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Title:
INHALATION DEVICE FOR THE PURPOSE OF INHALING A DROPLET MIST
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/091255
Kind Code:
A1
Abstract:
Inhalation devices are known from the prior art for the purpose of inhaling a droplet mist by means of a user. The invention relates to an inhalation device (10) which has a liquid store (90) for storing liquid before the liquid is discharged and a discharge head (14) for dispensing the liquid in the form of a droplet mist (100). The discharge head (14) has a nozzle assembly (56) for generating the droplet mist (100). The discharge head additionally has an outer housing (40) on which a discharge channel (42) is provided for use as a breathing piece or for attaching a separate breathing piece (70, 72). The main axis (2) of extension of the discharge channel forms an angle > 0° together with a central dispensing direction (4) of the nozzle assembly (56). Either an opening (44) is provided in the outer housing (40) of the discharge head (14) so as to be aligned with the central dispensing direction (4) of the nozzle assembly (56), said droplet mist (100) being able to exit the discharge head (14) through the opening, provided the mist is not sucked into the discharge channel (42) by the user's breathing, or a liquid buffer (144) is provided in order to receive the droplet mist (100), provided the mist is not sucked into the discharge channel (42) by the user's breathing.

Inventors:
GREINER-PERTH, Jürgen (Im Täschen 13, Gottmadingen, 78244, DE)
Application Number:
EP2017/077630
Publication Date:
May 24, 2018
Filing Date:
October 27, 2017
Export Citation:
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Assignee:
APTAR RADOLFZELL GMBH (Öschlestraße 54-56, Radolfzell, 78315, DE)
International Classes:
A61M11/00; A61M15/00; B05B1/02; B05B1/26; B05B11/00; B65D83/14; B65D83/20; B65D83/30; A61M16/06
Domestic Patent References:
WO2015155606A22015-10-15
WO2015149922A22015-10-08
WO2002074372A22002-09-26
WO2009023210A12009-02-19
WO2005084735A12005-09-15
WO2014140774A12014-09-18
Foreign References:
US5437267A1995-08-01
CN203400384U2014-01-22
US4452239A1984-06-05
EP1743671A12007-01-17
EP3095522A12016-11-23
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWALTSKANZLEI CARTAGENA PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT KLEMENT, EBERLE MBB (Urbanstraße 53, Stuttgart, 70182, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Inhalationseinrichtung (10) zum Zwecke des Inhalierens eines Tröpfchennebels (100) durch einen Benutzer mit den folgenden Merkmalen: a. die Inhalationseinrichtung (10) umfasst einen Flüssigkeitsspeicher (90) zur Lagerung von Flüssigkeit vor ihrem Austrag, und b. die Inhalationseinrichtung (10) umfasst einen Austragkopf (14) für die Abgabe der Flüssigkeit in Form des Tröpfchennebels (100), und c. der Austragkopf (14) weist ein Düsenanordnung (56) zur Erzeugung des Tröpfchennebels (100) in Form eines Sprühstrahls auf, und d. der Austragkopf weist ein Außengehäuse (40) auf, und e. am Außengehäuse (40) ist ein Austragkanal (42) zur Nutzung als Atemstück oderzu Anbringung eines separaten Atemstücks (70, 72) vorgesehen, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: e. eine Haupterstreckungsachse (2) des Austragkanals schließt mit einer mittleren Abgaberichtung (4) der Düsenanordnung (56) einen Winkel > 0° ein, und f. fluchtend mit der mittleren Abgaberichtung (4) der Düsenanordnung (56) ist vorgesehen:

• eine Durchbrechung (44) im Außengehäuse (40) des Austragkopfes (14), durch die hindurch der Tröpfchennebel (100) aus dem Austragkopf (14) austreten kann, soweit er nicht durch Atmung des Benutzers in den Austragkanal (42) eingesogen wird, wobei die Durchbrechung (44) derart an die Düsenanordnung (56) und den hierdurch erzeugten Sprühstrahl angepasst ist, dass der Sprühstrahl zumindest zum überwiegenden Teil durch die Durchbrechung (44) hindurch austreten kann, oder

• ein Flüssigkeitspuffer (144) zur Aufnahme des Tröpfchennebels (100), soweit er nicht durch Atmung des Benutzers in den Austragkanal (42) eingesogen wird.

2. Inhalationseinrichtung (10) nach Anspruch 1 mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen Merkmale: a. der Austragkopf (14) ist gegenüber dem Flüssigkeitsspeicher (90) um eine Hauptdrehachse (6) drehbar ausgebildet und/oder b. der Flüssigkeitsspeicher (90) weist eine flaschenartige und bezogen auf eine Mittelachse (8) rotationssymmetrische Formgebung auf.

3. Inhalationseinrichtung (10) nach Anspruch 2 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal: a. die Hauptdrehachse (6) und/oder die Mittelachse (8) einerseits und die im Austragkanal (42) zentrisch angeordnete Haupterstreckungsachse (2) des Austragkanals (42) sind so angeordnet, dass sie sich nicht schneiden.

4. Inhalationseinrichtung (10) nach Anspruch 2 oder3 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal: a. die Hauptdrehachse (6) und/oderdie Mittelachse (8) einerseits und die Haupterstreckungsachse (2) des Austragkanals (42) schließen einen Winkel (A) zwischen 45° und 135° ein, wobei der Winkel vorzugsweise bei vom Flüssigkeitsspeicher (90) wegweisender Ausrichtung des Austragkanals (42) zwischen 90° und 135° beträgt.

5. Inhalationseinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal: a. die Haupterstreckungsachse (2) des Austragkanals (42) schließt mit der mittleren Abgaberichtung (4) der Düsenanordnung (56) einen Winkel zwischen 15° und 120° ein, vorzugsweise zwischen 45° und 100°, vorzugsweise mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal: a. die Hauptdrehachse (6) und/oder die Mittelachse (8) einerseits und die mittlere Abgaberichtung (4) der Düsenanordnung (56) schließen einen Winkel zwischen 75° und 105° ein, vorzugsweise einen rechten Winkel (+- 10°).

6. Inhalationseinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen Merkmale: a. es ist zusätzlich zum Austragkanal (42) ein von der mit der Abgaberichtung (4) der Düsenanordnung (56) fluchtenden Durchbrechung (44) bzw. dem mit der Austragrichtung der Düsenanordnung fluchtenden Flüssigkeitspuffer (144) beabstandeter Einströmkanal (46) im Außengehäuse (40) vorgesehen, durch den hindurch Luft eingesogen wird, wenn der Benutzer durch den Austragkanal (42) hindurch einatmet, und/oder b. die Düsenanordnung (56) ist zur Erzeugung des Tröpfchennebels (100) in Form eines Sprühstrahls ausgebildet, dessen das Außengehäuse (40) im Bereich der Durchbrechung (44) schneidende Querschnittsfläche (100A) mindestens 30% des von der Durchbrechung (44) gebildeten Freischnitts (44A) im Außengehäuse einnimmt, vorzugsweise mindestens 50%, insbesondere vorzugsweise mindestens 70%, und/oder c. die Düsenanordnung (56) ist zur Erzeugung des Tröpfchennebels (100) in Form eines Sprühstrahls ausgebildet, dessen Öffnungswinkel weniger als 30° beträgt, vorzugsweise weniger als 15°.

7. Inhalationseinrichtung (10) zum Zwecke des Inhalierens eines Tröpfchennebels (100) durch einen Benutzer mit den folgenden Merkmalen: a. die Inhalationseinrichtung (10) umfasst eine Basis (12) umfassend einen Flüssigkeitsspeicher (90) zur Lagerung von Flüssigkeit vor ihrem Austrag, und b. die Inhalationseinrichtung (10) umfasst einen Austragkopf (14) für die Abgabe der Flüssigkeit in Form eines Tröpfchennebels, und c. der Austragkopf (14) weist eine Düsenanordnung (56) zur Erzeugung des Tröpfchennebels (100) auf, und d. die Inhalationseinrichtung (10) umfasst ein Schaltventil (50), mittels dessen ein Zufuhrkanal vom Flüssigkeitsspeicher (90) zur Düsenanordnung (56) geöffnet und geschlossen werden kann, und e. der Austragkopf (14) ist um eine Hauptdrehachse (6) gegenüber der Basis (12) verdrehbar, wobei hierdurch das Schaltventil (50) geöffnet und geschlossen werden kann, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: f. der Austragkopf (14) umfasst ein Innengehäuse (30), welches mit der Basis (12) verbunden ist und an welchem die Düsenanordnung (56) zur Abgabe des Tröpfchennebels (100) in einer zur Hauptdrehachse (6) angewinkelten Abgaberichtung (4) vorgesehen ist, g. der Austragkopf (14) umfasst ein Außengehäuse (40), welches in einer definierten Drehstellung auf das Innengehäuse (30) aufsetzbar ist, und h. das Innengehäuse (30) und das Außengehäuse (40) sind formschlüssig in Hinblick auf eine Rotation um die Hauptdrehachse (6) zusammenwirkend ausgebildet, so dass durch eine Drehbewegung des Außengehäuses (40) gegenüber der Basis (12) mittelbar auch eine Drehbewegung des Innengehäuses (30) gegenüber der Basis (12) erzielbar ist, und i. das Außengehäuse (40) verfügt über einen Austragkanal (42), der zur Nutzung als Atemstück oder zu Anbringung eines Atemstücks ausgebildet ist und der durch Aufsetzen des Außengehäuses (40) derart relativ zur Düsenanordnung (56) angeordnet wird, dass durch den Austragkanal (42) hindurch der von der Düsenanordnung abgegebene Tröpfchennebel (100) inhaliert werden kann.

8. Inhalationseinrichtung (10) nach Anspruch 7 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal: a. das Innengehäuse (30) und das Außengehäuse (40) weisen miteinander zusammenwirkende Klemmbereiche (38A, 48A) innenseitig am Außengehäuse (40) und außenseitig am Innengehäuse (30) auf, im Bereich derer sie unter Bildung einer Presspassung kraftschlüssig haltend ineinander geschoben werden können.

9. Inhalationseinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen: a. das Außengehäuse (40) weist eine Mantelfläche (45) auf, und b. das Außengehäuse (40) weist einen außenseitig an der Mantelfläche (45) vorgesehenen Kanalstutzen (43) auf, der den Austragkanal (42) bildet und dessen Haupterstreckungsachse (2) gegenüber der mittleren Abgaberichtung (4) der Düsenanordnung (56) angewinkelt ist, vorzugsweise mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal: c. eine Wandung des Kanalstutzens (43) ist mit der mit der Abgaberichtung (4) der Düsenanordnung (56) fluchtenden Durchbrechung (44) versehen.

10. Inhalationseinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal: a. es ist ein Flüssigkeitsaufnahmeraum (58) zur Aufnahme von Flüssigkeit vorgesehen, die sich nach Abgabe durch die Düsenanordnung (56) innenseitig am Außengehäuse (40) niederschlägt, vorzugsweise mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen Merkmale: b. bei bestimmungsgemäßer Ausrichtung der Inhalationseinrichtung mit nach oben weisendem Austragkopf (14) und nach unten weisender Flüssigkeitsspeicher (90) ist der Flüssigkeitsaufnahmeraum (58) als vertiefter Aufnahmebereich vorgesehen, so dass in der genannten Ausrichtung keine hier gesammelte Flüssigkeit aus dem Austragkopf (14) auslaufen kann, und/oder c. der Flüssigkeitsaufnahmeraum (58) wird gemeinsam durch einen Innenwandung des Außengehäuses (40) und eine Außenwandung des Innengehäuses (30) gebildet und/oder der Flüssigkeitsaufnahmeraum (58) ist als Ringraum ausgebildet.

11. Inhalationseinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einem der folgenden zusätzlichen Merkmale: a. ein Kanalstutzen (43), der den Austragkanal (42) bildet, endet in einem Mundstück oder in einer Atemmaske, oder b. die Inhalationseinrichtung (10) umfasst ein von einem Kanalstutzen (43), der den Austragkanal (42) bildet, getrenntes Mundstück (70) oder eine Atemmaske (72) zur Ankoppelung an den Kanalstutzen (43).

12. Inhalationseinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen Merkmale: a. der Flüssigkeitsspeicher (90) ist als Druckspeicher ausbildet, in dem die Flüssigkeit unter Überdruck vorgehalten wird, und/oder b. der Flüssigkeitsspeicher (90) ist zur Aufnahme von maximal 500 ml Flüssigkeit ausgelegt, vorzugsweise von maximal 250 ml.

13. Inhalationseinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit folgendem zusätzlichen Merkmal: a. die Düsenanordnung (56) weist eine Düsenplatte (57) mit einer Mehrzahl von Düsenöffnungen auf.

14. Inhalationseinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit folgendem zusätzlichen Merkmal: a. der Austragkopf (14) ist zum Zweck des Öffnens und Schließens des Schaltventils (50) gegenüber der Basis (12) in einer überlagerten rotativen und axialen Bewegung verlagerbar, vorzugsweise mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal: b. zwischen der Basis (12) und dem Austragkopf (14) ist eine Kulissenführung (13) mit einer helixabschnittsförmigen Kulisse vorgesehen.

