Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
INSULATION, CURTAIN, WINDOW AND WEATHER PROTECTION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/158303
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to insulation (10) for a building, which is mounted on an existing wall (12) of the building. The insulation (10) comprises at least two laterally spaced apart spacers (14, 16, 17) which are mounted on the wall (12) and between which an insulation surface (18) of the wall (12) can be defined, a material web (20) which extends at least between the spacers (14, 16, 17) in order to cover the insulation surface (18) of the wall (12), and a porous insulation material (22) which is arranged in the region of the insulation surface (18) between the wall (12) and the material web (20). The invention also relates to a heat-dissipating curtain and a heat-insulating weather protection device.

Inventors:
FEUSI, Marco (Wiesentalstr. 81, 7001 Chur, 7001, CH)
Application Number:
EP2018/054910
Publication Date:
September 07, 2018
Filing Date:
February 28, 2018
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
FEUSI, Marco (Wiesentalstr. 81, 7001 Chur, 7001, CH)
International Classes:
F24D13/02; E04B1/76; E04F10/00; E06B9/24
Foreign References:
US2913104A1959-11-17
US20080057334A12008-03-06
US4712347A1987-12-15
DE102005049570B32007-04-05
US20150368527A12015-12-24
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
HOFFMANN EITLE PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTMBB et al. (Arabellastraße 30, München, 81925, DE)
Download PDF:
Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Dämmung (10) für ein Gebäude, die an einer bestehenden Wand (12), einer Decke oder einem Boden des Gebäudes

angeordnet ist, umfassend

zumindest zwei seitlich beabstandete Abstandselemente (14, 16, 17), die an der Wand (12), der Decke oder dem Boden angeordnet sind und zwischen denen eine Isolationsfläche (18) der Wand (12), der Decke oder des Bodens definierbar ist, eine Materialbahn (20), die sich zumindest zwischen den Abstandselementen (14, 16, 17) erstreckt, um die

Isolationsfläche (18) der Wand (12), der Decke oder des

Bodens zu bedecken, und

poröses Isolationsmaterial (22), das im Bereich der Isolationsfläche (18) zwischen der Wand (12), der Decke oder dem Boden und der Materialbahn (20) vorgesehen ist.

2. Dämmung (10) nach Anspruch 1, wobei die zumindest zwei seitlich beabstandeten Abstandselemente (14, 16, 17)

zumindest zwei seitlich beabstandete Längslatten (14, 16) aufweisen, die an der Wand (12), der Decke oder dem Boden angeordnet sind und zwischen denen die Isolationsfläche (18) der Wand (12), der Decke oder des Bodens definierbar ist.

3. Dämmung (10) nach Anspruch 2, wobei die Längslatten (14, 16) im Wesentlichen vertikal entlang der Wand (12), Decke oder dem Boden angeordnet sind, so dass das

Isolationsmaterial (22) im Bereich der Isolationsfläche (18) von oben zwischen die Wand (12) und die Materialbahn (20) oder seitlich zwischen die die Decke oder den Boden und die Materialbahn einfüllbar ist.

4. Dämmung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Materialbahn (20) eine Bahn aus Vlies, einem

Gewebe, einem feinen Gitter oder dergleichen ist.

5. Dämmung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Material der Materialbahn (20) porös ist und bevorzugt eine Porengröße aufweist, die kleiner als ein

Querschnitt eines einzelnen Partikels des Isolationsmaterials (22) ist.

6. Dämmung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Isolationsmaterial (22) ein Schaum oder ein

Granulat, vorzugsweise ein Aerogel, ist, in dem zu einem Volumenanteil von mindestens 85%, bevorzugt mindestens 90%, ein Gas, insbesondere Luft, enthalten ist.

7. Dämmung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die so ausgebildet ist, dass das Isolationsmaterial (22), insbesondere durch Absaugen, zu einem beliebigen Anteil aus dem Raum zwischen der Materialbahn (20) und der Wand (12), der Decke oder dem Boden entnehmbar ist.

8. Dämmung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abstandselemente (14, 16, 17) so bemessen sind, dass die Materialbahn (20) im Bereich der Abstandselemente (14, 16, 17) einen Abstand von der Wand (12), der Decke oder dem Boden von mindestens 3 cm, bevorzugt von 5 cm, hat.

