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Title:
INPUT DEVICE COMPRISING ACTUATION PART AND ELECTROMAGNETIC ALTERNATING-FIELD INFLUENCING FOR DETERMINING POSITION INFORMATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/211368
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an input device (1), comprising a touchpad (3), an actuation part (2) rotatably and/or slidably mounted on the touchpad (3), and a detection apparatus (4, 6, 7) which is arranged on the touchpad (3) and has a transmitting apparatus (6) for producing an electromagnetic alternating field by means of a transmitting signal (9) and a receiving apparatus (7) for receiving the electromagnetic alternating field, a receiving signal (12) thus being produced, and an evaluation unit (5) which is connected to the detection apparatus (4, 6, 7) so as to conduct electricity; an electrical resonant circuit (8) arranged in the electromagnetic field, wherein the actuation part (2) is designed to vary a resonance frequency of the electrical resonant circuit (8) in dependence on position, and the evaluation unit (5) is designed to detect, using at least the receiving signal (12), position-dependent absorption behavior with respect to the electromagnetic alternating field or position-dependent emission behavior of the resonant circuit (8) on the basis of a current induced in the resonant circuit (8), more particularly to detect the resonance frequency therefrom, and to determine therefrom position information regarding the position of the actuation part (2), and wherein the evaluation unit (5) is designed to perform a switching and/or control function of a vehicle component in dependence on the position information.

Inventors:
KLEFFEL, Thomas (Schwabenäcker 3, Höchberg, 97204, DE)
BAUER, Norbert (Hauptstr. 5, Bad Neustadt, 97616, DE)
Application Number:
EP2019/061226
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
May 02, 2019
Export Citation:
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Assignee:
PREH GMBH (Schweinfurter Str. 5-9, Bad Neustadt a.d. Saale, 97616, DE)
International Classes:
G06F3/046; G06F3/0338; G06F3/0362
Foreign References:
US20170182890A12017-06-29
DE102015222783A12017-05-18
US20170124364A12017-05-04
US20170123562A12017-05-04
US6690156B12004-02-10
US20080023232A12008-01-31
JP2006122439A2006-05-18
US20010035815A12001-11-01
US20160224129A12016-08-04
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
LOHMANNS, Bernard (Benrather Schlossallee 49-53, Düsseldorf, 40597, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Eingabegerät (1), insbesondere einer Fahrzeug-Bediener-Schnittstelle, aufweisend ein Touchpad (3), ein an dem Touchpad (3) beweglich, wie dreh- , schwenk- und/oder schiebebeweglich, gelagertes Betätigungsteil (2) und einer am Touchpad (3) angeordneten Detektionseinrichtung (4, 6, 7), welche eine Sendeeinrichtung (6) zur Erzeugung eines elektromagnetischen Wechselfeldes mittels eines Sendesignals (9) und eine Empfangseinrichtung

(7) zum Empfang des elektromagnetischen Wechselfeldes unter Erzeugung eines Empfangssignals (12) aufweist, und einer mit der Detektionseinrichtung (4, 6, 7) elektrisch leitend verbundenen Auswerteinheit (5); einen im elektromagnetischen Wechselfeld angeordneten, elektrischen Schwingkreis

(8), wobei das Betätigungsteil (2) ausgebildet ist, eine Resonanzfrequenz des elektrischen Schwingkreises (8) stellungsabhängig zu variieren, und die Auswerteinheit (5) ausgelegt ist, anhand wenigstens des Empfangssignals (12) ein stellungsabhängiges Absorptionsverhalten des Schwingkreises (8) bezüglich des elektromagnetischen Wechselfeldes oder ein stellungsabhängiges Abstrahlverhalten des Schwingkreises (8) aufgrund eines in dem Schwingkreis (8) induzierten Stromes, insbesondere daraus die Resonanzfrequenz, zu detektieren und daraus eine Stellungsinformation betreffend die Stellung des Betätigungsteils (2) zu ermitteln, und wobei die Auswerteinheit (5) ausgelegt ist, in Abhängigkeit der Stellungsinformation eine Schalt- und/oder Steuerfunktion durchzuführen.

2. Eingabegerät (1) gemäß Anspruch 1, wobei das Eingabegerät (1) einen Sockel (21) aufweist, der an dem Touchpad (3) befestigt und an dem das Betätigungsteil (2) beweglich gelagert ist.

3. Eingabegerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Betätigungsteil (2) und der elektrische Schwingkreis (8) derart Zusammenwirken, dass stellungsabhängig der elektrische Schwingkreis (8) geschlossen oder unterbrochen wird.

4. Eingabegerät (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei der elektrische Schwingkreis (8) ein elektromechanisches Schaltelement aufweist und das Betätigungsteil (2) und das Schaltelement derart mechanisch Zusammenwirken, dass stellungsabhängig der elektrische Schwingkreis (8) geschlossen oder unterbrochen wird.

5. Eingabegerät (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei das elektromechanische Schaltelement (16) zur Schleifkontaktierung (19, 20) ausgebildet ist, so dass stellungsabhängig der elektrische Schwingkreis (8) geschlossen oder unterbrochen wird.

6. Eingabegerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mehrere Schwingkreiselemente (8a, 8b) vorgesehen sind und das

Betätigungsteil (2) und der elektrische Schwingkreis (8) Zusammenwirken, dass wenigstens zwei benachbarte Stellungen des Betätigungsteils (2) vorgesehen sind, in denen jeweils unterschiedliche elektrische Schwingkreise (8) geschlossen sind, die sich wenigstens bezüglich der Impedanz eines Schwingkreiselements (8b) der jeweils zum betreffenden Schwingkreis elektrisch verbundenen Schwingkreiselemente (8a, 8b) unterscheiden.

7. Eingabegerät (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die

Stellungen des Betätigungsteils (2) durch eine Rasteinrichtung (17, 18) definiert sind.

8. Eingabegerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei anhand eines Frequenzverhaltens eines Amplitudenverhältnisses zwischen Sendesignal (9) und Empfangssignal (12) und/oder eines Frequenzverhaltens einer Phasenverschiebung zwischen Sendesignal (9) und Empfangssignal (12) eine Stellungsinformation mittels der Auswerteinheit (5) ermittelt wird.

9. Eingabegerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schwingkreis (8) durch mehrere Schwingkreiselemente (8a, 8b) ausgebildet ist und wobei eine elektrische Impedanz wenigstens eines elektrischen Schwingkreiselements (8a, 8b) und damit die Resonanzfrequenz des Schwingkreises (8) mit der Stellung des Betätigungsteils (2) variiert.

