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Title:
INSTALLATION ELEMENT FOR USE IN COOLING TECHNOLOGY, IN WATER TREATMENT, OR IN MASS TRANSFER AND METHOD FOR PRODUCING SUCH AN INSTALLATION ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/144716
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an installation element (1) for use in cooling technology, in water treatment, or in mass transfer. The installation element (1) is self-supporting and is composed of a plurality of plies (10), which are at least partially spatially structured and which are connected to each other. Adjacent plies (10) form flow paths (14) for a liquid and/or for a gaseous medium between said adjacent plies. The installation element (1) according to the invention is characterized in that at least some of the plies (10) are composed of an at least three-layer coextruded plastic film, that a center layer (11) of the three-layer plastic film is a mechanically supporting plastic layer, and that the two outer layers (12, 13) of the three-layer plastic film either are composed of a plastic having application-specific properties or are plastic layers each having at least one additive, which is added to the plastic and which gives application-specific properties to the outer layers. The invention further relates to a method for producing such an installation element (1).

Inventors:
NEUMANN, Ingo (Max-Heinhold-Straße 63, Hamm, 59073, DE)
Application Number:
EP2015/056277
Publication Date:
October 01, 2015
Filing Date:
March 24, 2015
Export Citation:
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Assignee:
GEA 2H WATER TECHNOLOGIES GMBH (Dieselweg 5, Wettringen, 48493, DE)
International Classes:
F28F25/08; C02F1/00; F24F5/00; F28D9/00; F28D21/00
Domestic Patent References:
WO2013091099A12013-06-27
WO2008088159A12008-07-24
Foreign References:
EP1538398A22005-06-08
DE102006061043A12008-06-26
US20030203183A12003-10-30
US20140014289A12014-01-16
DE102005041846A12007-03-08
DE102008004186A12008-07-24
DE10357307A12005-07-14
Attorney, Agent or Firm:
LINNEMANN, Winfried et al. (Schulze Horn & Partner GbR, Von-Vincke-Str. 4, Münster, 48143, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1 . Einbauelement (1 ) zur Verwendung in der Kühltechnik, in der Wasseraufbereitung oder im Stoffaustausch, wobei das Einbauelement (1 ) selbsttragend ist und aus mehreren Lagen (10) gebildet ist, die zumindest zum Teil räumlich strukturiert sind und die miteinander verbunden sind, wobei benachbarte Lagen (10) zwischen sich Strömungswege (14) für ein flüssiges und/oder für ein gasförmiges Medium ausbilden,

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest ein Teil der Lagen (10) aus einer mindestens dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie gebildet ist,

dass eine mittlere Schicht (1 1 ) der dreischichtigen Kunststofffolie eine mechanisch tragende Kunststoffschicht ist und

dass die beiden äußeren Schichten (12, 13) der dreischichtigen Kunststofffolie entweder aus einem anwendungsspezifische Eigenschaften aufweisenden Kunststoff bestehen oder Kunststoffschichten mit jeweils wenigstens einem dem Kunststoff zugesetzten, den äußeren Schichten anwendungsspezifische Eigenschaften verleihenden Zusatzstoff sind.

2. Einbauelement nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzstoff ein antibakterieller oder ein einen mikrobiellen Bewuchs fördernder oder ein brandhemmender oder ein oberflächenspannungsvermindernder oder ein resistenzerhöhender Stoff ist.

3. Einbauelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff Polypropylen (PP) oder Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyethylen (PE) oder Polyvinylidenfluorid (PVDF) ist.

4. Einbauelement nach einen der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Schicht (1 1 ) der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffo- lie eine Dicke aufweist, die wenigstens 50%, vorzugsweise wenigstens 70 %, der Dicke der gesamten Lage (10) beträgt.

5. Einbauelement nach einen der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Schicht (1 1 ) der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie einen mechanischen Verstärkungsstoff, vorzugsweise Talkum oder Glasfasern oder Kohlenstofffasern, enthält.

6. Einbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Kühlturm- oder Luftbefeuchter-Einbauelement ist und dass die äußeren Schichten (12, 13) der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie als anwendungsspezifische Eigenschaft eine antibakterielle und/oder eine oberflächenspannungsvermindernde Eigenschaft aufweisen.

7. Einbauelement nach einen der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Kläranlagen- oder Fischzuchtanlagen-Einbauelement ist und dass die äußeren Schichten (12, 13) der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie als anwendungsspezifische Eigenschaft eine einen Bewuchs mit Schadstoffe abbauenden Mikroorganismen fördernde Eigenschaft aufweisen.

8. Einbauelement nach einen der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Stoffaustauscher-Einbauelement ist und dass die äußeren Schichten (12, 13) der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie als anwendungsspezifische Eigenschaft eine die chemische Resistenz gegen die im Einbauelement in Stoffaustausch tretenden Medien erhöhende Eigenschaft aufweisen.

9. Einbauelement nach einen der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Lagen (10) oder vorab gebildete Lagenpakete des Einbauelementes (1 ) miteinander punktuell verbunden, insbesondere verschweißt oder verklebt oder mechanisch verklipst, sind.

10. Verfahren zum Herstellen eines Einbauelementes (1 ) zur Verwendung in der Kühltechnik, in der Wasseraufbereitung oder im Stoffaustausch, insbesondere eines Einbauelementes (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Einbauelement (1 ) selbsttragend ist und aus mehreren Lagen (10) gebildet wird, die zumindest zum Teil räumlich strukturiert sind und die miteinander verbunden werden, wobei benachbarte Lagen (10) zwischen sich Strömungswege (14) für ein flüssiges und/oder für ein gasförmiges Medium ausbilden,

dadurch gekennzeichnet,

dass zumindest ein Teil der Lagen (10) mittels Coextrusion in Form einer mindestens dreischichtigen Kunststofffolie erzeugt wird,

dass eine mittlere Schicht (1 1 ) der dreischichtigen Kunststofffolie als mechanisch tragende Kunststoffschicht erzeugt wird und

dass die beiden äußeren Schichten (12, 13) der dreischichtigen Kunststofffolie entweder aus einem anwendungsspezifische Eigenschaften aufweisenden Kunststoff erzeugt werden oder in Form von Kunststoffschichten mit jeweils wenigstens einem dem Kunststoff zugesetzten, den äußeren Schichten (12, 13) anwendungsspezifische Eigenschaften verleihenden Zusatzstoff erzeugt werden.

1 1 . Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die dreischichtige Kunststofffolie nach dem Extrudieren als Folienbahn einem formgebenden Werkzeug (27) stetig zugeführt wird, in welchem die Folienbahn stetig zu einer räumlichen Struktur geformt wird, dass nach einem die Formung fixierenden Abkühlen von der Folienbahn Abschnitte abgeschnitten werden und dass jeweils mehrere Abschnitte oder Abschnittspakete zu einem Einbauelement (1 ) oder Einbauelementblock miteinander verbunden werden.

12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die dreischichtige Kunststofffolie nach dem Extrudieren abgekühlt und in Abschnitte zerschnitten wird, dass die Abschnitte taktweise einem formgebenden Werkzeug (27) zugeführt werden, in welchem die Folienbahn durch Thermofor- mung zu einer räumlichen Struktur geformt wird, und dass nach einem die Formung fixierenden Abkühlen jeweils mehrere Abschnitte oder Abschnittspakete zu einem Einbauelement (1 ) oder Einbauelementblock miteinander verbunden werden.

13. Verfahren nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbauelementblöcke mit einer Größe hergestellt werden, die größer ist als die Größe der Einbauelemente (1 ) und dass aus den Einbauelementblöcken anschließend Einbauelemente (1 ) gewünschter Abmessungen ab- oder ausgeschnitten werden.

