MATAUSCHEK, Franz (Robert Musil Str. 5, Kapfenberg, A-8605, AT)
MATAUSCHEK, Franz (Schinitzgasse 13, Kapfenberg, A-8605, AT)
MATAUSCHEK, Franz (Robert Musil Str. 5, Kapfenberg, A-8605, AT)
| Patentansprüche: Isolierteil, vorzugsweise zum Verbinden zweier, gegebenenfalls aus Teilprofilen bestehender, Formteile oder Profile, insbesondere Holz-, Kunststoff- oder Metallprofile, wie Aluminiumprofile, dadurch gekennzeichnet, dass dieser mindestens aus 55 bis 75, vorzugsweise 63 bis 69, Gew. % mindestens eines Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol, 25 bis 45, vorzugsweise 32 bis 37, Gew. % Polyether Rohpolyol auf Saccharose/Amin Basis und 120 bis 160, vorzugsweise 135 bis 145, Gew. % polymerischen Diphenylmethandiisocyanat besteht. Isolierteil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwei, verschiedene Eigenschaften aufweisende, Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol enthalten sind. Isolierteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass 28 bis 32 Gew. % Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol mit einer Dichte von 1 ,08 gr/cm3, einer Viskosität 740 mPa, einem Hxdroxylwert 625 mg KOH/g, einem Wassergehalt < 0,7, einem Flammpunkt 200° und einer Säurezahl < 0,1 enthalten sind. Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass 33 bis 37 Gew. % Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol mit einer Dichte von 1 ,07 gr/cm3, einer Viskosität 625 mPa, einem Hxdroxylwert 565 mg KOH/g, einem Wassergehalt < 0,7, einem Flammpunkt 215° und einer Säurezahl < 0,1 enthalten ist. 5. Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Polyether Rohpolyol auf Sacharose/Amin Basis mit einer Dichte von 1 ,09 gr/cm3, einer Viskosität von 4 400 mPa, einem Hxdroxylwert von 575 mg KOH/g, einem Wassergehalt < 0,1 , einem Flammpunkt 200° und einer Säurezahl < 0, 1 enthalten sind. 6. Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass polymerisches Diphenylmethandiisocyanat mit einer Dichte von 1 ,23 gr/cm3, einer Viskosität von 220 mPas bei 25°, einem NCO-Gehalt von 30,75 %, einem Eisengehalt < 20 ppm, einem Säuregrad von 200 ppm max, einem hydrolysiertem Chlor < 2 000 ppm und einem Flammpunkt von 230° enthalten sind. 7. Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass 8 bis 15, vorzugsweise 9 bis 1 1 , Gew. % eines Flammschutzmittels enthalten sind. 8. Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass 5 bis 7 Gew. % eines Emulgators enthalten sind. 9. Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass 0,5 bis 3 Gew. % eines Katalysators enthalten sind. 10. Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass 1 bis 3 Gew. % eines Stabilisators enthalten sind. 1 1 . Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass 4 bis 6 Gew. % einer Farbpaste, insbesondere einer Schwarzkonzentrat-Farbpaste, enthalten sind. 12. Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass dieser in einem Flügel- (1 ) und/oder Stockrahmen (2) für Fenster oder Türen, vorgesehen ist, wobei zwei, gegebenenfalls aus Teilprofilen bestehende, Hohlprofile, das Stock- (7) bzw. Flügelrahmenaußenprofil (4) und das Stock- (8) bzw. Flügelrahmeninnenprofil (5) zum Profilstab mit dem Isolierteil (6) verbunden sind. 13. Einrichtung zur Herstellung eines Profilstabes, vorzugsweise für einen Flügel- und/oder Stockrahmen eines Fensters oder einer Tür, mit einem Isolierteil nach einem der Ansprüche 1 bis 12, die eine Zuführvorrichtung, ein Transportband, eine Befü llstation, eine Aushärtestrecke, eine Abtrageinheit und eine Ablängvorrichtung umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Abtrageinheit (29) oder nach der Ablängvorrichtung (30) eine Härterauftragseinheit (23) zum Auftragen eines Härters auf die abgetragenen Flächen vorgesehen ist. 14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Zuführvorrichtung (24) eine Heizeinrichtung (25) für die metallischen Profile vorgesehen ist. 15. Einrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband (26) aus einem endlosen Band gebildet ist, wobei die dem Profilstab zugewandte Seite dieses Endlosbandes mit Tetrafluorethylen beschichtet ist. 16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Abtrageinheit (29) mindestens eine, vorzugsweise zwei, Fräsmaschinen vorgesehen sind. |
Die Erfindung betrifft einen Isolierteil, vorzugsweise zum Verbinden zweier, gegebenenfalls aus Teilprofilen bestehender, Formteile oder Profile, insbesondere Holz-, Kunststoff- oder Metallprofile, wie Aluminiumprofile. Ferner betrifft die Erfindung auch eine Einrichtung zur Herstellung eines Profilstabes, vorzugsweise für einen Flügel- und/oder Stockrahmen eines Fensters oder einer Tür, mit einem Isolierteil.
