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Patent Searching and Data


Title:
INSULATING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/052590
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an insulating element for securing to a wall, ceiling or facade, wherein at least one means for securing the insulating element to the entire wall surface, ceiling or facade is arranged on the insulating element.

Inventors:
MARX, Alexander (Hauptstrasse 24, Neunkirchen, 53819, DE)
Application Number:
DE2017/000302
Publication Date:
March 21, 2019
Filing Date:
September 18, 2017
Export Citation:
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Assignee:
MARX, Alexander (Hauptstrasse 24, Neunkirchen, 53819, DE)
International Classes:
E04B1/76; E04B1/80; E04B1/90; E04F13/08
Foreign References:
DE3019187A11981-07-23
GB2011837A1979-07-18
FR2572753A11986-05-09
DE202010007943U12010-12-09
DE202005019668U12006-03-02
DE102007033123B42010-01-07
Attorney, Agent or Firm:
ENGEMANN JÖRG-BERTEN RECHTSANWÄLTE (Brandstrasse 10, Siegburg, 53721, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Dämmelement zur Befestigung an einer Wand, Decke oder Fassade, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Dämmelement (1) bereits mindestens ein Mittel zur vollflächigen Befestigung (2.1 , 2.2) des Dämmelementes an einer Wand, Decke oder Fassade angeordnet ist.

2. Dämmelement zur Befestigung an einer Wand, Decke oder Fassade nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur vollflächigen Befestigung des Dämmelementes (2.1 , 2.2) eine Schicht aus einer vollflächig auf der Schicht aus dem Dämmstoffmaterial angeordneten Klebemasse (2.1 ) ist und die Klebemasse (2.1 ) mit einer Schutzschicht (2.2) abgedeckt ist, die die Klebemasse (2.1 ) vollflächig abdeckt und die von der Klebemasse (2.1 ) entfernt werden kann.

3. Dämmelement zur Befestigung an einer Wand, Decke oder Fassade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus der Klebemasse (2.1 ) elastisch verformbar ist.

4. Dämmelement zur Befestigung an einer Wand, Decke oder Fassade nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus der Klebemasse (2.1) plastisch verformbar ist.

5. Dämmelement zur Befestigung an einer Wand, Decke oder Fassade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht aus der Klebemasse (2.1 ) eine Stärke zwischen 1 mm bis 50 mm aufweist,

6. Dämmelement zur Befestigung an einer Wand, Decke oder Fassade nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schicht aus dem Dämmstoffmaterial (1 ) und der Schicht mit der Klebemasse (2.1 ) eine Schicht aus einer Schaumstoffmasse (3) angeordnet ist.

7. Dämmelement zur Befestigung an der Wand, Decke oder Fassade nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schicht aus dem Dämmstoffmaterial (1 ) und der Schicht aus der Schaumstoffmasse (3) eine weitere Schicht mit einer Klebemasse (4) angeordnet ist.

8. Verfahren zur Befestigung des Dämmelementes nach einem der Ansprüche 1 bis 7 an einer Wand, Decke oder Fassade, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Schritt die Mittel zur vollflächigen Befestigung des Dämmstoffelementes (2.1 , 2.2) freigelegt werden und im zweiten Schritt das Dämmelement (1 ) mit den Mitteln zur vollflächigen Befestigung (2.1 , 2.2) an die Wand, Decke oder Fassade angepresst wird.

9. Verfahren zur Befestigung eines Dämmelementes nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Freilegen der Mittel zur vollflächigen Befestigung (2.1 , 2.2) durch Abziehen der Schutzschicht (2.2) von der Schicht mit der Klebemasse erfolgt und im zweiten Schritt das Dämmelement (1 ) mit der mit der Klebemasse (2.1 ) beschichteten Seite an die Wand, Decke oder Fassade angepresst wird.

10. Verfahren zur Befestigung eines Dämmelementes an einer Wand, Decke oder Fassade nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass in einem dritten Schritt das Dämmelement mit einem mechanischen Befestigungselement (5) zusätzlich an der Wand, Decke oder Fassade befestigt wird.