9. Dämmung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Materialbahn (20) so ausgebildet ist, dass sie mit einem Putzmaterial, insbesondere einem luftdurchlässigen und bevorzugt zusätzlich wasserundurchlässigen Putzmaterial, verputzbar ist.

10. Verfahren zum Dämmen zumindest einer Wand (12), der Decke oder des Bodens eines Gebäudes, wobei

zumindest zwei seitlich beabstandete Abstandselemente (14, 16, 17) an der Wand (12), der Decke oder dem Boden angeordnet werden, zwischen denen eine Isolationsfläche (18) der Wand (12), der Decke oder des Bodens definiert wird,

eine Materialbahn (20) so an den zumindest zwei Abstandselementen (14, 16, 17) angebracht wird, dass sie die Isolationsfläche (18) der Wand (12), der Decke oder des

Bodens bedeckt, und

poröses Isolationsmaterial (22) im Bereich der

Isolationsfläche (18) zwischen der Wand (12), der Decke oder dem Boden und der Materialbahn (20) eingebracht wird, um den Raum zwischen der Wand (12), der Decke oder dem Boden und der Materialbahn (20) zumindest teilweise zu füllen.

11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die zumindest zwei seitlich beabstandeten Abstandselemente (14, 16, 17)

zumindest zwei seitlich beabstandete Längslatten (14, 16, 17) aufweisen, die an der Wand (12), der Decke oder dem Boden angeordnet sind und zwischen denen die Isolationsfläche (18) der Wand (12), der Decke oder des Bodens definierbar ist.

12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Längslatten (14, 16) im Wesentlichen vertikal entlang der Wand (12), der Decke oder des Bodens angeordnet werden, so dass das

Isolationsmaterial (22) im Bereich der Isolationsfläche (18) von oben zwischen die Wand (12) und die Materialbahn (20) oder seitlich zwischen die Decke oder den Boden und die

Materialbahn eingefüllt wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei das Isolationsmaterial (22) teilweise aus dem Raum zwischen der Materialbahn (20) und der Wand (12), der Decke oder dem Boden entnommen, insbesondere abgesaugt, wird.

14. Vorhang für einen Raum oder eine Fassade eines Bauwerks umfassend

eine Materialbahn, die eine Fläche des Vorhangs bildet, einen sich über einen Großteil der Fläche des Vorhangs erstreckenden Hohlraum,

dadurch gekennzeichnet, dass

er ein Netz aus Heizdrähten aufweist und in dem Hohlraum ein poröses Isolationsmaterial

aufgenommen ist, so dass sich das Isolationsmaterial über einen Großteil der Fläche des Vorhangs erstreckt.

15. Vorhang nach Anspruch 14, wobei das Isolationsmaterial ein Granulat, vorzugsweise ein Aerogel, ist, in dem zu einem Volumenanteil von mindestens 85%, bevorzugt mindestens 90%, ein Gas, insbesondere Luft, enthalten ist.

16. Vorhang nach Anspruch 14 oder 15, wobei das Netz Teil der Materialbahn ist, welche die Fläche des Vorhangs bildet.

17. Vorhang nach einem der Ansprüche 14 bis 16, wobei das Netz auf nur einer Seite des Hohlraums angeordnet ist, während auf der dem Netz gegenüberliegenden Seite des

Hohlraums eine Materialbahn ohne Heizdrähte angeordnet ist.

18. Vorhang nach einem der Ansprüche 14 bis 17, wobei das Netz ferner LED-Lichtdrähte oder Glasfaser Lichtdrähte aufweist .

19. Wetterschutzvorrichtung umfassend eine Materialbahn, die eine Fläche der Wetterschutzvorrichtung bildet,

einen sich über einen Großteil der Fläche der

Wetterschutzvorrichtung erstreckenden Hohlraum und

in dem Hohlraum ein poröses Isolationsmaterial, so dass sich das Isolationsmaterial über einen Großteil der Fläche der Wetterschutzvorrichtung erstreckt.

20. Wetterschutzvorrichtung nach Anspruch 19, wobei das Isolationsmaterial ein Granulat, vorzugsweise ein Aerogel, ist, in dem zu einem Volumenanteil von mindestens 85%, bevorzugt mindestens 90%, ein Gas, insbesondere Luft, enthalten ist.

