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Title:
INSERT TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/013389
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention is based on an insert tool, in particular an oscillating insert tool, with a main body (10), which has a receiving area (12) for securing to a handheld power tool (14), and a first machining area (18), extending at least partially on at least one first side (16) of the main body (10). It is proposed that the main body (10) has at least two further, second and third machining areas (24, 26), extending at least partially on at least a second and a third side (20, 22) of the main body (10).

Inventors:
FUCHS, Rudolf (Fliederweg 31, Neuhausen, 73765, DE)
Application Number:
EP2011/058800
Publication Date:
February 02, 2012
Filing Date:
May 30, 2011
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
FUCHS, Rudolf (Fliederweg 31, Neuhausen, 73765, DE)
International Classes:
B27B19/00; B23D61/12
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:
Ansprüche

1 . Einsatzwerkzeug, insbesondere Oszillationseinsatzwerkzeug, mit einem

Grundkörper (10), der einen Aufnahmebereich (12) zum Befestigen an einer Handwerkzeugmaschine (14) und einen sich an zumindest einer ersten Seite (16) des Grundkörpers (10) zumindest teilweise erstreckenden ersten Bearbeitungsbereich (18) aufweist,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Grundkörper (10) zumindest zwei weitere, sich an zumindest einer zweiten und an einer dritten Seite (20, 22) des Grundkörpers (10) zumindest teilweise erstreckenden zweiten und dritten Bearbeitungsbereich (24, 26) aufweist.

2. Einsatzwerkzeug nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Grundkörper (10) zumindest einen vierten, sich an einer vierten Seite (28) des Grundkörpers (10) zumindest teilweise erstreckenden Bearbeitungsbereich (30) aufweist.

3. Einsatzwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest drei Bearbeitungsbereiche (18, 24, 26, 30) und der Aufnahmebereich (12) in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.

4. Einsatzwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch einen zumindest im Wesentlichen rechteckigen Grundriss.

Description:
Beschreibung Einsatzwerkzeug

Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einem Einsatzwerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist bereits ein Einsatzwerkzeug mit einem Grundkörper bekannt, wobei der Grundkörper einen Befestigungsbereich zum Befestigen und einen sich an zumindest einer ersten Seite des Grundkörpers zumindest teilweise erstreckenden ersten Bearbeitungsbereich aufweist.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einem Einsatzwerkzeug, insbesondere einem Oszillationseinsatzwerkzeug, mit einem Grundkörper, der einen Befestigungsbereich zum Befestigen und einen sich an zumindest einer ersten Seite des Grundkörpers zumindest teilweise erstreckenden ersten Bearbeitungsbereich aufweist.

