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Title:
INSECT AND BIRD PROTECTION NETS FOR INDUSTRIAL BUILDINGS AND ROOFS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/030308
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a protection device (1) for attaching to building openings (6) as protection against the ingress of pests, comprising a fine-meshed net (8) and a fastener (10), by means of which the protection device (1) can be attached to an outer surface (4) of a building (2) in such a way that the protection device (1) extends over the building opening (6). The net (8) has at least one edge (12) that is stiffened by means of a stiffener (14). The protection device (1) can be arranged in such a way that the edge (12) extends at an angle (α) to the outer surface (4) of the building (2) to which the protection device (1) is attached.

Inventors:
KUPKE, Horst (Elchinger Straße 45, Elchingen, 89275, DE)
Application Number:
EP2018/071560
Publication Date:
February 14, 2019
Filing Date:
August 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
KUPKE, Horst (Elchinger Straße 45, Elchingen, 89275, DE)
International Classes:
E06B9/52; E04D13/03
Domestic Patent References:
WO2001036779A12001-05-25
Foreign References:
US1763383A1930-06-10
DE202008013140U12009-02-26
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
BITTNER, Bernhard (Hannke Bittner & Partner, Prüfeninger Straße 1, Regensburg, 93049, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Schutzvorrichtung (1 ) zum Anbringen an Gebäudeöffnungen (6) als Schutz vor einem Eindringen von Schädlingen, mit einem engmaschigen Netz (8) und mit einem Befestigungsmittel (10) mit dem die Schutzvorrichtung (1 ) derart an einer Außenfläche (4) eines Gebäudes (2) angebracht werden kann, dass sich die Schutzvorrichtung (1 ) über die Gebäudeöffnung (6) erstreckt,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Netz (8) mindestens eine Kante (12) aufweist, die mithilfe einer Aussteifung (14) versteift ist, und die Schutzvorrichtung (1 ) derart angeordnet werden kann, dass sich die Kante (12) in einem Winkel (a) zu der Außenfläche (4) des Gebäudes (2) erstreckt, an der die Schutzvorrichtung (1 ) angebracht ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

die mindestens eine versteifte Kante (12) mit innenliegendem Kunststoff oder Metall ausgesteift ist.

3. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Netz (8) mindestens zwei Kanten aufweist, die mithilfe einer Aussteifung versteift sind.

4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die mindestens eine Kante (12) mindestens eine solche Länge (L) aufweist, dass eine die Gebäudeöffnung (6) verschließende Vorrichtung (16) nach außen aufklappbar ist.

5. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schutzvorrichtung ein Abdichtmittel (18), insbesondere ein elastisches Band, insbesondere ein Gummiband, aufweist.

6. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

es sich bei dem Befestigungsmittel (10) um ein Klettband handelt. 7. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schutzvorrichtung (1 ) mindestens eine Rolle (20), insbesondere eine Bockrolle, aufweist. 8. Vorrichtung nach dem vorangegangen Anspruch,

dadurch gekennzeichnet, dass

die mindestens eine Rolle (20) mit einem Rahmen (22) einer die Gebäudeöffnung verschließenden Vorrichtung (16) verbunden ist. 9. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Schutzvorrichtung ein Seil (24) aufweist, das mit einem ersten Endabschnitt an der Schutzvorrichtung (1 ) befestigt ist und mit einem zweiten Endabschnitt an einem Rahmen (22) einer die Gebäudeöffnung verschließenden Vorrichtung (16) befestigt ist.

10. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das engmaschige Netz (8) windreißfest ist.

1 1 . Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Netz (8) gegenüber UV-Strahlung stabil ist. 12. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Netz (8) einen Verschattungswert von mindestens 40% aufweist, bevorzugt mindestens 50% und besonders bevorzugt mindestens 60%.

13. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Netz (8) nach einer Anbringung an der Außenfläche (4) eines Gebäudes wieder zerstörungsfrei abnehmbar ist.

14. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangegangenen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Netz (8) waschbar ist.