21. Wetterschutzvorrichtung umfassend eine Materialbahn, die eine Fläche der Wetterschutzvorrichtung bildet, wobei die Materialbahn aus einem Isolationsmaterial besteht .

22. Wetterschutzvorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 21, die eine Markise, ein Sonnenschirm, ein Sonnensegel, eine Strandmuschel, ein Zelt, eine Fensterlamelle oder ein

Sonnenrollo insbesondere für ein Dachflächenfenster ist.

Description:
DÄMMUNG, VORHANG, FENSTER UND WETTERSCHUTZVORRICHTUNG TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Dämmung für ein Gebäude, die an einer bestehenden Wand des Gebäudes angeordnet ist, sowie ein Verfahren zum Dämmen zumindest einer Wand eines Gebäudes. Im vorliegenden Text wird jeweils von einer Wand eines Gebäudes gesprochen, wobei hiermit auch eine Decke und ein Boden des Gebäudes oder eines Raumes eines Gebäudes gemeint sind. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung einen Vorhang für einen Raum oder eine Fassade eines Bauwerks umfassend eine Materialbahn, die eine Fläche des Vorhangs bildet, einen sich über einen Großteil der Fläche des Vorhangs erstreckenden Hohlraum und ein Netz von LED- und/oder Glasfaser Lichtdrähten. Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung eine Wetterschutzvorrichtung umfassend eine Materialbahn, die eine Fläche der Wetterschutzvorrichtung bildet.

STAND DER TECHNIK

Im Zuge der heutigen Tendenz, den Wärmeverlust eines Gebäudes über seine Außenwände möglichst gering zu halten, um Heiz ¬ oder Kühlenergie einsparen zu können, besteht der grundsätzliche Wunsch danach, die Wände des Gebäudes möglichst gut dämmen zu können. Gerade bei der nachträglichen Dämmung von Bestandsimmobilien besteht hierbei das Problem, dass eine nachträgliche Dämmung der Außenwände viele Probleme mit sich bringt. Insbesondere stören von außen auf die Fassade eines Gebäudes aufgebrachte Dämmplatten das äußere Erscheinungsbild eines Gebäudes so massiv, dass diese Maßnahme für die meisten Immobilienbesitzer nicht infrage kommt .

Gerade bei Immobilien, bei denen eine Außenfassade vor die tragende Außenwand des Gebäudes gebaut wurde, lassen sich Dämmplatten nicht sinnvoll einsetzen, insbesondere nicht zwischen die tragende Wand des Gebäudes und die davor befindliche Fassade einbringen, um optische

Verschlechterungen des Bauwerks zu vermeiden.

Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, bei einem bestehenden Gebäude eine bessere Dämmung bereitzustellen. Insbesondere kann die vorliegende Erfindung auch bei solchen Gebäuden eingesetzt werden, bei denen zwischen einer äußeren Fassade und einer weiter innen liegenden tragenden oder nichttragenden Wand des Gebäudes ein Zwischenraum besteht, der sich jedoch nicht für das Einbringen von Dämmplatten eignet .

Bei Immobilien besteht nahezu immer das Bedürfnis, einen Innenraum der Immobilie bei Kälte heizen zu können. Herkömmlich sind viele verschiedene Ausführungen von Boden, Wand- und Deckenheizungen bekannt. Einmal installiert, sind diese Heizsysteme jedoch hinsichtlich ihrer Ausdehnung und Größe festgelegt und somit unflexibel. Flexiblere Lösungen werden beispielsweise durch mobile Radiatoren oder Lüftungsgeräte gegeben. Diese Systeme sind jedoch weniger effizient als Flächenheizsysteme.

Vor diesem Hintergrund zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, den Innenraum eines Bauwerks flexibel und effizient heizen zu können.

