Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ILLUMINATION UNIT FOR VEHICLE HEADLIGHTS AND VEHICLE HEADLIGHTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/115755
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an illumination unit for vehicle headlights, comprising a light-emitting diode device (500), a housing (200) and an assembly board (400) on which the components of an operating circuit for operating the light-emitting diode device (500) are arranged, wherein the housing (200) and the assembly board (400) form an interior space, wherein the assembly board (400) has an electrically conductive inner layer (410) that is connected to a ground reference potential of the operating circuit and the assembly board (400) has at least one electrical contact surface (440) on the surface thereof, said contact surface being in contact with the electrically conductive inner layer (410), and wherein the housing (200) has electromagnetic shielding means (240, 240') for the electromagnetic shielding of the interior space, said means being connected to the at least one contact surface (440).

Inventors:
BIEBL, Alois (Mainburgerstr. 12, St. Johann, 93358, DE)
FREY, Peter (Ziegeläcker 40, Heidenheim, 89520, DE)
VOLLMER, Ralf (Buchenlandweg 102, Ulm, 89075, DE)
Application Number:
EP2010/054105
Publication Date:
October 14, 2010
Filing Date:
March 29, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
OSRAM GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG (Hellabrunner Str. 1, München, 81543, DE)
BIEBL, Alois (Mainburgerstr. 12, St. Johann, 93358, DE)
FREY, Peter (Ziegeläcker 40, Heidenheim, 89520, DE)
VOLLMER, Ralf (Buchenlandweg 102, Ulm, 89075, DE)
International Classes:
F21V19/00; F21V25/00; H05K9/00
Attorney, Agent or Firm:
OSRAM GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Beleuchtungseinheit für Fahrzeugscheinwerfer mit einer Leuchtdiodeneinrichtung (500), einem Gehäuse

(200) und einer Montageplatine (400), auf der Komponenten einer Betriebsschaltung zum Betreiben der Leuchtdiodeneinrichtung (500) angeordnet sind, wobei das Gehäuse (200) und die Montageplatine (400) einen Innenraum bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageplatine (400) mindestens eine elekt- risch leitende, innere Schicht (410) aufweist, die mit einem Massebezugspotential der Betriebsschaltung verbunden ist, und die Montageplatine (400) auf ihrer Oberfläche mindestens eine elektrische Kontaktfläche (440) besitzt, die mit der mindestens einen elektrisch leitenden, inneren Schicht (410) kontaktiert ist, und das Gehäuse (200) elektromagnetische Abschirmmittel (240, 240') zur elektromagnetischen Abschirmung des Innenraums besitzt, die mit der mindes- tens einen elektrischen Kontaktfläche (440) verbunden sind.

2. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, wobei die mindestens eine elektrische Kontaktfläche (440) ringartig ausgebildet ist.

3. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, wobei zwischen den Abschirmmitteln und der mindestens einen elekt- rischen Kontaktfläche ein elektrisch leitfähiger Kontaktring angeordnet ist.

4. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, wobei das Gehäuse (200) aus Kunststoff besteht und die elektro- magnetischen Abschirmmittel eine Metallisierung (240) des Gehäuses (200) umfassen.

5. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 4, wobei die Metallisierung (240) den den Innenraum umgebenden Teil des Gehäuses (210) umfasst.

6. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Metallisierung als metallische Beschichtung (240) auf der Innenseite des Gehäuses (200) im Bereich des Innenraums ausgebildet ist.

7. Beleuchtungseinheit nach einem der Ansprüche 4 bis 5, wobei sich die Metallisierung (240) auf eine

Auflagefläche (218) des Gehäuses erstreckt, auf der die mindestens eine elektrische Kontaktfläche (440) der Montageplatine (400) aufliegt.

8. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, wobei die Ab- schirmmittel mindestens ein Metallblech, Metallgitter oder Metallgeflecht oder eine Metallfolie (240') umfassen.

9. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 8, wobei das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Metallge- flecht oder die mindestens eine Metallfolie (240') napfartig ausgebildet und im Innenraum angeordnet ist.

10. Beleuchtungseinheit nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei das Gehäuse (200) als Kunststoffspritz- gussteil ausgebildet ist und das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie (240') vom Kunststoffmaterial des Gehäuses umspritzt ist.

11. Beleuchtungseinheit nach einem der Ansprüche 8 bis

10, wobei das Metallblech, Metallgitter oder Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie (240') an der mindestens einen elektrischen Kontaktfläche (440) der Montageplatine (400) anliegt.

12. Beleuchtungseinheit nach einem der Ansprüche 8 bis

11, wobei das Metallblech, Metallgitter oder Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie (240') durch eine Technik aus der Gruppe von Bördeln, Laserschweißen, Kleben, Löten und Klemmsitz an der Montageplatine fixiert ist.

13. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 1, wobei die elektromagnetischen Abschirmmittel einen den Innen- räum umgebenden Gehäuseabschnitt (210) umfassen, der aus elektrisch leitfähigem Kunststoff besteht.

14. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 13, wobei der aus elektrisch leitfähigem Kunststoff bestehende Gehäuseabschnitt eine Auflagefläche für die mindestens eine elektrische Kontaktfläche der Montageplatine ausbildet .

15. Fahrzeugscheinwerfer mit mindestens einer Beleuchtungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 14.

Description:
Beleuchtungseinheit für Fahrzeugscheinwerfer und Fahrzeugscheinwerfer

Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinheit gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und einen Fahrzeugscheinwerfer mit einer derartigen Beleuchtungseinheit.

I . Stand der Technik

Eine derartige Beleuchtungseinheit ist beispielsweise in der WO 2008/065030 Al offenbart. Diese Schrift beschreibt eine Beleuchtungseinheit für einen Fahrzeugscheinwerfer mit einer Leuchtdiodeneinrichtung und einem metallischen Gehäuse, das die Leuchtdiodeneinrichtung zumindest teilweise umschließt und das mit Befestigungsmitteln zur Mon- tage der Beleuchtungseinheit in einem Fahrzeugscheinwerfer versehen ist. Diese Befestigungsmittel sind derart ausgestaltet, dass sie eine Ausrichtung der Leuchtdiodenchips gegenüber der Optik des Fahrzeugscheinwerfers ermöglichen. Das metallische Gehäuse kann mit einem Kühl- körper zur Kühlung der Leuchtdiodenchips verbunden werden und zur elektromagnetischen Abschirmung von darin angeordneten Komponenten einer Betriebsschaltung dienen. Allerdings ist die Fertigung des metallischen Gehäuses vergleichsweise aufwendig und kostspielig.

