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Patent Searching and Data


Title:
INPUT SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/022895
Kind Code:
A2
Abstract:
Transporting system for introducing biomass into a gasifier, comprising: a stuffing screw (9), which forces the biomass into the gasifier, wherein the stuffing screw is formed in such a way that the biomass is compressed, in order on the one hand to provide a feed against a pressure in the gasifier and on the other hand to leave gas and bedding material in the gasifier, with a shut-off slide (16, 11), which is adjacent to the stuffing screw and during downtimes shuts off the stuffing screw such that heat, vapour and gas cannot escape.

Inventors:
NEUMANN, Oliver (Rowentastrasse 9, Offenbach, 63071, DE)
Application Number:
EP2007/058034
Publication Date:
February 28, 2008
Filing Date:
August 02, 2007
Export Citation:
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Assignee:
SPOT SPIRIT OF TECHNOLOGY AG (Rowentastrasse 9, Offenbach, 63071, DE)
NEUMANN, Oliver (Rowentastrasse 9, Offenbach, 63071, DE)
International Classes:
C10J3/50
Attorney, Agent or Firm:
2K PATENTANWÄLTE KEWITZ & KOLLEGEN PARTNERSCHAFT (Corneliusstr. 18, Frankfurt a. M., 60325, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Transportsystem zum Einführen von Biomasse in einen

Vergaser umfassend: - eine StopfSchnecke (9), die die Biomasse in den

Vergaser drückt, wobei die StopfSchnecke so ausgebildet ist, dass die Biomasse komprimiert wird, um einerseits gegen einen Druck im Vergaser zu fördern und andererseits Gas und Bettmaterial im Vergaser zu belassen, - mit einem Absperrschieber (16, 11), der an die

StopfSchnecke angrenzt, und der beim Stillstand der StopfSchnecke zufährt, so dass Hitze, Dampf und Gas nicht entweichen kann.

2. Das Transportsystem nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei eine Kühlung (14, 13) die StopfSchnecke von innen und/oder außen kühlt.

3. Das Transportsystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Absperrschieber (11) vor und ein Absperrschieber (15) nach der StopfSchnecke angeordnet ist.

4. Das Transportsystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Zellradschleuse (10) vor der StopfSchnecke angeordnet ist, an die eine Zuführschurre grenzt.

5. Das Transportsystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die StopfSchnecke in ihrem vorderen Bereich mit einem Düsensystem ausgerüstet ist, das ähnlich einem Jet - Pulse System arbeitet.

6. Das Transportsystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei in das Gehäuse der StopfSchnecke ein Sperrgas einleitbar ist, insbesondere wird ein Einbringungsrohr mit N2 (Stickstoff) oder C02 (Kohlendioxid) beaufschlagt.

7. Das Transportsystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Zwischenspeicher, der

(4) mit einer geregelter Austragseinheit (3) arbeitet, der StopfSchnecke vorgeschaltet ist.

8. Das Transportsystem nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Austragsystem aus einer durch einen Controller

(2) drehzahlgeregelten Schnecke (3) besteht, die zentral im Zwischenspeicher (4) angebracht ist.

9. Das Transportsystem nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die gesamte Schnecke ebenfalls mittels drehzahlgeregeltem Drehantriebs (5) über den Siloboden bewegbar ist.

10. Das Transportsystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine oder mehrere Dosierschnecke, die Biomasse, die aus dem Zwischenspeicher geholt wird, dosiert, und ggfs. eine Transportschnecke die Biomasse zur StopfSchnecke transportiert .

11. Das Transportsystem nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Steuereinheit (2), die die Menge an produziertem Gas proportional zu der Menge an Einsatzstoffen berechnet, um diese physikalische Abhängigkeit als Steuerung der Eintragsmenge zu benutzen, sodass die Messung der Produktgasmenge, beziehungsweise der Vergleich zwischen Vorgabewert und gemessener

Produktgasmenge, als Führungsregelung der

Einsatzstoffmenge, dient.

12. Verfahren zum Einführen von Biomasse in einen Vergaser umfassend:

- Einführen der Biomasse über eine StopfSchnecke, wobei die StopfSchnecke so geregelt wird, dass Biomasse komprimiert wird, um einerseits gegen einen Druck im Vergaser zu fördern und andererseits Gas und Bettmaterial im Vergaser zu belassen,

- Zufahren eines Absperrschiebers (16, 11), der an die StopfSchnecke angrenzt, im Falle des Stillstandes der StopfSchnecke, so dass Hitze, Dampf und Gas nicht entweichen kann.

