Kinscher, Joachim (Ringstr. 17, Wilnsdorf, 57234, DE)
Lorek, Manfred (Gläserstrasse 70, Siegen, 57074, DE)
Kinscher, Joachim (Ringstr. 17, Wilnsdorf, 57234, DE)
| 1. | Einrichtungsgegenstand (1) für eine Küche oder einen Küchenbereich, insbesondere für eine Küche bzw. einen Küchenbereich eines Freizeitfahrzeugs, dadurch gekennzeichnet, dass der Einrichtungsgegenstand (1) eine Einheit bildet, die wenigstens zwei technische Geräte (2, 3, 4) umfasst. |
| 2. | Einrichtungsgegenstand (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste der technischen Geräte eine Kühlvorrichtung (2, 3) umfasst. |
| 3. | Einrichtungsgegenstand (1 ) gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung (2, 3) einen Kühlschrank und/oder einen Gefrierapparat und/oder eine Gefrierkammer aufweist. |
| 4. | Einrichtungsgegenstand (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite technische Gerät (4) ein Speisenzubereitungsgerät, insbesondere einen Backofen, umfasst. |
| 5. | Einrichtungsgegenstand (1 ) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einrichtungsgegenstand (1) gemeinsame Versorgungsanschlüsse (6, 7) für die Versorgung von wenigstens zwei der technischen Geräte (2, 3, 4) aufweist. |
| 6. | Einrichtungsgegenstand (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einrichtungsgegenstand (1) ein gemeinsames Paneel aufweist, über das wenigstens zwei der technischen Geräte (2, 3, 4) des Einrichtungsgegenstands (1) bedient werden können. |
| 7. | Einrichtungsgegenstand (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere der technischen Geräte (2, 3, 4) des Einrichtungsgegenstands (1) übereinander angeordnet sind. |
| 8. | Einrichtungsgegenstand (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der technischen Geräte (2, 3, 4) des Einrichtungsgegenstands (1) in einem gemeinsamen Gehäuse aufgenommen sind. |
| 9. | Einrichtungsgegenstand (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der Komponenten (2, 3, 4) des Einrichtungsgegenstands (1) miteinander verbunden sind. |
Die Erfindung betrifft einen Einrichtungsgegenstand für eine Küche oder einen Küchenbereich, insbesondere für eine Küche bzw. einen Küchenbereich eines Freizeitfahrzeugs.
Herkömmliche Küchenausstattungen von Freizeitfahrzeugen, insbesondere die technischen Einrichtungsgegenstände, werden als einzelne Geräte zur Verfügung gestellt und an geeigneter Stelle in einen Küchenbereich eines Freizeitfahrzeugs eingebaut. Beim Einbau werden die Geräte jeweils im Küchenbereich angeordnet und an die erforderlichen Versorgungsleitungen angeschlossen. Entsprechende Versorgungsanschlüsse müssen vorher im Freizeitfahrzeug in ausreichender Anzahl derart angeordnet werden, dass bei der vorgesehenen Anordnung der einzelnen Geräte jedes mit der benötigten Energie, beispielsweise Strom und/oder Gas, versorgt werden kann. Dies bedingt einen gesteigerten Aufwand bei der Innenausstattung des Freizeitfahrzeugs. Zudem ist der Einbau relativ aufwändig, da für jedes Gerät Anschlüsse erforderlich sind und jedes Gerät einzeln angeschlossen wird.
Neben den Anschlüssen muss wenigstens die Rückseite jedes der Geräte (insbesondere des Ofens und des Kühlschranks) zur Wand des Freizeitfahrzeugs hin separat abgedichtet werden.
Ausgehend davon ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Konzept zum Einbau von Küchengeräten in eine Küche oder einen Küchenbereich, insbesondere für eine Küche bzw. einen Küchenbereich eines Freizeitfahrzeugs, bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Einrichtungsgegenstand gemäß dem Anspruch 1. dass der Einrichtungsgegenstand (1).
Der erfindungsgemäße Einrichtungsgegenstand für eine Küche oder einen Küchenbereich, insbesondere für eine Küche bzw. einen Küchenbereich eines Freizeitfahrzeugs, bildet eine Einheit, die wenigstens zwei technische Geräte umfasst.
Als technische Geräte kommen insbesondere Kühlschränke, Gefriereinheiten, Öfen, Mikrowellenherde, aber auch Geschirrspülmaschinen u. ä. in Frage. Die wichtigsten technischen Komponenten, die in einem Freizeitfahrzeug benötigt werden, können in dem Einrichtungsgegenstand integriert sein.
Dadurch, dass der Einrichtungsgegenstand eine Einheit aus mehreren Küchengeräten bildet, wird der Einbau in ein Freizeitfahrzeug wesentlich vereinfacht. Die Einheit kann als Ganzes an einer geeigneten Stelle im Innenraum des Freizeitfahrzeugs angeordnet werden. Dies erspart Arbeitsschritte beim Einbau der Küchengeräte in das Freizeitfahrzeug. Außerdem ist eine einzige Abdichtung zwischen dem Einrichtungsgegenstand und der Fahrzeugwand ausreichend.