10. Eingabegerät (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei bei Verstellung des Betätigungsteils (2) ein mechanisches Einwirken auf wenigstens eines der Schwingkreiselemente (8a, 8b) des elektrischen Schwingkreises (8) bewirkt wird.

11. Eingabegerät (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Schwingkreiselement (8a), auf das bei Verstellung des Betätigungsteils (2) eine mechanische Einwirkung erfolgt, eine Spule ist, deren elektrische Impedanz durch mechanische Veränderung eines Abgriffs (15) und/oder mechanische Lageveränderung eines Spulenkerns (13) variiert wird.

12. Eingabegerät (1) gemäß einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei das Schwingkreiselement, auf das bei Verstellung des Betätigungsteils (2) eine mechanische Einwirkung erfolgt, ein Kondensator (8b) ist, dessen elektrische Impedanz durch mechanische Veränderung einer Kondensatorabmessung (14) und/oder mechanische Lageveränderung eines in den Kondensator (8b) eingebrachten Dielektrikums (15) variiert wird.

13. Eingabegerät (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Sendeeinrichtung (6) ein Array von selektiv ansteuerbaren Sendeantennen (6) und/oder die Empfangseinrichtung (7) ein Array von selektiv ansteuerbaren Empfangsantennen aufweist und die Detektionseinheit (4, 6, 7) ausgelegt ist, mittels selektiver Ansteuerung ferner die Lage wenigstens eines Schwingkreiseiementes eines stellungsabhängig geschlossenen Schwingkreises (8) zu detektleren um eine Lage des Betätigungsteils (2) auf dem Touchpad (3) zu ermitteln.

14. Verwendung des Eingabegeräts (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche in einem Kraftfahrzeug.

15. Verfahren zum Betrieb eines Eingabegeräts (1), insbesondere einer Fahrzeug- Benutzer-Schnittsteile (10), mit den folgenden Schritten:

Bereitstellen des Eingabegeräts (1), aufweisend ein Touchpad (3), ein an dem Touchpad (3) beweglich, wie dreh-, schwenk- und/oder schiebebeweglich gelagertes Betätigungsteil (2) und einer am Touchpad (3) angeordneten Detektionseinrichtung (4, 6, 7), welche eine Sendeeinrichtung (6) zur Erzeugung eines elektromagnetischen Wechselfeldes mittels eines Sendesignals (9) und eine Empfangseinrichtung (7) zum Empfang des elektromagnetischen Wechselfeldes unter Erzeugung eines Empfangssignals (12) aufweist, und einer mit der Detektionseinrichtung (4, 6, 7) elektrisch leitend verbundenen Auswerteinheit (5); einen im elektromagnetischen Wechselfeld angeordneten, elektrischen Schwingkreis (8), wobei das Betätigungstell (2) ausgebildet ist, eine Resonanzfrequenz des elektrischen Schwingkreises (8) stellungsabhängig zu variieren; und Detektieren anhand wenigstens des Empfangssignals (12) und mittels der Auswerteinheit (5) eines stellungsabhängigen Absorptionsverhaltens des Schwingkreises (8) bezüglich des elektromagnetischen Wechselfeldes oder eines stellungsabhängigen Abstrahlverhaltens des Schwingkreises (8) aufgrund eines In dem Schwingkreis (8) induzierten Stromes, insbesondere Detektion von dessen Resonanzfrequenz, und Ermitteln einer Steliungsinformation betreffend die Stellung des Betätig ungsteils (2); und

Ausführen einer Schalt- und/oder Steuerfunktion in Abhängigkeit der Stellungsinformation.

18. Verfahren gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei anhand eines Frequenzverhaltens eines Amplitudenverhältnisses zwischen Sendesignal (9) und Empfangssignal (12) und/oder eines Frequenzverhaltens einer Phasenverschiebung zwischen Sendesigna! (9) und Empfangssignal (12) eine Stellungsinformation mittels der Auswerteinheit (5) ermittelt wird.

17. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 15 oder 16, wobei das Betätigungsteil (2) und der elektrische Schwingkreis (8) derart Zusammenwirken, dass stellungsabhängig der elektrische Schwingkreis (8) geschlossen oder unterbrochen wird.

18. Verfahren gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei der elektrische Schwingkreis (8) ein elektromechanisches Schaltelement (16) aufweist und das Betätigungsteil (2) und das elektromechanische Schaltelement (16) derart mechanisch Zusammenwirken, dass stellungsabhängig der elektrische Schwingkreis (8) geschlossen oder unterbrochen wird.

19. Verfahren gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei das elektromechanische Schaltelement (16) zur Schleifkontaktierung (19, 20) ausgebildet ist, so dass stellungsabhängig der elektrische Schwingkreis (8) geschlossen oder unterbrochen wird

20. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 15 bis 19, wobei mehrere Schwingkreiselemente (8a, 8b) vorgesehen sind und das Betätigungsteil (2) und der elektrische Schwingkreis (8) Zusammenwirken, dass wenigstens zwei benachbarte Stellungen des Betätigungsteils (2) vorgesehen sind, in denen jeweils unterschiedliche elektrische Schwingkreise (8) geschlossen sind, die sich wenigstens bezüglich der Impedanz eines Schwingkreiselements der jeweils zum betreffenden Schwingkreis elektrisch verbundenen Schwingkreiselemente (8a, 8b) unterscheiden

21. Verfahren gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Stellungen des Betätigungsteils (2) durch eine Rasteinrichtung definiert sind.

22. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 15 bis 21, wobei der Schwingkreis (8) durch mehrere Schwingkreiseiemente (8a, 8b) ausgebildet ist und wobei eine elektrische Impedanz wenigstens eines elektrischen Schwingkreiselements (8a, 8b) und damit die Resonanzfrequenz des Schwingkreises (8) mit der Stellung des Betätigungsteils (2) variiert.

23. Verfahren gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei bei Verstellung des Betätigungsteils (2) ein mechanisches Einwirken auf wenigstens eines der Schwingkreiselemente (8a, 8b) des elektrischen Schwingkreises (8) bewirkt wird.

24. Verfahren gemäß dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Schwingkreiselement (8a), auf das bei Verstellung des Betätigungsteils (2) eine mechanische Einwirkung erfolgt, eine Spule ist, deren elektrische Impedanz durch mechanische Veränderung eines Abgriffs (15) und/oder mechanische Lageveränderung eines Spulenkerns (13) variiert wird.

