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Title:
INSTALLATION FOR CONTINUOUSLY PRODUCING AN IMPRINTED TEXTILE STRIP, ESPECIALLY A LABEL STRIP
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/011988
Kind Code:
A1
Abstract:
The inventive installation for continuously producing and imprinted textile strip (24, 24A, 24B, 24C, 26, 26A, 26B) contains a print station (12) that is connected to an electronic control device (66). In order to achieve a cost savings and an efficient production of the imprinted textile strip, the inventive installation is configured in such a manner that a print head (28) of the print station (12) imprints a first strip side (27) of the textile strip (24, 26). Alternatively, the second strip side (40) of the textile strip can be additionally imprinted during a working operation involving the use the same print head (28) and the same printing station.

Inventors:
Speich, Francisco (Bleumattstrasse 10 Gipf-Oberfrick, CH-5073, CH)
Application Number:
PCT/CH2001/000332
Publication Date:
February 14, 2002
Filing Date:
May 29, 2001
Export Citation:
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Assignee:
TEXTILMA AG (Seestrasse 97 Hergiswil, CH-6052, CH)
Speich, Francisco (Bleumattstrasse 10 Gipf-Oberfrick, CH-5073, CH)
International Classes:
B41J2/01; B26D9/00; B41J3/407; B41J3/60; B41J11/00; B41J11/66; B41J11/68; B41J15/04; B41J15/18; (IPC1-7): B41J3/60; B41J15/04
Foreign References:
US5546178A1996-08-13
EP0835761A21998-04-15
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 017, no. 694 (M - 1531) 17 December 1993 (1993-12-17)
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 017, no. 191 (M - 1396) 14 April 1993 (1993-04-14)
ANONYMOUS: "Two Path Electrophotographic Print Process. November 1979", IBM TECHNICAL DISCLOSURE BULLETIN,US,IBM CORP. NEW YORK, vol. 22, no. 6, November 1979 (1979-11-01), pages 2465 - 2466, XP002100719, ISSN: 0018-8689
Attorney, Agent or Firm:
SCHMAUDER & PARTNER AG (Zwängiweg 7 Zürich, CH-8038, CH)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE
1. Anlage zur kontinuierlichen Herstellung eines bedruckten Textilbandes, insbesondere eines Etikettenbandes, mit einer mit einer elektronischen Steuervorrichtung (66,130) verbundenen Druckstation (28,86) mit einem Druck kopf (28,86), dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage derart ausgebildet ist, dass der Druckkopf (28,86) eine Bandseite (27,90) des Textilbandes (24,24A, 24B, 24C, 26,26A, 26B, 74) und wahlweise zusätzlich mit dem gleichen Druckkopf (28,86) und mit der gleichen Druckseite in einem Arbeitsgang die zweite Bandseite (40,100) des Textilbandes bedruckt.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Druckkopf (86) ein Kontrollsensor (92) zugeordnet ist.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Bandseite (27,40,90,100) des Textilbandes phasenverschoben bedruckbar sind.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die zweite Bandseite des Textilbandes in der gleichen Laufrichtung wie die erste Bandseite am Druckkopf vorbeibewegbar ist.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die zweite Bandseite (40, 100) des Textil bandes in entgegengesetzter Laufrichtung zur ersten Band seite (27,90) am Druckkopf (28,86) vorbeibewegbar ist.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine Wendestation (34A, 34B, 96,132A, 132B) zum Wenden der Bandseite des Tex tilbandes bezüglich des Druckkopfes (28,86) aufweist.
7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendestation (132A, 132B) eine Einrichtung (134A, 134B, 136A, 136B) zum Wenden des Textilbandes (24,26) um seine Längsachse aufweist.
8. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Wendestation (96) zum Wenden des Textilbandes (74) quer zu seiner Laufrichtung aufweist.
9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendestation (96) ein quer zur Laufrichtung angeordnetes Wendeorgan (98) aufweist, welches das Textilband (74) mit seiner zweiten Bandseite (100) dem Druckkopf (86) der Druckstation (84) zuführt.
10. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendestation (34A, 34B) kreuzweise angeordnete Wendeorgane (36,38) aufweist.
11. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, dass die Druckstation (12,84) als Tintenstrahl drucker ausgebildet ist.
12. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckkopf (28) quer über das Textilband (24,26) hinund hergehend ausgebildet ist.
13. Anlage nach Anspuch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Tintenstrahldrucker zur Verarbeitung von auf Wasser basie render Druckfarbe ausgebildet ist.
14. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Tintenstrahldrucker zur Verarbeitung von durch UVLicht polymerisierender Druckfarbe ausgebildet ist.
15. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, dass die Druckstation als Laserdrucker ausgebil det ist.
16. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekenn zeichnet, dass die Druckstation (12,84) als Mehrfarben drucker ausgebildet ist und vorzugsweise mehrere hinter einander angeordnete Druckeinheiten (88A, 88B, 88C) für unterschiedliche Farben aufweist.
17. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekenn zeichnet, dass sie mindestens eine, der Druckstation (12,84) nachgeschaltete, vorzugsweise auf UVLicht basie rende Fixierstation (30,94) für den Druck aufweist.
18. Anlage nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass sie nach der DruckFixierstation (94) eine Pressstation (106) für das Textilband (74) aufweist.
19. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine BandFixierstation (58, 106) für das bedruckte Textilband (26A, 26B, 74) aufweist.
20. Anlage nach einem der Ansprüche l bis 19,. dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine der Druckstation nachgeschaltete Beschichtungsstation aufweist, um das bedruckte Textilband mit einer Schutzschicht zu versehen.
21. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine Liefervorrichtung (2,68) für eine Textilbahn (8,70) aufweist, deren Breite mindestens der doppelten Breite des zu bedruckenden Textilbandes (24,26,74) entspricht, wobei vor der Druckstation (12,84) eine Längsschneidstation (18,78) angeordnet ist, um von der Textilbahn (8,70) ein zu bedruckendes Textilband (24,26,74) abzuschneiden.
22. Anlage. nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilbahn (8) im wesentlichen die doppelte Breite eines zu bedruckenden Textilbandes (24,26) aufweist, um die Textilbahn (8) an der Längsschneidstation (18) in zwei identische Textilbänder (24,26) zu zerschneiden, wobei die Druckstation (12) nach der Längsschneidstation (18) bezüglich einer durch die Schnittlinie der Textilbahn (8) gehenden Vertikalebene spiegelbildlich verdoppelte Ein richtungen aufweist.
23. Anlage nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass von der zuzuführenden Textilbahn (70) an der Längsschneidsta tion (78) ein zu bedruckendes Textilband (74) abschneidbar ist und der verbleibende Rest (118) der Textilbahn über eine Umlenkvorrichtung (120) einer Aufnahmevorrichtung (122) vorzugsweise einer Aufnahmerolle (124) zuführbar ist.
24. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekenn zeichnet, dass die Druckstation (12) derart ausgebildet ist, dass auf dem Textilband (24,26) mindestens zwei Längsstreifen bedruckbar sind, wobei der Druckstation (12) eine Längsschneidstation (42,52) nachgeordnet ist, um das Textilband (24,26) in Textilbänder (24A, 24B, 24C, 26A, 26B) entsprechend den bedruckten Längsstreifen zu zerschneiden.
25. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine Faltstation (54) aufweist, um die Randbereiche (56) des bedruckten Textilbandes (26A, 26B) gegeneinander zu falten, wobei der Faltstation (56) vor zugsweise eine BandFixierstation (58) nachgeschaltet ist.
26. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekenn zeichnet, dass sie eine Querschneidstation (44,110) auf weist, um das bedruckte Textilband (24A, 24B, 24C, 26A, 26B, 74) in Abschnitte (46,64,114) zu unterteilen, wobei der Querschneidstation (44,110) vor zugsweise eine Stapelvorrichtung (48,116) nachgeordnet ist.
Description:
Anlage zur kontinuierlichen Herstellung eines bedruckten Textilbandes, insbesondere eines Etikettenbandes Technisches Gebiet Die Erfindung betrifft eine Anlage zur kontinuierlichen Her- stellung eines bedruckten Textilbandes, insbesondere eines Etikettenbandes gemäss Oberbegriff des Anspruches 1.

