HOFMANN, Manfred (Richard-Hemberger-Str. 8, Eberbach, 69412, DE)
LUDOVICI, Rainer (Konrad-Adenauer-Ring 35, Eppelheim, 69214, DE)
RITZ, Roland (Kraichgauweg 47, Dielheim, 69234, DE)
STOLZ, Heiko (Badenweiler Str. 40, Mannheim, 68239, DE)
EPPE, Klaus-Peter (Theodor-Leutwein-Str. 6, Waldbrunn, 69429, DE)
WIELAND, Ralf (Im Neugereuth 13, Waldbrunn, 69429, DE)
MAJEWSKI, Joachim (Im Linsenbühl 28, Dossenheim, 69221, DE)
PUMP, Wolfgang (Karl-Stülpner-Strasse 7, Ehrenfriedersdorf, 09427, DE)
MUDERS, Erwin (Christian-Bitter-Str. 34, Heidelberg, 69126, DE)
HOFMANN, Manfred (Richard-Hemberger-Str. 8, Eberbach, 69412, DE)
LUDOVICI, Rainer (Konrad-Adenauer-Ring 35, Eppelheim, 69214, DE)
RITZ, Roland (Kraichgauweg 47, Dielheim, 69234, DE)
STOLZ, Heiko (Badenweiler Str. 40, Mannheim, 68239, DE)
EPPE, Klaus-Peter (Theodor-Leutwein-Str. 6, Waldbrunn, 69429, DE)
WIELAND, Ralf (Im Neugereuth 13, Waldbrunn, 69429, DE)
MAJEWSKI, Joachim (Im Linsenbühl 28, Dossenheim, 69221, DE)
PUMP, Wolfgang (Karl-Stülpner-Strasse 7, Ehrenfriedersdorf, 09427, DE)
| Patentansprüche 1. Installationsschaltgerät, insbesondere Selektivschutzschalter, mit einem eine Befestigungsseite, eine vordere und eine hintere Frontseite und die Befestigungs- und die Frontseite verbindende Breit- und vordere und hintere Schmalseiten umfassenden Gehäuse, mit einem zwischen einer Eingangs- und einer Ausgangsklemme verlaufenden Hauptstrompfad, der eine mit einer Lichtbogenlöschkammer versehene Hauptkontaktstelle, ein Schlagankersystem, das die Hauptkontaktstelle in Offenstellung bringt, und ein Haupt-Thermobimetall enthält, das auf ein Schaltschloss mit Verklinkungsstelle einwirkt, so dass die Kontaktstelle dauerhaft geöffnet bleibt, mit einem Nebenstrompfad, in dem ein Strombegrenzungswiderstand und ein ebenfalls auf das Schaltschloss wirkendes Selektiv-Thermobimetall sowie eine vom Schaltschloss offenbare Trennkontaktstelle angeordnet sind, und mit einem Handgriff, mit dem über das Schaltschloss die Hauptkontaktstelle geöffnet und geschlossen werden kann, wobei der Nebenstrompfad parallel zu der Reihenschaltung des ersten Bimetalls mit der Hauptkontaktstelle geschaltet ist, und wobei die Hauptkontaktstelle als Einfachkontaktstelle mit einem festen und einem beweglichen Kontaktstück ausgebildet ist, wobei an einer Schmalseite neben der Anschlussklemme wenigstens eine erste Abluftöffnung zum Ausleiten von Abgasen aus der Lichtbogenlöscheinrichtung angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Befestigungsseite eine Ausnehmung zur Befestigung des Installationsschaltgerätes an einer Hutprofiltragschiene ausgebildet ist, dass an der Befestigungsseite eine zweite Abluftöffnung zum Ausleiten von Abgasen aus der Lichtbogenlöscheinrichtung angebracht ist, und dass an der Befestigungsseite eine Schnellbefestigungsvorrichtung mit einem Schieber, der eine bewegliche Nase trägt und der das Gehäuse an seinen Breitseiten umfasst und mittels einer Feder in Richtung auf den Innenraum der Ausnehmung hin beaufschlagt ist, angebracht ist. 2. Installationsschaltgerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass an der Schmalseite auf der der ersten Abluftöffnung gegenüberliegenden Seite der An- schlussklemme eine dritte Abluftöffnung zum Ausleiten von Abgasen aus der Lichtbogenlöscheinrichtung angebracht ist. Installationsschaltgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Haupt - Thermobimetall etwa parallel zu der mit dem festen Kontaktstück der Hauptkontaktstelle verbundenen Lichtbogenleitschiene angeordnet ist. Installationsschaltgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennkontaktstelle als Einfachkontaktstelle mit einem festen und einem beweglichen Kontaktstück ausgeführt und in einer Ebene angebracht ist, die in Richtung senkrecht zu den Gehäusebreitseiten hinter der durch das Hauptbimetall und das Selektivbimetall aufgespannten Ebene liegt. Installationsschaltgerät nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Schlagankersystem zwischen der Eingangsklemme und der Phasenanschlussschiene angeordnet ist, und wobei ein erstes Spulenende der Magnetspule des Schlagankersystems mit der Eingangsklemme und das andere Ende der Magnetspule mit dem festen Kontaktstück der Hauptkontaktstelle verbunden ist. Installationsschaltgerät nach einem der vorigen Ansprüche, wobei das Gehäuse in etwa die Form eines umgedrehten T aufweist und der Längsbalken des T von den vorderen Schmalseiten und der vorderen Frontseite begrenzt wird, und wobei das Schaltwerk, der Trennkontakt und das Selektivbimetall in dem durch die vorderen Schmalseiten und die vordere Frontseite begrenzten Gehäuseteil angeordnet sind, wogegen das Hauptthermobimetall, die Hauptkontaktstelle, das Magnetsystem, die Lichtbogenlöscheinrichtung und der Strombegrenzungswiderstand in dem durch die hinteren Schmalseiten, die hintere Frontseite und die Befestigungsseite begrenzten Gehäuseteil angeordnet sind. |
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Installationsschaltgerät, insbesondere einen Selektivschutzschalter, mit einem eine Befestigungsseite, eine vordere und eine hintere Frontseite und die Befestigungs- und die Frontseite verbindende Breit- und vordere und hintere Schmalseiten umfassenden Gehäuse, mit einem zwischen einer Eingangs- und einer Ausgangsklemme verlaufenden Hauptstrompfad, der eine mit einer Lichtbogenlöschkammer versehene Hauptkontaktstelle, ein Schlagankersystem, das die Hauptkontaktstelle in Offenstellung bringt, und ein Haupt-Thermobimetall enthält, das auf ein Schalt- schloss mit Verklinkungsstelle einwirkt, so dass die Kontaktstelle dauerhaft geöffnet bleibt, mit einem Nebenstrompfad, in dem ein Strombegrenzungswiderstand und ein ebenfalls auf das Schaltschloss wirkendes Selektiv-Thermobimetall sowie eine vom Schaltschloss offenbare Trennkontaktstelle angeordnet sind, und mit einem Handgriff, mit dem über das Schaltschloss die Hauptkontaktstelle geöffnet und geschlossen werden kann, wobei der Nebenstrompfad parallel zu der Reihenschaltung des ersten Bime- talls mit der Hauptkontaktstelle geschaltet ist, und wobei die Hauptkontaktstelle als Einfachkontaktstelle mit einem festen und einem beweglichen Kontaktstück ausgebildet ist, wobei an einer Schmalseite neben der Anschlussklemme wenigstens eine erste Abluftöffnung zum Ausleiten von Abgasen aus der Lichtbogenlöscheinrichtung angebracht ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Wenn die Hauptkontaktstelle in Offenstellung gebracht worden ist, kann sie bei einem gattungsgemäßen Installationsschaltgerät bis zum Ende des Abschaltvorgangs mit Hilfe eines Kurzschlussrings im Anker des Schlagankersystems in Offenstellung festgehalten werden. Ein solcher Kurzschlussring ist beispielsweise in der DE 10 2006 024 249 A1 gezeigt und beschrieben. Ein gattungsgemäßes Installationsschaltgerät ist beispielsweise aus der DE 10 2008 017 472 A1 bekannt. Das dort beschriebene Gerät ist für die Montage auf Stromschie- nen vorgesehen. Wenn es auf einer Hutprofiltragschiene angebracht werden soll, muss es auf einem entsprechenden Adapter befestigt werden. Damit erhöht sich der Platzbedarf im Verteilerkasten. Die Außenabmessungen von Geräten zur Hutschienenmontage sind durch verschiedene Normen oder andere Vorschriften nationaler Behörden festge- legt und dürfen nicht überschritten werden. Insbesondere beim Schalten von großen Stromstärken wirkt sich die solcherart zu beachtende Größenbeschränkung hinderlich aus.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gattungsgemäßes Installationsschaltgerät zu schaffen, das bei kompaktem Aufbau mit geringen Außenabmessungen direkt auf einer Hutprofiltragschiene befestigt werden kann und zum Schalten auch hoher Stromstärken geeignet ist.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein gattungsgemäßes Installationsschaltgerät mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
Erfindungsgemäß also ist an der Befestigungsseite eine Ausnehmung zur Befestigung des Installationsschaltgerätes an einer Hutprofiltragschiene ausgebildet ist, und an der Befestigungsseite eine zweite Abluftöffnung zum Ausleiten von Abgasen aus der Lichtbogenlöscheinrichtung angebracht ist, und an der Befestigungsseite eine Schnellbe- festigungsvorrichtung mit einem Schieber, der eine bewegliche Nase trägt und der das Gehäuse an seinen Breitseiten umfasst und mittels einer Feder in Richtung auf den Innenraum der Ausnehmung hin beaufschlagt ist, angebracht.