11. Verfahren zur Befestigung eines Dämmelementes an einer Wand, Decke oder Fassade nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Durchführung des ersten Schritts des Verfahrens ein winkliges Montageelement (6) an der Wand, Decke oder Fassade befestigt wird, aus dessen horizontalem Schenkel winklig mindestens ein Ansatz mit einem sich verjüngenden Querschnitt hervorragt und vor Durchführung des zweiten Schritts des Verfahrens das Dämmelement (1) mit einer seiner Seitenflächen auf den Ansatz des winkligen Montageelementes (6) aufgesetzt wird, bis der Ansatz soweit in die Seitenfläche des Dämmelementes (1 ) eingeführt ist, dass die Seitenfläche des Dämmelementes (1) auf der Fläche des winkligen Montageelementes (6) aufliegt und sodann das Dämmelement (1 ) mit der mit der Klebemasse (2.1) beschichteten Seite an die Wand, Decke oder Fassade an- gepresst wird.

Description:
Dämmelement

Beschreibung

[0001] Die Erfindung betrifft ein Dämmelement und ein Verfahren zur Befestigung eines Dämmelementes an einer Wand, Decke oder Fassade.

[0002] Dämmelemente werden vorrangig zur Wärmedämmung von Gebäuden eingesetzt, um den Durchgang von Wärmeenergie durch die Außenmauern von Gebäuden zu verringern und dergestalt die Auskühlung beheizter Gebäude zu minimieren. Dämmelemente leisten somit einen wichtigen Beitrag zu Ökologie und Ökonomie, da sie den Energie-und Rohstoffverbrauch herabsetzen und Heizkosten einsparen. Die Wärmedämmung von Gebäuden ist daher nicht nur gesetzlich durch die Energiesparverordnung vorgeschrieben, sondern wird darüber hinaus auch staatlich gefördert. So schreibt die Energieeinsparverordnung beispielsweise eine effektive Dämmung der Gebäudehülle für Neubauten und die Durchführung von Dämmmaßnahmen bei der Erneuerung des Außenputzes bei Gebäuden vor, die vor 1984 errichtet wurden.

[0003] Des Weiteren werden Dämmelemente auch zur Schalldämmung von Gebäuden eingesetzt, um das Austreten von Schallwellen durch Wände, Decken und Fassaden von Gebäuden herabzusetzen und/oder zu verhindern.

[0004] Dämmelemente sind in der Regel plattenförmige Bauteile, die aus einer oder mehreren Schichten von Dämmstoffmaterialien bestehen. Als Wärmedämmstoffe werden insbesondere Mineralwolle, Holzweichfasern und insbesondere geschäumte Kunststoffe, wie z. B. Polystyrol und Polyurethan, verwendet. Die Dämmelemente können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eines Gebäudes an Wänden, Decken oder Fassaden befestigt werden. Mit Dämmelementen verkleidete Fassaden

|Bestätigungskopie| werden anschließend wahlweise verputzt oder mit Vorwandelementen belegt.

[0005] Aus der DE 20 2010 007 943 U1 ist eine Befestigung von Wärmedämmplatten mit einem Klebemörtel an einer Wand, Decke oder Fassade bekannt. Dabei wird eine als Bindemittel dienende Schicht aus Klebemörtel kurz vor dem Verlegen der Wärmedämmplatten flächig oder wulstformig bereichsweise auf die zu bearbeitende Wand-, Decken- oder Fassadenfläche oder auf die zu verlegende Wärmedämmplatte aufgebracht. Bei dieser Befestigungsmethode ist es notwendig, dass die Wärmedämmplatten schnell an den Untergrund angedrückt werden, damit der Mörtel keine Zeit zum oberflächlichen Abbinden hat. Bindet der Mörtel vorzeitig ab, so ist eine gute und dauerhafte Befestigung der Wärmedammplatte nicht mehr gewährleistet.