Stand der Technik Anlagen der eingangs genannten Art sind mehrfach bekannt, so beispielsweise aus der EP-B 0 532 645 und der US-A-5 079 980.

Insbesondere aus letzterer ist es bekannt, ein Textilband zweiseitig zu bedrucken, wobei die Anlage einer ersten Druck- station zum Bedrucken der ersten Bandseite und einer zweiten Druckstation zum Bedrucken der zweiten Bandseite des Textil- bandes zugeführt wird. Durch die Anordnung von zwei Drucksta- tionen mit jeweils einem Druckkopf ist die Anlage relativ kostspielig, da die Druckkopfe mit zu den teuren Bauteilen der Anlage gehören, wodurch das Bedrucken des Textilbandes ent- sprechend kostspielig ist, was für Massenprodukte wie Etiket- tenbänder nachteilig ist.

Darstellung der Erfindung Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anlage der eingangs genann- ten Art derart zu verbessern, dass eine preisgünstige Herstel- lung bedruckter Textilbander, insbesondere Etikettenbänder möglich ist.

Die gestellte Aufgabe wird gelost durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches l.

Dadurch, dass die Anlage derart ausgebildet ist, dass sie nicht nur eine Bandseite des Textilbandes bedrucken kann sondern mit dem gleichen Druckkopf wahlweise auch die zweite Bandseite des Textilbandes, ergibt sich eine sehr preiswerte Anlage, die eine preisgünstige Herstellung bedruckter Textil- bänder ermöglicht, was insbesondere für Etikettenbänder von besonderer Bedeutung ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Anlage sind in den Ansprüchen 2 bis 26 beschrieben.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn gemäss Anspruch 2 dem Druckkopf ein Kontrollsensor zugeordnet ist, der den her- zustellenden Druck überprüft und im Falle eines Fehlers ein Fehlersignal an die Steuereinrichtung zum Anhalten der Anlage weiterleitet. Ein solcher fehlerhafter Druck kann beispiels- weise darin bestehen, dass bei einem Tintenstrahldrucker einzelne Druckerdüsen ausfallen und somit nicht drucken.

Das Bedrucken der ersten und der zweiten Bandseite des Textil- bandes erfolgt zwar in einem Arbeitsgang, gemäss Anspruch 3 vorzugsweise jedoch phasenverschoben, da das Textilband nach dem Bedrucken der ersten Bandseite mit der zweiten Bandseite erneut der Druckstation zugeführt werden muss. Dabei kann die zweite Bandseite des Textilbandes gemäss Anspruch 4 in der gleichen Laufrichtung wie die erste Bandseite am Druckkopf vorbei bewegt werden oder gemäss Anspruch 5 in entgegengesetz- ter Laufrichtung zur ersten Bandseite. Um dieses erneute Zuführen des Textilbandes zu bewerkstelligen enthält die Anlage gemäss Anspruch 6 eine Wendestation, die sehr verschie- den ausgestaltet sein kann. So kann die Wendestation gemäss Anspruch 7 eine Einrichtung zum Wenden des Textilbandes um eine Längsachse des Textilbandes aufweisen. Gemäss Anspruch 8 ist auch eine Wendestation möglich, die ein Wenden der Textil- bahn um eine Querachse gestattet. Hierzu kann die Wendestation. gemäss Anspruch 9 ein quer zur Laufrichtung angeordnetes Wendeorgan aufweisen. Besonders bevorzugt ist eine Ausgestal- tung der Anlage nach Anspruch 10, wobei die Wendestation kreuzweise angeordnete Umlenkrollen aufweist, die eine beson- ders exakte Ausrichtung der Textilbahn bezüglich der Drucksta- tion ermöglichen.