Description:
Beschreibung:

Einbauelement zur Verwendung in der Kühltechnik, in der Wasseraufbereitung oder im Stoffaustausch und Verfahren zur Herstellung eines solchen Einbauelementes

Die Erfindung betrifft ein Einbauelement zur Verwendung in der Kühltechnik, in der Wasseraufbereitung oder im Stoffaustausch, wobei das Einbauelement selbsttragend ist und aus mehreren Lagen gebildet ist, die zumindest zum Teil räumlich strukturiert sind und die miteinander verbunden sind, wobei benachbarte Lagen zwischen sich Strömungswege für ein flüssiges und/oder für ein gasförmiges Medium ausbilden.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Einbauelementes.

Aus der DE 103 57 307 A1 ist ein Kontaktkörper, insbesondere für einen Verduns- tungsbefeuchter, bekannt, wobei der Kontaktkörper aus mehreren Lagen, die zumindest zum Teil räumlich strukturiert sind und die miteinander verbunden sind, gebildet ist, wobei benachbarte Lagen zwischen sich luftdurchlässige Strömungswege ausbilden, wobei der Kontaktkörper einerseits mit zu verdunstendem Wasser beschickbar und andererseits von einem Luftstrom unter Befeuchtung und Kühlung der Luft durchströmbar ist. In einer ersten Ausführung sind im Kontaktkörper zwei Arten von Lagen vorgesehen, wobei eine erste Art von Lagen aus einem selbsttragenden Material und eine zweite Art von Lagen aus einem saugfähigen, nichttragenden Material besteht. Das die zweite Art von Lagen bildende Material kann einseitig oder beidseitig auf jeweils eine Lage der ersten Art aufkaschiert sein. In einer zweiten Ausführung ist das die Lagen bildende Material ein geformtes Geotextil oder ein geformtes Vlies oder ein geformter poröser Kunststoff. Vorzugsweise ist in das Geotextil oder Vlies ein mechanisch und/oder thermisch formbares oder zunächst flüssiges und in einer formgebenden Form aushärtbares, tragendes Zusatzmaterial eingemischt oder eingelegt. Der Kunststoff ist hier bevorzugt ein durch vorherige Zugabe eines Schäumadditivs bei seiner Formgebung thermisch aufschäumbarer, offene Poren ausbildender Kunststoff. Erwähnt ist in dieser Schrift zum Stand der Technik auch, dass ein antibakteriell wirkendes Additiv in das Material/die Materialien der Lagen eingebettet und/oder auf dieses/diese aufgetragen sein kann.

Als nachteilig wird bei diesem Stand der Technik angesehen, dass der Kontaktkörper entweder in seiner Herstellung aufwendig ist, wenn verschiedenen Materialien aufeinander kaschiert werden, oder eine relativ geringe mechanische Stabilität aufweist, wenn als Material für die Lagen ein Geotextil oder Vlies oder Schaumkunststoff verwendet wird.

Für die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, ein Einbauelement der eingangs genannten Art zu schaffen, das die angegebenen Nachteile des Standes der Technik vermeidet und das insbesondere kostengünstig herstellbar ist, dem mit geringen Aufwand anwendungsspezifische Eigenschaften verliehen werden können und das eine hohe mechanische Stabilität und lange Haltbarkeit im Einsatz aufweist.

Die Lösung des das Einbauelement betreffenden Teils der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem Einbauelement der eingangs genannten Art, das dadurch gekennzeichnet ist,

- dass zumindest ein Teil der Lagen aus einer mindestens dreischichtigen

coextrudierten Kunststofffolie gebildet ist,

- dass eine mittlere Schicht der dreischichtigen Kunststofffolie eine mechanisch tragende Kunststoffschicht ist und

- dass die beiden äußeren Schichten der dreischichtigen Kunststofffolie entweder aus einem anwendungsspezifische Eigenschaften aufweisenden Kunststoff bestehen oder Kunststoffschichten mit jeweils wenigstens einem dem Kunststoff zugesetzten, den äußeren Schichten anwendungsspezifische Eigenschaften verleihenden Zusatzstoff sind.