25. Verfahren gemäß einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei das Schwingkreiselement, auf das bei Verstellung des Betätigungsteils (2) eine mechanische Einwirkung erfolgt, ein Kondensator (8b) ist, dessen elektrische Impedanz durch mechanische Veränderung einer Kondensatorabmessung (14) und/oder mechanische Lageveränderung eines in den Kondensator (8b) eingebrachten Dielektrikums (15) variiert wird.

28. Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche 15 bis 25, wobei die Sendeeinrichtung (6) ein Array von selektiv ansteuerbaren Sendeantennen (6) und/oder die Empfangseinrichtung (7) ein Array von selektiv ansteuerbaren Empfangsantennen aufweist und die Detektionseinheit (4, 6, 7) ausgelegt ist, mittels selektiver Ansteuerung ferner die Lage wenigstens eines Schwingkreiselementes eines stellungsabhängig geschlossenen Schwingkreises (8) zu detektieren, um eine Lage des Betätigungsteils (2) auf dem Touchpad (3) zu ermitteln.

Description:
Eingabegerät mit Betätigungsteil und elektromagnetischer

Wechselfeldbeeinflussung zur Ermitlung einer Stellungsinformation

Die Erfindung betrifft ein Eingabegerät einer Fahrzeug-Benutzer-Schnittsteile mit einer Detektionseinrichtung und einem Betätigungsteil, welches beweglich gelagert ist, wobei die Detektionseinrichtung ausgelegt ist, eine Stellung oder eine Stellungsänderung zu detektieren, um dieser wenigstens eine Steliungsänderung zuzuordnen, der einer zum Eingabegerät gehörenden Auswerteinheit übermittelt wird, so dass letztere dieser Information eine Schaltoder Steuerfunktion einer Fahrzeugkomponente zuordnen kann.

Vorbekannte Eingabegeräte weisen Betätigungsteile auf, die beweglich an einem Gehäuse gelagert sind und deren Position und/oder Positionsänderung berührungslos detektiert wird. Es ist ferner bekannt, ein Betätigungsteil auf einer berührsensitiven Eingabefläche beweglich zu lagern, um die der berührsensitiven Eingabefläche zugeordnete Detektionseinrichtung nicht nur zur Berührdetektion auf der Eingabefläche sondern auch zur Stellungsdetektion des Betätigungsteils verwenden zu können. Gleichzeitig steigert die Verwendung eines beweglich gelagerten Betätigungsteils anstelle einer Fahrzeug-Benutzer-Schnittsteile mit ausschließlich über eine berührsensitiven Eingabefläche möglichen Eingabe, d.h. ein„reines" Touchpad oder ein„reiner" Touchscreen, die Bediensicherheit und den Bedienkomfort, da der Bediener immer noch an herkömmliche Eingabegeräte mit beweglich gelagerten Betätigungsteilen gewöhnt ist und andererseits eine Bedienung auch ohne visuelle Kontrolle und damit ohne Ablenkung vom Verkehrsgeschehen durch Ergreifen des Betätigungsteils und damit erfolgendem haptischem Feedback durchführbar ist. Bisherige Ansätze dieses letzten Prinzips machten sich bisher die kapazitive Berührdetektion zu Nutze, indem das auf einem kapazitiven Touchscreen oder kapazitiven Touchpad angeordnete Betätigungsteil mit der jeweiligen Messkapazität wechselwirkte. Es hat sich aber gezeigt, dass diese Technologie störanfällig gegenüber Fremdkörpern, wie Flüssigkeiten, ist und darüber hinaus den Nachteil aufweist, dass die Stellungsdetektion nicht zuverlässig genug durchgeführt werden kann, insbesondere wenn es darum geht kleine Positionsänderungen, wie Schwenkstellungsänderungen, des Betätigungsteils zu detektieren und ferner viele Kalibrierungsschritte im Betrieb notwendig waren, um eine zuverlässige Funktion zu garantieren. Im Auto hat sich die kapazitive Detektion aufgrund von Störfeldern oder aufgrund einer statischen Aufladung des Bedieners als störanfällig erwiesen. Darüber hinaus ist bei einer kapazitiven Detektion eine Bedienung mittels eines behandschuhten Fingers nicht möglich.

Vor diesem Hintergrund bestand Bedarf nach einer Lösung für ein Eingabegerät mit im Vergleich zuverlässigerer, berührungslos arbeitender Stellungsdetektion, welche insbesondere kostengünstig hergestellt werden kann und deren Funktionssicherheit verbessert dauerhaft sichergestellt werden kann. Diese Aufgabe wird durch ein Eingabegerät gemäß Anspruch 1 gelöst. Eine gleichermaßen vorteilhafte Verwendung ist Gegenstand des nebengeordneten Verwendungsanspruchs. Ein gleichermaßen vorteilhaftes Verfahren zum Betrieb eines Eingabegeräts ist Gegenstand des nebengeordneten Verfahrensanspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind jeweils Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den Ansprüchen einzeln aufgeführten Merkmale In beliebiger, technologisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung, insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren, charakterisiert und spezifiziert die Erfindung zusätzlich.

Die Erfindung betrifft ein Eingabegerät insbesondere für eine Fahrzeug-Benutzer- Schnittstelle. Die Fahrzeug-Benutzer-Schnittsteile im Sinne der Erfindung meint eine Einrichtung zur Vornahme von Steuerungseingaben betreffend das Fahrzeug oder Fahrzeugkomponenten. Als Benutzer, auch Bediener genannt, wird unter anderem der Fahrer des Fahrzeugs verstanden. Neben dem erfindungsgemäßen Eingabegerät sind in der Regel weitere zur Vornahme von manuellen Eingaben geeignete Eingabegeräte oder Komponenten zur Visualisierung von Zuständen auf.