13. Das Verfahren nach dem vorhergehenden Verfahrensanspruch, wobei eine Kühlung (14, 13) die StopfSchnecke von innen und/oder außen kühlt.

14. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei ein Absperrschieber (11) vor und ein Absperrschieber (15) nach der StopfSchnecke angeordnet ist, und diese in Abhängigkeit der Zufuhr oder der Abfuhr der Biomasse geschlossen werden.

15. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei eine Zellradschleuse (10) vor der StopfSchnecke angeordnet ist, an die eine Zuführschurre grenzt, wobei die Schleuse (10) so gesteuert wird, dass die StopfSchnecke kontinuierlich mit Biomasse versorgt wird.

16. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden

Verfahrensansprüche, wobei die StopfSchnecke in ihrem vorderen Bereich mit einem Düsensystem ausgerüstet ist,

das die ähnlich einem Jet - Pulse System arbeitet, um die

Biomasse einzudüsen.

17. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei in das Gehäuse der

StopfSchnecke ein Sperrgas eingeleitet wird, insbesondere wird ein Einbringungsrohr mit N2 (Stickstoff) oder C02 (Kohlendioxid) beaufschlagt, um zu vermeiden, dass ein Druckabfall auftritt.

18. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei aus einem Zwischenspeicher (4) durch eine geregelter Austragseinheit (3) die StopfSchnecke versorgt wird.

19. Das Verfahren nach dem vorhergehenden Verfahrensanspruch, wobei das Austragsystem aus einer drehzahlgeregelten Schnecke (3) besteht, die zentral im Zwischenspeicher (4) angebracht ist, und die durch einen Controller (2) gesteuert wird.

20. Das Verfahren nach dem vorhergehenden Verfahrensanspruch, wobei die gesamte Schnecke ebenfalls mittels drehzahlgeregeltem Drehantrieb (5) über den Siloboden bewegt wird.

21. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei eine oder mehrere Dosierschnecke, die die Menge, die aus dem Zwischenspeicher geholt wird, dosiert, und ggfs. eine Transportschnecke Biomasse zur Stopfschneck transportiert .

22. Das Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Verfahrensansprüche, wobei eine Steuereinheit (2), die

die Menge an produziertem Gas proportional zu der Menge an Einsatzstoffe berechnet, um diese physikalische Abhängigkeit als Steuerung der Eintragsmenge zu benutzen, sodass die Messung der Produktgasmenge, beziehungsweise der Vergleich zwischen Vorgabewert und gemessener Produktgasmenge, als Führungsregelung der Einsatzstoffmenge, dient.

Description:

Eintragssystem

Die Erfindung betrifft ein System zur Aufgabe von biogenen Einsatzstoffen in einen Vergaser insbesondere in einen Impulsvergaser nach den Anmeldungen DE 10 2006 022 265.2, DE 10 2006 017 355.4, DE 10 2006 017 353.8.

Gebiet der Erfindung :

Die Entwicklung thermischer Vergasungsverfahren hat im Wesentlichen drei unterschiedliche Vergasertypen hervorgebracht, den Flugstromvergaser, den Festbettvergaser und den Wirbelschichtvergaser.

Für die kommerzielle Vergasung von Biomassen wurden in erster Linie der Festbettvergaser und der Wirbelschichtvergaser weiterentwickelt .

Von den vielen unterschiedlichen technischen Ansätzen im Bereich der Festbettvergasung sei an dieser Stelle das Carbo- V- Verfahren exemplarisch dargestellt.

Literatur für Wirbelschichtvergasung, die Bestandteil dieser Anmeldung, ist kann der folgenden Literatur entnommen werden: „High-Temperature Winkler Gasification of Municipal Solid Waste"; Wolfgang Adlhoch, Rheinbraun AG, Hisaaki Sumitomo Heavy Industries, Ltd., Joachim Wolff, Karsten Radtke (Speaker), Krupp ühde GmbH; Gasification Technology Conference; San Francisco, California, USA; Oktober 8-11, 2000; Conference Proceedings .