Aus der AT 412 798 B ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung eines Flügel- und Stockrahmens für Fenster oder Türen bekannt. Zwei Hohlprofile, nämlich das Außenprofil und das Innenprofil werden mit einem Verbindungsprofil zum Profilstab zusammengefügt. Der im Querschnitt U-förmige Profilstab wird in dem durch die Schenkel gebildeten Freiraum mit einem Klimablocker, also mit einem Isolierteil, gefüllt. Dieser Klimablocker ist ein Zwei-Komponenten- Kunststoffschaum, beispielsweise ein Zwei-Komponenten-Polyurethan-Schaum. Aus dieser AT 412 798 B ist auch eine Einrichtung zur Herstellung eines derartigen Profilstabes bekannt.
Weiters ist aus der DE 98 02 148 A1 ein Profilstab mit einem Klimablocker bekannt. Auch die US 4 525 408 A1 offenbart einen Klimablocker aus einem Zwei- Komponenten Kunststoffschaum. Ebenso ist aus der DE 42 35 687 A1 ein
Profilstab mit einem Klimablocker bekannt.
Bei Rahmen gemäß dem Stand der Technik werden Kennwerte gemäß EN-ISO 10077-2 von u = 1 ,2 bis 1 ,9 W/m 2 K erreicht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Isolierteil zum Verbinden von Profilen zu schaffen, mit dem noch bessere wärmetechnische Kennwerte erreicht werden können.
Die Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst. Der erfindungsgemäße Isolierteil ist dadurch gekennzeichnet, dass dieser mindestens aus
55 bis 75, vorzugsweise 63 bis 69, Gew. % mindestens eines Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol,
25 bis 45, vorzugsweise 32 bis 37, Gew. % Polyether Rohpolyol auf
Saccharose/Amin Basis und
120 bis 160, vorzugsweise 135 bis 145, Gew. % polymerischen
Diphenylmethandiisocyanat besteht. Mit dem erfindungsgemäßen Isolierteil ist es erstmals möglich, ein hochwertiges Dämmmaterial mit einer Wärmeleitzahl λ < 0,024 W/mK herzustellen, wobei der Isolierteil eine Ein-Zonen-Dämmung zwischen den beiden Hohlprofilen mit einer Wärmedurchgangszahl u= 0,5 W/m 2 K pro etwa 5 cm Dicke bildet. Auf Grund dieser ausgezeichneten Wärmedurchgangszahl wird beispielsweise bei einer Verwendung in Innen- und Außenatmosphäre trennenden Elementen der Gesamt- u-Wert drastisch gesenkt, so dass auch nur eine geringste Wärmeabstrahlung gegeben ist.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind zwei, verschiedene
Eigenschaften aufweisende, Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol enthalten. Die Verwendung von zwei verschiedenen Polyethern hat sich bei praktischen
Versuchen als überaus vorteilhaft herausgestellt.
Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung sind 28 bis 32 Gew. % Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol mit einer Dichte von 1 ,08 gr/cm3, einer Viskosität 740 mPa, einem Hxdroxylwert 625 mg KOH/g, einem Wassergehalt < 0,7, einem Flammpunkt 200° und einer Säurezahl < 0,1 enthalten.