15. Verfahren zum Schutz von Gebäudeöffnungen (6) vor einem Eindringen von Schädlingen, bei dem eine Schutzvorrichtung (1 ), die ein engmaschiges Netz (8) aufweist, derart an der Außenfläche (4) eines Gebäudes (2) angebracht wird, dass sich die Schutzvorrichtung (1 ) über die Gebäudeöffnung (6) erstreckt,

dadurch gekennzeichnet, dass

in einem ersten Schritt die Schutzvorrichtung (1 ) von einem Anwender von außen über die Gebäudeöffnung (6) gezogen wird, in einem zweiten Schritt mit einem Befestigungsmittel (10) an der Außenfläche (4) des Gebäudes (2) befestigt wird und in einem dritten Schritt mithilfe eines Abdichtmittels (18) straff gezogen wird.

Description:
Insekten- und Vogelschutznetze für Industriegebäude und Dächer

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung zum Anbringen an Gebäudeöffnungen als Schutz vor einem Eindringen von Schädlingen, insbesondere Insekten. Nach dem Stand der Technik werden hierzu die Gebäudeöffnungen üblicherweise mit innenliegenden Netzen geschützt.

Derartige Vorrichtungen sind jedoch insbesondere bei Gebäudeöffnungen in Industriehallen, wie Lichtkuppeln, Lichtbandklappen und Lamellenlüftern nachteilig. Fliegen bei geöffneten Klappen Schädlinge wie Fliegen oder Falter durch die Klappe hindurch und gegen das Schutznetz, gelangen diese häufig nicht mehr durch die Klappe nach außen. Vielmehr ver- bleiben sie häufig im Zwischenraum zwischen Netz und Klappe bis die Klappe wieder geschlossen wird. Im Laufe der Zeit sterben daher viele Schädlinge im Zwischenraum zwischen Netz und Klappe und zersetzen sich dort. Wenn die Schädlinge stark genug zersetzt sind, können diese - gemeinsam mit evtl. weiteren Schmutzpartikeln auf dem Netz - auch durch ein engmaschiges Netz hindurchfallen. Auf diese Weise besteht die Gefahr, dass die zer- setzten Schädlinge in die Produktion gelangen.

Dies ist insbesondere bei der Lebensmittelproduktion aus Hygienegründen höchst nachteilig. So sieht auch die entsprechende EU-DI N Norm eigentlich ausdrücklich vor, dass jeder Lebensmittelhersteller die Öffnungen der Halle mit Insektenschutznetzen vorsehen muss, wel- che auch wieder abnehmbar sein müssen. Hierbei ist jedoch problematisch, dass bei der Abnahme von innenliegenden Netzen eine erhöhte Gefahr besteht, dass darauf gesammelter Schmutz, und insbesondere darauf gesammelte tote Schädlinge, in die Produktion fallen können. Ein zusätzliches Problem des Stands der Technik liegt darin, dass die bisher üblichen Schutzvorrichtungen beispielsweise auf Industriedächern mit Hilfe eines Klettbands von einem auf dem Dach stehenden Monteur angebracht werden. Bei der Montage muss sich ein Monteur von außen weit über eine geöffnete Klappe lehnen, um die Schutzvorrichtung ringsum mit dem Klettband anzubringen. Hierbei besteht die Gefahr, dass Monteure durch die geöffnete Klappe fallen können.

Weitere Probleme ergeben sich beim Stand der Technik daraus, dass die Netze oft bereits innerhalb von zwei Jahren durch UV-Sonnenstahlen beschädigt werden und Wind und Re- gen das Netz teilweise auflösen.

Als weiter nachteilig hat sich erwiesen, dass das Klettband beim Stand der Technik in einem Brandfall oft zu stark gehalten hat, so dass sich die Brandschutzklappe nicht ordnungsgemäß rechtzeitig öffnen konnte.