Für die Ausgestaltung der Druckstation ergeben sich sehr verschiedene Möglichkeiten, je nachdem, welches Druckverfahren angewendet und ob ein-oder mehrfarbig gedruckt wird. Dabei kommen nur Druckgeräte in Frage, die eine elektronische Daten- verarbeitung ermöglichen und mit entsprechend hoher Geschwin- digkeit arbeiten. Besonders bevorzugt ist nach Anspruch 11 ein Tintenstrahldrucker, der ein-oder mehrfarbig ausgestaltet sein kann und bei dem die einzelnen Zeichen mosaikartig aus feinsten Strahltröpfchen zusammengesetzt werden. Dies ermög- licht insbesondere auch einen relativ kleinen Druckkopf, der gemäss Anspruch 12 quer über die Textilbahn hin-und hergehend ausgestaltet sein kann. Ein solcher Tintenstrahldrucker kann gemäss Anspruch 13 zur Verarbeitung von auf Wasser basierenden Druckfarben ausgebildet sein. Vorteilhafter ist eine Ausge- staltung nach Anspruch 14 zur Verarbeitung von durch UV-Licht polymerisierenden Druckfarben.

Besonders vorteilhaft ist auch eine Ausgestaltung der Druck- station gemäss Anspruch 15 als Laserdrucker, bei dem ein in seiner Richtung programmiert gesteuerter Laserstrahl die Zei- chen auf eine elektrostatisch vorgeladene Photohalbleiterfolie schreibt. Das entstehende Ladungsbild wird mit Hilfe von Tonerpartikeln von der mit der Folie überzogenen Drucktrommel auf das Textilband übertragen.

Die Druckstation kann im einfachsten Fall in einer Farbe drucken, vorteilhafter ist jedoch auch eine Ausgestaltung nach Anspruch 16 als Mehrfarbendrucker.

Der Druckstation ist gemäss Anspruch 17 mindestens eine Fi- xierstation für den Druck nachgeschaltet. Die Ausbildung der Fixierstation richtet sich nach dem verwendeten Druckprinzip. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, dass die Fixierung möglichst schnell erfolgt und der Druck möglichst widerstands- fähig ist. Für polymerisierende Druckfarben eignet sich insbe- sondere eine Fixierstation auf der Basis von UV-Licht. Für mit Toner arbeitende Laserdrucker ist eine IR-Fixierstation bevor- zugt, die die notwendige Wärme zum Aufschmelzen der Tonerpar- tikel auf dem Textilband liefert. Im letzteren Falle ist eine zusätzliche Pressstation gemäss Anspruch 18 von Vorteil, die den Druck in das Textilband eindrückt und damit die Verbindung verbessert.

Weiter ist es von Vorteil, dass die Anlage gemäss Anspruch 19 eine Band-Fixierstation für das bedruckte Textilband aufweist, um das Textilband von Spannungen zu befreien und zu glätten.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung der Anlage nach Anspruch 20, wonach der Druckstation eine Beschichtungsstation nachgeschaltet ist, um das bedruckte Textilband mit einer Schutzschicht zu versehen. Eine solche Schutzschicht schützt den Druck auf dem Textilband gegen mechanische und chemische Beanspruchung.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausbildung der Anlage nach Anspruch 21, die es ermöglicht, eine Textilbahn zu verarbei- ten, deren Breite vorzugsweise um ein Mehrfaches grösser ist als die Breite des zu bedruckenden Textilbandes. Damit kann das Ausgangsmaterial eine rationell hergestellte breite Tex- tilbahn sein, aus der sich dann bedruckte Textilbänder ge- wünschter Breite herstellen lassen. Hierzu sind verschiedene Möglichkeiten gegeben. Eine besonders vorteilhafte Ausgestal- tung der Anlage beschreibt Anspruch 22, die insbesondere für grössere Chargen bedruckter Textilbänder geeignet ist. Für kleinere Chargen eignet sich insbesondere eine Ausgestaltung der Anlage nach Anspruch 23, wobei sich von einer Vorratsrolle grösserer Breite eine zu bedruckendes Textilband gewünschter Breite abschneiden und bedrucken lässt. Der Rest der Textil- bahn wird dann wieder einer Aufnahmevorrichtung, vorzugsweise einer Aufnahmerolle zugeführt.

