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Title:
INSTALLATION FOR PRODUCING MOULDED BRICKS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/124528
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an installation (1) for producing moulded bricks (4), comprising a centering device (23). The installation (1) comprises at least one approximately horizontal waterline plane (29) in which the die plate (20) and/or the mould cavity (25) can be displaced relative to a machine frame (5) of the installation (1), wherein the displacement can be controlled by the centering device (23).

Inventors:
WÖRZ, Andreas (Buchbronnenweg 26, Blaustein, 89134, DE)
Application Number:
DE2009/000436
Publication Date:
October 15, 2009
Filing Date:
April 03, 2009
Export Citation:
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Assignee:
RAMPF FORMEN GMBH (Altheimer Strasse 1, Allmendingen, 89604, DE)
WÖRZ, Andreas (Buchbronnenweg 26, Blaustein, 89134, DE)
International Classes:
B28B3/02; B30B15/02; B30B15/04
Attorney, Agent or Firm:
OTTEN, Herbert et al. (Grosstobeler Strasse 39, Ravensburg / Berg, 88276, DE)
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Claims:
-15-

Ansprüche:

1. Anlage (1, 38, 48) zur Herstellung von Formsteinen (4), insbesondere Formsteinen (4) aus Beton (27), wobei die Anlage (1, 38, 48) eine Steinformmaschine (2) mit einem

Maschinenrahmen (5) und wenigstens eine Form (3) umfasst, wobei die Form (3) ein Formoberteil (17) und ein Formunterteil (10) umfasst, wobei das Formoberteil (17) an einer Auflast (13) der Steinformmaschine (2) befestigbar ist, wobei das Formunterteil (10) auf einem Rütteltisch (8) der Steinformmaschine (2) auflegbar ist, wobei das Formoberteil (17) wenigstens einen Stempel (18) mit einer Stempelplatte (20) aufweist, wobei das Formunterteil (10) wenigstens ein Formnest (25) aufweist, wobei die Anlage (1, 38, 48) eine Zentriereinrichtung (23) aufweist, welche wenigstens einen Zentrierstift (21) und wenigstens eine Zentrierbuchse (22) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage (1, 38, 48) wenigstens eine etwa waagrecht liegende Schwimmebene (29, 39, 40, 41, 49) aufweist, in welcher die Stempelplatte (20) und/oder das Formnest (25) relativ zu dem Maschinenrahmen (5) verschiebbar sind, wobei die Verschiebung durch die Zentriereinrichtung (23) steuerbar ist.

2. Anlage (1, 38, 48) zur Herstellung von Formsteinen (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rütteltisch (8) und das Formunterteil (10) bzw. der Formrahmen (26) des Formunterteils (10) gegenüber dem Maschinenrahmen (5) in den Schwimmebenen (40, 41) verschiebbar sind und/oder das Formunterteil (10) auf dem Rüttelbrett (9) oder mit dem Rüttelbrett (9) gegenüber dem Maschinenrahmen (5) in der Schwimmebene (40) verschiebbar ist und/oder dass das Formoberteil (17) gegenüber der Auflast (13) in einer Schwimmebene (29) verschiebbar ist und/oder dass ein Gleiter (44) der Auflast (13) , an welchem das Formoberteil (17) befestigbar ist, gegenüber einem Halter (43) der Auflast (13) verschiebbar ist.

-16-

3. Anlage (1, 38, 48) zur Herstellung von Formsteinen (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage (1, 38, 48) eine Einrichtung (62) zur Erfassung eines Abstandes zwischen dem Formoberteil (17) und dem Formunterteil (10) und/oder eine Einrichtung (64) zur Erfassung von auf die Zentriereinrichtung (23) wirkenden Querkräften umfasst.

4. Anlage (1, 38, 48) zur Herstellung von Formsteinen (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwimmebene oder die Schwimmebenen (29, 39, 40, 41, 49) in Abhängigkeit von der erfassten Position und/oder in Abhängigkeit von der Querbelastung der Zentriereinrichtung (23) mittels einer Regelungseinrichtung aktivierbar oder deaktivierbar ist bzw. sind.