Der Vorteil eines erfindungsgemäß gestalteten Installationsschaltgerätes liegt darin, dass es direkt auf einer Hutprofiltragschiene montiert werden kann, wobei durch die zweite Abluftöffnung an der Befestigungsseite ein zusätzlicher Abgasweg aus der Lichtbogenlöschanordnung heraus eröffnet ist, so dass bei einer Schalthandlung bei hoher Stromstärke die dabei in großem Ausmaß auftretenden Schaltgase sehr effizient und schnell aus dem Geräteinneren abgeleitet werden können, so dass eine schnelle Lichtbogenlöschung auch bei hohen Stromstärken möglich ist, und wobei schädliche Einflüsse auf Bauteile im Geräteinneren, die durch Ablagerungen von leitenden Partikeln aus den ansonsten ggf. längere Zeit im Geräteinneren verweilenden Schaltgasen auftreten könnten, vermieden sind. Dadurch, dass der Schieber das Gehäuse an sei- nen Breitseiten umfasst, ist ein sehr fester Halt auch von schweren Geräten bei der Hutprofilschienenmontage gegeben.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist an der Schmalseite auf der der ersten Abluftöffnung gegenüber liegenden Seite der An- schlussklemme eine dritte Abluftöffnung zum Ausleiten von Abgasen aus der Lichtbogenlöscheinrichtung angebracht. Damit wird das Ausleiten von Schaltgasen aus dem gehäuseinneren noch effektiver und das gerät noch besser geeignet, hohe Stromstärken zu schalten.
Ein Installationsschaltgerät, welches die erfindungsgemäße Merkmalskombination auf- weist, ermöglicht daher einen kompakteren Aufbau mit geringen Außenabmessungen und ist einfach direkt auf einer Hutprofiltragschiene zu montieren.
Bezüglich des weiteren inneren Aufbaus eines erfindungsgemäßen Schaltgerätes wird auf die bereits erwähnte DE 10 2008 017 472 A1 verwiesen, deren Offenbarungsgehalt bezüglich der grundlegenden Funktionsweise und des inneren Aufbaus in den Offenba- rungsgehalt der vorliegenden Erfindung mit einbezogen sein soll. Im folgenden sollen einige Aspekte des inneren Aufbaus und der Funktionsweise beschrieben werden.
Die als Einfachkontaktstelle ausgeführte Hauptkontaktstelle ist mechanisch einfacher aufgebaut als ansonsten bekannte Doppelkontaktstellen, erfordert daher einen geringen Materialeinsatz, bewirkt eine geringe Verlustleistung, ist kompakt und spart da- durch Platz im Gehäuse für andere Komponenten.
Das bewegliche Kontaktstück der Hauptkontaktstelle ist auf einem in einer ortsfesten Achse schwenkbar gelagerten Hauptkontakthebel angebracht. Dies hat den Vorteil, dass die Schaltgenauigkeit und Lebensdauer des Gerätes erhöht ist, da der Hauptkontakt-Hebel sich wegen der Lagerung in einer ortsfesten Achse nicht aufgrund von auf ihn wirkenden Kraftstößen bei Schalthandlungen verschieben und damit seine Position relativ zum festen Kontaktstück verändern kann.
Das Haupt - Thermobimetall ist parallel zu der mit dem festen Kontaktstück der Hauptkontaktstelle verbundenen Lichtbogenleitschiene angeordnet. Damit ist eine sehr kompakte innere Anordnung der einzelnen Komponenten möglich, wodurch der gesamte Aufbau sehr platzsparend wird. Der Strombegrenzungswiderstand ist in einem durch erste Teilungswände abgegrenzten ersten Gehäuseteilbereich zwischen der Abgangsklemme und der Lichtbogenlöschkammer angeordnet. Er ist dadurch geschützt vor Einwirkungen des Lichtbogens, und somit kann er sehr nahe n die Lichtbogenlöschkammer gesetzt werden, was Platz im Gehäuse spart. Außerdem kann er dadurch in der Nähe der Ausgangsklemme, an den Rand des Gerätes, verbracht werden, was eine sehr gute Wärmeabfuhr von dem Strombegrenzungswiderstandselement ergibt. Der Strombegrenzungswiderstand kann daher insgesamt sehr kompakt aufgebaut werden.
Der Strombegrenzungswiderstand kann als keramischer Widerstandsblock ausgeführt und mittels einer ihn federnd kontaktierenden Stromschiene mit dem Haupt-
Thermobimetall und über einen elektrischen Leiter mit hoher Wärmeleitfähigkeit mit dem Selektiv-Bimetall verbunden sein. Dies führt zu einer sehr guten Wärmeabfuhr von dem Strombegrenzungswiderstand aufgrund der Wärmeleitung über die massiven Leiteranbindungen und durch Konvektion mit der Geräteaußenwelt. Der Strombegrenzungswiderstand kann auch eine elektrische Drahtwicklung mit einem Wicklungseingang und einem Wicklungsausgang umfassen, wobei der Wicklungsdraht schraubenartig um einen Trägerkörper gewickelt ist, welcher zwei gegenüberliegende, durch eine Mantelfläche verbundene Stirnflächen aufweist, und wobei in einer Stirnfläche des Trägerkörpers wenigstens eine Halteöffnung eingebracht ist, in die ein Schen- kel eines Wärmeableitelementes zum Zwecke der Wärmeabfuhr aus der Drahtwicklung heraus eingreifen kann. Dadurch kann bei Einsatz eines ein im Prinzip bekannten und sehr kostengünstig verfügbaren Drahtwickelwiderstands die Wärmeabfuhr aus dem Strombegrenzungswiderstand heraus weiter verbessert werden.
Die Trennkontaktstelle ist als Einfachkontaktstelle mit einem festen und einem bewegli- chen Kontaktstück ausgeführt und in einer Ebene angebracht, die in Richtung senkrecht zu den Gehäusebreitseiten hinter der durch das Hauptbimetall und das Selektivbimetall aufgespannten Ebene liegt. Dadurch wird die Kompaktheit der inneren Anordnung der einzelnen Komponenten des Installationsschaltgerätes erhöht.
Eine solche Anordnung hat die vorteilhafte Wirkung, dass eine Abführung des bei einer Schalthandlung entstehenden Druckes und der Schaltgase von der Hauptkontaktstelle nach außen gewährleistet ist, und insgesamt eine sehr platzsparende und kompakter Anordnung der Baugruppen innerhalb des Gehäuses sichergestellt ist. Insbesondere kann durch den mit dem dritten Gehäuseteilbereich geschaffenen Raum der Trennkontakt entlüftet werden, d.h., die beim Öffnen des Trennkontaktes entstehenden ionisierten Gase können durch den dritten Gehäuseteilbereich abgeführt werden. Sie legen sich nicht auf die Kontaktstücke oder die inneren Wandflächen im Gehäuse. Daraus resultiert weiterhin insgesamt eine erhöhte Spannungsfestigkeit.