II. Darstellung der Erfindung Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Beleuchtungseinheit mit einem kostengünstigeren Gehäuse und einer elektromagnetischen Abschirmung der im Gehäuse an- geordneten elektrischen Komponenten der Betriebsschaltung bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Beleuchtungseinheit mit den Merkmalen aus dem Patentanspruch 1 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen beschrieben.

Die erfindungsgemäße Beleuchtungseinheit für Fahrzeugscheinwerfer weist eine Leuchtdiodeneinrichtung, ein Gehäuse und eine Montageplatine auf, auf der Komponenten einer Betriebsschaltung zum Betreiben der Leuchtdiodeneinrichtung angeordnet sind, wobei das Gehäuse und die Montageplatine einen Innenraum bilden. Erfindungsgemäß besitzt die Montageplatine eine elektrisch leitende innere Schicht, die mit einem Massebezugspotential der Be- triebsschaltung verbunden ist, und auf der Oberfläche der Montageplatine ist mindestens eine elektrische Kontaktfläche angeordnet, die mit der vorgenannten elektrisch leitenden inneren Schicht kontaktiert und mit elektromagnetischen Abschirmmitteln des Gehäuses zwecks elektromag- netischer Abschirmung des Innenraums verbunden ist. Der Begriff „innere Schicht" bedeutet, dass die Montageplatine der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinheit mehrschichtig ausgebildet ist und die vorgenannte elektrisch leitende innere Schicht eine Zwischenschicht ist, die zwi- sehen Oberseite und Unterseite der Montagplatine angeordnet ist. Oberseite und Unterseite der Montageplatine sind vorzugsweise elektrisch isolierend ausgebildet, um darauf Leiterbahnen oder elektrische Kontakte für Bauteile aufbringen zu können und dadurch eine beidseitige Bestückung der Montageplatine mit Bauteilen zu ermöglichen. Die elektrisch leitende innere Schicht und die Abschirmmittel des Gehäuses, die über die mindestens eine elektrische Kontaktfläche auf der Oberfläche der Montageplatine mit der vorgenannten elektrisch leitenden inneren Schicht verbunden sind, bewirken eine kostengünstige elektromagnetische Abschirmung des Gehäuseinnenraums, da das Gehäuse aufgrund dieser Maßnahmen aus Kunststoff, beispielsweise in Spritzgusstechnik, hergestellt werden kann und nicht als Metallgehäuse ausgebildet werden muss. In dem so abgeschirmten Innenraum des Gehäuses sind vorzugsweise diejenigen Komponenten der Betriebsschaltung der Leuchtdiodeneinrichtung angeordnet, die während des Betriebs Signale mit Hochfrequenzanteil erzeugen, welcher den Rundfunk- oder Fernsehempfang im Fahrzeug oder elekt- ronische Systeme stören könnte.

Die mindestens eine elektrische Kontaktfläche ist zumindest auf einer Seite der Montageplatine angeordnet. Vorzugsweise erstreckt sich die mindestens eine elektrische Kontaktfläche über den Rand der Montageplatine auch auf die andere Seite der Montageplatine, um eine gute Verbindung zu den elektromagnetischen Abschirmmitteln und der auf Massebezugspotential liegenden elektrisch leitenden Schicht der Montageplatine zu gewährleisten. Im Fall einer Lötverbindung zwischen der mindestens einen elektri- sehen Kontaktfläche und den elektromagnetischen Abschirmmitteln genügt es, dass die mindestens eine elektrische Kontaktfläche nur auf einer Seite der Montageplatine angeordnet ist. Die vorgenannte, auf Massebezugspotential liegende elektrisch leitende innere Schicht ist vorzugs- weise eine sich über die gesamte Ausdehnung der Montage- platine erstreckende Schicht der vorzugsweise vielschichtig ausgebildeten Montageplatine. Die elektrische Kontak- tierung dieser inneren, auf Massebezugspotential liegenden Schicht mit der mindestens einen elektrischen Kon- taktfläche der Montageplatine kann in vorteilhafter Weise mittels eines oder mehrerer metallischer Stifte erfolgen, die in durchgehende Bohrungen in der Montageplatine im Bereich der ringförmigen elektrischen Kontaktfläche eingeführt sind.

Der Kontakt zwischen der auf Massebezugspotential liegenden, elektrisch leitenden inneren Schicht der Montageplatine und den elektromagnetischen Abschirmmitteln des Gehäuses kann beispielsweise mittels einer oder mehrerer, getrennt voneinander auf der Oberfläche der Montageplati- ne angeordneter elektrischer Kontaktflächen erfolgen, die jeweils mit der inneren Schicht der Montageplatine elektrisch kontaktiert sind. Die vorgenannten separaten Kontaktflächen können beispielsweise vorteilhaft entlang des Randes der Montageplatine angeordnet sein.

Um eine optimale Abschirmung zu gewährleisten, ist die mindestens eine, auf der Oberfläche der Montageplatine angeordnete elektrische Kontaktfläche vorzugsweise ringartig ausgebildet, das heißt, dass die elektrische Kontaktfläche vorzugsweise eine geschlossene Kurve bildet, die besonders bevorzugt entlang des Randes oder in der Nähe des Randes der Montageplatine verläuft. Der Begriff „ringartig" beinhaltet also nicht nur ringförmig und kreisringförmig, sondern auch anders geformte geschlossene Kurven, wie beispielsweise Ovale und Vielecke. Die Form der ringartig ausgebildeten Kontaktfläche ist vor- zugsweise durch die Form des Randes der Montageplatine bestimmt .