Description:

"Anlage zur Herstellung von Formsteinen"

Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Herstellung von Formsteinen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE 10 2005 048 930 Al ist eine Anlage zur Herstellung von Formsteinen, insbesondere Formsteinen aus Beton bekannt, wobei die Anlage eine Steinformmaschine mit einem Maschinenrahmen und wenigstens eine Form umfasst, wobei die Form ein Formoberteil und ein Formunterteil umfasst, wobei das Formoberteil an einer Auflast der Steinformmaschine befestigbar ist, wobei das Formunterteil auf einem Rütteltisch der Steinformmaschine aufliegt, wobei das Formoberteil wenigstens einen Stempel mit einer Stempelplatte aufweist, wobei das Formunterteil wenigstens ein Formnest aufweist, wobei die Anlage eine Zentriereinrichtung aufweist, welche wenigstens einen Zentrierstift und wenigstens eine Zentrierbuchse umfasst, wobei die Zentriereinrichtung den bzw. die Stempel auf das Formnest bzw. die Formnester zentriert. Bei einer derartigen Einrichtung unterliegen der bzw. die Zentrierbolzen einer erheblichen Querbelastungen, wenn zwischen dem Formoberteil und dem Formunterteil ein Versatz besteht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zur Herstellung von Formsteinen zu entwickeln, bei welcher eine hohe Querbelastung des bzw. der Zentrierbolzen zuverlässig in jeder Betriebssituation vermieden ist.

Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.

Die erfindungsgemäße Anlage zur Herstellung von Formsteinen, weist wenigstens eine Schwimmebene auf, in welcher die Stempelplatte allein oder zusammen mit wenigstens einem weiteren Bauteil der Anlage und/oder das Formnest allein oder zusammen mit wenigstens einem weiteren Bauteil der Anlage relativ zu dem Maschinenrahmen etwa waagrecht verschiebbar sind, wobei die Verschiebung durch die Zentriereinrichtung steuerbar ist. Durch diese Ergänzung der Zentriereinrichtung um wenigstens eine Schwimmebene ist eine Querbelastung des bzw. der Zentrierbolzen unabhängig von der Zahl der Fertigungstakte, für welche die Form in Einsatz ist, weitestgehend reduziert, da sich die Stempelplatte insbesondere zusammen mit dem Formoberteil, und/oder da sich das Formnest, insbesondere zusammen mit dem Formeinsatz bzw. dem Formunterteil, leichtgängig und ohne ein Rückfedern relativ zu dem feststehenden Maschinenrahmen verschieben lassen und damit aufeinander ausrichtbar sind. Kern der Erfindung ist eine insbesondere beim Eintauchen des Stempels in das Formnest aktive, leichtgängige und verschleißarme Zentrierung, welche keine spezielle Anpassung des Stempels bzw. der Druckplatte des Stempels auf das Formnest erfordert, da die Druckplatte mittels der Zentriereinrichtung zielsicher in das Formnest eingefahren wird und zielsicher aus dem Formnest ausgefahren wird. Hierdurch ist der verbleibende, geringe Verschleiß, welcher beim Zentrieren bzw. beim Ausrichten des Formoberteils auf das Formunterteil auftritt, hauptsächlich auf die Zentriereinrichtung beschränkt, so dass der Stempel mit seiner Stempelplatte und das Formnest praktisch keinem durch das Zentrieren bzw. Ausrichten bedingten Verschleiß unterliegen. Somit ist die Anlage auch

für die Verwendung herkömmliche Formen geeignet und auch für Unternehmen von Vorteil, welche bereits über eine große Zahl von Formen verfügen, da sich mit dieser Anlage auch vorhandene Formen schonender betreiben lassen und somit eine erhöhte Lebensdauer bzw. größere Wartungsintervalle aufweisen.