15. Inhalationseinrichtung (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal: a. der Flüssigkeitsspeicher ist befüllt mit:

• einer salzhaltigen wässrigen Lösung oder

• einer wässrigen Lösung in Form einer Ringerlösung oder einer gepufferten Lösung oder • einer wässrigen Lösung mit mindestens einem der Zusätze Kohlenhydrate, ätherische Öle, Menthol- und Pflanzenextrakte oder

• einer wässrigen Lösung, enthaltend Vitamine, Spurenelemente, Mangan oder Zink, oder

• einer wässrigen Lösung mit mindestens einem der Zusätze aus der Gruppe umfassend Zimtöl, Teebaumöl, Salbeiöl, Thymianöl, Zitronenmelissenöl.

Description:
Inhalationseinrichtung zum Zwecke des Inhalierens eines Tröpfchennebels

ANWENDUNGSGEBIET UND STAND DER TECHNIK

Die Erfindung betrifft eine Inhalationseinrichtung zum Zwecke des Inhalierens eines Tröpfchennebels durch einen Benutzer. Derartige Inhalationseinrichtungen dienen dem Zweck, den Atemwegen und der Lunge des Benutzers eine Flüssigkeit in vernebelter Form zuzuführen. Die dabei verwendete Flüssigkeit ist eine pharmazeutische Flüssigkeit, die der Linderung von Atemwegsbeschwerden und Atembeschwerden dient. Die Flüssigkeit kann aktive pharmazeutische Wirkstoffe enthalten oder darauf ausgerichtet sein - wie beispielsweise Salzwasser - ohne solche aktiven Substanzen zur Linderung der Beschwer- den beizutragen.

Die Erfindung betrifft insbesondere mobile Inhalationseinrichtungen, bei denen die Flüssigkeit manuell oder durch einen Druckspeicher druckbeaufschlagt und einer Düseneinrichtung zugeführt wird, die den Tröpfchennebel hieraus erzeugt.

Aus der nachveröffentlichten EP 3095522 AI ist eine gattungsgemäße Inhalationseinrichtung bekannt. Ein wesentliches Problem im Bereich der gattungsgemäßen Inhalationseinrichtung liegt in Erzeugung und Zuführung ausreichend feiner Tröpfchen im Tröpfchennebel. Bei Düsenanordnungen, die ohne mechanisch bewegliche Teile einen Tröpfchennebel erzeugen, hängt die Tröpfchengröße maßgeblich vom Druck der zugeführten Flüssigkeit ab. Gerade bei den eingangs bereits genannten mobilen Inhalationseinrichtungen, die mobil und ohne elektrische Aggregate verwendet werden und bei denen es schwierig ist, einen Druck der zugefü hrten Flüssigkeit oberhalb von 5 bar zu realisieren, sind nur schwer zur Erzeugung atemwegsgängiger Tröpfen geeignet. Hinzu kommt die Problematik, dass die ausgebrachten Tröpfchen des erzeugten Tröpfchennebel aufgrund des Luftwiderstandes zur Agglomeration zu größeren Tröpfchen neigen, noch bevor sie in die Atemwege gelangt sind.

AUFGABE UND LÖSUNG

Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Inhalationseinrichtung dahingehend weiterzubilden, dass diese zur Erzeugung eines Tröpfchennebels aus ausreichend feinen Tröpfchen in der Lage ist. Aufgabe ist es weiterhin, eine Bauweise einer Inhalationseinrichtung zur Verfügung zu stellen, mit der sich eine Inhalationseinrichtung einfach anpassen lässt, insbesondere auch in Hinblick auf unterschiedlichen Ausgabearten und/oder die jeweils gewünschte Tröpfchengröße.

Hierzu wird eine Inhalationseinrichtung vorgeschlagen, die einen Flüssigkeitsspeicher zur Lagerung von Flüssigkeit vor ihrem Austrag und einen Austragkopf für die Abgabe der Flüssigkeit in Form des Tröpfchennebels umfasst. DerAustragkopf weist ein Außengehäuse sowie eine Düsenanordnungzur Erzeugung des Tröpfchennebels in Form eines Sprühstrahls auf.

Am Außengehäuse ist ein Austragkanal zur Nutzu ng als Atemstück oder zu Anbringung eines separaten Atemstücks vorgesehen. Die Haupterstreckungsachse des Austragkanals schließt mit einer mittleren Abgaberichtung der Düsenanordnung einen Winkel > 0° ein, vorzugsweise einen größeren Winkel von mindestens 15°. Fluchtend mit der mittleren Abgaberichtung der Düsenanordnung ist eine Durchbrechung im Außengehäuse oder ein Flüssigkeitspuffer vorgesehen.

Die Durchbrechung im Außengehäuse des Austragkopfes gestattet es, dass diese Durchbrechung hindurch der Tröpfchennebel aus dem Austragkopf austreten kann, soweit er nicht durch Atmung des Benutzers in den Austragkanal eingesogen wird, wobei die Durchbrechung derart an die Düsenanordnung und den hierdurch erzeugten Sprü hstrahl angepasst ist, dass der Sprühstrahl zumindest zum überwiegenden Teil durch die Durchbrechung hindurch austreten kann,. Alternativ dazu ist ebenfalls fluchtend zur Abgaberichtung der Flüssigkeitspuffer zur Aufnahme des Tröpfchennebels vorgesehen.

Bei einer erfindungsgemäßen Inhalationseinrichtung ist somit vorgesehen, dass der du rch die Düsenanordnung erzeugte Tröpfchennebel nicht unmittelbar in einen geradlinigen Austragkanal einströmt, an dessen Ende der Benutzer bestimmu ngsgemäß einatmet. Vielmehr ist der Austragkanal gegenüber der Abgaberichtung angewinkelt. In der Flucht des austretenden Tröpfchennebels ist stattdessen entweder die genannte Du rchbrechu ng oder der genannte Flüssigkeitspuffer vorgesehen.

Diese Bauweise führt zu mehreren vorteilhaften Wirkungen. Wenn der Benutzer seinen Einatemvorgang unterbricht, um auszuatmen, kann weiterhin Flüssigkeit durch die Düsenanordnung vernebelt werden. Diese tritt dann jedoch entweder durch die Durchbrechung in eine umgebende Atmosphäre aus, oder sie wird einem Flüssigkeitspuffer zugeführt, der beispielsweise durch eine porenartige Struktur gebildet sein kann und die Flüssigkeit bis zur Verdunstung zwischenspeichert.