Die Lichtbogenlöschkammer der Hauptkontaktstelle umfasst parallel zueinander und zu der Gehäusebreitseite ausgerichtete Lichtbogenlöschbleche, die in wenigstens zwei Gruppen angeordnet sind, wobei der Abstand der die jeweilige Gruppe begrenzenden Löschbleche von der jeweils benachbarten Gruppe oder der jeweils benachbarten Teilungswand größer ist als der Abstand der Löschbleche innerhalb einer Gruppe. Die Summe der Abstände zwischen benachbarten Gruppen von Löschblechpaketen und der Abstände zwischen den den Teilungswänden benachbarten Löschblechpaketen und den Teilungswänden selbst entspricht dabei mindestens der vorgeschriebenen Mindestluftstrecke. Es können zwei Gruppen von Löschblechen mit jeweils derselben Anzahl von Löschblechen pro Gruppe vorgesehen sein, aber auch drei Gruppen von Löschblechen mit jeweils derselben Anzahl von Löschblechen pro Gruppe.
Wenn beispielsweise die Lichtbogenlöschkammer in drei Teilbereiche unterteilt ist, kann jeder Teilbereich etwa 6 Löschbleche umfassen. Der Abstand des mittleren Teil- bereiches zu den benachbarten Teilbereichen kann beispielsweise 1 ,5mm betragen, der Abstand zwischen den außenliegenden Teilbereichen und den Teilungswänden der Lichtbogenlöschkammer auch jeweils etwa 1 ,5 mm. Die vorteilhafte Wirkung dieser Anordnung liegt darin, dass die sich aus den einschlägigen Vorschriften ergebenden Bedingungen betreffend der Mindestanzahl einzelner Löschbleche, des Mindestabstands zwischen Blechen, damit dieser als Luftstrecke zählt, und der erforderlichen Mindestluftstrecke auch bei einer Löschkammer eingehalten werden können, die aufgrund der kompakten Gehäuseabmessungen einen begrenzten Raum zur Verfügung hat , beispielsweise nur weniger als 30 mm, etwa nur 28 mm.
Das feste Kontaktstück der Hauptkontaktstelle ist mit dem beweglichen Kontaktstück der Trennkontaktstelle über eine lösbare Steckverbindung elektrisch verbunden. Die Steckverbindung kann vorteilhafterweise als Stecktulpe realisiert sein, in die ein Stecker eingesteckt wird. Die vorteilhafte Wirkung besteht in einer vereinfachten Montage. Da- bei ist die Verbindung zunächst getrennt; es wird zuerst die Baugruppe des Schaltwerks und der Trennkontaktstelle eingesetzt. Die Stecktulpe wird im Gehäuse fixiert. Im nächsten Montageschritt kommt die Baugruppe der Hauptkontaktstelle dazu, und der Verbindungsleiter zum Hauptkontakt wird mit dem Stecker in die Stecktulpe einge- steckt.
Normalerweise ist ein Steckkontakt zwar nachteilig wegen des höheren Übergangswiderstandes verglichen mit einer festen Verbindung und wird daher trotz der einfacheren Montage bei im Stand der Technik bekannten gattungsgemäßen Installationsschaltgeräten nicht eingesetzt. Doch in dem erfindungsgemäß gestalteten Installationsschaltge- rät ist der höhere Übergangswiderstand einer Steckverbindung kein Hindernis, da wegen des erfindungsgemäßen Schaltschemas die Strombelastung der Steckverbindung nur sehr kurzzeitig auftritt. Wenn der Strom im Nebenstromkreis zu groß wird, dann unterbricht das zweite Bimetall im Zusammenwirken mit dem Schaltschloss den Strom- fluss über die Steckverbindung.
Die Verbindung zwischen dem Hauptthermobimetall und dem beweglichen Kontaktstück der Hauptkontaktstelle ist über zwei Teil-Leiter hergestellt, wobei ein erster Teil- Leiter das Hauptthermobimetall mit der der festen Kontaktstelle gegenüberliegenden Lichtbogengegenleitschiene, und ein zweiter Teil-Leiter die Lichtbogengegenleitschiene mit dem beweglichen Kontaktstück verbindet. Die Teil-Leiter sind vorteilhafterweise als bewegliche Litze ausgebildet, so dass sie für eine Bewegung des beweglichen Kontaktstückes Spielraum lassen. Die vorteilhafte Wirkung dieser Ausführungsform besteht darin, dass eine zusätzliche Blasschleife entsteht, die bei Öffnung der Kontaktstelle den Lichtbogen zur Löschung treibt. Darüber hinaus verringert sich der Kommutier- Spannungsabfall, den der Lichtbogen beim Kommmutieren von dem beweglichen Kon- takt auf die Gegenleitschiene überwinden muss, wodurch er schneller auf die Leitschiene kommutiert und die Lichtbogenlöschung dadurch beschleunigt wird.
Die Verbindung zwischen dem Hauptthermobimetall und dem beweglichen Kontaktstück der Hauptkontaktstelle ist über einen flexiblen Leiter oder ein flexible Litze realisiert. Diese ist an dem beweglichen Kontakthebel der Hauptkontaktstelle punktförmig befestigt, beispielsweise punktgeschweißt. Ein zweiter beweglicher Teil-Leiter verläuft von dem Befestigungspunkt des ersten Teil-Leiters an dem Kontakthebel zu der der festen Kontaktstelle gegenüberliegenden Lichtbogengegenleitschiene. In einer vorteil- haften Ausführungsform sind dabei der erste und der zweite Teil-Leiter Teilstücke einer einzigen Litze, die an dem Haupt-Thermobimetall und an der Lichtbogenleitschiene befestigt, beispielsweise punktgeschweißt, sind, und die an dem beweglichen Kontakthebel mit einem Zwischen-Befestigungspunkt befestigt ist, beispielsweise ebenfalls punktgeschweißt. Die vorteilhafte Wirkung dieser Ausführungsform besteht darin, dass sich der Kommutier-Spannungsabfall, den der Lichtbogen beim Kommmutieren von dem beweglichen Kontakt auf die Gegenleitschiene überwinden muss, verringert, wodurch der Lichtbogen schneller auf die Leitschiene kommutiert und die Lichtbogenlöschung dadurch beschleunigt wird. Eine weiterhin vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse in etwa die Form eines umgedrehten T aufweist und der Längsbalken des T von den vorderen Schmalseiten und der vorderen Frontseite begrenzt wird, und wobei das Schaltwerk, der Trennkontakt und das Selektivbimetall in dem durch die vorderen Schmalseiten und die vordere Frontseite begrenzten Gehäuseteil angeordnet sind, wo- gegen das Hauptthermobimetall, die Hauptkontaktstelle, das Magnetsystem, die Lichtbogenlöscheinrichtung und der Strombegrenzungswiderstand in dem durch die hinteren Schmalseiten, die hintere Frontseite und die Befestigungsseite begrenzten Gehäuseteil angeordnet sind. Ein Installationsschaltgerät mit dieser erfindungsgemäßen Merkmalskombination ist sehr kompakt aufgebaut und erlaubt es, ein Gehäuse mit der 1 ,5-fa- chen Norm - Modulbreite, also mit einer Breite von 27mm, zu verwenden, in dem alle Baugruppen und Komponenten eines gattungsgemäßen Installationsschaltgerätes untergebracht werden können, wobei selbst verständlich die genormten und vorgeschriebenen Luft - und Kriechstrecken sowie Schaltabstände eingehalten sind. Insbesondere vorteilhaft ist es weiterhin, wenn ein Schaltwerk wie in der DE 102006051807 beschrie- ben verwendet wird, da dieses so kompakt ausführbar ist, dass es auf jeden Fall in den durch die vorderen Schmalseiten und die vordere Frontseite begrenzten Gehäuseteil hinein passt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung und weitere Vorteile sind den weiteren Unteransprüchen zu entnehmen. Anhand der Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen: Figur 1 ein Schaltschema eines erfindungsgemäßen Installationsschaltgerätes,
Figur 2 schematisch ein erfindungsgemäßes Installationsschaltgeräte, wobei das
Schaltschema im Inneren des Gehäuses angeordnet ist,
Figur 3 eine schematische Außenansicht eines erfindungsgemäßen Installation
Schaltgerätes, Figur 4 schematisch eine Aufsicht in ein geöffnetes Installationsschaltgerät gemäß Figur 3,
Figur 5 schematisch eine Teil-Schnittansicht auf ein geöffnetes Installationsschaltgerät von der Frontseite her,
Figur 6 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Installations- schaltgerätes von der Schmalseite her,
Figur 7 eine perspektivische Teil-Ansicht in den Abluftbereich eines erfindungsgemäßen Installationsschaltgerätes bei entfernter oberer Breitseite, sowie
Figur 8 eine Teil-Ansicht von der unteren Breitseite her auf den Abluftbereich des eines erfindungsgemäßen Installationsschaltgerätes Figur 9 eine perspektivische Ansicht eines Schiebers zur Verwendung mit einem erfindungsgemäßen Gerätes,
Figur 10 eine perspektivische Aufsicht auf den Schieber gemäß Fig. 9, von der Befestigungsseite her,
Fig. 11 eine Ansicht, wie der Schieber nach Fig. 9 gerade in die Montagenuten eingesetzt wird, Fig. 12 eine Ansicht auf die Befestigungsseite im Bereich der Breitseiten eines auf einer Hutprofiltragschiene aufgesetzten Installationsschaltgerätes mit einem Schieber nach Fig. 9 verrastet,
Fig. 13 eine Aufsicht gemäß Fig. 12 auf die Befestigungsseite, sowie
Fig. 14 eine perspektivische Ansicht des Schiebers, der sich in seiner Entnahmeposition befindet.