[0006] Von Nachteil bei dieser Befestigungsmethode ist nicht nur, dass durch das Abbindeverhalten des Mörtels eine rasche Arbeitsweise erforderlich ist, sondern auch, dass der Mörtel auf der Baustelle frisch angerührt, mit Eimern auf ein Gerüst zur Verlegestelle transportiert und dort manuell von einem Bauarbeiter mit einer Kehle oder einem Spachtel auf der Wand-, Decken- oder Fassadenfläche aufgebracht werden muss. Beim manuellen Aufbringen von Mörtel entstehen unterschiedliche Schichtstärken, so dass die Wärmedämmplatten häufig nicht bündig anliegen. Zudem wird Mörtel in der Regel nur punktuell angebracht, so dass eine vollflächige Befestigung der Wärmedämmplatte nicht gewährleistet ist. Selbst bei vollflächigem Auftrag des Mörtels auf der Wand-, Decken- oder Fassadenfläche entstehen durch das Abbindeverhalten des Mörtels unterschiedlich starke Befestigungsverbindungen.

[0007] Um die Verbindung zwischen der Wärmedämmplatte und dem Mörtel zu verbessern schlägt die DE 20 2010 007 943 U1 daher die Anordnung von einer Vielzahl von pfahlartigen Vorsprüngen auf der Rückseite der Wärmedämmplatte vor, die die sich beim Abbinden des Mörtels bildende äußere Haut durchdringen und dergestalt eine bessere Verbindung zwischen der Wärmedämmplatte und dem Mörtel ermöglichen. Von Nachteil bei dieser Ausführungsform ist jedoch, dass die Herstellung der Wärmedämmplatte erschwert und verteuert wird und bei unregelmäßiger Aufbringung des Mörtels nicht gewährleistet ist, dass an den Stellen mit den scharfkantigen Strukturen auch hinreichend Mörtel aufgebracht ist. [0008] Aus der DE 20 2005 019 668 U1 ist die Befestigung einer Wärmedämmplatte mittels eines Fixierschaumes bekannt, der hinter die Wärmedämmplatte gespritzt wird und dort die feste Verbindung der Wärmedämmplatte mit dem Untergrund der Wand, Decke oder Fassade herstellen soll. Als Klebe- oder Fixierschaum wird ein Schaum auf Polyurethan-Basis offenbart, der eine hohe Klebekraft aufweist. Vorteilhaft bei dieser Befestigungsmethode ist dabei, dass der Fixierschaum bereits vorgefertigt ist und in Kartuschen leicht zur Verlegestelle transportiert und an der zu beklebenden Fläche aufgebracht werden kann.

[0009] Von Nachteil bei dieser Befestigungsmethode hingegen ist es, dass es schwierig ist, die Wärmedämmplatten in einem vordefinierten Abstand zum Untergrund zu fixieren und somit eine gleichmäßige Fläche von benachbarten Dämmelementen herzustellen, da der Fixierschaum nach dem Aufsprühen sein Volumen beachtlich vergrößert und es über einen längeren Zeitraum dauert, bis der Fixierschaum ausreagiert ist und sich hinreichend verfestigt hat. Um annähernd ebene Flächen von Dämmelementen zu erreichen, ist ein zeitversetztes Nachdrücken in einem nachfolgenden Arbeitsschritt erforderlich. Dieser Arbeitsschritt ist jedoch nur dann noch erfolgsversprechend, wenn der Fixierschaum noch flexibel und noch nicht vollständig ausreagiert ist. Zudem müssen auch bei dieser Befestigungsmethode sowohl Dämmelemente als auch Fixierschaum separat bevorratet und der Fixierschaum erst vor Ort an der Verlegestelle aufgebracht werden.