Dadurch, dass erfindungsgemäß die Lagen aus einem Dreischichtsystem oder noch mehr Schichten bestehen, können den verschiedenen Schichten verschiedene Eigenschaften und Funktionen zugeordnet werden, für die sie jeweils optimiert sind. Durch die Coextrusion sind die Folien für die Lagen des Einbauelementes relativ einfach und schnell produzierbar, sodass große Stückzahlen von Einbaukörpern sehr wirtschaftlich erzeugt werden können. Insbesondere können die äußeren Schichten aus einem höherwertigen Kunststoffmaterial mit für den jeweiligen Anwendungsfall gewünschten oder notwendigen spezifischen Eigenschaften, insbesondere Oberflächeneigenschaften und/oder biologischen oder chemischen Eigenschaften, bestehen, während die mittlere Schicht aus einem gängigen, kostengünstigen Kunststoffmaterial besteht. Dies ist insofern vorteilhaft, als dass es in den oben genannten Anwendungen oft um Oberflächeneigenschaften der Lagen des Einbau- elementes geht, so dass die mittlere Schicht vor allem mechanische Stabilität bringt, aber keine anderen speziellen Eigenschaften erfüllen muss. Die Kunststoffmaterialien mit den angesprochenen spezifischen Oberflächeneigenschaften oder biologischen oder chemischen Eigenschaften sind dagegen aber verhältnismäßig teuer, so dass der Einsatz dieser Kunststoffmaterialien in der gesamten Dicke der Lagen, wie dies in der Praxis bisher üblich ist, nur zu bedingt verkaufsfähigen Produkten führte. Dieser Nachteil wird mit der vorliegenden Erfindung vollkommen behoben und vermieden.

Alle Schichten der coextrudierten Folie können aus dem gleichen Grund-Kunststoff bestehen, wobei der Grund-Kunststoff in der mittleren Schicht bevorzugt in purer Form verwendet wird, während er in den äußeren Schichten z. B. mit die gewünschten spezifischen Eigenschaften bewirkenden Zusatzstoffen oder Zuschlägen versehen ist. Die Schichten der coextrudierten Folie können auch aus unterschiedlichen Grund-Kunststoffen bestehen, solange die Kunststoffe sich bei der Coextrusion zu der drei- oder mehrschichtigen Folie verarbeiten lassen.

Um dem erfindungsgemäßen Einbauelement für seine relevanten Einsatzfälle geeignete und optimale Eigenschaften zu verleihen, ist insbesondere vorgesehen, dass der Zusatzstoff ein antibakterieller oder ein einen mikrobiellen Bewuchs fördernder oder ein brandhemmender oder ein oberflächenspannungsvermindernder oder ein resistenzerhöhender Stoff ist. Je nach den Einsatzbedingungen des Ein- bauelementes kann eine Eigenschaft für sich durch einen einzigen Zusatzstoff erzeugt werden. Es ist aber auch möglich, mehrere verschiedene Zusatzstoffe einzusetzen, um mehrere gewünschte Eigenschaften gleichzeitig zu erzeugen. Die genaue Art und Dosierung des jeweiligen Zusatzstoffes wählt der Fachmann mit seinem Fachwissen aus, da ihm geeignete Zusatzstoffe zur Erzielung bestimmter gewünschter Kunststoffeigenschaften an sich bekannt sind. Bei Bedarf können für das Auswählen der am besten geeigneten Zusatzstoffe und deren optimale Dosierung auch relativ einfache Versuche durchgeführt werden. Z. B. sind Silberionen ein an sich bekannter antibakteriell wirkender Zusatzstoff.