Die Produktionskapazität einer Anlage lässt sich auch noch dadurch steigern, dass gemäss Anspruch 24 die Druckstation derart ausgebildet ist, dass auf dem Textilband mindestens zwei Längsstreifen bedruckbar sind, wobei der Druckstation eine Längsschneidstation nachgeordnet ist, um das Textilband in Textilbänder entsprechend den bedruckten Längsstreifen zu zerschneiden.

Zur Verbesserung der Qualität der hergestellten bedruckten Textilbänder kann die Anlage mit einer Faltstation gemäss Anspruch 25 versehen sein, um die Randbereiche des bedruckten Textilbandes gegeneinander zu falten und damit eine unschöne oder rauhe Schnittkante vom Randbereich nach innen zu verle- gen. Die Faltung kann durch eine der Faltstation nachgeschal- tete Fixierstation dauerhaft fixiert werden.

Das bedrucke Textilband kann entweder aufgerollt oder in wirrer Lage in einem Behälter abgelegt werden. Vorteilhafter ist jedoch eine Ausbildung der Anlage nach Anspruch 26, wonach eine Querschneidstation vorhanden ist, um das bedruckte Tex- tilband in Abschnitte zu unterteilen. Dieser Querschneidesta- tion kann vorteilhafterweise eine Stapelvorrichtung nachgeord- net werden, um die Textilbandabschnitte in geordneter Form zu erfassen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen : Figur 1 eine erste Anlage zur kontinuierli- chen Herstellung eines bedruckten Textilbandes, insbesondere eines Etikettenbandes in schaubildlicher Darstellung ; Figur 2 die Anlage der Figur 1 im Grundriss ; Figur 3 die Anlage der Figur 1 in Seitenan- sicht ; Figur 4 die Anlage nach Figur 2, wobei jedoch auf einer Seite der Anlage das Tex- tilband nur einseitig bedruckt wird ; Figur 5 eine weitere Anlage zum kontinuierli- chen Herstellen eines bedruckten Textilbandes, insbesondere eines Etikettenbandes von einer Textilbahn grösserer Breite, in Seitenansicht ; Figur 6 ein bedrucktes Textilband im Grund- riss und im Ausschnitt ; Figur 7 die Anlage der Figuren 1 bis 3 mit abgewandelten Wendestationen im Ausschnitt und in schaubildlicher Darstellung.

Wege zur Ausführung der Erfindung Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine erste Anlage zur kontinuierli- chen Herstellung eines bedruckten Textilbandes, insbesondere eines Etikettenbandes. Die Anlage weist eine Liefervorrichtung 2 auf, bei der auf einer Achse 4 eine Vorratsrolle 6 einer Textilbahn 8 angeordnet ist. Die Textilbahn 8 ist über eine Richtvorrichtung 10 zu einer Druckstation 12 geführt. Die Richtvorrichtung 10 enthält zwei Rollen 14,16, über die die Textilbahn 8 meanderförmig geführt ist. Die Richtvorrichtung 10 dient dazu, die Textilbahn 8 stets in genauer Position bezüglich der Druckstation 12 zu halten. Vor der Druckstation 12 ist eine erste Längsschneidstation 18 angeordnet, die mittels eines Schneidelementes 20, beispielsweise in Form eines elektrisch beheizten Schmelzdrahtes 22 die Textilbahn 8 in zwei Textilbänder 24,26 unterteilt. Diese Textilbänder durchlaufen mit einer ersten Bandseite 27 eine gemeinsame Druckstation 12 mit einem Druckkopf 28, der längs eines Trä- gers 29 quer zu den Textilbändern 24,26 hin-und herverfahrbar ist. Der Druckkopf 28 ist vorzugsweise als Tintenstrahldrucker ausgebildet, der die Textilbänder 24,26 mit einer polymeri- sierbaren Farbe bedruckt. Der Druckstation 12 ist eine Fixier- station 30 nachgeschaltet, die den Druck mittels UV-Licht durch Polymerisation fixiert. Die Textilbänder 24,26 werden mittels Umlenkrollen 32A, 32B Wendestationen 34A, 34B zugeführt.