Bei Wetterschutzvorrichtungen wie Sonnenschirmen etc. besteht oft das Problem, dass sich unter dem Wetterschutz ungewollt Wärme staut, die vor allem bei Sonnenschutzsystemen meistens ungewollt ist, weil diese Systeme normalerweise an sonnigen und damit zumeist auch warmen Tagen eingesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund zielt die vorliegende Erfindung ferner darauf ab, eine Wetterschutzvorrichtung bereitzustellen, deren Benutzung einen möglichst geringen Wärmestau nach sich zieht . DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung ist zunächst eine Dämmung für ein Gebäude nach Anspruch 1. Vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Ferner ist die Erfindung ein Verfahren zum Dämmen zumindest einer Wand eines Gebäudes gemäß Anspruch 10 und weitere Merkmale und Vorteile dieser Erfindung werden aus den entsprechenden Unteransprüchen deutlicher.

Weitere Aspekte der Erfindung liegen in einem Vorhang für einen Raum oder eine Fassade eines Bauwerks nach Anspruch 14 und einer Wetterschutzvorrichtung nach Anspruch 19 oder Anspruch 21. Vorteilhafte Weiterbildungen dieser Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den entsprechenden Unteransprüchen .

Konkret umfasst eine erfindungsgemäße Dämmung für ein Gebäude, die an einer bestehenden Wand des Gebäudes angeordnet ist, zumindest zwei seitlich beabstandete Abstandselemente, die an der Wand, der Decke oder dem Boden angeordnet sind und zwischen denen eine Isolationsfläche der Wand, der Decke oder des Bodens definierbar ist. Ferner umfasst die Dämmung eine Materialbahn, die sich zumindest zwischen den zumindest zwei Abstandselementen erstreckt, um die Isolationsfläche der Wand, der Decke oder des Bodens zu bedecken, und poröses Isolationsmaterial, das im Bereich der Isolationsfläche zwischen der Wand, der Decke oder dem Boden und der Materialbahn vorgesehen ist.

Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Dämmen zumindest einer Wand, der Decke oder des Bodens eines Gebäudes werden zumindest zwei seitlich beabstandete Abstandselemente an der Wand angeordnet, zwischen denen eine Isolationsfläche der Wand definiert werden kann. Ferner wird eine Materialbahn so an den zumindest zwei Abstandselementen angebracht, dass sie die Isolationsfläche der Wand, der Decke oder des Bodens bedeckt, und poröses Isolationsmaterial wird im Bereich der Isolationsfläche zwischen der Wand, der Decke oder dem Boden und der Materialbahn eingebracht, um den Raum zwischen der Wand, der Decke oder dem Boden und der Materialbahn zumindest teilweise zu füllen.

Die Abstandselemente sind vorzugsweise so ausgestaltet, dass sie Wärme nur sehr schlecht leiten. Hierfür können die Abstandselemente aus einem Material mit kleinem Wärmeleitkoeffizienten ausgebildet oder entsprechend geformt und dimensioniert sein.

Für das Isolationsmaterial wird bevorzugt, dass es hydrophob ausgebildet ist. Hierunter ist zu verstehen, dass das Isolationsmaterial ungeeignet ist, Feuchtigkeit aufzunehmen und zu speichern. Somit kann vermieden werden, dass Feuchtigkeit im Bereich der Isolationsfläche gehalten wird und zu einer schnellen Schwächung der Dämmung durch Feuchtigkeitseinflüsse führen kann.

Bevorzugt weisen die zumindest zwei seitlich beabstandeten Abstandselemente zumindest zwei seitlich beabstandete Längslatten auf, die an der Wand, der Decke oder dem Boden angeordnet sind und zwischen denen die Isolationsfläche der Wand, der Decke oder des Bodens definierbar ist.

Bevorzugt sind die Längslatten im Wesentlichen vertikal entlang der Wand angeordnet, sodass das Isolationsmaterial im Bereich der Isolationsfläche von oben zwischen die Wand und der Materialbahn einfüllbar ist bzw. eingefüllt wird.

Durch die im Wesentlichen vertikale Anordnung der Längslatten ist es möglich, das Isolationsmaterial von oben in den Raum zwischen Wand und Materialbahn, der insbesondere zwischen tragender Wand und Fassade vorgesehen sein kann, einzufüllen.

Alternativ können die Abstandselemente beispielsweise auch Stifte oder ähnliche Elemente sein, die in vertikaler und in horizontaler Richtung voneinander beabstandet sind und entsprechend Freiraum für die Ausbreitung des Isolationsmaterials zwischen den Abstandselementen erzeugen.