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht das Gehäuse aus elektrisch isolierendem Material, insbesondere aus Kunststoff und die elektromagnetischen Abschirmmittel sind als Metallisierung des Gehäuses bzw. des den Innenraum umschließenden Gehäuseabschnitts ausgebildet. Dadurch kann das Gehäuse mittels Kunststoff- spritzgusstechnik hergestellt werden und mittels der vor- genannten Metallisierung ein Gehäuse mit einem elektromagnetisch abgeschirmten Innenraum auf besonders kostengünstige Weise realisiert werden.

Die vorgenannte Metallisierung ist vorzugsweise als metallische Beschichtung ausgebildet, die vorzugsweise auf der Innenseite des den Innenraum umgebenden Gehäuseabschnitts aufgebracht ist. Bei der metallischen Beschichtung handelt es sich vorzugsweise um eine oder mehrere Schichten von einem oder mehreren der Metalle aus der Gruppe von Aluminium, Kupfer, Messing, Zink, Nickel, Chrom und Eisen. Besonders bevorzugt ist eine Aluminium- beschichtung . Alternativ zur Metallisierung kann auch eine nicht-metallische elektrisch leitende Beschichtung, beispielsweise eine Indium-Zinnoxid-Beschichtung (ITO- Schicht) verwendet werden.

Um auf möglichst einfache und sichere Weise eine elektrische Verbindung zwischen der vorgenannten Metallisierung des Gehäuses und der elektrischen Kontaktfläche der Montageplatine herzustellen, erstreckt sich die Metallisierung in vorteilhafter Weise auch auf eine vom Gehäuse ge- bildete Auflagefläche, auf der die Montageplatine mit ihrer elektrischen Kontaktfläche aufliegt.

Zusätzlich oder alternativ kann die elektrische Verbindung zwischen der Kontaktfläche der Montageplatine und der Metallisierung am Gehäuse mittels eines elektrisch leitenden Dichtrings, der zwischen dem Gehäuse und der Montageplatine angeordnet ist, oder mittels eines elektrisch leitenden Kontaktrings hergestellt werden, der zwischen den Abschirmmitteln und der mindestens einen elekt- rischen Kontaktfläche auf der Oberfläche der Montageplatine angeordnet ist. Der vorgenannte Kontaktring kann federnd ausgebildet sein oder auch durch ein elektrisch leitendes Federelement ersetzt sein, um einen sicheren elektrischen Kontakt zwischen den Abschirmmitteln und der mindestens einen elektrischen Kontaktfläche zu gewährleisten .

Alternativ oder zusätzlich zu der oben genannten Metallisierung des Gehäuses können die Abschirmmittel auch mindestens ein Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder eine Metallfolie umfassen, um eine elektromagnetische Abschirmung von im Innenraum des Gehäuses angeordneten elektrischen Komponenten der Betriebsschaltung zu gewährleisten. Vorteilhafterweise ist zu diesem Zweck das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie so geformt, dass eine Aufnahme für die abzuschirmenden elektrischen Komponenten der Betriebsschaltung gebildet wird, und dadurch zusammen mit der auf Massebezugspotential liegenden, elektrisch leitenden Schicht der Montageplatine ein elektromagnetisch vollständig abgeschirmter Raum inner- halb des Gehäuses gebildet wird. Vorzugsweise ist das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie daher napfartig ausgebildet. Das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie besteht vorzugsweise aus einem oder mehreren der Metalle aus der Gruppe von Kupfer, Kupfer-Zink-Legierung, Aluminium, rostfreier Stahl und verzinkter Stahl.

Zur Vereinfachung der Herstellung ist das Gehäuse vor- teilhafterweise als Kunststoffspritzgussteil ausgebildet und das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie ist vom Gehäusematerial umspritzt oder ist mittels Spritzgusstechnik im Gehäusematerial teilweise eingebettet.

Um auf möglichst einfache Weise eine gute Verbindung des mindestens einen Metallblechs, Metallgitters, Metallgeflechts oder der mindestens einen Metallfolie mit dem Massebezugspotential der Betriebsschaltung zu erreichen, liegt das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Me- tallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie vorteilhafterweise an der mindestens einen elektrischen Kontaktfläche der Montageplatine an. Zusätzlich oder alternativ kann das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie auch über eine metallische Wärmesenke mit dem Massebezugspotential der Betriebsschaltung verbunden sein. Vorzugsweise ist das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie an mehreren Stellen mit dem Massebezugspotential der Betriebs- Schaltung verbunden, um eine gute elektromagnetische Abschirmung zu gewährleisten.

Das mindestens eine Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder die mindestens eine Metallfolie sind vorzugs- weise mittels einer Technik aus der Gruppe von Bördeln, Laserschweißen, Kleben, Löten und Klemmsitz an der Montageplatine fixiert, um eine zuverlässige Befestigung der Montageplatine im Gehäuse und eine zuverlässigen elektrischen Kontakt zwischen der mindestens einen elektrischen Kontaktfläche der Montageplatine und dem mindestens einen Metallblech, Metallgitter, Metallgeflecht oder der mindestens einen Metallfolie zu gewährleisten.

Zusätzlich oder anstelle der bereits oben beschriebenen elektromagnetischen Abschirmmittel können die elektromag- netischen Abschirmmittel auch einen den Innenraum des Gehäuses umgebenden Gehäuseabschnitt umfassen, der aus elektrisch leitfähigem Kunststoff besteht.

Der vorgenannte, aus elektrisch leitfähigem Kunststoff bestehende Gehäuseabschnitt bildet vorteilhafterweise ei- ne Auflagefläche für die mindestens eine elektrische Kontaktfläche aus, um auf einfache Weise eine elektrische Anbindung dieses Gehäuseabschnitts an das Massebezugspotential der Betriebsschaltung zu ermöglichen.

