KLEINDORP, Markus (Eichenweg 11, Seewald, 72297, DE)
WÖRNER, Christoph (Kniebisweg 13, Baiersbronn, 72270, DE)
KLEINDORP, Markus (Eichenweg 11, Seewald, 72297, DE)
Patentansprüche :
1 . Fadenliefergerät ( 1 )
mit einer ersten Welle (12) , die als zylindrisches, in Längsrichtung naht- und fugenlos durchgehend ausgebildetes Element ausgebildet ist,
mit einer zweiten Welle (13), die als zylindrisches, in Längsrichtung naht- und fugenlos durchgehend ausgebildetes Element ausgebildet ist,
mit einem horizontal geteilten Gehäuse (5) , in dem die erste und die zweite Welle (12, 13) parallel zueinander angeordnet drehbar gelagert sind, um gemeinsam eine erste und eine zweite Garnspule aufzunehmen, und
mit einer Antriebseinrichtung, zu der ein in dem Gehäuse (5) angeordnetes Getriebe (15) zum Antrieb der beiden Wellen (12, 13) gehört.
2. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Welle (12, 13) jeweils über ihre gesamte Länge einen konstanten Durchmesser aufweisen.
3. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der ersten und/oder der zweiten Welle (12, 13) eine Lageranordnung gehalten ist.
4. Fadenliefergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zu der Lageranordnung zwei Kugellager (26, 27; 28, 29) gehören, die jeweils axial unverschiebbar gehalten sind.
5. Fadenliefergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder die zweite Welle (12, 13) zur axialen Sicherung der Kugellager (26, 27; 28, 29) mit Materialaufwerfungen (34, 35) versehen ist.
6. Fadenliefergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialaufwerfuhgen (34, 35) durch Körnerpunkte (32, 33) gebildet werden.
7. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der ersten und/oder der zweiten Welle (12, 13) jeweils ein gezahntes Element (30, 31) gehalten ist, das mit wenigstens einem Zahnriemen (42, 43) kämmt.
8. Fadenliefergerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Elemente (30) mit zwei Zahnriemen (42, 43) kämmt.
9. Fadenliefergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Zahnriemen (42, 43) eine Bordscheibe (43a) angeordnet ist.
10. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bordscheibe (43a) eine öffnung mit gezahntem Rand aufweist, der mit den Zähnen des Elements (30) in Eingriff steht.
11. Fadenliefergerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur drehfesten Kupplung des Elements (30) mit der Welle eine Rastkupplung (36) vorgesehen ist.
12. Fadenliefergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkupplung (36) mit einer Sperreinrichtung versehen ist.
13. Fadenliefergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkupplung (36) durch wenigstens ein an dem Element (30) beweglich gelagertes und durch Federwirkung radial auf die Welle hin gespanntes Element (37) gebildet ist, dem eine in der " Welle (12) vorgesehene Ausnehmung (38) zugeordnet ist.
14. Fadenliefergerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (38) eine Sackbohrung ist.
15. Fadenliefergerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Element ein an einem federnden, sich in Axialrichtung erstreckenden Finger vorgesehener Vorsprung ist.
16. Fadenliefergerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung ein axial über die Rast- kupplung (36) schiebbarer Sicherungsring (41) ist.
17. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (15) eine vorzugsweise senkrecht angeordnete, aus dem Gehäuse (5) ragende Eingangswelle
(47) aufweist, die ein Zahnrad (46) trägt, das mit einem weiteren Zahnrad (45) einen Winkeltrieb bildet, der seinerseits über einen Zahnriemen (43) mit einer der Wellen (12) verbunden ist.
18. Fadenliefergerät nach Anspruch 170, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Zahnrad (45) auf dem Außenring eines Kugellagers sitzt, dessen Innenring von einem in dem Gehäuse (5) angeordneten Zapfen (54) getragen ist.
19. Fadenliefergerät (1)
mit einer ersten Welle (12) und mit einer zweiten Welle (13) und mit einem Gehäuse (5) , in dem die erste und die zweite Welle (12, 13) parallel zueinander angeordnet drehbar gelagert sind, um gemeinsam eine erste und eine zweite Garnspule aufzunehmen, und
mit einem Antriebsmotor (50) , der an dem Gehäuse (5) gehalten und über ein in dem Gehäuse (5) angeordnetes Getriebe (15) mit den beiden Wellen (12, 13) verbunden ist.
20. Fadenliefergerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (50) an einer in Einbaulage nach unten weisenden Seite des Gehäuses (5) angeordnet ist .
21. Fadenliefergerät nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (50) in Einbaulage eine in einer Vertikalebene angeordnete Abtriebswelle aufweist.
22. Fadenliefergerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (50) an seiner Abtriebswelle ein Zahnrad (52) trägt, das mit einem weiteren Zahnrad (45) einen Winkeltrieb bildet, der seinerseits über einen Zahnriemen (43) mit einer der Wellen (12) verbunden ist.
23. Fadenliefergerät nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Zahnrad (45) auf dem Außenring eines Kugellagers sitzt, dessen Innenring von einem in dem Gehäuse (5) angeordneten Zapfen (54) getragen ist.
24. Fadenliefergerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (50) in dem Gehäuse (5) angeordnet ist.
25. Fadenliefergerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (50) ein Synchronmotor oder ein Schrittmotor ist.
26. Fadenliefergerät nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor (50) aus einer Wechselspannungsversorgung mit variabler Frequenz gespeist wird.
27. Fadenliefergerät nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass alle Antriebsmotoren (50) mehrerer baugleicher Fadenliefergeräte, die als Gruppe an einer Textilmaschine montiert sind, aus der gleichen Wechselspannungsquelle betrieben sind, um zueinander synchron zu laufen.