Die Abstandselemente bestehen bevorzugt aus einem nicht ¬ organischen Material. Dies ergibt den Vorteil, dass die Abstandselemente gegenüber Feuchtigkeit sehr widerstandsfähig sind .

Das Isolationsmaterial kann insbesondere ein Schaum oder ein Granulat, vorzugsweise ein Aerogel sein, in dem zu einem Volumenanteil von mindestens 85 %, bevorzugt von mindestens 90 %, ein Gas, insbesondere Luft, enthalten ist. Ein solches Material, insbesondere Aerogel, ist aus dem Stand der Technik zwar grundsätzlich bekannt, sein besonderer Vorteil im Zusammenhang mit der Dämmung von Bestandsgebäuden wird jedoch erst durch die vorliegende Erfindung weiter ausgeschöpft. Aerogele werden hergestellt, indem ein Gel aus einem gallertartigen Stoff unter extremen Bedingungen getrocknet wird, sodass ein extrem großer Anteil an Luft oder einem anderen Gas von dem getrockneten Stoff umschlossen wird. Dies führt zu den überlegenen Dämmeigenschaften, während die Beschaffenheit des Stoffs als Gel bzw. Granulat insbesondere im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung sehr vorteilhaft ist, weil sich der Stoff so bequem auch in enge Zwischenräume einfüllen lässt.

Mit Vorteil ist die Materialbahn eine Bahn aus Vlies, einem Gewebe, einem feinen Gitter oder einem ähnlichen Material. Diese Materialien eignen sich besonders gut dazu, in Zwischenräume zwischen einer tragenden oder nichttragenden Wand und einer Fassade eingebracht zu werden, weil sie sich flexibel in den Zwischenraum einbringen lassen. Gleichzeitig können diese Materialien gut an den Abstandselementen befestigt werden, um so den Raum für die Aufnahme des Isolationsmaterials zu bilden. Vliese, Gewebe, feine Gitter und dergleichen haben darüber hinaus den Vorteil einer besonders guten Dampfdurchlässigkeit, sodass die zusätzliche Dämmung keine Dampfsperre bilden muss. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Material der Materialbahn porös und weist eine Porengröße auf, die kleiner als ein Querschnitt eines einzelnen Partikels des Isolationsmaterials ist, sofern das Isolationsmaterial aus einzelnen Partikeln aufgebaut ist. Alternativ wird bevorzugt, dass die Porengröße des Materials der Materialbahn so klein ist, dass kein Isolationsmaterial durch die Poren hindurch tritt, beispielsweise wenn das Isolationsmaterial in Form eines Schaums eingebracht wird.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Dämmung so ausgebildet, dass das Isolationsmaterial, insbesondere durch Absaugen, zu einem beliebigen Anteil aus dem Raum zwischen der Materialbahn und der Wand entnehmbar ist. Hierfür kann die Dämmung beispielsweise zwischen den Abstandselementen Öffnungen aufweisen, durch die das Isolationsmaterial abgesaugt oder anderweitig entnommen werden kann. Hierfür eignet sich insbesondere eine Granulatform des Isolationsmaterials.

Wenn das Isolationsmaterial auch entnommen werden kann, besteht die Möglichkeit, den Grad der Dämmung zu beeinflussen und das Isolationsmaterial bei Bedarf zu erneuern und die so ausgebildete Dämmung eignet sich besonders als temporäre Dämmlösung .

Mit Vorteil sind die Abstandselemente so bemessen, dass die Materialbahn im Bereich der Abstandselemente einen Abstand von der Wand von mindestens 3 cm, bevorzugt von 5 cm, hat. Dieser Abstand hat sich als besonders wirksam für das Einfüllen des Isolationsmaterials und die Praxistauglichkeit bei der nachträglichen Ausrüstung von Bestandsimmobilien gezeigt. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, andere Dimensionen der Abstandselemente einzusetzen.

Bevorzugt ist die Materialbahn so ausgebildet, dass sie mit einem Putzmaterial, insbesondere einem luftdurchlässigen und bevorzugt zusätzlich wasserundurchlässigen Putzmaterial, verputzbar ist. So kann auf eine Vorhangfassade oder ähnliches vor der Materialbahn verzichtet werden, ohne optische Einschränkungen hinnehmen zu müssen.

