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Patent Searching and Data


Title:
INSOLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/202695
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an insole (100) for shoes, in particular as a disposable product, having a top layer (200) that comprises a two-ply basic material and faces the foot, and a base layer (202) that is connected to said top layer (200) and faces the shoe, and having a foot surface (104) that faces the foot and an opposite sole surface (102) that faces the shoe, wherein the top layer (200) and the base layer (202) consist of a staple-fibre nonwoven and bicomponent fibres and absorbent cellulose-based fibres and/or hydrophilic synthetic fibres are contained in the top layer and in the base layer, and wherein the insole has a combination comprising at least two different active-substance groups, the active-substance groups being selected from the group of antimicrobial active substance, odour absorbent and odour-masking substance, and both the base layer (202) and the top layer (200) being assigned at least one active-substance group.

Inventors:
MANGOLD, Rainer (Otto-Merz-Strasse 13, Herbrechtingen, 89542, DE)
ROEMPP, Angela (Zillenhardtweg 15, Duernau, 73105, DE)
KRONER, Mareike (Eichenhang 40, Ulm, 89507, DE)
Application Number:
EP2017/062027
Publication Date:
November 30, 2017
Filing Date:
May 18, 2017
Export Citation:
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Assignee:
CMC CONSUMER MEDICAL CARE GMBH (Eichendorffstrasse 12-14, Sontheim an der Brenz, 89567, DE)
International Classes:
A43B1/00; A43B17/00; A43B17/10
Attorney, Agent or Firm:
DREISS PATENTANWÄLTE PARTG MBB (Postfach 10 37 62, Stuttgart, 70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Einlegesohle (100) für Schuhe, insbesondere als

Wegwerfprodukt, mit einem mindestens zweilagigen

Grundmaterial umfassend eine fußzugewandte Decklage

(200) und eine damit verbundene schuhzugewandte

Basislage (202) und mit einer fußzugewandten Fußfläche

(104) und einer gegenüberliegenden schuhzugewandten Sohlenfläche (102), dadurch gekennzeichnet, dass die Decklage (200) und die Basislage (202) aus einem

Stapelfaservlies bestehen und in der Decklage und in der Basislage Bikomponentenfasern und absorbierende cellulosebasierte Fasern und/oder hydrophile

synthetische Fasern enthalten sind und dass die

Einlegesohle eine Kombination umfassend mindestens zwei unterschiedliche Wirkstoffgruppen aufweist, wobei die Wirkstoffgruppen aus der Gruppe antimikrobieller Wirkstoff, Geruchsabsorptionsmittel und

geruchsmaskierende Substanz ausgewählt sind und wobei sowohl der Basislage (202) als auch der Decklage (200) mindestens eine Wirkstoffgruppe zugeordnet ist.

Einlegesohle (100) nach Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass sich die Basislage (202) und die Decklage (200) zumindest hinsichtlich einer

Eigenschaft unterscheiden, wobei die Eigenschaft aus der Gruppe Faserzusammensetzung, Flächengewicht,

Dicke, Dichte, Wasserhaltevermögen entnommen ist.

Einlegesohle (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlegesohle (100) eine

Einsickerzeit von maximal 20 sec, insbesondere maximal 15 sec und insbesondere maximal 10 sec aufweist. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklage (200) und/oder die Basislage (202) ein Wasserhaltevermögen von mindestens 1 g/g und höchstens 15 g/g aufweist.

Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Basislage (202) und die Decklage (200) über ein, insbesondere durch Kalandrierung erzeugtes,

Prägemuster (109) verbunden sind.

Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Sohlenfläche (102) das

Geruchsabsorptionsmittel (206) vorgesehen ist.

Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geruchsmaskierende Substanz (208) auf der

Fußfläche (104) vorgesehen ist.

Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der antimikrobielle Wirkstoff (204, 210) auf der

Fußfläche (104) und/oder in der Decklage (200) und/oder auf der Sohlenfläche (102) und/oder in der Basislage (202) vorgesehen ist.

Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Wirkstoffgruppen nicht in die Basislage (202) und/oder in die Decklage (200) eingedrungen vorgesehen sind, insbesondere dass die Wirkstoffgruppen in partikelgebundener und/oder polymergebundener Form auf der Sohlen- (102) und/oder Fußfläche (104) des Grundmaterials vorgesehen sind.

10. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Wirkstoffgruppe, insbesondere der antimikrobielle Wirkstoff (204, 210), nicht in

partikelgebundener und/oder polymergebundener Form auf der Sohlen- (102) und/oder Fußfläche (104) des

Grundmaterials vorgesehen ist und somit in das Innere der jeweiligen Lage, insbesondere auch der

angrenzenden Lage, Decklage (200) und/oder Basislage (202) eindiffundieren kann und/oder eindiffundiert ist .

11. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kombination von drei unterschiedlichen

Wirkstoffgruppen vorgesehen ist.

12. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer der Flächen, Sohlenfläche (102) oder

Fußfläche (104) mindestens zwei und auf der anderen Fläche, Fußfläche (104) oder Sohlenfläche (102), mindestens eine Wirkstoffgruppe angeordnet ist.

13. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Sohlenfläche (102) eine Beschichtung (112) vorgesehen ist, die der Sohlenfläche (102) eine gegenüber der unbeschichteten Sohlenfläche (102) erhöhte Reibungskraft verleiht.

14. Einlegesohle (100) nach Anspruch 13, dadurch

gekennzeichnet, dass die Beschichtung (112) nicht vollflächig ist, sondern insbesondere aus punkt-, linien- und/oder flächenförmigen

Beschichtungselementen, weiter insbesondere durch Beschichtungslinien (114) gebildet ist.

15. Einlegesohle (100) nach einem der vorangehenden

Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Wirkstoffgruppen in die

Beschichtung (112) eingebracht und/oder mit dieser verbunden ist.

16. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Geruchsabsorptionsmittel (206) aus der Gruppe der Kohlenstoffe, insbesondere Aktivkohle, Zeolithe, Stärke, Kieselgur oder Kombinationen hiervon

ausgewählt ist.

17. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der antimikrobielle Wirkstoff (204, 210) aus der Gruppe antimikrobielle Metalle, insbesondere Silber, oder Polysaccharide, insbesondere Chitosan oder

Kombinationen hiervon ausgewählt ist.

18. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geruchsmaskierende Substanz (208) insbesondere ein mikroverkapselter Duftstoff ist und insbesondere ein Parfümöl umfasst.

19. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Decklage (200) 25 - 35 Gew-% Bikomponentenfasern, insbesondere auf Polyesterbasis, mindestens 20 Gew-%, insbesondere mindestens 30 Gew-% hydrophile synthetische Fasern, insbesondere Polyesterfasern, und gegebenenfalls/optional zusätzlich bis zu 50 Gew-%, insbesondere bis zu 40 Gew-% cellulosebasierte Fasern, insbesondere Viskose aufweist.

20. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Basislage (202) 35 - 60 Gew-% Bikomponentenfasern, vorzugsweise auf Polyesterbasis, mindestens 40 Gew-% cellulosebasierte Fasern, insbesondere Baumwolle, und gegebenenfalls/optional zusätzlich bis zu 10 Gew-% synthetische Fasern, insbesondere Polyesterfasern aufweist .

21. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der antimikrobielle Wirkstoff (204, 210) in einem Flächengewicht von 0,001 - 2 g/m2, insbesondere von 0,01 - 2 g/m2, weiter insbesondere von 0,05 - 1,5 g/m2, weiter insbesondere von 0,1 - 1,0 g/m2 , weiter insbesondere von 0,1 - 0,5 g/m2 vorgesehen ist.

22. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Geruchsabsorptionsmittel (206) in einem

Flächengewicht von 0,2-30 g/m2, insbesondere 1 - 20 g/m2, weiter insbesondere von 2,5 - 15 g/m2 vorgesehen ist .

23. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der

vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die geruchsmaskierende Substanz (208) in einem

Flächengewicht von 0,1 - 5 g/m2, insbesondere 0,5 -3 g/m2, weiter insbesondere 1 - 2 g/m2 vorgesehen ist. Einlegesohle (100) nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkstoffgruppen antimikrobieller Wirkstoff (204, 210) und Geruchsabsorptionsmittel (206) mit einem Gewichtsverhältnis von 1:2 zu 1: 500 und/oder die Wirkstoffgruppen antimikrobieller Wirkstoff (204, 210) und geruchsmaskierende Substanz (208) in einem

Gewichtsverhältnis von 1: 0,5 zu 1: 150 eingebracht sind .