Eine oder mehrere der erfindungsgemäßen Beleuchtungsein- heiten werden vorzugsweise als Lichtquelle in einem Fahrzeugscheinwerfer verwendet, um beispielsweise das Nebellicht oder Tagfahrlicht zu generieren. III. Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele

Nachstehend wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 Eine Abbildung aller Komponenten der Beleuch- tungseinheit gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer auseinander gezogenen Darstellung der Beleuchtungseinheit

Figur 2 Eine Seitenansicht des Gehäuses der in Figur 1 abgebildeten Beleuchtungseinheit

Figur 3 Eine Vorderansicht des in Figur 2 abgebildeten Gehäuses

Figur 4 Eine Rückansicht des in den Figuren 2 und 3 abgebildeten Gehäuses

Figur 5 Eine Seitenansicht der metallischen Wärmesenke der in Figur 1 dargestellten Beleuchtungseinheit

Figur 6 Eine Vorderansicht der in Figur 5 abgebildeten metallischen Wärmesenke

Figur 7 Eine perspektivische Darstellung der in den Fi- guren 5 und 6 abgebildeten metallischen Wärmesenke

Figur 8 Eine Seitenansicht der Primäroptik der in Figur 1 dargestellten Beleuchtungseinheit Figur 9 Eine perspektivische Darstellung der in Figur 1 abgebildeten Beleuchtungseinheit im montierten Zustand aller ihrer Komponenten

Figur 10 Eine perspektivische Darstellung der Montage- platine und des Leuchtdiodenchips der in Figur

9 abgebildeten Beleuchtungseinheit

Figur 11 Einen Querschnitt durch die in Figur 9 abgebildete Beleuchtungseinheit in schematischer Darstellung

Figur 12 Eine schematische, teilweise geschnittene Darstellung der Wärmesenke und der Montageplatine der in Figur 11 abgebildeten Beleuchtungseinheit

Figur 13 Eine perspektivische Darstellung der Beleuch- tungseinheit gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung

Figur 14 Einen Querschnitt durch die in Figur 13 abgebildete Beleuchtungseinheit

Die Beleuchtungseinheit gemäß dem ersten Ausführungsbei- spiel der Erfindung besitzt ein als Kunststoffspritzguss- teil ausgebildetes Gehäuse 200, eine metallische Wärmesenke 100 aus Aluminium, einen Dichtring 300 aus Gummi oder Silikon, eine Montageplatine 400 mit darauf angeordneten elektrischen Komponenten (nicht abgebildet) und Leiterbahnen (nicht abgebildet) sowie Kontaktflächen (nicht abgebildet) , eine Leuchtdiodeneinrichtung 500 und eine Primäroptik 600. Die Figur 1 zeigt eine auseinander gezogene Darstellung der Beleuchtungseinheit mit ihren einzelnen Komponenten. Im Folgenden werden die vorgenannten Komponenten dieser Beleuchtungseinheit und ihr Zusammenwirken näher beschrieben.