Literatur für zirkulierende Wirbelschicht im Verbundsystem, , kann der folgenden Quellen entnommen werden: „Dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung auf Basis Biomasse-Vergasung"; R.Rauch, H. Hofbauer; Vortrag Uni Leipzig 2004. „Zirkulierende Wirbelschicht, Vergasung mit Luft,

Operation Experience with CfB - Technology for Waste, Utilisation at a Cement Production Plant" R.Wirthwein, P. Scur, K. -F. Scharf - Rüdersdorfer Zement GmbH, H. Hirschfelder - Lurgi Energie und Entsorgungs GmbH; 7th. International Conference on Circulating Fluidized Bed Technologies; Niagara Falls, Mai 2002.

Literatur für Kombination Festbett (Drehrohr) , kann den folgenden Quellen entnommen werden : 30 MV Carbo V Biomass Gasifier for Municipal CHP; The CHP Project for the City of Aachen, Matthias Rudioff; Vortrag Paris, Oktober 2005

Literatur für Kombination für die Festbettvergasung (Schlackeabstichvergaser) kann den folgenden Quellen entnommen werden: Operation Results of the BGL Gasifier at Schwarze Pumpe,

Dr. Hans-Joachim Sander SVZ, Dr. Georg Daradimos, Hansjobst Hirschfelder, Envirotherm; Gasification Technologies 2003; San Francisco California, October 12-15 2003; Conference Proceedings

Bei dem Carbo-V-Verfahren findet die Vergasung in zwei Stufen statt. Zunächst wird die Biomasse bei 500 °C in ihre flüchtigen und festen Bestandteile aufgespalten. Es entsteht ein teerhaltiges Gas und zusätzlich "Holzkohle". Das Gas wird bei Temperaturen von mehr als 1200 0 C verbrannt, wobei die Teere in CO2 und H2 zerfallen. Mit dem heißen Rauchgas und der Holzkohle wird anschließend ein CO- und H2-haltiges Produktgas erzeugt .

Aufgrund des hohen technischen und ökonomischen Aufwandes, bedingt durch das hohe Druckniveau (bis 40 bar) , sind diese Vergasertypen für die Vergasung von Biomasse (die regional anfällt und bedeutenden Einfluss auf die Kosten für Logistik und Verarbeitung hat) gänzlich ungeeignet.

Die Wirbelschichtvergaser lassen sich in zwei Verfahren unterteilen, die sich in der Aufwärmung des Wirbelbettes unterscheiden, den zirkulierenden Wirbelschichtvergaser und den stationären Wirbelschichtvergaser. Literatur für Entschwefelung in einer Wirbelschichtvergasung kann der folgenden Quelle entnommen werden: Gasification of Lignite and Wood in the Lurgi Circulating Fluidized Be Gasifier; Research Project 2656-3; Final Report, August 1988, P. Mehrung, H.Vierrath; LURGI GmbH; for Electric Power Research Institute, PaIo Alto, California: ZWS-Druckvergasung im Kombiblock,

Schlußbericht BMFT FB 03 E 6384-A; P. Mehrung, LURGI GmbH; Bewag

In Güssing (österreich) wurde Anfang 2002 eine allotherme, zirkulierende Wirbelschicht-Vergasungsanlage in Betrieb genommen. Die Biomasse wird in einer Wirbelschicht mit Dampf als Oxidationsmittel vergast. Zur Wärmebereitstellung für den Vergasungsprozess wird ein Teil der in der Wirbelschicht entstehenden Holzkohle in einer zweiten Wirbelschicht verbrannt. Durch die Vergasung unter Dampf wird ein Produktgas erzeugt. Nachteilig wirken sich die hohen Anschaffungskosten der Anlagentechnik und ein überhöhter Aufwand für die Prozessregelung aus. Das Management des fluidisierten Wirbelbettmaterials bedingt eine gezielte Steuerung und Regelung des Dampfumlaufes im Sinne einer Mammutpumpen-Bewegung zur Erhöhung des Wärme- und Stoffaustausches sowie zur Verbesserung der Reaktionsbedingungen durch Vergrößerung des effektiven

Reaktionsraumes. Die Mammutpumpe ist ein Förderorgan, bei dem

Feststoff/Wassermischungen mit Hilfe von Pressluft (Treiboder Fördergas), durch z.B. Eindüsung dieser Luft mittels Düsen in Rohrleitungen oder einen Rührbehälter, gefördert wird. Das eingedüste Gas bewirkt eine Verringerung der Suspensionsdichte und damit eine Erhöhung des Auftriebs. Zusammen mit der eingebrachten kinetischen Energie bewirkt das die Förderung.

