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Title:
INITIAL CASTING PART, DUMMY BAR HEAD, AND DUMMY BAR FOR A CONTINUOUS CASTING MACHINE FOR CASTING PRELIMINARY PROFILES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/000830
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an initial casting part (1) for sealing off a dummy bar head (2) in a mold (3) of a continuous casting machine for casting preliminary profiles, a dummy bar head (2), and a dummy bar. The aim of the invention is to disclose an initial casting part (1), a dummy bar head (2), and a dummy bar, by means of which the preparation time for connecting the initial casting part to the dummy bar head (2) is reduced and the automatic separation of the warm casting bar from the dummy bar is made possible. Said aim is achieved by an initial casting part (1) of the type indicated above, wherein a connecting part (7) forming a closed geometric profile with the cover plate (6) on the dummy bar side penetrates the seal (4) and the cover plate (6) at at least two points, so that the initial casting (1) can be hooked into or out of the dummy bar head (2) by means of the connecting part (7).

Inventors:
TRAUNER, Alfred (Zeitling 63, Perg, A-4320, AT)
MANSFELD, Milan (Frani Stramka 849, Kladno, 27204, CZ)
MAYRHOFER, Karl Friedrich (Unterfeld 30, Perg, A-4320, AT)
MICHALCZYK, Walter (Am Auerberg 2, Kirchberg-Thening, A-4062, AT)
Application Number:
EP2011/060307
Publication Date:
January 05, 2012
Filing Date:
June 21, 2011
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS VAI METALS TECHNOLOGIES GMBH (Turmstraße 44, Linz, A-4031, AT)
TRAUNER, Alfred (Zeitling 63, Perg, A-4320, AT)
MANSFELD, Milan (Frani Stramka 849, Kladno, 27204, CZ)
MAYRHOFER, Karl Friedrich (Unterfeld 30, Perg, A-4320, AT)
MICHALCZYK, Walter (Am Auerberg 2, Kirchberg-Thening, A-4062, AT)
International Classes:
B22D11/08
Attorney, Agent or Firm:
MAIER, Daniel (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Angießteil (1) zur Abdichtung eines Kaltstrangkopfs (2) in einer Kokille (3) einer Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen, aufweisend

- eine Dichtung (4) zur Abdichtung des Kaltstrangkopfs (2) in der Kokille (3) ;

- eine Abdeckplatte (6), die die Dichtung (4) zwischen der Abdeckplatte (6) und dem Kaltstrangkopf (2) festlegt; dadurch gekennzeichnet,

dass ein Verbindungsteil (7), der mit der Abdeckplatte (6) kaltstrangseitig ein geschlossenes geometrisches Profil ausbildet, die Dichtung (4) und die Abdeckplatte (6) an zumindest zwei Stellen durchdringt, sodass der Angießteil (1) mittels des Verbindungsteils (7) in den Kaltstrangkopf (2) einhakbar und aushakbar ausgebildet ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (6) plattenförmig ausgebildet ist und die Abdeckplatte (6) die Form des Hohlraums der Kokille (3) aufweist, sodass die Dichtung (4) einen Spalt (5) zwischen der Abdeckplatte (6) und der Kokille (3) abdichtet.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsteil (7) warmstrangseitig ein offenes geometrisches Profil und der Verbindungsteil (7) mit der Abdeckplatte (6) kaltstrangseitig ein geschlossenes geometrisches Profil aufweist, wobei das geschlossene

geometrische Profil insbesondere als ein U-förmiges oder C- förmiges Profil ausgebildet ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das offene Profil des Verbindungsteils (7) zwei Schenkel (8) aufweist, die parallel ausgerichtet sind.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsteil (7) als ein

gebogener Rundstahlstab, insbesondere als ein Bewehrungs- oder Armierungsstahls mit einer rillenförmig strukturierte Oberfläche, ausgebildet ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schenkel (8) des Verbindungsteils (7) einen rechten Winkel einschließen.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsteil (7) die Abdeckplatte (6) in dessen Längsachse (9) durchdringt.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Rohr (10) konzentrisch zu einem Schenkel (8) auf die Abdeckplatte (6) aufgesetzt wird, wobei das Rohr (10) zur Aufnahme von Kühlschrott ausgebildet ist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (4) die Form der

Abdeckplatte (6) aufweist und als eine Flachdichtung mit konstanter Dicke (11) ausgebildet ist.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (4) als eine Profildichtung ausgebildet ist, deren Oberkante (12) bündig mit der

Abdeckplatte (6) abschließt.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Schenkel (8) einen scheibenförmig oder pilzförmig vorstehenden Teil (13) aufweist, der zur formfesten Verbindung des Warmstrangs (14) mit dem Angießteil (1) ausgebildet ist.