Insbesondere in den Figuren 2 bis 4 und 11 sind Details des Gehäuses 200 dargestellt. Das Gehäuse 200 ist einteilig und als Kunststoffspritzgussteil ausgebildet. Es besitzt einen hohlzylindrischen Gehäuseabschnitt 210 und einen als Stecker ausgebildeten Gehäuseabschnitt 230. Der hohlzylindrische Gehäuseabschnitt 210 weist eine kreiszylindrische Seitenwand 211 und einen Boden 212 auf. Die Innenseite des Bodens 212 und der kreiszylindrischen Seitenwand 211 ist mit einer Metallisierung 240 in Form einer Aluminiumbeschichtung versehen. Der hohlzylindrische Gehäuseabschnitt 210 besitzt einen Außendurchmesser von 50 Millimeter. Die kreiszylindrische Seitenwand 211 ist mit drei äquidistant entlang ihrer äußeren Mantelfläche und auf gleicher Höhe über dem Boden 212 angeordneten Erhebungen 213a, 213b, 213c versehen, die von der Mantel- fläche nach außen vorstehen und die als Justagemittel zur Ausrichtung der Beleuchtungseinheit im Fahrzeugscheinwerfer dienen. Insbesondere definieren diese drei Erhebungen 213a, 213b, 213c einen Referenzaußendurchmesser des hohl- zylindrischen Gehäuseabschnitts 210 für die Ausrichtung der Beleuchtungseinheit im Fahrzeugscheinwerfer. Durch die Erhebungen 213a, 213b, 213c wird die Wandstärke der kreiszylindrischen Seitenwand 211 in diesem Bereich erhöht und die Seitenwand 211 bildet dadurch eine Referenz für die Justage der Beleuchtungseinheit in einem opti- sehen System in der Leuchte. Die Oberkante 214 des hohl- zylindrischen Gehäuseabschnitts 210 ist mit drei äquidis- tant entlang des Umfangs des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 angeordneten Stegen 214a, 214b, 214c versehen. Diese drei Stege 214a, 214b, 214c bilden Ringsegmen- te, die an die Oberkante 214 der kreiszylindrischen Seitenwand 211 angeformt sind, auf einem Radius angeordnet sind und sich in Richtung der Zylinderachse der kreiszylindrischen Seitenwand 211 erstrecken. Die Breite dieser Stege 214a, 214b, 214c, das heißt, ihre Erstreckung in Umfangsrichtung der kreiszylindrischen Seitenwand 211, entspricht der Breite bzw. Erstreckung der Erhebungen 213a, 213b, 213c entlang der äußeren Mantelfläche der kreiszylindrischen Seitenwand 211. Die Stege 214a, 214b, 214c sind entlang des Umfangs der kreiszylindrischen Sei- tenwand 211 an denselben Stellen wie die Erhebungen 213a, 213b, 213c angeordnet. Die oberen Kanten der drei Stege 214a, 214b, 214c definieren eine Ebene, die senkrecht zur Zylinderachse des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 verläuft und als Referenzebene zur Ausrichtung der Leuchtdiodeneinrichtung 500 dient. Der als Stecker ausgebildete Gehäuseabschnitt 230 ist außermittig an den Boden 212 des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 an der Rückseite angeformt. Der Boden 212 weist einen kreisscheibenförmigen, koaxial zur Zylinderachse des hohlzy- lindrischen Gehäuseabschnitts 210 angeordneten Durchbruch 215 auf, durch den ein säulenartiger Abschnitt 110 der metallischen Wärmesenke 100 hindurchragt. Der Boden 212 ist an der Innenseite des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 mit drei Zapfen 216a, 216b, 216c ausgestat- tet, die äquidistant entlang des Randes des kreisscheibenförmigen Durchbruchs 215 angeordnet sind und sich pa- rallel zur Richtung der Zylinderachse des hohlzylindri- schen Gehäuseabschnitts 210 erstrecken. Diese Zapfen 216a, 216b, 216c liegen an einem kreiszylindrischen Teilabschnitt 111 des säulenartigen Abschnitts 110 der metal- lischen Wärmesenke 100 an und dienen zur Ausrichtung der metallischen Wärmesenke 100 in dem Kunststoffgehäuse 200. Insbesondere gewährleisten die Zapfen 216a, 216b, 216c einen spielfreien Sitz der metallischen Wärmesenke 100 in dem Gehäuse 200 und verhindern Bewegungen der metalli- sehen Wärmesenke 100 in allen Richtungen senkrecht zur Zylinderachse des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210. Der Boden 212 ist an der Innenseite mit drei weiteren Zapfen 217 versehen, die sich ebenfalls parallel zur Zylinderachse des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 erstrecken und zur Fixierung der Montageplatine 400 dienen. Insbesondere ragen die verjüngten Enden dieser Zapfen 217 durch Durchbrüche 401 in der Montageplatine 400 hindurch und werden an der Oberseite, das heißt, an der vom Boden 212 abgewandten Seite der Montageplatine 400 heiß verstemmt. Die kreiszylindrische Seitenwand 211 besitzt an ihrer Innenseite einen ringförmigen Kragen 218, auf dem der Dichtungsring 300 und die Montageplatine 400 aufliegen (Fig. 11) . Die Metallisierung 240 der Innenseite der Seitenwand 211 erstreckt sich vom Boden 212 bis zur Höhe des Kragens 218 und erstreckt sich zusätzlich auch auf die vom Kragen 218 gebildete Auflagefläche für die Montageplatine 400. Der Boden 212 ist außerdem mit zwei hohlen Stegen 219, 220 ausgestattet, die sich parallel zur Zylinderachse des hohlzylindrischen Gehäuseab- Schnitts 210 erstrecken und diametral am Rand des kreisscheibenförmigen Durchbruch 215 angeordnet sind. Diese Stege 219, 220 dienen zur Fixierung der Primäroptik 600. In dem Hohlraum der Stege 219, 220 sind Vorsprünge 229a, 229b angebracht, hinter denen die Halterung 610, 620 der Primäroptik 600 einrastet. Aus dem Boden 212 ragen mehre- re Metallstifte 221, 222, die mit im Stecker 230 eingebetteten elektrischen Anschlüssen der Beleuchtungseinheit elektrisch leitend verbunden sind und die durch Durchbrüche 402 in der Montageplatine 400 hindurchragen und mit Leiterbahnen oder Kontaktflächen auf der Montageplatine 400 verlötet oder verschweißt oder mittels Pressfit oder Einpresszone kontaktiert sind. Die elektrischen Anschlüsse sind ferner mit metallischen Kontaktstiften 222 verbunden, die aus dem Kunststoffmaterial des Steckers 230 herausragen und an der Rückseite der Beleuchtungseinheit bzw. des als Stecker ausgebildeten Gehäuseabschnitts 230 zugänglich sind. Der Boden 212 besitzt an der Außenseite bzw. Rückseite des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 eine passgerechte Aussparung 223 für einen scheibenförmigen Abschnitt 120 der metallischen Wärmesenke 100. Diese Aussparung 223 wird von einem kreisbogenförmigen Wandabschnitt 224 und einem geradlinig verlaufenden Wandabschnitt 225 begrenzt. Mittels dieser nicht-rotationssymmetrischen Geometrie der Aussparung 223 und des scheibenförmigen Abschnitts 120 der metallischen Wärmesenke 100 wird eine Verdrehsicherung verwirklicht, die Rotationen der metallischen Wärmesenke 100 um die Achse ihres zylindrischen Teilabschnitts 111 in dem Durchbruch 215 im Boden 212 des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 verhindert. Im Boden 212 befinden sich an der Rückseite bzw. Außenseite des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 drei ringförmig und äquidistant angeordnete Gewinde- buchsen 226, die derart im Kunststoffmaterial des Gehäuseabschnitts 210 eingebettet und verankert sind, dass ihr Schraubgewinde zum Anschrauben eines externen Kühlsystems zugänglich ist. An der Rückseite des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 ist ferner ein Druckausgleichsloch 227 angebracht, das insbesondere bei geschlossenen Systemen einen Druckausgleich im Fahrzeugscheinwerfer ermöglicht. Dieses Druckausgleichsloch 227 ist optional und kann mittels einer Druckausgleichsmembran (nicht abgebil- det) abgedeckt werden. Von der Außenseite der kreiszylindrischen Seitenwand 211 stehen zwei Referenznasen 228 ab, die als Referenz für die Ausrichtung der Beleuchtungseinheit im Fahrzeugscheinwerfer dienen. Insbesondere definieren diese Referenznasen 228 eine eindeutige Ein- baulage der Beleuchtungseinheit im Fahrzeugscheinwerfer.

