| 1. | Anlage zum automatischen Zuführen von vollen Kannen zu und zum Abführen leerer Kannen von Spinnstellen einer Spinnmasch ne, mit einer Versorgungsstation (24), die über eine Förderanlage (20) mit mindestens einem selbstän¬ dig fahrbaren Förderwagen (22) mit den Spinnstellen (4. bis 4 ) längs einer Sp nnmaschine (2. bis 2,) verbunden n ' . 1 3 ist, wobei der Förderwagen (22) quer zur Fahrrichtung ausfahrbare Ausleger (46, 48, 50) aufweist, von denen ein erster Ausleger (46) zur Aufnahme und Abgabe einer vollen Kanne (V) und der zweite Ausleger (48) zur Aufnahme und Abgabe einer leeren Kanne (L) ausgebildet ist, wobei die Spinnstellen (4„ bis 4 ) mit Befehlsgebern (42. bis 42 ) . 1 π 1 n zum Abrufen des Förderwagens (22) ausgestattet sind und der Förderwagen (22) eine erste Steuervorrichtung (28) für einen automatischen Fahrbetrieb und eine zweite Steu¬ ervorrichtung (30) zum automatischen Aufnehmen und Abge¬ ben der Kannen (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderwagen (22) einen dritten quer zur Fahrrichtung ausfahrbaren Ausleger (50) aufweist, der vorzugsweise zwischen dem ersten und dem zweiten Ausleger (46, 48) angeordnet ist und zum zeitlich begrenzten Erfassen einer an der SpinnstelLe (4. bis 4 ) im Einsatz befindlichen 1 n Kanne (E) dient, um eine hinter dieser Kanne stehende leere Kanne (L) zu erfassen. |
| 2. | Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass je¬ der Ausleger (46, 48, 50) eine vertikale Tragsäule (52) aufweist, die sich vorzugsweise über Rollen (54) am Boden (14) abstützt und am quer zum Förderwagen ausfahrbaren Schubstangen (56, 58) gehalten ist und in der unteren Hälfte seitliche Stützarme (64) für die Kanne und am obe¬ ren Ende einen Halter (66, 72, 80) für die Kanne aufweist. |
| 3. | Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragsäule (52) am unteren Ende einen Stützansatz (68) zum Absetzen der Kanne aufweist. |
| 4. | Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (66) als verti al bewegbarer Niederhalter ausge¬ bildet ist, der die Kanne vorzugsweise übergreift. |
| 5. | Anlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Niederhalter (66) nahe der Tragsäule (52) ein in die Kan¬ ne eingreifender Halteansatz (70) angeordnet ist. |
| 6. | Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (72) als vertikal bewegbarer Arm (74, 82) ausge¬ bildet ist, der am oberen Rand der Kanne festklemmbare Klemmbacken (76, 78, 84, 86) aufweist. |
| 7. | Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ei¬ ner der Klemmbacken (84) feststehend, vertikal ausgerich¬ tet nahe der Tragsäule (52) angeordent ist und der andere Klemmbacken (86) in geöffneter Stellung horizontal ausge¬ richtet ist und gegen den feststehenden Klemmbacken (84) verschwenkbar ist. |
| 8. | Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausleger (46, 48, 50) auf das Gewicht der aufzunehmenden Kanne ansprechende Sensoren (88) aufweisen, die mit der zweiten Steuervorrichtung (30) verbunden sind. |
| 9. | Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderanlage als schienenlose F lu fö rderan Lage ausgebil¬ det i st . |
| 10. | Verfahren zum Betrieb der Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Förderwagen (22) zuerst mit sei¬ nem dr tten Ausleger (50). an der Spinnstelle (4Q ) anhält o und eine vordere, in der ersten Reihe (10) stehende, im Einsatz befindliche Kanne (E) vorholt und hält, worauf der Förderwagen (22) mit seinem zweiten Ausleger (48) an die Spinnstelle (4.) fährt und mittels des zweiten Ausle o gers (48) die hintere, in der zweiten Reihe (12) stehende leere Kanne (L) zum Förderwagen (22) bringt, daraufhin fährt der Förderwagen (22) wieder mittels seines dritten Auslegers (50) an die Spinnstelle C4_) und stelle durch o Ausfahren des dritten Auslegers (50) die im Einsatz be¬ findliche Kanne (E) hinten in der zweiten Reihe (12) ab, worauf der Fö'rderwagen (22) nach Zurückziehen des dritten Auslegers (50) mit seinem ersten Ausleger (46) vor die Spinnstelle (4„ ) gefahren ird und der erste Ausleger , ö (46) die volle Kanne (V) vorne in der ersten Reihe (10) abstel It . |
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum automatischen Zuführen von vollen Kannen zu und zum Abführen leerer Kannen von Spinn- stellen einer Spinnmaschine gemäss Oberbegriff des Anspruches 1, sowie ein Verfahren zum Betrieb der Anlage.
