeuchtstoffSchicht eingestrahlt und das

Nutzlicht von der anderen Seite abgestrahlt wird. Aufgrund der hohen Strahlungsdichte des einfallenden Primärlichts muss für eine ausreichende Kühlung der LeuchtstoffSchicht gesorgt werden (z.B. um ein Quenching und eine Materialdegradation zu unterdrücken und um eine temperaturabhängige Änderung der Wellenlänge des Sekundärlichts gering zu halten) . Dies gestaltet sich bei transmissiven LARP-Aufbauten, bei denen durch den Leuchtstoff hindurchgeleuchtet wird, schwierig, da die hierbei verwendeten Materialien meist keine ausreichend hohen Wärmeleitfähigkeiten aufweisen.

Bei transmissiven Aufbauten wurden bisher möglichst

wärmeleitfähige, transparente Materialen als

Leuchtstoffschichten verwendet. Dabei bilden in der Regel

Verbindungslagen (Kleber) einen thermischen Flaschenhals, da sie eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit von typischerweise weniger als 1 W/ (m-K) aufweisen. Auch ist es bekannt, Leuchtstoffschichten aktiv zu kühlen, was bei vielen Anwendungen aber nicht möglich ist.

Ferner ist es bekannt, bei sehr kleinen, klar definierten Leuchtflecken auf der LeuchtstoffSchicht eine Lotverbindung mit hoher Wärmeabführung am Rand der LeuchtstoffSchicht zur Wärmeabführung zu nutzen. Dieser Aufbau ist jedoch aufgrund seiner Größenabhängigkeit nur begrenzt einsetzbar. Eine weitere Alternative stellt ein reflektiver Aufbau dar, bei denen das Nutzlicht die LeuchtstoffSchicht an der

gleichen Seite verlässt, auf die auch das Primärlicht

auftrifft. Dadurch kann die andere Seite flächig auf eine Wärmesenke (Wärmespreizkörper, Kühlkörper usw.) aufgebracht werden, was eine Wärmeabfuhr erheblich erleichtert. Auch ist der reflektive Aufbau nicht auf die weniger wärmeleitfähigen transparenten Leuchtstoffmaterialien angewiesen. Jedoch ist auch der reflektive Aufbau für viele Anwendungsfälle nicht geeignet .

EP 1643567 Bl offenbart einen Lumineszenzdiodenchip mit einer Halbleiterschichtenfolge, die geeignet ist, eine

elektromagnetische Primärstrahlung zu emittieren, und mit einer Konverterschicht, die auf mindestens einer Hauptfläche der Halbleiterschichtenfolge aufgebracht ist und die

mindestens einen Leuchtstoff aufweist, der geeignet ist, einen Teil der Primärstrahlung in eine Sekundärstrahlung zu konvertieren, wobei sich zumindest ein Teil der

Sekundärstrahlung und zumindest ein Teil der unkonvertierten Primärstrahlung zu einer Mischstrahlung mit einem

resultierenden Farbort überlagern. Die Konverterschicht ist gezielt zur Einstellung einer Abhängigkeit des resultierenden Farbortes von einem Betrachtungswinkel strukturiert.

Weiterhin umfasst die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines Lumineszenzdiodenchips, bei dem eine Konverterschicht gezielt strukturiert wird.

DE 11 2011 104 877 T5 offenbart ein Verfahren zum Herstellen einer LeuchtstoffVorrichtung und Beleuchtungsvorrichtung, welche eine solche Leuchtstoff orrichtung aufweist. Dabei wird die LeuchtstoffSchicht einer LeuchtstoffVorrichtung durch elektrophoretische Abscheidung (EPD) auf eine

Beschichtungselektrode aufgebracht, die an ihrem optisch übertragenden Element angebracht ist. Durch EPD kann die

Dicke der LeuchtstoffVorrichtung genau gesteuert werden, was für die Wirksamkeit der LeuchtstoffVorrichtung relevant ist. Das optisch übertragende Element ist dafür ausgelegt, anregendes Licht, beispielsweise Laserlicht, durch seine erste Endfläche zu empfangen und es zur LeuchtstoffSchicht zu leiten. Das anregende Licht wird durch die LeuchtstoffSchicht in Wellenlängen-gewandeltes Licht gewandelt. Das gewandelte Licht wird durch das übertragende Element gesammelt und geleitet und verlässt schließlich seine erste Endfläche zur weiteren Verwendung. Das optisch übertragende Element besteht aus einem optisch transparenten Material mit guten

thermischen Eigenschaften, um die Wärmeübertragung von der LeuchtstoffSchicht zu erleichtern. Die Wärmeübertragung kann durch Anbringen eines Kühlkörpers an der LeuchtstoffSchicht durch Wärmeleitpaste weiter verbessert werden.

WO 2013/144053 AI offenbart eine Leuchtvorrichtung mit einem Kühlkörper und mindestens einem Leuchtstoffkörper, wobei der mindestens eine Leuchtstoffkörper mit seiner Rückseite an dem Kühlkörper angeordnet ist und an seiner zu bestrahlenden Vorderseite mit einer lichtdurchlässigen Lage belegt ist, welche eine zumindest gleich hohe Wärmeleitfähigkeit aufweist wie der Leuchtstoffkörper . WO 2014/009289 AI offenbart eine Beleuchtungseinrichtung mit mindestens einer Laserlichtquelle und mindestens einer TIR- Optik, in die Licht von der mindestens einen Laserlichtquelle eingekoppelt wird, sowie mindestens einem

Lichtwellenlängenkonversionselement , das auf einer Oberfläche der TIR-Optik derart angeordnet ist, dass von der mindestens einen Laserlichtquelle emittiertes und in die mindestens eine TIR-Optik eingekoppeltes Licht an dieser Oberfläche in das Lichtwellenlängenkonversionselement übertritt, wobei die mindestens eine Laserlichtquelle und die mindestens eine TIR- Optik derart zueinander ausgerichtet sind, dass das an der vorgenannten Oberfläche in das mindestens eine

Lichtwellenlängenkonversionselement übertretende Licht mit Einfallswinkeln auf diese Oberfläche auftrifft, die größer oder gleich einem Grenzwinkel Theta sind, der wie folgt definiert ist: Theta = aresin [nl/n2] , wobei nl der

Brechungsindex von Luft ist und n2 der Brechungsindex der mindestens einen TIR-Optik an der vorgenannten Oberfläche ist .