Die Erfindung sieht auch vor, den Rütteltisch und das Formunterteil bzw. den Formrahmen des Formunterteils gegenüber dem Maschinenrahmen in Schwimmebenen verschiebbar auszubilden und/oder das Formunterteil auf dem Rüttelbrett oder mit dem Rüttelbrett gegenüber dem Maschinenrahmen in einer Schwimmebene verschiebbar auszubilden und/oder das Formoberteil gegenüber der Auflast in einer Schwimmebene verschiebbar auszubilden und/oder einen Gleiter der Auflast, an welchem das Formoberteil befestigbar ist, gegenüber einem Halter der Auflast verschiebbar auszubilden. Hierdurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für die Nachrüstung bestehender Anlagen bzw. für die Integration der Schwimmebene oder der Schwimmebenen in neue Anlagen.

Die Erfindung sieht auch vor, die Anlage mit einer Einrichtung zur Erfassung eines Abstands zwischen dem Formoberteil und dem Formunterteil und/oder einer Einrichtung zur Erfassung von auf die Zentriereinrichtung wirkenden Querkräften zu versehen. Hierdurch lässt sich die Betriebssicherheit der Anlage erhöhen und der Herstellungsprozess bei jedem Fertigungstakt überwachen.

Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, die Schwimmebene oder die Schwimmebenen in Abhängigkeit von der Position des Formoberteils bzw. des Formunterteils und/oder in Abhängigkeit von den wirkenden Querkräften mittels einer Regelungseinrichtung zu aktivieren oder zu deaktivieren. Unter einer Aktivierung ist eine Freigabe wenigstens einer Schwimmebene zu verstehen, unter einer Deaktivierung ist ein

Bremsen oder eine Blockierung wenigstens einer Schwimmebene zu verstehen. Hierdurch ist es möglich ungewünschte Querbelastungen während des Betriebs durch geeignete Regelungsmaßnahmen konsequent niedrig zu halten oder zu vermeiden .

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben .

Hierbei zeigt:

Figur 1: eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer ersten Steinformmaschine im Bereich einer in der Steinformmaschine angeordneten Form, wobei die Steinformmaschine eine exemplarisch dargestellte Schwimmebene aufweist;

Figur 2: eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer zweiten Steinformmaschine im Bereich einer in der Steinformmaschine angeordneten Form, wobei die Steinformmaschine vier exemplarisch dargestellte Schwimmebenen aufweist;

Figur 3: eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer dritten Steinformmaschine im Bereich einer in der Steinformmaschine angeordneten Form, wobei die Steinform eine durch einen Zentrierbolzen gesteuerte Spannvorrichtung zur Festlegung eines Formunterteils aus einem Rüttelbrett aufweist;

Figur 4 - 10: schematische Darstellungen von Ausschnitten von Ausführungsvarianten der gezeigten Steinformmaschinen

Figur 11, 12, 13a - 13e, 14a - 14e: Darstellungen von Zentriereinrichtungen in unterschiedlichen Positionen;

Figur 15: Darstellung zur Zentrierfunktion und

Figur 16: Detailansicht zur Figur 1.