Zusätzlich problematisch ist bei Netzen nach dem Stand der Technik, dass die Netze leicht in die Klappen eingeklemmt werden können.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, um die derzeitigen Nachteile des Stands der Technik zu überwindet. Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche. Eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung zum Anbringen an Gebäudeöffnungen als Schutz vor einem Eindringen von Schädlingen weist ein engmaschiges Netz und ein Befestigungsmittel auf, mit dem die Schutzvorrichtung derart an einer Außenfläche eines Gebäudes angebracht werden kann, dass sich die Schutzvorrichtung über die Gebäudeöffnung erstreckt. Erfindungsgemäß weist das Netz mindestens eine Kante auf, die mithilfe einer Aussteifung versteift ist. Erfindungsgemäß kann die Schutzvorrichtung derart angeordnet werden dass sich die Kante in einem Winkel α zu der Außenfläche des Gebäudes erstreckt, an der die Schutzvorrichtung angebracht ist. Insbesondere ist die Schutzvorrichtung für Gebäudeöffnungen von Industriegebäuden geeignet. Bei der Gebäudeöffnung kann es sich insbesondere um Lichtkuppeln, Lichtbandklappen und Lamellenlüfter handeln. Die Schutzvorrichtung kann jedoch auch beispielsweise für Fenster, Türen oder Tore, insbesondere von Industriehallen, verwendet werden.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Schutzvorrichtung haubenförmig und kann insbesondere haubenförmig über der Gebäudeöffnung angebracht werden. Hierunter ist zu verstehen, dass sich das Netz in einer Längsrichtung x der Gebäudeöffnung erstreckt und in einer Querrichtung y der Gebäudeöffnung und in einer Richtung z, die auf x und y senkrecht steht. Vorteilhaft steht die Richtung z dabei senkrecht zu der Außenfläche des Gebäudes, an der die Schutzvorrichtung angebracht ist.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform erstreckt sich die versteifte Kante im Wesentlichen in z-Richtung. Unter„im Wesentlichen" ist hierbei zu verstehen, dass auch eine Abweichung von bis zu ca. 40° möglich ist. Bevorzugt ist die Abweichung jedoch kleiner als 30°, noch bevorzugter kleiner als 25° und besonders bevorzugt kleiner als 20°. Diese Ausführungsform ist insbesondere für Lamellenlüfter und Lichtkuppeln vorteilhaft.

Bei einer ebenfalls vorteilhaften Ausführungsform, insbesondere für Lichtbänder, erstreckt sich die versteifte Kante in einem Winkel a, der von 90° verschieden ist. Bevorzugt ist der Winkel a auch von 0° verschieden. Bevorzugt liegt die versteifte Kante jedoch in einer von x und z aufgespannten Ebene.

Die mindestens eine ausgesteifte Kante ist bevorzugt mit innenliegendem Kunststoff oder Metall ausgesteift. Vorteilhaft ist innenliegend am Netz ein Kunststoffprofil, eine Metallleiste, ein Stab o.ä. angebracht. Besonders bevorzugt handelt es sich bei der Aussteifung um ein rechtwinkliges Kunststoffprofil. Vorteilhaft handelt es sich bei der versteiften Kante um die Kante, die sich in z-Richtung von einer Außenfläche eines Gebäudes, an der die Schutzvorrichtung angebracht ist, wegerstreckt. Besonders bevorzugt führt die Aussteifung dazu, dass diese Kante nach einem Anbringen an einer Außenfläche eines Gebäudes dauerhaft im Wesentlichen senkrecht zur Außenfläche des Gebäudes steht.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Kante, insbesondere eine Ecke, mit einer Kunststofffolie, beispielsweise einer PVC-Folie genäht. Vorteilhaft ist die Aussteifung in die Kunststofffolie eingenäht. Bevorzugt weist die Schutzvorrichtung nicht nur eine ausgesteifte Kante, sondern mindestens zwei ausgesteifte Kanten auf. Vorteilhaft handelt es sich dabei um zwei parallel zueinander liegende Kanten, insbesondere um zwei Kanten in z-Richtung. Bevorzugt handelt es sich um zwei nebeneinander und nicht gegenüber liegende Kanten. Besonders bevorzugt handelt es sich dabei um die beiden vorderen Kanten der Schutzvorrichtung. Unter„vorne" ist dabei der Bereich der Schutzvorrichtung zu verstehen, der über dem„vorderen" Bereich der Gebäudeöffnung angebracht werden kann, also über dem Bereich, bei dem eine die Gebäudeöffnung verschließende Vorrichtung, wie eine Klappe der Gebäudeöffnung, nach außen geschwenkt sein kann.