Als Strömung ergibt sich in den Behältern eine Zirkulationsströmung.

Es erfolgt somit eine übertragung auf die Fest/Gassuspension der Wirbelschicht. Dieses Prinzip wird im vorliegenden Fall auf das die Gas/FeststoffSuspension der Wirbelschicht des DampfUmformers übertragen. Alle diese Systeme brauchen ein Transportsystem zur Aufgabe der biogenen Einsatzstoffe in die Vergaser. Die folgende Erfindung beschreibt ein System, dass die Prozesse zur Aufgabe der biogenen Einsatzstoffe in einen Vergaser, insbesondere in einen Impulsvergaser umfasst. Die Einsatzstoffe decken eine breite Palette ab. So sind

Strangpresslinge, runde Pellets, wie sie etwa in

Pelletiermaschinen entstehen oder biogene Einsatzstoffe aus der Landwirtschaft (Getreide) .

Charakteristisch für diese Biomassen sind C - Gehalte der Ausgangssubstanz im Bereich von 40 bis 50 Masse %, bei Wasserstoffanteilen im Bereich bis zu 6 Masse % und Sauerstoffgehalt im Bereich von 40 bis 50 Masse %. Typischerweise liegen die Brennwerte der Einsatzstoffe im Bereich bis zu 20 MJ/kg. Die Schüttgutdichten schwanken im Bereich zwischen 200 und 700 kg/h. Neben einem gewissen Anteil an Feinmaterial hat haben Strangpresslinge einen Durchmesser zwischen 5 und 10mm bei einer Länge von 10 bis 20

mm, und stückige Einsatzstoffe Abmessungen im Bereich von 20 x

30 mm und eine Stärke bis 10 mm.

überblick über die Erfindung: Aufgabe der Erfindung ist ein Transportsystem, dass die Biomasse effizient unter Berücksichtigung von besonderen Eigenschaften des Reaktors in diesen aufgibt.

Gelöst wird diese durch ein Transportsystem mit den Merkmalen einer oder mehrerer Ansprüche, die weitere unten offenbart wurden

Der Prozessablauf umfasst die folgenden Teilschritte, die mit den entsprechenden Vorrichtungen durchgeführt werden.

a. Zwischenpuffer: Eine Zwischenpufferung in einem Silo (Schichtbunker) dient als Vorlage zum Eintrag und Dosierung. In diesen Zwischenspeicher können die Einsatzstoffe von unterschiedlichen Lagern gefördert werden.

b. Dosieren und Zuführen zu den Eintragspunkten in den Vergaser :

Ausgehend von der als Sollwert fungierenden Netto - Gasproduktion (ergibt sich aus dem Regelschema für die Wasserdampfvergaser) wird der Einsatzstoff so dosiert und auf ein-, zwei oder mehrere Eintragspunkte verteilt, dass sich die geforderte Gasproduktion einstellt. Das System gewährleistet auch die Funktion der als Druckabdichtung des Reaktorsystems fungierenden StopfSchnecke . Das System hat die Flexibilität diese Aufgaben bei Einsatz der genannten Bandbreite an Einsatzstoffen zu erfüllen.

c. Abdichtung des Reaktionssystems gegen Atmosphäre:

Eine Druckabdichtung des Reaktors durch den in der StopfSchnecke gebildeten Materialstopfen und ein mehrstufiges System aus Zellradschleuse und Absperrschieber vor und nach der StopfSchnecke, sowie einer Beaufschlagung des Einbringungsrohres mit N2 (Stickstoff) oder C02 (Kohlendioxid) können in Abhängigkeit des Reaktortyps notwendig sein.

Dieser Materialstopfen wird in der als Eintragsorgan in den Vergaser dienenden StopfSchnecke über eine Justierung der entsprechenden Mengen kontinuierlich erzeugt. Die Eintragsschnecken werden so gesteuert, dass der Massenstrom und die permanente Ausbildung des dichtenden Stopfens gewährleistet sind.

Dieses System ist darüber hinaus dadurch gekennzeichnet, dass die StopfSchnecke (n) in ihrem vorderen Bereich mit einem Düsensystem ausgerüstet ist/sind, das ähnlich einem Jet Pulse System, wie es aus der Filtertechnik bekannt ist, arbeitet .