WO 2014/114397 AI offenbart ein Farbrad für eine

Leuchtvorrichtung, das mit einem Trägersubstrat und

mindestens einem darauf angebrachten, extern beleuchtbaren Leuchtstoffbereich ausgestattet ist, wobei mindestens ein Leuchtstoffbereich auf seiner dem Trägersubstrat abgewandten Seite zumindest teilweise von mindestens einem Farbfilter abgedeckt ist. Eine Leuchtvorrichtung weist mindestens ein solches Farbrad sowie mindestens eine Primärlichtquelle, insbesondere Halbleiterlichtquelle, zum Bestrahlen des

Farbrads mit Primärlicht, welches mittels des mindestens einen Leuchtstoffbereichs des Farbrads zumindest teilweise wellenlängenkonvertierbar ist, auf.

WO 2015/124531 A2 offenbart einen Laserdiodenchip, bei dem mindestens eine Laserfacette eine Beschichtung aufweist. Die Beschichtung weist mindestens eine anorganische Schicht und mindestens eine organische Schicht auf.

WO 2015185296 AI offenbart eine Konversionsvorrichtung zum Konvertieren von Strahlung einer Anregungsstrahlungsquelle in Konversionsstrahlung umfassend: ein Substrat; eine

Konversionsanordnung, die auf dem Substrat angeordnet ist, mindestens einen Leuchtstoff umfasst und mindestens eine vorgebbare Konversionsfähigkeit aufweist, wobei die

Konversionsfähigkeit der Konversionsanordnung derart

ausgebildet ist, dass sie in einer Richtung senkrecht vom Substrat weg zumindest abschnittsweise abnimmt. Die Erfindung betrifft überdies ein Leuchtstoffrad mit einer derartigen Konversionsvorrichtung sowie ein Verfahren zum Herstellen einer derartigen Konversionsvorrichtung.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise zu überwinden und insbesondere eine verbesserte Möglichkeit zur Kühlung eines Leuchtstoffkörpers bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen

Ansprüche gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind

insbesondere den abhängigen Ansprüchen entnehmbar.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Beleuchtungsvorrichtung, aufweisend einen Leuchtstoffkörper für eine zumindest

teilweise Umwandlung von Primärlicht in Sekundärlicht und mindestens eine Halbleiterlichtquelle, mittels welcher der Leuchtstoffkörper spurartig mit dem Primärlicht bestrahlbar ist, wobei mindestens ein Bereich des Leuchtstoffkörpers zwischen benachbarten Abschnitten einer Leuchtspur mindestens einen Wärmeableitbereich aufweist.

Diese Beleuchtungsvorrichtung weist den Vorteil auf, dass sie nicht vollflächig durch das Primärlicht beleuchtet wird, sondern nur entlang ihrer typischerweise weit über den

Leuchtstoffkörper verteilt verlaufenden Leuchtspur. Dadurch können nicht beleuchtete Bereiche des Leuchtstoffkörpers zur Wärmeableitung herangezogen werden, die ebenfalls weit über den Leuchtstoffkörper verteilt sein können. So werden eine vergleichsweise gleichmäßige Wärmeableitung über einen großen Flächenanteil des Leuchtstoffkörpers und zudem eine über einen großen Flächenanteil verteilte Lichtumwandlung

ermöglicht. Als weiterer Vorteil ist dies mittels eines geringen herstellungstechnischen Aufwands möglich. Es ist eine Weiterbildung, dass eine Spurlänge fünf

Millimeter oder mehr beträgt, insbesondere mindestens zehn Millimeter. Es ist noch eine Weiterbildung, dass die

Spurlänge nicht mehr als 50 Millimeter beträgt, insbesondere nicht mehr als 30 Millimeter. So kann eine Spurlänge insbesondere zwischen 10 Millimetern und 30 Millimetern betragen, z.B. ca. 20 Millimeter.

Es ist zudem eine Weiterbildung, dass ein Abstand zwischen zwei Leuchtspuren mindestens 100 Mikrometer beträgt,

insbesondere mindestens 200 Mikrometer, insbesondere

mindestens 250 Mikrometer. Es ist zudem eine Weiterbildung, dass ein Abstand zwischen zwei Leuchtspuren nicht mehr als vier Millimeter beträgt, insbesondere nicht mehr als drei Millimeter beträgt, insbesondere nicht mehr als zwei. Es ist noch eine Weiterbildung, dass ein Abstand zwischen zwei

Leuchtspuren zwischen 250 Mikrometern und 2 Millimetern beträgt, insbesondere zwischen 500 Mikrometern und einem Millimeter .

Eine Breite der Wärmeableitbereiche kann dem Abstand zwischen zwei Leuchtspuren entsprechen oder geringer sein. Die Breite der Wärmeableitbereiche kann z.B. mindestens 100 Mikrometer betragen, insbesondere mindestens 200 Mikrometer,

insbesondere mindestens 500 Mikrometer, um eine besonders effektive Wärmeableitung zu ermöglichen. Die Breite der

Wärmeableitbereiche kann z.B. nicht mehr als zwei Millimeter, insbesondere nicht mehr als 1,5 Millimeter, insbesondere nicht mehr als ein Millimeter, betragen, um

vorteilhafterweise eine Leuchtdichte auf einem besonders hohen Niveau zu halten. Beispielsweise kann die Breite zwischen 100 Mikrometern und 1,5 Millimetern liegen.