Description:
Titel : Einlegesohle

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Einlegesohle für Schuhe, insbesondere als Wegwerfprodukt mit einem mindestens zweilagigen Grundmaterial umfassend eine fußzugewandte Decklage und eine damit verbundene schuhzugewandte

Basislage und mit einer fußzugewandten Fußfläche und einer gegenüberliegenden schuhzugewandten Sohlenfläche.

Einlegesohlen sind im Stand der Technik vielfältig bekannt. Sie dienen unter anderem dazu, das Fußgefühl oder die

Dämpfung im Schuh zu verbessern oder die Passform zu optimieren. Daneben sind spezielle saisonale Einlegesohlen bekannt, um z.B. im Sommer den Fußschweiß aufzunehmen oder im Winter eine Isolation gegen die Bodenkälte zu bieten. Dabei ist es generell ein Problem, dass der Fuß im Schuh schwitzt und aufgrund von Bakterien es zu einer

Geruchsbildung in Schuhen sowie auch in Einlegesohlen kommt. Um die Geruchsbildung oder auch die

Geruchsfreisetzung zu unterbinden oder zumindest den Geruch zu verbessern, sind eine Vielzahl von Varianten im Stand der Technik vorgeschlagen.

So ist z.B. in der EP 0 272 690 AI eine dreilagige

Einlegesohle beschrieben, die sowohl auf der Fußfläche als auch auf der Sohlenfläche mit Wirkstoffen ausgestattet sein kann .

Weitere mehrlagige Einlegesohlen, bei denen zur

Geruchsverbesserung Wirkstoffe vorgesehen sind, sind z.B. in der EP 1 472 945 A2 sowie der EP 0 414 634 Bl

beschrieben .

Ausgehend vom bekannten Stand der Technik soll es nun

Aufgabe der Erfindung sein, eine insbesondere wegwerfbare Einlegesohle bereitzustellen, die einen guten

Flüssigkeitstransport in die Einlegesohle bereitstellt, um ein trockenes Fußgefühl zu erreichen, bei gleichzeitig guter Geruchskontrolle.

Dabei wird die Aufgabe durch eine Einlegesohle wie

vorstehend beschrieben gelöst, bei der die Decklage und die Basislage aus einem Stapelfaservlies bestehen und in der Decklage und in der Basislage Bikomponentenfasern und absorbierende cellulosebasierte Fasern und/oder hydrophile synthetische Fasern enthalten sind und die Einlegesohle eine Kombination umfassend mindestens zwei

unterschiedlicher Wirkstoffgruppen aufweist, wobei die Wirkstoffgruppen aus der Gruppe antimikrobieller Wirkstoff, Geruchsabsorptionsmittel und geruchsmaskierende Substanz ausgewählt sind und wobei sowohl der Decklage als auch der Basislage mindestens eine Wirkstoffgruppe zugeordnet sind. Dabei sollen die Bikomponentenfasern vorzugsweise mit einem Gewichtsanteil von mindestens 10 Gew-~6 , vorzugsweise von mindestens 15 Gew-%, vorzugsweise von mindestens 20 Gew-% bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Lage

vorgesehen sein. Weiter vorzugsweise weisen die

Bikomponentenfasern einen Gewichtsanteil am Gesamtgewicht der jeweiligen Lage von höchstens 60 Gew-%, vorzugsweise von höchstens 55 Gew-%, weiter vorzugsweise von höchstens 50 Gew-%, weiter vorzugsweise von höchstens 45 Gew-% und weiter vorzugsweise von höchstens 40 Gew-% auf.

Bikomponentenfaser als eine synthetische Faser ist aus zwei Polymeren unterschiedlicher physikalischer oder chemischer Eigenschaft hergestellt. Die zwei Polymere bzw. die zwei Komponenten einer Bikomponentenfaser können innerhalb der Faser unterschiedlich angeordnet sein, wie beispielsweise nebeneinander, oder insbesondere in einer Mantel-Kern- Anordnung .

Die für diese Erfindung eingesetzten Bikomponentenfasern weisen vorzugsweise eine niedrig schmelzende Komponente und eine höher schmelzende Komponente auf, vorzugsweise in einer Mantel-Kern-Anordnung, wobei dann im Falle einer Mantel-Kern-Anordnung der Mantel die niedrig schmelzende Komponente beinhaltet.

Es wurde erkannt, dass die Verwendung von

Bikomponentenfasern eine eher „punkt"förmige oder partielle Verbindung der beiden Lagen ermöglicht, da eine Verbindung lediglich über die niedriger schmelzende Komponente, insbesondere Mantelkomponente, erfolgt. Die

Bikomponentenfasern führen zu Klebepunkt-ähnlichen

Verbindungen der Fasern innerhalb der Lagen und zwischen den Lagen; im Vergleich hierzu wird bei einem echten, mittels ädhesiven Mitteln bewirkten Kleben der Lagen oder bei rein synthetischen Fasern, die insgesamt aufschmelzen, eher eine folienähnliche Zwischenschicht erzielt. Die

Verwendung von Bikomponentenfasern erzielt daher auch eine gewisse Kanalstruktur und verbessert damit den Transfer von Flüssigkeit von der Decklage zu Basislage, damit auch vom Fuß weg in die Einlegesohle.

Es wurde ebenso erkannt, dass der Einsatz von

absorbierenden cellulosischen Fasern und/oder hydrophilen synthetischen Fasern, vor allem in der Decklage, zur

Einstellbarkeit der Flüssigkeitsanziehung und - bindungseigenschaften vorteilhaft beiträgt. Dies trägt insgesamt vorteilhaft zu einem trockenen Mikroklima am Fuß des Anwenders bzw. auch im Schuh bei.

Ebenso wurde erkannt, dass die Zuordnung von

Wirkstoffgruppen weiter vorteilhaft zu einer hygienischen

Einlegesohle beträgt.

Die mindestens zwei Wirkstoffgruppen sind dabei der

Decklage sowie der Basislage zugeordnet. Darunter wird sowohl eine Anordnung in den Lagen als auch auf den Lagen und hier insbesondere auf der Fuß- bzw. der Sohlenfläche verstanden. Die Wirkstoffgruppen können dabei sowohl gleichmäßig über die Fläche und/oder Dicke der Basislage bzw. der Decklage verteilt sein oder es können Bereiche vorgesehen sein, die weniger oder gar keinen Wirkstoff aufweisen gegenüber Bereichen, die mehr oder überhaupt Wirkstoff aufweisen.

Unter einer Anordnung auf einer der Lagen ist auch eine Anordnung in einer Beschichtung verstanden. Insgesamt kann mit der zumindest Zweilagigkeit dieses Grundmaterials und die dadurch mögliche Einstellbarkeit der Flüssigkeitsanziehung und -bindungseigenschaften durch die Wahl der Fasern in Verbindung mit mindestens zwei

Wirkstoffgruppen eine verbesserte hygienische Einlegesohle bereitgestellt werden.

Als Polymermaterialen für die Bikomponentenfasern sind Polyester (PES) , Polyolefinen, insbesondere PP, PE, und/oder Polyamide oder Kombinationen daraus denkbar.

Insbesondere bevorzugt werden für die Einlegesohle

Bikomponentenfasern auf Polyesterbasis eingesetzt.

Solchenfalls weisen die Polyester-Bikomponentenfasern eine niedrig schmelzende Komponente aus Copolyester und eine höher schmelzende Komponente aus Polyester auf. In diesem Fall weisen die Polyester- Bikomponentenfasern einen Kern aus Polyester (PES) und einen Mantel aus Copolyester auf. Besonders bevorzugt werden in der Decklage und/oder in der Basislage die identischen Bikomponentenfasern eingesetzt.

Die in der Vlieszusammensetzung der Basislage und/oder Decklage zusätzlich zu den Bikomponentenfasern vorgesehenen hydrophilen synthetischen Fasern weisen vorzugsweise alle eine im Vergleich zur niedrig schmelzenden Komponente der Bikomponentenfasern höhere Schmelztemperatur auf. Dadurch, dass der Schmelzpunkt von den in der Decklage und/oder Basislage weiter vorgesehenen hydrophilen synthetischen Fasern und gegebenenfalls optional weiteren Fasern höher ist als der Schmelzpunkt der zumindest einen Komponente der Bikomponentenfasern, werden diese hydrophilen synthetischen Fasern selbst nicht erschmolzen. Die absorbierenden

cellulosischen Fasern weisen ohnehin keinen Schmelzpunkt auf. Mit dieser Faserausstattung können die Lagen, insbesondere die fußzugewandte Decklage, eine textile

Anfühlung und ein trockenes Mikroklima erzeugen.