In den Figuren sind gleiche oder gleichwirkende Bauelemente oder Baugruppen mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.
Es werde zunächst die Figur 1 betrachtet. Diese zeigt das Schaltschema eines erfin- dungsgemäßen Installationsschaltgerätes. Zwischen einer Eingangsklemme 21 und einer Ausgangsklemme 20 verläuft ein Hauptstrompfad, welcher noch ein Haupt-Ther- mobimetall 7, eine Hauptkontaktstelle 22 und ein Schlagankersystem 23 durchläuft. Parallel zu der Reihenschaltung aus dem Hauptstrombimetall 7 und der Hauptkontaktstelle 22 verläuft ein Nebenstrompfad. Dieser umfasst einen Strombegrenzungswider- stand 1 , ein Selektiv-Thermobimetall 3 und eine Trennkontaktstelle 25.
Die Hauptkontaktstelle 22 ist als Einfachunterbrechung ausgeführt. Sie umfasst einen beweglichen Kontakthebel 221 , der das bewegliche Kontaktstück 44 trägt, und eine Festkontaktstelle 222 mit einem festen Kontaktstück 46. Der bewegliche Kontakthebel 221 ist auf einer im Gehäuse ortsfest angebrachten Achse 223 gelagert.
Weiterhin ist ein mechanisches Schaltschloss 24 in dem Installationsschaltgerät umfasst. Dieses steht einerseits mit dem Haupt-Thermobimetall 7 und dem Selektiv- Thermobimetall 3 entlang von Wirklinien 81 , 80 in mechanischer Wirkverbindung, und andererseits steht das Schaltschloss 24 entlang von Wirklinien 82, 84, 86 mit der Trennkontaktstelle 25 und der Hauptkontaktstelle 22 in mechanischer Wirkverbindung. Ein Handgriff 26 steht mit dem Schaltschloss 24 über eine weitere mechanische Wirkverbindungslinie, in Fig. 1 als strichlierte Linie ohne Bezugszeichen dargestellt, in mechanischer Wirkverbindung. Mit dem Handgriff 26 können der Hauptstrompfad und der Nebenstrompfad von Hand geöffnet und wieder geschlossen werden, das Installationsschaltgerät kann manuell aus- und wieder ein geschaltet werden.
Zum Öffnen, oder Ausschalten des Installationsschaltgerätes, wird der Handgriff 26 in seine Öffnungsstellung gebracht. Er wirkt dabei über die mechanische Wirkverbindung so auf das Schaltschloss 24, dass dieses zunächst über die Wirkverbindungslinien 82 und 86 auf die Hauptkontaktstelle 22 wirkt, um diese zu öffnen. Eine kurze Zeit später wirkt das Schaltschloss über die Wirkverbindungslinien 82 und 84 auf die Trennkontaktstelle 25, um diese ebenfalls zu öffnen. Beim Ausschalten eilt somit die Öffnung der Hauptkontaktstelle der Öffnung der Nebenkontaktstelle vor.
Zum manuellen Schließen, oder Einschalten des Installationsschaltgerätes, wird der Handgriff 26 in seine Schließstellung gebracht. Er wirkt dabei über die mechanische Wirkverbindung so auf das Schaltschloss 24, dass dieses zunächst über die Wirkverbindungslinien 82 und 84 auf die Trennkontaktstelle 25 wirkt, um diese zu schließen. Eine kurze Zeit später wirkt das Schaltschloss über die Wirkverbindungslinien 82 und 86 auf die Hauptkontaktstelle 22, um diese ebenfalls zu Schließen. Beim Einschalten eilt somit die Schließung der Trennkontaktstelle der Schließung der Hauptkontaktstelle vor.
Der Vorteil dieser voreilenden Öffnung und nacheilenden Schließung des Hauptkontak- tes liegt darin, dass beim Öffnen der Hauptkontaktstelle im Überstromfall der Überstrom auf den Nebenstrom pf ad geleitet wird, so dass die Hauptkontaktstelle nicht gegen die volle Überstromlast öffnen muss. Im Nebenstrompfad wird der Überstrom durch den Strombegrenzungswiderstand begrenzt, so dass dann, wenn die Trennkontaktstelle schließlich auch öffnet, diese nur gegen einen niedrigeren Strom öffnen muss, so dass eine Kontaktbeschädigung an der Trennkontaktstelle damit vermeidbar ist.
Wenn beim Einschalten zunächst der Trennkontakt geschlossen wird, so hat das den Vorteil, dass wegen des Strombegrenzungswiderstandes im Nebenstrompfad bei einer vorhandenen Last zunächst ein begrenzter Stromfluss möglich ist, bevor mit Schließen der Hauptkontaktstelle der volle Strom fließt. Es wird also über einen begrenzten Auf- schaltstrom auf geschaltet. Dies schont die Kontakte auch beim Einschalten. Auch wenn auf einen Kurzschluss aufgeschaltet wird, so wird der Aufschaltstrom durch den Strombegrenzungswiderstand im Nebenstrompfad zunächst begrenzt, das Selektivbimetall sorgt dann nach einiger Zeit für ein erneutes Abschalten des begrenzten Stromes. Das schont die Kontakte auch in diesem Fall. Die weitere Funktion im Kurzschlussfall des erfindungsgemäßen Installationsschaltgerätes gemäß dem in der Figur 1 gezeigten Schaltschema ist die folgende. Bei Auftreten eines Kurzschlussstromes in dem Hauptsrompfad schlägt das Schlagankersystem 23 entlang der Wirklinie 83 sehr schnell den beweglichen Kontakthebel 221 weg von dem festen Kontaktstück 46 und öffnet damit an der Hauptkontaktstelle 22 den Hauptstrompfad. Bei dieser Schalthandlung entsteht an der Hauptkontaktstelle 22 ein Schaltlichtbogen, der einer der Hauptkontaktstelle 22 zugeordneten Lichtbogenlöschanordnung zugeführt und darin zum Verlöschen gebracht wird.
Wenn die Hauptkontaktstelle 22 geöffnet wird, kommutiert der Stromverlauf auf den Nebenstrompfad. Der Kurzschlussstrom fließt nun durch den Strombegrenzungswiderstand 1 , das Selektiv-Thermobimetall 3 und die Trenn-Kontaktstelle 25 zu dem Verbindungspunkt 78, an dem der Haupt- und der Nebenstrompfad zusammengeführt sind. Nach einer bestimmten Verzögerungszeit, die unter anderem durch die Wahl des Widerstandswertes des Strombegrenzungswiderstandes 1 vorgebbar ist, hat durch den begrenzten Kurzschlussstrom im Nebenstrompfad das Selektiv-Thermobimetall 3 entlang der Wirklinie 80 so auf das Schaltschloss 24 eingewirkt, dass dieses entlang der Wirklinie 82, 84 die Trennkontaktstelle 25 und entlang der Wirklinie 86 die Hauptkontaktstelle 22 dauerhaft öffnet. Bei dieser Schalthandlung kann ebenfalls ein Lichtbogen entstehen, der einer weiteren, der Trennkontaktstelle 25 zugeordneten Lichtbogenlöscheinrichtung, zugeführt und darin zum Verlöschen gebracht wird. Jetzt sind sowohl die Haupt- als auch die Trennkontaktstelle unterbrochen, und der Strom- fluss durch das Gerät ist somit vollständig unterbrochen. Ein Wiedereinschalten kann jetzt manuell durch Betätigen des Schaltschlosses 24 über einen Handgriff 26, siehe Figur 2, erfolgen.