Allgemein kann sich ein Querschnitt der Wärmeableitbereiche (z.B. in Bezug auf deren Breite und/oder Höhe) über deren Längenausdehnung ändern, um so vorteilhafterweise

Schwankungen einer Wärmeerzeugung in dem Leuchtstoff

besonders effektiv ausgleichen zu können. Die Beleuchtungsvorrichtung kann einen transmissiven Aufbau oder einer reflektiven Aufbau aufweisen.

Der Leuchtstoffkörper weist mindestens einen Leuchtstoff auf, welcher dazu geeignet ist, einfallendes Primärlicht zumindest teilweise in Sekundärlicht unterschiedlicher Wellenlänge umzuwandeln oder zu konvertieren. Bei Vorliegen mehrerer Leuchtstoffe mögen diese Sekundärlicht von zueinander unterschiedlicher Wellenlänge erzeugen. Die Wellenlänge des Sekundärlichts mag länger sein (sog. „Down Conversion") oder kürzer sein (sog. „Up Conversion") als die Wellenlänge des Primärlichts. Beispielsweise mag blaues Primärlicht mittels eines Leuchtstoffs in grünes, gelbes, orangefarbenes oder rotes Sekundärlicht umgewandelt werden. Bei einer nur teilweisen Wellenlängenumwandlung oder Wellenlängenkonversion wird von dem Leuchtstoffkörper eine Mischung aus

Sekundärlicht und nicht umgewandelten Primärlicht

abgestrahlt, die als Nutzlicht dienen kann. Beispielsweise mag weißes Nutzlicht aus einer Mischung aus blauem, nicht umgewandeltem Primärlicht und gelbem Sekundärlicht erzeugt werden. Jedoch ist auch eine Vollkonversion möglich, bei der das Primärlicht entweder nicht mehr oder zu einem nur vernachlässigbaren Anteil in dem Nutzlicht vorhanden ist. Ein Umwandlungsgrad hängt beispielsweise von einer Dicke, einer Porosität, einer Leuchtstoffkonzentration des Leuchtstoffs und/oder einer Anwesenheit weitere Streupartikel ab. Bei Vorliegen mehrerer Leuchtstoffe können aus dem Primärlicht Sekundärlichtanteile unterschiedlicher spektraler

Zusammensetzung erzeugt werden, z.B. gelbes und rotes

Sekundärlicht. Das rote Sekundärlicht mag beispielsweise dazu verwendet werden, dem Nutzlicht einen wärmeren Farbton zu geben, z.B. sog. "warm-weiß". Bei Vorliegen mehrerer

Leuchtstoffe mag mindestens ein Leuchtstoff dazu geeignet sein, Sekundärlicht nochmals wellenlängenumzuwandeln, z.B. grünes Sekundärlicht in rotes Sekundärlicht. Ein solches aus einem Sekundärlicht nochmals wellenlängenumgewandeltes Licht mag auch als "Tertiärlicht" bezeichnet werden.

Es ist eine Weiterbildung, dass die mindestens eine

Halbleiterlichtquelle mindestens einen Laser und/oder mindestens eine Leuchtdiode umfasst oder aufweist. Die mindestens eine Leuchtdiode kann in Form mindestens einer einzeln gehäusten Leuchtdiode oder in Form mindestens eines LED-Chips vorliegen. Mehrere LED-Chips können auf einem gemeinsamen Substrat ("Submount") montiert sein. Die

mindestens eine Halbleiterlichtquelle kann mit mindestens einer eigenen und/oder gemeinsamen Optik zur Strahlführung ausgerüstet sein, z.B. mindestens einer Fresnel-Linse,

Kollimator, und so weiter. Anstelle oder zusätzlich zu anorganischen Leuchtdioden, z.B. auf Basis von InGaN oder AlInGaP, sind allgemein auch organische LEDs (OLEDs, z.B. Polymer-OLEDs ) einsetzbar. Der mindestens eine Laser kann mindestens einen Diodenlaser aufweisen.

Es ist eine für ein Vorliegen mehrerer Halbleiterlichtquellen besonders vorteilhafte Weiterbildung, dass diese in einer matrixförmigen, insbesondere zeilenweisen, Anordnung

vorliegen. Dies gibt den Vorteil, dass eine Umlenkoptik

(falls vorhanden) besonders einfach ausgestaltbar ist. Dabei können die Abstände zwischen den einzelnen

Halbleiterlichtquellen gleich groß sein oder sich

unterscheiden. Insbesondere können die Abstände entlang einer Zeile kürzer sein als die Abstände zwischen einzelnen Zeilen. Es ist vorteilhaft, dass die Halbleiterlichtquellen als

Laser- oder LED-Chips vorliegen, weil sich so ein besonders kompakter und präziser Aufbau umsetzen lässt. Es ist eine Weiterbildung, dass eine Fokusebene des

Primärlichtstrahls sich zumindest in etwa an der

Einstrahlfläche des Leuchtstoffkörpers befindet, damit die Abstände der Wärmeableitbereiche möglichst gering gehalten werden können, was eine Lichtausbeute erhöht. Dazu kann zwischen der mindestens einen Halbleiterlichtquelle und dem Leuchtstoffkörper mindestens eine Optik, insbesondere

Kollimationsoptik, vorhanden sein. Die Abstände der

Wärmeableitbereiche voneinander können insbesondere einer Breite einer Leuchtspur entsprechen oder können größer als eine Breite einer Leuchtspur sein, wie auch bereits oben ausgeführt .

Dass der Leuchtstoffkörper spurartig mit dem Primärlicht bestrahlbar ist, kann umfassen, dass mindestens ein durch das Primärlicht darauf erzeugter Bestrahlungsbereich oder

"Leuchtfleck" über den Leuchtstoffkörper bewegt wird und so - bei zeitlich integrierter Bestrahlung - eine Spur

hinterlässt, nämlich die Leuchtspur. In anderen Worten kann die Beleuchtungsvorrichtung dazu eingerichtet sein, das von der mindestens einen Halbleiterlichtquelle abgestrahlte

Primärlicht so zeitlich variabel auf den Leuchtstoffkörper einzustrahlen, dass dort eine Leuchtspur erzeugbar ist. Der Leuchtfleck kann kreisrund oder länglich gestreckt,

insbesondere oval oder elliptisch geformt sein. Bei einer gestreckten Form ist die Längsachse oder längerer Achse (z.B. eine lange Hauptachse) zur Erreichung einer hohen

Leuchtdichte vorteilhafterweise in Bewegungsrichtung

ausgerichtet .