Im Hinblick auf die an das erfindungsgemäße Einbauelement bei seiner Herstellung und in seinem Einsatz gestellten Anforderungen ist bevorzugt der Kunststoff für die coextrudierten Folien zur Bildung der Lagen Polypropylen (PP) oder Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyethylen (PE) oder Polyvinylidenfluorid (PVDF).

Eine besonders wirtschaftliche Fertigung des Einbauelementes wird erreicht, wenn, wie bevorzugt vorgesehen, die mittlere Schicht der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie eine Dicke aufweist, die wenigstens 50%, vorzugsweise wenigstens 70 %, der Dicke der gesamten Lage beträgt. Die Folie besteht so zur Hälfte oder mehr aus dem kostengünstigen, einfachen Grund-Kunststoff.

Um das Einbauelement bei möglichst geringem Gewicht möglichst stabil und haltbar zu gestalten, kann die mittlere Schicht der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie einen mechanischen Verstärkungsstoff, vorzugsweise Talkum oder Glasfasern oder Kohlenstofffasern, enthalten. Mittels eines solchen Zusatzstoffes kann die mittlere Schicht bei gleicher mechanischer Stabilität mit einer geringeren Materialstärke ausgeführt werden, was vorteilhaft Material und Gewicht spart.

In einer konkreteren Ausführung ist das Einbauelement ein Kühlturm- oder Luftbe- feuchter-Einbauelement und die äußeren Schichten der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie weisen als anwendungsspezifische Eigenschaft eine antibakterielle und/oder eine oberflächenspannungsvermindernde Eigenschaft auf. Mit der antibakteriellen Eigenschaft wird erreicht, dass z.B. die Entwicklung und der Austrag von Legionellen oder anderen störenden oder gefährlichen Mikroorganismen verhindert werden. Die oberflächenspannungsvermindernde Eigenschaft sorgt für eine gute Benetzung der Lagen des Einbauelementes mit der dieses durchströmenden Flüssigkeit und stellt einen hohen Wirkungsgrad des Einbauelementes beim Wärmeaustausch oder bei der Luftbefeuchtung sicher.

In einer anderen konkreteren Ausführung ist das Einbauelement ein Kläranlagenoder Fischzuchtanlagen-Einbauelement und die äußeren Schichten der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie weisen als anwendungsspezifische Eigenschaft eine einen Bewuchs mit Schadstoffe abbauenden Mikroorganismen fördernde Ei- genschaft auf. Die hier gewünschte Eigenschaft ist insbesondere eine Oberflächenstruktur der Lagen, die einen guten Halt für den Bewuchs bietet. Eine weitere hier günstige Eigenschaft kann eine zusätzliche Nährstoffversorgung für den Bewuchs sein.

In einer weiteren konkreteren Ausführung ist das Einbauelement ein Stoffaustau- scher-Einbauelement und die äußeren Schichten der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie weisen als anwendungsspezifische Eigenschaft eine die chemische Resistenz gegen die im Einbauelement in Stoffaustausch tretenden Medien erhöhende Eigenschaft auf. Beispielsweise können die in Stoffaustausch tretenden Medien chemisch ätzend sein. Durch entsprechende geeignete Auswahl des Grund- Kunststoffes und/oder der Zusatzstoffe werden dann die äußeren Schichten der Lagen gegen diese Einflüsse widerstandfähig gemacht, wobei auch hier der Fachmann aufgrund seines Fachwissens die geeigneten Grund-Kunststoffe und Zusatzstoffe auswählt.

Um dem Einbauelement bei einfacher und wirtschaftlicher Fertigung eine gute mechanische Stabilität zu verleihen, sind bevorzugt die einzelnen Lagen oder vorab gebildete Lagenpakete des Einbauelementes miteinander punktuell verbunden, insbesondere verschweißt oder verklebt oder mechanisch verklipst.