Die während der Unterbrechung des Atemvorgangs vernebelte Flüssigkeit sammelt sich somit nicht unkontrolliert an den Innenseiten des Außengehäuses, sondern wird entweder durch die Durchbre- chung abgegeben oder im Flüssigkeitspuffer gespeichert, so dass sie anschließend von hier aus verdunsten kann. Im Falle einer Durchbrechung ist die Durchbrechung bezüglich ihres lichten Querschnittes derart an den Abstand zur Düsenanordnung und den Öffnungswinkel des Sprühstrahls an- gepasst, dass zumindest der überwiegende Teil der Flüssigkeit in Tröpfchenform unmittelbar durch die Durchbrechung austreten kann. Vorzugsweise ist die Durchbrechung derart bemessen, dass der weit überwiegende Teil (>90%) oder gar die gesamte Flüssigkeit der Flüssigkeit in Tröpfchenform unmittelbar durch die Durchbrechu ng austreten kann. Allerdings wird es auch als vorteilhaft angesehen, wenn die Durchbrechung nicht wesentlich größer ist als hierfür erforderlich, wie im weiteren noch erläutert wird.

Die zweite wesentliche Wirkung der vorgeschlagenen Bauweise wird durch die Anwinkelung des Austragkanals gegenüber der Abgaberichtung der Düsenanordnung erzielt. Beim Einatmen erzeugt der Benutzer einen Luftstrom, der angewinkelt zur Abgaberichtung der Düsenanordnung ausgerichtet ist und dadurch ein Zerreißen der Tröpfchen bewirkt, wenn diese in den so erzeugten Sog geraten. Die genannte Durchbrechung, die in Atemunterbrechungen des Benutzers zu m Austragen des Tröpfchennebels dienen kann, kann beim Inhalieren durch den Benutzer als Einströmöffnung agie- ren. Die hier einströmende Luft zerreißt in der schon beschriebenen Weise die Tröpfchen und führt somit zu einem feineren Tröpfchennebel.

Die vorgeschlagene Anordnung ist auch deswegen von Vorteil, da sie es gestattet, die Einzeltröpfchen des Nebels in Abhängigkeit ihrer Größe verschieden zu lenken. Dies kann zweckmäßig sein, wenn eine Düsenanordnung Verwendung findet, die zu einer stark uneinheitlichen Größe von Tröpf- chen fü hrt. In einem solchen Falle kann es wünschenswert sein, nur die feineren Tröpfchen in den Austragkanal zu führen, während die größeren Tröpfchen nicht inhaliert werden. Die genannte Anwinkelung erreicht dies Ziel, da größere Tröpfchen in geringerem Maße der Sogwirkung während des Inhalationsvorganges unterliegen.

Eine Hauptachse der Inhalationseinrichtung kann durch eine Hauptdrehachse, um die der Austrag- köpf gegenüber dem Flüssigkeitsspeicher drehbar ist, und/oder durch rotationssymmetrische Formgebung des flaschenartig ausgebildeten Flüssigkeitsspeichers gebildet sein. Wenn im Weiteren auf die Hauptachse Bezug genommen wird, handelt es sich wahlweise um die Hauptdrehachse oder die Symmetrieachse. Besonders vorteilhaft ist eine Gestaltung, bei denen diese Achsen identisch sind.

Die genannte Hauptachse einerseits und die im Austragkanal zentrisch angeordnete Haupterstre- ckungsachse des Austragkanals sind vorzugsweise derart angeordnet und ausgerichtet, dass sie sich nicht schneiden.

Die genannte Bauweise der Inhalationseinrichtung mit der beschriebenen Hauptachse wird als vorteilhaft angesehen. Diese Hauptachse ist vorzugsweise sowohl jene Hauptdrehachse, um die der Austragkopf gegenüber dem Flüssigkeitsspeicher verdrehbar ist, als auch die Mittelachse des zumin- dest abschnittsweise rotationssymmetrischen Flüssigkeitsspeichers. Die genannte exzentrische Anordnung des Austragkanals ist von Vorteil, insbesondere wenn die auch Abgaberichtung gegenüber der Hau ptachse angewinkelt ist. Hier wird insbesondere ein Winkel zwischen 75° und 105° als vorteilhaft zwischen der mittleren Abgaberichtu ng der Düsenanordnu ng und der Hauptachse angesehen, insbesondere vorzugsweise ein rechter Winkel. Die Hauptachse und die Haupterstreckungsachse des Austragkanals schließen vorzugsweise einen Winkel zwischen 45° und 135° ein, wobei insbesondere vorzugsweise der Winkel bei vom Flüssigkeitsspeicher wegweisender Ausrichtung des Austragkanals zwischen 90° und 135° beträgt.

Der zwischen den vorzugsweise windschief zueinander stehenden Achsen der Hauptachse u nd der Haupterstrecku ngsachse des Austragkanals ist jener Winkel, um den bei vertikaler Ausrichtung der Hauptachse und somit des Inhalators als Ganzem der Austragkanal gegenüber der Vertikalen angewinkelt ist. Der besonders bevorzugte Bereich zwischen 90° und 135° bedeutet, dass bei vertikaler Ausrichtung der Inhalationseinrichtung der Austragkanal horizontal ausgerichtet ist oder bezogen auf die Austragrichtung leicht schräg nach oben weist, so dass der Benutzer den Inhalator leicht unter Mundhöhe halten kann, um gegebenenfalls mit leicht nach vorne geneigtem Kopf am distalen Ende des Austragkanals einatmen zu können.

Die Haupterstreckungsachse des Austragkanals schließt mit der mittleren Abgaberichtu ng der Düsenanordnung vorzugsweise einen Winkel zwischen 15° und 120° ein, insbesondere vorzugsweise zwischen 45° und 100°. Dieser Winkel zwischen der Haupterstreckungsachse des Austragkanals und der mittleren Abgaberichtung der Düsenanordnung ist jener Winkel, um den beim Inhalieren des Benutzers der Tröpfchennebel abgelenkt wird. Der jeweils ideale Wert ergibt sich in Abhängigkeit der von der Düsenanordnung erzeugten Tröpfchengröße und der bestimmungsgemäß zu inhalierenden Tröpfchen- große. Es kann daher sinnvoll sein, eine im Übrigen identische I nhalationseinrichtung in Abhängigkeit des Anwendungszweckes mit unterschiedlichen Winkeln auszugestalten. Auch im Lichte dessen ist die im Weiteren noch beschriebene Modularität mit Außengehäuse und Innengehäuse zu verstehen.