Durch das Ausüben von Druck auf die Schichtenanordnung von Decklage und Basislage und das Erwärmen der

Schichtenanordnung, so dass die Bikomponentenfasern an ihrer Oberfläche erschmolzen werden, können zwischen Fasern der Decklage und der Basislage Schmelzbindungen ausgebildet werden, welche die Lagen miteinander verbinden, und

zusätzlich Schmelzbindungen innerhalb der einzelnen Lagen geschaffen werden, und somit auch vorteilhaft einen Beitrag zur partiellen Verfestigung der Lagen, insbesondere der Decklage, leisten, was damit positiv zuträglich für deren Abriebfestigkeit ist. Eine hohe Verfestigung bedingt durch die Vielzahl an durch den Einsatz von Bikomponentenfasern erhaltenen punktförmigen Verbindungsstellen vermindern oder gar verhindern das Herauslösen einzelner Fasern aus dem Faserverbund und zeigt sich in einer guten

Abriebfestigkeit .

In vorteilhafter Weise beträgt die Faserstärke der

Bikomponentenfasern 1,0 bis 6,5 dtex, insbesondere 1,2 bis 4,0 dtex, und vorzugsweise 1,5 bis 3,0 dtex. Insbesondere vorteilhaft ist die Wahl an feinen Fasern, da mit der

Feinheit der Fasern ein höherer Anteil an punktähnlichen Verbindungen erhalten werden kann, was positiv für den Zusammenhalt der Fasern und der Lagen ist und damit mit einer besseren Abriebsfestigkeit einhergeht.

Die Faserlänge der Bikomponentenfaser wird vorteilhafter Weise von 10 bis 80 mm, insbesondere von 20 bis 70 mm und vorzugsweise von 40 bis 50 mm gewählt. Damit sind

vorteilhaft ein Durchdringen der jeweiligen Lage und ein Herstellen von Verbindungen an den Faseroberflächen möglich .

Als absorbierende cellulosische Fasern können insbesondere Fluffpulp, Baumwolle, Viskose oder Kombinationen davon eingesetzt werden.

Als hydrophile synthetische Fasern können vorzugsweise Fasern auf einer Polymerbasis von Polyolefinen,

insbesondere PP oder PE, auf einer Polymerbasis von

Polyester, auf einer Polymerbasis von Polyamiden, oder Kombinationen davon eingesetzt werden auf, wobei die synthetischen Fasern mit einer hydrophilen Avivage

ausgestattet sein können.

Die Verwendung von Polyester-basierten Fasern, sei es als Bikomponentenfaser und/oder als hydrophile synthetische Faser erweist sich zudem insbesondere auch wegen deren bauschelastischen Verhaltens als besonders vorteilhaft. Es zeigt sich eine volumengebende Eigenschaft, die auf das Rückstellvermögen dieser Fasern zurückzuführen ist.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist es dabei vorsehbar, dass sich die Basislage und die Decklage zumindest hinsichtlich einer Eigenschaft unterscheiden . Die Eigenschaft kann aus der Gruppe Faserzusammensetzung, Flächengewicht, Dicke, Dichte, Wasserhaltevermögen

entnommen werden. Auf diese Weise können die Eigenschaften der Lagen noch besser aufeinander abgestimmt werden, indem Lagen eingesetzt werden, die einander ergänzen. So kann z.B. die Decklage so gestaltet sein, dass sie Schweiß schnellstmöglich vom Fuß abzieht und an die Basislage weiterleitet . Besonders bevorzugt ist dabei, wenn die Decklage 25 - 35 Gew-% Bikomponentenfasern, insbesondere auf Polyesterbasis, mindestens 20 Gew-%, vorzugsweise mindestens 30 Gew-% hydrophile synthetische Fasern, insbesondere

Polyesterfasern, und gegebenenfalls/optional zusätzlich bis zu 50 Gew-%, insbesondere bis zu 40 Gew-% cellulosebasierte Fasern, insbesondere Viskose, aufweist.

Ferner kann vorgesehen sein, dass die Basislage 35 - 60 Gew-% Bikomponentenfasern, vorzugsweise auf Polyesterbasis, mindestens 40 Gew-% cellulosebasierte Fasern, insbesondere Baumwolle, und gegebenenfalls/optional zusätzlich bis zu 10 Gew-% synthetische Fasern, insbesondere Polyesterfasern, aufweist .

Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn die Decklage

und/oder die Basislage vor der Laminatbildung einem

Verfestigungsprozess unterzogen werden. Dabei können bekannte Verfestigungsprozesse, wie thermische

Verfestigungsverfahren, Kalandrieren, mechanisches

Vernadeln, Wasserstrahlvernadeln, etc. eingesetzt werden. Vorzugsweise werden Kombinationen von den vorgenannten Verfestigungsprozessen eingesetzt. Insbesondere bevorzugt wird Wassserstrahlvernadeln oder mechanisches Vernadeln mit einer anschließenden thermischen Verfestigung vorgenommen. Auf diese Weise kann die Stabilität der Lage bzw. Lagen als auch damit des Gesamtproduktes verbessert werden, was auch in verbesserten Tritteigenschaften resultiert. Darüber hinaus kann z.B. durch das mechanische Vernadeln,

insbesondere der Decklage, die Porosität der Decklage verbessert werden und damit die Fähigkeit Flüssigkeit durchzuleiten. Um den Fußschweiß möglichst effektiv vom Fuß abzuleiten, kann es bevorzugt vorgesehen sein, dass die Einlegesohle eine Einsickerzeit von maximal 20 sec, insbesondere maximal 15 sec und insbesondere maximal 10 sec aufweist. Zusammen mit dem aufeinander abgestimmten Aufbau der Decklage und Basislage kann hierdurch das trockene Mikroklima am Fuß besonders gut realisiert werden.

Die Einsickerzeit wird dabei nach folgendem Verfahren bestimmt :

Mit der Einsickerzeit soll die Fähigkeit der Einlegesohle beschrieben werden, Feuchtigkeit von der körpernahen

Produktoberfläche, also von der Fußfläche der Einlegesohle, fernzuhalten .

Als Prüfgeräte sind notwendig:

- Eine Stoppuhr mit Sekundeneinteilung,

- eine Flüssigkeitszuführvorrichtung.

- Der Aufbau dieser Zuführvorrichtung ist zusammen mit den Figuren 6a und Figur 6b näher erläutert, wobei Figur 6a eine Seitenansicht und Figur 6b eine

Draufsicht von oben darstellt. Die Zuführvorrichtung 300 ist aus Stahl mit einem Gewicht von 500-510g und weist eine Bodenplatte 302 mit einer Erstreckung L von 100 mm x 100 mm und einer Höhe hl von insgesamt 8 mm auf. In dieser Bodenplatte 302 ist mittig eine Öffnung 304 eingebracht, aus der sich ein Zylinder 306 mit einem Außendurchmesser Dl von 25 mm, mit einem

Innendurchmesser D2 von 20 mm und mit einer Gesamthöhe h3 von 41 mm erstreckt. Das untere, zur Bodenplatte gerichtete Ende des Zylinders weist eine siebartige Struktur 308 auf. Darin sind 25 Löcher 310 mit einem Durchmesser von 1 mm angeordnet. Diese Siebstruktur bzw. die Löcher haben dabei eine Höhe h2 von 2 mm.

- Kolbenhubpipette z.B. von Eppendorf, mit einer

Genauigkeit von 0,5 -5 ml, einstellbar auf ein

Pipettiermaß von 2 ml, mit entsprechender

Pipettenspitze

- Prüflösung: demineralisiertes Wasser.

Die Prüfkörper müssen für die Durchführung des

Prüfungsverfahrens flach ausgelegt sein. Gegebenenfalls sind bei gewölbten PrüfProdukten die Ränder so

einzuschneiden, bis das Prüfmuster flachgelegt werden kann.