Gemäß einem weiteren besonderen Merkmal der Erfindung sind 33 bis 37 Gew. % Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol mit einer Dichte von 1 ,07 gr/cm3, einer Viskosität 625 mPa, einem Hxdroxylwert 565 mg KOH/g, einem Wassergehalt < 0,7, einem Flammpunkt 215° und einer Säurezahl < 0, 1 enthalten. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind Polyether Rohpolyol auf
Sacharose/Amin Basis mit einer Dichte von 1 ,09 gr/cm3, einer Viskosität von 4 400 mPa, einem Hxdroxylwert von 575 mg KOH/g, einem
Wassergehalt < 0,1 , einem Flammpunkt 200° und einer Säurezahl < 0, 1 enthalten.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind polymerisches
Diphenylmethandiisocyanat mit einer Dichte von 1 ,23 gr/cm3, einer Viskosität von 220 mPas bei 25°, einem NCO-Gehalt von 30,75 %, einem Eisengehalt < 20 ppm, einem Säuregrad von 200 ppm max, einem hydrolysiertem Chlor < 2 000 ppm und einem Flammpunkt von 230° enthalten.
Wie bereits dargelegt, ergeben die oben aufgezeigten Komponenten einen
Isolierteil mit hervorragenden wärmetechnischen Kenndaten. So wird dadurch auch die OIB 6-Richtlinie betreffend Energieeinsparung und Wärmeschutz bereits mit einer Zweifach-Verglasung erreicht.
Ein weiterer gravierender Vorteil dieses erfindungsgemäßen Isolierteiles ist darin zu sehen, dass dieser hundertprozentig recyclebar ist. Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind 8 bis 5, vorzugsweise 9 bis 1 1 , Gew. % eines Flammschutzmittels enthalten. Dadurch wird ein
Flammpunkt von etwa 180 °C erreicht, wobei auch eine selbst verlöschende Eigenschaft gegeben ist. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind 5 bis 7 Gew. % eines Emulgators enthalten. Dadurch wird ein fein verteiltes Gemisch der Grundkomponenten erreicht.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind 0,5 bis 3 Gew. % eines Katalysators enthalten. Dadurch wird eine ausgezeichnete Reaktionszeit bei der Herstellung erreicht. Gemäß einer weiteren besonderen Ausgestaltung der Erfindung sind 1 bis 3 Gew. % eines Stabilisators enthalten. Derartige Stabilisatoren erhöhen natürlich die Lebenszeit des Isolierteiles. Nach einer besonderen Weiterbildung der Erfindung sind 4 bis 6 Gew. % einer Farbpaste, insbesondere einer Schwarzkonzentrat-Farbpaste, enthalten.
Entsprechend dieser Weiterbildung kann die Farbe des Isolierteiles wunschgemäß hergestellt werden. Gemäß einem ganz besonderen Merkmal der Erfindung ist der erfindungsgemäße Isolierteil in einem Flügel- und/oder Stockrahmen für Fenster oder Türen, vorgesehen, wobei zwei, gegebenenfalls aus Teilprofilen bestehende, Hohlprofile, das Stock- bzw. Flügelrahmenaußenprofil und das Stock- bzw.
Flügelrahmeninnenprofil zum Profilstab mit dem Isolierteil verbunden sind. Die mit dem erfindungsgemäßen Isolierteil hergestellten Fenster und Türen erreichen wärmetechnische Werte, die eine hohe Energieeinsparung gewährleisten. So ist in der Winterszeit praktisch keine Kälteabstrahlung nach innen gegeben. Ebenso wird eine Kondensatbildung vermieden. Ein weiterer Vorteil ist vor allem dadurch gegeben, dass auch das so genannte„Zug-Gefühl" im Bereich des Fensters oder der Tür spürbar ist. Natürlich nimmt auch die globale Wärmeabstrahlung nach außen vehement ab. Dieser Effekt ist jederzeit mit einer Wärmekamera
nachweisbar.
Mit derart hergestellten Fenstern oder Türen wird, natürlich unter anderem, mit einfachster Bauweise Passivhaus-Qualität erreicht. Natürlich wird auch der
Umweltfreundlichkeit, die im Zuge der Passivhaus-Qualität gefordert ist, Rechnung getragen.
Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, den erfindungsgemäßen Isolierteil bei Fassaden- oder Dachprofilen einzusetzen.