12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsteil (7) mittels einer Schweißverbindung mit der Abdeckplatte (6) verbunden ist .

13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (6) zu einer Normalebene zur Gießrichtung (15) einen spitzen Winkel (a) einschließt .

14. Kaltstrangkopf (2) einer Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen mit einem Angießteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des Kaltstrangkopfs (2) zumindest eine offene Ausnehmung (16) zur Aufnahme eines Verbindungsteils (7) aufweist, wobei der Angießteil (1) mittels des Verbindungsteils (7) in den Kaltstrangkopf (2) einhakbar und aushakbar ausgebildet ist.

15. Kaltstrang einer Stranggießmaschine zum Gießen von

Vorprofilen mit einem Angießteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 und einem Kaltstrangkopf (2) nach Anspruch 14.

Description:
Beschreibung

Angießteil, Kaltstrangkopf und Kaltstrang für eine

Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Angießteil zur

Abdichtung eines Kaltstrangkopfs in einer Kokille einer

Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen, einen

Kaltstrangkopf einer Stranggießmaschine zum Gießen von

Vorprofilen, sowie einen Kaltstrang einer Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen.

Konkret betrifft die Erfindung einen Angießteil zur

Abdichtung eines Kaltstrangkopfs in einer Kokille einer

Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen, aufweisend

- eine Dichtung zur Abdichtung des Kaltstrangkopfs in der Kokille; und

- eine Abdeckplatte, die die Dichtung zwischen der

Abdeckplatte und dem Kaltstrangkopf festlegt.

Ein derartiger Angießteil ist beispielsweise aus der EP 2 127 780 AI bekannt. Konkret dichtet eine Flachdichtung einen Kaltstrangkopf in einer Kokille ab, wobei die Flachdichtung über eine Verpackungsplatte mittels zwei Zugankern gegen den Kaltstrangkopf gepresst wird. Obwohl diese Konstruktion eine betriebsichere Abdichtung des Kaltstrangkopfs in der Kokille ermöglicht, sind folgende Punkte noch verbesserbar: Die

Vorbereitungszeit bei der Verpackung eines Kaltstrangs in der Kokille dauert lange, da der Angießteil manuell mit dem

Kaltstrangkopf verbunden werden muss; außerdem können bei der manuellen Verbindung des Angießteils mit dem Kaltstrangkopf Montagefehler nicht ausgeschlossen werden.

Aus der DE 3230183 AI ist ein Angießteil und ein

Kaltstrangkopf für einen Gießstrang mit rechteckigem

Querschnitt bekannt, bei dem der Kaltstrangkopf in den

Kaltstrang eingehakt werden kann. Konkrete Anweisungen wie ein Angießteil und ein Kaltstrangkopf für eine Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen auszusehen haben, können der Schrift nicht entnommen werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile des Stands der Technik zu beseitigen und insbesondere einen Angießteil, einen Kaltstrangkopf und einen Kaltstrang anzugeben, mit denen die Vorbereitungszeit für die Verbindung des

Angießteils mit dem Kaltstrangkopf reduziert werden kann. Diese Aufgabe wird durch einen Angießteil der eingangs genannten Art gelöst, bei dem

- ein Verbindungsteil, der mit der Abdeckplatte

kaltstrangseitig ein geschlossenes geometrisches Profil ausbildet, die Dichtung und die Abdeckplatte an

zumindest zwei Stellen durchdringt, sodass der

Angießteil mittels des Verbindungsteils in den

Kaltstrangkopf einhakbar und aushakbar ausgebildet ist.