Die Prüfkörper müssen mindestens 2 Stunden im Normklima bei 23° C ± 2°C und 50% ± 2% Luftfeuchtigkeit konditioniert sein. Die Proben dürfen in dem Bereich, der für das

Platzieren des Öffnungszylinders der Zuführvorrichtung vorgesehen ist, nicht geknickt oder gefaltet sein, auch sonstige Veränderungen und Verunreinigungen sind zu

vermeiden .

Als Prüfkörper wird die ganze Einlegesohle eingesetzt.

Zur Prüfung wird die Einlegesohle mit der fußzugewandten Oberseite, also mit der Fußfläche nach oben flach

ausgebreitet. Die oben beschriebene

Flüssigkeitszuführvorrichtung wird auf den ausgebreiteten Prüfkörper aufgesetzt, so dass die Öffnung des

Zufuhrzylinders mittig auf der Einlegesohle positioniert ist. 2 ml Prüflösung werden durch den Öffnungszylinder auf den Prüfkörper gegossen. Hierzu wird die eingesetzte

Messpipette mit dem Ende der Pipettenspitze auf Höhe der oberen Kante des Öffnungszylinders und mittig innerhalb des Öffnungszylinders mit einem Zug durchgedrückt und die 2 ml Prüfflüssigkeit freigesetzt. Die Einsickerzeit ist beendet und wird gemessen, sobald keine Prüfflüssigkeit mehr im Öffnungszylinder sichtbar ist.

Für den Test werden 5 Messungen an 5 Exemplaren der

Einlegesohle durchgeführt.

Die Einsickerzeit wird als Mittelwert in Sekunden ohne Nachkommastelle angegeben.

Das Fußgefühl kann weiter bevorzugt dadurch verbessert werden, dass die Decklage und/oder die Basislage ein

Wasserhaltevermögen von mindestens 1 g/g und höchstens 15 g/g (Gramm Flüssigkeit je Gramm Vlieslage) aufweist. Weiter bevorzugt beträgt das Wasserhaltevermögen von Decklage und/oder Basislage, mindestens 2 g/g, weiter insbesondere mindestens 4 g/g und weiter bevorzugt von mindestens 5 g/g, wobei Höchstwerte von 12 g/g eine besonders bevorzugte Ausführungsform betreffen.

Vorzugsweise ist das Wasserhaltevermögen der Basislage höher als das Wasserhaltevermögen der Decklage.

Das Wasserhaltevermögen der Einlegesohle beträgt

insbesondere zwischen 1 g/g und 15 g/g.

Das Wasserhaltevermögen wird mittels folgender Methode bestimmt .

Als Prüfgeräte werden hierfür eingesetzt: - Ein kuvertartiges, zweiflächiges Drahtgitter zwischen das die späteren Proben eingebracht werden. Das

Drahtgitter hat Außenmaße 120 mm x 120 mm, mit einer Maschenweite von 1,5 - 2 mm und einer Masse von ca. 23 +/- 2 g.

Becherglas bzw. Gefäß, mit einer für die Aufnahme des Drahtgitters geeigneten Dimension

- eine Präzisionswaage mit einer Angabe von 2 Dezimalen nach dem Komma,

- eine Stoppuhr mit Sekundenteilung

ein Stanzmesser von 100 x 100 mm

Demineralisiertes Wasser

Zur Probenvorbereitung werden aus Proben-Teststreifen von 100 mm x 100 mm aus der zu prüfenden Lage oder aus dem Gesamtprodukt ausgestanzt. Sollten die Proben schmaler sein, werden schmalere Teststreifen ausgestanzt und

nebeneinander gelegt, so dass eine Fläche von 100 x 100 mm vermessen werden kann.

Zur Bestimmung des Wasserhaltevermögens der Einzellagen sind die Lagen entsprechend aus dem Gesamtprodukt, der Einlegesohle, zu separieren.

Die Proben werden vor der Prüfung mindestens 24 Stunden bei 23°C ± 2°C und 50% ± 2% relativer Luftfeuchtigkeit

klimatisiert. Zwischen den Deckflächen des Drahtgitters werden die Prüflinge mit einem Gesamtgewicht von mindestens 1 g (auf 0,01 g genau gewogen ( Ml)) gleichmäßig in das Drahtgitter eingespannt. Falls eine Einzelprobe weniger als 1 g wiegt, werden mehrere Proben zu einem Probenstapel geschichtet, der wenigstens 1 g wiegen soll. Das

Drahtgitter wird zusammen mit der Probe in

demineralisiertes Wasser getaucht und verbleibt darin 60 sec. Sodann wird das Drahtgitter zusammen mit der Probe aus der Flüssigkeit entnommen, und man lässt die Flüssigkeit 120 sec lang über eine Ecke abtropfen. Die Proben werden aus dem Drahtgitter entnommen und dann erneut auf 0,01 g genau gewogen (M2) .

Das Wasseraufnahmevermögen wird nach der Gleichung (M2 - Ml)/ Ml errechnet und dann in g/g angegeben. Der Wert ergibt sich als Mittelwert aus 3 Bestimmungen auf eine Nachkommastelle gerundet.

Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn insbesondere das Wasserhaltevermögen der Basislage höher ist als das

Wasserhaltevermögen der Decklage, und damit der Fußschweiß in Sohlennähe und damit vom Fuß entfernt gespeichert wird.

Dabei ist es besonders günstig, wenn die Decklage so ausgebildet ist, dass sie Flüssigkeit, insbesondere Schweiß gut aufsaugt und an die Basislage weiterleitet, um die Flüssigkeit schnell vom Fuß weg zu transportieren.

Weiterhin kann es günstig sein, wenn die Decklage in der Lage ist, die Flüssigkeit in lateraler Richtung also in der Fläche der Decklage zu verteilen, um die Kapazität der Basislage zur Flüssigkeitsabsorption möglichst gleichmäßig und damit optimal zu nutzen.

Um eine gute Verbindung zwischen der Basislage und der Decklage sicherzustellen, ist es bevorzugt, wenn die beiden Lagen im Wesentlichen über deren gesamte überlappende

Flächen verbunden sind. Besonders bevorzugt ist eine partielle oder punktuelle Verbindung, die über die gesamte überlappende Fläche verteilt ist. Weiterhin bevorzugt kann die Verbindung über Prägemuster erfolgen. Insbesondere bevorzugt sind Basislage und Decklage über ein über Kalandrierung erzeugtes Prägemuster miteinander verbunden. Durch die Einbringung von Prägemustern in die Lagen und die Verbindung der Lagen hierdurch kann die Kapillarität erhöht werden, so dass der Flüssigkeitstransport verbessert wird. Der Anteil an Prägestellen an der Gesamtfläche der

Einlegesohle beträgt vorzugsweise 5 - 15%.

Erfindungsgemäß sind die Wirkstoffgruppen vorzugsweise auf der Fußfläche und auf der Sohlenfläche vorgesehen.

Insbesondere vorteilhaft ist auf der Sohlenfläche das Geruchsabsorptionsmittel vorgesehen. Damit kann verhindert werden, dass nach unten aus der Sohlenfläche austretender Geruch entsteht, der sich ggf. auch im Schuh festsetzt. Insbesondere können auch bereits im Schuh vorhandene

Gerüche gebunden werden. Weiterhin kann auch vorgesehen sein, dass in der Basislage und nicht nur auf der

Sohlenfläche ein Geruchsabsorptionsmittel vorgesehen ist, um eine Geruchsbildung in der den Schweiß speichernden Schicht zu reduzieren oder zu verhindern.

Dabei soll unter Geruchsabsorption insbesondere auch ein Adsorptionsmechanismus verstanden werden.

Weiterhin und vorteilhaft kann vorgesehen sein, dass die geruchsmaskierende Substanz auf der Fußfläche und/oder in der Decklage vorgesehen ist, um dem unmittelbar am Fuß entstehenden Geruch zu begegnen.

Um die Geruchsbildung weiter zu bekämpfen, kann vorgesehen sein, dass ein antimikrobieller Wirkstoff auf der Fußfläche und/oder in der Decklage und/oder auf der Sohlenfläche und/oder in der Basislage vorgesehen ist. Dadurch und ggf. auch durch eine Vorsehung des antimikrobiellen Wirkstoffs in den Lagen, also in der Decklage und/oder in der

Basislage, kann die Geruchsbildung durch Bakterien bekämpft werden, da die schweißzersetzenden Bakterien in ihrem

Wachstum gehemmt oder ein Wachstum ganz verhindert wird. Dabei dient der antimikrobielle Wirkstoff bei Einsatz auf der Sohlenfläche der Bekämpfung von Mikroorganismen auf der Sohlenseite, und damit auch einer Bekämpfung von

Geruchsentwicklung im Schuh. Mit der Verwendung des antimikrobiellen Wirkstoffes auf der Fußfläche und/oder in der Decklage soll vorteilhaft zur Verhinderung der

Entstehung neuer Gerüche beigetragen werden.