Es wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper zumindest zwei weitere, sich an zumindest einer zweiten und an einer dritten Seite des Grundkörpers zumindest teilweise erstreckenden zweiten und dritten Bearbeitungsbereich aufweist. Unter einem„Bearbeitungsbereich" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Bereich des Grundkörpers verstanden werden, welcher vorzugsweise zumindest ein Bearbeitungsmittel, welches dazu vorgesehen ist, ein Werkstück zu bearbeiten, umfasst. Das zumindest eine Bearbeitungsmittel kann insbesondere von einem Sägezahn gebildet sein. Vorzugsweise umfasst zumindest ein Bearbeitungsbereich der zumindest drei Bearbeitungsbereiche insbesondere wenigstens fünf Bearbeitungsmittel, vorzugsweise wenigstens zehn Bearbeitungsmittel, besonders bevorzugt wenigstens 20 Bearbeitungsmittel. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des Einsatzwerkzeugs umfassen alle der zumindest drei Bearbeitungsbereiche insbesondere wenigstens fünf Bearbeitungsmittel, vor- zugsweise wenigstens zehn Bearbeitungsmittel, besonders bevorzugt wenigstens 20 Bearbeitungsmittel. Die von den Sägezähnen gebildeten Bearbeitungsmittel eines Bearbeitungsbereichs können vorzugsweise in ihrer Form und Größe voneinander differieren. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann das zumindest eine Bearbeitungsmittel vorzugsweise von einem abrasiven Schleifmittel gebildet sein, welches dazu vorgesehen ist, einen Werkstoffabtrag des Werkstücks zu erzielen. Das abrasive Schleifmittel kann vorzugsweise aus einem Hartmetall und/oder aus Korund und/oder aus Diamanten gebildet sein. Es ist jedoch auch denkbar, das zumindest eine Bearbeitungsmittel aus anderen, einem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Materialien zu bilden. Das zumindest eine, von einem abrasiven Schleifmittel gebildete Bearbeitungsmittel ist vorzugsweise stoffschlüssig an zumindest einem der zumindest drei Bearbeitungsbereichen des Grundkörpers verliersicher befestigt.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Einsatzwerkzeugs mit zumindest drei, an jeweils einer Seite des Grundkörpers des Einsatzwerkzeugs angeordneten Bearbeitungsbereichen kann eine Lebens- und/oder Nutzungsdauer des Einsatzwerkzeugs vorteilhaft erhöht werden. Es ist auch denkbar, dass zu- mindest zwei Bearbeitungsbereiche an unterschiedlichen Seiten unterschiedlich ausgebildet sind, wobei die Bearbeitungsbereiche insbesondere zumindest zum Großteil unterschiedliche Bearbeitungsmittel aufweisen. Unter„unterschiedlichen Bearbeitungsmitteln" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass die Bearbeitungsmittel zu einer Bearbeitung unterschiedlicher Ma- terialien und/oder für unterschiedliche Bearbeitungsvorgänge, wie beispielsweise für schleifen oder sägen, ausgelegt sein können und/oder dass die unterschiedlichen Bearbeitungsmittel unterschiedliche Konturen aufweisen können.

Ferner wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper zumindest einen vierten, sich an einer vierten Seite des Grundkörpers zumindest teilweise erstreckenden Bearbeitungsbereich aufweist. Dadurch kann die Lebens- und/oder Nutzungsdauer und/oder die Flexibilität des Einsatzwerkzeugs und damit der Bedienkomfort für den Benutzer besonders vorteilhaft erhöht werden.

Sind zumindest drei Bearbeitungsbereiche und der Aufnahmebereich in einer gemeinsamen Ebene angeordnet, kann das Einsatzwerkzeug vorteilhaft kompakt ausgestaltet werden.

Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Einsatzwerkzeug einen rechteckigen Grundriss aufweist. Unter einem„Grundriss" soll insbesondere eine Kontur des Einsatzwerkzeugs verstanden werden, welche insbesondere von vier Konturmittellinien gebildet ist, wobei die Konturmittellinie jeweils einer Seite des Grundkörpers entlang einer gemittelten Höhe aller Bearbeitungsmittel eines Bearbeitungsbereichs verläuft. Dadurch kann das Einsatzwerkzeug bevorzugt einfach und vorteilhaft kostengünstig hergestellt werden. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung kann der Grundriss des Einsatzwerkzeugs quadratisch ausgebildet sein.

Es ist jedoch auch denkbar, dass zumindest zwei Bearbeitungsbereiche voneinander differierende, in ihrer Form unterschiedliche Konturmittellinien aufweisen. Dadurch kann das Einsatzwerkzeug auf vorteilhaft einfache Weise an verschiedene Bearbeitungsbedingungen angepasst werden.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln be- trachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

Fig. 1 eine oszillierend antreibbare Handwerkzeugmaschine in einer perspektivischen Seitenansicht, einen Teilbereich der Handwerkzeugmaschine mit einer Werkzeugaufnahme und einem erfindungsgemäßen Einsatzwerkzeug in einer schematischen Schnittdarstellung und

ein erfindungsgemäßes Einsatzwerkzeug in einer Draufsicht.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

Figur 1 zeigt eine oszillierend antreibbare Handwerkzeugmaschine 14. An einem Ende der Handwerkzeugmaschine 14 ist ein Stromkabel 32 zu einer elektrischen