Es werde nun die Figur 2 betrachtet. Diese zeigt das Schaltschema nach Figur 1 , ein- gepasst in die Umfangskontur eines erfindungsgemäßen Installationsschaltgerätes. Dabei sind die einzelnen Elemente des Schaltschemas innerhalb der Gehäusekontur und relativ zueinander in einer Lage eingezeichnet, die in etwa derjenigen in einem realen Gerät entspricht.
Das Installationsschaltgerät 10 umfasst ein Isolierstoffgehäuse 18, welches eine vordere Frontseite 14, hintere Frontseiten 15, eine Befestigungsseite 12, sowie vordere und hintere Schmalseiten 16,17 aufweist. Die vorderen Schmalseiten 16 verbinden die vordere Frontseite 14 mit den hinteren Frontseiten 15. Die hinteren Schmalseiten 17 verbinden die hinteren Frontseiten 15 mit der Befestigungsseite 12. Das Gehäuse 18 erhält dadurch in etwa die Form eines umgedrehten T, wobei der Längsbalken des T von den vorderen Schmalseiten 16 und der vorderen Frontseite 14 begrenzt wird, und wobei das Schaltwerk 24, der Trennkontakt 25 und das Selektivbimetall 3 im Bereich dieses Längsbalkens angeordnet sind. Das Hauptthermobimetall 7, die Hauptkontaktstelle 22, das Schlagankersystem 23 , die Lichtbogenlöscheinrichtung 200 und der Strombegrenzungswiderstand 1 sind in dem durch die hinteren Schmalseiten, die hintere Frontseite und die Befestigungsseite begrenzten Querbalken des T-förmigen Ge- häuses angeordnet.
An der Befestigungsseite 12 befindet sich eine in etwa U-förmige Ausnehmung 100, deren eine, in der Abbildung die linke, seitliche Begrenzungswand eine feststehende Aase 101 trägt. An der der feststehenden Nase 101 gegenüberliegenden Wand der Ausnehmung 100 ist an die Befestigungsseite ein Schieber 103 angerastet und längs- verschieblich geführt, der eine bewegliche Nase 104 trägt, die in den Innenraum der Ausnehmung 100 hineinweist. Mit der feststehenden und der beweglichen Nase 101 , 104 lässt sich das Gerät 10 in an sich bekannter Weise zur Montage auf eine Hutpro- filtragschiene aufschnappen.
Es werde nun die Figur 3 betrachtet. Diese zeigt in schematischer Weise eine Schräg- ansieht auf eine Schmalseite eines erfindungsgemäßen Installationsschaltgerätes 10. Man erkennt eine rechte Breitseite 192, eine linke Breitseite 191 , eine Öffnung 201 zum Einführen eines Anschlussleiters in die Ausgangsklemme, eine Schrauböffnung 300 zum Betätigen der Klemmschraube der Ausgangsklemme 20, und Abluftöffnungen 400, 402 die mit der der Hauptkontaktstelle zugeordneten Lichtbogenlöschkammer im Gehäuseinneren in Verbindung stehen. Dies hat weiterhin den Vorteil, dass die Schaltgase schnelle an zwei verschiedenen Stellen zur Schmalseite des Gehäuses hin abgeleitet werden und damit weg von der Befestigungsseite und den Sammelschiene. Die Schaltgase können sich damit nicht an den Sammelschienen niederschlagen.
Das Gehäuse 18 des Installationsschaltgerätes 10 ist aus zwei Halbschalen aufgebaut, die an einer Trennfuge 181 zusammengesetzt und miteinander verbunden sind. Die Komponenten und Baugruppen des erfindungsgemäßen Installationsschaltgerätes 10 sind im Inneren des Gehäuses 18 teilweise in einer Richtung senkrecht zu den Breit- Seiten 191 , 192 übereinander angeordnet, so dass dadurch ein sehr kompakter Aufbau des Schaltgerätes 10 möglich wird. Das Gehäuse bildet in etwa die Form eines umgedrehten T, dessen Längssteg 182 durch die vorderen Schmalseiten 16 und die vordere Frontseite 14 gebildet ist, und dessen Quersteg 183 durch die hintere Frontseite 15, die hinteren Schmalseiten 17 und die Befestigungsseite 12 gebildet ist.
Es werde nun die Figur 4 betrachtet. Diese zeigt schematisch eine Aufsicht in ein geöffnetes Installationsschaltgerät, die die rechte Breitseite 192 bildende Gehäusehalbschale entfernt worden ist.
Die Ausgangsklemme 20 und die Eingangsklemme 21 sind hier schematisch als Kreis dargestellt. Es kann sich bei ihnen um eine Schraubklemme oder eine Federkraftklemme handeln.
Der Hauptstrompfad verläuft, ausgehend von der Klemme 20, über eine hier als zweite Stromschiene bezeichnete Stromschiene 6, ein am freien Ende der Stromschiene 6 angebrachtes Hauptthermobimetall 7, weiter vom freien Ende des Hauptthermobime- talls 7 über eine Litze 40 zu dem beweglichen Kontaktstück 44 der Hauptkontaktstelle 22, vom festen Kontaktstück 46 der Hauptkontaktstelle 22 über eine Stromschiene 47 zu dem Schlagankersystem 23 und weiter zur Klemme 21. Das bewegliche Kontaktstück 44 ist über eine Litze 43 mit einer Lichtbogenleitschiene 42 verbunden.
Die Litzen 40 und 43 sind Teilstücke einer einzigen Litze, welche an dem Hauptther- mobimetall 7 und der Lichtbogenleitschiene 42 befestigt ist. An einem mittleren Punkt ist sie an dem beweglichen Kontakthebel 221 in der Nähe des beweglichen Kontaktstücks befestigt, beispielsweise durch Punktschweißen.
In einer weiteren Ausführungsform kann auch eine Litze von dem Hauptthermobimetall 7 direkt an die Lichtbogenleitschiene 42 geführt werden, ohne dass sie am beweglichen Kontakthebel 221 befestigt wird. Es ist dann eine weitere Litze vorgesehen, welche die Lichtbogenleitschiene 42 mit dem beweglichen Kontakthebel 221 verbindet.
Das Hauptthermobimetall 7 verläuft in etwa parallel zu der hinteren Frontseite 15. Es kann mit einer Kalibrierschraube 701 von außerhalb des Gerätes kalibriert werden. Die Lichtbogenleitschiene 42 ist der Lichtbogenlöscheinrichtung der Hauptkontaktstelle zu- geordnet, und diese liegt in einer Ebene, die parallel zu der linken Breitseite 191 und zwischen der linken und der rechten Breitseite 191, 192 innerhalb des Gerätes liegt. In der Fig. 4 ist die Lichtbogenlöschanordnung daher nicht dargestellt, lediglich ein Teil der Lichtbogenleitschiene 42 ist zu erkennen.
Wenn aufgrund eines Kurzschlussstromes das Schlagankersystem 23 die Hauptkontaktstelle 22 aufschlägt und damit den Hauptstrompfad unterbricht, kommutiert der Stromfluss auf den Nebenstrompfad. Dieser verläuft, ausgehend von der Klemme 20, über einen Zugangsleiter 601 zu dem Strombegrenzungswiderstand 1 , durch den Strombegrenzungswiderstand 1 hindurch über einen Abgangsleiter 611 und eine als erste Stromschiene 2 bezeichnete Stromschiene zu dem Selektiv-Thermobimetall 3. Das Selektiv-Thermobimetall 3 ist in etwa parallel zu der hinteren Frontseite 15 ausge- richtet. Es ist in dem Längssteg 182 untergebracht. Vom freien Ende des Selektiv- Thermobimetalls 3 verläuft der Nebenstrompfad weiter über eine Litze 48 zu dem festen Kontaktstück der Trennkontaktstelle 25, weiter von dem beweglichen Kontaktstück der Trennkontaktstelle 25 über eine Litze 49 zu dem festen Kontaktstück 46 der Hauptkontaktstelle 22. Dort trifft der Nebenstrompfad auf den Hauptstrompfad.