Die Stopfschecke verfügt weiterhin über Kühleinrichtungen der Welle und des Mantels. (Optional besteht die Möglichkeit, die Wellenflügel dieser StopfSchnecke zu kühlen) .

d. Vermeidung von Rücklauf des Wirbelbettmaterials in das Eintrags- und Dosiersystem im Stillstand und bei nicht Betrieb der Eintrags- und Dosiereinrichtung:

Der Materialeintrag erfolgt im Betrieb des Vergasers in ein dichtes, fluidisiertes Wirbelbett. Es sind dabei Maßnahmen getroffen, die im Stillstand der Eintragsschnecke/n, insbesondere während der Anfahr- und Abfahrvorgänge, den Rückfluss von Bettmaterial in die StopfSchnecke vermeiden. Dazu ist das System mit einem Schieber ausgerüstet, der durch das Fördergut hindurch arbeitet und den Abschluss in geeigneter Weise herstellt. Diese Einrichtung erlaubt über

eine Entleereinrichtung auch die Entleerung dieser

StopfSchnecke (n) als Vorsorge gegen Rückbrände, wie sie z.B. im Falle der Kurzzeitstillstände bei ansonsten heißem Vergaser nicht auszuschließen sind.

Durch diese unterschiedlichen Ansätze ist das System geeignet, alle diese für das Vergasungsverfahren in Frage kommenden

Einsatzstoffe in den Reaktor zu fördern. Auf Grund der spezifischen Eigenschaften erlaubt das System auch den Eintrag bei Innendrücken bis zu 5 bar durchzuführen.

Hieraus ergibt sich, dass das das Eintrags- und Dosiersystem in einer bevorzugten Ausführungsform aus den folgenden Elementen besteht:

- einen Zwischenspeicher mit geregelter Austragseinheit ; - einer Dosierschnecke (n) , die die Menge, die aus dem Zwischenspeicher geholt wird dosiert; einer Transportschnecke, die die Menge zur StopfSchnecke transportiert;

- einer Zellradschleuse, Absperrschieber vor und nach einer StopfSchnecke und einer StopfSchnecke .

Die Menge an produziertem Gas hängt direkt (ist proportional) von der Menge an Einsatzstoffen ab. Diese physikalische Abhängigkeit wird als Steuerung der Eintragsmenge benutzt. Die Messung der Produktgasmenge, beziehungsweise der Vergleich zwischen Vorgabewert (Sollwertvorgabe) und gemessener Produktgasmenge, dient als Führungsregelung der Einsatzstoffmenge. Wie aus den Figuren zu sehen ist, wirken diese Größen direkt auf die Dosierschnecken (einfache, parallele oder mehrfache Auslegung). Diese Schnecke (n) werden von der Ausräum- und Dosierschnecke des Zwischenbunkers geregelt beaufschlagt, auch diese Stellglieder sind zusammen

it einer Füllstandsüberwachung der Zuführschurre der

Dosierschnecken (n) in die Regelung eingebunden.

Die anschließenden in einer möglichen Ausführungsform nicht geregelten Transportschnecken führen das Einsatzgut dem eigentlichen Eintragssystem zu.

Das Gesamtregelungskonzept umfasst somit den Eintrag biogener Einsatzstoffe in einen Vergaser zur alothermen Vergasung mit Erzeugung der Reaktionswärme der Vergasungsreaktion in speziellen Impulsbrennern.

Beschreibung der Figuren:

Fig. 1 zeigt eine schematische Gesamtansicht der Erfindung; Fig. 2 zeigt den schematischen Aufbau der Dosierschnecke und der StopfSchnecke;

Fig. 3 zeigt die StopfSchnecke im Detail.

Bevorzugte Ausführungsformen:

Das Reglungskonzept umfasst die Vorgaben durch die Produktgasmenge für die Dosierung der Einsatzstoffe durch geregelten Austrag aus einem Zwischenspeicher und drehzahlgeregelter Dosierschnecken mit überwachung des Füllstandes der Zuführschurren, die Verteilung auf die Eintragsorgane und die Ausbildung der Absperrstopfen in den drehzahlgeregelten Eintragsschnecken, wobei deren Drehzahl über den Hauptregler (Mastercontroller) und die Füllstandüberwachung in der Zuführung zum Eintragssystem erfolgt. Dieses Eintragssystem (für Feststoffe) im Rahmen der Wirbelschichtvergasung ist ein wesentlicher Fortschritt.