28. Fadenliefergerät nach Anspruch 1 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (12, 13) einen Durchmesser von 12 mm aufweisen.
29. Fadenliefergerät (1)
mit einer ersten Welle (12) und mit einer zweiten Welle (13) und mit einem Gehäuse (5) , in dem die erste und die zweite Welle (12, 13) parallel zueinander angeordnet drehbar gelagert sind, um gemeinsam eine erste und eine zweite Garnspule aufzunehmen, und
mit einer Abdeckhaube (16) , die aus einer flexiblen Kunststofffolie oder -platte besteht.
30. Fadenliefergerät nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie oder -platte in entspanntem Zustand im Wesentlichen eben ist.
31. Fadenliefergerät nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie oder -platte im Einsatz in eine zu den Wellen (12, 13) parallele Achse gebogen ist.
32. Fadenliefergerät nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie oder -platte im Einsatz in einer zu den Wellen (12, 13) parallelen Richtung gerade ist.
33. Fadenliefergerät nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie oder -platte im Einsatz im Wesentlichen zylindrisch gewölbt ist.
34. Fadenliefergerät nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie oder -platte an ihren Stirnkanten mit einer Verstärkung (17, 18) versehen ist.
35. Fadenliefergerät nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie oder -platte im Einsatz an einem Gestell (19) fixiert ist, das mit dem Gehäuse (5) verbunden ist .
36. Fadenliefergerät nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (19) mit dem Gehäuse (5) durch eine Rastverbindungseinrichtung verbunden ist.
37. Fadenliefergerät nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststofffolie oder -platte im Einsatz von den Wellen (12, 13) getragene Garnspulen überspannt und stirnseitig überragt, die Stirnseiten der Garnspulen jedoch frei lässt.
38. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, 19 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) aus einem Kunststoffmaterial ohne Faseranteil besteht.
39. Fadenliefergerät nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (5) eine Befestigungsklemme (4) ausgebildet ist, die eine verstärkende Metalleinlage (52) aufweist.
40. Fadenliefergerät nach Anspruch 19 und 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Metalleinlage (52) in thermischer Verbindung zu dem Antriebsmotor (50) steht, um diesen zu kühlen.
41. Fadenliefergerät nach Anspruch 1 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (5) ein Wendegetriebe
(48) angeordnet ist, zu dem ein auf einer Vertikalachse (47) vertikal verstellbar gelagertes Ritzel (46) und ein Tellerrad (45) mit horizontaler Drehachse gehören.
42. Fadenliefergerät nach Anspruch 41, dadurch gekennzeichnet, dass das Tellerrad (45) eine geradzahlige Zähnezahl aufweist .
43. Fadenliefergerät nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge des Ritzels (46) mit dem Durchmesser des Tellerrads (45) übereinstimmt.
44. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, 19 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (12, 13) mit einem Erdungsleiter verbunden sind.
45. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, 19 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass alle mit dem Faden in Berührung kommenden Teile mit einem Erdungsleiter verbunden sind.
46. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, 19 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (5) an einem einer Gehäuseklemme (4) abgewandten Ende eine Signallampe angeordnet ist .
47. Fadenliefergerät nach Anspruch 1 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellen (12, 13) von einer Riemenscheibe (14) angetrieben sind, deren Abstand von dem Gehäuse (5) geringer ist als deren Breite.
48. Fadenliefergerät nach Anspruch 1, 19 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (5) unmittelbar im Anschluss an kreisförmige Durchbrüche, durch die sich die Wellen (12, 13) erstrecken und deren Durchmesser mit dem Durchmesser der Wellen (12, 13) übereinstimmt, längliche Vertiefungen ausgebildet sind. |
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Verbessertes Fadenabrollgerät
Die Erfindung betrifft ein Fadenliefergerät, wie es insbesondere zum Zuliefern von elastischen Fäden an fadenverbrauchende Maschinen, wie beispielweise Strickmaschinen, verwendet wird.
Zu diesem Zweck geeignete Fadenliefergeräte weisen in der Regel zwei zueinander parallel angeordnete, angetriebene Wellen auf, auf denen zumindest eine Garnspule ruht. Die Wellen sind in einem Träger gelagert und über ein Getriebe angetrieben. Der Getriebeeingang wird durch eine Riemenscheibe gebildet, die von einem an der Strickmaschine vorgesehenen antreibenden Riemen in Drehung versetzt wird. Ein solcher Stand der Technik ist beispielsweise aus der taiwanesischen Patentanmeldung Nr. 822 129 59 (TWGM 90131) bekannt.
Fadenliefergeräte werden für Strickmaschinen in großer Zahl benötigt und als Zulieferteile an Strickereien geliefert. Dabei werden die Fadenliefergeräte für den Versand in der Regel wenigstens soweit zerlegt, dass sie sich platzsparend verpacken lassen. Am Aufbauort müssen sie mit wenigen Handgriffen zuverlässig zusammengebaut werden können.
In der Regel sind die Wellen zur Aufnahme der Garnspulen mehrteilig ausgebildet. Dadurch kann jedoch der Rundlauf der Wellen beeinträchtigt werden. Während dies bei stark elastischen Fäden kaum nachteilige Folgen hat, können bei weniger elastischen Fäden durch Rundlauffehler der Wellen Fadenspannungsschwankungen periodischer Art auftreten, die die Qualität des zu erzeugenden Gestricks beeinträchtigen.
Zur Transporterleichterung demontierbare Fadenliefergeräte sind außerdem aus der EP 0742 304 Al bekannt. Diese Druckschrift offenbart Fadenliefergeräte mit zweischaligem Gehäuse, wobei eine untere Gehäuseschale die mit Lagern und Riemenscheiben versehenen Wellen aufnimmt, während die obere Gehäuseschale einen Deckel zur Fixierung der Lager bildet .