Es ist aber auch Aufgabe der Erfindung eine Einrichtung zur Herstellung eines Profilstabes zu schaffen. Auch diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Die Einrichtung zur Herstellung eines Profilstabes, vorzugsweise für einen Flügel- und/oder Stockrahmen eines Fensters oder einer Tür, mit einem Isolierteil umfasst eine Zuführvorrichtung, ein Transportband, eine Befü llstation, eine
Aushärtestrecke, eine Abtrageinheit und eine Ablängvorrichtung. Die
erfindungsgemäße Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass nach der Abtrageinheit oder nach der Ablängvorrichtung eine Härterauftragseinheit zum Auftragen eines Härters auf die abgetragenen Flächen vorgesehen ist. Dadurch erhalten die rauen Flächen nach dem Abtragen von Material eine glatte
Oberfläche.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist im Bereich der Zuführvorrichtung eine Heizeinrichtung für die metallischen Profile vorgesehen. Dadurch wird im Zuge der Herstellung ein Temperaturschock durch die verschiedenen
Temperaturen von den Profilteilen zum Polyurethanschaum vermieden. Eine homogene Verbindung wird dadurch ermöglicht.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Transportband aus einem endlosen Band gebildet, wobei die dem Profilstab zugewandte Seite dieses Endlosbandes mit Tetrafluorethylen beschichtet ist. Dadurch wird eine etwaige Verklebung im Zuge der Herstellung vermieden.
Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind als Abtrageinheit mindestens eine, vorzugsweise zwei, Fräsmaschinen vorgesehen. Mit derartigen Maschinen ist eine genaue Maßhaltigkeit des in den Profilstab eingebrachten Isolierteiles zu erreichen. Zwei Fräsmaschinen deshalb, weil beide freie Flächen des Isolierteiles Maßhaltigkeit aufweisen sollten. Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Stock- und Flügelprofil bei geschlossenen Zustand, beispielsweise eines Fensters,
Fig. 2 schematisch eine Einrichtung an Hand der einzelne Schritte der Herstellung eines Profilstabes aufgezeigt werden,
Gemäß der Fig. 1 ist ein Schnitt durch einen Flügelrahmen 1 und einen
Stockrahmen 2 eines Fensters im geschlossenen Zustand dargestellt. Im
Flügelrahmen 1 ist eine Glasscheibe 3, insbesondere eine Verbundglasscheibe, vorgesehen.
Der Flügelrahmen 1 besteht aus zwei Teilprofilen, wobei ein
Flügelrahmenaußenprofil 4 und ein Flügelrahmeninnenprofil 5 mit einem Isolierteil 6 zu einem Profilstab verbunden werden.
Ebenso besteht der Stockrahmen 2 aus zwei Teilprofilen, wobei wieder ein Stockrahmenaußenprofil 7 und ein Stockrahmeninnenprofil 8 mit dem Isolierteil 6 zu einem Profilstab verbunden werden. Sowohl das Flügelrahmenaußenprofil 4, wie auch das Flügelrahmeninnenprofil 5 als auch das Stockrahmenaußenprofil 7 und das Stockrahmeninnenprofil 8 sind als Hohlprofile, vorzugsweise aus Aluminium, hergestellt. Aus Festigkeitsgründen sind diese Hohlprofile als Mehrkammernprofile ausgebildet. Um gegebenenfalls dem heutigen Trend Rechnung zu tragen, kann vorzugsweise das Flügelrahmeninnenprofil 5 und das Stockrahmeninnenprofil 8 aus Holz oder auch aus Kunststoff bestehen. Natürlich sind hier den kreativen Variationen keine Grenzen gesetzt. Es könnte auch bei einer Holzfassade umgekehrt sein, oder alle Außen- und Innenprofile aus Holz gefertigt werden.
Um jeweils die Außen- und Innenprofile miteinander über die Isolierteile 6 verbinden zu können, weisen diese Teilprofile Verankerungsleisten 9 für die Aufnahme des flüssigen Polyurethanschaumes auf. Im Isolierteil 6 des Stockrahmens 2 ist eine Profildichtung 10, vorzugsweise aus Polyvenylchlorid, angeordnet.