Das erste der technischen Geräte wird insbesondere eine Kühlvorrichtung umfassen.
Die Kühlvorrichtung kann einen Kühlschrank und/oder einen Gefrierapparat und/oder eine Gefrierkammer aufweisen.
Das zweite technische Gerät kann ein Speisenzubereitungsgerät, insbesondere einen Backofen, umfassen. Das Speisenzubereitungsgerät könnte jedoch auch ein Mikrowellenofen o. ä. sein. Eine Kombination, beispielsweise aus Kühlkomponente und Speisenzubereitungskomponente (Ofen), kann mit einfachen Mitteln in das Freizeitfahrzeug integriert werden.
Der Einrichtungsgegenstand weist bevorzugt gemeinsame Versorgungsanschlüsse für die Versorgung von wenigstens zwei der technischen Geräte auf. Dies betrifft insbesondere die Versorgung mit Energie, z.B. elektrischem Strom und Gas. Beispielsweise können jedoch auch gemeinsame Wasserversorgungsanschlüsse für bestimmte Komponenten vorgesehen sein. Sofern eine Entsorgung erforderlich ist, kann entsprechend der Einrichtungsgegenstand mit gemeinsamen Entsorgungsanschlüssen ausgestattet werden. Beispielsweise kann eine gemeinsame Be- und/oder Entlüftung für mehrere der in der Einheit integrierten Komponenten bereitgestellt werden. Die zugeführte Energie wird über ein inneres Leitungssystem oder über direkte Verbindungen zwischen den einzelnen Komponenten innerhalb der Einheit verteilt.
Der Einrichtungsgegenstand kann ein gemeinsames Paneel aufweisen, über das wenigstens zwei der technischen Geräte des Einrichtungsgegenstands bedient werden können. Dies bedeutet, neben einer Platzersparnis, die Möglichkeit einer zentralen Bedienung sämtlicher in der Einheit integrierter technischer Komponenten von einer Bedieneinheit aus. Abgesehen davon ist es denkbar, nicht nur eine gemeinsame Bedieneinheit, sondern auch eine gemeinsame Steuereinheit für mehrere oder alle der Komponenten des Einrichtungsgegenstands vorzusehen.
Zwei oder mehrere der technischen Geräte des Einrichtungsgegenstands können insbesondere übereinander angeordnet sein. So kann z.B. ein Ofen an der Oberseite einer Kühlvorrichtung befestigt sein.
Zwei oder mehrere der technischen Geräte des Einrichtungsgegenstands können in einem gemeinsamen Gehäuse aufgenommen sein. Eine Integration mehrerer Kom-
ponenten der Einheit in einem gemeinsamen Gehäuse ist besonders günstig, da dadurch eine gemeinsame Abdichtung der Rückseite des Gehäuses zur Wand des Freizeitfahrzeugs hin ermöglicht wird.
Es können mehrere der Komponenten des Einrichtungsgegenstands miteinander verbunden sein. Dazu kann beispielsweise ein Schienensystem an einer Komponente der Einheit angebracht sein, mit der ein an einer zweiten Komponente vorgesehenes entsprechendes Schienensystem durch einen Einschub in Eingriff gebracht werden kann. Die Verbindung kann bereits vor dem Einbau in das Freizeitfahrzeug durchgeführt werden. Der gesamte Einrichtungsgegenstand wird dann als Einheit eingebaut. Prinzipiell sind alle möglichen Befestigungsmethoden zwischen den Geräten der Einheit denkbar.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Einrichtungsgegenstand in einer Frontansicht; Fig. 2 den Einrichtungsgegenstand in einer Seitenansicht; Fig. 3 den Einrichtungsgegenstand in einer Rückansicht; Fig. 4 ein Detail der Gasversorgung des Einrichtungsgegenstands; und Fig. 5 eine Seitenansicht eines in ein Freizeitfahrzeug eingebauten Einrichtungsgegenstands.
In Fig. 1 ist der erfindungsgemäße Einrichtungsgegenstand 1 dargestellt. Er besteht aus einer Kühlvorrichtung mit zwei Fächern, wobei das Fach 2 den Kühlraum eines Kühlschranks und das Fach 3 ein Gefrierfach bilden kann. Oberhalb der Kühlkomponenten 2, 3 ist ein Backofen 4 angeordnet.
Sowohl die Kühlkomponenten 2, 3 als auch der Backofen 4 werden über ein gemeinsames Bedienpaneel 5 bedient. So können beispielsweise Regler für die Einstellung der Temperatur der Kühlkomponenten 2, 3 als auch für den Betrieb des Ofens 4 vorgesehen sein.
Außerdem können am Bedienpaneel 5 Versorgungsanschlüsse (z.B. eine Steckdose) für die Versorgung externer Geräte mit Energie, z.B. Gas oder Wasser, angebracht werden. Diese Versorgungsanschlüsse werden durch ein entsprechendes Leitungssystem innerhalb des Einrichtungsgegenstands 1 gespeist.