Um die Wirksamkeit der Geruchsbekämpfung sicher zu stellen kann vorgesehen sein, dass mindestens einer der

Wirkstoffgruppen nicht in die Basislage und/oder in die Decklage durchmischt sind, sondern im Wesentlichen auf der Sohlen- und/oder Fußfläche verbleiben. Besonders bevorzugt sind mindestens zwei Wirkstoffgruppen ausschließlich auf der Sohlenfläche und/oder Fußfläche vorgesehen. Besonders bevorzugt ist dabei, dass zumindest eine Wirkstoffgruppe in partikelgebundener und/oder polymergebundener Form auf der Sohlen- und/oder Fußfläche des Grundmaterials vorgesehen ist. Vorzugsweise sind mindestens zwei der Wirkstoffgruppen in partikelgebundener und/oder polymergebundener Form auf der Sohlen- und/oder Fußfläche vorgesehen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Wirkstoffe am

gewünschten Ort verbleiben und dort ihre Wirksamkeit entfalten .

Alternativ kann vorgesehen sein, dass mindestens eine

Wirkstoffgruppe, insbesondere der antimikrobielle

Wirkstoff, nicht in partikelgebundener und/oder

polymergebundener Form an der Sohlen- und/oder Fußfläche des Grundmaterials vorgesehen ist und somit in das Innere der jeweiligen Lage, insbesondere auch der angrenzenden Lage eindiffundieren kann und/oder eindiffundiert ist. Dies kann bereits herstellerseitig vorgesehen werden oder kann dann bei Benutzung durch die Schweißflüssigkeit erfolgen, die den Wirkstoff in die Decklage und/oder Basislage einträgt, die zusammen das Grundmaterial bilden.

Insbesondere bei der Basislage als die hauptsächlich den Schweiß bindende Lage ist es vorteilhaft, den

antimikrobiellen Wirkstoff im Inneren der Lage zur

Bekämpfung und/oder Verhinderung des Bakterienwachstums vorliegen zu haben.

Es ist denkbar, eine Wirkstoffgruppe z.B. ein

antimikrobielles Mittel in der Decklage und/oder auf der Decklage, also Fußfläche, vorzusehen, um der Geruchsbildung durch hinzutretenden frischen Schweiß entgegenzuwirken und einen geruchsabsorbierenden Wirkstoff in oder auf der

Basislage anzuordnen, um alte Gerüche zu bekämpfen. Dabei kann beispielsweise Aktivkohle eingesetzt werden, die z.B. in eine auf der Sohlenfläche angebrachte Beschichtung eingebracht sein kann.

Alternativ können auch geruchsmaskierende Substanzen auf oder in der Decklage mit einem geruchsabsorbierenden

Wirkstoff auf der Sohlenfläche oder in der Basislage kombiniert werden, um die neu auftretenden Gerüche zu überdecken .

Daneben sind auch Kombinationen von geruchsmaskierenden Stoffen in oder auf der Decklage mit antimikrobiellen

Wirkstoffen in oder auf der Basislage denkbar, um der

Geruchsbildung durch Hemmung von Bakterienwachstum

entgegenzuwirken und neue Geruchsbildung zu überdecken. Besonders bevorzugt und effektiv für die Geruchsbekämpfung ist es, wenn eine Kombination von drei unterschiedlichen Wirkstoffgruppen vorgesehen ist. Die Kombination weist somit mindestens einen antimikrobiellen Wirkstoff, ein Geruchsabsorptionsmittel und eine geruchsmaskierende

Substanz auf.

Dabei ist es eine besonders bevorzugte Gestaltung, wenn auf einer der Flächen, Sohlenfläche oder Fußfläche mindestens zwei und auf der anderen Fläche, Fußfläche oder

Sohlenfläche, mindestens eine Wirkstoffgruppe angeordnet ist .

Die Einlegesohle kann dabei auf der Sohlenfläche eine

Beschichtung aufweisen, die der Sohlenfläche eine gegenüber der unbeschichteten Sohlenfläche erhöhte Reibungskraft verleiht. Die Beschichtung kann aus punkt-, linien- und/oder flächenförmigen Beschichtungselementen oder

Kombinationen hiervon bestehen. Insbesondere bevorzugt ist eine aus Beschichtungslinien gebildete Beschichtung

vorgesehen .

Bevorzugt ist mindestens eine der Wirkstoffgruppen in die Beschichtung eingebracht und/oder mit dieser verbunden. Insbesondere bevorzugt ist das Geruchsabsorptionsmittel und/oder der antimikrobielle Wirkstoff in die Beschichtung eingebracht und/oder mit dieser verbunden.

Die Beschichtung auf der Sohlenfläche kann aus einer

Vielzahl von durch Beschichtungslinien gebildeten

Einzelmustern ausgebildet sein. Die Einzelmuster sind vorzugsweise mehr als ein nur punktförmiges Muster. Bei der Ausgestaltung eines Musters als Linie erstreckt sich die Linie vorzugsweise nicht ausschließlich als eine Gerade in nur eine Vektorrichtung, sondern dieses Muster aus Linien weist wenigstens eine Krümmung und/oder wenigstens einen Knick auf.

Hierdurch wird erreicht, dass die Beschichtungslinien nicht lediglich in einer Vorzugsrichtung verlaufen.

Einzelmuster können dabei Anordnungen als Mustergruppen aufweisen, bei denen zumindest zwei Musterelemente

nebeneinander und in Kontakt stehend angeordnet sind, oder insbesondere auch Mustergruppen, bei denen ein

Musterelement ein anderes Musterelement zumindest teilweise umgibt oder umläuft, wie beispielsweise konzentrische

Anordnungen, oder ineinander liegende geometrische Figuren jeglicher Art, die sich in einem Punkt berühren.

Im Gegensatz zu einem vollflächigen Beschichtungsauftrag können mit einer nicht vollflächigen Beschichtung auf der Sohlenfläche, wie insbesondere einer linienförmigen

Beschichtung, auch weitere erwünschte Eigenschaften des Grundmaterials der Einlegesohle, wie beispielsweise

Luftdurchlässigkeit und/oder Atmungsaktivität und/oder Biegesteifigkeit der Einlegesohle hoch gehalten werden, bei gleichzeitig guter ergonomischer Anpassung an den Fuß eines Trägers bzw. an die Oberflächenkonturen des Schuhs.

Besonders bevorzugt kann die Sohlenfläche einen

Bedeckungsgrad durch die Beschichtung von mindestens 6%, insbesondere mindestens 8%, insbesondere mindestens 10%, weiter insbesondere mindestens 20% und insbesondere von höchstens 50%, weiter insbesondere höchstens 40% und weiter insbesondere höchstens 30% aufweisen. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die

Beschichtungselemente die Sohlenfläche im Wesentlichen in ihrer gesamten Erstreckung erfassen, also nicht nur

spezielle Bereiche wie Ferse und/oder Fußballenbereich. Es ist daher bevorzugt vorgesehen, dass sich die Beschichtung über die gesamte Sohlenfläche erstreckt, wobei je nach vorgesehenem Muster einzelne Bereiche der Sohlenfläche, wie beispielsweise der Zehen/Ballenbereich und/oder

Fersenbereich, eine erhöhte Dichte an

Beschichtungselementen aufweisen können und andere

Bereiche, wie beispielsweise der Fußgewölbebereich eine geringere Dichte aufweisen kann. Insbesondere kann in der Ausführungsform mit der mindestens eine Wirkstoffgruppe in die Beschichtung eingebracht oder daran gebunden ist, auch damit den Schweiß- und damit geruchsanfälligen Bereichen des Schuhs, wie eben insbesondere im Zehen/Ballenbereich, Rechnung getragen werden.