Bei dieser Konstruktion dichtet die Dichtung den

Kaltstrangkopf gegenüber der Kokille ab (konkret gegenüber den Seitenwänden, die den Hohlraum der Kokille begrenzen) , sodass der Angießteil mit der Dichtung vorgefertigt

angeliefert und innerhalb einer nur kurzen Vorbereitungszeit außerhalb der Kokille in den Kaltstrangkopf eingehakt, d.h. das der Angießteil lösbar mit dem Kaltstrangkopf verbunden, werden kann. Dadurch dass ein einziger Verbindungsteil sowohl die Dichtung und die Abdeckplatte an zumindest zwei Stellen durchdringt, wird der Angießteil über den Verbindungsteil mit dem Kaltstrangkopf ein- und wieder aushakbar ausgebildet, sodass eine kurze Verpackungszeit, aber auch eine

selbsttätige Trennung des Kaltstrangs vom Warmstrang, beispielsweise mittels einer Trennrolle oder einer

gesonderten Trennvorrichtung, realisiert werden kann. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Abdeckplatte plattenförmig ausgebildet und weist die Form des Hohlraums der Kokille auf, sodass die Dichtung einen Spalt zwischen der Abdeckplatte und der Kokille abdichtet. Diese Ausführungsform erzielt eine besonders gleichmäßige Flächenpressung auf die Dichtung, wodurch eine hohe Dichtigkeit und dadurch hohe Betriebssicherheit erreicht wird. Nach einer - für die lösbare Verbindung des Angießteils mit dem Kaltstrangkopf mittels Einhaken - besonders vorteilhaften Ausführungsform, weist der Verbindungsteil warmstrangseitig ein offenes geometrisches Profil und der Verbindungsteil mit der Abdeckplatte kaltstrangseitig ein geschlossenes

geometrisches Profil auf, wobei das geschlossene geometrische Profil insbesondere als ein U-förmiges oder C-förmiges Profil ausgebildet ist. Nach einer ersten alternativen

Ausführungsform ist auch das warmstrangseitige Profil

geschlossen ausgebildet. Nach einer zweiten alternativen Ausführungsform ist das kaltstrangseitige Profil offen ausgebildet, z.B. durch zwei hakenförmig ausgebildete

Schenkel, die einen axialen Versatz quer zur Gießrichtung aufweisen. Mittels der letztgenannten Ausführungsform wird lediglich der mittlere Teil des geschlossenen Profils

ausgelassen.

Nach einer einfachen Ausführungsform sind die Schenkel des offenen Profils des Verbindungsteils parallel ausgerichtet. Nach einer weiteren einfachen Ausführungsform ist der

Verbindungsteil als ein gebogener Rundstahlstab, insbesondere als ein Bewehrungs- oder Armierungsstahls (engl, rebar) mit einer rillenförmig strukturierte Oberfläche, ausgebildet. Diese Ausführungsform zeichnet sich einerseits durch geringe Kosten aus; andererseits wird die Oberfläche eines als

Bewehrungs- oder Armierungsstahls ausgebildeten

Rundstahlstabs gegenüber einem Rundstahlstab mit glatter Oberfläche erhöht, sodass eine rasche Abkühlung der

Stahlschmelze und eine hohe Betriebssicherheit erreicht wird.

Nach einer einfachen Ausführungsform schließen die beiden Schenkel des Verbindungsteils einen rechten Winkel ein. Alternativ ist es möglich, dass die Schenkel einen spitzen oder stumpfen Winkel einschließen.

Bezüglich einer symmetrischen Verbindung des Angießteils mit dem Kaltstrang ist es vorteilhaft, dass der Verbindungsteil die Abdeckplatte in dessen Längsachse oder Symmetrieachse durchdringt .

Für eine kurze Erstarrungszeit des Warmstrangs nach dem

Angießen ist es vorteilhaft,

- dass je ein Rohr konzentrisch zu einem Schenkel auf die Abdeckplatte aufgesetzt wird, wobei das Rohr zur

Aufnahme von Kühlschrott ausgebildet ist; und/oder

- dass je ein Schenkel einen scheibenförmig oder

pilzförmig vorstehenden Teil aufweist, der zur

formfesten Verbindung des Warmstrangs mit dem Angießteil ausgebildet ist.

Durch das Rohr wird zudem sichergestellt, dass der

Kühlschrott nicht an der Innenwand der Kokille aufliegt, sodass diese von Kratzern bzw. Beschädigungen geschützt wird.

Nach einer einfachen Ausführungsform weist die Dichtung die Form der Abdeckplatte auf und ist als eine Flachdichtung mit konstanter Dicke ausgebildet.

Nach einer dazu alternativen Ausführungsform ist die Dichtung als eine Profildichtung ausgebildet, deren Oberkante entweder die Abdeckplatte überragt oder mit der Abdeckplatte bündig abschließt.

Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform ist der

Verbindungsteil mittels einer Schweißverbindung mit der

Abdeckplatte verbunden.

Um insbesondere bei unsymmetrischen Vorprofilen eine

fehlerfreie Verbindung des Angießteils mit dem Kaltstrangkopf sicherzustellen, ist es günstig, dass die Abdeckplatte zu einer Normalebene zur Gießrichtung einen spitzen Winkel a, vorzugsweise 2°<a<30°, einschließt.

Bei einem erfindungsgemäßen Kaltstrangkopf einer

Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen mit einem

Angießteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche weist das obere Ende des Kaltstrangkopfs zumindest eine offene

Ausnehmung zur Aufnahme eines Verbindungsteils auf, wobei der Angießteil mittels des Verbindungsteils in den Kaltstrangkopf einhakbar und aushakbar ausgebildet ist.

Ein erfindungsgemäßer Kaltstrang einer Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen weist einen Angießteil und einen

Kaltstrangkopf auf.

Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung nicht

einschränkender Ausführungsbeispiele, wobei auf die folgenden Figuren Bezug genommen wird, die Folgendes zeigen:

Fig la, lb, und lc je einen Aufriss, einen Grundriss und ein Kreuzriss eines erfindungsgemäßen Angießteils

Fig 2 eine perspektivische Darstellung des Einhakens eines Angießteils in einen Kaltstrangkopf

Fig 3 eine perspektivische Darstellung des Angießteils und des Kaltstrangkopfs nach Fig 2 im eingehakten Zustand

Fig 4a eine geschnittene Darstellungen eines Kaltstrangkopfs inkl. eines Angießteils im in die Kokille eingefahrenen

Zustand

Fig 4b eine Darstellung des Details B nach Fig 4a

Fig 5 eine perspektivische Darstellung eines Warmstrangs der mittels eines Kaltstrangs aus einer Kokille ausgezogen wird Fig 6a, 6b und 6c einen Aufriss, einen Kreuzriss und eine geschnittene Darstellung entlang der Linie C-C bei der

Inline-Trennung eines Kaltstrangs von einem Warmstrang

Die Fig 1 zeigt mittels der Subfiguren la, lb und lc einen Angießteil 1 zur Abdichtung eines nicht gezeigten Kaltstrangkopfs in einer Kokille einer Stranggießmaschine zum Gießen von Vorprofilen. Der vorgefertigte Angießteil 1 weist folgende Elemente auf:

- eine als Flachdichtung ausgeführte Dichtung 4, die

zwischen einer plattenförmige Abdeckplatte 6 und dem

Kaltstrangkopf festlegbar ist und einen Spalt zwischen der Abdeckplatte und der Kokille abdichtet; und

- einen Verbindungsteil 7, der kaltstrangseitig mit der Abdeckplatte 6 ein geschlossenes, U-förmiges

geometrisches Profil und warmstrangseitig ein offenes geometrisches Profil aufweist.

Die Dichtung 4 und die Abdeckplatte 6 werden an zwei Stellen vom Verbindungsteil 7 durchdrungen, wobei das geschlossene Profil des Verbindungsteils 7 einen Haken einer

Einhakvorrichtung ausbildet, sodass der Angießteil 1 in den

Kaltstrangkopf bei der Montage eingehakt und bei der Trennung zwischen Warm- und Kaltstrang selbsttätig wieder ausgehakt werden kann. Um die auf den Kaltstrang einwirkende

Auszugskraft möglichst symmetrisch auf den Angießteil zu übertragen, sind die zwei Stellen der Durchdringung in der Symmetrieachse 9 des Angießteils 1 angeordnet. Um

Montagefehler auszuschließen und um die Trennung des

Angießteils 1 vom nicht dargestellten Kaltstrangkopf zu erleichtern, weist die Abdeckplatte 6 gegenüber einer