In der Figur 1 ist ein Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Anlage 1 schematisch dargestellt. Die erfindungsgemäße Anlage 1 umfasst eine Steinformmaschine 2 und eine in der Steinformmaschine 2 zu betreibende Form 3, mit welcher Formsteine A, insbesondere aus Beton herstellbar sind. Die Steinformmaschine 2 umfasst einen Maschinenrahmen 5, welcher im wesentlichen durch ein Fundament 6 und Säulen 7 gebildet ist. Auf dem Fundament 6 ist ein Rütteltisch 8 angeordnet, auf welchem ein Rüttelbrett 9 aufliegt. Das Rüttelbrett 9 dient als Auflage für ein Formunterteil 10 der bereits erwähnten Form 3. An dem Maschinenrahmen 5 ist weiterhin eine Formspanneinrichtung 11 angeordnet, welche mehrere pneumatisch betriebene Spanner 12 umfasst, wobei vorzugsweise vier Spanner 12 Verwendung finden. Mittels der Spanner 12 ist das Formunterteil 10 an dem Maschinenrahmen 5 befestigbar. Als weiteres wichtiges Bauteil umfasst die Steinformmaschine 2 noch eine Auflast 13, welche an den Säulen 7 vertikal in y bzw. y 1 -Richtung verfahrbar ist. Die Verfahrbewegung erfolgt mittels Antrieben 14, welche an einer die Säulen 7 verbindenden Quertraverse 15 angeordnet sind. An einer Flanschseite 16 der Auflast 13 ist ein Formoberteil 17 der bereits erwähnten Form 3 befestigbar. Das Formoberteil 17 umfasst Stempel 18, welche im wesentlichen durch Stempelhälse 19 und Stempelplatten 20 gebildet sind, und Zentrierstifte 21, welche zusammen mit an dem Formunterteil 10 angeordneten Zentrierbuchsen 22 eine Zentriereinrichtung 23 bilden. Die Zentriereinrichtung 23 umfast im vorliegenden Ausführungsbeispiel vier Zentrierstifte 21 und vier Zentrierbuchsen 22. Das Formunterteil 10 umfasst einen Formeinsatz 24 mit Formnestern 25, welcher in einem Formrahmen 26 angeordnet ist. Hierbei sind die bereits

erwähnten Zentrierbuchsen 22 an dem Formrahmen 26 angeordnet. Durch ein Eintauchen der Stempel 18 mit ihren Stempelplatten 20 in die Formnester 25 wird ein in den Formnestern 25 befindlicher Beton 27 zu den bereits erwähnten Formsteinen 4 verdichtet. Diese durch das niederfahrende Formoberteil 17 bewirkte Verdichtung wird durch Vibrationen unterstützt, welche in dem Rütteltisch 8 durch Rüttler 28 und/oder in der Auflast 13 durch weitere, nicht dargestellte Rüttler, erzeugbar sind. Die in der Figur 1 dargestellte Anlage 1 weist eine Schwimmebene 29 auf. Weiterhin weist die Anlage 1 in dem Formunterteil 10 noch eine elastische Lagerung 30 auf. Die erste Schwimmebene 29 ist zwischen der Auflast 13 und dem Formoberteil 17 durch eine Schwimmeinrichtung 31 realisiert. Die Schwimmeinrichtung 31 erlaubt es dem Formoberteil 17, sich gegenüber der Auflast 13 in der senkrecht auf der Zeichnungsebene stehenden Schwimmebene 29 in die Richtungen x bzw. x 1 und/oder z bzw. z 1 zu bewegen. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, mittels der Schwimmeinrichtung 31 dem Formoberteil 17 das Schwimmen in der Schwimmebene 29 freizugeben oder zu blockieren.

Die elastische Lagerung 30 der in der Figur 1 dargestellten Anlage 1 ist in dem Formunterteil 10 zwischen dem Formrahmen 26 und dem Formeinsatz 24 ausgebildet. Die technische Ausführung der zwischen dem Formeinsatz 24 und dem Formrahmen 26 des Formunterteils 10 ausgeführten elastischem Lagerung 30 ist in der Figur 16 dargestellt, welche einen vergrößerten Ausschnitt des in der Figur 1 gezeigten Formunterteils 10 zeigt. Zur Entkopplung des Formeinsatzes 24 vom Maschinenrahmen 5, ist der Formeinsatz 24 gegenüber dem Formrahmen 26 zwischen Bürsten 33, 34 gelagert. Die Bürsten 33, 34 sind in einer Tasche 36 des Formrahmens 26 angeordnet. In diese Tasche 36 ragt der Formeinsatz 24 mit einer Zunge 35 hinein, wobei die Tasche 36 und die Zunge 35 vorzugsweise umlaufend ausgebildet sind. Zur Dämpfung und Begrenzung der Bewegung des Formeinsatzes 24 ist dieser gegenüber dem

Formrahmen 26 durch einen Puffer 37 gedämpft. Eine Blockierung der elastischen Lagerung 30 kann durch nicht dargestellte Bolzen erfolgen, welche den Formeinsatz 24 und den Formrahmen 26 starr miteinander verbinden.