Bei linienförmigen Beschichtungselementen kann die

Linienbreite mindestens 0,2 mm, insbesondere mindestens 0,4 mm, insbesondere mindestens 0,5 mm und weiter insbesondere mindestens 0,6 mm betragen. Dabei sollte die Linienbreite vorzugsweise höchstens 2 mm vorzugsweise, weiter

insbesondere höchstens 1,6 mm, weiter insbesondere

höchstens 1,2 mm, weiter insbesondere höchstens 1,0 mm betragen. Die Linienlänge im Verhältnis zur Linienbreite soll mindestens das 5-fache, vorzugsweise mindestens das 6- fache, weiter bevorzugt mindestens das 8-fache und weiter bevorzugt mindestens das 10-fache der Linienbreite

ausmachen .

Die Höhe der Beschichtungselemente soll mindestens 0,1 mm, insbesondere mindestens 0,2 mm betragen. Dabei soll die Höhe der Beschichtungselemente höchstens 0,8 mm, weiter insbesondere höchstens 0,6 mm und weiter insbesondere höchstens 0,4 mm sein. Die Messung der Höhe kann mit einem Mikroskop mit einer entsprechenden Vergrößerung ermittelt werden, und zwar dabei als die Differenz zwischen einer gemittelten oberen Kante des Grundmaterials und der oberen Kante der Beschichtungselemente.

Mit diesen bevorzugten Höhen der Beschichtungselemente werden vorteilhaft unangenehm anfühlbare haptische Effekte am Fuß vermieden.

Das Flächengewicht der Beschichtung auf der Sohlenfläche kann mindestens 5 g/m 2 , insbesondere mindestens 10 g/m 2 , weiter insbesondere mindestens 15 g/m 2 und weiter

insbesondere mindestens 20 g/m 2 betragen. Nach oben hin soll das Flächengewicht vorzugsweise auf 50 g/m 2 und weiter insbesondere auf höchstens 30 g/m 2 begrenzt sein.

Die Beschichtung ist insbesondere polymerbasiert und insbesondere auf Basis eines Polymers entnommen aus der Gruppe umfassend Polyolefine (insbesondere PE, PP) ,

Acetate, insbesondere Ethylenvinylacetate (EVA) , Polyamide (PA), Styrol-Polymere oder Kombinationen daraus.

Als Materialien für die Beschichtung kommen bevorzugt

Materialien mit einer Shore A-Härte von mindestens 30, insbesondere von mindestens 40, insbesondere von mindestens 50, weiter insbesondere mindestens 60 und insbesondere von höchstens 90, weiter insbesondere von höchstens 80, weiter insbesondere höchstens 70 in Frage. Die Messung der Shore A-Härte erfolgt nach den Normen DIN 53505:2000-08 und ISO 868:2003 (E) . Es wird dabei ein Härteprüfgerät nach Shore A eingesetzt . Die Sohlenseite mit der Beschichtung kann einen dynamischen Reibungskoeffizienten gemessen nach ASTM D 1894-01 von mindestens 0,6, insbesondere mindestens 0,8 und weiter insbesondere mindestens 1,0 aufweisen, wobei Höchstwerte von höchstens 2,0, weiter insbesondere höchstens 1,5 und weiter insbesondere höchstens 1,2 erreicht werden sollen.

Erfindungsgemäß weist die Einlegesohle mindestens zwei unterschiedliche Wirkstoffgruppen auf.

Dabei kann das Geruchsabsorptionsmittel aus der Gruppe der Kohlenstoffe, insbesondere Aktivkohle, Zeolithe, Stärke, Kieselgur oder Kombinationen hiervon ausgewählt sein.

Dabei kann vorgesehen sein, dass der antimikrobielle

Wirkstoff aus der Gruppe der antimikrobiellen Metalle, insbesondere Silber, oder der Polysaccharide, insbesondere Chitosan, oder Kombinationen hiervon ausgewählt sein kann. Antimikrobielle Metalle besitzen den Vorteil, dass der Wirkstoff in Form von Ionen erst bei Zutritt von

Flüssigkeit frei wird und somit eine bedarfsgerechte

Dosierung über einen längeren Zeitraum erreicht werden kann und die Menge der geruchserzeugenden Bakterien zumindest begrenzt werden kann. Bei Verwendung von Silber kann dieses vorzugsweise in Form von Silberpartikeln eingesetzt werden. Die Silberpartikel können dabei bevorzugt aus einer Matrix bestehen, insbesondere aus einer Glaskeramikmatrix, an deren Oberfläche und/oder in deren Inneren Silber gebunden ist .

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die

geruchsmaskierende Substanz ein einen Duft vermittelnder Stoff auf synthetischer und/oder natürlicher Basis ist. Dazu sind ätherische Öle oder auch Parfümöle denkbar. Insbesondere bevorzugt ist die geruchsmaskierende Substanz ein zumindest partiell gebundener und/oder komplexierter Duftstoff, wie beispielsweise ein in Cyclodextrin- Strukturen eingebetteter Duftstoff und/oder insbesondere ein mikroverkapselter Duftstoff, der insbesondere ein

Parfümöl umfasst. Bei mikroverkapselten Duftstoffen besteht der Vorteil, dass diese eine verzögerte Wirkstofffreigäbe realisieren können. So kann vorgesehen sein, dass die

Mikrokapseln durch Druck oder Scherung, also z.B. durch das Gewicht der Person zerstört werden und dadurch der

Duftstoff kontrolliert freigegeben wird.

Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass der antimikrobielle Wirkstoff in einem Flächengewicht von 0,001 - 2 g/m 2 , insbesondere von 0,01 - 2 g/m 2 , weiter insbesondere von 0,05 - 1,5 g/m 2 , weiter insbesondere von 0,1 - 1,0 g/m 2 , weiter insbesondere von 0,1 - 0,5 g/m 2 ' vorgesehen ist.

Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass die Einlegesohle eine Ausstattung mit einem antimikrobielle Wirkstoff in einem Anteil bezogen auf die gesamte Einlegesohle von

0,0001 - 2 Gew-%, insbesondere von 0,001 - 2 Gew-%, weiter insbesondere 0,002 - 1,5 Gew-%, weiter insbesondere 0,002 - 1,0 Gew-% aufweist.

Das Geruchsabsorptionsmittel kann bevorzugt mit einem

Flächengewicht von 0,2 - 30 g/m 2 , insbesondere 1 - 20 g/m 2 , weiter insbesondere von 2,5 - 15 g/m 2 vorgesehen sein.

Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass die Einlegesohle eine Ausstattung mit einem Geruchsabsorptionsmittel in einem Anteil bezogen auf die gesamte Einlegesohle von 0,1 - 6 Gew-%, insbesondere von 0,5 - 5 Gew-%, weiter

insbesondere von 1,0 - 4 Gew-% aufweist. Schließlich kann vorgesehen sein, dass die

geruchsmaskierende Substanz in einem Flächengewicht von 0,1

- 5 g/m 2 , insbesondere 0,5 - 3 g/m 2 , weiter insbesondere 1 - 2 g/m 2 vorgesehen ist.

Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass die Einlegesohle eine Ausstattung mit einer geruchsmaskierende Substanz in einem Anteil bezogen auf die gesamte Einlegesohle von 0,05

- 1 Gew-%, insbesondere 0,1 - 0,8 Gew-%, weiter

insbesondere von 0,2 - 0,6 Gew-% aufweist.

Besonders bevorzugt ist dabei die Kombination der

Wirkstoffgruppen antimikrobieller Wirkstoff und

Geruchsabsorptionsmittel mit einem Gewichtsverhältnis von 1:2 zu 1:500 und/oder die Kombination der Wirkstoffgruppen antimikrobieller Wirkstoff und geruchsmaskierende Substanz in einem Gewichtsverhältnis von 1:0,5 zu 1:150.

Das Grundmaterial weist, insbesondere auch bei mehrlagigem Grundmaterial, eine Basislage mit einem Flächengewicht vorzugsweise von mindestens 180 g/m 2 , weiter vorzugsweise von mindestens 200 g/m 2 , weiter vorzugsweise von mindestens 220 g/m 2 , weiter vorzugsweise von höchstens 300 g/m 2 , weiter vorzugsweise von höchstens 280 g/m 2 , weiter

vorzugsweise von höchstens 250 g/m 2 auf. Die Decklage weist insbesondere ein Flächengewicht von mindestens 10 g/m 2 , weiter vorzugsweise von mindestens 15 g/m 2 , weiter

vorzugsweise von mindestens 20 g/m 2 , weiter vorzugsweise von höchstens 100 g/m 2 , weiter vorzugsweise von höchstens 90 g/m 2 , weiter vorzugsweise von höchstens 80 g/m 2 auf. Je nach vorgesehenem Anwendungszweck der Einlegesohle, wie z.B. als Variante für den Sommer oder für den Winter, kann die Decklage vorzugweise für den Sommer geringere

Höchstgrenzen von insbesondere höchstens 50 g/m 2 an Flächengewicht aufweisen, die Decklage für den Winter hingegen höhere Mindestwerte von insbesondere mindestens 50 g/m 2 Flächengewicht.