Da aus wärmetechnischen Gründen insbesondere eine dreifache Abdichtung erwünscht wird, sind noch eine Stockaußendichtung 1 1 und eine
Flügelinnendichtung 12 angeordnet. Die Stockaußendichtung 1 1 vermeidet einen eventuellen Wassereintritt und die Flügelinnendichtung 12 verhindert einen Wärmeaustritt. Als Haupt- oder Mitteldichtung wird eine Dichtlippe 13 vorgesehen, die mit der Profildichtung 10 integriert ist und im geschlossenen Zustand des Fensters am Isolierteil 6 des Flügelrahmens 1 dicht anliegt. Durch das Aufeinanderpressen von Gummi auf den aus Polyurethanschaum bestehenden Isolierteil 6 wird ein erhöhter Dichtungseffekt erreicht.
Zur Halterung der Glasscheibe 3 weist das Flügelrahmenaußenprofil 4 eine Glashaltedichtung 13 und das Flügelrahmeninnenprofil 5 eine Glasleiste 14, in die ebenfalls eine Glashaltedichtung 13 eingesetzt ist, auf. Um nun die erwähnten wärmetechnischen Kennzahlen zu erzielen, wird der Isolierteil 6 des Profilstabes aus nachstehenden Komponenten hergestellt.
Der Isolierteil 6 besteht mindestens aus:
55 bis 75, vorzugsweise 63 bis 69, Gew. % mindestens eines Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol,
25 bis 45, vorzugsweise 32 bis 37, Gew. % Polyether Rohpolyol auf
Saccharose/Amin Basis und
120 bis 160, vorzugsweise 135 bis 145, Gew. % polymerischen
Diphenylmethandiisocyanat.
Vorteilhafterweise sind zwei, verschiedene Eigenschaften aufweisende, Polyether
Rohpolyol auf Basis Glycerol enthalten.
Ein Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol ist: 28 bis 32 Gew. % Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol mit einer Dichte von 1 ,08 gr/cm3, einer Viskosität 740 mPa, einem Hxdroxylwert 625 mg KOH/g, einem Wassergehalt < 0,7, einem Flammpunkt 200° und einer Säurezahl < 0,1 . Der zweite Teil Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol ist:
33 bis 37 Gew. % Polyether Rohpolyol auf Basis Glycerol mit einer Dichte von
I , 07 gr/cm3, einer Viskosität 625 mPa, einem Hxdroxylwert 565 mg KOH/g, einem Wassergehalt < 0,7, einem Flammpunkt 215° und einer Säurezahl < 0,1 . Weiters ist in dem Isolierteil 6 Polyether Rohpolyol auf Sacharose/Amin Basis mit einer Dichte von 1 ,09 gr/cm3, einer Viskosität von 4 400 mPa, einem Hxdroxylwert von 575 mg KOH/g, einem Wassergehalt < 0, 1 , einem Flammpunkt 200° und einer Säurezahl < 0,1 enthalten. Diese 100 Gew. % Polyether Rohpolyolen werden für die Polyadditionsreaktion mit 120 bis 160 Gew. % polymerisches Diphenylmethandiisocyanat mit einer Dichte von 1 ,23 gr/cm3, einer Viskosität von 220 mPas bei 25°, einem NCO- Gehalt von 30,75 %, einem Eisengehalt < 20 ppm, einem Säuregrad von 200 ppm max, einem hydrolysiertem Chlor < 2 000 ppm und einem Flammpunkt von 230° vermischt.
Um ein fein verteiltes Gemisch der Grundkomponenten zu erreichen werden 5 bis 7 Gew. % eines Emulgators beigemengt. Weiters wird, um eine schnelle
Reaktionszeit bei der Herstellung zu erreichen, 0,5 bis 3 Gew. % eines
Katalysators beigemengt. Um die Lebenszeit des Isolierteiles zu erhöhen, sind 1 bis 3 Gew. % eines Stabilisators enthalten.
Ferner kann auch zur Erhöhung des Flammpunktes 8 bis 15, vorzugsweise 9 bis
I I , Gew. % eines Flammschutzmittels beigemengt werden.