Versorgung einer nicht näher dargestellten Antriebseinheit der Handwerkzeugmaschine 14 vorgesehen. Die Antriebseinheit ist wirkungsmäßig mit einer Ausgangswelle 34 verbunden und treibt diese oszillierend an. Die Ausgangswelle 34 ist an einer Haupterstreckungsrichtung 36 der Handwerkzeugmaschine 14 aus einem dem Stromkabel 32 gegenüberliegenden Ende der Handwerkzeugmaschine 14 angeordnet. Die Ausgangswelle 34 erstreckt sich senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung 36 der Handwerkzeugmaschine 14. Die Ausgangswelle 34 ragt aus einem Gehäuse 38 der Handwerkzeugmaschine 14 heraus. An einem Ende der Ausgangswelle 34, welches aus dem Gehäuse 38 herausragt, ist eine Zusatzwerkzeugaufnahme 40 mit einem darin gehaltenen Einsatzwerkzeug angeordnet.

Figur 2 zeigt einen Schnitt durch einen Teil der Handwerkzeugmaschine 14. In einer Axialrichtung 42 der Ausgangswelle 34 ist die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 zwischen einem Stützelement 44 und einem Stützflansch 46 angeordnet. Die Zusatzwerkzeugaufnahme ist in Axialrichtung 42 von dem Stützflansch 46 gegen ein Abrutschen von der Ausgangswelle 34 gesichert. Der Stützflansch 46 ist einstückig mit der Ausgangswelle 34 verbunden. Die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 ist mittels Schrauben 48 kraftschlüssig und formschlüssig mit dem Stützflansch 46 verbunden, um die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 gegen ein Verdrehen relativ zum Stützflansch 46 zu sichern. Eine Oszillationsbewegung der Ausgangswelle 34 wird auf die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 und auf das darin gehaltene Einsatzwerkzeug übertragen. Zwischen dem Gehäuse 38 der Handwerkzeugmaschine 14 und der Zusatzwerkzeugaufnahme 40 ist das Stützelement 44 vorgesehen. Über das Stützele- ment 44 stützt sich die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 gegenüber dem Gehäuse 38 der oszillierend antreibbaren Handwerkzeugmaschine 14 ab.

Das Einsatzwerkzeug ist senkrecht zur Axialrichtung 42 der Ausgangswelle in die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 eingeschoben und ist mittels einer Befestigungsschraube 50 verliersicher in der Zusatzwerkzeugaufnahme 40 gehalten. Die Befestigungsschraube 50 erstreckt sich durch eine kreisförmige Befestigungsaus- nehmung 52 des Einsatzwerkzeugs. Die Befestigungsschraube 50 ist in eine Gewindebohrung 54 in der Zusatzwerkzeugaufnahme 40 eingeschraubt.

Der Stützflansch 46 umfasst eine alternative Werkzeugaufnahme 56. An dem Stützflansch 46 kann mittels der Schrauben 48 ein alternatives Einsatzwerkzeug 58 kraft- und formschlüssig befestigt werden. Hierzu werden die Schrauben 48 vollständig gelöst. Die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 wird relativ zur Ausgangs- welle 34 verdreht, sodass die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 das alternative Einsatzwerkzeug 58, welches an der alternativen Werkzeugaufnahme 56 befestigt wird, in einem Betriebszustand nicht behindert. Anschließend wird das alternative Einsatzwerkzeug 58 in einer gewünschten Position an dem Stützflansch 46 angelegt. Die Schrauben 48 werden durch Ausnehmungen 60 in dem alternativen Einsatzwerkzeug 58 in Gewindebohrungen 54, 62 in den Stützflansch 46 und in die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 eingeschraubt.