Es ist eine Weiterbildung, dass eine Ausdehnung ("Spotgröße") des Leuchtflecks oder "Spots" zwischen 20 Mikrometern und 1000 Mikrometern beträgt, insbesondere zwischen 50

Mikrometern und 300 Mikrometern, beispielsweise 150

Mikrometer. Bei einem gestreckten oder elliptischen

Leuchtfleck kann sich die Ausdehnung auf eine längste Achse, z.B. eine große Halbachse, beziehen.

Die Leuchtspur kann zusammenhängend sein oder mehrere

voneinander getrennte Abschnitte aufweisen. Unter einem

Leuchtfleck kann insbesondere ein zu einem bestimmten

Zeitpunkt durch das Primärlicht bestrahlter

Oberflächenbereich des Leuchtstoffkörpers verstanden werden. Als der Rand des Leuchtflecks kann beispielsweise die Grenze verstanden werden, an der eine Bestrahlungsstärke auf einen Wert 1/e oder l/e A 2 der maximalen Bestrahlungsstärke

abgefallen ist.

Es ist eine zur Erzeugung einer Leuchtspur vorteilhafte

Weiterbildung, dass die Beleuchtungsvorrichtung mindestens einen beweglichen Spiegel zur zeitvariablen Umlenkung des von der mindestens einen Halbleiterlichtquelle abgestrahlten Primärlichts auf den Leuchtstoffkörper aufweist. So kann eine spurartige Beleuchtung auf eine besonders einfach Weise umgesetzt werden. Beispielsweise kann ein um zwei Achsen hin- und her schwenkbarer Spiegel verwendet werden. Alternativ kann ein um eine Achse hin- und her schwenkbarer Spiegel mit einem dazu optisch in Reihe geschalteten rotierbaren Spiegel verwendet werden.

Es ist noch eine Weiterbildung, dass zumindest ein Spiegel ein resonant hin- und her schwenkbarer Spiegel ist. Es ist auch noch eine Weiterbildung, dass zumindest ein

Spiegel ein MEMS-Spiegel ist, insbesondere ein resonant hin- und her schwenkbarer MEMS-Spiegel. MEMS-Spiegel sind

besonders kompakt und robust. Eine Resonanzfrequenz bzw.

Schwenkfrequenz kann z.B. in einem Bereich zwischen 1 Hz und 10 kHz liegen.

Die benachbarten Abschnitte können zusammenhängende oder unzusammenhängende Abschnitte einer Leuchtspur sein. Es ist eine Ausgestaltung, dass der Leuchtstoffkörper mittels der mindestens einen Halbleiterlichtquelle zeilenweise bestrahlbar ist und - insbesondere in Draufsicht - zwischen benachbarten Zeilen jeweils längliche Wärmeableitbereiche vorhanden sind. Die Erzeugung solcher zeilenartiger

Abschnitte der Leuchtspur ist einfach umsetzbar und

ermöglicht eine besonders gleichmäßige Bestrahlung des

Leuchtstoffkörpers . Insbesondere können die einzelnen

Zeilenabschnitte voneinander getrennte Abschnitte der

Leuchtspur darstellen. Unter einer zeilenweisen Bestrahlung kann insbesondere eine Bestrahlung verstanden werden, die parallel zueinander versetzte Leuchtspurabschnitte auf dem Leuchtstoffkörper erzeugt. Diese Leuchtspurabschnitte sind insbesondere geradlinig. Die länglichen Wärmeableitbereiche können dann z.B. als geradlinige, parallel zueinander

versetzte Bereiche ausgebildet sein und können auch als streifenförmig oder bandförmig bezeichnet werden.

Die Leuchtspurabschnitte können grundsätzlich beliebig auf der Oberfläche des Leuchtstoffkörpers orientiert sein, z.B. horizontal, vertikal oder schräg. Die zeilenweise Bestrahlung kann also auch - je nach Betrachtung - als spaltenweise

Bestrahlung usw. angesehen werden. Es ist eine Ausgestaltung, dass der mindestens eine

Wärmeableitbereich ein oberflächlich vorstehender Bereich ist. Er steht also von einer Ebene vor, auf der die

Leuchtspur erzeugt wird. So kann eine Lichtausbeute des Nutzlichts verbessert werden, da aus dem Leuchtstoffkörper in Richtung des vorstehenden Bereichs gestrahltes Licht (z.B. gestreutes Primärlicht und/oder erzeugtes Sekundärlicht) zumindest teilweise wieder in den Leuchtstoffkörper

zurückreflektiert werden kann, beispielsweise durch innere Totalreflexion. Eine Einkopplungseffizienz des Primärlichts wird hingegen nicht verringert, da das Primärlicht nicht auf die Wärmeableitbereiche trifft.

Es ist noch eine Ausgestaltung, dass der mindestens eine Wärmeableitbereich an einer Einstrahlseite des

Leuchtstoffkörpers für das Primärlicht vorhanden ist, insbesondere nur an der Einstrahlseite. Dies ist besonders vorteilhaft bei einem transmissiven Aufbau, da so die

Auskopplungseffizienz des Nutzlichts an einer (Nutzlicht-) Abstrahl- oder Austrittsseite nicht verringert wird. Dieser Vorteil wird dadurch verstärkt, dass eine Fläche, an der das Nutzlicht an der Austrittsseite abgestrahlt wird, erheblich größer sein kann als die Fläche des Leuchtflecks des

Primärlichts an der Einstrahlseite und folglich an der

Austrittsseite nicht-leuchtende Bereiche klein gehalten oder sogar ganz vermieden werden können.