[0010] Des Weiteren wird in der DE 10 2007 033 123 B4 eine rein mechanische Befestigungsmethode von Wärmedämmkörpern im Bereich einer Fassade. Wand oder Decke offenbart, bei der ein Montagehilfsmittel an der Fassade, Wand oder Decke befestigt und der Wärmedämmkörper mit seiner Seitenfläche in von dem Montagehilfsmittel abstehende scharfkantige Ansätze eingesetzt wird. Von Vorteil bei dieser Befestigungsmethode ist es, dass die Wärmedämmplatten sehr genau positioniert werden können, da die Befestigungsmittel exakt positioniert und die Wärmedämmkörper genau auf den Befestigungsmitteln angebracht werden können. Von Nachteil bei dieser Befestigungsmethode hingegen ist es, dass zunächst die Montagehilfsmittel mit einem oder mehreren Dübeln oder sonstige mechanischen Befestigungsele- mente in der zu verkleidenden Fläche befestigt werden müssen und somit die Befestigung einen hohen Arbeits- und Zeitaufwand erfordert. Zudem liegen die Wärmedämmplatten nur auf der Wand, Decke oder Fassade auf, da die Befestigung nur über die Seitenflächen der Wärmedämmplatten erfolgt. Eine vollflächige Verbindung zwischen der Wärmedämmplatte und der zu verkleidenden Wand, Decke oder Fassade ist somit nicht gegeben, so dass sich hinter der Wärmedämmplatte durch Unebenheiten der Wand, Decke oder Fassade Hohlräume ausbilden können.

[001 1] Die Erfindung hat sich von diesem Stand der Technik ausgehend die Aufgabe gestellt, ein Dämmelement so weiter zu entwickeln, dass es ohne Werkzeuge und mit geringem Zeitaufwand vollflächig an einer Wand, Decke oder Fassade befestigt werden kann. Ein weiteres Ziel des Erfindungsgegenstandes ist es, eine genaue Positionierung der Dämmelemente zu ermöglichen und Fehlerquellen bei der Montage der Dämmelemente soweit wie möglich auszuschließen.

[0012] Die Erfindung löst die vorstehende Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie mit dem Verfahren nach Patentanspruch 8.

[0013] Erfindungsgemäß sind an dem Dämmelement bereits die Mittel zur vollflächigen Befestigung des Dämmelementes an einer Wand, Decke oder Fassade angeordnet. Es sind somit keine Werkzeuge und/oder zusätzliche Befestigungsmittel, die gesondert zur Verlegestelle befördert werden müssen, erforderlich, um das Dämmelement an der Wand, Decke oder Fassade vollflächig befestigen zu können.

[0014] Dämmelement im Sinne dieser Erfindung sind alle Raumkörper, die aus mindestens einer Schicht eines Dämmstoffmaterials, wie beispielsweise Mineralwolle, Holzweichfasern und/oder geschäumten Kunststoffen, wie z. B. Polystyrol oder Polyurethan bestehen. Am stärksten verbreitet sind Dämmstoffelemente in Plattenform, die aus einer oder mehreren Lagen von Dämmstoffmaterialien bestehen.

[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bestehen die Mittel zur vollflächigen Befestigung des Dämmelementes an einer Wand, Decke oder Fassade aus einer Schicht aus einer vollflächig auf der Schicht aus dem Dämmstoffmaterial angeordneten Klebemasse, die von einer die Klebemasse vollständig abdeckenden und von der Klebemasse entfernbaren Schutzschicht überzogen ist. Die Klebemasse wird bereits bei der Herstellung des Dämmelementes auf die Schicht aus dem Dämmstoffmaterial ganzflächig aufgetragen. Die Klebemasse kann beispielsweise aus einem Butyl-, Acryl-, Kautschuk-, Silikon-, Epoxyharz-, Hybrid- oder einem Heißschmelzkleber bestehen. Bevorzugt im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden jedoch Polyurethan-Klebstoffe (PUR), die als Einkomponenten-Klebstoffe unter Einwirkung von Luft aushärten.

[0016] Um ein vorzeitiges Aushärten der Klebemasse zu vermeiden ist die Klebemasse vollständig mit einer Schutzschicht abgedeckt, die die Klebemasse luftdicht abschließt und die sich von der Klebemasse leicht abziehen lässt. Bevorzugt wird hierzu eine Kunststofffolie, die reißfest ist und sich in einem Zug von der Klebemasse abziehen lässt. Gleichwohl sollte die Abdeckschicht möglichst dünn sein, um auf der Baustelle möglichst wenig Abfall anfallen zu lassen.