Die Litze 49 führt zu einem Steckkontakt 491. Dieser umfasst eine Steckertulpe, die mit der Gehäusehalbschale ortsfest verbunden ist. An dem festen Kontaktstück 46 der Hauptkontaktstelle 22 ist eine Anschlusslitze 492 angebracht, welche an ihrem freien Ende einen Stecker trägt, der zur Verbindung mit der Steckertulpe des Steckkontaktes 491 vorgesehen ist. Bei der Montage des Gerätes ist die Verbindung an dem Steck- kontakt 491 zunächst getrennt. Es wird zuerst die Baugruppe des Schaltwerks 24 und der Trennkontaktstelle 25 mit der Litze 49 und der Stecktulpe eingesetzt. Die erfindungsgemäße Stecktulpe wird im Gehäuse fixiert. Im nächsten Montageschritt kommt die Baugruppe der Hauptkontaktstelle 22 dazu mit der Litze 492, und der Verbindungsleiter 492 zum Hauptkontakt wird mit dem Stecker in die Stecktulpe eingesteckt. Dadurch ist eine einfache Montage und eine sehr gute und ortsgenaue Positionierung der einzelnen Baugruppen innerhalb des Gehäuses gegeben.
Der Strombegrenzungswiderstand 1 ist hier durch eine Heizdrahtwicklung 74 gebildet, die um einen Trägerkörper mit zwei gegenüberliegenden, durch eine Mantelfläche verbundene Stirnflächen gewunden ist. Die Heizdrahtwicklung 74 umfasst den Wicklungs- eingang 601 und den Wicklungsausgang 611 , sowie einen Windungsteil. Der Wicklungseingang 601 und der Wicklungsausgang 61 sind Verlängerungsstücke des Windungsteils, sie bestehen also aus demselben Draht. Das Wärmeableitelement 64 ist in einer Halteöffnung in der Stirnseite des Trägerkörpers aufgenommen und ist gleichzeitig Träger für das Selektiv-Thermobimetall 3.
Das freie Ende des Wärmeableitelementes 64 ist mit dem Abgangsleiter 611 verbunden. Auf diese Art ist eine vorfertigbare Widerstands - Baugruppe gebildet.
An der Innenseite der Gehäusehalbschale befinden sich Haltevorsprünge 68, etwa in Form von angeformten Vorsprüngen, die zwischen sich einen Schlitz frei lassen. In diesem Schlitz ist das Wärmeableitelement 64 festgeklemmt, so dass dadurch die Widerstands-Baugruppe in dem Gehäuse auf einfache Art und Weise positioniert und festgehalten ist. Das Wärmeableitelement 64 verbessert erheblich die Wärmeabfuhr aus dem Strombegrenzungswiderstand 1 heraus.
Das freie Ende des Selektiv-Thermobimetalls 3 ist mit einem Schieber 50 gekoppelt, der, wenn das Selektiv-Thermobimetall 3 sich weit genug in seine thermische Auslöserichtung, in der Darstellung der Figur 10 also im Uhrzeigersinn nach unten, verbogen hat, den Auslösehebel 51 des Schaltschlosses 24 betätigt, worauf hin die Verklin- kungsstelle in dem Schaltschloss 24 entklinkt wird und das Schaltschloss 24 über den Nebenkontakt-Schalthebel 52 die Trennkontaktstelle 25 öffnet. Über einen hier nicht gezeigten weiteren Hebelmechanismus öffnet das Schaltschloss 24 dabei auch die Hauptkontaktstelle 22. Jetzt ist der Stromfluss durch das Gerät zwischen den beiden Anschlussklemmen 20,21 vollständig unterbrochen. Das Schaltschloss 24 kann über einen Handgriff 26 auch manuell betätigt werden. Die hier beschriebene generelle
Funktionsweise des Schaltgerätes ist bereits in der Patentanmeldung DE 10 2007 020 114 beschrieben, auf die diesbezüglich ausdrücklich verwiesen wird.
Durch eine Verriegelungseinrichtung 511 kann der Auslösehebel 51 von außerhalb des Gerätes her in seiner Entklinkungsposition festgestellt werden, so dass dann ein Ein- schalten von außen durch den Handgriff 26 nicht mehr möglich ist. Die Verriegelungsvorrichtung 511 kann so wie in der DE 102007018522 beschrieben beschaffen sein.
Insgesamt ist also durch die erfindungsgemäße Gestaltung der Widerstands-Baugruppe ein bevorzugter und damit gerichteter Wärmetransport aus dem Strombegrenzungswiderstand 1 heraus in die erste Stromschiene 2 hinein bis hin zu dem Selektiv- Thermobimetall 3 gegeben. Dies ist deshalb vorteilhaft, weil damit das Selektiv-Thermobimetall 3 sehr intensiv an die aus dem Strombegrenzungswiderstand 1 abgeführte Wärme angekoppelt ist.
Durch Trennwände 28, 281 , 282 und 283 ist ein, hier als dritter Teilbereich bezeichneter, Teilbereich 27 im Gehäuseinneren abgetrennt. Die beiden Trennwände 282 und 283 sind an die Gehäusehalbschale angeformt. Sie bilden eine Art Trichter, dessen breite Öffnung im Bereich der Trennkontaktstelle 25 liegt. Wenn bei der Öffnung der Trennkontaktstelle dort ein Schaltlichtbogen entsteht, so werden dabei entstehende Gase durch diesen Trichter in den dritten Teilbereich 27 geleitet. Die beiden Trennwände 28 und 281 sind hier Teil eines Zwischenteiles 500, welches der Übersichtlich- keit halber nicht dargestellt ist, und das sich im Wesentlichen parallel zu der Gehäusebreitseite erstreckt und als eine Art Deckel den Teilbereich 27 seitlich und nach oben hin abschließt. Die Schaltgase des Trennkontakt-Lichtbogens werden so in den dritten Teilbereich 27 geführt und können sich nicht unkontrolliert an den Kontaktstellen niederschlagen, wodurch eine Verschlechterung der Kontakteigenschaften vermieden ist. Figur 5 zeigt in sehr schematischer Darstellung eine Schnittansicht im Bereich der Ausgangsklemme eines Installationsschaltgerätes 1 ', die Figuren 6 bis 8 zeigen perspektivische Teil-Ansichten eines Installationsschaltgerätes 1 '. Das Installationsschaltgerät V hat ein Gehäuse 2', das eine obere Breitseite 3', eine untere Breitseite 4', eine Frontseite 7', eine Befestigungsseite 6' und eine Schmalseite 5' umfasst, und mit einer Licht- bogenlöscheinrichtung 8'. Die Lichtbogenlöscheinrichtung 8' ist eine Anordnung von übereinander gestapelten Lichtbogenlöschblechen, wie in der Figur 8 am rechten Rand zu erkennen, und im Prinzip bekannt.
In dem Gehäuse 2' ist ein Zwischenstück 9' so angeordnet, dass die Lichtbogenlöscheinrichtung 8' in einem Teilraum 10' zwischen der oberen Breitseite 3' und dem Zwi- schenstück 9' aufgenommen ist. Eine parallel zu den Breitseiten 3', 4' verlaufende Abluftwand 1 1 ' bildet mit der oberen Breitseite 3' einen ersten Abluftkanal 12', der den Abgasstrom 13' aus dem der Schmalseite 5' zuweisenden Ende 14' der Lichtbogenlöscheinrichtung 8' zu einer ersten Abluftöffnung 15' in der Schmalseitenwand 5' des Gehäuses 2' leitet.
An der Schmalseite 5' ist zwischen der Abluftwand 1 1 ' des Zwischenstücks 9' und der unteren Breitseite 4' ein Klemmenisolierteil 16' angeordnet. Es hat eine Klemmraumtrennwand 17', und in der Abluftwand 1 1 ' des Zwischenstücks 9' ist eine Zwischenöff- nung 18' vorhanden, die mit einer Isolierteilöffnung 19' in dem Klemmenisolierteil 16' fluchtet. Dadurch ist ein zweiter Abluftkanal 20' gebildet, der einen ersten Teilstrom 21' der Abgase von der Zwischenöffnung 18' ausgehend zwischen der Klemmraumtrennwand 17' und der unteren Breitseite 4' zu einer zweiten Abluftöffnung 22' in der
Schmalseitenwand 5' führt.