Wird die Klappe geöffnet, hat die Klappe im vorderen Bereich somit den maximalen Abstand zur Außenfläche des Gebäudes. Im Vergleich dazu ist unter„hinten" der gegenüberliegende Bereich an der Gebäudeöffnung zu verstehen. Der hintere Bereich ist demnach der Bereich, in dem sich - je nach Gebäudeöffnung - ein Scharnier der Klappe befindet oder die Klappe in einem Öffnungszustand in das Gebäude hinein ragt.

Die versteiften Kanten befinden sich somit bevorzugt in dem Bereich, in dem eine geöffnete Klappe maximal nach außen ragt. Durch diese Versteifung kann somit vorteilhaft erreicht werden, dass die Schutzvorrichtung bei einem Schließen der Klappe nicht eingeklemmt wird.

Bevorzugt kann das Netz auch durch Abnäher versteift sein. Auf diese Weise kann ebenfalls vorteilhaft verhindert werden, dass sich das Netz in die Klappe einklemmt.

Vorteilhaft weist die versteifte Kante bzw. weisen die versteiften Kanten mindestens eine sol- che Länge auf, dass eine die Gebäudeöffnung verschließende Vorrichtung nach außen aufklappbar ist. Bevorzugt ist die versteifte Kante dabei nur wenig länger als der maximale Abstand zwischen der Außenfläche und einer - im Normalbetrieb - maximal geöffneten Klappe beträgt. Bevorzugt ist die Länge der Kante maximal 50 cm länger als der maximale Abstand zwischen der Außenfläche und einer maximal geöffneten Klappe, noch bevorzugter maximal 30 cm länger und besonders bevorzugt maximal 20 cm länger. Bevorzugt ist die Kante jedoch mindestens 0,5 cm länger als der maximale Abstand zwischen der Außenfläche und einer maximal geöffneten Klappe, noch bevorzugter mindestens 1 cm länger und besonders bevorzugt 2 cm länger. Bevorzugt weisen bei mehreren versteiften Kanten diese die gleiche Länge auf. Vorteilhaft beträgt die Länge der Kante mindestens 5 cm, bevorzugt mindestens 10 cm und besonders bevorzugt mindestens 15 cm. Vorteilhaft beträgt die Länge der Kante maximal 150 cm, bevorzugt maximal 120 cm und besonders bevorzugt maximal 100 cm. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Schutzvorrichtung ein Abdichtmittel auf. Bevorzugt handelt es sich bei dem Abdichtmittel um ein elastisches Band, insbesondere ein Gummiband. Bevorzugt ist das Abdichtmittel an das Netz angenäht und/oder einteilig mit dem Netz verbunden. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Abdichtmittel an der Schutzvorrichtung derart angeordnet, dass es vollständig an der Außenseite entlangläuft. Bevorzugt wird diese Ausgestaltungsform für z. B. Lichtkuppeln und Lamellenlüfter gewählt.

Bei einer anderen, ebenfalls vorteilhaften Ausführungsform ist das Abdichtmittel nur an zwei Seiten angebracht. Bevorzugt handelt es sich dabei um die beiden Längsseiten, die vom vorderen Bereich in den hinteren Bereich verlaufen. Diese Ausführungsform ist insbesondere bei Lichtbändern vorteilhaft. Hier kann sich das Netz mit dem Abdichtmittel vorteilhaft abdichtend über das gebogene Lichtband legen. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ragt das Abdichtmittel im hinteren Bereich der Schutzvorrichtung nach außen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem Befestigungsmittel um ein Klettband. Hierdurch kann die Schutzvorrichtung leicht angebracht und wieder entfernt wer- den. Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann es sich bei dem Befestigungsmittel jedoch auch beispielsweise um ein Klebeband handeln. Bei dem Befestigungsmittel kann es sich auch um Schrauben, insbesondere mit Beilagscheiben, handeln. Vorteilhaft werden mehrere Arten von Befestigungsmittel verwendet. Besonders bevorzugt werden als Befestigungsmittel ein ringsum laufendes Klettband und Schrauben mit großen Beilagscheiben kombiniert. Durch die zusätzlichen Schrauben wird erreicht, dass das Netz noch besser abdichtet und mehr Halt bekommt. Alternativ oder zusätzlich können auch Klemmleisten verwendet werden. Es können auch Befestigungen wie Klammern, Ösen, Haken und dergleichen zum Befestigen der Schutzvorrichtung vorgesehen sein. Vorteilhaft können auch weitere Haltepunkte wie Clicksysteme, Klammersysteme, o.ä. verwendet werden. Bevorzugt sind diese aus Kunststoff hergestellt. Es kommen jedoch auch andere Materialien, beispielsweise Metalle, insbesondere Aluminium in Betracht.