Es ist Aufgabe der Erfindung, den Aufbau des Fadenliefergerätes weiter im Sinne der Sicherheit der Montage durch laienhafte Benutzer zu verbessern, wobei das zum Versand erforderliche Verpackungsvolumen weiter gesenkt werden soll. Allgemein hat sich der Erfinder zum Ziel gesetzt, ein in seiner Funktion verbessertes und kostengünstiger herstellbares Fadenliefergerät zu schaffen.
Diese Aufgabe wird mit dem Fadenliefergerät nach Anspruch 1, nach Anspruch 19 und nach Anspruch 29 gelöst:
Das erfindungsgemäße Fadenliefergerät weist gemäß Anspruch 1 zwei Wellen zur Aufnahme wenigstens einer Fadenspule auf, wobei die Wellen zylindrisch in Längsrichtung naht- und fugenlos durchgehende Elemente sind. Die einteilig ausgeführte Welle kann aus einem abgelängten Normteil bestehen. Sie besteht beispielsweise aus Stahl, vorzugsweise einem Vollmaterial oder auch Hohlmaterial. Sie kann auf ganzer Länge, o- der lediglich an ihren äußeren Abschnitten, die zur Aufnahme von Garnspulen dienen, mit einer verschleißmindernden Be- schichtung und/oder einer gehärteten Oberfläche versehen sein. Die Wellen sind vorzugsweise glatt. Insbesondere im Bereich ihrer zur Aufnahme der Spule dienenden Abschnitte weisen sie weder Bohrungen noch Vertiefungen oder dergleichen auf. Damit wird sichergestellt, dass der Faden einer aufgenommen Garnspule auch dann nicht beschädigt wird, wenn er sehr empfindlich ist.
In Verbindung mit der Ausbildung des Gehäuses als zwei- schaliges im Wesentlichen horizontal geteiltes Gehäuse ergeben sich einfachste Montagemöglichkeiten, wobei Fehlmontagen, wie sie bei zusammengesetzten Wellen auftreten können, ausgeschlossen sind. Das horizontal geteilte Gehäuse macht es ü- berflüssig, vor Ort die Kugellager über die Enden der Wellen zu schieben. Beschädigungen, die entstehen könnten, wenn diese Montagemaßnahme unsachgemäß ausgeführt wird, sind auszuschließen, denn die Welle kann mit vormontierten Lagern ausgeliefert werden. Vor Ort ist dann lediglich die aus Welle, Riemenscheibe und Lagern bestehende Einheit von oben her in die untere Gehäuseschale einzulegen.
Die Lager, vorzugsweise Kugellager, sind auf den Wellen vorzugsweise im Klemm- oder Presssitz gehalten, wozu an den
Wellen Materialaufwerfungen vorgesehen sind. Solche können beispielsweise durch Körnerpunkte gebildet werden, wobei an jeder Welle für jedes Lager vorzugsweise zumindest zwei, besser jedoch drei oder vier Körnerpunkte, vorgesehen sind, die in gleichmäßigen Winkelabständen um den Umfang der Welle herum angeordnet sind. Dies ergibt einen guten Rundlauf der Wellen und gestattet es, die Kugellager bei der werkseitigen Montage über die Wellen zu schieben, ohne dass dadurch Beschädigungen der Wellenoberfläche hervorgerufen werden. Die Innenringe der Lager können einen Innendurchmesser aufweisen, der den Außendurchmesser der Wellen etwas übersteigt.
Des Weiteren ist es möglich, Kugellager und Welle mit thermischem Unterschied zu montieren, und dadurch nach thermischem Ausgleich einen Presssitz herbeizuführen. Auch können die Lager mit den Wellen verklebt werden.
Das zum Antrieb der Wellen dienende Getriebe umfasst vorzugsweise einen ersten Zahnriemen, der die Antriebsbewegung von einem Antrieb auf die erste Welle überträgt, sowie einen zweiten Zahnriemen, der die Antriebsbewegung von der ersten Welle zu der zweiten Welle überträgt. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die erste Welle mit einer Riemenscheibe versehen, die beide Zahnriemen aufnimmt, wobei zwischen den beiden Zahnriemen eine trennende Bordscheibe vorgesehen ist . Diese kann auf der Riemenscheibe axial beweglich gelagert und durch die Zahnriemen am Platz gehalten sein. Die Bordscheibe kann einen gezahnten Rand aufweisen, um mit der als Zahnrad ausgebildeten Riemenscheibe in formschlüssigem Eingriff zu stehen. Es ist auch möglich, den Rand der öffnung glatt auszubilden.
Das Zahnrad ist mit der Welle vorzugsweise über eine Rastkupplung verbunden, die beispielsweise durch einen Sperrring auf Dauer im eingekuppelten Zustand gehalten werden kann. Die Rastkupplung kann beispielsweise durch ein oder mehrere an dem Zahnrad ausgebildete Rastfinger gebildet sein, die in Sackbohrungen oder ähnliche Vertiefungen der Welle greifen. Durch den Sperrring können die sonst in Radialrichtung federnden Finger in einer radial inneren Position festgeklemmt werden, wodurch das Zahnrad dauerhaft drehfest mit der Welle verbunden ist .
Diese Verbindungstechnik ist montagefreundlich, sicher sowie kostengünstig.
Sowohl die Beschränkung auf ein einziges Zahnrad für beide Zahnriemen, als auch die Anwendung einer Bordscheibe, stellen eine sehr platzsparende Lösung dar, wodurch das Gehäuse, bezogen auf die Axialrichtung der Wellen, schmal ausgelegt werden kann. Dies führt zu einer Kosten- und Platzersparnis .