Das Eingabegerät weist erfindungsgemäß ein Touchpad und eine an dem Touchpad angeordnete Detektionseinrichtung auf. Der Begriff „Touchpad" ist dabei weit auszulegen und ist auf Bedieneinrichtungen mit berührempfindlicher Eingabefläche im Allgemeinen gerichtet, d.h. mit dem Begriff„Touchpad" sollen somit anzeigelose Eingabegerät mit berührempfindlicher Eingabefläche als auch solche Eingabegeräte umfasst sein, die eine berührempfindliche Eingabefläche mit einer Anzeige kombinieren, wie sogenannte Touchscreens. Das Touchpad ist dabei in der Regel an einer Innenraumverkleidung oder dem Armaturenbrett festgelegt. Das Eingabegerät weist ferner eine mit der Detektionseinheit elektrisch leitend verbundene Auswerteinheit auf. Das Eingabegerät weist ferner ein an dem Touchpad beweglich, wie dreh-, schwenk- und/oder schiebebeweglich, gelagertes Betätigungsteil auf. Bevorzugt ist das Betätigungsteil mindestens drehbeweglich gelagert, Bevorzugt ist ein Sockel vorgesehen, der an dem Touchpad, beispielsweise durch kraft-, Stoff- und/oder stoffschlüssige Verbindung, befestigt ist und an dem das Betätigungsteil seinerseits beweglich gelagert ist. Beispielsweise ist die Verbindung zwischen dem Sockel und dem Touchpad lösbar ausgestaltet, um unter anderem das Betätigungsteil samt Sockel entfernen zu können oder eine Lageveränderung des Betätigungsteils auf dem Touchpad vornehmen zu können.

Die Detektionseinrichtung weist eine Sendeeinrichtung zur Erzeugung eines elektromagnetischen Wechselfeldes mittels eines Sendesignals sowie eine Empfangseinrichtung zum Empfang des ausgesandten Wechselfeldes aus. Sendeeinrichtung und Empfangsrichtung müssen nicht konstruktiv voneinander unabhängig sein, beispielsweise ist die Nutzung einer gemeinsamen Antennenstruktur oder gar der durch das Touchpad bereitgestellten Elektrodenstruktur denkbar

Erfindungsgemäß ist ein im elektromagnetischen Wechselfeld angeordneter, elektrischer Schwingkreis, aus beispielsweise mindestens einem elektrischen Kondensator und einer elektrischen Spule als Schwingkreiselemente vorgesehen. Erfindungsgemäß ist das Betätigungsteil ausgebildet, die Resonanzfrequenz des elektrischen Schwingkreises stellungsabhängig zu variieren, indem Betätigungsteil und Schwingkreis Zusammenwirken. Beispielsweise ist das Zusammenwirken elektrisch oder elektromechanisch oder mechanisch. Die Variation der Resonanzfrequenz ergibt sich bevorzugt daraus, dass der elektrische Schwingkreis stellungabhängig geschlossen oder geöffnet wird. Bevorzugter weist der elektrische Schwingkreis ein elektromechanisches Schaltelement auf, welches durch mechanisches Zusammenwirken zwischen Betätigungsteil und elektromechanischem Schaltelement seinen Schaltzustand ändert und damit der elektrische Schwingkreis geöffnet oder geschlossen wird. Erfindungsgemäß ist die Auswerteinheit ausgelegt, anhand wenigstens des Empfangssignals, je nach Ausführungsform sowohl durch Empfangssignal als auch durch Sendesignal, ein stellungsabhängiges Absorptionsverhalten betreffend das elektromagnetische Wechselfeld oder ein stellungsabhängiges Abstrahl verhalten des Schwingkreises aufgrund eines mittels des elektromagnetischen Wechselfeldes induzierten Stromes im Schwingkreis zu delektieren und daraus eine Steilungsinformation betreffend die Stellung des Betätigungsteils zu ermitteln. Anders ausgedrückt, die Stellungsinformation wird in einer Ausgestaltung anhand eines Sendesignals ermittelt, welches vom Schwingkreis durch Induktion abgestrahlt wird oder aus dem charakteristischen Leistungsentzug ermittelt, welcher der Schwingkreis dem ursprünglichen elektromagnetischen Wechselfeld entzieht. Erfindungsgemäß ist somit die Auswerteinheit befähigt, in Abhängigkeit der Stellungsinformation eine Schalt- und/oder Steuerfunktion einer Fahrzeugkomponente durchzuführen. Bevorzugt wird das stellungsabhängige Absorptionsverhalten und damit die Stellungsinformation durch Vergleich von Empfangs- und Sendesignal erhalten, indem insbesondere deren Amplitude und/oder deren Phase verglichen wird. Beispielsweise wird wenigstens aus dem Empfangssignal die Resonanzfrequenz des Schwingkreises ermittelt. Beispielweise wird in Abhängigkeit der Position des Betätigungsteils eine Temperaturvorwahl der Klimasteuerung des Fahrzeugs vorgenommen. Durch Verwendung eines elektromagnetischen Wechselfeldes kann die Bedieneingabe störunanfälliger, beispielsweise im Vergleich zu einer auf kapazitiven Detektionsmitteln basierenden Bedieneingabe durchgeführt werden.

Hinsichtlich seiner weiteren Beweglichkeiten und Freiheitsgrade ist das Betätigungsteil nicht eingeschränkt, so ist bevorzugt zusätzlich eine schwenkbewegliche Lagerung des Betätigungsteils vorgesehen. Beispielswiese ist eine kardanische Lagerung oder eine Kugel-Pfannen-Lagerung zwischen Touchpad und Betätigungsteil vorgesehen. Ferner ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung eine mit der Drehbeweglichkeit kombinierte Schiebebeweglichkeit vorgesehen, bei der die Richtung der Schiebebeweglichkeit mit der Drehachse der Drehbeweglichkeit zusammenfällt. Diese Schiebebeweglichkeit wird auch als Push-Beweglichkeit bezeichnet. Bei dieser Push-Beweglichkeit ist das Betätigungsteil beispielsweise so gelagert, dass es aus einer Ruhestellung entgegen einer Rückstellkraft in eine gedrückte Stellung bewegbar ist, um dieser Betätigung eine zusätzliche Schaltfunktion zuzuordnen. Dabei können optional Mittel zur Detektion der Betätigungskraft vorgesehen sein.

Bevorzugt weist die Detektionseinrichtung ein Ärray aus der das elektromagnetische Wechselfeld erzeugenden Antennen (Spulen) die als Sendeantennenstruktur bezeichnet wird, auf. Beispielsweise ist die Sendeantennenstruktur in einer ebenen Fläche benachbart zu einer Oberfläche des Gehäuses angeordnet. Durch die Anordnung einer aus mehreren Sendeantennen bestehender Struktur lässt sich verbessert eine ortsauflösende Detektion der Lage des Betätigungsteils bezüglich des Touchpads realisieren.