Ein erfindungsgemäßer Vorhang für einen Raum oder eine Fassade eines Bauwerks umfasst eine Materialbahn, die eine Fläche des Vorhangs bildet, und einen sich über einen Großteil der Fläche des Vorhangs erstreckenden Hohlraum. Der Vorhang ist dadurch gekennzeichnet, dass er ein Netz aus Heizdrähten aufweist und in dem Hohlraum ein poröses Isolationsmaterial aufgenommen ist, so dass sich das Isolationsmaterial über einen Großteil der Fläche des Vorhangs erstreckt.

Durch einen solchen Vorhang kann eine sehr flexible Wandheizung bereitgestellt werden, die bei Bedarf nachgerüstet und auch leicht wieder entfernt werden kann. Auf Grund der großen möglichen Heizfläche des Vorhangs kann der Vorhang sehr effizient heizen.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Netz ferner LED- und/oder Glasfaser Lichtdrähte. Durch diese Ausführungsform kann ferner eine Beleuchtung, insbesondere eine Ambientebeleuchtung des Raums geschaffen werden.

Bevorzugt ist das Netz Teil der Materialbahn, welche die Fläche des Vorhangs bildet. Alternativ kann das Netz auch von außen oder innen auf die Materialbahn aufgebracht sein. Es ist auch möglich, dass auf der Materialbahn ein Netz aus LED- und/oder Glasfaser Lichtdrähten und ein separates Netz aus Heizdrähten vorgesehen ist, so dass das Netz im Sinne der oben definierten Erfindung zwei- oder mehrteilig ist.

Eine Ausführungsform, bei der das Netz Teil der Materialbahn ist, hat den Vorteil, dass das Netz besser in den Vorhang integriert ist und sich nicht so leicht vom Vorhang lösen kann . Mit Vorteil ist das Netz auf nur einer Seite des Hohlraums angeordnet, während auf der dem Netz gegenüberliegenden Seite des Hohlraums eine Materialbahn ohne Heizdrähte angeordnet ist .

Der Vorhang wird dabei vorzug sweise so angeordnet, dass die Heizdrähte des Netzes auf der dem Raum zugewandten Seite des Hohlraums des Vorhangs liegen. Auf Grund der Isolationswirkung des in dem Hohlraum aufgenommenen Isolationsmaterials strahlt dann praktisch die gesamte Wärmeenergie in den Raum. G leichzeitig isoliert die dem Fenster oder Wand zugewandten Seite vor Kälte.

Eine erfindungsgemäße erste Wetterschutzvorrichtung umfasst eine Materialbahn, die eine Fläche der

Wetterschutzvorrichtung bildet, einen sich über einen Großteil der Fläche der Wetterschutzvorrichtung erstreckenden Hohlraum und in dem Hohlraum ein poröses Isolationsmaterial, so dass sich das Isolationsmaterial über einen Großteil der Fläche der Wetterschutzvorrichtung erstreckt.

Eine erfindungsgemäße zweite Wetterschutzvorrichtung umfasst eine Materialbahn, die eine Fläche der

Wetterschutzvorrichtung bildet, wobei die Materialbahn aus einem Isolationsmaterial besteht. Statt des zuvor genannten Granulats aus Isolationsmaterial kann auch die Materialbahn selbst Wärmeleitung unterbinden, wenn sie aus einem entsprechenden Material ausgebildet ist.

Diese Wetterschutzvorrichtung verhindert beispielsweise im

Fall einer Sonnenschutzvorrichtung, dass die von der Sonne aufgeheizte Materialbahn Wärme hinter oder unter die

Sonnenschutzvorrichtung leitet, weil das Isolationsmaterial die Wärmeleitung unterbindet. Im Fall eines Zelts oder dergleichen ermöglicht die Wetterschutzvorrichtung andererseits das Ausleiten von Wärme aus dem Innenraum des Zelts nach außen. Vorzugsweise wird in einer Ausführungsform ferner eine wasserführende Schicht vorgesehen, die der darunterliegenden Zone Wärme durch Verdunsten entzieht.