[0017] Vor der Montage wird die Abdeckschicht von der Klebemasse abgezogen und das Dämmelement nachfolgend mit der mit der Klebemasse beschichteten Seite an die zu dämmende Wand, Decke oder Fassade angepresst. Hierdurch entsteht ein vollflächiger Kontakt zwischen dem Dämmelement und der zu dämmenden Wand, Decke oder Fassade. Die Klebemasse härtet binnen weniger Sekunden soweit aus, dass das Dämmelement an der Wand, Decke oder Fassade anhaftet.

[0018] Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dämmelementes ist die Klebemasse elastisch verformbar. Bei dieser Ausführungsform kann die Klebemasse auch geringfügige Unebenheiten der zu dämmenden Wand, Decke oder Fassade ausgleichen. Die Klebemasse bleibt bei dieser Verbindung formstabil und stellt sich auch unter Druckanwendung beim Anpressen des Dämmelementes wieder in die ursprüngliche Form zurück.

[0019] Alternativ kann auch eine Ausführungsform gewählt werden, bei der die Klebemasse plastisch verformbar ist. Bei dieser Ausführungsform fließt die Klebemasse vor ihrer Aushärtung auf der zu dämmenden Fläche und legt sich somit in Uneben- heiten der zu dämmenden Fläche ein, wenn das Dämmelement an die zu dämmende Fläche angepresst wird. Die Klebemasse verformt sich unter der Druckeinwirkung irreversibel und behält die die Unebenheiten ausgleichende Form bei, wenn der Druck nachlässt und die Klebemasse aushärtet. Diese Ausführungsform ist insbesondere bei zu dämmenden Flächen mit größeren Unebenheiten vorteilhaft, da zum einen eine glatte Fläche der Dämmelemente geschaffen und zum anderen auch bei Unebenheiten der Wand, Decke oder Fassade eine vollflächige und somit besonders sichere Verbindung zwischen dem Dämmstoffelement und der zu dämmenden Fläche erzeugt wird.

[0020] Die Stärke der Schicht aus der Klebemasse beträgt bevorzugterweise zwischen 1 mm bis 50 mm. Die Stärke der Schicht aus der Klebemasse ist davon abhängig, wie der zu dämmende Untergrund der Wand, Decke oder Fassade ausgestaltet ist und ob die Klebemasse elastisch oder plastisch vorformbar sein soll. Insbesondere bei plastisch verformbaren Klebemassen sind größere Stärken bevorzugt.

[0021] Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dämmelementes ist zwischen der Schicht aus dem Dämmstoffmaterial und der Schicht mit der Klebemasse eine Schicht aus einer Schaustoffmasse angeordnet. Die Schaumstoffmasse erhöht die Elastizität der darauf angeordneten Klebemasse. Zudem trägt die Schicht aus der Schaumstoffmasse zu einer verbesserten Schallisolierung der Wand, Decke oder Fassade bei.

[0022] Bei einer zusätzlichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Dämmelementes ist zwischen der Schicht aus dem Dämmstoffmaterial und der Schicht aus der Schaumstoffmasse eine weitere Schicht aus einer Klebemasse angeordnet. Dergestalt wird die Festigkeit des erfindungsgemäßen Dämmelementes weiter erhöht, da die Schicht zwischen den Dämmstoffmaterial und der Schaumstoffmasse mit der Klebemasse verbunden ist. Zudem wird bei dieser Ausführungsform der Materialeinsatz von der elastischen Klebemasse reduziert, da die Klebemasse teilweise durch die Schicht aus der Schaumstoffmasse ersetzt werden kann. Dies verringert die Herstellungskosten des Dämmelementes, ohne dessen Funktion und Wirkung zu beeinträchtigen. [0023] Darüber hinaus erstreckt sich die Erfindung auch noch auf ein Verfahren zur Befestigung eines Dämmelementes nach einem der vorstehenden Ansprüche an einer Wand, Decke oder Fassade. Dabei wird in einem ersten Schritt das dem Dämmstoffelement angeordnete Mittel zur vollflächigen Befestigung des Dämmstoffelementes freigelegt und nachfolgend das Dämmelement mit der Seite, an der die Mittel zur vollflächigen Befestigung angeordnet sind, an die Wand, Decke oder Fassade angepresst. Die Mittel zur vollflächigen Befestigung sind nach ihrer Freilegung geeignet, das Dämmstoffelement nach Druckeinwirkung auf der zu dämmenden Wand, Decke oder Fassade zu halten.