Das Fadenliefergerät kann, wie oben erwähnt, von einer riemengetriebenen Riemenscheibe, oder auch von einem Antriebsmotor, angetrieben sein. Es ist möglich, das Fadenliefergerät von vornherein nur für den Antrieb mittels Antriebs- raotor auszulegen. Alternativ ist es möglich, das Gehäuse so zu gestalten, dass es beispielsweise an seiner Unterseite eine Aufnahme für einen elektrischen Antriebsmotor und an seiner Oberseite einen Eingang für eine riemengetriebene Welle aufweist. So kann mit einem Gehäusetyp alternativ ein riemengetriebenes oder ein motorgetriebenes Fadenliefergerät hergestellt werden. Im Falle des Antriebes des Fadenliefergerätes durch einen Antriebsmotor ist es vorteilhaft, wenn dieser in
einer in Einbaulage nach unten weisenden Seite des Gehäuses angeordnet ist. In dieser Position stört der Antriebsmotor weder den manuellen Zugang zu den Spulen noch die Spulen selbst .
Der Antriebsmotor des Fadenliefergeräts kann als ein Synchronmotor oder als ein Schrittmotor, z.B. als permanenterregter Schrittmotor oder als Reluktanzschrittmotor ausgebildet sein. Der Antriebsmotor ist dann vorzugsweise ohne jede Positions-Rückmeldeeinrichtung ausgebildet. Er wird in offner Steuerschleife, d.h. ohne Positionsregelung betrieben. Sollten gelegentlich Schrittfehler auftreten, kann dies meist ohne weiteres toleriert werden. Der auf die Garnrollen einwirkende Fadenzug erzeugt ein Antriebsmoment, das der Entstehung von Schrittfehlern entgegenwirkt .
Der Antriebsmotor kann aus einer Wechselspannungsversorgungseinrichtung mit konstanter Frequenz gespeist werden, wenn der Fadenbedarf im Wesentlichen konstant ist. Zum Anlauf kann die Frequenz von Null auf den Sollwert allmählich gesteigert werden. Alternativ können die Schrittmotoren oder Synchronmotoren mit einem Mittel versehen sein, das einen a- synchronen Anlauf gestattet. Ein solches Mittel kann z.B. ein zu der Drehachse des Rotors konzentrischer Kurzschlussring oder ähnliches sein.
Der Antriebsmotor kann auch mit Betriebsspannungen betrieben werden, deren Frequenz nicht konstant ist. Die Frequenz der Betriebsspannung kann dazu genutzt werden, unterschiedliche Fadenliefermengen festzulegen. Es kann vorgesehen werden, dass alle Antriebsmotoren mehrerer baugleicher Fadenliefergeräte, die als Gruppe an einer Textilmaschine montiert sind, aus der gleichen Wechselspannungsquelle betrieben sind,
um zueinander synchron zu laufen. Eine zentrale elektronische Steuerung kann somit die Frequenz und die Drehzahl aller Antriebsmotoren vorgeben. Die Antriebsmotoren selbst haben dann keinerlei Elektronik. Die Geräte lassen sich somit einfach, kostengünstig und robust fertigen. Die so zusammengeschaltete Gruppe von Fadenliefergeräten mit Synchron- oder Schrittmotoren wird vorzugsweise einem besonderen Betriebsregime unterworfen. änderungen der Frequenz der VersorgungsSpannung werden immer so langsam durchgeführt, dass keiner der Schrittmotoren stehen bleibt. Sprungartige Frequenzänderungen werden vermieden. Der Wechsel von einer Frequenz auf eine andere erfolgt vorzugsweise mit einem s-förmigen übergang.
Der Antriebsmotor weist vorzugsweise eine in einer Vertikalebene angeordnete Antriebswelle auf, die über einen Winkeltrieb die in dem Gehäuse vorhandenen Zahnriemen antreibt . Zu dem Winkeltrieb gehört beispielsweise ein Tellerrad, das mit dem Tellerrad eines riemengetriebenen Fadenliefergerätes übereinstimmt . Auf diese Weise wird eine hohe Gleichteilezahl erreicht .
Das Tellerrad kann auf dem Außenring eines Kugellagers sitzen, dessen Innenring an einem in dem Gehäuse angeordneten Stift oder Zapfen gehalten ist. Dadurch wird die Anzahl der in dem Gehäuse zu lagernden Wellen minimiert. Der Stift kann von einem aus Metall bestehenden Trägerteil gehalten werden, das auch den Antriebsmotor hält und mit der Befestigungsklemme verbindet oder Teil derselben ist.
Eine weitere Verbesserung stellt die Abdeckhaube gemäß Anspruch 23 dar. Die Abdeckhaube war bisher teuer und großvo- lumig . Eine Verpackung und Versendung war sehr aufwendig. Die neue, aus einem flexiblen Kunststofffolienteil bestehende Ab-
deckhaube lässt sich platzsparendst versenden und erfüllt dennoch ihren Zweck. Dies, obwohl sie im Einsatz die von dem Fadenliefergerät aufgenommen Garnspulen im Wesentlichen lediglich oben überwölbt und die Stirnseiten der Garnspulen frei lässt. Ein überstand von beispielsweise 20 mm kann genügen, um zu verhindern, dass die in Strickereien abregnenden Flusen sich auf den Garnspulen niederschlagen. Auch ist es möglich, zur stirnseitigen Abdeckung der Garnspulen ebene E- lemente vorzusehen. Diese können von der unter dem Gehäuse sich in Querrichtung erstreckenden " Schiene getragen sein. Alternativ oder zusätzlich können solche Teile mit der Abdeckhaube verbunden werden oder an dem Gehäuse gesondert gehalten sein.
