FIDEU, Paulin (Bremervörderstr. 35, Stade, 21682, DE)
SEEGEL, Hauke (OT Mücklingen 25, Nahrendorf, 21369, DE)
HERRMANN, Axel (Marderstieg 9, Stade, 21682, DE)
HEIM, Clemens (Ottenbecker Damm 31, Stade, 21684, DE)
FIDEU, Paulin (Bremervörderstr. 35, Stade, 21682, DE)
SEEGEL, Hauke (OT Mücklingen 25, Nahrendorf, 21369, DE)
HERRMANN, Axel (Marderstieg 9, Stade, 21682, DE)
| Patentansprüche 1. Infusionsverfahren zur Herstellung eines faserverstärkten Verbundbauteils (22) mit einer Fließhilfe (18) zur Verteilung eines Matrixmaterials über das zu infiltrierende Verbundbauteil (22), dadurch gekennzeichnet, dass die Fließgeschwindigkeit des Matrixmaterials innerhalb der Fließhilfe (18) zumindest abschnittsweise verändert wird. 2. Infusionsverfahren nach Anspruch 1, wobei die Fließgeschwindigkeit im Bereich eines dickwandigen Bauteilabschnittes (6) verlangsamt wird. 3. Infusionsverfahren nach Anspruch 2, wobei die Fließgeschwindigkeit im hinteren Bereich des dickwandigen Bauteilabschnittes (6) verlangsamt wird. 4. Infusionsverfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei das Matrixmaterial in der Fließhilfe (18) temporär gestoppt wird. 5. Infusionsverfahren nach Anspruch 4, wobei die Fließhilfe (18) einen Körperabschnitt (20) aufweist, der nach einer bestimmten Zeit aufgelöst wird. 6. Infusionsverfahren nach Anspruch 5, wobei der Körperabschnitt (20) von dem Matrixmaterial aufgelöst wird. 7. Infusionsverfahren nach Anspruch 5, wobei der Körperabschnitt (20) durch Bestrahlung aufgelöst wird. 8. Infusionsverfahren nach Anspruch 5, wobei die Auflösung des Körperabschnitts (20) durch Bestrahlung initiiert und dann durch das Matrixmaterial fortgeführt wird. 9. Fließhilfe (18) für ein Infusionsverfahren zur Verteilung eines Matrixmaterials über eine Oberfläche eines zu infiltrierenden Bauteils (22), gekennzeichnet durch zumindest einen Körperabschnitt (20) zur Veränderung der Fließgeschwindigkeit des Matrixmaterials innerhalb der Fließhilfe (18) . 10. Fließhilfe nach Anspruch 9, wobei der Körperabschnitt (20) auflösbar ist. 11. Fließhilfe nach Anspruch 10, wobei der Körperabschnitt (20) von Fäden gebildet ist, die beispielsweise aus einem Kunststoff der Gruppe Polyethersulfon (PES) hergestellt sind. |
Infusionsverfahren und Fließhilfe
Die Erfindung betrifft ein Infusionsverfahren nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und eine Fließhilfe nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9.
Ein prinzipieller Aufbau derartiger Infusions- bzw.
Vakuuminfusionsverfahren ist in den Figuren 1 bis 3 gezeigt. Ein mit einem Harz zu infiltrierendes Bauteil 2 aus einem Grundlaminat 4 und einem Zusatzlaminat 6, ist auf einem Werkzeug 8 abgelegt und von einer Fließhilfe 10 bedeckt. Die Laminate 4, 6 bestehen aus trockenen faserverstärkten Halbzeugen und sind als Gelege,
Gewirke, Gewebe oder drgl . ausgeführt. Die Fließhilfe 10 dient zur gleichmäßigen Verteilung des Harzes in Längs- und Breitenrichtung des Bauteils 2 und ist beispielsweise ein Gewirk oder ein Gitter aus beispielsweise Polyester oder Polyamid. Das Bauteil 2 und die Fließhilfe 18 werden in einem Vakuumsack (nicht gezeigt)
eingepackt, der sich auf dem Werkzeug 8 dichtend abstützt und der über eine nicht gezeigte werkzeugnahen Absaugung evakuiert wird. Das Harz wird über einen nicht gezeigten werkzeugfernen Anguss der Fließhilfe zugeführt. Gemäß der durch den Pfeil angedeuteten Fließrichtung des Harzes sind der Anguss in einem linken
Bauteilbereich und die Absaugung in einem rechten Bauteilbereich angeordnet .