Normalebene 18 zur Gießrichtung einen Winkelversatz von a=5° auf. Der Winkelversatz α wird im Allgemeinen so gewählt, dass dieser in etwa dem Winkelversatz des Kaltstrangs beim Trennvorgang, z.B. mittels einer Trennrolle, entspricht. Um andererseits die Erstarrung des Warmstrangs in der Kokille zu beschleunigen, weist jeder Schenkel 8 des offenen Profils des Verbindungsteils 7 ein Rohrstück 10 und einen scheibenförmig vorspringenden Teil 13 auf, wobei die Verbindung zwischen einem Schenkel 8 und der Abdeckplatte 6, eines Rohrs 10 und der Abdeckplatte 6 sowie eines scheibenförmig vorspringenden Teils 13 mit einem Schenkel 8 mittels zumindest je einer Schweißverbindung erfolgt. In Fig 2 wird das Einhaken eines Angießteils 1 nach Fig 1 in einen Kaltstrangkopf 2 schematisch dargestellt. Dabei wird der Angießteil 1 im Wesentlichen quer zur Gießrichtung 15 zum Kaltstrangkopf 2 bewegt (die Bewegungsrichtung wird durch einen Pfeil 20 angedeutet) , sodass der Verbindungsteil 7 in eine Ausnehmung 16 des Kaltstrangkopfs 2 eingehakt wird.

Anschließend wird der montierte bzw. „verpackte" Kaltstrang in Gießrichtung 15 in die Kokille 3 eingefahren, wobei der Kaltstrangkopf 2 mittels der Dichtung 4 gegenüber der Kokille 3 abgedichtet wird.

Eine detailliertere Darstellung des verpackten

Kaltstrangkopfs 2 ist in den Fig 3 und 4 zu sehen. Aus der Fig 4 geht insbesondere die Form der Ausnehmung 16 des

Kaltstrangkopfs, sowie in einer Detaildarstellung der

umfangsseitige Spalt 5 zwischen der Abdeckplatte 6 bzw. dem Kaltstrangkopf 2 und der Kokille 2 hervor. Weiters zeigt die Fig 4 eine als Profildichtung ausgeführte Dichtung 4, dessen Oberkante 12 bündig mit Oberkante der Abdeckplatte 6

abschließt.

In Fig 5 ist das Ausziehen eines zumindest teilweise

erstarrten Warmstrangs 14 aus einer Kokille 3 schematisch dargestellt. Wie beim Stranggießen allgemein bekannt, wird eine Stahlschmelze mittels zumindest eines nicht

dargestellten Tauchrohrs in eine Kokille 3 eingebracht, wobei die Stahlschmelze in der Kokille abgekühlt wird und sich dabei ein zumindest teilerstarrter Warmstrang 14 ausbildet. Um das Ausfließen der Stahlschmelze zu verhindern, wird der Angießteil 1 zur Abdichtung des Kaltstrangkopfs 2 in die Kokille 3 eingesetzt, wobei der Angießteil 1 mit dem

Warmstrang 14 eine formschlüssige Verbindung eingeht.

Anschließend wird der Warmstrang mittels des Kaltstrangkopfs 2 aus der Kokille 3 in Gießrichtung 15 ausgezogen; aus

Gründen der Übersichtlichkeit wurde nur ein Kaltstrang- Kettenglied 19 dargestellt. In den Fig 6a, 6b und 6c wird das selbsttätige Trennen, die sogenannte Inline-Trennung, des Kaltstrangs 2 vom Warmstrang 14 dargestellt. Dabei wird eine Trennrolle 17 von unten gegen ein Kaltstrang-Kettenglied 19 angestellt, sodass der

Verbindungsteil 7 aus der Ausnehmung 16 gedrückt, d.h.

ausgehakt, wird und somit der mit dem Angießteil 1 fest verbundene Warmstrang 14 vom Kaltstrang 2 getrennt wird. Der Kaltstrang selbst wird nach der erfolgten Trennung, z.B.

mittels eines Krans, entfernt und der Gießprozess

fortgesetzt. Der mit dem Warmstrang verbundene Angießteil 1 kann z.B. durch eine Brennschneidemaschine vom Warmstrang getrennt werden. Fig 6c zeigt eine geschnittene Darstellung anhand der in Fig 6b dargestellten Schnittlinie C-C.

Liste der Bezugszeichen

1 Angießteil

2 Kaltstrangkopf

3 Kokille

4 Dichtung

5 Spalt

6 Abdeckplatte

7 Verbindungsteil

8 Schenkel

9 Längsachse der Abdeckplatte

10 Rohr

13 Scheibenförmiger oder pilzförmiger Teil

14 Warmstrang

15 Gießrichtung

16 Ausnehmung

17 Trennrolle

18 Normalebene zur Gießrichtung

19 Kaltstrang-Kettenglied

20 Bewegungsrichtung α Winkel