Es ist eine weitere Ausgestaltung, dass der mindestens eine Wärmeableitbereich thermisch über einen äußeren Rahmen mit einer Wärmesenke (z.B. einem Wärmespreizkörper, einem

Kühlkörper usw.) verbunden ist. So lässt sich eine effektive thermische Anbindung an die Wärmesenke erreichen, was eine Wärmeabfuhr von dem Leuchtstoffkörper weiter verbessert. Der äußere Rahmen kann aus Metall oder Keramik bestehen. Er kann auf einem Randbereich des Leuchtstoffkörpers vorhanden sein. Der Rahmen kann auf die Wärmesenke, z.B. mittels eines wärmeleitfähigen Klebers oder Kitts, aufgeklebt sein, daran angeschraubt sein, damit verrastet sein usw. Die Wärmesenke kann aus Metall, z.B. Aluminium oder Kupfer, aus Keramik, z.B. A1N, oder aus gefülltem Kunststoff, z.B. mit BN

gefülltem Kunststoff bestehen.

Es ist eine weitere Ausgestaltung, dass der Leuchtstoffkörper mindestens ein keramisches Leuchtstoffplättchen ist oder aufweist. Ein Leuchtstoffplättchen lässt sich besonders flach ausgestalten, was insbesondere für einen transmissiven Aufbau vorteilhaft ist. Zudem ist das keramische

Leuchtstoffplättchen selbsttragend und mechanisch robust. Der Leuchtstoffkörper kann auch einen Stapel auf

übereinanderliegenden keramischen Leuchtstoffplättchen aufweisen. Diese können z.B. miteinander verklebt oder versintert sein. Eine Dicke des Leuchtstoffplättchens kann insbesondere in einem Bereich zwischen 10 Mikrometern und 300 Mikrometern liegen, insbesondere bei ca. 70 Mikrometern beispielsweise für den Fall einer teilweisen Umwandlung des Primärlichts. Eine Dicke oder Höhe der Wärmeableitbereiche kann insbesondere 50% bis 200% der Dicke des

Leuchtstoffplättchens betragen, z.B. zwischen 35 Mikrometern und 600 Mikrometern.

Es ist noch eine weitere Ausgestaltung, dass der mindestens eine Wärmeableitbereich aus Keramik besteht. So kann

beispielsweise ein thermischer Mismatch zu einem Grundkörper aus Leuchtstoffkeramik gering gehalten werden. Zudem lässt sich so eine besonders feste Verbindung zu dem restlichen Leuchtstoffkörper herstellen, falls dieser ebenfalls aus Keramik besteht, beispielsweise durch gemeinsames Sintern.

Es ist ferner eine Ausgestaltung, dass mindestens ein

Wärmeableitbereich mindestens ein Teilbereich des

Leuchtstoffkörpers , insbesondere eines keramischen

Leuchtstoffplättchens , ist. So kann der mindestens eine

Wärmeableitbereich einstückig mit dem restlichen

Leuchtstoffkörper hergestellt werden und weist insbesondere auch das gleiche - z.B. keramische - Material auf. Ein solcher Leuchtstoffkörper ist besonders einfach und preiswert herstellbar . Es ist auch eine Ausgestaltung, dass der mindestens eine

Wärmeableitbereich ein anderes keramisches Material aufweist als das keramische Leuchtstoffplättchen, z.B. A1N. So lässt sich eine besonders effektive Wärmeabfuhr erreichen, da das andere keramische Material gezielt für eine hohe

Wärmeleitfähigkeit ausgesucht werden kann. Vorteilhafterweise ist also die Wärmeleitfähigkeit des keramischen

Wärmeableitbereichs höher als eine Wärmeleitfähigkeit des keramischen Leuchtstoffs. Die beiden keramischen Materialien können zusammen gesintert werden.

Es ist außerdem eine Ausgestaltung, dass der mindestens eine Wärmeableitbereich aus Metall besteht, z.B. aus Aluminium und/oder Kupfer. Metall weist eine besonders hohe

Wärmeleitfähigkeit auf und lässt sich einfach auf den

Leuchtstoffkörper aufbringen, z.B. durch Aufkleben,

Aufdampfen, Aufsprühen, Aufdrucken, Sputtern, Aufdampfen usw. Das Metall lithografisch strukturiert sein.

Es ist eine Weiterbildung, dass der mindestens eine

Wärmeableitbereich mindestens einen Metallstreifen aufweist, der auf einer Oberfläche des Leuchtstoffkörpers angeordnet ist. Dies ist besonders vorteilhaft bei zeilenweiser

Bestrahlung des Leuchtstoffkörpers mit dem Primärlicht. Es ist außerdem eine Ausgestaltung, dass der mindestens eine Wärmeableitbereich eine zumindest für das Sekundärlicht reflektierende Oberfläche aufweist. So kann eine

Nutzlichtausbeute (oder zumindest eine Ausbeute des

Sekundärlichtanteils des Nutzlichts) weiter gesteigert werden, indem aus dem restlichen Leuchtstoffkörper in den Wärmeableitbereich eindringendes Licht zurückreflektiert wird. Der Oberflächenbereich, auf dem die Leuchtspur

erzeugbar ist, braucht hingegen nicht reflektierend

ausgebildet zu sein. So kann - je nach benötigter Lichtausbeute - auf eine dichroitische Schicht (die

Primärlicht hindurchlässt , aber Sekundärlicht reflektiert) verzichtet werden. Jedoch kann grundsätzlich auf der

Einstrahlseite eine solche dichroitische Schicht vorhanden sein, um eine Lichtausbeute zu steigern.

Die reflektierende Oberfläche ist also zumindest zu dem

Leuchtstoffkörper hin reflektierend ausgebildet. Die

reflektierende Oberfläche kann durch eine Formgebung des vorstehenden Wärmeableitbereichs erreicht werden, z.B. indem die Oberfläche als TIR-Fläche ausgebildet und/oder

ausgerichtet ist. Die reflektierende Oberfläche kann

alternativ oder zusätzlich durch mindestens eine

reflektierende Schicht ausgebildet sein. Die Schicht kann die Wärmeableitbereiche bedecken. Alternativ oder zusätzlich kann der Wärmeableitbereiche selbst bereits reflektierend

ausgebildet sein, z.B. falls er aus Metall besteht.