Zusätzlich zum Austragkanal kann ein von der mit der Abgaberichtu ng der Düsenanordnung fluch- tenden Durchbrechung bzw. dem mit der Austragrichtung der Düsenanordnung fluchtenden Flüssigkeitspuffer beabstandeter Einströmkanal im Außengehäuse vorgesehen sein. Auch mehrere solche zusätzlichen Einströmkanäle können zweckmäßigsein. Durch diesen hindurch kann die Luft eingesogen werden, wenn der Benutzer durch den Austragkanal hindurch einatmet. Insbesondere bei einer Gestaltung mit Flüssigkeitspuffer ist es von Vorteil, wenn ein solcher separater Einströmkanal im Außengehäuse vorgesehen ist, durch den die zur Umlenkung des Tröpfchennebels erforderliche Luft in das Außengehäuse einströmen kann. Es kann jedoch auch bei Ausgestaltung des Austragkopfes mit der mit der Abgaberichtung der Düsenanordnung fluchtenden Durchbrechung von Vorteil sein, einen oder mehrere solcher weitererseparater Einströmkanäle vorzusehen, um das Anströmen des Tröpfchennebels vorteilhaft zu beeinflussen. Wie oben erläutert ist die Durchbrechungso bemessen, dass der überwiegende Teil des Flüssigkeitsstroms in Tröpfchenform in der jeweils durch die Düsenanordnung definierten Abgaberichtung kollisionsfrei durch die Durchbrechung hindurch austreten kann, wenn der Benutzer nicht am distalen Ende des Austragkanals Luft einsaugt. Vorzugweise gilt dies für den gesamten Flüssigkeitsstrom.

Allerdings wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die Durchbrechung nicht viel größer als hierfür erforderlich ausgestaltet ist. Die das Außengehäuse im Bereich der Durchbrechung schneidende Querschnittsfläche des Sprühstrahls nimmtdaher vorzugsweise mindestens 30% des von der Durchbrechung gebildeten Freischnitts im Außengehäuse ein. Insbesondere vorzugsweise nimmt die Querschnittsfläche mindestens 50% oder sogar mindestens 70% des Freischnitts ein. Die gedachte Querschnittsfläche durch den üblicherweise etwa kegelförmigen Sprühstrahl, an der dieser den von der Durchbrechung erzeugten Freischnitt im Gehäuse durchbricht, nimmt demzufolge einen erheblichen Teil des Freischnittes ein. Dies ist von Vorteil, um zu verhindern, dass zu viel Luft außenseitig des Sprühkegels einströmt, da diese Luft je nach Bauweise einen gegenteiligen Effekt zum gewünschten Effekt haben könnte, indem sie eher eine Vergrößerung der Tröpfchen als ein Zerreißen derselben begünstigt. Zudem ist es zweckmäßig, die Du rchbrechu ng möglichst klein zu halten, ob die Strömungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Die Düsenanordnung ist insbesondere zur Erzeugung eines Sprühstrahls ausgebildet, dessen Öffnungswinkel weniger als 30° beträgt, vorzugsweise weniger als 15°.

Weiterhin wird eine Gestaltung einer Inhalationseinrichtung vorgeschlagen, bei der die Inhalationseinrichtung eine Basis, umfassend einen Flüssigkeitsspeicher zur Lagerung von Flüssigkeit vor ihrem Austrag, und einen Austragkopf für die Abgabe der Flüssigkeit in Form eines Tröpfchennebels um- fasst. Der Austragkopf weist eine Düsenanordnung zur Erzeugung des Tröpfchennebels auf. Die I nhalationseinrichtung umfasst ein Schaltventil, mittels dessen ein Zufuhrkanal vom Flüssigkeitsspeicher zur Düsenanordnung geöffnet und geschlossen werden kann.

Der Austragkopf ist um eine Hauptdrehachse gegenüber der Basis verdrehbar, wobei hierdurch das Schaltventil geöffnet und geschlossen werden kann. Der hierbei vorgesehene Austragkopf umfasst ein Innengehäuse, welches mit der Basis verbunden ist und an welchem die Düsenanordnu ng zu r Abgabe des Tröpfchennebels in einer zur Hauptdrehachse angewinkelten Abgaberichtung vorgesehen ist, und ein Außengehäuse, welches in einer definierten Drehstellung auf das Innengehäuse aufsetzbar ist. Das Innengehäuse und das Außengehäuse sind formschlüssig in Hinblick auf eine Rotation um die Hauptdrehachse zusammenwirkend ausge- bildet, so dass durch eine Drehbewegung des Außengehäuses gegenüber der Basis mittelbar auch eine Drehbewegung des Innengehäuses gegenüber der Basis erzielbar ist.

Das Außengehäuse verfügt über einen Austragkanal, der zur Nutzung als Atemstück oder zu Anbringung eines Atemstücks ausgebildet ist und der durch Aufsetzen des Außengehäuses derart relativ zur Düsenanordnung angeordnet wird, dass durch den Austragkanal hindu rch der von der Düsena- nordnung abgegebene Tröpfchennebel inhaliert werden kann.

Diese zweite beschriebene Art, eine erfindu ngsgemäße Inhalationseinrichtung auszugestalten, findet vorzugsweise gemeinsam mit den oben bereits beschriebenen Merkmalen Verwendung. Grundsätzlich kann jedoch auch eine Ausgestaltu ng der Inhalationseinrichtu ng ohne die eingangs erläuterten Kernmerkmale der ersten Art zweckmäßig sein. Bei dieser zweiten vorgeschlagenen Gestaltung liegt die Besonderheit darin, dass der Austragkopf über ein Innengehäuse verfügt, welches auch die Düsenanordnung umfasst. Dieses ist gegenüber der Basis der Inhalationseinrichtung bestimmungsgemäß zum Öffnen und Schließen des genannten Schaltventils drehbar. Es ist also bestimmungsgemäß vorgesehen, dass das Innengehäuse durch Verdrehen gegenüber der Basis den Austragvorgang initiiert und durch entgegengesetztes Drehen wieder beendet.

Das Außengehäuse ist vorzugsweise in der oben bereits beschriebenen Richtung der Hauptachse auf das Innengehäuse aufgeschoben, wobei fluchtend mit der Abgaberichtung der Düsenanordnung ein Einlass auf der Innenseite des Außengehäuses vorgesehen ist, der in den Austragkanal führt, an des- sen distalem Ende durch den Benutzer zum Zwecke des Inhalierens gesogen wird.