In Figur 3 ist das von einem Sägeblatt gebildete Einsatzwerkzeug, welches dazu vorgesehen ist, von der Zusatzwerkzeugaufnahme 40 aufgenommen zu werden, in einem unmontierten Zustand dargestellt. Das Einsatzwerkzeug weist einen

Grundkörper 10 auf. Der Grundkörper 10 weist einen rechteckigen Grundriss auf. Der Grundkörper 10 umfasst einen Aufnahmebereich 12. Der Aufnahmebereich 12 weist die vier Befestigungsausnehmungen 52 auf. Die Befestigungsausneh- mungen 52 sind punktsymmetrisch zu einem Mittelpunkt M des Grundkörpers 10 angeordnet. Zudem weist der Aufnahmebereich 12 vier weitere Sicherungsaus- nehmungen 64 auf. Ein Durchmesser d der Sicherungsausnehmungen 64 ist kleiner ausgebildet als ein Durchmesser D der Befestigungsausnehmungen 52. Durch die Sicherungsausnehmungen 64 erstrecken sich in einem montierten Zustand des Einsatzwerkzeugs nicht näher dargestellte Sicherungselemente. Die Sicherungselemente sichern das Einsatzwerkzeug in einem montierten Zustand gegen ein Verdrehen des Einsatzwerkzeugs relativ zur Zusatzwerkzeugaufnah- me 40. Die Sicherungselemente erstrecken sich parallel zur Axialrichtung 42 der Ausgangswelle 34 zumindest teilweise durch die Zusatzwerkzeugaufnahme 40. Die Sicherungselemente können vorzugsweise von Sicherungsschrauben oder von Sicherungsbolzen gebildet sein.

In einer Ebene, in welcher der Grundkörper 10 des Einsatzwerkzeugs eine größte Erstreckung aufweist, sind vier Bearbeitungsbereiche 18, 24, 26, 30, vom Mittelpunkt M des Grundkörpers 10 aus betrachtet, nach dem Aufnahmebereich 12 angeordnet. Der erste Bearbeitungsbereich 18 erstreckt sich vollständig entlang einer ersten Seite 16 des Grundkörpers 10. Der zweite Bearbeitungsbereich 24 erstreckt sich vollständig entlang einer zweiten Seite 20 des Grundkörpers 10. Der dritte Bearbeitungsbereich 26 erstreckt sich vollständig entlang einer dritten Seite 22 des Grundkörpers 10. Der vierte Bearbeitungsbereich 30 erstreckt sich vollständig entlang einer vierten Seite 28 des Grundkörpers 10.

Jeder Bearbeitungsbereich 18, 24, 26, 30 weist mehrere Bearbeitungsmittel 66 auf. Die Bearbeitungsmittel 66 sind von Sägezähnen gebildet. Die vier Bearbeitungsbereiche 18, 24, 26, 30 des Einsatzwerkzeugs sind identisch ausgebildet. In einem Betriebszustand der Handwerkzeugmaschine 14 wird ein Werkstück nur mit einem der vier Bearbeitungsbereiche 18, 24, 26, 30 bearbeitet. Sind die Bearbeitungsmittel 66 dieses Bearbeitungsbereichs 18, 24, 26, 30 abgenutzt oder verschlissen, so kann ein Benutzer der Handwerkzeugmaschine die Befestigungsschraube 50 und die Sicherungselemente lösen. Danach kann der Benutzer das Einsatzwerkzeug aus der Zusatzwerkzeugaufnahme 40 herausnehmen und das Einsatzwerkzeug um 90° drehen. Anschließend wird das Einsatzwerkzeug in einer um 90° verdrehten Position wieder in die Zusatzwerkzeugaufnahme 40 eingeschoben und in dieser Position mittels der Befestigungsschraube 50 und den Sicherungselementen in der Zusatzwerkzeugaufnahme 40 kraft- und formschlüssig gesichert. Dadurch kann der Benutzer mit einem neuen Bearbeitungsbereich 18, 24, 26, 30, welcher nicht abgenutzte, bzw. verschlissene Bearbeitungsmittel 66 aufweist, weiter arbeiten, ohne das Einsatzwerkzeug austauschen zu müssen.