Die Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Einrichtungsgegenstands 1. Die Kühlkomponenten 2, 3 sind in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht. Die Innenfächer können durch eine Wand oder einen Einsatz getrennt und über separate Türen 2a, 3a zugänglich sein.
Der Ofen 4 ist praktisch auf die Kühleinheit aufgesetzt und an dieser befestigt. Insbesondere kann zur Befestigung ein Schienensystem mit Kunststoffschienen verwendet werden, um den Ofen 4 vor dem Einbau des Einrichtungsgegenstands in das Freizeitfahrzeug von einer Seite, beispielsweise von vorne, auf die Kühleinheit 2, 3 (bestehend aus den Kühlkomponenten 2 und 3) aufzuschieben. Zwischen dem Ofen 4 und der Kühlvorrichtung ist eine Isolierung (z.B. Nadelfüzmaterial) angeordnet.
Die Versorgungsverbindungen zwischen den Kühlkomponenten und dem Ofen werden entweder bereits durch die passende Positionierung des Ofens 4 auf der Einheit 2, 3, durch das Anbringen zusätzlicher Außenleitungen, beispielsweise für den Strom, oder durch eine Verbindung zwischen innerhalb der Komponenten 2, 3, 4 vorgesehener Anschlüsse hergestellt.
Die Rückansicht gemäß Fig. 3 zeigt wiederum die Kühleinheit 2, 3 und den darüber angeordneten Ofen 4. Sämtliche Komponenten des Einrichtungsgegenstands 1 weisen einen gemeinsamen Anschluss für die Versorgung mit elektrischer Leistung (z.B. 12V-Gleichspannung) auf, der sowohl den Ofen 4 als auch den Verbraucher der Kühleinheit 2, 3 (beispielsweise den Generator eines Absorberkühlschranks) mit Energie versorgt. Wahlweise oder alternativ dazu können die Verbraucher in den Komponenten 2, 3, 4 auch mit Gas versorgt werden, welches durch einen ebenfalls für alle Geräte bzw. Komponenten 2, 3, 4 gemeinsamen Gasanschluss 7 dem
Einrichtungsgegenstand zugeführt wird. Zur Verteilung der Energie weist der Einrichtungsgegenstand 1 ein geeignetes Leitungssystem 8 auf, über das die entsprechenden Verbraucher versorgt werden. Auch außerhalb des Gehäuses des Einrichtungsgegenstands 1 können im Rahmen der Erfindung Verbindungen, z. B. Kabel, zwischen den Geräten bzw. Komponenten vorgesehen sein, um die Energie allen Komponenten zuzuführen.
Die Fig. 4 zeigt ein Detail des Leitungssystems 8. Über ein T-Stück 9 kann das Gas über einen Anschluss 10 zum Backofen 4 gelangen und/oder über den anderen Ausgang des T-Stücks zum Kühlschrank 2, 3 geleitet werden.
In Fig. 5 ist ein in einem Freizeitfahrzeug eingebauter erfindungsgemäßer Einrichtungsgegenstand 1 dargestellt. Im eingebauten Zustand ist der Einrichtungsgegenstand 1 mit seiner Rückseite gegen eine Wand 11 des Freizeitfahrzeugs ausgerichtet. In der Wand 11 befinden sich in diesem Beispiel Lüftungsöffnungen 12 und 13 sowohl für das Kühlaggregat als auch für den Ofen 4. Im Bereich des Daches 14 ist ein Dachlüfter 15 vorgesehen, über den prinzipiell Verbrennungsgase der verschiedenen Komponenten des Einrichtungsgegenstands 1 abgeführt werden können.
Der Einrichtungsgegenstand 1 weist, wie bereits vorher beschrieben, gemeinsame Energieversorgungsanschlüsse für sämtliche in dem Einrichtungsgegenstand 1 integrierten technischen Geräte auf. Auf diese Weise kann der bereits vor dem Einbau in das Freizeitfahrzeug vormontierte Einrichtungsgegenstand 1 auf einfache Weise eingebaut werden. Insbesondere kann darauf verzichtet werden, das Freizeitfahrzeug mit einer Reihe von Anschlüssen für die unterschiedlichen Geräte auszustatten. Beim Einbau werden lediglich die benötigten Verbindungen zwischen der Installation des Freizeitfahrzeugs und dem Einrichtungsgegenstand 1 hergestellt und dieser anschließend in seine Bestimmungsposition gebracht. Die gesamte Einheit bestehend aus den Kühlkomponenten 2, 3 und dem Ofen 4 können im Einsatz über das gemeinsame Bedienpaneel 5 bedient werden.
Im Rahmen der Erfindung soll es selbstverständlich möglich sein, alternativ oder zusätzlich zu den beschriebenen Geräten weitere wichtige Komponenten, die in einem Freizeitfahrzeug benötigt werden, zu integrieren.