Die Wendestationen enthalten kreuzweise angeordnete Wendeorga- ne 36,38, beispielsweise Stäbe oder Rollen. An dem ersten Wen- deorgan 36 werden die Textilbänder 24 beziehungsweise 26 zunächst um 90° gegen das zweite Wendeorgan 38 umgelenkt und an letzterem erneut um 90'parallel zur Textilbahn 8 der Druckstation 12 zurückgeführt, sodass die Textilbänder 24 beziehungsweise 26 die Druckstation 12 mit der zweiten Band- seite 40 in entgegengesetzter Richtung zur ersten Bandseite 27 durchlaufen. Die zweite Bandseite 40 wird dann an der gleichen Druckstation 12 mit dem gleichen Druckkopf 28 in einem Ar- beitsgang bedruckt, wobei der Druck der zweiten Bandseite 40 bezüglich des Drucks der ersten Bandseite 27 phasenverschoben ist. Die zweite Bandseite 40 wird dann ebenfalls der gleichen Fixierstation 30 zugeführt, welche auch zum Fixieren des Drucks der ersten Bandseite dient.

Nach dem Bedrucken der ersten Bandseite 27 und der zweiten Bandseite 40 der Textilbänder 24,26 können diese beliebig weiter verarbeitet werden. Im einfachsten Fall können die Textilbänder 24,26 in nicht dargestellter Weise auf Vorrats- rollen aufgerollt oder in Abschnitte unterteilt werden. Die Figuren 1 bis 3 zeigen weitere Bearbeitungsmöglichkeiten, so wird das Textilband 24 nach der Fixiervorrichtung 30 an einer zweiten Langsschneidstation 42 erneut in Textilbänder 24A, 24B, 24C kleinerer Breite unterteilt, die an einer Quer- schneidstation 44 in Textilbandabschnitte 46 unterteilt und in einer Stapelvorrichtung 48 gestapelt werden. Die Längsschneid- station 42 enthält als Schmelzdrähte 22 ausgestaltete Schnei- delemente 20. Die Querschneidstation 44 ist mit einem quer zur Laufrichtung bewegbaren Schneidmesser 50 ausgestattet.

Das Textilband 26 der anderen Seite der Anlage wird ebenfalls einer Längsschneidstation 52 zugeführt, an der es mittels eines Schneidelementes 20 in Form eines elektrisch beheizten Schmelzdrahtes 22 in zwei Textilbänder 26A, 26B unterteilt wird. Der Längsschneidstation 52 ist eine Faltstation 54 nachgeschaltet, an der die Randbereiche 56 der Textilbänder 26A, 26B gegeneinander gefaltet werden. In einer nachgeschalte- ten Bandfixierstation 58 werden die gefalteten Bänder in ihrer Form fixiert. Hierzu weist die Fixierstation eine Heizwalze 60 und zwei Presswalzen 62 auf, die die gefalteten Bänder gegen die Heizwalze 60 drucken. In einer nachgeschalteten Quer- schneidstation 44 werden die so gefalteten Textilbänder 26A, 26B wiederum in Textilbandabschnitte 64 zerschnitten, die in einer Stapelvorrichtung 48 gestapelt werden.

Zur Steuerung der Anlage dient eine elektronische Steuervor- richtung 66, die insbesondere die Druckstation 12 mit dem Druckkopf 28 steuert und auch die übrigen Komponenten der Anlage aufeinander abstimmt.