Bevorzugt wird anhand eines Frequenzverhaltens eines Amplitudenverhältnisses zwischen Sendesignal und Empfangssignal und/oder der Phasenverschiebung zwischen Sendesignal und Empfangssignal eine Stellungsinformation mittels der Auswerteinheit ermittelt. Dadurch kann die Zuverlässigkeit der Detektion gesteigert werden, da eine vorbekannte frequenzabhängige Beeinflussung durch den Drehsteller von anderen Störeinflüssen, wie Flüssigkeitstropfen am Betätigungsteil, anhand des Frequenzverhaltens diskriminiert werden können. Beispielsweise handelt es sich um eine Abfolge monofrequenter Signale unterschiedlicher Frequenz die in ihrer zeitlichen Abfolge ausgewertet werden oder um multifrequente Signale, die spektral ausgewertet werden, um so eine frequenzabhängige Auswertung zu erreichen. Um das Touchpad, insbesondere den Touchscreen, vor Beschädigungen zu bewahren, beträgt die maximale Abstrahlleistung des elektromagnetischen Wechselfeldes bevorzugt weniger als 10mW, bevorzugter weniger als 5mW, meist bevorzugt weniger als 1mW. In einer kostengünstigsten Variante ist genau eine Sendeantenne, bzw. Spule vorgesehen, die benachbart des elektrischen Schwingkreises beispielsweise benachbart der zu einer dem Schwingkreis zugehörigen Spule angeordnet. In einer Ausgestaltung sind die Antennen bzw. Spulen der Sendeantennenstruktur selektiv ansteuerbar, um ferner die Lage des jeweils geschlossenen Schwingkreis und damit die Lage des Betätigungsteils ortsaufgelöst auf dem Touchpad zu detektieren. Letztere Ausführungsform ist bevorzugt, um das Betätigungsteil an beliebiger Stelle auf dem Touchpad anordnen zu können.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das zuvor erwähnte, elektromechanische Schaltelement zur Schleifkontaktierung ausgebildet ist, so dass stellungsabhängig der elektrische Schwingkreis geschlossen oder unterbrochen wird. Beispielsweise ist ein Schleifer vorgesehen, der bei der und synchron zu einer Verstellung des Betätigungsteil auf und über eine Kontaktfläche hinweg verfahren wird, um bei sich einsteilendem Berührkontakt den Schwingkreis zu schließen.

Bevorzugt sind mehrere Schwingkreiselemente vorgesehen sind und es ist ferner vorgesehen, dass das Betätigungstei! und der elektrische Schwingkreis derart Zusammenwirken, dass wenigstens zwei benachbarte Stellungen des Betätigungsteiis vorgesehen sind, in denen jeweils unterschiedliche elektrische Schwingkreise geschlossen sind, die sich wenigstens bezüglich einer Impedanz eines Schwingkreiselements der jeweils zu einem Schwingkreis elektrisch verbundenen Schwingkreiselemente unterscheiden. Bevorzugt wird die Impedanz eines kapazitiven Schwingkreiselements variiert. Beispielsweise weisen die unterschiedlichen Schwingkreise dieselbe Induktivität in Form einer Spule auf, die insbesondere aber nicht zwingend auf der Drehachse des Betätigungsteils angeordnet ist, und es werden in den Stellungen bezüglich ihrer Kapazität unterschiedliche Kondensatoren oder unterschiedliche Kombinationen von Kondensatoren verschaltet. Bevorzugt ist die Verschaltung derart, dass jede der möglichen Steilungen anhand der Impedanz des Schwingkreises identifizierbar ist. Beispielsweise wird hierzu eine Gray-Codierung mit einer mehrfachen Schleifkontaktierung verwendet. Bevorzugt sind entlang des möglichen Verstellwegs des Betätigungsteils mehrere gleichmäßig verteilt angeordnete Stellungen vorgesehen.

Bevorzugt sind die Stellungen des Betätigungsteiis durch eine Rasteinrichtung definiert. Beispielsweise umfasst die Rasteinrichtung eine Rastkontur und eine in die Rastkontur eingreifende Rastnase, um beim händischen Verstellen des Betätigungsteiis eine für den Bediener merkbare Rasthaptik zu erzeugen. Bevorzugt ist die Rasteinrichtung so ausgeiegt, dass beim Übergang der Rastnase von einer Rastvertiefung in eine benachbarte Rastvertiefung der Rastkontur jeweils wenigstens ein Schwingkreis seinen elektrischen Zustand von geöffnet zu geschlossen oder umgekehrt wechselt. Beispielsweise ist die Rastnase der Rasteinrichtung und der Schleifer der Schleifkontaktierung einstückig ausgebildet Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der elektrische Schwingkreis ausgebildet, dass die elektrische Impedanz wenigstens eines elektrischen Schwingkreiselements mit der Stellung des Betätigungsteils variiert, also die elektrische Impedanz bezogen auf einen im Schwingkreis induzierten Strom eines der Schwingkreiselemente und damit die Resonanzfrequenz des Schwingkreises variiert.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass bei Verstellung des Betätigungsteils ein mechanisches Einwirken auf wenigstens eines der mehreren, den Schwingkreis ausbildenden Schwingkreiselemente bewirkt wird, um dessen zuvor beschriebene elektrische Impedanz stellungsabhängig und damit die Resonanzfrequenz des Schwingkreises zu variieren. Dadurch kann durch die gezielte Einstellung der Resonanzfrequenz des Schwingkreises eine frequenzabhängige Leistungsentnahme aus dem elektromagnetischen Wechselfeld eingestellt werden. Beispielsweise ist bei dieser Ausgestaltung vorgesehen, dass der Schwingkreis zumindest teilweise am Touchpad festgeiegt ist.

Bevorzugt ist das Schwingkreiselement mit mechanischer Einwirkung eine Spule, deren elektrische Impedanz durch mechanische Veränderung eines Abgriffs und/oder mechanische Lageveränderung eines Spulenkerns variiert wird. Durch die Variation des Abgriffs und/oder die Lageveränderung des Spulenkerns wird somit die Induktivität der Spule und damit die Abstimmung des Schwingkreises, also seine Resonanzfrequenz, mit der Stellung des Betätigungsteils variiert.