Vorzugsweise ist die Kunststofffolie durchsichtig ausgebildet, um den Blick auf die Garnspulen frei zu geben. Hingegen besteht das Gehäuse des Fadenliefergeräts vorzugsweise aus undurchsichtigem Kunststoff, wiederum vorzugsweise ohne Faseranteil. Dies ist kostengünstig und ermöglicht eine glatte Oberfläche, so dass das Gerät nicht mehr lackiert werden muss. Die Stabilität der Befestigungsklemme wird durch einen nachträglich eingebrachten Blechwinkel erreicht. Der Blechwinkel kann wie erwähnt zusätzlich der Befestigung des Motors dienen. über dem Blechwinkel ist auch eine Ableitung der vom Motor entwickelten Wärme möglich.
Wird das Fadenliefergerät mechanisch über eine Riemenscheibe und eine Welle angetrieben, kann es vorteilhaft sein, ein Wendegetriebe vorzusehen. Dieses kann beispielsweise durch eine vertikal verschiebbare Eingangswelle oder ein auf der Eingangswelle verschiebbares Ritzel abgebildet werden, das mit dem Tellerrad kämmt. Weist das Tellerrad eine geradzahlige Zähnezahl auf und übersteigt die axiale Länge des
Ritzels den Durchmesser des Tellerrads, ist es möglich, die Drehrichtung vom Vorwärts- zum Rückwärtslauf umzuschalten, ohne dass das Tellerrad zwischenzeitlich freigegeben wäre o- der gedreht werden müsste und ohne dass die Garnspulen während des Umschaltvorgangs eine Verdrehung erfahren.
Des Weiteren ist es vorteilhaft, die Wellen und/oder alle mit dem Faden in Berührung kommenden Teile mit einem Erdungs- leiter zu verbinden. Dieser kann die Neigung zur Fluseablage- rung weiter reduzieren.
Weiter wird es als vorteilhaft angesehen, an dem Gehäuse an dem von der Gehäuseklemme abgewandten Ende eine Signallampe anzuordnen. Diese kann Fehlfunktionen, wie beispielsweise Fadenbruch o.a., anzeigen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird als Signallampe zumindest eine selbstblinkende Leuchtdiode vorgesehen. Diese erreicht einen höheren Aufmerksamkeitswert als eine im Dauerbetrieb leuchtende Lichtquelle.
Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen, der Zeichnung oder der Beschreibung. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 das erfindungsgemäße Fadenliefergerät in einer ersten Ausführungsform und in perspektivischer Ansicht;
Fig. 2 Das Fadenliefergerät nach Fig. 1 in geöffnetem Zustand und in einer anderen Perspektive;
Fig. 3 eine Welle des Fadenliefergeräts mit Kugellager und Zahnrad;
Fig. 4 die Welle und das Zahnrad nach Fig. 3 in perspektivischer Darstellung;
Fig. 5 eine abgewandelte Ausführungsform des Fadenliefergeräts in perspektivischer Darstellung und
Fig. 6 das Fadenliefergerät nach Fig. 5 in geöffneter ausschnittsweiser Perspektivdarstellung .
In Fig. 1 ist ein Fadenliefergerät 1 veranschaulicht, das als Fadenabrollgerät dient. Es dient zur Zulieferung von e- lastischen oder unelastischen Fäden an Textilmaschinen, wie beispielsweise Strickmaschinen, Wirkmaschinen, Flachstrickmaschinen, Rundstrickmaschinen und dergleichen. Es kann zur Lieferung elastischer oder unelastischer Fäden dienen. Es wird beispielsweise auf einem ringförmigen Halter 2, einem sogenannten Maschinenring einer Rundstrickmaschine, befestigt. An diesem ringförmigen, einen Rechteckquerschnitt aufweisenden Halter ist außerdem ein Kabel 3 angeordnet, das Abstellleitungen, Signalleitungen, Steuerleitungen und Masseleitungen und dergleichen enthalten kann.
Eine an dem Fadenliefergerät 1 vorgesehene Befestigungsklemme 4 übergreift den Halter 2 und das Kabel 3 und dient der sicheren Lagerung des Fadenliefergeräts 1 an dem Halter 2. Von der Befestigungsklemme 4 erstreckt sich ein Gehäuse 5 weg, das als zweischaliges Kunststoffgehäuse mit einem oberen Gehäuseteil 6 und einem unteren Gehäuseteil 7 ausgebildet ist. Es ist somit horizontal entlang einer Fuge 8 geteilt und umschließt einen Innenraum. An dem unteren Gehäuseteil 7 ist eine vorzugsweise aus Metall oder auch aus Kunststoff bestehende Schiene 9 gehalten, die sich quer zu dem länglichen Gehäuse 5 erstreckt. Die Schiene 9 dient beispielsweise der Aufnahme von Begrenzungsstäben 10, 11, die durch Reiter auf der Schiene 9 gehalten sind und als gerade Stäbe nach oben ragen. Sie begrenzen die axiale Beweglichkeit von Garnspulen, die von Wellen 12, 13 aufzunehmen sind. Die Wellen 12, 13 sind untereinander im Wesentlichen gleich aufgebaut, das heißt sie weisen vorzugsweise gleiche Längen und Durchmesser auf und erstrecken sich parallel und im Abstand zueinander quer durch das Gehäuse 5, wobei sie vorzugsweise die Fuge 8 schneiden. Die beiden Wellen 12, 13 sind drehend antreibbar.
Dazu dient eine Riemenscheibe 14, die wie Fig. 2 veranschaulicht, über ein Getriebe 15 die beiden Wellen 12, 13 antreibt.