Für den Fall, dass mindestens ein Wärmeableitbereich

(insbesondere alle Wärmeableitbereiche) mit mindestens einer reflektierenden Schicht bedeckt ist, kann diese mindestens eine Schicht eine dichroitische Schicht sein, um dort eine Rückspiegelung von Sekundärlicht zu ermöglichen. Diese

Weiterbildung ist herstellungstechnisch besonders einfach umsetzbar, wenn der Leuchtstoffkörper auch im Bereich der Leuchtspur (en) dichroitisch beschichtet ist, da dann eine großflächige Beschichtung an der Lichteinfallsseite in einem Arbeitsschritt ausgebracht werden kann. Es ist eine alternative oder zusätzliche Weiterbildung, dass mindestens ein Wärmeableitbereich (insbesondere alle

Wärmeableitbereiche) mit einer reflektierenden metallischen Beschichtung versehen ist, um eine Lichtausbeute besonders stark zu steigern. Die Metallschicht kann z.B.

hochreflektierendes Aluminium und/oder Silber aufweisen bzw. daraus bestehen, z.B. eine Beschichtung mit MIRO-SILVER der Fa. ALANOD. Es ist eine zur Eignung als TIR-Reflektor besonders

vorteilhafte Ausgestaltung, dass der mindestens eine

Wärmeableitbereich angeschrägt ist. Beispielsweise kann der Wärmeableitbereich im Querschnitt dreieckig oder trapezförmig ausgebildet sein. Durch eine Formung einer Querschnittsform der Wärmeableitbereiche lässt sich auch das optische

Verhalten zusätzlich positiv beeinflussen, z.B. um eine Größe eines Abstrahlbereichs des Nutzlichts verbessert einstellen zu können. Jedoch kann der mindestens eine Wärmeableitbereich zur Reflexion, insbesondere TIR-Reflexion, auch auf andere Weise geeignet strukturiert sein.

Es ist noch eine Ausgestaltung, dass die

Beleuchtungsvorrichtung mehrere Halbleiterlichtquellen zur spurartigen Bestrahlung des Leuchtstoffkörpers mit dem

Primärlicht aufweist. So kann Nutzlicht mit einer besonders hohen Strahlungsleistung von dem Leuchtstoffkörper

abgestrahlt werden. Für den Fall, dass mehrere

Halbleiterlichtquellen ihr Primärlicht separat auf den

Leuchtstoffkörper strahlen, also zum gleichen Zeitpunkt unterschiedliche Leuchtflecke erzeugen, können diese eine gleiche Leuchtspur zeitlich versetzt erzeugen oder

unterschiedliche Teil-Leuchtspuren erzeugen, die zusammen die (Gesamt- ) Leuchtspur ergeben. Es können also unterschiedliche Teilbereiche des Leuchtstoffkörpers getrennt durch

unterschiedliche Halbleiterlichtquellen bestrahlt werden und/oder der Leuchtstoffkörper kann durch unterschiedliche Halbleiterlichtquellen gemeinsam - aber ggf. zeitversetzt - bestrahlt werden. Insbesondere können einzelne

Primärlichtstrahlen der Halbleiterlichtquellen vor Auftreffen auf den Leuchtstoffkörper zu einem einzigen Primärlichtstrahl zusammengebracht werden.

Es ist noch eine Ausgestaltung, dass die

Beleuchtungsvorrichtung eine Fahrzeug-Beleuchtungsvorrichtung ist. Das Fahrzeug kann ein Kraftfahrzeug (z.B. ein Kraftwagen wie ein Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Bus usw. oder ein Motorrad), eine Eisenbahn, ein Wasserfahrzeug (z.B. ein Boot oder ein Schiff) oder ein Luftfahrzeug (z.B. ein Flugzeug oder ein Hubschrauber) sein. Die Fahrzeug- Beleuchtungsvorrichtung kann insbesondere ein Scheinwerfer sein. Besonders vorteilhaft ist die Beleuchtungsvorrichtung als eine oder zusammen mit einer AFS ("Adaptive Front

Lighting System" ) -Anwendung einsetzbar.

Die Beleuchtungsvorrichtung kann aber auch zur

Effektbeleuchtung, Außenbeleuchtung, Objektbeleuchtung usw. eingesetzt werden. Ein anderes Einsatzgebiet sind Projektoren oder Beamer. Auch kann die Erfindung in der

Allgemeinbeleuchtung eingesetzt werden.

Allgemein lässt sich durch die Beleuchtungsvorrichtung unter anderem der Vorteil erreichen, dass durch die verbesserte thermische Anbindung des Leuchtstoffkörpers oder Konverters sich gleichbleibender Temperatur des Leuchtstoffkörpers ein größerer Lichtstrom erzeugen lässt. Die

Beleuchtungsvorrichtung ist nicht auf transmissive Aufbauten beschränkt, sondern lässt sich auch mit reflektiven Aufbauten verwenden. Insbesondere bei dem transmissiven Aufbau ergibt sich der Vorteil, dass sich die Wärmeableitbereiche auf der Eintritts- oder Einstrahlseite (der LASER-Quelle zugewandten Seite) des Leuchtstoffkörpers befinden: Da der LASER-Spot am Eingang kleiner als der entsprechende, konvertierte Spot

am Ausgang ist, fallen Abschattungen durch die „Kühlstreifen" und somit dunkle Bereiche an der Austrittsfläche geringer aus Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im

Zusammenhang mit der folgenden schematischen Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die im Zusammenhang mit den

Zeichnungen näher erläutert werden. Dabei können zur

Übersichtlichkeit gleiche oder gleichwirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sein. Fig.l zeigt eine Skizze eines allgemeinen Aufbaus einer

Beleuchtungs orrichtung,·

Fig.2 zeigt in Schrägansicht ein in ein Gehäuse

eingesetztes Leuchtstoffplättchen;

Fig.3 zeigt das Gehäuse mit dem darin eingesetzten

Leuchtstoffplättchen in Draufsicht auf eine

Einstrahlseite;

Fig.4 zeigt das Leuchtstoffplättchen aus Fig.3 in

Alleinstellung;

Fig.5 zeigt in einer Querschnittsansicht das

Leuchtstoffplättchen in noch einer möglichen

Ausgestaltung;

Fig.6 zeigt in einer Querschnittsansicht das

Leuchtstoffplättchen in einer weiteren möglichen

Ausgestaltung; und

Fig.7 zeigt in einer Querschnittsansicht das

Leuchtstoffplättchen in noch einer weiteren

möglichen Ausgestaltung.