Vorzugsweise beträgt die Dicke der Einlegesohle, dabei einschließlich einer Beschichtung auf der Sohlenfläche 1 - 3 mm, vorzugsweise 1 - 2 mm.

Die Bestimmung der Dicke einer Einlegesohle (inklusive einer Beschichtung) wird unter Anwendung eines spezifischen Messdrucks von 0,5 kPa auf einer Tasterfläche von 25 cm 2 durchgeführt. Insbesondere kann ein Dickenmessgerät DMT der Firma Schröder verwendet werden. Im Übrigen wird die Dicke in Anlehnung an DIN EN ISO 9073-2: 1995 bestimmt.

Bei der Einlegesohle handelt es sich vorzugsweise um ein Werfwerfprodukt , also ein Einwegprodukt. Grundsätzlich sind jedoch auch Einlegesohlen denkbar, die gewaschen oder gereinigt werden können.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den

weiteren Unterlagen. Die Merkmale können einzeln oder in Kombination für die Erfindung wesentlich sein.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 : eine erfindungsgemäße Einlegesohle

Figur 2: eine Einlegesohle gemäß Figur 1 mit zusätzlicher

Beschichtung auf der Sohlenfläche, Figur 3a: schematisch ein Querschnitt durch das Grundmaterial einer erfindungsgemäßen

Einlegesohle,

Figur 3b: schematische Darstellung eines Ausschnittes einer

Faserlage mit „Klebe" punkten von

Bikomponentenfasern,

Figur 4: in den Darstellungen a) bis b) vergrößerte

Ausschnitte aus einer erfindungsgemäßen Einlegesohle,

Figur 5: in den Darstellungen a) bis c) vergrößerte

Ausschnitte aus einer erfindungsgemäßen Einlegesohle .

Figur 6: schematische Darstellung der PrüfVorrichtung für die Einsickerzeit.

Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf die Sohlenfläche einer erfindungsgemäßen Einlegesohle 100, wobei die Sohlenfläche 102 in Anwendung der Einlegesohle einer Brandsohle eines Schuhs zugewandt ist und die der Sohlenfläche 102

gegenüberliegende Fläche dem Fuß als Fußfläche 104

zugewandt ist. Die Einlegesohle 100 besteht aus einem zweilagigen Grundmaterial, und zwar mit einer

fußzugewandten Decklage 200 und einer schuhzugewandten Basislage 202, wie in der Figur 3a als schematischer

Querschnitt durch die Einlegesohle 100 nach Figur 1 gezeigt ist. Die Decklage 200 und die Basislage 202 bestehen dabei aus einem Stapelfaservlies. Das Vliesmaterial enthält dabei in der Decklage und in der Basislage Bikomponentenfasern, dargestellt mit dem Bezugszeichen 150, und absorbierende cellulosebasierte Fasern und/oder hydrophile synthetische Fasern, dargestellt mit dem Bezugszeichen 152.

Sowohl in der Decklage 200 als auch in der Basislage 202 sind im Gesamtgewicht der jeweiligen Lage vorzugsweise mindestens 10 Gew-% an Bikomponentenfasern enthalten, dabei wird vorzugsweise ein Anteil von 60 Gew-% nicht

überschritten. Die Bikomponentenfasern tragen mit ihrer niedrig schmelzenden Komponente, vorzugsweise der Mantel- Komponente, zu einer punktförmigen Verbindung 160 der

Fasern in den Lagen und zwischen den Lagen bei, wie in Figur 3b schematisch dargestellt ist. Die Decklage und die Basislage zeigen vorteilhaft ein Wasseraufnahmevermögen von mindestens 2 g/g. Die Einlegesohle weist eine Einsickerzeit von maximal 20 Sekunden auf. Das Grundmaterial ist dadurch verfestigt, dass es prägekalandriert wurde, das heißt, es wurde zwischen einer geheizten Kalanderwalze mit

vorspringenden Prägevorsprüngen und einer Gegendruckwalze hindurchgeführt. Auf diese Weise wurde die aus der Figur 1 ersichtliche Oberflächenstruktur 106 mit im dargestellten Fall punktförmigen und stegförmigen Prägestrukturen 109 gebildet. Die Gravurtiefe, die durch das Kalandrieren erreicht wird, beträgt im vorliegenden Fall 0,7 mm, kann jedoch in gewünschter Weise vom Fachmann aufgrund seines Fachwissens eingestellt werden. Im Bereich der Prägung bilden sich hochverdichtete geprägte Bereiche 109 neben demgegenüber weniger verdichteten Bereichen 110. Der Anteil der hochverdichteten Bereiche 109 an der Gesamtfläche beträgt in diesem Fall 5-15%.

Das Grundmaterial der Einlegesohle weist dabei eine

Basislage mit einer Grammatur von vorzugsweise 200-300 g/m 2 und eine Decklage mit einer Grammatur von vorzugsweise 20 - 100 g/m 2 auf, dabei können je nach saisonaler Verwendung der Einlegesohle höhere Flächengewicht der Decklage von 50 -100 g/m 2 für Winter-Einlegesohlen und niedrigere

Flächengewicht von 20 - 50 g/m 2 für Sommer-Einlegesohlen favorisiert sein.

Wie Figur 2 zeigt, ist auf der der Fußsohle abgewandten und der Brandsohle eines Schuhs zugewandten Sohlenfläche 102 der Einlegesohle 100 eine Beschichtung 112 aus

Beschichtungslinien 114 vorgesehen. Diese dient dazu, ein Verrutschen der Einlegesohle 100 in einem Schuh zu

verhindern. Die Beschichtungslinien 114 sind polymerbasiert und bestehen vorzugsweise aus EVA (Ethylen-Vinyl-Acetat ) . Das Material hat vorzugsweise eine Shore A-Härte von wenigstens 30, vorzugsweise von 60 - 80 und vorzugsweise von höchstens 90. Das Aufbringen der Beschichtungslinien erfolgt mittels eines Gravurverfahrens, wobei die

Einlegesohle 100 zwischen einer Gravurwalze und einer

Gegenwalze hindurchgeführt wird. Die Breite der

Beschichtungslinien beträgt im vorzugsweise 0,5 - 0,7 mm. Die Höhe der Beschichtungslinien beträgt vorzugsweise 0,2 - 0,3 mm, so dass durch das aufgebrachte Beschichtungsmuster keine unangenehmen haptischen Effekte am Fuß auftreten.

Die in Figur 2 gezeigte Beschichtung weist eine Vielzahl von Einzelmustern 120 auf, die durch Beschichtungslinien 114 gebildet sind. Im dargestellten Fall ist bevorzugt jedes Einzelmuster 120 durch Mustergruppen 124 gebildet, wobei die Mustergruppen aus mindestens drei Musterelementen 126, hier aus konzentrisch angeordneten Kreisen bestehen und zwischen den einzelnen Kreisen jeder einzelnen ein Einzelmuster bildenden Mustergruppe keine

Beschichtungsmasse aufgetragen ist, also darin ein

unbeschichteter Bereich 116 vorliegt. Auf diese Weise wird durch die Beschichtungslinien 114 in Summe ein Bedeckungsgrad auf der Sohlenfläche von ca. 20 - 25% erreicht. Mit diesem relativ geringen Bedeckungsgrad durch die Beschichtung werden die dem Grundmaterial der

Einlegesohle weiteren zugeschriebenen und erwünschten Eigenschaften, wie beispielsweise Luftdurchlässigkeit und/oder Atmungsaktivität nicht wesentlich beeinflusst.

Der dynamische Reibungskoeffizient der beschichteten

Sohlenfläche beträgt gemessen in Anlehnung an ASTM D 1894- 01 zwischen 0,8 und 1,4.