In Spinnereien werden häufig mehrere grosse Spinnmasc inen parallel zueinander angeordnet, wobei die einzelnen Spinnma¬ schinen an zwei Seiten eine Vielzahl von Spinnstellen, bei¬ spielsweise 20 bis 200 aufweisen, die das zu verspinnende Faserband aus Kannen erhalten, die auf dem Boden stehend un¬ ter den Spinnstellen angeordnet sind. In der Regel sind pro Spinnstelle zwei Kannen vorgesehen, wobei aus einer Kanne das zu verspinnende Band entnommen- w i rd und die andere Kanne entweder als Reserve voll ist oder bereits leer ist. In der Regel wird das Band aus der vorderen, in der ersten Reihe stehenden Kanne entnommen. Sobald diese leer ist, wird sie durch die in der zweiten Reihe stehende volle Kanne ersetzt. Das Zubringen, Auswechseln und Ueberwachen der Kannen an den Spinnstellen ist relativ zeitraubend und umständlich.
Aus der 0E-0S 26 46 313 ist nun e ne Anlage der eingangs ge¬ nannten Art bekannt, mit der ein automatisches Kannenwechseln an der Spinnstelle einer Spinnmaschine möglich ist. Die zur Verwendung gelangende Förderanlage ist eine Hängebahn, deren
Schienen an der Spinnmaschine angeordnet sind. Der Förder¬ wagen enthält zwei Ausleger, wobei ein Ausleger zur Aufnahme einer leeren Kanne an der Spinnstelle und zum Abführen und ein Ausleger zum Zuführen und Abgeben einer vollen Kanne an der Spinnstelle dient. Um die an einer Spinnstelle hinter¬ einander stehenden Kannen manipulieren zu können sind 3 oder 4 Kannen benachbarter Spinnstellen auf einem Drehtisch ange¬ ordnet, der von Einr chtungen des Förderwagens betätigbar ist. Diese Anlage besitzt den Nachteil, dass alle Spinnstel¬ len mit derart kompl zierten Drehtischen ausgerüstet sein müssen, wodurch die Anlage teuer und schwerfällig ist. Ins¬ besondere ist der nac rägliche Einbau einer solchen Förder¬ anlage an bestehende Spinnmaschinen vielfach nicht möglich und in jedem Falle kompliziert und teuer.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anlage der eingangs ge¬ nannten Art zu schaffen, die besonders einfach ist und mög¬ lichst wenig Eingriffe in die Spinnmaschine erfordert, sodass sie auch nachträglich an bestehende Spinnmaschinen anbaubar i st .
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des An¬ spruches 1 gelöst. Durch den zusätzlichen dritten Ausleger zum zeitlich begrenzten Erfassen einer an der Spinnstelle im Einsatz befindlichen Kanne Lassen sich die Kannen an den Spinnstellen manipulieren, ohne dass komplizierte Drehtische erforderlich sind. Dadurch ist die Anlage äusserst einfach und erfordert praktisch keine Eingriffe in bestehende Spinn¬ maschinen, sodass ein nachträglicher Einbau auch an bereits bestehende Spinnmaschinen möglich ist.
Die Anlage kann auf verschiedene Arten betrieben werden. Be¬ sonders vortei lhaft ist ein Betrieb nach Anspruch 10.