Vorteilhaft kann ein Haken- oder Pilzkopfklettband um die Gebäudeöffnung herum aufgeklebt sein, bevorzugt auf das Aluhauptprofil z. B. eines Lichtbandes. Das Flauschklettband ist dagegen bevorzugt am Netz angenäht.

Bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform weist die Schutzvorrichtung außerdem mindestens eine Rolle auf. Bei dieser Rolle kann es sich insbesondere um eine Bockrolle han- dein. Vorteilhaft wird diese Rolle an einer die Gebäudeöffnung verschließende Vorrichtung, wie einer Klappe, angeordnet. Bevorzugt ist die mindestens eine Rolle mit einem Rahmen einer die Gebäudeöffnung verschließenden Vorrichtung verbunden.

Die Rolle kann insbesondere an einem Rahmen der Klappe, beispielsweise an einem Lüfter- rahmen angeordnet sein. Besonders bevorzugt ist die mindestens eine Rolle derart angeordnet, dass die Rolle mit dem Netz in Kontakt bringbar ist, insbesondere, wenn die Klappe geöffnet ist. Vorteilhaft kann auf diese Weise der Lüfterrahmen leichter im Netz laufen, ohne dass das Netz eingeklemmt werden kann. Bevorzugt ist die Drehachse der Rolle in y-Richtung, also in Querrichtung zur Gebäudeöffnungsachse ausgerichtet. Vorteilhaft ist die Drehachse der Rolle parallel zu dem Abschnitt des Rahmens, der bei einer Öffnungsbewegung am weitesten nach außen geschwenkt werden kann. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform weist die die Schutzvorrichtung ein Seil auf. Bevorzugt ist das Seil mit einem ersten Endabschnitt an der Schutzvorrichtung befestigt, besonders bevorzugt an dem Befestigungsmittel der Schutzvorrichtung, insbesondere an einem Klettband. Besonders bevorzugt kann das Klettband eine Schlaufe zur Befestigung des Seils aufweisen. Weiter vorteilhaft ist das Seil mit einem zweiten Endabschnitt an einem Rahmen einer die Gebäudeöffnung verschließenden Vorrichtung befestigt.

Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Schutzvorrichtung im Brandfall schnell genug lösbar ist. Bei Abzug der Klappe im Brandfall zieht das Seil derart an der Schutzvorrichtung und insbesondere dem Klettband, dass das Netz vom Befestigungsmittel abgelöst wird und die Klappe mit abgezogener Schutzvorrichtung schnell und vollständig geöffnet werden kann.

Vorteilhaft kann es sich um ein Stahlseil handeln. Es ist jedoch auch ein Seil aus anderen Materialien möglich, die stabil genug sind, um ein Abziehen der Schutzvorrichtung zu gewährleisten.

Bevorzugt kann das engmaschige Netz aus Polykarbonat, HDPE, Fiberglas, Leinenmaterial, Stahlgewebe oder Alugewebe bestehen. Besonders bevorzugt ist das Netz aus HDPE gefer- tigt. Vorteilhaft ist das Netz elastisch.

Unter der Bezeichnung engmaschig sind insbesondere Netze mit mehr als 100 Maschen/m zu verstehen, bevorzugt von mehr als 200 Maschen/m und besonders bevorzugt von mehr als 400 Maschen/m.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das engmaschige Netz windreißfest und sturmfest. Vorteilhaft dient das Netz als Windfangnetz. Hierzu weist es bevorzugt ein Gewicht von mindestens 100 g/m 2 auf, noch bevorzugter ein Gewicht von mindestens 120 g/m 2 und besonders bevorzugt ein Gewicht von mindestens 140 g/m 2 .

Vorteilhaft ist das Netz außerdem verrottungsfest. Dies kann insbesondere durch die Verwendung von HDPE erreicht werden.