Bevorzugt ist für die Wetterschutzvorrichtung und den Vorhang, dass das Isolationsmaterial ein Granulat, vorzugsweise ein Aerogel, ist, in dem zu einem Volumenanteil von mindestens 85%, bevorzugt mindestens 90%, ein Gas, insbesondere Luft, enthalten ist.

Bevorzugt ist die Wetterschutzvorrichtung eine Markise, ein Sonnenschirm, ein Sonnensegel, eine Strandmuschel, ein Zelt, eine Fensterlamelle oder ein Sonnenrollo insbesondere für ein Dachflächenfenster .

Insbesondere im Fall einer Fensterlamelle oder eines Sonnenrolllos ist die Materialbahn bevorzugt formstabil und kann somit zur Definition der Form der

Wetterschutzvorrichtung beitragen. In einer bevorzugten Ausführungsform insbesondere als ein Sonnenrollo für ein Dachflächenfenster ist das Isolationsmaterial durchsichtig ausgeführt, um einen Lichteinfall durch das

Dachflächenfenster zu ermöglichen. Mit Vorteil kann das Sonnenrollo zusätzlich mit einem Verdunklungsmechanismus versehen sein, um den Eintritt von Wärmestrahlung zu verhindern .

Längs- oder Querlamellen mit innen aufgefülltem porösem Granulat werden bevorzugt an einer der Sonne zugewandten Fassadenseite angebracht. Bei Sonnenschein werden die Lamellen so aufgeklappt, dass die Sonne die dunkle Fassade aufheizt. Sobald die Sonne nicht mehr scheint, werden die Lamellen geschlossen und reflektieren die Abstrahlwärme der Fassade wieder zurück auf die Fassade. Dadurch können massiv Heizkosten gespart werden. KURZE FIGURENBESCHREIBUNG

Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer bevorzugten Dämmung für ein Gebäude an einer bestehenden Wand.

Figur 2 zeigt eine schematische seitliche Schnittansicht einer alternativen bevorzugten Dämmung für ein Gebäude an einer bestehenden Wand.

Figur 3 zeigt Lamellen zum Anbringen an einer der Sonne zugewandten Fassadenseite.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

In der nachfolgenden Figurenbeschreibung werden gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen und eine wiederholende Beschreibung weitgehend vermieden.

Figur 1 zeigt eine bevorzugte erste Ausführungsform einer Dämmung 10 für ein Gebäude. Die Dämmung 10 ist an einer bestehenden Wand 12 des Gebäudes angeordnet. In der dargestellten ersten Ausführungsform sind als

Abstandselemente zweiseitlich beabstandete Längslatten 14, 16 an der Wand 12 angeordnet und definieren zwischen sich eine Isolationsfläche 18 der Wand 12. Auf den der Isolationsfläche 18 gegenüberliegenden Seiten der Längslatten 14, 16, können jeweils weitere Isolationsflächen zu weiteren Längslatten definiert sein, die beabstandet von den Längslatten 14, 16 an der Wand 12 angeordnet sind. Die Figur 1 zeigt also nur einen kleinen Ausschnitt der möglichen Dämmung 10.

Jede der Längslatten 14, 16 hat einen rechteckigen Querschnitt und eine Dicke, gemessen von der Oberfläche der Wand 12, die 5 cm beträgt. Die Breite der Längslatten 14, 16 kann in weiten Grenzen beliebig gewählt werden. Als Material für die Längslatten 14, 16, hat sich insbesondere Holz als geeignet herausgestellt. Die beiden Längslatten 14, 16 sind vertikal an der Wand 12 angebracht, sodass eine an den Längslatten 14, 16 befestigte Materialbahn 20, die sich im Wesentlichen parallel zu der Wand 12 zwischen den Längslatten 14, 16 in einem Abstand von etwa 5 cm von der Wand 12 erstreckt, zusammen mit den Längslatten 14, 16 und der Wand 12 einen Raum definiert, der seitlich beschränkt ist, jedoch an seinem oberen und/oder unteren Rand eine Öffnung aufweisen kann. In diese Öffnung kann poröses Isolationsmaterial 22 zwischen der Materialbahn 20 und der Wand 12 sowie den beiden Längslatten 14, 16 eingefüllt werden, um den Raum im Bereich der Isolationsfläche 18 mit dem Isolationsmaterial 22 zu füllen. Besonders leicht kann dies dadurch gelingen, dass granulatförmiges Isolationsmaterial von oben in diesen Raum eingeschüttet wird.