Vortei lhafte Ausgestaltungen der Anlage sind in den Ansprü¬ chen 2 bis 9 beschrieben.
Für die Aufnahme der Kannen an den Auslegern der Förderwagen ergeben sich verschiedene Ausgesta Itungs ög L i chkei ten . So wäre es beispielsweise möglich, die Kannen mittels Greifer zu erfassen, die eine Kanne umgreifen. Da jedoch die einzel¬ nen Kannen an den Spinnstellen sehr dicht aneinander stehen, ist eine Ausgestaltung nach Anspruch 2 vortei lhafter, die praktisch keinen seitlichen Raum an den Kannen beansprucht. Gemäss Anspruch 3 kann zur Aufnahme der Kanne an der Trag¬ säule ein unterer Stützansatz vorhanden sein. Dabei ist eine Weiterbi ldung nach Anspruch 4 von Vortei l, um die Kanne an dem Stützansatz zu halten. Dieser Halt der Kanne kann noch durch eine Weiterbildung des Niederhaltes nach Anspruch 5 verbessert werden.
Besonders vortei lhaft ist eine Ausgestaltung des Halters nach Anspruch 6, da dann eine Kanne am oberen Rand erfasst und angehoben werden kann. Es können dann untere Stützansätze entfallen, wodurch die Zugänglichkeit des Auslegers und das Ergreifen einer Kanne verbessert wird. Bei einer Ausgestal¬ tung des Halters nach Anspruch 7 ergibt sich eine besonders flache Bauart, da die horizontal legbare Klemmbacke die Zu- gänglichkeit des Halters nicht beeinträcht gt, sodass dieser beim Einfahren über die Kanne nur wenig über die Höhe der Kanne angehoben werden muss.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung nach Anspruch 8, wodurch der Ausleger feststellen kann, welchen Füllstand eine aufgenommene Kanne aufweist.
Automatische Förderanlagen sind hinlänglich bekannt. Dabei kann die Förderanlage als Hängebahn oder als schienengebun¬ dene Flurförderanlage ausgebildet sein. Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Ausbildung nach Anspruch 9, da hier die ge¬ ringsten baulichen Eingriffe in bestehende Räume und Anlagen erforderlich sind. Der Förderwagen kann längs einer am Boden angeordneten Leitspur, beispielsweise in Form eines Leitka¬ bels oder einer am Boden angeordneten Leitspur, die beispiels¬ weise aus einem Meta L Ist rei fen oder einem optisch wirksamen Streifen bestehen kann, geführt werden.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Anlage werden nachfolgend anhand schemat i scher Zeichnungen näher beschrie¬ ben, dabei zeigen:
Figur 1 eine Anlage im Grundriss;
Figur 2 den Flurförderwagen mit einer ersten Ausführungsform eines Auslegers und mit einer vollen Kanne vor einer Spinnstelle in Ansicht quer zur Fah rri chtung;
Figur 3 einen Flurförderwagen mit einer zweiten Ausführungs¬ form des Auslegers beim Aufnehmen einer im Betrieb befindlichen Kanne an einer Spinnstelle, in Ansicht quer zur Fahrrichtung; und
Figur 4 einen Flurförderwagen mit einer dritten Ausführungs¬ form eines Auslegers beim Aufnehmen einer leeren Kanne, in Ansicht quer zur Fahrrichtung.
Die Figur 1 zeigt den Grundriss bzw. das Schema einer Anlage mit mehreren Spinnmaschinen 2. , 2_, 2_, die parallel zueinan¬ der und mit. Abstand voneinander angeordnet sind. Jede Spinn¬ maschine weist auf jeder Seite eine Anzahl Spinnstellen bis 4 auf. An jeder Spinnstelle sind zwei Kannen 6 hinter- n einander angeordnet, sodass an jeder Seite der Masc ine zwei Reihen, d.h. eine vordere Reihe 10 und eine hintere Reihe 12 solcher Kannen vorhanden ist. Die Kannen stehen auf dem Boden 14 unterhalb der Spinnstelle, wobei die Kannen 6 der hinteren Reihe 12 teilweise unterhalb des Maschinengestells 16 stehen. Wie insbesondere aus den Figuren 2 bis 4 hervor¬ geht, wird aus einer Kanne 6 ein Band 18 aus Fasern abgezogen und der Spinnstelle 4 zugeführt.