Beim Zuführen des Harzes bildet sich eine Fließfront 12 aus, die das Grundlaminat 4 in Dickenrichtung von links nach rechts durchtränkt, wobei das Harz in der Nähe der Fließhilfe 10 dem Harz in der Nähe des Werkzeugs 8 etwas vorauseilt, so dass die
Fließfront 12 in Dickenrichtung schräg ausgebildet ist. Im Bereich des Zusatzlaminates 6 liegt eine Bauteil- bzw. Laminatdickenveränderung vor, die, wie in Figur 2 gezeigt, dazu führt, dass das Harz nicht mehr über den gesamten Querschnitt des Bauteils 2 stabil verteilt wird, sondern im fließhilfefernen Grundlaminat 4 stärker verzögert wird als im fließhilfenahen Zusatzlaminat 6, so dass quasi ein Knick 14 in der Fließfront 12 ausgebildet wird. Hierdurch besteht die Gefahr, dass, wie in Figur 3 gezeigt, sich nach dem Durchtränken des Zusatzlaminats 6 im Grundlaminat 4 unterhalb der Fließfront 12 ein Porenfeld 16 bildet, das die Qualität des herzustellenden Faserverbundbauteils 2 erheblich mindert.
Neben der Verwendung von getrennten bzw. separaten
Fließhilfen, die auf dem Halbzeug bzw. dem Bauteil abgelegt werden, ist es aus der Anmeldung DE 10 2007 013 987 AI der
Anmelderin ebenfalls bekannt, die Fließhilfe in die
Werkzeugoberfläche zu integrieren. Eine gleichmäßige, unabhängig von dem Querschnitt bzw. der Dicke des Halbzeuges stabile
Verteilung des Harzes lässt sich jedoch auch mit dieser Lösung nicht sicher garantieren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein
Infusionsverfahren und eine Fließhilfe zur Herstellung eines faserverstärkten Verbundbauteils zu schaffen, die die vorgenannten Nachteile beseitigen und eine gleichmäßige bzw. stabile Tränkung der Bauteilfasern in Dickenrichtung ermöglichen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Infusionsverfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch eine Fließhilfe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9.
Bei einem erfindungsgemäßen Infusionsverfahren zur
Herstellung eines faserverstärkten Verbundbauteils wird eine Fließhilfe zur Verteilung eines Matrixmaterials auf dem zu infiltrierenden Verbundbauteil abgelegt. Erfindungsgemäß wird die Fließgeschwindigkeit des Matrixmaterials innerhalb der Fließhilfe zumindest abschnittsweise verändert, so dass der gesamte Infusionsprozess stabilisiert und die Gefahr von Poreneinschlüssen minimiert bzw. beseitigt wird. Die Ausbreitung der Fließfront kann gezielt eingestellt werden, so dass die vorbeschriebene
Knickbildung innerhalb der Fließfront kontrolliert werden kann.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die
Fließgeschwindigkeit im Bereich eines dickwandigen
Bauteilabschnittes verlangsamt. Hierdurch ist es möglich, eine gleichmäßige Harzverteilung über die gesamte Dicke des Bauteils zu erreichen, da das Matrixmaterial mit zumindest reduzierter
Geschwindigkeit über die Bauteiloberfläche geführt wird. Ebenso kann die Fließgeschwindigkeit bei komplexen Bauteilstrukturen bzw. -abschnitten zumindest verlangsamt werden, um eine vollständige und stabile Tränkung dieser Bauteilabschnitte zu erreichen. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel wird die Fließgeschwindigkeit des Matrixmaterials innerhalb der Fließhilfe abschnittsweise erhöht, so dass beispielsweise das Matrixmaterial schneller über dünnwandige Bauteilabschnitte geführt wird, da diese in
Dickenrichtung schneller getränkt werden können.