Das Austragsystem 1 (Fig. 1) besteht aus einer durch den

Mastercontroller 2 drehzahlgeregelten Schnecke 3, die zentral im Zwischenspeicher 4 angebracht ist. Die gesamte Schnecke wird mittels ebenfalls drehzahlgeregeltem Drehantrieb 5 über den Siloboden bewegt. Die Drehzahlreglung ist so abgestimmt, dass der Füllgrad dieser Schnecke durch das Hineindrehen derselben in das im Silo lagernde Material immer einen gleichen Füllgrad gewährleistet. Damit ist das Fördervolumen direkt proportional zur Drehzahl der Schnecke, somit ist dieses Austragssystem als Dosierung geeignet. Als Führungsgröße für die Drehzahlregelung dient die Stromaufnahme der drehbar gelagerten Schnecke, die direkt proportional mit dem Drehmoment dieser Schnecke ist.

über eine Dosierschnecke 6 wird die Menge durch den Mastercontroller in Abhängigkeit der Sollgröße für das

Produktgas 7 bestimmt. Entsprechend wird die Menge, die aus dem Zwischenspeicher geholt wird, dosiert.

Eine oder mehrere Transportschnecken 8, transportieren die Menge zu den StopfSchnecken 9.

Das Eintragssystem besteht aus Zellrad 10, Schieber 11 vor der Schnecke zum Weitertransport und gleichzeitig Absperren sowohl im An- oder Abfahrbetrieb und der Vorlage der StopfSchnecke 9. Das System ist mit einem System 12 (siehe Fig. 3) zur Beaufschlagung von Luft als Sperrmedium und oder Inertgas wie N2 oder CO2 oder Dampf (letzteres Medium auch als Lösch- und Sperrmedium) ausgerüstet.

Wie aus Fig. 2 deutlich wird, besteht das System aus der eigentlichen StopfSchnecke, in der der Materialstopfen zur Druckabsperrung erzeugt wird. Die Schnecke ist so ausgeführt, dass dieser Materialstopfen im gesamten Drehzahlbereich, damit auch bei unterschiedlichen einzutragenden Mengen an

Einsatzstoff stabil bleibt. Dieser Einsatzstoff wird über den im Betrieb geöffneten Absperrschieber durch ein glattes, warmfestes Rohr direkt in das heiße Wirbelbett gefördert.

Weiterhin verfügt die Schnecke über Kühleinrichtungen 13, 14 zur Kühlung der Schneckenwelle 14 und alternativ der Schneckenwendeln sowie des Mantels 13 der Schnecke. Hierbei handelt es sich um eine Wellenkühlung und um eine Mantelkühlungen .

Teil des Systems ist der Absperrschieber 15 unmittelbar zwischen Eintragsschnecke und Vergaser 16, der bei Stillstand der Schnecke geschlossen wird und das Rückfließen des inerten Bettmaterials in die Schnecke verhindert.

Dieser Schieber ist aus hitzebeständigem Material, da er an der Schnittstelle des im Betrieb heißen Vergasers und der gekühlten Schnecke liegt. Durch diese Maßnahme wird der Rückfluss auch in den Betriebsphasen unterbunden, in denen nicht der eingetragene Einsatzstoffstopfen selbst die Absperrung herstellt.

Die Zuführung der Einsatzstoffe zur Eintragsschnecke erfolgt über Schurre 17, Zellradschleuse 10 und Absperrschieber 11. Die Füllstandsüberwachung 18 in diesem Zuführstrang gewährleistet die notwendige permanente Ausbildung des Materialstopfens für den über die Hauptregelung eingestellt Einsatzstoff-Durchsatz. Die Anordnung von Zellradschleuse und Absperrschieber vor der Schnecke erlaubt darüber hinaus in Betrieb die Aufgabe eines Sperrgases (Luft oder Inertgase wie CO2, Stickstoff oder in Ausnahmefällen Dampf).

Der Schieber 11 erlaubt eine zusätzliche gasdichte Absperrung.

Somit sind Druckbereich des Reaktionssystems bis zu 5 bar ü., im Regelfall 1,5 bar ü kontrollierbar.