Eine Flurförderanlage 20 mit selbsttätig fahrbaren Flurförder¬ wagen 22 verbindet eine Versorgungsstation 24 und eine Kannen- abgabestat ion 26 mit den Spinnstellen 4 der Spinnmaschinen 2. bis 2,. Jeder Flurförderwagen enthält eine erste Steuer¬ vorrichtung 28 für den automatischen Fahrbetrieb und eine zweite Steuervorrichtung 30 mit einem Steuerprogramm zum au¬ tomatischen Aufnehmen und Abgeben von Kannen. Die Flurförder¬ wagen 22 fahren längs einer Leitspur 32. An Verzwe gungsstel¬ len 34. bis 34, sind Kodmark ierungen 36. bis 36, neben der
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Leitspur 32 angeordnet, auf die die erste Steuervorrichtung
28 anspricht und entsprechend einem eingegebenen Zielcode selbsttätig das Ziel d.h. die Spinnstelle anfährt. In den
Streckenabschni ten 38. bis 38, längs der Spinnmaschinen 2. i o 1 bis 2_ sind die einzelnen Spinnstellen durch Markierungen 40 bis 40 am Boden gekennzeichnet. Durch einfaches Abzählen der n
Markierungen findet der F lurförderwagen 22 die einprogram¬ mierte Spinnstelle 4. An jeder Spinnstelle ist ein Befehls
geber 42„ bis 42 angeordnet, der zum Abrufen des Flurförder- wagens dient und über eine Leitungs- oder Funkverbindung 44 mit der Versorgungsstation 24 in Verbindung steht, um dort einen F Lurförderwagen abzurufen. Die Anlage ist so ausgestal¬ tet, dass ein Flurförderwagen stets in Vorwärtsfahrt und ohne zu wenden jede Seite einer Spinnmaschine 2. bis 2, erreichen kann. Flurförderanlagen mit selbsttätig fahrbaren Flurförder¬ wagen, die für eine Anlage der vorliegenden Art geeignet sind, sind mehrfach bekannt, so beispielsweise aus den US-PSen 2 996 137, 3 147 817, 3 482 644, insbesondere 3 628 624, 3 948 342, 4 015 680 usw.
Jeder Flurförderwagen 22 weist einen ersten Ausleger 46 zur Aufnahme einer vollen Kanne V an der Versorgungsstation 24 auf und zur Abgabe an eine Spinnstelle. -Ein zweiter Ausleger 48 dient zum Aufnehmen einer leeren Kanne L an einer Spinn¬ stelle. Ein dritter Ausleger 50 dient zum zeitlich begrenzten Erfassen einer an e ner Spinnstelle im Einsatz befindlichen Kanne E, um diese zurückzunehmen und gegebenenfalls aus einer Reihe 10 in die andere Reihe 12 zu versetzen. Wie insbeson¬ dere aus den Figuren 2 bis 4 hervorgeht, weist jeder Ausleger eine Tragsäule 52 auf, die sich am unteren Ende über schwenk¬ bare Rollen 54 am Boden 14 abstützt. Die Tragsäule 52 ist mittels ausfahrbarer Schubstangen 56, 58 mit dem Fahrgestell 60 des Flurförderwagens 22 verbunden. Die Schubstangen werden im vorliegenden Beispiel aus einem te leskopi erbaren Kolben/ Z linder-Aggregat 62 gebildet, welches vorzugsweise hydrau¬ lisch betätigt wird. An der Tragsäule 52 sind in der unteren Hälfte seitliche Stützarme 64 angeordnet, die am Umfang einer Kanne angreifen. Weiter ist die Tragsäule 52 mit einem Halter 66 ausgestattet, um eine Kanne am Ausleger zu halten.