Die Klemmraumtrennwand 17' des Klemmenisolierteils 16' und die Abluftwand 11' des Zwischenstücks 9' bilden im Bereich der Schmalseitenwand 5' einen zur Schmalseite 5' hin offenen Klemmenraum 23' zur Aufnahme einer Anschlussklemme. Dabei ist die Schmalseitenwand 5' teilweise durch eine erste und zweite Platte 24', 25' gebildet, die an dem Zwischenstück 9' und dem Klemmenisolierteil 16' angeformt sind.
Die erste Platte 24' weist eine Ausbuchtung 26' an ihrer der oberen Breitseite 3' zuweisenden Schmalseite 5' auf. Wenn die obere Breitseite 3' des Gehäuses aufgesetzt ist, entsteht so zwischen der oberen Breitseite 3' und der ersten Platte ein länglicher Schlitz, der die erste Abluftöffnung 15' bildet. Diese ist also im Bereich der Ausbuch- tung 26' zwischen der ersten Platte 24' und der obere Breitseite 3' des Gehäuses 2' gebildet.
Auch die die zweite Platte 25' weist wenigstens eine Ausbuchtung 27' an ihrer der untere Breitseite 4' zuweisenden Schmalseite 5' auf, so dass die zweite Abluftöffnung 22' im Bereich der Ausbuchtung 27' zwischen der zweiten Platte 5' und der hinteren Breit- seite 4' des Gehäuses 2' gebildet ist. Wie in der Fig. 7 zu sehen, ist die zweite Ausbuchtung hier durch eine kammartige Struktur realisiert, so dass die zweite Abluftöffnung 22' eine Reihe von übereinander angeordneten kleineren Einzellöchern ist.
An die Abluftwand 11' ist ein den ersten Abluftkanal 12' zur Befestigungsseite 6' hin begrenzender Steg 28' angeformt, sieh Fig. 8. Dieser Steg 28' führt die Abgase aus der Lichtbogenlöscheinrichtung heraus parallel zur Befestigungsseite zu den ersten und zweiten Abluftöffnungen 15', 22'. Kurz hinter dem Ende 14' der Lichtbogenlöscheinrichtung 8' ist eine Stegöffnung 29' angebracht, die den Steg 28' in Richtung auf die Befestigungsseite 6' hin öffnet. Dadurch kann in zweiter Teilstrom 30' der Abgase durch die Stegöffnung 29' zu der Befestigungsseite 6' und dort durch eine dritte Abluftöffnung 31' nach außen geleitet werden. Die dritte Abluftöffnung 31' entsteht durch eine rillenartige Ausnehmung an der der Befestigungsseite 6' zuweisenden Kante des Zwischenstücks 9'. Die obere Breitseite 3' des Gehäuses 2' hat an dieser Stelle eine Ausnehmung. Wenn die obere Breitseite 3' des Gehäuses 2' auf das Zwischenstück 9' aufgesetzt wird, entsteht dann an dieser Stelle die dritte Abluftöffnung 31'.
An der Abluftwand 11' des Zwischenstücks 9' sind Führungsstege 32' angebracht, die die Abgase aus der Lichtbogenlöscheinrichtung 8' auf den Abgasstrom 13' und den ersten und zweiten Teilstrom 21', 30' aufteilen. Ein erster, zentraler Steg 33' teilt den Abgasstrom in einen oberen und unteren Teilstrom auf. Der erste Steg trägt an seinem freien Ende eine Y-artige Verzweigung mit zwei Y-Schenkeln 34', 35'. Dadurch wird der obere Teilstrom nach oben in Richtung auf die Frontseite hin abgelenkt, und ein Teil des oberen Teilstroms wird so der Zwischenöffnung 18' zugeführt. Ein anderer Teil des oberen Teilstroms umströmt den Y-Schenkel 35' und gelangt zu der ersten Abluftöffnung 15'.
Entsprechend wird ein erster Teil des unteren Teilstroms durch den unteren Y- Schenkel 34' nach unten in Richtung auf die Befestigungsseite 6' hin abgelenkt, wo er der dritten Abluftöffnung 31' zugeführt wird. Ein zweiter Teil des unteren Teilstrom um- strömt den unteren Y-Schenkel 34' und gelangt ebenfalls zu der ersten Abluftöffnung 15'.
Die Figur 11 und Figur 12 zeigt einen Teil eines elektrischen Installationsschaltgerätes 1 " mit einem Gehäuse 2", das eine Befestigungsseite 3" und Breitseiten 4" umfasst, und mit einer Schnellbefestigungsvorichtung 5" zum Aufschnappen des Installations- schaltgerätes 1" auf eine Hutprofiltragschiene 6". Dargestellt ist eine Teil-Ansicht auf die Befestigungsseite 3". Man erkennt die feststehende Nase 24", mit der das Installationsschaltgerät 1" beim Befestigen auf der Hutprofiltragschiene 6" an einer der Längsleisten 25" der Hutprofiltragschiene eingehängt wird. Weiter umfasst die Befestigungsvorrichtung zum Befestigen des Installationsschaltgerätes 1" auf der Hutprofiltragschie- ne 6" einen Schieber 7", der eine Anschlagsnase 8" trägt, wobei der Schieber 7" mittels einer Feder 9" in Richtung auf die Hutprofiltragschiene 6" hin drückbar ist, so dass die Anschlagsnase 8" die bewegliche Nase der Schnellbefestigungsvorrichtung 5" bildet.
Die Figuren 9 und 10 zeigen den Schieber 7". Der Schieber 7" umfasst eine Grundplat- te 10" und trägt an deren Längsseiten seitliche Randleisten 11 ". Dazu ist an jeder der Längsseiten des Schiebers 7" senkrecht zu der Grundplatte 10" eine Führungslasche 18" angeformt, welche die Randleiste 11" trägt. Die Randleisten 11" sind dabei am frei- en ende je eines Führungsarms angebracht. Durch die Randleisten erhält der Schieber 7" gewissermaßen eine U-förmige Querschnittskontur, mit der er das Gehäuse des Installationsschaltgerätes 1 " von außen umfasst. Die Randleisten sind nach innen gebogen, und geben dadurch dem Schieber Halt in den Führungsnuten.
Der Schieber 7" nach Fig. 9 und Fig. 10 hat insgesamt vier Randleisten, zwei vorne und zwei hinten. Entsprechend hat das Gehäuse 2" an seinen Breitseiten 4", nahe der Befestigungsseiten, vier Führungsnuten 12", 12"', jeweils auf einer Breitseite eine vordere 12", in der Nähe derjenigen Ausnehmung in der Befestigungsseite, die die Hutpro- filtragschiene aufnimmt, angeordnet, und eine hintere 12"', nahe der Schmalseite 26" des Gehäuses 2" angeordnet. An der Schmalseite 26" des Gehäuses 2" befindet sich auch die Klemmenzugangsöffnung 27", siehe Fig. 11.
Der Schieber 7" ist in den Führungsnuten 12", 12"" an der Gehäusebreitseite 4" längs- verschieblich gehalten. Jede der Führungsnuten 12", 12"' verläuft zwischen einem Entnahme- und einem Fixierungsende 13", 14". Die hintere Führungsnut 12"' weist eine Rastkontur 15" auf, die zwischen dem Entnahme- und dem Fixierungsende 13", 14" angeordnet ist, so dass die Randleisten 11 " in einer mittleren Position zwischen dem Entnahme- und dem Fixierungsende 13", 14" in die Rastkontur 15" eingreifen und damit den Schieber 7" in einer Entnahmeposition halten können, in der die Anschlagsnase 8" die Hutprofiltragschiene 6" freigibt. Die Rastkontur 15" ist als eine stufenartige, in Richtung der Befestigungsseite 3" hin sich erstreckende Aufweitung der Führungsnut 12" ausgebildet.
Die Figur 14 zeigt diesen Zustand. Hier befindet sich der Schieber 7" in der Demontagestellung.
An der der Anschlagsnase 8" gegenüberliegenden Schmalseite des Schiebers 7" be- findet sich eine Betätigungslasche 21 " mit einer Eingriffsöffnung 22" für ein Betätigungswerkzeug.