Bevorzugt ist das Schwingkreiselement mit mechanischer Einwirkung ein Kondensator, dessen Impedanz durch mechanische Veränderung einer Kondensatorabmessung und/oder mechanische Lageveränderung eines in das Feld des Kondensators eingebrachten Dielektrikums variiert wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Sendeeinrichtung ein Array von selektiv ansteuerbaren Sendeantennen und/oder die Empfangseinrichtung ein Array von selektiv ansteuerbaren Empfangsantennen auf und die Detektionseinheit ist ausgelegt, mittels selektiver Ansteuerung die Stellungsinformation zu ermitteln. Somit ist das Eingabegerät dazu eingerichtet, aufgrund der räumlichen Verteilung der Sende- bzw. Empfangsantennen eine ortsauflösende Ermittlung des Amplitudenverhältnisses bzw. der Phasenverschiebung durchzuführen, was die Genauigkeit der Steilungsdetektion steigert. Beispielsweise kann die Ansteuerung so ausgelegt sein, dass die Antennen entsprechend der zuvor detektierten Stellung des Betätigungsteiis selektiert werden, so dass die zur Detektion verwendeten Antennen der jeweiligen Stellung des Betätigungsteils„nachgeführt" werden.

Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung des Eingabegeräts In einer seiner zuvor beschriebenen Ausführungsformen in einem Kraftfahrzeug.

Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb eines Eingabegeräts, insbesondere einer Fahrzeug-Benutzer-Schnittsteile, mit den folgenden Schritten :

In einem Bereitstellungsschritt wird das Eingabegerät bereitgestellt, welches ein Touchpad, ein an dem Touchpad beweglich gelagertes Betätigungsteil und eine am Touchpad angeordnete Detektionseinrichtung aufweist. Die Detektionseinrichtung weist eine Sendeeinrichtung zur Erzeugung eines elektromagnetischen Wechselfeldes mittels eines Sendesignals und eine Empfangseinrichtung zum Empfang des elektromagnetischen Wechselfeldes unter Erzeugung eines Empfangssignals auf. Es wird ferner eine mit der Detektionseinrichtung elektrisch leitend verbundenen Auswerteinheit bereitgestellt. Es ist ferner ein im elektromagnetischen Wechselfeld angeordneter, elektrischer Schwingkreis vorgesehen. Dabei ist das Betätigungsteil ausgebildet, eine Resonanzfrequenz des elektrischen Schwingkreises stellungsabhängig zu variieren, indem beispielsweise Betätigungstell und Schwingkreis derart Zusammenwirken, dass die Resonanzfrequenz des Schwingkreis in Abhängigkeit der Stellung des Betätigungsteils variiert wird und/oder der Schwingkreis geschlossen oder geöffnet wird. In einem Detektionsschritt wird mittels der Auswerteinheit anhand wenigstens des Empfangssignals ein Absorptionsverhalten oder ein Abstrahlverhalten des Schwingkreises detektiert, insbesondere dessen Resonanzfrequenz festgestellt. Dabei wird das Absorptionsverhalten des Schwingkreises bezüglich des elektromagnetischen Wechselfeldes festgestellt oder ein stellungsabhängiges Abstrahlverhalten des Schwingkreises aufgrund eines in dem Schwingkreis induzierten Stromes festgestellt. In einem Ermittlungsschritt wird eine Stellungsinformation betreffend die Stellung des Betätigungsteils durch die Auswerteinheit ermittelt. In einem Ausführschritt wird eine Schalt- und/oder Steuerfunktion beispielsweise einer Fahrzeugkomponente in Abhängigkeit der Stellungsinformation vorgenommen.

Weitere zuvor beschriebene, sich auf Ausführungsformen des Eingabegeräts beziehende Merkmale können gleichermaßen Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens betreffen.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert. Die Figuren sind dabei nur beispielhaft zu verstehen und stellen lediglich eine bevorzugte Ausführungsvariante dar. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Eingabegeräts

1 einer Fahrzeug-Benutzer-Schnittstelle 10;

Fig. 2 eine Prinzipskizze zur Erläuterung der Funktionsweise des zur

Fahrzeug-Benutzer-Schnittsteile 10 aus Fig. 1 gehörigen Eingabegeräts 1;

Fig. 3 eine Darstellung einer konstruktiven Ausgestaltung zur Variation der elektrischen Impedanz eines der zum Eingabegerät 1 aus Fig. 1 gehörigen Schwingkreiseiements;

Fig. 4 eine Darstellung einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung zur Variation der elektrischen Impedanz eines der zum Eingabegerät 1 aus Fig. 1 gehörigen Schwingkreiselements;

Fig. 5a eine Darstellung noch einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung zur Variation der elektrischen Impedanz eines der zum Eingabegerät 1 aus Fig. 1 gehörigen Schwingkreiseiements;

Fig. 5b eine Darstellung einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung zur Variation der elektrischen Impedanz eines der zum Eingabegerät 1 aus Fig. 1 gehörigen Schwingkreiseiements;

Fig. 6 eine Darstellung einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung zur Variation der Beeinflussung des Feldwiderstandes mittels Änderung eines Schaltzustandes des zum Eingabegerät 1 aus Fig. 1 gehörigen Schwingkreises;

Fig. 7 eine Prinzipskizze einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Eingabegeräts;

Fig. 8 eine perspektivische Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Eingabegeräts.

Figur 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen, zu einer Fahrzeug- Benutzer-Schnitsteile 10 gehörigen Eingabegeräts 1, Das Eingabegerät 1 weist ein Touchpad 3 auf, welches eine berührempfindliche Eingabefläche 11 definiert auf der ein Betätigungsteii 2 drehbeweglich gelagert ist. Das Touchpad 3 kann eine Anzeige beinhalten und wird dann als Touchscreen bezeichnet. Die berührempfindliche Eingabefläche 11 ist dem Bediener zugewandt und auf dieser Eingabefläche 11 ist das Betätigungsteil 2 drehbeweglich um die Achse D und damit an dem Touchpad 3 mittels nicht näher dargestellter Lagerungsmittel gelagert. Benachbart zur Eingabefläche 11 des Touchpads 3 ist eine Detektionseinrichtung 4, 6, 7 vorgesehen. Die Detektionseinrichtung 4, 6, 7 weist ein Array aus durch die Detektionseinrichtung 4, 6, 7 ansteuerbare Sendeantennen 6 auf, die in einer spezifischen Struktur, beispielsweise in einer Gitterstruktur angeordnet sind und der Abstrahlung eines elektromagnetischen Wechselfeldes unter Erzeugung eines Sendesignals dienen. Die

Detektionseinrichtung 4, 6, 7 weist ferner ein Array aus Empfangsantennen 7 auf, um das elektromagnetische Wechselfeld zu empfangen und zur Generierung eines Empfangssignals. Die Detektionseinrichtung 4, 6, 7 ist ferner mit einer Auswerteinheit 5 zur Übermittlung und Auswertung wenigstens des