Darüber hinaus können zur Farbwahl des Isolierteiles 6, 4 bis 6 Gew. % einer Farbpaste, insbesondere einer Schwarzkonzentrat-Farbpaste, enthalten sein. Ein aus obigen Komponenten hergestellter Isolierteil 6 weist nachstehende Eigenschaften auf:
Entsprechend seiner Grundkomponenten ist er hochisolierend, bearbeitbar, schraubenfest, feinporig, homogen, wasserfest und schwer entflammbar bzw. selbst verlöschend. Ein derartiger Isolierteil 6 weist eine Wärmeleitfähigkeit im Bereich von λ < 0,024 W/mK auf, wobei der Isolierteil 6 eine Ein-Zonen-Dämmung zwischen den beiden Hohlprofilen mit einer Wärmedurchgangszahl u= 0,5 W/m 2 K pro etwa 5 cm Dicke bildet. Die Druckfestigkeit liegt bei 140 bis 160 kg/cm 3 . Die Schlagzähigkeit des Isolierteiles 6 beträgt etwa 25 mJ/mm 2 .
Gemäß der Fig. 2 ist - schematisch - eine Einrichtung dargestellt, mit der der Profilstab für einen Flügel- 1 oder Stockrahmen 2 eines Fensters oder einer Tür, in diesem Ausführungsbeispiel ein Flügelrahmen 1 , hergestellt wird.
Die metallischen Teilprofile, nämlich das Flügelrahmenaußenprofil 4 und das Flügelrahmeninnenprofil 5, werden entsprechend ihrem Abstand zueinander mittels der Zuführvorrichtung 24, die auch aus Stehern mit Rollen bestehen kann, einer Befüllstation 27 zugeführt. Im Bereich der Zuführvorrichtung 24 ist eine Heizeinrichtung 25 vorgesehen.
Zur Verbindung von Flügelrahmeninnenprofil 5 und Flügelrahmenaußenprofil 4 zu einem Profilstab für den Flügelrahmen 2 werden die erwärmten Profile nun mit einem Transportband 26 zur Befüllstation 27 transportiert. Das Transportband 26 ist aus einem endlosen Band gebildet, wobei die dem Profilstab zugewandte Seite dieses Endlosbandes mit Tetrafluorethylen beschichtet ist.
In der Befüllstation 27 wird der, gegebenenfalls aus Teilprofilen bestehender, Profilstab im Freiraum mit einem flüssigen Polyurethanschaum gefüllt. Dieser Polyurethanschaum, entsprechend den obigen Ausführungen, ist ein Zwei- Komponenten-Polyurethanschaum, der auf der Aushärtestrecke 28 seine entsprechende Festigkeit erreicht. Da dieser Polyurethanschaum im Zuge seiner Aushärtung aufquillt und den Freiraum ausfüllt, jedoch im ausgehärteten Zustand voraussichtlich leicht über seinem Soll-Maß stehen wird, ist eine Abtrageinheit 29, in Form einer Fräsmaschine vorgesehen. Mit dieser Abtrageinheit 29 wird der nun ausgehärtete Isolierteil 6 exakt auf sein Maß, vorzugsweise bis auf den durch die Profile gebildeten Freiraum, reduziert. Da der Isolierteil 6 ja bekanntlich spezielle Konturen aufweist, ist eine weitere Fräsmaschine für die Fertigung dieser
Konturen in der Abtrageinheit 29 vorgesehen. Um die Fertigungsvorgabe,
Maßfertigung oder B-Teil-Fertigung, erfüllen zu können, ist nach der Abtrageinheit 29 eine Ablängvorrichtung 30 vorgesehen. Um äußerst glatte Flächen, also der gefrästen Flächen, des Isolierteiles 6 zu erreichen, ist nach der Abtrageinheit 29 oder nach der Ablängvorrichtung 30 eine Härterauftragseinheit 23 zum Auftragen eines Härters auf die abgetragenen Flächen vorgesehen. Zum Transport des Profilstabes können natürlich noch Führungsrollen 33 vorgesehen werden.
Wie bereits aufgezeigt, ist es natürlich auch möglich, den Isolierteil 6 mit seinen Eigenschaften im Zuge der Herstellung von Fassaden- oder Dachprofilen zu verwenden.
Next Patent: SUPPORT ASSEMBLY FOR AN INK-JET PRINTING DEVICE