Die Figur 4 zeigt die Anlage der Figuren 1 bis 3, wobei jedoch der rechte Teil der Anlage nach der Druckstation 12 derart quer zur Laufrichtung des Textilbandes verschoben ist, dass das Textilband 26 die Wendestation 34B nicht mehr durchläuft, sondern direkt der Längsschneidstation 52, der nachfolgenden Faltstation 54, der Bandfixierstation 58 und der Querschneid- station 44 und der Stapelvorrichtung 48 zugeführt wird. In diesem Falle wird nur die erste Bandseite 27 des Textilbandes 26 bedruckt. Die Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Anlage zum kontinuierlichen Herstellen eines bedruckten Tex- tilbandes, insbesondere eines Etikettenbandes. Diese Anlage weist eine Liefervorrichtung 68 für eine Textilbahn 70 auf, die auf einer Vorratsrolle 72 aufgewickelt ist. Die Breite der Textilbahn 70 beträgt ein Mehrfaches der Breite des bedruckten Textilbandes 74. Die Textilbahn 70 durchläuft von der Vorrats- rolle 72 kommend eine Richtvorrichtung 76 und gelangt dann zu einer Längsschneidstation 78, an der ein Schneidelement 80 in Form eines Schmelzdrahtes 82 ein Textilband 74 der gewünschten Breite von der Textilbahn 70 abtrennt. Das Textilband 74 gelangt dann zur Druckstation 84, an der ein Druckkopf 86 mit Druckeinheiten 88A, 88B, 88C für verschiedene Farben hinterein- ander angeordnet sind. Auch in diesem Fall handelt es sich um einen Tintenstrahldrucker, der zunächst die erste Bandseite 90 des Textilbandes 74 bedruckt. Der Druckstation ist ein Kon- trollsensor 92 nachgeschaltet, der das Druckbild auf Fehler überwacht.

An die Druckstation 84 und den Kontrollsensor 92 schliesst sich eine Fixierstation 94 an, die einen UV-Bereich 94A und einen IR-Bereich 94B aufweist. Im UV-Bereich 94A wird der Druck durch UV-Licht behandelt, zum Beispiel polymerisiert. Im IR-Bereich 94B erfolgt die Fixierung durch eine Wärmebehand- lung. An die Fixierstation 94 schliesst sich eine Wendestation 96 an, die eine quer zur Längsrichtung des Textilbandes an- geordnete Umlenkrolle 98 enthält, welche das Textilband 74 zur Druckstation 84 zurückführt. Das Textilband 74 gelangt mit seiner zweiten Bandseite 100 unter den Druckkopf 86 der Druck- station 84, durchwandert diese in entgegengesetzter Richtung zur ersten Bandseite 90 des Textilbandes 74 und wird somit im gleichen Arbeitsgang und mit der gleichen Druckstation 84 mit dem gleichen Druckkopf 86 in phasenverschobener Weise be- druckt. Das nunmehr zweiseitig bedruckte Textilband 74 gelangt über eine weitere Umlenkrolle 102 in die Fixierstation 94 und anschliessend zu einer. Abzugsvorrichtung 104, die gleichzeitig als weitere Bandfixierstation 106 ausgestaltet sein kann. Hierzu ist eine Walze 108 beheizt. An die Bandfixierstation 106 schliesst sich eine Querschneidstation 110 an, an der das bedruckte Band mittels einer Schneidvorrichtung 112 quer zur Laufrichtung in Textilbahnabschnitte 114, vorzugsweise Etiket- ten zerschnitten wird, die in einer Stapelvorrichtung 116 gestapelt werden.

Der nicht verwendete Textilbahnteil 118 wird über eine Umlenk- rolle 120 einer Aufnahmevorrichtung 122 zugeführt und vorzugs- weise zu einer Vorratsrolle 124 aufgewickelt.

Die Figur 6 zeigt aufeinander folgende bedruckte Textilbahnab- schnitte 114, die durch einen Trennbereich 126 voneinander getrennt sind. An diesem Trennbereich 126 arbeiten sämtliche Düsen des Druckkopfes 86 gleichzeitig, um diese zu reinigen.

Eine strichpunktiert angedeutete Absaugvorrichtung 128 führt überflüssige frei werdende Drucktinte ab.

Die Anlage der Figur 5 enthält wiederum eine elektronische Steuervorrichtung 130, die nicht nur die Druckstation 84 steuert sondern sämtliche Bauteile der Anlage und deren Funk- tionen aufeinander abstimmt.