Empfangssignals elektrisch verbunden. Dem Betätigungsteil 2 ist ferner ein elektrischer Schwingkreis 8 aus mehreren in Figur 1 nicht näher dargestellten Schwingkreiselementen zugeordnet, der so ausgebildet und/oder angeordnet ist, dass wenigstens anhand des Empfangssignals dessen stellungsabhängiges Absorptionsverhalten oder dessen stellungsabhängiges Abstrahlverhalten detektierbar ist und daraus eine Stellungsinformation des Betätigungsteils 2 ermittelbar ist, beispielsweise anhand eines Amplitudenverhältnisses von Empfangssignal und Sendesignal und/oder einer Phasenverschiebung zwischen Empfangssignal und Sendesignal. Auch wenn der in Figur 1 lediglich symbolisch dargestellte, elektrische Schwingkreis 8 dem Betätigungsteii 2 zugeordnet ist, muss dies nicht zwingend vorgesehen sein. Letztlich soll dadurch lediglich die Resonanzfrequenz betreffende Beeinflussung zwischen Betätigungsteil 2 und Schwingkreis 8 symbolisiert sein. Damit ist die Auswerteinheit 5 in der Lage, in Abhängigkeit der Stellungsinformation eine Schalt- und/oder Steuerfunktion insbesondere einer Fahrzeugkomponente durchzuführen.

Das Prinzip dieser stellungsabhängigen Beeinflussung der Resonanzfrequenz und damit der Beeinflussung des Absorptionsverhaltens des Schwingkreises bezüglich des elektromagnetischen Wechselfeldes oder des Abstrahlverhaitens des Schwingkreises 8 aufgrund des durch das elektromagnetische Wechselfeid induzierten Stromes ist in Figur 2 gezeigt. Der Schwingkreis 8 kann ganz oder zumindest teilweise dem Betätigungsteil 2 zugeordnet sein, d.h. an dem Betätigungsteil 2 befestigt sein. Wie die Figur 2 zeigt, wird seitens der Auswerteinheit 5 die Stellungsinformation des Betätigungsteils 2 aus dem Amplitudenverhältnis von Empfangssignal 12 und Sendesignal 9 und/oder der Phasenverschiebung zwischen Empfangssignal 12 und Sendesignal 9 ermittelt. Um Beeinflussung durch Störung von einer gewollten Beeinflussung durch den Schwingkreis 8 unterscheiden und diskriminieren zu können, erfolgt diese Auswertung unter Verwendung mehrerer Sendesignale, die sich in der Frequenz oder in ihrer spektralen Zusammensetzung unterscheiden, wobei die Auswertung bezüglich mehrerer unterschiedlicher Frequenzen durch bekannte frequenzanalytische Verfahren durchgeführt wird. Beispielsweise wird ein sogenannter Chirp, weißes oder graues Rauschen als Sendesignal verwendet.

In einfachen Ausgestaltungen des Eingabegeräts 1 variiert die Leistungsentnahme des Schwingkreises 8 mit dem Verdrehen des Betätigungsteils 2 lediglich aufgrund der durch das Verdrehen bewirkten Impedanzänderung wenigstens eines Schwingkreiselements des Schwingkreises 8, wobei sich das Schwingkreiselement in dem durch das Sendesignal 9 erzeugten elektromagnetischen Wechselfeld befindet, so dass die dadurch bewirkte Änderung des Empfangssignals in Bezug auf Amplitude und gegebenenfalls Phase eine eindeutige Ermittlung der Steilung ermöglicht. Beispiele hierzu sind solche Ausführungen des Eingabegeräts 1, wie sie in den Figuren 3 bis 6 gezeigt werden, bei denen durch ein stellungsabhängiges mechanisches Einwirken auf den Schwingkreis dessen Abstimmung variiert wird wie in Figur 6 gezeigt oder insbesondere bei denen die elektrische Impedanz wenigstens eines der Schwingkreiselemente 8a oder 8b und damit die Resonanzfrequenz des Schwingkreises 8 variiert wird, wie es in den Figuren 3 bis 5b gezeigt ist.

In Figur 3 ist eine Ausführungsform mit stellungsabhängiger Variation der Induktivität, d.h. der elektrischen Impedanz der Spule 8a, gezeigt. Durch Verdrehen des Betätigungsteils 2 aus Figur 1 wird die Lage des in der Spule 8a befindlichen ferromagnetischen Kerns 13 verändert. Dabei ist der Schwingkreis 8 bis auf den ferromagnetischen Kern 13 bevorzugt am Gehäuse 3 festgelegt, wobei während der Stellungsänderung des Betätigungsteils 2 der Kern 13 synchron mit dem Betätigungsteil 2 mitbewegt wird.

In Figur 4 ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der der Schwingkreis 8 durch stellungsabhängige Variation des Abgriffs 15 der Spule 8a abgestimmt wird, und somit der Leistungsentzug des elektromagnetischen Wechselfelds durch die induktive Schwingungsanregung des Schwingkreises 8 ein Maß für die Stellung des Betätigungsteils 2 ist, weiches anhand des Absorptionsverhaltens und/oder des Abstrahlverhaltens durch die Auswerteinheit 5 ermittelbar ist.

In den Figuren 5a und 5b sind Ausführungsformen gezeigt, bei der der Schwingkreis 8 durch steilungsabhängige Variation der Kapazität als elektrische Impedanz des Kondensators 8b abgestimmt wird. In der Ausführungsform gemäß Figur 5a wird durch mechanische Einwirkung des Betätigungsteils 2 auf die Platten des Kondensators 8b deren Plattenabstand 14 oder allgemeiner deren relatives Anordnungsverhältnis verändert, um die Kapazität des Kondensators 8b und damit dessen elektrische Impedanz stellungsabhängig zu variieren, wohingegen in der Ausführungsform gemäß Figur 5b durch mechanisches Zusammenwirken von dem Betätigungsteil 2 und einem in dem Kondensator 8b eingebrachten Dielektrikum 15 die Lage dieses Dielektrikums 15 bezüglich des durch die Platten des Kondensators 8b definierten Hohlraums variiert wird.