Beim Niederfahren des Formoberteils 17 werden die Stempel 18 des Formoberteils 17 kurz vor dem Eintauchen in die Formnester 25 durch die Zentriereinrichtung auf die Formnester 25 zentriert, wobei sich hierzu das Formoberteil 17 gegebenenfalls entsprechend in der Schwimmebene 29 verschiebt (siehe Figur 1) .

Durch die elastische Lagerung 30 werden beim Rüttelvorgang auftretende Querkräfte, mit welchen vorrangig die Formnester und die Stempelplatten belastete werden, reduziert, da der Formeinsatz 24 über seine Lagereinrichtung 32 von dem Maschinenrahmen 5 entkoppelt ist.

In der Figur 2 ist ein Ausschnitt einer zweiten Anlage 38 in schematischer Darstellung gezeigt. Die zweite Anlage 38 ist vergleichbar zu der in der Figur 1 gezeigten ersten Anlage aufgebaut. Aus diesem Grund werden für gleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen verwendet und wird bezüglich des grundsätzlichen Aufbaus der Anlage 38 auf die Beschreibung zur Figur 1 verwiesen. Im Unterschied zu der in der Figur 1 gezeigten Anlage sind in der Anlage 38 neben einer bereits aus der Figur 1 bekannten Schwimmebene 29 exemplarisch weitere Schwimmebenen 39, 40 und 41 realisiert. Die Schwimmebenen 29, 39, 40 bzw. 41 sind als Ausführungsvarianten zu verstehen, von welchen an einer tatsächlichen Anlage eine oder mehrere ausgeführt sind und welche unabhängig voneinander oder gemeinsam zum Einsatz kommen können. Die Schwimmebene 39 ist durch eine Schwimmeinrichtung 42 realisiert, welche innerhalb der Auflast 13 ausgebildet ist. Hierzu umfasst die Auflast 13 einen Halter 43 und einen in diesem aufgehängten Gleiter 44,

welcher das Formoberteil 17 trägt. Die Schwimmeinrichtung 42 ist in der Figur 5 in vergrößerter Ansicht gezeigt, wobei die in der Figur 5 dargestellte Formspanneinrichtung 11 abweichend von der Darstellung der Figur 2 ausgeführt ist. Prinzipiell ermöglicht die Schwimmeinrichtung 42 ein Schwimmen des Gleiters 44 zwischen Bürsten 45, welche an dem Halter 43 befestigt sind. Der Halter 43 umfasst weiterhin Spanneinrichtungen 46 zwischen deren Kolben 47 der Gleiter 44 einklemmbar ist, um das Schwimmen zu bremsen oder zu blockieren. Mittels der Zentrierstifte 21 wird eine aus dem Gleiter 44 und dem Formoberteil 17 gebildete Einheit auf das Formunterteil 10 ausgerichtet und hierzu ggf. gegenüber dem Halter 43 der Auflast 13 in der Schwimmebene 39 verfahren.

Die Schwimmebenen 40 und 41 sind in der Figur 8 vergrößert dargestellt. Diese beiden Schwimmebenen 40 und 41 ermöglichen bei gemeinsamer Verwendung, dass sich eine Schwimmeinheit, welche aus dem Rütteltisch 8, dem Rüttelbrett 9 und dem Formunterteil 10 gebildet ist, auf eine durch die Zentrierstifte 21 vorgegebene Position unter dem Formoberteil 17 bewegt. Hierdurch können der Rütteltisch 8, das Rüttelbrett 9 und das Formunterteil 10 als Einheit von den Zentrierstiften 21 relativ zu dem Maschinenrahmen 5 verschoben werden.

Die Schwimmebenen 40 kann aber auch unabhängig von der Schwimmebene 41 betrieben werden. In diesem Fall wird das Formunterteil 10 durch die Zentriereinrichtung 23 bei Bedarf auf dem Rüttelbrett 9 oder mit dem Rüttelbrett 9 auf dem Rütteltisch 8 verschoben.