Zur Abdeckung der von den Wellen 12, 13 aufzunehmenden Garnspulen ist eine Haube 16 vorgesehen, die vorzugsweise durch eine flexible Kunststofffolie, beziehungsweise eine dünne flexible Kunststoffplatte, gebildet ist. Die Haube 16 weist z.B. einen rechteckigen Zuschnitt auf, wobei ihre Schmal- oder Stirnseiten mit Verstärkungen 17, 18, zum Beispiel in Form aufgeklebter halbrunder Stäbe aus Kunststoff oder Metall, versehen sein können. Zur Lagerung der im entspannten Zustand vorzugsweise ebenen Haube 16 dient ein Gestell 19, das zum Beispiel aus einem oder mehreren Drahtbügeln 20, 21 besteht, die mit dem Gehäuse 5 oder weiteren Drahtbügeln 22, 23 verbunden sind. Letztendlich sind die Enden der Drahtbügel 20, 21 beziehungsweise 22, 23, an dem Gehäuse 5 befestigt. Dazu können in dem Gehäuse 5 ausgebildete Sacklöcher dienen, in die abgewinkelte Enden der Drahtbügel 20, 21, 22, 23 fassen. Indem die betreffenden Löcher als Sacklöcher ausgebildet sind und somit keinen Zugang zu dem Innenraum des Gehäuses 5 gewähren, wird verhindert, dass sich der Innenraum des Gehäuses 5 allmählich mit Flusen füllt, wie es sonst der Fall ist. Zur Verbindung der Haube 16 mit dem Gestell 19 sowie zur Verbindung von Drahtbügeln 20, 21 mit weiteren Drahtbügeln 22, 23 des Gestells 19, können, wie Fig. 1 zeigt, Klemmen 24, 25 dienen. Beispielsweise ist die Klemme 24 mit der Verstärkung 18 verschraubt.
Wie Fig. 2 veranschaulicht, tragen beide Wellen 12, 13 jeweils zwei Kugellager 26, 27, 28, 29 und eine nach Art eines Ritzels ausgebildete gezahnte Riemenscheibe 30, 31. Fig. 3 veranschaulicht dazu die Welle 12 mit ihren Kugellagern 26,
27 und ihrer Riemenscheibe 30. Die Welle 13 und deren Kugellager 28, 29 sowie Riemenscheibe 31 sind vorzugsweise identisch aufgebaut. Jedoch sind die Wellen 12, 13, wie Fig. 2 zeigt, vorzugsweise gegensinnig in das untere Gehäuseteil 7 eingelegt .
Die Welle 12 ist über ihre gesamte axiale Länge, wie Fig. 3 zeigt, durchgehend zylindrisch mit konstantem Durchmesser und aus einheitlichem Material naht- und fugenlos ausgebildet. Die beiden Kugellager 26, 27 sitzen im Presssitz. Dies wird durch Körnerpunkte 32, 33 bewirkt, die jeweils dort wo die Innenringe der Kugellager 26, 27 sitzen, in gleichmäßigen Abständen um den Umfang der Welle herum angebracht sind. Jeder Körnerpunkt 32, 33 erzeugt einen Ringwall 34, 35 von radial nach außen verdrängtem Material, wodurch das Kugellager 26, 27, wenn es aufgeschoben wird, im Presssitz gehalten ist. Alternativ können die Kugellager 26, 27 auf die Welle 12 geklebt werden.
Die Riemenscheibe 30 ist vorzugsweise durch eine Rast- kupplung 36 mit der Welle 12 verbunden. Die Rastkupplung 36 besteht aus mindestens einem, vorzugsweise mehreren Fingern 37, deren Enden in öffnungen der Welle, wie beispielsweise eine Sackbohrung 38, greifen können. Die Finger 37 können in Radialrichtung flexibel sein und zugleich ein Federmittel bilden, das das Ende des Fingers auf die Welle 12 hin vorspannt. Fig. 4 veranschaulicht einen entsprechenden Finger 37, der sich in Axialrichtung von der Stirnseite der Riemenscheibe 30 weg erstreckt und einstückig mit diesem verbunden ist. Zu beiden Seiten des Fingers 37 können schalenförmige Abschnitte 39, 40 vorgesehen sein, die an der Umfangsflache der Welle 12 anliegen und deren radiale Dicke etwa der Dicke des Fingers 37 entspricht. Der Finger 37 und die schalenför-
migen Abschnitte 39, 40 definieren eine gemeinsame etwa zylindrische, konische oder pyramidenstumpfförmige Außenfläche, auf die ein Sicherungsring 41 aufschiebbar ist. Dieser ist aus Fig. 3 ersichtlich, und kann mit einem sich radial nach außen erstreckenden Flansch versehen sein. Dieser ersetzt einen sonst an der Riemenscheibe nicht vorhandenen Rand um den beispielsweise aus Fig. 2 ersichtlichen Zahnriemen 42 auf der Riemenscheibe 30 zu halten.
Auf der Riemenscheibe 30 kann eine Bordscheibe 43a vorgesehen sein, die dazu dient, den Zahnriemen 42, der die Wellen 12, 13 miteinander verbindet, von einem weiteren Zahnriemen 43 zu trennen. Die Bordscheibe 43a kann auf der Riemenscheibe 30 axial verschiebbar gelagert sein. Sie kann mit den Zähnen der Riemenscheibe 30 in Eingriff stehen oder einen Innendurchmesser aufweisen, der dem Außendurchmesser der Riemenscheibe 30 entspricht, so dass sie gegen dieses verdrehbar ist.