[0024] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens erfolgt das Freilegen der Mittel zur Befestigung des Dämmelementes durch das Abziehen einer Abdeck- schicht von einer Schicht aus einer Klebemasse. Nach Abziehen der Abdeckschicht wird das Dämmelement mit der mit der Klebemasse beschichteten Seite an die Wand, Decke oder Fassade angepresst. Dort härtet die Klebemasse aus und bildet eine feste Verbindung zwischen dem Dämmstoffelement und der Wand, Decke oder Fassade.

[0025] Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführung des Verfahrens wird das Dämmelement zusätzlich mit mindestens einem mechanischen Befestigungselement an der Wand, Decke oder Fassade befestigt. Mechanische Befestigungselemente im Sinne dieser Erfindung sind u. a. Nägel, Dübel, Schrauben, Anker und sonstige Montagehilfsmittel, insbesondere winklige Montagehilfsmittel, die scharfkantige Ansätze zur Einbringung in Seitenflächen von Dämmelementen aufweisen. Das Dämmelement wird bei diesem Verfahren zumindest mit einem Teil des mechanischen Befestigungselementes durchdrungen und in der Wand, Decke oder Fassade befestigt. Dieses Verfahren ist insbesondere anzuwenden, wenn eine besonders feste Verbindung zwischen dem Dämmelement und der Wand, Decke oder Fassade erforderlich ist. Das Dämmelement wird bei diesem Verfahren zusätzlich zu der Verbindung mit der Klebemasse auch noch mit den mechanischen Befestigungsmitteln an der Wand, Decke oder Fassade angebracht. Je nach Art und Anzahl der mechanischen Befestigungselemente kann somit eine besonders feste Verbindung zwischen dem Dämm- element und der Wand, Decke oder Fassade geschaffen werden, so dass die Dämmstoffschicht auch größere Lasten und Beanspruchungen aufnehmen kann.

[0026] Schließlich wird ein Verfahren beansprucht, bei dem vor Durchführung des ersten Schrittes des Verfahrens (Freilegung des Mittels zur vollflächigen Befestigung des Dämmelementes) ein winkliges Montageelement an der Wand, Decke oder Fassade befestigt wird, aus dessem horizonalem Schenkel winklig mindestens ein Ansatz mit einem sich verjüngenden Querschnitt hervorragt, das Mittel zur vollflächigen Befestigung des Dämmelementes an der Wand, Decke oder Fassade freigelegt wird, im folgenden Schritt das Dämmelement mit einer seiner Seitenflächen auf den Ansatz des winkligen Montageelementes aufgesetzt wird, bis der Ansatz soweit in die Seitenfläche des Dämmelementes eingeführt ist, dass die Seitenfläche des Dämmelementes auf der horizontalen Fläche des winkligen Montageelementes aufliegt und anschließend das Dämmelement mit der mit der Klebemasse beschichteten Seite an die Wand, Decke oder Fassade angepresst wird.

[0027] Dieses Verfahren führt zu einer besonders sicheren und festen Verbindung des Dämmelementes an der Wand, Decke oder Fassade, da das Dämmelement sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung einerseits durch die Klebemasse und andererseits durch das Montageelement gehalten wird.