Bei Ubergängen von dick- auf dünnwandige Bauteilabschnitte wird die Fließgeschwindigkeit bevorzugterweise im hinteren Berei des dickwandigen Bauteilabschnittes, d.h. nahe des Übergangs, zumindest verlangsamt, so dass sichergestellt sein kann, dass de gesamte Bauteilabschnitt gleichmäßig mit dem Matrixmaterial durchtränkt wird.
Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn das Matrixmaterial in der Fließhilfe temporär gestoppt wird. Hierdurch wird erreicht, dass nur eine Tränkung in Dickenrichtung für einen bestimmten Zeitraum möglich ist und das Matrixmaterial erst dann weiter über das Bauteil geführt wird, wenn dieses bis zu einem gewissen Maß in Dickenrichtung durchtränkt ist. Dabei lässt sich der Aufbau des Infusionsverfahrens vereinfachen, wenn die Fließhilfe einen
Körperabschnitt aufweist, der als eine Art Barriere für das
Matrixmaterial dient und nach einer bestimmten Zeit von dem Matrixmaterial selbsttätig aufgelöst wird.
Bei einer anderen Ausführungsform wird der Körperabschnitt durch Bestrahlung mit einer externen Energiequelle aufgelöst.
Beispiele sind elektromagnetische Strahlung wie UV-Strahlung, IR- Strahlung und Wärmestrahlung. D.h. der Körperabschnitt ist resistent gegenüber dem Matrixmaterial. Diese Variante hat den Vorteil, dass die Auflösung des Körperabschnitts nicht vorbestimmt werden muss und somit im laufenden Prozess nach dem Aufbau auf den Verlauf der Fließfront gezielt Einfluss genommen werden kann.
Ebenso können durch gezielte Bestrahlung nur einzelne Bereiche des Körperabschnitts individuell gesteuert werden. Insofern erlaubt dieses Ausführungsbeispiel gewisse Toleranzen bei der Auslegung und Positionierung des Körperabschnitts.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel sieht vor, dass die
Auflösung des Körperabschnitts durch Bestrahlung mit einer externen Energiequelle initiiert und dann durch das Matrixmaterial fortgeführt wird. Hierdurch kann der Beginn der Auflösung gezielt bestimmt werden und dann die Auflösung an sich selbsttätig ablaufen .
Eine erfindungsgemäße Fließhilfe für ein Infusionsverfahren weist zumindest einen Körperabschnitt zur Veränderung der
Fließgeschwindigkeit des Matrixmaterials innerhalb der Fließhilfe auf. Der Vorteil einer solchen Fließhilfe besteht insbesondere in der einfachen Handhabung und Positionierung und der Stabilisierung des Gesamtprozesses durch eine Minimierung der Gefahr von
Poreneinschlüssen, unabhängig welches Infusionsverfahren gewählt wird. Ein manuelles aufwendiges Stückeln der Fließhilfe und entsprechendes Drapieren wird vermieden, so dass insbesondere komplexe Bauteile einfacher und kostengünstiger hergestellt werden können .
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der
Körperabschnitt als eine Barriere ausgebildet, die das Matrixmaterial temporär stoppt. Diese temporäre Stoppfunktion kann dadurch erreicht werden, dass der Körperabschnitt nach einer bestimmten Zeit von zum Beispiel dem Matrixmaterial aufgelöst wird .
Bei einer Variante wird der Körperabschnitt von Fäden gebildet, die beispielsweise aus einem Kunststoff der Gruppe Polyethersulfon (PES) hergestellt sind.
Sonstige vorteilhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand schematischer Darstellungen näher erläutert. Es zeigen :
Figuren 1 bis 3 einen Aufbau und Verfahrensschritte eines bekannten Infusionsprozesses, und
Figuren 4 und 8 einen Aufbau und Verfahrensschritte eines erfindungsgemäßen Infusionsprozesses .