In einem ersten Ausfü rungsbeispiel gemäss Figur 2 weist die Tragsäule 52 am unteren Ende einen Stützansatz 68 zum Ab¬ setzen einer Kanne auf. Der Halter 66 ist als Niederhalter ausgebildet, der in vertikaler Richtung bewegbar ist und die Kanne vorzugsweise übergreift. Nahe der Tragsäule 52 besitzt der Niederhalter 66 einen in die Kanne eingreifenden Halte¬ ansatz 70, um die Kanne an der Tragsäule 52 zu halten.
Bei der Ausfüh rungsvari ante gemäss Figur 3 besitzt die Trag¬ säule 52 keinen unteren Stützansatz und der Halter 72 ist als vertikal bewegbarer Galgen ausgebildet. Der Halter weist einen horizontalen, den Rand der Kanne übergreifenden Arm 74 auf, an dem nach unten vorstehende Klemmbacken 76, 78 ange¬ ordnet sind. Diese können über nicht näher dargestellte Mit¬ tel geöffnet und geschlossen werden. Zum Ansetzen des Aus¬ legers sind die Klemmbacken 76, 78 geöffnet und der Arm 74 vertikal so weit ausgefahren, dass die Klemmbacken 76, 78 den Rand der Kanne überfahren können. Dann wird der Halter 72 abgesenkt, bis die Klemmbacken 76,78 den oberen Rand einer Kanne übergreifen. Die nicht näher dargestellten Mittel die¬ nen dann zum Festspannen de r Klemmbacken 76, 78, wodurch die Kanne sicher am Ausleger gehalten ist. Durch erneutes Aus¬ fahren des Halters 72 in vertikaler Richtung kann die Kanne angehoben werden, sodass sie zum Verfahren die notwendige Bodenfreiheit aufweist, wie dies in Figur 3 dargestellt ist. Die festgeklemmten Klemmbacken 76, 78 reichen aus, um die Kanne zu halten, sodass auf einen unteren Stützansatz 68 ver¬ zichtet werden kann. Seitliche Stützarme 64 gewährleisten den ausreichenden seitlichen Halt.
Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Ausle¬ gers, bei dem der Halter 80 ähnlich dem Halter 72 an einem Arm 82 Klemmbacken 84, 86 aufweist. Die der Tragsäule zuge¬ ordnete Klemmbacke 84 ist vertikal ausgerichtet und festste¬ hend angeordnet. Die bewegliche Klemmbacke 86 hingegen ist mittels nicht näher dargestell er Mittel betätigbar und liegt in geöffneter Stellung horizontal im Arm 82. Dadurch muss der Halter 80 mit seinem Arm 82 weniger hoch ausgefahren werden, als der Halter 72 der Figur 3, um den Rand einer Kanne zu überfahren. Dies ist insbesondere dort von Vorteil, wo der Abstand zwischen Kanne 6 * und Maschinengestell 16 relativ be¬ grenzt ist.
Wie Figur 3 zeigt, ist der Ausleger 48 mit einem auf das Ge¬ wicht der aufzunehmenden Kanne E ansprechenden Sensor 88 aus¬ gestattet, der in nicht näher dargestellter Weise mit der zweiten Steuervorrichtung verbunden ist. Hierzu stützt sich das Schwenklager 90 der Rolle 54 an einer Feder 92 ab, die sich ihrerseits an einem Innenflansch 94 in der Tragsäule 52 abstützt. Das Schwenklager 90 ist überdies mit einer Stan¬ ge 96 verbunden, die den Sensor 88 betätigt. Mit Hilfe des Sensors 88 ist es möglich, volle Kannen V von leeren Kannen L und von im Einsatz befindlichen teilweise gefüllten Kannen E zu unterscheiden.
Die Funktionsweise der Anlage ist beispielsweise wie folgt.