Die Lösung des das Verfahren zum Herstellen eines Einbauelementes betreffenden Teils der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10, welches dadurch gekennzeichnet ist,

- dass zumindest ein Teil der Lagen mittels Coextrusion in Form einer mindestens dreischichtigen Kunststofffolie erzeugt wird,

- dass eine mittlere Schicht der dreischichtigen Kunststofffolie als mechanisch tragende Kunststoffschicht erzeugt wird und

- dass die beiden äußeren Schichten der dreischichtigen Kunststofffolie entweder aus einem anwendungsspezifische Eigenschaften aufweisenden Kunststoff erzeugt werden oder in Form von Kunststoffschichten mit jeweils wenigstens einem dem Kunststoff zugesetzten, den äußeren Schichten anwendungsspezifische Eigenschaften verleihenden Zusatzstoff erzeugt werden. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Einbauelemente der vorstehend beschriebenen Art mit gewünschten, einsatzspezifischen Eigenschaften wirtschaftlich herstellen.

Für das Verfahren gemäß Erfindung ist weiter vorgesehen, dass die dreischichtige Kunststofffolie nach dem Extrudieren als Folienbahn einem formgebenden Werkzeug stetig zugeführt wird, in welchem die Folienbahn stetig zu einer räumlichen Struktur geformt wird, dass nach einem die Formung fixierenden Abkühlen von der Folienbahn Abschnitte abgeschnitten werden und dass jeweils mehrere Abschnitte oder Abschnittspakete zu einem Einbauelement oder Einbauelementblock miteinander verbunden werden. In dieser Verfahrensausgestaltung ist eine kontinuierliche Produktion vorgesehen, womit große Stückzahlen an Einbauelementen günstig herstellbar sind.

Alternativ wird eine Verfahrensausgestaltung vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet, dass die dreischichtige Kunststofffolie nach dem Extrudieren abgekühlt und in Abschnitte zerschnitten wird, dass die Abschnitte taktweise einem formgebenden Werkzeug zugeführt werden, in welchem die Folienbahn durch Thermofor- mung zu einer räumlichen Struktur geformt wird, und dass nach einem die Formung fixierenden Abkühlen jeweils mehrere Abschnitte oder Abschnittspakete zu einem Einbauelement oder Einbauelementblock miteinander verbunden werden. Hier erfolgt eine taktweise Fertigung, bei der die Möglichkeit besteht, Zwischenprodukte, hier ungeformte und geformte Folienabschnitte, zwischenzulagern und erst bei Bedarf oder nach einem Transport an einen anderen Ort weiter zu bearbeiten und zu verarbeiten.

Schließlich ist in Weiterbildung der beiden zuletzt beschriebenen Verfahrensausgestaltungen erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Einbauelementblöcke mit einer Größe hergestellt werden, die größer ist als die Größe der Einbauelemente und dass aus den Einbauelementblöcken anschließend Einbauelemente gewünschter Abmessungen ab- oder ausgeschnitten werden. Vorzugsweise haben die Einbauelementblöcke dabei eine Größe, die einem ganzzahligen Vielfachen der Größe eines Einbauelementes entspricht, um Verschnitt und Abfall zu vermeiden.

Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen: Figur 1 einen Ausschnitt aus einem aus mehreren Lagen bestehenden Ein- bauelement, in Ansicht auf eine der Lagenstirnseiten,

Figur 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus einer dreischichtigen Lage des Ein- bauelementes aus Figur 1 , und

Figur 3 eine schematisch dargestellte Extruderanordnung zur Coextrusion von dreischichtigen Kunststofffolien für die Lagen des Einbauelementes.

Figur 1 der Zeichnung zeigt einen Ausschnitt aus einem aus mehreren Lagen 10 bestehenden Einbauelement 1 , in Ansicht auf eine der Lagenstirnseiten, wobei hier lediglich drei Lagen 10 gezeigt sind; der Praxis ist bei einem üblichen Einbauelement 1 die Anzahl der Lagen 10 wesentlich größer.