Bei einem bevorzugten Infusionsprozess wird gemäß Figur 4 eine Fließhilfe 18 verwendet, die einen integralen Körperabschnitt 20 aufweist, der als eine temporäre Barriere für ein durch die Fließhilfe 18 fließendes Matrixmaterial bzw. Harz dient. Das Grundmaterial der Fließhilfe 18 ist zum Beispiel ein Polyester- Gewirk. Der Körperabschnitt 20 wird hingegen von integralen Fäden, beispielsweise aus Polyethersulfon (PES) gebildet. Diese haben die Eigenschaft, dass sie nach einer bestimmen und einstellbaren Zeit von dem anliegenden Harz, beispielsweise einem Epoxid- oder
Polyesterharz der Klasse RTM 6, aufgelöst werden (s. Figur 8), so dass sich das Harz ungehindert weiter innerhalb der Fließhilfe 18 ausbreiten kann. Die Zeit, nach der sich der Körperabschnitt 20 aufgelöst, wird im Vorfeld exakt bestimmt. Beeinflussen lässt sich dies insbesondere durch die Anzahl, der Dicke sowie der Anordnung bzw. Ausrichtung der Fäden, der Materialien und der
Harztemperatur .
Im Folgenden wird ein Infusionsverfahren unter Anwendung der erfindungsgemäßen Fließhilfe 18 erläutert. Dabei wird sich jedoch nur auf die wesentlichen Merkmale bezogen und allgemein bekannte, den Aufbau eines Infusionsverfahrens betreffende Aspekte werden nicht näher erläutert. So sind zum Beispiel Abreißgewebe,
Vakuumsack, Positionierung des Angusses bzw. der Absaugung, und Belüftungsgewebe nicht gezeigt und teilweise auch nicht weiter erwähnt. Dies heißt jedoch nicht, dass die erfindungsgemäße
Fließhilfe 18 nur in dem hier beschriebenen Aufbau eigesetzt werden kann. Die nicht näher erwähnten Aspekte bzw. Merkmale eines Aufbaus für ein Infusionsverfahren sind jedoch
Selbstverständlichkeiten. Ebenso ist es eine
Selbstverständlichkeit die erfindungsgemäße Fließhilfe 18 nicht nur oberhalb eines mit dem Harz zu tränkendem Bauteils 22
anzuordnen, sondern auch unterhalb, d.h. zwischen dem Bauteil 22 und einer das Bauteil 22 aufnehmenden Werkzeugoberfläche 24.
Beispielhafte Infusionstechniken sind Resin-Transfer-Molding (RTM) , Vacuum-Assisted-Process (VAP) , Vacuum-Resin-Infusion (VARI) und dergleichen.
Zu Beginn des Infusionsverfahrens wird, wie in Figur 4 gezeigt, ein mit dem Harz zu tränkendes Bauteil 22 auf einer Werkzeugoberfläche 24 positioniert. Es hat beispielsweise
zumindest ein textiles Halbzeug aus trockenen Fasern als
Grundlaminat 4 und zumindest ein zweites textiles Halbzeug aus trockenen Fasern als Zusatzlaminat 6, welches mittig auf dem Grundlaminat 4 abgelegt ist. Die Laminate 4, 6 bzw. Halbzeuge bestehen beispielsweise aus Kohlenstoff- oder Glasfasern, die zu einem Gelege, einem Gewirk, einem Gewebe oder dergleichen
orientiert sind.
Nach der Positionierung des Bauteils 22 auf der
Werkzeugoberfläche 24 wird auf diesem die erfindungsgemäße Fließhilfe 18 abgelegt, so dass das Bauteil 22 zwischen der
Werkzeugoberfläche 24 und der Fließhilfe 18 angeordnet ist.