Die Modularität, die durch diese Gestaltung des Innengehäuses und des Außengehäuses erzielt wird, bietet mehrere Vorteile. So ist zum einen herstellerseitig möglich, in Abhängigkeit des auszubringenden Mediums unterschiedliche Außengehäuse einzusetzen. Da das Außengehäuse vorzugsweise jenes Bauteil ist, welches durch seine Formgebung die eingangs genannte Anwinkelung zwischen der Abgaberichtung und der Richtung des Austragkanals bestimmt, kann dieser Winkel durch Wahl eines von mehreren möglichen Außengehäusen variabel festgelegt werden. Die genannte Modularität gestattet es darüber hinaus, in Abhängigkeit des Verwendungszwecks und insbesondere der Beschwerden des Benutzers alternativ eine Atemmaske oder ein Mundstück zu verwenden, welche einstückig am Außengehäuse angeformt sind. Diese Flexibilität kann jedoch auch du rch ein mehrstü- ckiges Außengehäuse erzielt werden, welches im Weiteren noch erläutert wird.

Das Innengehäuse und das Außengehäuse weisen vorzugsweise miteinander zusammenwirkende Klemmbereiche innenseitig am Außengehäuse und außenseitig am Innengehäuse auf, im Bereich derer sie unter Bildung einer Presspassung kraftschlüssig haltend ineinander geschoben werden können. Die genannten Klemmbereiche führen vorzugsweise zu einem umlaufenden Klemmen zwi- sehen Innengehäuse und Außengehäuse, so dass hier zum einen nicht in ungewollter Weise Luft eindringen kann und zum anderen ein ungewolltes Abfallen des Außengehäuses verhindert wird.

Das Außengehäuse weist vorzugsweise eine Mantelfläche auf. Außenseitig an dieser Mantelfläche kann ein Kanalstutzen vorgesehen sein, derden Austragkanal bildet und dessen Haupterstreckungsachse gegenüber der mittleren Abgaberichtung der Düsenanordnung angewinkelt ist. Vorzugsweise ist es eine Wandung des Kanalstutzens, die mit der mit der Abgaberichtung der Düsenanordnung fluchtenden Durchbrechung versehen ist. Der genannte Kanalstutzen ist also vorzugsweise asymmetrisch am Außengehäuse vorgesehen und kann insbesondere vorzugsweise eine in etwa tangentiale Ausrichtung haben.

Vorzugsweise ist ein Flüssigkeitsaufnahmeraum zur Aufnahme von Flüssigkeit vorgesehen, die sich nach Abgabe durch die Düsenanordnung innenseitig am Außengehäuse niederschlägt. Ein solcher Flüssigkeitsaufnahmeraum dient dem Zweck, dass sich niedergeschlagene Flüssigkeit automatisch hier sammelt und nicht ohne weiteres auslaufen kann. Hierzu ist der Flüssigkeitsaufnahmeraum vorzugsweise als eine Art vertiefter Aufnahmebereich vorgesehen, wenn die I nhalationseinrichtung in der üblichen Weise mit nach oben weisendem Austragkopf und nach unten weisendem Flüssig- keitsspeicher gehalten wird.

Insbesondere kann der Flüssigkeitsaufnahmeraum gemeinsam durch einen Innenwandung des Außengehäuses und eine Außenwandung des Innengehäuses gebildet werden. Es wird als vorteilhaft angesehen, wenn der Flüssigkeitsaufnahmeraum als Ringraum ausgebildet ist. Die Verwendung eines Flüssigkeitsaufnahmeraums, der durch das Außengehäuse und das Innengehäuse gemeinsam begrenzt wird, führt zu einem sehr einfachen Entleeren dieses Flüssigkeitsaufnahmeraums. Wenn nach der Verwendung der Inhalationseinrichtung das Außengehäuse vom Innengehäuse abgezogen wird, wird damit auch der Flüssigkeitsaufnahmeraum geöffnet, so dass die überschüssige Flüssigkeit gezielt weggeschüttet werden kann.

Der Kanalstutzen, der den Austragkanal bildet, kann in einem Mundstück oder in einer Atemmaske münden. Alternativ kann ein vom Kanalstutzen getrenntes Mundstück oder eine getrennte Atemmaske zur Ankoppelung an den Kanalstutzen vorgesehen sein. Wenn der Austragkanal als Mundstück ausgebildet ist, weist er vorzugsweise eine von einem kreisförmigen Querschnitt abweichende Querschnittsfläche auf, insbesondere eine in etwa ovale oder anderweitig längliche, die gut von den Lippen u mschlossen werden kann. Durch die Möglichkeit, ein getrenntes Mundstück oder eine ge- trennte Atemmaske als Atemstück zu verwenden, welche insbesondere mittels einer Steckverbindung mit dem Kanalstutzen verbunden werden kann, ergibt sich die Möglichkeit, in Abhängigkeit des konkreten Anwendungszweckes und/oder der Beschwerden des Benutzers eine optimale Konfiguration herzustellen.

Der Flüssigkeitsspeicher ist vorzugsweise als Druckspeicher ausbildet, in dem die Flüssigkeit unter Überdruck vorgehalten wird. Er ist vorzugsweise zur Aufnahme von maximal 500 ml Flüssigkeit ausgelegt, insbesondere vorzugsweise von maximal 250 ml. Die Verwendung eines Druckspeichers ist von Vorteil, da hierdurch vergleichsweise hohe Drücke erzeugt werden können und diese insbesondere nutzerunabhängig vorliegen. Als besonders vorteilhaft wird ein System angesehen, bei dem im Druckspeicher ein Flüssigkeitsbeutel angeordnet ist, der durch komprimierte Luft außenseitig des Beutels druckbeaufschlagt wird. Es lassen sich auch alternative Gestaltungen mit einer durch den Benutzer erfolgenden Druckbeaufschlagung realisieren.

Das genannte Aufnahmevolumen des Flüssigkeitsspeichers ist jenes, welches bei mobilen Inhalatoren als besonders zweckmäßig angesehen wird.

Die Düsenanordnung kann eine Düsenplatte mit einer Mehrzahl von Düsenöffnungen zur Erzeugung des Tröpfchennebels aufweisen. Eine solche Düsenanordnung mit einer Düsenplatte stellt einen be- sonders einfachen Weg zur Erzeugung eines Tröpfchennebels dar. Vorzugsweise handelt es sich um eine Siliziumplatte. Weiterhin liegt die Anzahl der Düsenöffnungen vorzugsweise jenseits von 10 Düsenöffnungen, beispielsweise bei 20 oder mehr Düsenöffnungen, deren Durchmesser vorzugsweise im Bereich zwischen 2 μιτι und 200 μιη liegt.