Details der metallischen Wärmesenke 100 sind in den Figuren 5 bis 7 abgebildet. Sie ist einteilig ausgebildet und besteht aus Aluminium. Die metallische Wärmesenke 100 besteht aus einem säulenartigen Abschnitt 110 und einem scheibenförmigen Abschnitt 120, der an einem Ende des säulenartigen Abschnitts 110 angeformt ist. Die von dem säulenartigen Abschnitt 110 abgewandte Rückseite 120a des scheibenartigen Abschnitts 120 der metallischen Wärmesenke 100 dient als Auflagefläche für ein externes Kühlsys- tem. Der säulenartige Abschnitt 110 weist einen kreiszylindrischen Teilabschnitt 111 auf, der unmittelbar an den scheibenförmigen Abschnitt 120 grenzt. Der Rand des scheibenförmigen Abschnitts 120 wird von einem kreisbogenförmigen Randabschnitt 121 und einem geradlinig ver- laufenden Randabschnitt 122 gebildet. Der geradlinig ver- laufende Randabschnitt 122 der Wärmesenke 100 liegt an dem geradlinig verlaufenden Wandabschnitt 225 in der Aussparung 223 an. Der säulenartige Abschnitt 110 der Wärmesenke 100 ragt durch den Durchbruch 215 im Boden 212 des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 und der kreiszylindrische Teilabschnitt 111 liegt spielfrei an den Zapfen 216a, 216b, 216c an. Der säulenartige Abschnitt 110 weist an seinem Ende eine parallel zum scheibenförmigen Abschnitt 120 verlaufende, ebene Montagefläche 112 auf, die durch zwei parallel zueinander verlaufende Seitenkanten 113, 114 begrenzt wird. Auf dieser Montagefläche 112 wird die Leuchtdiodeneinrichtung 500 mittels eines Bestückungsautomaten in wohl definierter Ausrichtung aufgeklebt. Zu beiden Seiten der Montagefläche 112 befinden sich jeweils eine parallel zur Montagfläche 112 verlaufend Oberfläche 115, 116, die in geringerer Höhe über dem scheibenförmigen Abschnitt 120 angeordnet sind und jeweils mit einer Vertiefung 117, 118 versehen sind. Der säulenartige Abschnitt 110 der Wärmesenke 100 ragt durch einen Durchbruch 403 in der Montageplatine 400 hindurch, so dass die Montagefläche 112 in der von den oberen Kanten der Stege 214a, 214b, 214c definierten Ebene liegt und die metallische Wärmesenke 100 wird in dieser Höhenlage mittels Kleber an dem Gehäuse 200 fixiert. In der als Langloch ausgebildeten Vertiefung 118 ist ein Temperatursensor angeordnet und mittels wärmeleitfähiger Paste an die Wärmesenke thermisch angekoppelt. Der Temperatursensor überwacht die Temperatur der Leuchtdiodeneinrichtung 500 während des Betriebs der Beleuchtungseinheit. In der anderen Vertiefung 117 ist eine Metallfeder 450 angeordnet, die mit Federwirkung gegen einen auf Massebezugs- Potential liegenden elektrischen Kontakt 411 auf der Montageplatine 400 drückt (Fig. 12) . Dadurch ist die metallische Wärmesenke 100 mit dem Massebezugspotenzial elektrisch verbunden.

Der Dichtungsring 300 besteht aus Gummi oder Silikon und liegt auf dem Kragen 218 an der Innenseite der kreiszylindrischen Seitenwand 211 auf. Er dient zur Abdichtung der Beleuchtungseinrichtung in einem Fahrzeugscheinwerfer oder einer Leuchte.

Die Montageplatine 400 ist kreisscheibenförmig ausgebildet und besitzt einen zentralen Durchbruch 403, durch den der säulenartige Abschnitt 110 der metallischen Wärmesenke 100 mit der darauf fixierten Leuchtdiodeneinrichtung 500 hindurchragt. Die Montageplatine 400, die kreiszy- lindrische Seitenwand 211 und der Boden 212 des hohlzy- lindrischen Gehäuseabschnitts 210 bilden einen Innenraum. Auf der dem Innenraum zugewandten Rückseite 420 der Montageplatine 400 sind elektrische Komponenten (nicht abgebildet) einer Betriebsschaltung zum Betreiben der Leucht- diodenanordnung 500 angeordnet und gegebenenfalls durch Leiterbahnen, die ebenfalls auf der Montageplatine 400 angeordnet sind, miteinander verbunden. Auf der Vorderseite 430 der Montageplatine 400 sind Leiterbahnen (nicht abgebildet) und elektrische Kontaktflächen (nicht abge- bildet) zum Kontaktieren der Leuchtdiodeneinrichtung 500 sowie gegebenenfalls weitere Komponenten der Betriebsschaltung angeordnet, die während ihres Betriebs keine hochfrequenten Störsignale verursachen können. Die Montageplatine 400 ist vielschichtig ausgebildet und besitzt zusätzlich zu den Leiterbahnen auf der Vorderseite und Rückseite eine innere Metallschicht 410, die im elektrisch isolierenden Material der Montageplatine 400 eingebettet und mit dem Massebezugspotential der Betriebsschaltung für die Leuchtdiodeneinrichtung 500 verbunden ist, um die elektromagnetische Verträglichkeit der Beleuchtungseinheit zu erhöhen. Die vorgenannte innere, auf Massebezugspotential liegende Metallschicht 410 erstreckt sich über die gesamte Ausdehnung bzw. den gesamten Durchmesser der Montageplatine 400 und bildet zusammen mit der oben beschriebenen Metallisierung 240 auf der Innenseite des Bodens 212 und der Seitenwand 211 eine elektromagnetische Abschirmung des Innenraums des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 der Beleuchtungseinheit gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Montagepla- tine 400 besitzt eine ringförmige elektrische Kontaktfläche 440, die elektrisch leitend mit der inneren, auf Massebezugspotential liegenden Metallschicht 410 verbunden ist. Die ringförmige elektrische Kontaktfläche 440 ist zumindest auf der dem Boden 212 zugewandten Seite 420 der Montageplatine auf der Oberfläche der Montageplatine 400 angeordnet und liegt an der metallisierten Auflagefläche des Kragens 218 an, so dass die Metallisierung 240 des Kragens 218 und der Innenseite von Boden 212 und Seitenwand 211 elektrisch leitend mit der inneren Metallschicht 410 und dem Massebezugspotential der Betriebsschaltung verbunden ist. Vorzugsweise erstreckt sich die ringförmige elektrische Kontaktfläche 440 über den Rand der Montageplatine 400 zusätzlich auch auf die andere, vom Boden 212 abgewandte Seite 430 der Montageplatine 400. In Figur 10 ist diese Erstreckung der ringförmigen elektrischen Kontaktfläche 440 auf die Seite 430 der Montageplatine 400 schematisch dargestellt. Durch Bohrungen in der Montageplatine 400 ragen vier Metallstifte 221, 222 hindurch, die als elektrische Kontaktstifte dienen. Die ringförmige elektrische Kontaktfläche 440, die als metal- lische Beschichtung, insbesondere als Kupferleiterbahn ausgebildet ist, erstreckt bis zu einem der beiden außen liegenden Metallstifte 222. Der Metallstift 222 durchbohrt sowohl die ringförmige elektrische Kontaktfläche 440 als auch die innere Metallschicht 410 der Montagepla- tine 400 und stellt dadurch eine elektrisch leitende Verbindung zwischen der ringförmigen elektrischen Kontaktfläche 440 und der inneren Metallschicht 410 her. Die auf Massebezugspotenzial liegende innere Metallschicht 410 der Montageplatine 400 ist somit mittels des Metallstifts 222 zumindest zu einer Seite 430 der Montageplatine 400, vorzugsweise aber zu beiden Seiten 420, 430 der Montageplatine 400 durchkontaktiert . Anstelle des Metallstifts 222 können auch sogenannte Vias in der Montageplatine genutzt werden, um eine elektrische leitende Verbindung zwischen der inneren Metallschicht 410 der Montageplatine und der ringförmigen Kontaktfläche 440 herzustellen.