Die Figur 7 zeigt einen Ausschnitt der Anlage der Figuren 1 bis 3 mit abgewandelten Wendestationen 132A, 132B. Die Textil- bänder 24,26 sind über erste Umlenkrollen 134A, 134B geführt, die unter einem kleinen Winkel zur Querrichtung der Textilbän- der geneigt sind und dadurch die Textilbänder 24,26 soweit von der ursprünglichen ankommenden Richtung auslenken bis sie ausserhalb der ursprünglichen ankommenden Richtung der Textil- bänder zweite Umlenkrollen 136A, 136B erreichen. Letztere sind analog derart geneigt angeordnet, dass die Textilbänder 24,26 wieder paralell zu und in Laufrichtung der ursprünglichen ankommenden Textilbänder umgelenkt und ausgerichtet werden.

Zwischen den ersten Umlenkrollen 134A, 134B und den zweiten Umlenkrollen 136A, 136B werden die Textilbänder um ihre eigene Längsachse verdreht, so dass sie nach den zweiten Umlenkrollen 136A, 136B mit ihrer zweiten Bandseite 40 oben liegen.

Anstelle der oder zusätzlich zur Richtvorrichtung kann die Anlage vor der Druckstation mit einem Sensor ausgestattet sein, der den Rand des Textilbandes abtastet, um die Lage des Randes zu bestimmen und danach den seitlichen Druckbeginn an dem Textilband zu bestimmen. Der Druckbeginn in Längsrichtung des Textilbandes kann durch Markierungen im Textilband be- stimmt werden, insbesondere dann, wenn das Textilband nicht neutral sondern bereits mit einem beispielsweise eingewebten Grundmuster versehen ist.

Es sind zahlreiche weitere Ausführungsbeispiele denkbar, wobei insbesondere auch Teilausführungen der Ausführungsbeispiele untereinander kombinierbar sind.

BEZUGSZEICHENLISTE 2 Liefervorrichtung 4 Achse 6 Vorratsrolle 8 Textilbahn 10 Richtvorrichtung 12 Druckstation 14 Rolle<BR> 16 Rolle 18 Längsschneidstation 20 Schneidelement 22 Schmelzdraht 24 Textilband 24A Textilband 24B Textilband 24C Textilband 26 Textilband 26A Textilband 26B Textilband 27 erste Bandseite 28 Druckkopf 29Träger 30 Fixierstation 32A Umlenkrolle 32B Umlenkrolle 34A Wendestation 34B Wendestation 36 Wendeorgan 38 Wendeorgan 40 zweite Bandseite 42 Längsschneidstation 44 Querschneidstation 46 Textilbandabschnitt 48 Stapelvorrichtung 50 Schneidmesser 52 Längsschneidstation 54 Faltstation 56 Randbereich 58 Bandfixierstation 60 Heizwalze 62 Presswalze 64 Textilbandabschnitt 66 Steuervorrichtung 68 Liefervorrichtung 70 Textilbahn 72 Vorratsrolle 74 Textilband 76 Richtvorrichtung 78 Längsschneidstation 80 Schneidelement 82 Schmelzdraht 84 Druckstation 86 Druckkopf 88A Druckeinheit 88B Druckeinheit 88C Druckeinheit 90 erste Bandseite 92 Kontrollsensor 94 Fixierstation <BR> <BR> 94A UV-Bereich<BR> 94B IR-Bereich 96 Wendestation 98 Umlenkrolle 100 zweite Bandseite 102 Umlenkrolle 104 Abzugsvorrichtung 106 Bandfixierstation 108 Walze 110 Querschneidstation 112 Schneidvorrichtung 114 Textilbandabschnitte 116 Stapelvorrichtung 118 Textilbahnteil 120 Umlenkrolle 122 Aufnahmevorrichtung 124 Vorratsrolle 125 Druck 126 Trennbereich 128 Absaugvorrichtung 130 Steuervorrichtung 132A Wendestation 1323 Wendestation 134A erste Umlenkrolle 134B erste Umlenkrolle 136A zweite Umlenkrolle 136B zweite Umlenkrolle