Geht an einer Spinnstelle 4 der Bandvorrat in einer Kanne 6 o zur Neige, so wird über einen entsprechenden Befehlsgeber 42 Q o über die Verbindung 44 ein Signal an die Versorgungsstation
24 abgegeben. Dabei können gleichzeitig die erste und die zweite Steuervorr chtung 28, 30 des Flurförderwagens akti¬ viert werden. Die zweite Steuereinrichtung 30 löst dabei den ersten Ausleger 46 aus, der von einem Vorrat eine volle Kanne V aufnimmt. Nach Abschluss des Aufnahmevorganges wird die erste Steuervorrichtung 28 aktiviert und mit dem durch den Befehlsgeber 42 a bestimmten Zielcode versehen. Der Flurforder- wagen 22 setzt sich daraufhin längs der ' Leitspur 32 in Bewe¬ gung. Stellt der Flurförderwagen an der Verzwe gungsstelle 34 fest, dass der Ze lcode im Streckenabschnitt 38 liegt, so schwenkt der F lurfö rderwagen an der Verzweigungsstelle 34 1 ab. Durch einfaches Abzählen der Markierungen 40. bis 40 Q
I o erreicht der Flurförderwagen die Spinnstelle 4 . o
Der F lurförderwagen hält derart vor der Spinπstelle 4 a an, o dass der dritte Ausleger 50 der vorderen in der ersten Reihe stehenden Kanne E gegenübersteht, die gerade im Einsatz" ist. Das in der zweiten Steuervorrichtung vorhandene Kannenwech¬ sel-Programm löst den Kannenwechsel aus. Der dritte Ausleger 50 erfasst nun die im Einsatz stehende Kanne E und führt sie in den Flurförderwagen (Figur 3). Dann fährt der Flurförder¬ wagen um eine Teilung zurück,, bis der zweite Ausleger 48 an der Spinnstelle 4 ansteht. Der zweite Ausleger 48 erfasst o die in der zweiten Reihe 12 stehende -leere Kanne L (Figur 4) und führt diese in den F Lurförderwagen . Daraufhin fährt der
Flurförderwagen wiederum um eine Teilung vor, bis der dritte
Ausleger 50 der Spinnstelle 4 a gegenübersteht. Der Ausleger o
50 bringt nun die im Einsatz stehende Kanne E in die zweite Reihe 12 und setzt sie dort ab. Nach Zurücknehmen des Ausle¬ gers 50 fährt der Flurförderwagen wiederum um eine Teilung
vorwärts, bis der erste Ausleger 46 der Spinnstelle 4_ gegen¬ übersteht. Der erste Ausleger 46 stellt nun die volle Kanne V in der ersten Reihe 10 vor der SpinnstelLe 4_ ab. Nach Zurück- o ziehen des Auslegers 46 ist der Kannenwechse LVorgang beendet und die zweite Steuervorrichtung 30 gibt der ersten Steuer¬ vorrichtung 28 den θefehl, in die Kannenabgabestation 26 zu fahren. Dort gibt der zweite Ausleger 48 die Leere Kanne L an einem Stapelplatz ab. Daraufhin kann ein neuer Arbeitszyklus ausgelöst werden.
Bezugszeichenliste
V Kanne voll E Kanne im Einsatz L Kanne Leer 2 Spinnmaschine
1-3 4 SpinnstelLe l 1-n 6 Kanne 10 Reihe, vorne 12 Reihe, hinten 14 Boden 16 MaschinengesteL l 18 Band 20 F lurfö rderanlage 22 F Lurförderwagen 24 Versorgungsstat on 26 Kannenabgabestation 28 erste Steuervorrichtung 30 zweite Steuervorrichtung 32 Leitspur 34 Verzweigungsstelle
1-6 36 Kodmark ierung 1-6 38 Streckenabschni tt 1-6 40 Markierung 1-n 42 Befeh Isgeber 1-n 44 Verbi ndung 46 erster Ausleger 48 zwei ter Aus leger 50 dritter Aus Leger
52 Tragsäule 54 Rolle 56 Schubstange 58 Schubstange 60 Fahrgestel l 62 Kolben/ Zyl nder-Aggregat 64 Stützarm 66 Halter 68 Stützansatz 70 Halteansatz 72 Halter 74 Arm 76 Klemmbacke 78 K lemmbacke 80 Halter 82 Arm 84 Klemmbacke, fest 86 Klemmbacke, beweglich 88 Sensor 90 Schwenk Lager 92 Feder 94 Innenf Lansch 96 Stange
Next Patent: ELECTRICALLY CONTROLLED VALVE APPARATUS