Wenngleich eine solche Düsenplatte als sehr vorteilhafter Weg zur Erzeugung des Tröpfchennebels angesehen wird, sind auch anderweitige Gestaltungen möglich. Hierzu gehört insbesondere auch die Verwendung einer Wirbelkammer, in die die Flüssigkeit derart einströmt, dass ein Drall entsteht, durch den die Flüssigkeit beim Austreten in Einzeltröpfchen zerrissen wird. Obwohl sich mit einer solchen Technik unmittelbar nur schwer eine Tröpfchenbildung realisieren lässt, bei der die Tröpfchen ausreichend atemwegsgängig sind, ist durch die beschriebene Umlenkung des Tröpfchenne- bels und die damit einhergehende Verfeinerung dennoch auch die Verwendung bei einer Inhalationseinrichtung möglich.

Der Austragkopf ist zum Zweck des Öffnens und Schließens des Schaltventils vorzugsweise in einer überlagerten rotativen und axialen Bewegung gegenüber der Basis verlagerbar. Hierfür ist insbesondere vorzugsweise zwischen der Basis und dem Austragkopf eine Kulissenführung mit einer helixab- schnittsförmigen Kulisse vorgesehen. Diese Bauweise stellt einen besonders einfachen und störungsarmen Weg dar, eine Drehbewegu ng des Austragkopfes gegenüber der Basis zum Öffnen und Schließen eines Ventils zu nutzen. Das Schaltventil kann derart ausgebildet sein, dass es durch eine axiale Bewegung geöffnet und geschlossen wird. Durch die erzwungene Überlagerung einer rotativen und einer axialen Bewegung führt die genannte Drehbewegu ng dann zum Öffnen oder Schlie- ßen. Der Flüssigkeitsspeicher der beschriebenen Inhalationseinrichtung ist vorzugsweise mit einer der folgenden Flüssigkeiten befüllt: einer salzhaltigen wässrigen Lösung, einer wässrigen Lösung in Form einer Ringerlösung oder einer gepufferten Lösung, einer wässrigen Lösung mit mindestens einem der Zusätze Kohlenhydrate, ätherische Öle, Menthol- und Pflanzenextrakte, einer wässrigen Lö- sung, enthaltend Vitamine, Spurenelemente, Mangan oder Zink oder einer wässrigen Lösung mit mindestens einem der Zusätze aus der Gruppe umfassend Zimtöl, Teebaumöl, Salbeiöl, Thymianöl, Zitronenmelissenöl.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindu ng ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfol- genden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung, die nachfolgend anhand der Figuren erläutert sind.

Fig. 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemäße Inhalationseinrichtung in einer Gesamtdarstellung und einer geschnittenen Darstellung.

Fig. 3 zeigt die Komponenten der Inhalationseinrichtung in einer Explosionsdarstellung. Fig. 4 und 5 zeigen Details des Austragkopfes.

Fig. 6A bis 6C verdeutlichen die Funktionsweise der Inhalationseinrichtung.

Fig. 7 zeigt den Sprühstrahl der Inhalationseinrichtung im Verhältnis zu der für den Austrag vorgesehenen Durchbrechung im Außengehäuse des Austragkopfes.

Fig. 8A bis 8C zeigen alternative Möglichkeiten zur Ausgestaltung des Atemstücks der Inhalations- einrichtung.

Fig. 9 zeigt eine alternative Gestaltung des Austragkopfes.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Die Fig. 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemäße Inhalationseinrichtung 10 zum einen in einer Gesamtdarstellung und zum anderen in einer geschnittenen Darstellung. Bezug nehmend auch auf Fig. 3 weist die Inhalationseinrichtung 10 eine Basis 12 und einen gegenüber der Basis 12 um eine Hauptdrehachse 6 verdrehbaren Austragkopf 14 auf.

Die Basis 12 verfügt dabei als Hauptbestandteile über einen Flüssigkeitsspeicher 90 mit einem aus- lassseitigen Schaltventil 50, welches durch Verlagerung eines Stößels 52 in Richtung des Pfeils 6A geöffnet werden kann. Der Flüssigkeitsspeicher 90 ist in Art einer zu einer Mittelachse 8 rotationssymmetrischen Druckflasche ausgebildet. Die Basis 12 umfasst weiterhin ein Basisbauteil 60, welches mittels Rastmitteln 62 auf dem als Druckflasche ausgebildeten Flüssigkeitsspeicher 90 aufgeschnappt ist.

Der Austragkopf 14 verfügt als von außen sichtbare Hauptbestandteile über ein Innengehäuse 30 und ein Außengehäuse 40, wobei das Innengehäuse 30 nur teilweise vom Außengehäuse 40 überdeckt ist. Innerhalb des Innengehäuses 30 sind mehrere zur Flüssigkeitsleitung vorgesehene Bauteile 54, 55 sowie eine Düsenanordnung 56 vorgesehen, welche über eine Düsenplatte 57 aus Silizium mit einer Vielzahl im Einzelnen nicht dargestellter Düsenöffnungen verfügt.

Wie sich insbesondere anhand von Fig. 2 ersehen lässt, schließt die Abgaberichtung 4 der Düsenan- Ordnung 56 mit der Hauptdrehachse 6 der Inhalationseinrichtung 10 und der Mittelachse 8 des Flüssigkeitsspeichers einen rechten Winkel ein.

Zum Zwecke der Betätigung des Schaltventils 50 ist eine Kulissenführung 13 vorgesehen, deren he- lixabschnittsförmige Kulisse aus Fig. 3 ersichtlich ist. In diese Kulisse greift eine Nocke an der Innenseite des Innengehäuses 30 derart ein, dass eine Drehbewegung des Austragkopfes 14 gegenüber der Basis 12 mittelbar auch eine axiale Verlagerung des Austragkopfes 14 gegenüber der Basis 12 bewirkt, so dass mittels eines Zwischenbauteils 53 durch diese Drehbewegung der Stößel 52 niedergedrückt werden und das Schaltventil 50 geöffnet werden kann.

Wie sich anhand der Fig. 1 ersehen lässt, verfügt das Außengehäuse 40 über einen Kanalstutzen 43, der in einer Haupterstreckungsachse 2 ausgerichtet ist und einen Austragkanal 42 bildet, welcher exzentrisch zur Hauptdrehachse 6 ausgerichtet ist. Dieser Austragkanal 42 dient der Inhalation, indem der Benutzer an seinem distalen Ende einsaugt.