Das Isolationsmaterial 22 ist besonders bevorzugt Aerogel- Granulat, wobei ein Querschnitt der einzelnen Partikel des Aerogels größer ist als einen Durchmesser von Poren in der Materialbahn 20, die in der vorliegenden ersten Ausführungsform durch ein grobes Vlies gebildet ist.

Die Menge an Isolationsmaterial 22, die im Bereich der Isolationsfläche 18 zwischen die Wand 12 und die Materialbahn 20 sowie die beiden Längslatten 14, 16 eingefüllt wird, ist im Wesentlichen durch das Volumen des von den Längslatten 14, 16, der Wand 12 und der Materialbahn 20 umschlossenen Raums bestimmt. Es ist jedoch auch möglich, teilweise oder vollständig das Isolationsmaterial 22 nach der Füllung wieder zu entnehmen, insbesondere abzusaugen. Dies kann vor allem dann von Vorteil sein, wenn die Dämmung 10 wieder zurückgebaut, das Isolationsmaterial 22 ausgetauscht oder die Maße der Dämmung 10 geändert werden sollen. Das Isolationsmaterial 22 kann in diesem Fall besonders gut wiederverwendet werden, sodass die erfindungsgemäße Dämmung auch besonders umweltfreundlich ist.

Der im Zusammenhang mit der Dämmung 10 beschriebene Einsatz des Isolationsmaterials 22, insbesondere von Aerogel, lässt sich auf einen Vorhang und eine Wetterschutzvorrichtung übertragen. Alternativ zum Granulat ist es auch denkbar, eine Materialbahn aus dem Isolationsmaterial 22 vorzusehen, die formstabil oder flexibel ausgebildet sein kann.

Figur 2 zeigt eine bevorzugte zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in einer seitlichen Schnittansicht. Anstelle der Längslatten 14, 16 aus Figur 1 bilden in der zweiten Ausführungsform Stifte 17 die Abstandselemente, zwischen denen die Isolationsfläche 18 der Wand 12 definiert ist. Die Stifte 17 sind als Kunststoffstifte ausgebildet, die eine möglichst geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Alternativ können die Stifte 17 aber auch aus einem anderen, vorzugsweise anorganischen Material ausgebildet sein.

Um die Dämmung 10 gemäß der zweiten Ausführungsform herzustellen, wird zunächst die Materialbahn 20 an der Wand 12 angebracht. Dies kann beispielsweise durch Heften, Tackern, Nageln, Schrauben, Kleben oder durch eine Klettverbindung erfolgen.

Danach werden die Stifte 17 an der Wand 12 und/oder der Materialbahn 20 befestigt, um einen vom Isolationsmaterial 22 zu füllenden Raum zu definieren. Um diesen Raum weiter zu definieren und zu begrenzen, wird die Materialbahn 20 auf der der Wand 12 gegenüberliegenden Seite der Stifte 17 von unten nach oben geführt. Währenddessen oder nachdem die Materialbahn 20 nach oben geführt wird oder wurde, kann das Isolationsmaterial 22 in den durch die Materialbahn und ggf. seitliche Begrenzungselemente definierten Raum eingefüllt werden. So lässt sich eine Kompaktfassade eines Neubaus effizient und wirkungsvoll dämmen.

Figur 3 zeigt Querlamellen mit innen aufgefülltem porösem Granulat, wobei das Granulat selbst nicht gezeigt ist. Die Lamellen werden bevorzugt an einer der Sonne zugewandten Fassadenseite angebracht. Bei Sonnenschein werden die Lamellen so aufgeklappt, dass die Sonne die dunkle und somit Wärmeenergie leicht aufnehmende Fassade aufheizt. Sobald die Sonne nicht mehr scheint oder zumindest die von außen auf die Fassade übertragene Leistung die von der Fassade nach außen übertragene Leistung unterschreitet, d.h. effektiv (Wärme ¬ energie von der Fassade abgegeben wird, werden die Lamellen geschlossen und reflektieren die Abstrahlwärme der Fassade wieder zurück auf die Fassade. Dadurch können massiv Heizkosten gespart werden.