Figur 4 zeigt in den Darstellungen a) und b) und Figur 5 zeigt in den Darstellungen a) bis c) einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Einlegesohle 100, umfassend ein Grundmaterial mit zwei Lagen, nämlich einer Decklage 200 und einer Basislage 202. Die Basislage 202 ist dabei einem Schuh zugewandt und weist die Sohlenfläche 102 auf. Die Decklage 200 ist einem Fuß zugewandt und umfasst die

Fußfläche 104. In den Darstellungen ist zu erkennen, dass auf der Sohlenfläche eine Beschichtung 112 vorgesehen ist, die analog der gezeigten Beschichtung in Figur 2 gestaltet sein kann.

Bei der Einlegesohle 100 sind dabei der Basislage 202, dabei insbesondere der Sohlenfläche 102 und der Decklage 200, dabei insbesondere der Fußfläche 104, jeweils

Wirkstoffe zur Geruchsverhinderung bzw. -Verbesserung zugeordnet. Die Wirkstoffe sind dabei aus den

Wirkstoffgruppen antimikrobieller Wirkstoff,

Geruchsabsorptionsmittel und geruchsmaskierende Substanz ausgewählt .

Beispiele für die Anordnung von zwei Wirkstoffgruppen sind in den Figuren 4a und 4b gezeigt. In Gestaltung von Figur 4a ist dabei auf der Fußfläche 104 und teilweise auch in der Decklage 202 ein antimikrobieller Wirkstoff 204, hierbei nicht in einer polymer- oder

partikelgebundener Ausführung, aufgebracht und auf der Sohlenfläche 102 ist in die Beschichtung 112 ein

Geruchsabsorptionsmittel 206 eingebunden. In der Gestaltung von Figur 4b sind als Wirkstoffe eine geruchsmaskierende Substanz 208 auf der Fußfläche und ein antimikrobieller Wirkstoff 210 in der Beschichtung 112 auf der Sohlenseite 102 vorgesehen.

Beispiele für die Anordnung von drei Wirkstoffgruppen sind in den Figuren 5a-5b gezeigt.

In allen Gestaltungen in den Darstellungen von Figur 5a) bis c) ist dabei eine Verteilung der Wirkstoffe so

vorgenommen, dass das Geruchsabsorptionsmittel 206 in der Beschichtung 112 auf der Sohlenfläche 102 vorgesehen ist, wobei hier vorzugsweise ein hochporöser, feinkörniger

Kohlenstoff, wie Aktivkohle verwendet wird. Das

Geruchsabsorptionsmittel ist damit in direktem Kontakt mit dem Schuh und den dort vorhandenen Gerüchen. Dadurch kommt es zu einer direkten und schnellen Absorption bzw. Bindung der Gerüche.

Ebenfalls in allen drei Gestaltungen von Figur 5 ist auf der Fußfläche die geruchsmaskierende Substanz in Form von mikroverkapselten Duftstoffen, die Parfümöle enthalten vorgesehen, die mit dem Bezugszeichen 208 versehen sind. Durch Druck und Scherung bei Benutzung der Einlegesohle, wodurch die Kapseln zerstört werden, werden die Duftstoffe dosiert und kontrolliert freigegeben. In Darstellung Figur 5a) ist als antimikrobieller Wirkstoff ein Polysaccharid, insbesondere Chitosan eingesetzt, was hier mit dem Bezugszeichen 204 angedeutet ist, und zwar sowohl auf der Fußfläche 104 als auch im Vliesmaterial der Decklage 200, und teilweise im Vliesmaterial der Basislage 202. Dieser Wirkstoff dient zur Geruchskontrolle von frischem Fußschweiß, indem durch dessen antimikrobielle Aktivität das Wachstum von Bakterien gehemmt wird.

Eine analoge Gestaltung ist in Darstellung Figur 5b) gezeigt, wobei hier der antimikrobielle Wirkstoff in Form von Silberpartikeln 210 an der Fußfläche 104 vorgesehen ist. Die Silberpartikel bestehen dabei vorzugsweise aus an einer Glaskeramikmatrix gebundenem Silber.

Eine alternative Gestaltung zeigt die Darstellung Figur 5c) bei der ebensolche Silberpartikel 210 wie bei Darstellung Figur 5b) sowie auch das Geruchsabsorptionsmittel 206 in der Beschichtung 112 auf der Sohlenfläche 102 vorliegt. In dieser Anordnung kann der antimikrobielle Wirkstoff 210 zur Kontrolle von Bakterienwachstum auf der Sohlenseite, und damit auch der Geruchskontrolle im Schuh dienen. Durch die in den Geruchsmaskierenden Substanzen 208 enthaltenen

Duftstoffe und die schweißabsorbierende Wirkung von

Decklage 200 und Basislage 202 werden der neue Schweiß und die Bildung von neuen Gerüchen kontrolliert.

Mit der Auswahl eines antimikrobiellen Wirkstoffes aus den Wirkstoffgruppen und dessen Einsatz in der Einlegesohle kann eine messbare antimikrobielle Wirkung erzielt werden. Beispielhaft sind hierfür die Ausgestaltungen der

Einlegesohle nach der Darstellung von Figur 5a als Beispiel 1 und nach der Darstellung von Figur 5b als Beispiel 2 beschrieben und für deren antimikrobielle Wirkung

vermessen .

Die Einlegesohle weist ein Grundmaterial aus einer

Basislage von 200 - 300 g/m 2 und einer Decklage von 50-100 g/m 2 auf. Die Basislage hat dabei eine Faserzusammensetzung von 35-60 Gew-% PES-Bikomponentenfaser und weiter eine Mischung an hydrophilen synthetischen PES-Fasern und absorbierenden cellulosischen Fasern; die Decklage umfasst 25-35 Gew-% PES-Bikomponentenfasern und weiter hydrophile synthetische PES-Fasern. Die Decklage ist auf die Basislage mittels Druck, Temperatur und einem Prägemuster

aufkaschiert .

In Beispiel 1 ist als antimikrobieller Wirkstoff Chitosan zusammen mit einem mikroverkapselten Parfümöl als

geruchsmaskierende Substanz auf die Fußfläche aufgetragen. Dabei liegt der Eintrag von Chitosan bei 0,05 - 0,06 Gew-% und von verkapseltem Parfümöl bei 0,5 - 0,65 Gew-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Einlegesohle. Als

Geruchsabsorptionsmittel ist Aktivkohle auf der Sohlenseite in einer linienförmigen polymeren Beschichtung eingebracht, dabei mit einem Anteil von 1-2% bezogen auf das

Gesamtgewicht der Einlegesohle.

In Beispiel 2 ist in Abwandlung zu Beispiel 1 als

antimikrobieller Wirkstoff partikelgebundenes Silber mit einem Anteil von 0,003 - 0,005 Gew-% bezogen auf das

Gesamtgewicht der Einlegesohle auf der Fußfläche

aufgebracht .

Die antimikrobielle Wirkung wird in Anlehnung an die DIN EN ISO 20743A: 2013-12 gemessen. Als Testkeim wurde

Staphylococcus epidermidis ATCC 14990 eingesetzt. Die Prüfdurchführung basiert auf dem Absorptionsverfahren und zur quantitativen Messung wird das Plattenzählverfahren angewendet. Modifikationen sind dahingehend vorgenommen, dass als Inokulationsmedium NaCl 0,9% + 0,05% Tween 80 und als Elutionsmedium NaCl 0,9% und 0,20% Tween 80 eingesetzt wird. Die Berechnung des Keimwachstums über 18 Stunden auf der Probe gegenüber dem Kontroll- oder Referenzmaterial erfolgt nach der Formel

A = (logio C t - logio C 0 ) - (logio T t - logio T 0 ) .

C steht für das Kontrollgewebe. T für das Testmuster logio C t bzw. logio T t = allgemeiner Logarithmus des

arithmetischen Mittels für die Bakterienzahl nach einer Bebrütung von 18 h, bei Kontrollgewebe C bzw. Testmuster T. logio C 0 bzw. logio T 0 = allgemeiner Logarithmus des

arithmetischen Mittels für die Bakterienzahl unmittelbar nach der Inokulation bei Kontrollgewebe C bzw. Testmuster T.

Dabei wird eine vereinfachte Berechnung zugrunde gelegt, mit der Abwandlung, dass das Keimwachstum logio C 0 und logio T 0 gleichgesetzt wird.

Für Beispiel 1 und Beispiel 2 wurde jeweils eine starke antibakterielle Aktivität, d.h. mit einer Keimreduktion >/= 3 log KBE, festgestellt.

Eine solche Einlegesohle bietet einen guten Trittkomfort, verbunden mit trockenem Fußgefühl und verminderter

Geruchsbildung .