Vorteilhaft beträgt die Reißfestigkeit gem. DIN 53857 mehr als 200 N, bevorzugt mehr als 300 N und besonders bevorzugt mehr als 450 N. Bevorzugt beträgt die Reißdehnung gem. DIN 53857 mehr als 15%, bevorzugt mehr als 25% und besonders bevorzugt mehr als 30%. Vorteilhaft beträgt die Dichte bei 23° C gem. DIN 53479 mehr als 0,5 g/cm 3 , bevorzugt mehr als 0,7 g/cm 3 und besonders bevorzugt mehr als 0,9 g/cm 3 . Um dennoch einen ausreichenden Luftaustausch zu gewährleisten, beträgt die Luftdurchlässigkeit gem. ASTM D 737 vorteilhaft mehr als 150 cm 3 /cm 2 , bevorzugt mehr als 200 cm 3 /cm 2 und besonders bevorzugt mehr als 250 cm 3 /cm 2 . Vorteilhaft ist das Netz UV-stabilisiert und daher gegenüber UV-Strahlung stabil. Besonders bevorzugt ist auch der Nähfaden UV-stabilisiert. Bevorzugt ist die Schutzvorrichtung auf diese Weise drei bis vier Jahre haltbar. Bei einer weiter bevorzugten Ausführungsform weist das Netz einen Verschattungswert von mindestens 40% auf, bevorzugt mindestens 50% und besonders bevorzugt mindestens 60%. Ein besonders bevorzugtes Netz kann beispielsweise auch einen Verschattungswert von 75% aufweisen. Verschattungswerte von ca. 60% werden beispielsweise von weißen Netzen erreicht. Verschattungswerte von über 60% können beispielsweise darüber erreicht werden, dass keine weißen sondern farbige Netze verwendet werden. Als Netzfarbe kann z. B.

schwarz oder orange gewählt werden.

Besonders bevorzugt schützt die Schutzvorrichtung auf diese Weise auch die darunter liegenden Materialien, insbesondere Lichtbänderklappen oder Lichtkuppelschalen. Diese ver- lieren in der Regel nach ca. 15 Jahren die in den Schalen und Klappen enthaltenen Weichmacher. Da diese durch die Schutzvorrichtung mitgeschützt werden, haben diese eine längere Haltezeit und UV-Sonnensicherheit.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Netz nach einer Anbringung an der Außenflä- che eines Gebäudes wieder zerstörungsfrei abnehmbar ist. Beispielsweise ist das Netz mit einem aufgenähten Flauschklettband zerstörungsfrei abnehmbar, während ein Haken- oder Pilzkopfklettband an der Außenseite des Gebäudes verbleibt.

Vorteilhaft ist das Netz waschbar. Bevorzugt ist es mit kalter Seifenlauge waschbar. Als zu- sätzlicher Vorteil hat sich bei der vorliegenden Erfindung gezeigt, dass das Netz seltener als beim Stand der Technik gewaschen werden muss. Dadurch, dass das Netz außen über der Gebäudeöffnung montierbar ist, reinigt sich das Netz durch Regen und Wind teilweise selbst. Dieser Effekt wird durch die ausgesteiften Kanten verstärkt, weil es auf diese Weise zu einer verminderten Faltenbildung des Netzes kommt. Die Selbstreinigungsfähigkeit des Netzes wird auf diese Weise erhöht.

Ein vorteilhaftes Netz weist eine hohe Beständigkeit gegen Lösungsmittel insbesondere bis 40° C, bevorzugt bis 50° C und besonders bevorzugt bis 60° C auf. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das Netz eine Länge von mehr als 0,05 m, bevorzugt von mehr als 0,08 m und besonders bevorzugt von mehr als 0,1 m auf. Bevorzugt weist das Netz eine Länge von weniger als 150 m, noch bevorzugter von weniger als 120 m und besonders bevorzugt von weniger als 100 m auf. Vorteilhaft weist das Netz eine Breite von mehr als 0,05 m, bevorzugt von mehr als 0,08 m und besonders bevorzugt von mehr als 0,1 m auf. Vorteilhaft weist das Netz eine Breite von weniger als 150 m, bevorzugt von weniger als 100 m und besonders bevorzugt von weniger als 50 m auf.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Abdichtmittel einen Durchmesser von mehr als 1 mm, bevorzugt von mehr als 1 ,5 mm und besonders bevorzugt von mehr als 2 mm auf. Vorteilhaft weist das Abdichtmittel einen Durchmesser von weniger als 100 mm, bevorzugt weniger als 70 mm und besonders bevorzugt weniger als 50 mm auf. Das Abdichtmittel ist bevorzugt länger als 0,1 m, noch bevorzugter länger als 0,15 m und besonders bevorzugt länger als 0,2 m. Vorteilhaft ist das Abdichtmittel kürzer als 5000 m, bevorzugt kürzer als 1000 m und besonders bevorzugt kürzer als 500 m.