Die Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt einer dritten Anlage 48 in schematischer Darstellung. Hier ist eine weitere Schwimmebene 49 zwischen dem Formunterteil 10 und den Spannern 12 der Formspanneinrichtung 11 realisiert. Solange das Formunterteil 10 durch die Spanner 12 der Formspanneinrichtung 11 noch

nicht unverschiebbar an dem Maschinenrahmen 5 verspannt ist, ist es der Zentriereinrichtung 23 möglich, mit ihren Zentrierstiften 21 das Formunterteil 10, an welchem die Zentrierbuchsen 22 befestigt sind, auf dem Rüttelbrett 9 in der Schwimmebene 49 zu verschieben und auf die Stempel 18 des Formoberteils 17 auszurichten. Während des Verdichtungs- und Rüttelvorgangs, welcher in der Fig. 3 dargestellt ist, dient die Zentriereinheit 23 zusätzlich dazu, dass Formunterteil 10 und das Rüttelbrett 9 miteinander zu verspannen. Hierzu sind den Zentrierstiften 21 der Zentriereinrichtung 23 Antriebe 50 zugeordnet, welche vorzugsweise als Hydraulik- oder Pneumatikzylinder ausgeführt sind. Durch ein Verfahren der Zentrierstifte 21 in die Pfeilrichtung y' nach unten sind Brettverspanner 51 betätigbar, welche als Kipphebel 52 ausgeführt sind. Die Kippelhebel 52 sind an dem Formunterteil 10 jeweils um eine Drehachse 53 drehbar gelagert. Durch die Doppelfunktion, welche die Zentriereinrichtung 23 übernimmt, ist es möglich, dass Formunterteil 10 und das Formoberteil 17 aufeinander zu zentrieren und weiterhin einem ungewünschten Abheben des Formunterteils 10 von dem Rüttelbrett 9 während des Rüttel- und Verdichtungsvorgangs wirksam durch eine Verspannung des Formunterteils 10 mit dem Rüttelbrett 9 vorzubeugen. Die Antriebe 50 sind in der Auflast 13 angeordnet und somit ohne einen erhöhten Aufwand für den Umbau für jede Form 3 verwendbar.

In der Fig. 4 ist die in der Fig. 3 dargestellte dritte Anlage 48 in einer Ausführungsvariante gezeigt, in welcher die Zentrierstifte 21 der Zentriereinrichtung 23 eine weitere Zusatzfunktion neben der Funktion der Zentrierung des Formoberteils 17 auf das Formunterteil 10 übernehmen. Die Zentrierstifte 21 übernehmen hier die Zusatzfunktion einer Höhenendbegrenzung, durch welche festgelegt wird, wie tief die Stempel 18 mit ihren Stempelplatten 20 in die Formnester 25 des Formunterteils 10 eintauchen können. Zur Feinjustierung bzw. zur Anpassung auf unterschiedliche Formen

3 sind die Zentrierstifte 21 höhenverstellbar ausgeführt, wobei die Zentrierstifte 21 hierzu in y bzw. y' -Richtung in die Auflast 13 einschraubbar oder aus der Auflast 13 ausschraubbar sind. Alternativ oder zusätzlich hierzu ist es vorgesehen eine Einstellung der Höhenendbegrenzung mittels einstellbarer und/oder austauschbarer Anschlagplatten 54 vorzunehmen, welche zwischen den Zentrierstiften 21 und dem Formunterteil 10 angeordnet sind.

In der Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsvariante zu der in der Fig. 2 gezeigten zweiten Anlage 38 dargestellt, wobei die dort gezeigte Schwimmebene 39 bereits oben im Zusammenhang mit der Fig. 2 beschrieben wurde.