Der Zahnriemen 43 kämmt mit einem Zahnrad 44, das in dem Gehäuse 5, vorzugsweise an dem Gehäuseteil 7, drehbar gelagert ist. Dazu dient beispielsweise ein Kugellager, dessen Innenring auf einem mit dem Gehäuse 7 verbundenen Zapfen sitzt und dessen Außenring in dem Zahnrad 44 steckt. An der Stirnseite des Zahnrads 44 ist eine Verzahnung 45 angebracht, die eine Funktion als Tellerrad ermöglicht. Somit ist das Zahnrad 44 zugleich Tellerrad und Riemenscheibe.
Die Verzahnung 45 kämmt mit einem Ritzel 46, das auf einer vertikal angeordneten durch Kugellager drehbar gelagerten Welle sitzt, deren oberes Ende die Riemenscheibe 14 trägt. Das Ritzel 46 und/oder seine Welle 47 sind bei einer bevorzugten Ausführungsform vertikal so verschiebbar, dass sie
wahlweise mit einander diametral gegenüberliegenden Bereichen der Verzahnung 45 kämmen können. Somit bilden das Ritzel 46 und die Verzahnung 45 des Zahnrades 44 ein Wendegetriebe 48.
Das insoweit beschriebene Fadenliefergerät 1 kann in Teilen versandt werden. Dazu werden beispielsweise die Wellen 12, 13 aus dem Gehäuseteil 7 herausgenommen. Die Zahnriemen 42, 43 mögen in dem Innenraum des Gehäuses 5 verbleiben, das mit dem Gehäuseteil 6 wieder geschlossen wird. Die Schiene 9 kann ebenfalls vom Gehäuse 5 gelöst und mit den Wellen 12, 13 neben dieses gelegt werden. Ebenso kann das Gestell 19 in seine Abschnitte zerlegt und neben das Gehäuse 5 gelegt werden. Die Haube 16 bildet dann eine im Wesentlichen ebene Folie oder Platte, die wenig Raum einnimmt. Die Teile können in einem relativ kleinen Karton verpackt werden.
Zum Aufrichten des Fadenliefergeräts 1 wird das Gehäuse geöffnet. Die aus den Wellen 12 oder 13 und den jeweiligen Kugellagern 26 bis 29 und Riemenscheiben 30, 31 bestehende vorgefertigte Einheit kann in die Zahnriemen 42, 43 eingefädelt und von oben her in den Gehäuseteil 7 eingesetzt werden. Nach Schließen des Gehäuses und Anbringen des Gestells 19 nebst Haube 16 sowie gegebenenfalls Gestell 19 ist das Fadenliefergerät betriebsbereit. Es kann unter Zuhilfenahme seiner Befestigungsklemme 4 an dem Halter 2 montiert werden. Wie ersichtlich, steht die Riemenscheibe 14 dann über dem Halter 2 frei, so dass ein Riemen aufgelegt werden kann. Der untere Rand der Riemenscheibe 14 läuft in einem Abstand oberhalb der Oberseite des Gehäuseteils 6, der kleiner ist als die axial, das heißt in Gebrauch vertikal, zu messende Breite des antreibenden Riemens beziehungsweise der Riemenscheibe 14. Dadurch kann ein noch loser Riemen nicht unter die Riemenscheibe 14 fallen.
Bei einer erweiterten Ausführungsform kann an dem Gehäuse 5 eine Signallampe vorgesehen werden. Vorzugsweise ist diese an dem freien Ende 49 des Gehäuses 5 angeordnet oder Teil desselben. Beispielsweise kann ein Abschnitt des unteren Gehäuseteils 7 und/oder des oberen Gehäuseteils 6 durchscheinend oder durchsichtig ausgebildet sein. Die Signallampe ist dann in dem Innenraum des Gehäuses 5 angeordnet . Außerdem kann das Gehäuse 5 mit ein oder mehreren Durchbrüchen versehen sein, in die Leuchtdioden eingesetzt, eingepresst oder eingeklebt sind.
Fig. 5 und 6 veranschaulichen eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung, bei der zum Antreiben der Wellen 12, 13 ein elektrischer Antriebsmotor 50 vorgesehen ist. Dieser ist vorzugsweise an dem unteren Gehäuseteil 7, vorzugsweise an dessen Unterseite, befestigt, wie es Fig. 5 zeigt. Seine Abtriebswelle ersetzt, wie aus Fig. 5 ersichtlich, die Welle 47. Ein auf der Abtriebswelle gehaltenes Ritzel 51 kämmt mit der Verzahnung 45 des Zahnrads 44. Die Abtriebswelle des Antriebsmotors 50 ist vorzugsweise vertikal oder zur Vertikalen geneigt, dabei aber in einer Vertikalebene angeordnet. Der Antriebsmotor 50 befindet sich in einem sonst nicht genutzten Raumabschnitt und stört den Zugang zu dem Fadenliefergerät 1, den Betrieb desselben oder den Betrieb anderer Komponenten einer Strickmaschine nicht. Er ist vorzugsweise, wie insbesondere Fig. 6 veranschaulicht, mit einem Metallwinkel 52 verbunden, beispielsweise verschraubt, der ein Verstärkungs- element für die Befestigungsklemme 4 bildet . Außerdem dient der Metallwinkel 52 somit der Wärmeableitung also der Kühlung des Antriebsmotors 50. Im übrigen gilt für das elektrisch betriebene Fadenliefergerät nach Fig. 5 und 6 die vorstehende Beschreibung des Fadenliefergeräts nach Fig. 1 bis 4 entspre-
chend. Das Fadenliefergerät 1 kann des Weiteren so ausgebildet sein, dass es in der Produktion alternativ mit der Welle 47 und der Riemenscheibe 14 oder dem Antriebsmotor 50 ausgerüstet werden kann. In diesem Fall wird dann wahlweise entweder die obere öffnung in dem Gehäuseteil 6, die sonst der Durchführung der Welle 47 dient, oder die untere Gehäuseöffnung in dem Gehäuseteil 7, die dem Anflanschen des Antriebsmotors 50 dient, jeweils mit einem Blinddeckel verschlossen. Fig. 1 veranschaulicht einen solchen Blinddeckel 53 für den Motorsitz.