Vorteilhaft dient die Schutzvorrichtung zugleich als Schutz vor Hageldurchschuss.

Vorteilhaft ist das Netz - beispielsweise als Werbebanner oder als Wandbedeckung - be- druckbar und insbesondere vierfarbig bedruckbar.

Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf ein Verfahren zum Schutz von Gebäudeöffnungen vor einem Eindringen von Schädlingen gerichtet, bei dem eine Schutzvorrichtung, die ein engmaschiges Netz aufweist, derart an der Außenfläche eines Gebäudes angebracht wird, dass sich die Schutzvorrichtung über die Gebäudeöffnung erstreckt.

Erfindungsgemäß wird in einem ersten Schritt die Schutzvorrichtung von einem Anwender von außen über die Gebäudeöffnung gezogen, in einem zweiten Schritt wird die Schutzvorrichtung mit einem Befestigungsmittel an der Außenfläche des Gebäudes befestigt und in ei- nem dritten Schritt wird die Schutzvorrichtung mithilfe eines Abdichtmittels straff gezogen.

Dabei ist die beschriebene Vorrichtung insbesondere dazu eingerichtet und dafür vorgesehen, dieses beschriebene Verfahren durchzuführen, d.h. dass alle für die obig beschriebene Vorrichtung ausgeführten Merkmale ebenso für das hier beschriebene Verfahren offenbart sind und umgekehrt. Besonders bevorzugt wird die Schutzvorrichtung zuerst mit einem Klettband an der Außenfläche des Gebäudes befestigt. Auf diese Weise wird das Netz während der weiteren Montage bereits vom Klettband festgehalten.

Vorteilhaft wird das Abdichtmittel, insbesondere ein Gummiband von hinten straff gezogen, so dass es gegen Kriechtiere abdichtet.

Bevorzugt wird die Schutzvorrichtung anschließend noch mit Schrauben mit großen BeilagScheiben befestigt, damit das Netz besser abdichtet und mehr Halt bekommt. Bevorzugt werden diese Schrauben nur im hinteren Bereich, nicht jedoch im vorderen Bereich angebracht. Andernfalls ist ein rasches Abziehen der Schutzvorrichtung im Brandfall nicht gewährleistet.

Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen:

Darin zeigen:

Fig. 1 a eine Seitenansicht einer Lichtkuppel mit einer erfindungsgemäßen Schutzvor- richtung;

Fig. 1 b Vergrößerung des Bereichs A aus Fig. 1 a;

Fig. 2a eine Seitenansicht einer Lichtbandklappe mit einer erfindungsgemäßen

Schutzvorrichtung;

Fig. 2b Vergrößerung des Bereichs A aus Fig. 2a;

Fig. 3 einen Lamellenlüfter mit erfindungsgemäßer Schutzvorrichtung.

Fig. 1 a zeigt eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung 1 an einer Lichtkuppel. Die Schutzvorrichtung 1 ist an der Außenseite 4 eines Gebäudes 2 über einer Gebäudeöffnung 6 angeordnet. Die Gebäudeöffnung erstreckt sich in x- und y-Richtung. Über der Gebäudeöffnung 6 ist eine die Gebäudeöffnung verschließende Vorrichtung 16 (hier in Form einer offenbaren Lichtkuppel) angebracht. Die eine Gebäudeöffnung verschließende Vorrichtung weist einen Rahmen 22 auf.