Anschließend wird die vorgeschriebene Anordnung in einen Vakuumsack eingepackt und evakuiert, wobei gemäß dem in Figur 5 gezeigten und die Fließrichtung des Harzes andeutenden Pfeil der Harzanguss in einem linken und die Absaugung in einem rechten Bauteilbereich erfolgt. Dann wird über die Fließhilfe 18 das Harz dem Bauteil 22 zugeführt, wobei das Bauteil 22 in Dickenrichtung von dem Harz durchtränkt wird und sich eine Fließfront 26
ausbreitet, die sich gemäß der Fließrichtung des Harzes in der Fließhilfe 18 von links nach rechts, also hier in Querrichtung, durch das Bauteil 22 erstreckt. Aufgrund der Harzzuführung über die Fließhilfe 18 wird das Harz im Bereich der Werkzeugoberfläche 24 gegenüber dem Harz im Bereich der Fließhilfe 18 leicht
nachgeführt, so dass sich die Fließfront 26 nicht parallel zur Vertikalachse des Bauteils 22 ausbildet, sondern leicht angestellt orientiert ist.
Sobald, wie in Figur 6 gezeigt, das Harz im Bereich des Zusatzlaminates bzw. lokale Verstärkungslagen 6 über die
Fließhilfe 18 zugeführt wird, wird die Harzverteilung im
fließhilfefernen Grundlaminat 6 noch mehr verzögert, so dass die Fließfront 26 quasi in zwei, über einen Knick 14 voneinander getrennte Abschnitte 28, 30 unterteilt wird, wobei sich der grundlaminatenseitige Abschnitt 28 langsamer ausbreitet als der zusatzlaminatseitige Abschnitt 30, so dass sich die Fließfront 18 abschnittsweise mit stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten durch das Bauteil 22 erstreckt.
Wenn das Matrixmaterial innerhalb der Fließhilfe 18 jedoch, wie in Figur 7 gezeigt, auf den im hinteren Bereich nahe eines Übergangs zum Grundlaminat 4 angeordneten Körperabschnitt 20 aufläuft, wird die Ausbreitung des zusatzlaminatseitigen
Abschnitts 30 in Querrichtung verlangsamt und dadurch die Tränkung des Bauteils 22 in Dickenrichtung verbessert, wodurch die Ausbreitungsgeschwindigkeit des grundlaminatseitige Abschnitt 28 erhöht wird.
Sobald eine ausreichende Harmonisierung der beiden
Fließfrontabschnitte 28, 30 beispielsweise über eine Einebnung bzw. eine nahezu Einebnung des Knickes 14 erreicht ist, löst sich gemäß Figur 8 die Barriere 20 durch das bereits seit einiger Zeit anliegende und in Querrichtung gestoppte Harz selbsttätig auf, so dass eine weitere Verteilung des Harzes in Querrichtung des Bauteils 22 durch das Grundlaminat 4 möglich wird, ohne dass die Gefahr von Porenfeldern (Fi.3, 16) innerhalb des Bauteils 22 besteht. Somit wird bei Verwendung der erfindungsgemäßen
Fließhilfe 18 das Bauteil 22 vollständig und gleichmäßig mit dem Harz getränkt.
Offenbart ist ein Infusionsverfahren zur Herstellung eines faserverstärkten Verbundbauteils mit einer Fließhilfe 18, wobei mittels der Fließhilfe 18 die Fließgeschwindigkeit des
Matrixmaterials in einem zu infiltrierenden Bauteil 22 verändert wird, sowie eine Fließhilfe 18, die einen integralen
Körperabschnitt 20 zur Veränderung der Fließgeschwindigkeit aufweist .
Bezugs zeichenliste
2 Bauteil
4 Grundlaminat
6 Zusatzlaminat
8 Werkzeug
10 Fließhilfe
12 Fließfront
14 Knick
16 Porenfeld
18 Fließhilfe
20 Körperabschnitt
22 Bauteil
24 Werkzeugoberfläche
26 Fließfront
28 Abschnitt
30 Abschnitt
Next Patent: INFUSION METHOD AND STRUCTURE FOR CARRYING OUT AN INFUSION METHOD