[0028] Die Zeichnung 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Dämmelement nach Patentanspruch 1 in einer perspektivischen Darstellung. Die Zeichnung zeigt in der Frontalansicht die Schutzschicht zur vollflächigen Abdeckung der darunterliegenden Klebemasse. An den Seitenflächen des Dämmelementes ist der Schichtaufbau des Dämmelementes ersichtlich. Die unterste Schicht ist eine Schicht aus einem üblichen Dämmstoff material. Darauf vollflächig angebracht ist eine zweite Schicht aus einer Klebemasse. Diese zweite Schicht wird vollflächig von einer Schutzschicht abgedeckt, die von der Klebemasse entfernt werden kann. Zur Befestigung des Dämmelementes an der Wand, Decke oder Fassade wird die Schutzschutz von der Klebemasse abgezogen und sodann das Dämmelement mit der Klebemasse an die Wand, Decke oder Fassade angepresst. Die Klebemasse bildet eine feste Verbindung zwischen dem Dämmelement und der zu dämmenden Wand, Decke oder Fassade. Weitere Werkzeuge oder mechanische Befestigungselemente sind nicht erforderlich, um das Dämmelement an der Wand, Decke oder Fassade zu befestigen. Gegenüber den bisher bekannten Befestigungsmethoden entfallen somit zahlreiche Arbeitsschritte vor der Montage der Dämmelemente. Die Montage der Dämmelemente wird somit nachhaltig beschleunigt und vereinfacht. Fehlerquellen durch menschliches Versagen bei der Herstellung von Mörtel oder Klebemasse, der Aufbringung von Mörtel und/oder Klebemasse auf der Wand, Decke oder Fassade und bei der Ausrichtung der Dämmelemente zu einer ebenen Fläche werden vollständig ausgeschlossen. Befestigungsmittel müssen nicht gesondert zu den Dämmelementen bevorratet und an der Wand, Decke oder Fassade befestigt werden.

[0029] Zeichnung 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Dämmelement nach Patentanspruch 1 in einer Seitenansicht, in der der Schichtaufbau des Dämmelementes gut zu erkennen ist. Ausgehend von der ersten Schicht aus einem Dämmstoffmaterial folgt eine zweite Schicht aus einer Klebemasse und als dritte Schicht eine Schutzschicht. Sämtliche Schichten gehen jeweils über die vollständige Länge des Dämmelementes. Alle Schichten haben die gleiche Form und Länge. Die Stärke der Schichten kann entsprechend dem Material der Klebemasse variieren. Die Schutzschicht ist regelmäßig die dünnste Sicht des erfindungsgemäßen Dämmelementes. Die Schicht aus dem Dämmstoffmaterial ist üblicherweise stärker als die Schicht aus der Klebemasse.

[0030] Zeichnung 3 zeigt eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Dämmelementes nach Patentanspruch 9. In der Frontalansicht ist die Schutzschicht zur Abdeckung der Klebemasse zu erkennen. In den Seitenflächen des Dämmelementes zeigt sich der Schichtaufbau des erfindungsgemäßen Dämmelementes. Die unterste Schicht ist eine Schicht aus einem Dämmstoffmaterial. Auf dieser Schicht ist eine zweite Schicht aus einer Klebemasse aufgebracht, die die erste Schicht aus dem Dämmstoffmaterial mit einer dritten Schicht aus einer Schaumstoffmasse verbindet. Auf der Schicht mit der Schaumstoffmasse ist eine vierte Schicht aus einer Klebemasse vollflächig angebracht. Diese vierte Schicht wird vollflächig durch eine fünfte Schutzschicht abgedeckt. Diese fünfte Schutzschicht kann von der vierten Schicht aus der Klebemasse abgezogen werden, so dass die vierte Schicht aus der Klebemasse freigelegt wird. Das Dämmelement kann sodann mit der vierten Schicht aus der Klebemasse an die zu dämmende Wand, Decke oder Fassade angepresst werden.

[0031] Zeichnung 4 zeigt eine Seitenansicht des erfindungsgemäße Dämmelementes nach Patentanspruch 9. Von unten nach oben sind insoweit die nachfolgenden Schichten zu erkennen:

1. erste Schicht aus einem Dämmstoffmaterial

2. zweite Schicht aus einem Klebemasse

3. dritte Schicht aus einer Schaumstoffmasse

4. vierte Schicht aus einer Klebemasse

5. fünfte Schicht als Schutzschicht

Bezugszeichen (1) Dämmelement

(2.1 , 2.2) Mittel zur vollflächigen Befestigung

2.1. Klebemasse

2.2. Schutzschicht

(3) Schaumstoffmasse

(4) Weitere Schicht mit einer Klebemasse

(5) Mechanisches Befestigungselement

(6) Winkliges Montageelement