Bestimmungsgemäß erfolgt dies, nachdem er zuvor mit der beschriebenen Drehbewegung den Austragvorgang initiiert hat, so dass Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher 90 durch den Flüssigkeitskanal 51 bis zur Düsenanordnung 56 strömt und dort vernebelt wird. Das Öffnen und Schließen des Schaltventils erfolgt dabei vorzugsweise derart, dass der Benutzer den Kanalstutzen 43 oder ein hieran angebrachtes Atemstück mit seinem Mund oder seiner Gesichtspartie fixiert und dann dem Flüssigkeitsspeicher 90 um die Hauptdrehachse 6 dreht.

Damit das Außengehäuse 40 und das Innengehäuse 30 sich gemeinsam drehen, sind diese form- schlüssig miteinander verbunden. Bezug nehmend auf die Fig. 4 und 5 ist zu erkennen, dass am Innengehäuse 30 ein Formschlusssteg 38B vorgesehen ist, der mit einer korrespondierenden Nut 48B am Außengehäuse 40 zusammenwirkt.

Es ist wichtig, dass diese konkrete Formgebung nur exemplarisch ist. Bei einer auch unter ästhetischen Gesichtspunkten gestalteten Formgebung des Außengehäuses 40 und des Innengehäuses 30 sind diese vorzugsweise als Ganzes so geformt, dass sich der gewünschte drehfeste Formschluss einstellt.

Anhand der Fig. 6A bis 6C werden die Funktionsweise und die Besonderheit des Austragkopfes 14 erläutert. Der Austragkopf 14 ist zu diesem Zweck entlang einer horizontalen Ebene auf Höhe der Düsenanordnung 56 geschnitten. Fig. 6A zeigt den Ausgangszustand. Der Benutzer nimmt den Kanalstutzen 43 in den Mund oder fixiert ihn anderweitig mittels eines daran angebrachten Atemstücks. Anschließend wird der Flüssigkeitsspeicher 90 in die durch den Pfeil 6B verdeutlichten Weise gedreht, so dass der Austragkopf 14 und die Basis 12 sich aufgrund der Kulissenführung 13 axial aneinander annähern und der Austragkopf 14 mittelbar den Stößel 52 niederdrückt und damit das Schaltventil 50 öffnet. Die Flüssigkeit strömt nun den Flüssigkeitskanal 51 entlang bis zur Düsenanordnung 56 und wird dort in der durch Fig. 6B verdeutlichten Weise in einen Sprühnebel kleiner Tröpfchen verwandelt.

Wie Fig. 6B zeigt, kann dieser unmittelbar aus dem Austragkopf 14 durch eine mit der Düsenanordnu ng 56 fluchtende Durchbrechung 44 austreten. Es kommt also nicht zu einem relevanten Benetzen der Innenseiten des Austragkopfes. Wenn der Benutzer nun durch Saugen am distalen Ende des Kanalstutzens 43 mit dem Inhalationsvorgang beginnt, stellt sich die in Fig. 6C verdeutlichte Situation ein. Die Tröpfchen des Tröpfchennebels 100 werden zum überwiegenden Teil umgelenkt und strömen dann in Richtung der Haupterstreckungsachse 2 des Austragkanals 42. Du rch die Umlenkung kommt es zu einem Zerreißen der Tröpfchen, so dass der mittlere Tröpfchendu rchmesser sich signifikant verringert. Wie anhand der Fig. 6C ebenfalls verdeutlicht, werden zu große Tröpfchen, die sich für die Inhalation nicht eignen würden, in geringerem Maße abgelenkt, so dass sie nicht in den Kanalstutzen 43 gelangen. Während des Inhalationsvorganges strömt die für die Verfeinerung des Tröpfchennebels 100 benötigte Luft durch die Durchbrechung 44 ein.

Sobald der Benutzer seinen Einatemvorgang beendet, stellt sich wieder die Situation der Fig. 6B ein. Sofern der Benutzer durch die Inhalationseinrichtung 10 hindurch ausatmet, wird die ausgeatmete Lust gemeinsam mit dem Sprühstrahl durch die Durchbrechung 44 aus dem Außengehäuse 40 herausgeleitet.

Fig. 7 verdeutlicht, dass Bezug nehmend auf den nicht abgelenkten Sprühstrahl dessen Querschnittsfläche 100A im Bereich der Durchbrechu ng 44 den durch die Durchbrechung 44 gebildeten Freischnitt 44A zu einem erheblichen Teil, vorliegend mehr als 50%, ausfüllt. Wenngleich dies nicht zwingend erforderlich ist, wird es doch als vorteilhaft angesehen, wenn ein derartig hoher Grad der Ausfüllung erzielt wird, da hierdurch gewährleistet ist, dass die einströmende Luft zum überwiegenden Teil an der Umlenkung des Tröpfchennebels 100 teilnimmt. Außerdem führt eine vergleichsweise kleine Durchbrechung 44 zu einer höheren Strömungsgeschwindigkeit der einströmenden Luft und somit zu einer besseren Verneblung mit kleineren Tröpfchen.

Die Fig. 8A bis 8C verdeutlichen mögliche Gestaltungen der Inhalationseinrichtung 10 mit einem Atemstück.

Fig. 8A entspricht der Gestaltung der vorangegangenen Figuren. Hier ist vorgesehen, dass der Kanalstutzen 43 unmittelbar vom Benutzer ais Mundstück verwendet wird, also bestimmungsgemäß beim Inhalieren mit den Lippen umschlossen wird. Fig. 8B zeigt, dass stattdessen auch ein Einsatz in Form eines separaten Mundstücks 70 vorgesehen sein kann, beispielsweise um hierdurch die hygienische Verwendung des Inhalators durch mehrere Personen zu ermöglichen. Alternativ zu dem Mundstück 70 kann in der Fig. 8C entnehmbaren Weise auch eine separate Atemmaske 72 Verwendung finden.

Fig. 9 zeigt eine alternative Gestaltung der Inhalationseinrichtung 10. Bei dieser ist das Außenge- häuse 40 etwas anders gestaltet. Statt einer Durchbrechung 44, die unmittelbar mit einer umgebenden Atmosphäre eine Verbindung schafft, findet hier ein schwammartiger oder poröser Flüssigkeitspuffer 144 Verwendung. Wird, entsprechend der Fig. 6B, nach Beginn des Austragvorgangs die Inhalation unterbrochen, so ist der Sprühstrahl auf diesen Flüssigkeitspuffer 144 gerichtet und kann hier aufgenommen werden. Nach Beendigung der Inhalation kann die Flüssigkeit dann von hier aus verdunsten. Da der Flüssigkeitspuffer bei der dargestellten Gestaltung nicht gut als Einströmkanal verwendbar ist, ist bei der Gestaltung der Fig. 9 ein separater Einströmkanal 46 vorgesehen.