Die einzelnen Lagen 10 bestehen jeweils aus einer eine wellige Form aufweisenden Kunststofffolie, wobei hier die Wellen so gegeneinander versetzt sind, dass sich abwechselnd Bereiche, in denen zwei Lagen 10 aneinander anliegen, und Bereiche, in denen die zwei Lagen 10 Strömungswege 14 für ein oder mehrere das Einbauelement 1 in seinem Einsatz durchströmende Medien zwischen sich ausbilden, ergeben.

In den aneinander anliegenden Bereichen zweier Lagen 10 sind diese mittels Verbindungspunkten 15 in ausreichender Anzahl und geeigneter Verteilung und Dichte miteinander verbunden, beispielsweise verschweißt oder verklebt oder mechanisch verklipst. Die miteinander verbundenen Lagen 10 bilden dann ein Einbauelement 1 , das beispielsweise Quaderform hat und so stabil ist, dass es einen selbsttragenden Körper bildet.

Die Wellen in den Lagen 10 können senkrecht zu der dem Betrachter zugewandten Stirnkante der Lagen 10 oder auch unter einem schrägen Winkel dazu ausgerichtet sein. Die Wellen benachbarter Lagen 10 können dabei parallel oder auch einander überkreuzend verlaufen. Figur 2 zeigt einen Ausschnitt aus einer Lage 10 des Einbauelementes 1 aus Figur 1 in vergrößerter Darstellung. Die Lage 10 besteht hier aus einer Kunststofffolie aus drei Schichten 1 1 , 12 und 13, die durch Coextrusion erzeugt ist.

Eine mittlere Schicht 1 1 besteht aus einem gängigen Kunststoff, der keine speziellen Eigenschaften aufweisen muss, und bildet im Wesentlichen den tragenden Teil der Lage 10. Besonders geeignet sind hier Kunststoffe wie Polypropylen (PP) oder Polyvinylchlorid (PVC) oder Polyethylen (PE) oder Polyvinylidenfluorid (PVDF).

Beiderseits der mittleren Schicht 1 1 ist je eine äußere Schicht 12, 13 angeordnet, die jeweils ebenfalls aus Kunststoff besteht, welcher hier, anders als in der mittleren Schicht 1 1 , jedoch entweder von sich aus besondere, anwendungsspezifische Eigenschaften aufweist oder dem durch einen oder mehrere Zusatzstoffe anwendungsspezifische Eigenschaften verliehen sind.

Je nach Einsatz des Einbauelementes 1 sind unterschiedliche anwendungsspezifische Eigenschaften gewünscht oder notwendig.

Bei einem Einsatz des Einbauelementes 1 in einem Kühlturm ist beispielsweise eine antibakterielle Eigenschaft der äußeren Schichten 12, 13 erwünscht, um eine Vermehrung und Austragung von gefährlichen Mikroorganismen, wie Legionellen, zu vermeiden. Ein hier geeigneter Zusatzstoff mit antibakterieller Wirkung sind beispielsweise Silberionen. Für den gleichen Anwendungsfall ist häufig auch eine die Oberflächenspannung der über die Lagen 10 fließenden Flüssigkeiten vermindernde Eigenschaft der äußeren Schichten 12, 13 der Lagen 10 erwünscht, die durch einen oder mehrere die entsprechende Eigenschaft hervorrufende Zusatzstoffe erreicht werden kann.