Die Schutzvorrichtung weist ein Netz 8 auf, das haubenförmig über der Lichtkuppel ange- bracht ist. Die vordere Kante 12 ist mit einer Aussteifung 14 versehen. Die Kante 12 weist dabei die Länge L auf. Die Kante 12 und die Aussteifung 14 erstrecken sich im Wesentlichen in z-Richtung. Von der Außenseite 4 des Gebäudes und der Kante 12 wird der Winkel α aufgespannt. Dieser beträgt in der Fig. 1 a ca. 90°. Wie Fig. 1 b zeigt, ist die Aussteifung 14 leicht vom Rahmen 22 beabstandet. Die Lichtkuppel 16 kann daher leicht geöffnet und geschlossen werden ohne, dass das Netz 8 eingeklemmt wird.

Das Netz 8 ist mit einem Befestigungsmittel 10, beispielsweise einem Klettband, an der Au- ßenfläche 4 des Gebäudes befestigt. Auch das Abdichtmittel 18, z. B. in Form eines Gummibandes, verläuft am unteren Rand des Netzes 8.

Fig. 2a zeigt eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung 1 an einer Lichtbandklappe. Zu erkennen ist die Außenfläche 4 des Gebäudes 2. Die Gebäudeöffnung 6 wird von einer Licht- bandklappe 16 verschlossen. Die Lichtbandklappe weist einen Rahmen 22 auf.

Das engmaschige Netz 8 der Schutzvorrichtung 1 ist in y-Richtung mit einem Befestigungsmittel 10 befestigt. In x-Richtung wird das Netz von einem Abdichtmittel 18 gehalten, das am hinteren Ende der Schutzvorrichtung heraus ragt.

Die Kanten 12 sind mit einer Aussteifung 14 versehen und verlaufen in einem Winkel a, der von 0° verschieden ist, in der x-z-Ebene.

Die Vorrichtung weist außerdem ein Seil 24 auf. Der eine Endabschnitt des Seils 24 ist am Rahmen 22 der Lichtbandklappe befestigt. Der andere Endabschnitt des Seils 24 ist an einer Schlaufe 26 des Befestigungsmittels 10 befestigt. Im Brandfall kann die Lichtbandklappe vollständig aufgeklappt werden. Das am Rahmen 22 befestigte Seil 24 zieht dabei das Netz 8 im vorderen Bereich am Befestigungsmittel 10 ab. Am Rahmen 22 ist außerdem mindestens eine Rolle 20 befestigt. Dies wird in Fig. 2b in Vergrößerung gezeigt. Die Rolle 20 ist mit dem Netz 8 in Kontakt, so dass der Rahmen 22 mit- hilfe der Rolle 20 leicht am Netz 8 entlangbewegt werden kann, ohne dass das Netz 8 eingeklemmt wird.

Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Schutzvorrichtung 1 an einem Lamellenlüfter. Der Lamellenlüfter ist an der Außenfläche 4 eines Gebäudes 2 angeordnet. Die Schutzvorrichtung weist ein Netz 8 auf, das haubenförmig genäht ist. Die Schutzvorrichtung bildet hierbei vier Kanten 12 aus, die jeweils mit einer Aussteifung 14 versehen sind. Die Kanten erstrecken sich dabei bevorzugt im Wesentlichen in z-Richtung.

Die Anmelderin behält sich vor, sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass in den einzelnen Figuren auch Merkmale beschrieben wurden, welche für sich genommen vorteilhaft sein können. Der Fachmann erkennt unmittelbar, dass ein bestimmtes in einer Figur beschriebenes Merkmal auch ohne die Übernahme weiterer Merkmale aus dieser Figur vorteilhaft sein kann. Ferner erkennt der Fachmann, dass sich auch Vorteile durch eine Kombination mehrerer in einzelnen oder in unterschiedlichen Figuren gezeigter Merkmale ergeben können.

Bezugszeichenliste

1 Schutzvorrichtung

2 Gebäude

4 Außenfläche des Gebäudes

6 Gebäudeöffnung

8 Netz

10 Befestigungsmittel

12 Kante

14 Aussteifung

16 Gebäudeöffnung verschließende Vorrichtung

18 Abdichtmittel

20 Rolle 22 Rahmen

24 Seil

26 Schlaufe

L Länge der Kante 12

α Winkel zwischen Außenfläche 4 des Gebäudes und Kante 12