Fig.l zeigt eine Skizze eines allgemeinen Aufbaus einer Beleuchtungsvorrichtung 1. Die Beleuchtungsvorrichtung 1 ein Fahrzeugscheinwerfer oder ein Teil davon sein, z.B.

Modul . Die Beleuchtungsvorrichtung 1 weist mindestens eine

Halbleiterlichtquelle in Form eines Lasers 2 auf, der einen Strahl 3 aus Primärlicht P abstrahlt. Bei Vorliegen mehrerer Laser 2 können deren individuelle Primärlichtstrahlen zu dem Primärlichtstrahl 3 zusammengeführt werden. Der

Primärlichtstrahl 3 wird optional mittels einer Optik 4 auf einen MEMS-Spiegel 5 gerichtet. Der MEMS-Spiegel 5 ist ein resonant betriebener Spiegel, der somit mehrere

Drehstellungen einnehmen kann, insbesondere stufenlos (wie durch die durchgezogen eingezeichnete und die gepunktete Stellung angedeutet) . Der MEMS-Spiegel 5 reflektiert den

Primärlichtstrahl 3, der dann durch eine weitere, optionale Optik 6 auf eine Einstrahlseite 7 eines Leuchtstoffkörpers in Form eines keramischen Leuchtstoffplättchens 8 auftrifft und dort einen Leuchtfleck erzeugt. Durch die Bewegung des MEMS- Spiegels 5 wird der Leuchtfleck auf der Einstrahlseite 7 bewegt (wie durch den durchgezogen eingezeichneten und den gepunktete Primärlichtstrahl 3 angedeutet) und erzeugt dort über die Zeit integriert eine Leuchtspur. Das Primärlicht P wird von dem Leuchtstoffplättchen 8 teilweise in gelbes (und ggf. in weiteres, z.B. orangefarbenes oder rotes)

Sekundärlicht S umgewandelt. An der von der Einstrahlseite 7 abgewandten Austrittsseite 9 des Leuchtstoffplättchens 8 wird als Nutzlicht Mischlicht mit einem Anteil aus nicht

umgewandeltem Primärlicht P und dem Sekundärlicht S

abgestrahlt ( transmissiver Aufbau) . Dem Leuchtstoffplättchen 8 kann eine Auskopplungsoptik (o. Abb.) nachgeschaltet sein.

Das Leuchtstoffplättchen 8 wird von einem Gehäuse 10 aus Metall, z.B. aus Aluminium und/oder Kupfer, oder aus Keramik, z.B. A1N, gehalten. Beispielsweise kann das

Leuchtstoffplättchen 8 in dem zweiteiligen Gehäuse 10

verschraubt sein. Fig.2 zeigt in Schrägansicht das in das Gehäuse 10

eingesetzte Leuchtstoffplättchen 8, und zwar mit Blick auf dessen Austrittsseite 9. Die Austrittsseite 9 ist eben und weist keine Wärmeableitbereiche auf. Das Gehäuse 10 kann mit einem Kühlkörper (o. Abb.) verbunden werden, z.B. daran angeschraubt werden, und/oder selbst als Wärmesenke dienen.

Fig.3 zeigt das Gehäuse 10 mit dem darin eingesetzten

Leuchtstoffplättchen 8 in Draufsicht auf dessen

Einstrahlseite 7. Das Leuchtstoffplättchen 8 weist an seiner Einstrahlseite 7 streifenförmige Wärmeableitbereiche

("Kühlstreifen" 11) auf, die auf einem plättchenförmigen Grundkörper 12, der aus der Leuchtstoffkeramik besteht, aufgebracht sind. Die Kühlstreifen 11 können beispielsweise durch Aufkleben oder Auflöten (insbesondere für den Fall metallischer Kühlstreifen 11, z.B. aus Aluminium, Silber und/oder Kupfer) oder durch Aufsintern (insbesondere für den Fall keramischer Kühlstreifen 11) aufgebracht worden sein. Sie können auch integrale Teile des Leuchtstoffplättchens 8 sein . Die linearen Kühlstreifen 11 sind parallel und seitlich zueinander versetzt angeordnet. Benachbarte Kühlstreifen 11 belassen also lineare Teilbereiche des Grundkörpers 12 als "Öffnungen" zwischen sich frei.

Fig.4 zeigt das Leuchtstoffplättchen 8 aus Fig.3 in

Alleinstellung. Dieses Leuchtstoffplättchen 8 ist eine

Ausgestaltung 8a von mehreren möglichen Ausgestaltungen. Die hier vier Kühlstreifen 11 sind mit einem umlaufenden Rahmen 13 verbunden, in den sie übergehen. Der Rahmen 13 wiederum kann das Gehäuse 10 flächig kontaktieren, so dass er eine effektive Wärmeleitung von den Kühlstreifen 11 zu dem Gehäuse 10 und ggf. weiter zu einem Kühlkörper (o. Abb.) ermöglicht.

Der Primärlichtstrahl 3 beleuchtet bzw. bestrahlt den

Grundkörper 12 zwischen den Kühlstreifen 11 und erzeugt dabei zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Leuchtfleck F. Der

Leuchtfleck F wird zwischen den Kühlstreifen 11 über den Grundkörper 12 bewegt, und zwar zeilenweise. Die so erzeugte Leuchtspur L weist hier fünf parallele, nicht

zusammenhängende Abschnitte bzw. Zeilen auf, welche durch die Pfeile angedeutet sind. Folglich erstrecken sich die

Kühlstreifen 11 in Bewegungsrichtung des Leuchtflecks L bzw. in "Scan-Richtung".