In der Fig. 6 ist eine Ausführungsvariante zu der in der Fig. 2 gezeigten zweiten Anlage 38 dargestellt. Die Schwimmebene 29 ist hier entsprechend der Fig. 2 mit der

Schwimmeinrichtung 31 realisiert, welche zwischen der Auflast 13 und dem Formoberteil 17 wirkt. In die Schwimmeinrichtung 31 ist eine Schnellspanneinrichtung 55 integriert, mittels welcher ein mit dem Formoberteil 17 verbundener Spannbolzen 56 gehalten wird. Der Spannbolzen 56 und eine diesen umgebende Spannhülse 57 sind mit umlaufendem Spiel 58 in einer Durchgangsbohrung 59 der Auflast 13 gehalten. Hierdurch ist eine Bewegung des Formoberteils 17 entsprechend den Vorgaben der Zentriereinrichtung 23 in der Schwimmebene 29 möglich.

In der Fig. 7 ist die bereits in der Fig. 2 dargestellte technische Ausführung der Schwimmebene 40 in einer Detailansicht gezeigt. Um ein Schwimmen des Formunterteils 10 zu ermöglichen ist das Formunterteil 10 von der Formspanneinrichtung 11 nur unter Zwischenlage von Bürsten 60 gehalten.. Ein Schwimmen des Formunterteils 10 ist durch eine erhöhte Klemmkraft der Spanner 12 bremsbar oder blockierbar.

Die Fig. 8 zeigt eine weitere Detailansicht der Fig. 2, in welcher die technische Ausführung der Schwimmebene 41 und der Schwimmebene 40 erkennbar ist.

In der Fig. 9 ist eine schematischer Darstellung eine Ausführungsvariante der dritten Anlage 48 gezeigt. Die Anlage 48 weist eine Messeinrichtung 61 auf, welche an wenigstens einem Zentrierstift 21 der Zentriereinrichtung 23 ausgeführt ist. Die Messeinrichtung 61 weist an wenigstens einen Sensor 62 auf, durch welchen erfasst wird, in welchem Abstand sich das Formoberteil 17 und das Formunterteil 10 gegenüber stehen. Erfindungsgemäße ist es vorgesehen, in Abhängigkeit von dieser Messgröße die Leichtgängigkeit bzw. eine Blockierung oder Freigabe der hier nicht sichtbaren Schwimmeinrichtung zu steuern. Eine Schwergängigkeit bzw. Blockierung der Schwimmebne ist insbesondere dann vorgesehen, wenn das Formoberteil 17 nicht in dem Formunterteil 10 geführt ist, wobei diese Schwergängigkeit bzw. Blockierung insbesondere kurz bevor das Formoberteil 17 in das Formunterteil 10 eintaucht aufgehoben wird.

In der Fig. 10 ist eine schematische Darstellung einer Ausführungsvariante der dritten Anlage 48 gezeigt. Diese umfasst eine weitere Messeinrichtung 63, welche an der Zentriereinrichtung 23 an wenigstens einem Zentrierstift 21ausgeführt ist. Die Messeinrichtung 63 weist einen Sensor 64 auf, durch welchen eine Querbelastung des Zentrierstifts 21 in x-, x' -Richtung und in z-, z' -Richtung erfasst wird. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen den bzw. die erfassten Werte in die Regelung der Steinforiranaschine 2 einfließen zu lassen, wobei z.B. bei hohen Querkräften eine Blockierung der Schwimmebne aufgehoben wird.

Selbstverständlich sieht die Erfindung auch eine Kombination der in den Figuren 9 und 10 gezeigten Messeinrichtungen vor.

Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Schutzrechtsansprüche .

Bezugszeichenliste :

1 erste Anlage

2 Steinformmaschine

3 Form

4 Formstein

5 Maschinenrahmen

6 Fundament

7 Säule

8 Rütteltisch

9- Rüttelbrett

10 Formunterteil

11 Formspanneinrichtung

12 Spanner von 11

13 Auflast

14 Antrieb von 13

15 Quertraverse

16 Flanschseite von 13

17 Formoberteil

18 Stempel

19 Stempelhals von 18

20 Stempelplatte von 18

21 Zentrierstift

22 Zentrierbuchse

23 Zentriereinrichtung

24 Formeinsatz von 10

25 Formnest

26 Formrahmen von 10

27 Beton

28 Rüttler in 8

29 erste Schwimmebene

30 elastische Lagerung

31 Schwimmeinrichtung zwischen 13 und 17

32 Lagereinrichtung zwischen 24 und 26

33 Bürste in 32

34 Bürste in 32

Zunge von 24

Tasche von 26

Puffer zwischen 24 und 26 zweite Anlage zweite Schwimmebene dritte Schwimmebene vierte Schwimmebene