Bei einem Einsatz des Einbauelementes 1 als Kläranlagen- oder Fischzuchtanla- gen-Einbauelement ist es erwünscht, dass die äußeren Schichten 12, 13 der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie als anwendungsspezifische Eigenschaft eine einen Bewuchs mit Schadstoffe abbauenden Mikroorganismen fördernde Eigenschaft aufweisen. Die Eigenschaft kann hierzu z.B. eine bestimmte Oberflächen- rauigkeit für einen guten Halt der anzusiedelnden Mikroorganismen und/oder eine zumindest für eine Startphase der Mikroorganismenbesiedelung hilfreiche, zeitlich begrenzte Nährstoffversorgung sein. Wenn das Einbauelement 1 ein Stoffaustauscher-Einbauelement ist, dann weisen zweckmäßig die äußeren Schichten 12, 13 der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie als anwendungsspezifische Eigenschaft eine die chemische Resistenz gegen die im Einbauelement in Stoffaustausch tretenden Medien erhöhende Eigenschaft auf. Da die mittlere Schicht der dreischichtigen coextrudierten Kunststofffolie durch die beiden äußeren Schichten abgedeckt ist und daher nicht mit den ggf. aggressiven Medien in Kontakt tritt, braucht die mittlere Schicht keine erhöhte Resistenz aufzuweisen.

Figur 3 schließlich zeigt eine schematisch dargestellte Extruderanordnung zur Coextrusion von dreischichtigen Kunststofffolien für die Lagen 10 des Einbauele- mentes 1 .

Rechts in Figur 3 sind zwei Gruppen von je drei Vorratsbehältern 21 , 22 und 23 beziehungsweise 21 ', 22' und 23' dargestellt, in welchen Kunststoffgranulate sowie Zusatzstoffe für die Coextrusion der Folien vorgehalten werden. Über nicht dargestellte Förder- und Dosiereinrichtungen sind die Vorratsbehälter 21 , 22 und 23 mit einem ersten Schneckenförderer 24 verbunden, in welchem eine plastifizierte Kunststoffmasse erzeugt wird. Ebenfalls über nicht dargestellte Förder- und Dosiereinrichtungen sind die Vorratsbehälter 21 ', 22' und 23' mit einem zweiten Schneckenförderer 24' verbunden, in welchem ebenfalls eine plastifizierte Kunststoffmasse, gegebenenfalls unter Zusatz von bestimmte, gewünschte Eigenschaften hervorrufenden Zusatzstoffen, erzeugt wird.

Die plastifizierten Kunststoffmassen werden mittels der Schneckenförderer 24 und 24' durch je einen Zuführkanal 25 beziehungsweise 25' einer gemeinsamen Extrusi- onsdüse 26 zugeführt, in der die die Lagen 10 bildende Folie mit ihren drei Schichten 1 1 , 12 und 13 durch Coextrusion erzeugt wird. Dazu wird in der Düse 26 die plastifizierte Kunststoffmasse aus dem zweiten Schneckenförderer 24' in Form je eines flachen Strangs zur Oberseite und Unterseite der ebenfalls in Form eines flachen Strangs ausgetragenen plastifizierten Kunststoffmasse aus dem ersten Schneckenförderer 24 geführt, um so durch deren Coextrusion die dreischichtige, in sich zusammenhängende Folie zu erzeugen. Nach dem Verlassen der Düse 26 wird die dreischichtige Folie durch ein formgebendes Werkzeug 27 geführt, um der Folie die gewünschte räumliche Struktur, hier eine Wellung, zu geben.

Nach einem Abkühlen der Folienbahn und Zuschneiden in Folienbahnabschnitte können die so erzeugten Lagen 10 übereinandre angeordnet und miteinander zu dem Einbauelement 1 nach Figur 1 verbunden werden.

Bezugszeichenliste:

Zeichen Bezeichnung

1 Einbauelement

10 Lagen von 1

1 1 mittlere Schicht von 10 12, 13 äußere Schichten von 10

14 Strömungswege in 1

15 Verbindungspunkte in 1

2 Extruderanordnung 21 , 22, 23 erste Vorratsbehälter 21 ', 22', 23' zweite Vorratsbehälter 24, 24' Schneckenförderer 25, 25' Zuführkanäle

26 Extrusionsdüse

27 formgebendes Werkzeug