In einer Variante kann ein Primärlichtstrahl 3 nacheinander mehrere Zeilen der Leuchtspur L überstreichen und dadurch beleuchten, z.B. alle Zeilen. Alternativ kann jede der Zeilen der Leuchtspur L mittels eines eigenen Leuchtflecks F

bestrahlt werden, wobei hierbei entsprechend viele

Primärlichtstrahlen 3 dynamisch in einer Richtung über das Leuchtstoffplättchen 8 geführt werden. Dies kann bei Einsatz von Laserstrahlen auch als "Laser-Kamm" bezeichnet werden. Die alternative Variante weist den Vorteil auf, dass die

Primärlichtstrahlen 3 nicht die Zeile zu wechseln brauchen, sondern nur in einer Zeile hin- und her bewegt zu werden brauchen. Das wiederum ermöglicht einen besonders einfachen Aufbau des MEMS-Spiegels (der nur um eine Drehachse hin- und her zu schwingen braucht) sowie eine besonders hohe

Leuchtdichte .

Fig.5 zeigt in einer Querschnittsansicht quer zu einer

Längserstreckung der Kühlstreifen 11 das Leuchtstoffplättchen 8 in einer möglichen Ausgestaltung 8b mit nun neun

Kühlstreifen 11 in einer möglichen Ausgestaltung IIb. Der Rahmen 13 ist nicht dargestellt. Die Kühlstreifen IIb an der Einstrahlseite 7 sind als

oberflächlich vorstehende Bereiche ausgebildet. Sie können dabei neben der Wärmeableitung zum Rahmen 13 auch dazu dienen, aus dem Grundkörper 12 in Richtung der Einstrahlseite 7 abgegebenes Lichts (zumindest das Sekundärlicht S)

zumindest teilweise innerlich zu reflektieren und dadurch in den Grundkörper 12 zurückzuwerfen.

Die Kühlstreifen IIb sind hier einstückig mit dem Grundkörper 12 hergestellt worden und bestehen insbesondere aus dem gleichen Material.

Fig.6 zeigt in einer zu Fig.5 analogen Ansicht das

Leuchtstoffplättchen 8 in einer weiteren möglichen

Ausgestaltung 8c mit Kühlstreifen 11, 11c. Das

Leuchtstoffplättchen 8c ist ähnlich zu dem

Leuchtstoffplättchen 8b ausgebildet, wobei die Kühlstreifen 11c jedoch nun aus einem anderen Material bestehen als der Grundkörper 12. In einer Variante bestehen die Kühlstreifen 11c aus einem keramischen Material mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit als der Leuchtstoffkeramik des Grundkörpers 12. Beispielsweise kann eine Leuchtstoffkeramik aus YAG:Ce mit einer Oxidkeramik (z.B. A1203) als Material des Kühlstreifens 11c

zusammengesintert werden. Ein noch geringerer

Materialmismatch wird z.B. durch ein gemeinsames Sintern von YAG:Ce als der Leuchtstoffkeramik mit YAG als dem Material des Kühlstreifens 11c erreicht. In einer anderen Variante bestehen die Kühlstreifen 11c aus Metall. Der Kühlstreifen 11c kann z.B. aufgesputtert oder aufgedampft und dann mittels eines lithografischen Verfahrens strukturiert werden.

Ganz allgemein kann ein - z.B. durch Sputtern aufgebrachter - metallischer Wärmeableitbereich galvanisch verstärkt werden. Eine Dicke der galvanischen Schicht kann z.B. in einem

Bereich zwischen fünf und 100 Mikrometern liegen.

Fig.7 zeigt in einer zu Fig.5 analogen Ansicht das

Leuchtstoffplättchen 8 in einer weiteren möglichen

Ausgestaltung 8d mit nun zehn Kühlstreifen 11, lld. Die

Kühlstreifen lld können - wie gezeigt - aus dem gleichen Material wie der Grundkörper 12 oder aus einem anderen

Material bestehen. Die Kühlstreifen lld sind angeschrägt geformt, nämlich dreieckig, um eine effektivere Rückreflexion durch innere Totalreflexion zu ermöglichen. Alle Kühlstreifen 11 - insbesondere wenn sie nicht aus Metall bestehen - können an ihrer Oberfläche mit einer

reflektierenden Schicht (o. Abb.) belegt sein, um einen

Lichtverlust von aus dem Grundkörper 12 eindringenden Licht noch weiter zu verringern.

Obwohl die Erfindung im Detail durch die gezeigten

Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht darauf eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.

Allgemein kann unter "ein", "eine" usw. eine Einzahl oder eine Mehrzahl verstanden werden, insbesondere im Sinne von "mindestens ein" oder "ein oder mehrere" usw., solange dies nicht explizit ausgeschlossen ist, z.B. durch den Ausdruck "genau ein" usw. Auch kann eine Zahlenangabe genau die angegebene Zahl als auch einen üblichen Toleranzbereich umfassen, solange dies nicht explizit ausgeschlossen ist.

BEZUGSZEICHENLISTE

Beleuchtungsvorrichtung 1

Laser 2 Primärlichtstrahl 3

Optik 4

MEMS-Spiegel 5

Optik 6 Einstrahlseite des Leuchtstoffplättchens 7 Leuchtstoffplättchen 8

Leuchtstoffplättchen 8a

Leuchtstoffplättchen 8b

Leuchtstoffplättchen 8c

Leuchtstoffplättchen 8d Austrittsseite des Leuchtstoffplättchens 9

Gehäuse 10

Kühlstreifen 11

Kühlstreifen IIb

Kühlstreifen 11c Kühlstreifen lld

Grundkörper 12

Rahmen 13

Leuchtfleck F

Leuchtspur L Primärlicht P

Sekundärlicht S