Schwimmeinrichtung zu 39

Halter von 13

Gleiter von 13

Bürste von 42

Spanneinrichtung von 42

Kolben von 46 dritte Anlage fünfte Schwimmebene

Antrieb

Brettverspanner

Kipphebel

Drehachse von 52

Anschlagplatte

Schnellspanneinrichtung

Spannbolzen

Spannhülse

Spiel

Durchgangsbohrung

Bürste von 11

Messeinrichtung für Position

Sensor

Messeinrichtung für Querkräfte

Sensor

- 14a -

(100) Zentrierplatte

(101) Standard

(102) Führungslänge Buchs Ll

(103) Geschwindigkeit Zentrierbolzen = Vl

(104) Führungslänge L2 Bolzen

(105) Geschwindigkeit Druckstück = Vl

(106) Zentrierplatte

(107) Führungslänge Buchse Ll

(108) Geschwindigkeit Zentrierbolzen = V2

(109) Führungslänge Bolzen L3

(110) Geschwindigkeit Druckstück = Vl

(111) beweglich

(112) bewegliche Bolzen

(113) Standard verjüngt, maximale Führungsfläche Fl

(114) Bewegungsgeschwindigkeit Zentrierplatte und Druckstück = Vl

(115) Bewegungsgeschwindigkeit Zentrierbolzen = Vl

(116) Fl = D x FLl oder D x Bh; Zentrier-Dauer/-Weg begrenzt, da Bolzen und Zentrierplatte in der Geschwindigkeit synchron

(117) Linearer Anstieg und Abfall der Führungsfläche entsprechend der Bewegung der Auflast (Vl) . Maximale Führungsfläche ist begrenzt durch die maximale Führungslänge.

(118) beweglicher Bolzen verjüngt, maximale Führungsfläche Fl

(119) Bewegungsgeschwindigkeit Zentrierbolzen = V2

(120) Bewegungsgeschwindigkeit Zentrierplatte und Druckstück = Vl

(121) Fl = D x FLl oder D x Bh; Zentrier-Dauer/-Weg „unbegrenzt", da Bolzen und Zentrierplatte in ihren Geschwindigkeiten unsynchron

(122) Linearer Anstieg und Abfall der Führungsfläche entsprechend der Geschwindigkeitssumme von

- 14b -

Formoberteil und Zentrierbolzen (Vl + V2) . Maximale Führungsfläche ist nicht durch die Führungslänge begrenzt !

(123) Zentrierbolzen beweglich relativ zu Zentrierplatte und Druckstück

(124) Es kann durch einen zylindrischen Bolzen, der in seiner Symmetrieachsenrichtung unabhängig zum Formoberteil bewegt werden kann, die Zentrierfunktion (ähnlich einem verjüngten Bolzen) unabhängig der Position des Formoberteils vorgenommen und wieder aufgehoben werden. Dies sogar mehrfach innerhalb eines Produktionstaktes möglich.

(125) Bolzen wird nach der Zentrierung nochmals zurückgezogen und dann wieder vorgefahren

(126) Zentrierdauer, Zentrierzeitpunkt, Zentrierposition und Zentrieranzahl ist frei wählbar

(127) Hub der Auflast

(200) unzentriert

(201) Beginn der Zentrierung

(202) maximale Zentrierfläche

(203) maximale Zentrierfläche

(204) Zentrierung aufgehoben

(205) Zentrierplatte

(206) unzentriert

(207) Beginn der Zentrierung

(208) maximale Zentrierfläche

(209) maximale Zentrierfläche

(210) Zentrierung aufgehoben

(211) Zentrierplatte