Der Schieber 7" wurde in die Demontagestellung nach Fig. 14 ausgehend von der Montagestellung nach Fig. 12 gebracht, indem mit einem Werkzeug, beispielsweise einem Schraubendreher, in die Eingriffsöffnung 22" an der Betätigungslasche 21 " eingegriffen wurde, der Schieber 7" an seinem Betätigungsende durch Verschwenken entgegen dem Uhrzeigersinn schräg gestellt und nach hinten oben herausgezogen wurde, bis die Randleiste 11" in der Rastkontur 15" verrastet ist. Durch die Verrastung in der Rastkontur 15" wird der Schieber entgegen der rückstellenden Kraft der Feder 9" in der Demontagestellung gehalten. Das Gerät kann nun von der Hutprofiltragschiene abgenommen werden. Insbesondere mehrpolige Geräte, die durch Aneinanderreihen mehrere einpo- liger Geräte zusammengesetzt wurden, können so einfacher entnommen werden. Der Grund ist der folgende: wenn mehrere, beispielsweise drei, einpolige Geräte nebeneinander zu einem dreipoligen Gerät zusammengesetzt werden, so bringt jedes der drei einpoligen Geräte einen Schieber 7" mit. Das dreipolige Gerät ist dann mit insgesamt drei Schiebern an der Hutprofiltragschiene gehalten. Um es von der Hutprofiltragschie- ne abzunehmen, müssen drei Schieber in ihre Demontagestellung gebracht und dort gehalten werden. Ohne eine Rastkontur 15", die jeden der Schieber in der Demontagestellung festhält, wäre es sehr schwer, das zu tun, denn dann müsste der Monteur drei Schieber von Hand gleichzeitig so lange in der Demontagestellung halten, bis das Gerät entnommen ist.
Um den Schieber wieder in die Montagestellung zu bringen, genügt ein leichter Druck in Pfeilrichtung P (Fig. 14) auf das freie Ende, und die Randleiste rutscht aus der Rastkontur, so dass die Feder 9" den Schieber 7" wieder in seine Montagestellung drücken kann.
Der Schieber 7" trägt an seiner anschlagseitigen Schmalseite 16" zwei parallel zu der Längsseite der Grundplatte 10" verlaufende Anschlagslaschen 17" mit je einer Anschlagsnase 8". Es gibt also zwei Anschlagsnasen, die voneinander um die Breite des Schiebers 7" auseinander liegen. Damit ist ein sicheres Halten und ein weitgehender Verdrehschutz des Gerätes im auf der Hutprofilschiene aufgerasteten Zustand gegeben.
An den Längsseiten des Schiebers 7" trägt dieser senkrecht zu der Grundplatte 10" eine Führungslasche 18", welche die Randleiste 11" trägt. Die Randleiste 11" ist dabei an dem freien Ende eines Haltearms 28" angeformt, der wiederum sich von der Führungslasche 18" aus senkrecht von der Grundplatte 10" nach unten erstreckt, siehe Fig. 9. Der Schieber 7" ist hier ein Stanzbiegeteil aus einem Stahlblech, und die Füh- rungslaschen, der Haltearm 28" und die Randleiste 11 " sind durch Stanzen und Biegen aus einem Stück Stahlblech hergestellt. An der Grundplatte 10" ist eine Haltelasche 19" angeformt, die als Anlagefläche für die Feder 9" dient. Die Haltelasche 19" trägt eine Vertiefung 29", die als Fixierungspunkt für die dort angreifende Feder 9" dient.
Weiter befindet sich in der Grundplatte 10" eine Montageöffnung 20" zum Einsetzen der Feder 9". Eine Nase 30" an dem der Haltelasche 19" gegenüberliegenden Ende der Montageöffnung 20" erleichtert die Federmontage. Die Feder 9" ist eine Zylinderfeder.
Die Führungsnut 12" steht mit einer Montagenut 23" in Verbindung, wobei die Montagenut 23" senkrecht von der Führungsnut 12" aus in Richtung auf die Befestigungssei- te 3" hin weist und an der Befestigungsseite 3" zum Einsetzen der Randleiste 11" offen ist. Fig. 11 zeigt, wie der Schieber 7" zur Montage an dem Gehäuse 2" von der Befestigungsseite 3" her mit seinen Randleisten an den Haltearmen 28" in die Montagenuten 23" eingeführt und bis zum Aufsitzen in der Führungsnut 12" gegen die Befestigungsseite 3" gedrückt wird. Durch anschließendes Verschieben in den Führungsnuten auf die Hutprofiltragschiene zu wird der Schieber 7" in seine Halteposition oder Montageposition gebracht. Hier wird bei erstmaligem Aufsetzen des Schiebers 7" auf das Gehäuse 2" auch die Feder 9" durch die Montageöffnung 20" hindurch eingesetzt.
Die vorliegende Erfindung umfasst neben den beschriebenen Ausführungsbeispielen auch beliebige Kombinationen bevorzugter Ausführungsformen sowie einzelner Aus- gestaltungsmerkmale oder Weiterbildungen, sofern diese sich nicht gegenseitig ausschließen.
Bezugszeichenliste
1 Strombegrenzungs-Widerstand
2 erste Stromschiene
3 Selektiv-Thermobimetall
6 zweite Stromschiene
7 Haupt-Thermobimetall
8 Druckfeder der Anschlussklemme, Federklemme 10 Selektivschutzschalter, Installationsschaltgerät 12 Befestigungsseite
14 vordere Frontseite
15 hintere Frontseite
16 vordere Schmalseite
17 hintere Schmalseite
18 Gehäuse
20 Ausgangsklemme
21 Eingangsklemme, Zugangsklemme
22 Hauptkontaktstelle
23 Schlagankersystem
24 Schaltschloss
25 Trennkontaktstelle
26 Handgriff
28 erste Teilungswand
40 Litze
42 Lichtbogenleitschiene
43 Litze
44 bewegliches Kontaktstück
46 festes Kontaktstück
47 Stromschiene
48 Litze
49 Litze
50 Schieber
51 Auslösehebel
52 Nebenkontakt-Schalthebel
64 Wärmeableitelement
68 Haltevorrichtung
74 Heizdrahtwicklung
78 Verbindungspunkt
80 Wirklinie
81 Wirklinie
82 Wirklinie
83 Wirklinie
84 Wirklinie
86 Wirklinie
100 U-förmige Ausnehmung
101 feststehende Nase
103 Schieber
104 bewegliche Nase
182 Längssteg 191 linke Breitseite
192 rechte Breitseite
201 Öffnung der Ausgangsklemme
221 beweglicher Kontakthebel
222 feste Kontaktstelle
223 ortsfeste Achse
281 Trennwand
282 Trennwand
283 Trennwand
300 Schrauböffnung
301 ortsfeste Achse
400 Abluftöffnung
401 Steg
402 Abluftöffnung
431 Festkontaktleitschiene
491 Steckkontakt
492 Anschlusslitze
500 Zwischenteil
511 Verriegelungseinrichtung
601 Wicklungseingang
611 Wicklungsausgang
701 Kalibrierschraube
r Installationsschaltgerät
2" Gehäuse
3' obere Breitseite
4' untere Breitseite
5' Schmalseite
6' Befestigungsseite
7' Frontseite
8' Lichtbogenlöscheinrichtung
9' Zwischenstück
10' Teilraum
ir Abluftwand
12' erster Abluftkanal
13' Abgasstrom
14' Ende der Lichtbogenlöscheinrichtung
15' erste Abluftöffnung
16' Klemmenisolierteil
17' Klemmenraumtrennwand
18' Zwischenöffnung
19' Isolierteilöffnung
20' zweiter Abluftkanal
21' erster Teilstrom
22' zweite Abluftöffnung
23' Klemmenraum
24' erste Platte
25' zweite Platte
26' Ausbuchtung
27' Ausbuchtung 28' Steg
29' Stegöffnung
30' zweiter Teilstrom
31' dritte Abluftöffnung
32' Führungssteg
33' zentraler Steg
34' Y-Schenkel
35' Y-Schenkel
1" Elektrisches Installationsschaltgerät
2" Gehäuse
3" Befestigungsseite
4" Breitseite
5" Schnellbefestigungsvorrichtung
6" Hutprofiltragschiene
7" Schieber
8" Anschlagsnase
9" Feder
10" Grundplatte
11" Randleiste
12", 12"' Führungsnut
13" Entnahme-Ende
14" Fixierungsende
15" Rastkontur
16" anschlagseitige Schmalseite
17" Anschlagslasche
18" Führungslasche
19" Haltelasche
20" Montageöffnung
21" Betätigungslasche
22" Eingriffsöffnung
23" Montagenut
24" feststehende Nase
25" Längsleiste
26" Schmalseite
27" Klemmenzugangsöffnung
28" Haltearm
29" Vertiefung
30" Nase