Das insoweit beschriebene Fadenliefergerät 1 enthält folgende Detaillösungen, die es in seiner Funktion verbessern und/oder kostengünstiger herstellbar gestalten:
Die Abdeckhaube wird durch eine flexible Folie oder Platte gebildet .
Das Kunststoffgehäuse wird aus einem kostengünstigen Kunststoff ohne Faseranteil/Glasfaseranteil gespritzt. Die Stabilität der Befestigungsklemme wird durch eine Metallverstärkung, zum Beispiel in Form eines Blechwinkels, erreicht. Dieser kann auch einen optionalen Antriebsmotor tragen.
An dem Gehäuse 5 kann ein Elastanspulen-Einlaufbügel gehalten sein (Drahtbügel 22, 23) . Dieser ist für Transportzwecke nach hinten abklappbar und muss nicht demontiert werden. An dem Fadenliefergerät sind einige oder alle fadenführenden Teile, insbesondere die Wellen 12, 13, geerdet, wenn dies gewünscht wird.
Der Durchmesser der Wellen 12, 13 wurde von 16 auf 12 mm verringert, was zu einer Material- und Gewichtseinsparung
führt. Die Wellen 12, 13 sind einteilig ausgeführt. Sie sind mit ein, zwei oder mehreren Sacklδchern zur Befestigung von Zahnrädern versehen. Die Sacklöcher haben gegenüber einer Durchgangsbohrung den Vorteil, dass beim Bohrlochdurchbruch kein Grat entsteht .
Die Kugellager können mit der Welle verklebt oder verrastet und/oder auf die Welle aufgepresst werden.
Auf einem der Zahnräder laufen zwei Zahnriemen. Die Riemen sind durch eine schwimmend gelagerte Bordscheibe getrennt, was Kosten- und Platzersparnis bringt - das Gerät kann schmaler werden.
Das erste Zahnrad 44 hat in dem Kunststoffgehäuse keine eigene Welle. Es sitzt über einem Kugellager auf einem feststehenden Zapfen, der von dem Metallwinkel 52 oder von dem Gehäuseteil 7 getragen ist.
Die Drehrichtungsumstellung erfolgt zum Beispiel durch vertikale Verschiebung des Ritzels 46, das in die Kronenverzahnung 45 des ersten Zahnrads 44 eingreift. Die Zähnezahl der Kronenverzahnung 45 ist geradzahlig, wodurch eine Umstellung der Drehrichtung ohne Drehung des Kronenrades möglich ist.
In das Gehäuse 5 kann die komplett vorgefertigte Antriebsbaugruppe von oben her durch Einlegen in den Gehäuse- teil 7 eingesetzt werden. Die Lager und das Zahnrad sitzen unmittelbar auf der Welle 12/13 und sind nicht wie beim Stand der Technik durch Hülsen verspannt.
Das Gehäuse 5 weist, wie Figur 1 und 5 zeigt, kreisförmige Durchbrüche 12a, 13a auf, die sich in die Gehäuseteile 6, 7 z.B. als Halbkreisausnehmungen erstrecken. Die Durchbrüche bilden öffnungen, durch die sich die Wellen 12, 13 erstrecken. An die Durchbrüche 12a, 13a schließen sich Vertiefungen 12b, 13b an, die sich z.B. als kurze Nuten in Radialrichtung von dem jeweiligen Durchbruch 12a, 13a weg erstrecken. Bilden sich Flusringe unmittelbar im Anschluss an den zwischen dem jeweiligen Durchbruch 12a, 13a und der Welle 12, 13 gebildeten Spalt, kann dieser Flusring mit ' einem einfachen Haken o- der einem ähnlichen Werkzeug entfernt werden. Die Vertiefungen erleichtern das Ergreifen des Flusrings mit dem Werkzeug. Der Flusring kann von den Wellen 12, 13 axial abgezogen werden ohne das Gehäuse zu demontieren.
Ein erfindungsgemäßes Fadenliefergerät 1 weist eine flexible Haube 16 und/oder einteilig ausgebildete Wellen 12, 13 zur Lagerung von Garnspulen sowie ein horizontal geteiltes Gehäuse und/oder einen elektrischen Antriebsmotor 50 auf. Das Gerät ermöglicht eine sichere und einfachere Fertigung und eine erleichterte Handhabung.
Bezugszeichenliste :
1 Fadenliefergerät
2 Halter
3 Kabel
4 Befestigungsklemme
5 Gehäuse
6, 7 Gehäuseteile
8 Fuge
9 Schiene
10, 11 Begrenzungsstäbe
12, 13 Wellen
12a , 13a Durchbruch
12b , 13b Vertiefung
14 Riemenscheibe
15 Getriebe
16 Haube
17, 18 Verstärkungen
19 Gestell
20, 21, 22, 23 Drahtbügel
24, 25 Klemmen
26, 27, 28, 29 Kugellager
30, 31 gezahnte Riemenscheibe
32, 33 Körnerpunkte
34, 35 Ringwall 6 Rastkupp1ung
37 Finger 8 Sackbohrung 9, 40 Abschnitte 1 Sicherungsring 2, 43 Zahnriemen 3a Bordscheibe 4 Zahnrad
45 Verzahnung
46 Ritzel
47 Welle
48 Wendegetriebe
49 Ende
50 Antriebsmotor
51 Ritzel
52 Metallwinkel
53 Blinddeckel
54 Zapfen
Next Patent: FLEXIBLE, OSCILLATING NOZZLE FOR EJECTING A FLUID