Vorzugsweise liegt zusätzlich auch die metallische Wärmesenke 100 auf Massebezugspotential, um die elektromagnetische Abschirmung weiter zu verbessern oder um über die Rückseite 120a des scheibenförmigen Abschnitts 120 der metallischen Wärmesenke 100 andere Komponenten der Leuchte oder des Fahrzeugscheinwerfers, in den die Beleuchtungseinheit eingesetzt ist, an das Massebezugspotential der Betriebsschaltung anzukoppeln. Dadurch kann die elektromagnetische Abschirmung auf die gesamte Leuchte oder den gesamten Fahrzeugscheinwerfer ausgedehnt werden.

Die innere Metallschicht 410 ist auch zur elektrischen Kontaktfläche 411 auf der Rückseite 420 der Montageplati- ne 400 durchkontaktiert, an der die in der Vertiefung 117 der metallischen Wärmesenke 100 angeordnete Metallfeder 450 mit Klemmsitz und Federwirkung anliegt. Die Metallfeder 450 besteht aus einem Draht, der schraubenlinienartig gewunden ist. Beispielsweise besteht die elektrisch lei- tende Metallfeder 450 aus Federstahl oder Kupfer. Mit Hilfe der Metallfeder 450 ist die metallische Wärmesenke 100 über die Kontaktfläche 411 und die innere Metallschicht 410 der Montageplatine 400 mit dem Massebezugspotenzial der Betriebsschaltung elektrisch leitend verbun- den. Anstelle der in Figur 12 abgebildeten schraubenlinienartige Metallfeder 450 kann auch eine metallische Blattfeder verwendet werden.

Die auf der Rückseite 420 der Montageplatine 400 montierten Komponenten (nicht abgebildet) der Betriebsschaltung sind in dem Innenraum, der von der Seitenwand 211 und der Montageplatine 400 gebildet wird, angeordnet. Dadurch bilden die innere Metallschicht 410 der Montageplatine 400 und die Metallisierung 240 auf der Innenseite des Bodens 212 und der Seitenwand 211 des hohlzylindrischen Ge- häuseabschnitts 210 eine elektromagnetische Abschirmung für die auf der Rückseite 420 der Montageplatine 400 montierten Komponenten der Betriebsschaltung. Um keine hochfrequenten elektromagnetischen Störsignale über die elektrischen Leitungen und Anschlüsse der Beleuchtungs- einheit nach außen zu leiten, weist die Betriebsschaltung an ihrem Spannungseingang ein Filter für hochfrequente Signale auf, beispielsweise ein Tiefpassfilter oder ein Bandpassfilter, um Störsignale mit Frequenzen größer 0,15 MHz zu dämpfen.

Die Montageplatine 400 ist mit drei Bohrungen 401 versehen, die ringsum den zentralen Durchbruch 403 angeordnet sind. Nach ihrer Montage sitzt die Montageplatine 400 auf den Zapfen 217 auf, so dass deren verjüngte Enden durch die Durchbrüche 401 hindurchragen. Durch Heißverstemmen der verjüngten Enden der Zapfen 217 wird die Montageplatine 400 am Gehäuse 200 fixiert. Die Montageplatine 400 besitzt außerdem vier weitere Bohrungen 402, die an ihrem Rand, oberhalb des als Stecker ausgebildeten Gehäuseabschnitts 230 angeordnet sind und durch die die Metall- stifte 221, 222 hindurchragen, um eine elektrisch leitende Verbindung zu Kontaktflächen auf der Vorderseite der Montageplatine 400 zu ermöglichen. Der zentrale Durchbruch 403 in der Montageplatine 400 ist so gestaltet, dass auch Halterungen 610, 620 der Primäroptik 600 durch den Durchbruch 403 hindurchragen und in die hohlen Stege 219, 220 eingreifen können.

Die Leuchtdiodeneinrichtung 500 besteht aus fünf Leuchtdiodenchips, die auf einer Trägerplatte in einer Reihe angeordnet und von den Wänden eines Rahmens umgeben sind. Diese Leuchtdiodenchips sind mit einer Leuchtstoffbe- schichtung (Chip-Layer-Coating) versehen, die das von den Leuchtdiodenchips generierte blaue Licht teilweise in Licht anderer Wellenlängen konvertiert, so dass die Beleuchtungseinheit während ihres Betriebs weiß erscheinen- des Licht emittiert. Bei den Leuchtdiodenchips handelt es sich beispielsweise um Dünnfilm-Leuchtdiodenchips, deren Grundprinzip beispielsweise in der Druckschrift I. Schnitzer et al . , Appl . Phys . Lett. 63 (16), 18. Oktober 1993, 2174-2176 beschrieben ist. Die Leuchtdiodeneinrich- tung 500 ist elektrisch leitend mit elektrischen Kontakten auf der Montageplatine 400 verbunden und wird mit Hilfe der Betriebsschaltung, deren Komponenten auf der Montageplatine 400 angeordnet sind, betrieben. Die Betriebsschaltung versorgt die Leuchtdiodenchips der Leuchtdiodeneinrichtung 500 mit Strom und ermöglicht mit Hilfe des bereits oben erwähnten Temperatursensors eine Regelung der elektrischen Leistungsaufnahme der Leuchtdiodeneinrichtung 500 in Abhängigkeit von der Temperatur der Leuchtdiodeneinrichtung 500. Im Fall einer drohenden Überhitzung der Leuchtdiodeneinrichtung 500 kann beispielsweise der von der Betriebsschaltung bereitgestellte Strom für die Leuchtdiodeneinrichtung 500 reduziert werden. Der Temperatursensor kann zu diesem Zweck beispielsweise als temperaturabhängiger Widerstand, insbesondere als NTC-Widerstand mit negativer Temperaturcharakteristik, ausgebildet sein.