In Figur 6 ist in dem Schwingkreis ein mechanisches Schaltelement 16 vorgesehen, dessen Schaltzustände durch mechanisches Zusammenwirken mit dem Betätigungsteil 2 stellungsabhängig veränderbar sind, um so die Abstimmung des Schwingkreises 8 in Abhängigkeit des Schaltzustandes des Schaltelements 16 und damit in Abhängigkeit der Stellung des Betätigungsteils 2 zu variieren, was wiederum durch die Auswerteinheit 5 anhand des Absorptionsverhaltens oder des Abstrahlverhaltens, beispielsweise aus dem Amplitudenverhältnis und/oder der Phasenverschiebung zwischen Empfangssignai 12 und Sendesignal 9, gemäß der Funktionsskizze der Figur 2 ermittelbar ist. Figur 7 zeigt eine weitere Ausführungsform bei der die Sendeeinrichtung 6 ein Array von selektiv ansteuerbaren Sendeantennen und die Empfangseinrichtung 7 ein Array von selektiv ansteuerbaren Empfangsantennen aufweist und wobei die Detektionseinrichtung 4 ausgelegt ist, mittels selektiver Ansteuerung dieser Antennen die Stellungsinformation zu ermitteln. Somit ist das Eingabegerät 1 dazu eingerichtet aufgrund der räumlichen Verteilung der Sende- bzw. Empfangsantennen eine ortsauflösende Ermittlung des stellungsabhängigen Absorptionsverhaltens bzw. des stellungsabhängigen Abstrahlverhaitens durchzuführen, was die Genauigkeit der Steilungsdetektion steigert. Beispielsweise kann die Ansteuerung so ausgelegt sein, dass die Antennen entsprechend der zuvor detektierten Stellung des Betätigungsteils 2 entsprechend ihres Abstands zur zuletzt detektierten Stellung des Betätigungsteils 2 selektiert werden, so dass die zur Detektion verwendeten Antennen der jeweiligen Stellung des Betätigungsteils 2„nachgeführt" werden.

Figur 8 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Eingabegeräts 1 einer Fahrzeug-Benutzer-Schnittstelle, bei dem die

Resonanzfrequenz des elektrischen Schwingkreises 8 stellungsabhängig dadurch variiert wird, dass stellungsabhängig einer der Schwingkreise 8 durch ein elektromechanisches Schaltelement 16 geschlossen oder unterbrochen wird, insbesondere stellungsabhängig unterschiedliche elektrische Schwingkreise 8 geschlossen bzw. geöffnet werden. Bei der Ausführungsform ist ein Betätigungsteil 2 über einen Socke! 21 auf einer Eingabefläche 11 eines Touchpads 3, welches durch eine zusätzliche elektronische Pixelmatrixanzeige auch ein Touchscreen sein kann, drehbeweglich gelagert. Der Sockel 21 ist dabei am Touchpad 3 festgelegt, wobei diese Verbindung lösbar ausgebildet sein kann, um das Betätigungsteil 2 samt Sockel 21 entfernen zu können oder um eine Lageveränderung des Betätigungsteils 2 auf der Eingabefläche 11 vornehmen zu können. Im vorliegenden Fall ist jedem Schwingkreis 8 genau eine Spule 8a gemeinsam, die auf einer Drehachse D des drehbeweglich auf dem Touchpad 3 angeordneten Betätigungsteil 2 angeordnet ist und sich in einem elektromagnetischen Wechselfeld einer am Touchpad 3 angeordneten und nicht näher gezeigten Detektionseinrichtung befindet. Die Schwingkreiselemente 8a, 8b sind auf einer zum Sockel 21 gehörigen Leiterplatte 22 angeordnet. Es ist eine Rasteinrichtung aus einer am Sockel 21 ausgebildeten Rastkontur 18 und einer mit der Rastkontur 18 in Eingriff stehenden und die Rastkontur 18 ablaufenden, am Betätigungsteil 2 festgelegten Rastnase 17 vorgesehen, um die dezidierten Stellungen des Betätigungsteils 2 vorzugeben. Das elektromechanische Schaltelement 16 ist als Schleifkontaktierung 19, 20 ausgebildet und weist mehrere Schleifer 20 auf, die stellungsabhängig mit bestimmten Kontaktflächen 19 der Leiterplatte 22 des Sockels 21 in elektrischem Kontakt stehen. Die Schleifer 20 sind hier zur konstruktiven Vereinfachung einstückig mit der Rastnase 17 aus einem Federblech ausgebildet Im vorliegenden Fall wird über zwei Schleifer 20 durch Schleifkontaktierung eine geschlossen umlaufende Kontaktfläche stellungsabhängig mit jeweils einer Kontaktfläche 19 elektrisch verbunden. Die durch die Schleifkontaktierung 19, 20 stellungsabhängig geschlossenen Schwingkreise 8 sind so ausgebildet, dass sich zumindest für benachbarte Stellungen des Betätigungsteils 2 unterschiedliche und detektierbare Resonanzfrequenzen aufgrund unterschiedlicher Impedanzen der jeweils durch die Schleifkontaktierung 19, 20 verschalteten Schwingkreiselemente 8b ergeben. Bevorzugt ist für jede mögliche Stellung eine spezifische Resonanzfrequenz durch entsprechende Verschaltung vorgesehen. Beispielsweise wird dies durch Gray-Codierung erreicht. Die Sendeeinrichtung der nicht dargestellten Detektionseinrichtung kann genau eine als Sendeantenne fungierende Sendespule aufweisen. Diese ist beispielsweise benachbart der Spule 8a auf der Drehachse D angeordnet. Es kann aber auch ein Array von selektiv ansteuerbaren Sendeantennen vorgesehen sein und die Empfangseinrichtung der Detektionseinrichtung ein Array von selektiv ansteuerbaren Empfangsantennen aufweisen, wobei die Detektionseinrichtung ausgelegt ist, mittels selektiver Ansteuerung dieser Antennen die Lage des Betätigungsteils 2 bezüglich des Touchpads 3 als zusätzliche Lageinformation zu ermitteln. Ferner ist das Eingabegerät 1 aufgrund der räumlichen Verteilung der Sende- bzw. Empfangsantennen in der Lage, eine ortsauflösende Ermittlung des stellungsabhängigen Absorptionsverhaitens bzw. des stellungsabhängigen Abstrahlverhaltens durchzuführen, was die Genauigkeit der Steilungsdetektion steigert. Beispielsweise kann die Ansteuerung so ausgelegt sein, dass die Antennen entsprechend der zuvor detektierten Stellung des Betätigungsteils 2 entsprechend ihres Abstands zur zuletzt detektierten Stellung des Betätigungsteils 2 selektiert werden, so dass die zur Detektion verwendeten Antennen der jeweiligen Stellung des Betätigungsteils 2„nachgeführt" werden.