Bei der Primäroptik 600 handelt es sich um eine durchsichtige, kuppelartige Abdeckung der Leuchtdiodeneinrichtung 500 aus Kunststoff oder Glas. Die Primäroptik 600 weist zwei hakenförmige Halterungen 610, 620 auf, die in die hohlen Stege 219, 220 eingeführt werden und deren Haken 611, 621 dort hinter den Vorsprüngen 229a, 229b einrasten. Der Steg 220 ist mit einem Langloch versehen, das einen ovalen Querschnitt besitzt, während der Steg 219 einen Hohlraum mit kreisförmigem Rand besitzt. Dadurch kann auch für die Primäroptik 600 eine eindeutige Orientierung vorgegeben werden. Das ist von Bedeutung, wenn die durchsichtige kuppelartige Abdeckung 600 durch eine Primäroptik mit Licht lenkenden Eigenschaften ersetzt wird. Allerdings kann die kuppelartige Abdeckung 600 auch entfallen oder durch eine Primäroptik mit Abbildungseigenschaften oder Lichtleitereigenschaften ersetzt werden, die das Licht von der Leuchtdiodeneinrichtung in vorgegebene Raumrichtungen lenkt oder bündelt.

In Figur 9 ist die Beleuchtungseinrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung im montierten Zustand aller ihrer Einzelteile dargestellt.

Die Beleuchtungseinheit gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren 13 und 14 schema- tisch abgebildet. Sie unterscheidet sich von der Beleuchtungseinheit gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen nur durch die elektromagnetischen Abschirmmittel und die Form des Dichtungsrings. In allen anderen Details stimmen die Beleuchtungseinheiten gemäß dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel überein. Daher werden in den Figuren 13 und 14 für Komponenten der zweiten Beleuchtungseinheit, die identisch zu den entsprechenden Komponenten der ersten Beleuchtungseinheit sind, dieselben Bezugszeichen wie in den Figuren 1 bis 12 verwendet.

Anstelle der Aluminiumbeschichtung 240 der Innenseite des Bodens 212, der Seitenwand 211 und der Auflagefläche des Kragens 218 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinheit wird bei der Beleuchtungseinheit gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ein als Tiefziehteil ausgebildetes, napfartig geformtes Metallblech 240', beispielsweise ein Aluminiumblech oder ein verzinktes Stahlblech oder ein Messingblech, als Abschirmmittel zusammen mit der elektrisch leitenden Me- tallschicht 410 der Montageplatine 400 verwendet. Das napfartig geformte Metallblech 240' liegt an der Innenseite des Bodens 212 und der Seitenwand 211 des hohlzy- lindrischen Gehäuseabschnitts 210 an. Außerdem besitzt das napfartig geformte Metallblech 240' eine ringförmige, parallel zum Boden 212 ausgerichtete Auflagefläche, auf der die Montageplatine 400 mit ihrer ringförmigen elektrischen Kontaktfläche 440 aufliegt. Ferner ist das napfartig geformte Metallblech 240' mit vielen Haken 241' versehen, die den Rand der Montageplatine 400 nach Art einer Bördelung umgreifen, so dass die Montagplatine 400 an dem napfartigen Metallblech 240' fixiert ist. Die an dem Metallblech 240' anliegende, ringförmige elektrische Kontaktfläche 440 der Montageplatine 400 stellt eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Metallblech 240' und der auf Massebezugspotential liegenden, inneren Metallschicht 410 der Montageplatine 400 her. Dadurch bilden das napfartig geformte Metallblech 240' und die innere Metallschicht 410 der Montageplatine 400 einen elektromagnetisch abgeschirmten Raum, in den die auf der Unterseite 420 der Montageplatine 400 montierten elektrischen Komponenten (nicht abgebildet) der Betriebsschaltung hineinragen. In den Figuren 13 und 14 wurde die ringförmige Kontaktfläche 440 der Einfachheit halber nicht dargestellt. Allerdings besitzt die in den Figuren 13 und 14 gezeigte Montageplatine 400 den in Figur 10 dargestellten Aufbau. Insbesondere erstreckt sich die ringförmige Kontaktfläche 440 über den Rand der Montageplatine 400 auf beide Seiten 420, 430 der Montageplatine 400. Zwischen der Seitenwand 211 und dem napfartig geformten Metallblech 240' sowie dem Rand der Montageplati- ne 400 ist ein Silikonring 300' angeordnet, der zur Abdichtung der Beleuchtungseinheit und einer kuppelartigen Sekundäroptik (nicht abgebildet) dient, die auf die Oberseite bzw. auf den Rand der Seitenwand 211 aufgesetzt wird. Der Silikonring 300' besitzt ein L-förmiges Profil und liegt auf dem Kragen 218 an der Innenseite des hohl- zylindrischen Gehäuseabschnitts 210 des Kunststoffgehäu- ses 200 der Beleuchtungseinheit auf.

Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die oben näher erläuterten Ausführungsbeispiele der Erfindung. Bei- spielsweise kann anstelle der Metallisierung 240 der Innenseite des hohlzylindrischen Gehäuseabschnitts 210 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung und des napfartig geformten Metallblechs 240' gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung als Abschirmmittel der hohlzylindrische Gehäuseabschnitt 210 aus elektrisch leitfähigem Kunststoff gefertigt sein, um zusammen mit der inneren Metallschicht 410 der Montageplatine 400 eine elektromagnetische Abschirmung des Gehäuseinnenraums zu gewährleisten. In diesem Fall bestehen der hohlzylindri- sehe Gehäuseabschnitt 210 und der als Stecker ausgebildete Gehäuseabschnitt 230 aus unterschiedlichen Kunststoff- materialen, da für den als Stecker ausgebildeten Gehäuseabschnitts 230 aufgrund der darin eingebetteten elektrischen Anschlüsse ein elektrisch isolierendes Material er- forderlich ist. Trotzdem können beide Gehäuseabschnitte 210 und 230 als unlösbar miteinander verbundene Kunststoffspritzgussteile gefertigt werden.