Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
INSULATOR ARRANGEMENT AND METHOD FOR PRODUCING AN INSULATOR ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/065888
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an insulator arrangement comprising a first and a second contact point. The two contact points are disposed on an insulation body (6) and spaced apart from each other. The insulation body (6) has an additive material (4). The additive material (4) is embedded in the shell of the insulation body (6), wherein a core enclosed by the shell (6) is kept largely free of embedded additive materials (4). The invention further relates to a method for producing such an insulator arrangement.

Inventors:
KOCH, Hermann (Bodenfeld 23, Gerhardshofen, 91466, DE)
Application Number:
EP2011/069704
Publication Date:
May 24, 2012
Filing Date:
November 09, 2011
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
KOCH, Hermann (Bodenfeld 23, Gerhardshofen, 91466, DE)
International Classes:
H01B19/04; H02G5/06
Foreign References:
DE1045499B
DE3047761A1
JPH0715843A
DE3634946A1
US4166193A
DE69307788T2
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Isolatoranordnung mit einem ersten und einem zweiten Anschlagpunkt, welche beabstandet zueinander an einem einen elektrische Eigenschaften beeinflussenden Zuschlagstoff (4) aufweisenden Isolierkörper (6) angeordnet sind,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zuschlagstoff (4) in einem Mantel (8) des Isolierkörpers (6) eingebettet ist und ein von dem Mantel (8) umschlossener Kern (7) weitgehend frei von eingebettetem Zuschlagstoff (4) gehalten ist.

2. Isolatoranordnung nach Anspruch 1

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

Mantel (8) und Kern (7) Teile einer gemeinsamen Isolierstoffmatrix sind.

3. Isolatoranordnung nach Anspruch 1 oder 2,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Anschlagpunkte an Stirnseiten eines rotationssymmetrischen Isolierkörpers (6) angeordnet sind und mit dem Mantel (8) elektrisch leitend kontaktiert sind.

4. Isolieranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zuschlagstoff (4) Kohlefasern aufweist.

5. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zuschlagstoff (4) Nano-Kohlenstoffröhrchen aufweist.

6. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zuschlagstoff (4) Russpartikel aufweist.

7. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zuschlagstoff (4) Metallpartikel aufweist.

8. Isolatoranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Zuschlagstoff (4) Varistoren, insbesondere Mikrovaristo- ren, aufweist.

9. Isolieranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

der Isolierkörper (6) innerhalb eines mit elektrisch isolierendem Gas gefüllten Behälters (9) angeordnet ist und einen Phasenleiter (10) an dem Behälter (9) abstützt.

10. Isolieranordnung nach Anspruch 9,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

mehrere Isolierkörper (6) im Verlauf des Phasenleiters (10) angeordnet sind und den Phasenleiter (10) gemeinsam stützen.

11. Verfahren zur Herstellung einer Isolatoranordnung mit einem ersten und einem zweiten Anschlagpunkt, welche

beabstandet zueinander an einem einen elektrische Eigenschaf- ten beeinflussenden Zuschlagstoff (4) aufweisenden Isolierkörper (6) angeordnet sind,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

- in einem flüssigen Isolierstoff (3) sind Partikel des Zu¬ schlagstoffes (4) eingebracht;

- der Isolierstoff (3) und die Partikel werden in Rotation versetzt ;

- die Partikel des Zuschlagstoffes (4) werden aufgrund der Rotation nach außen getragen; - nach erfolgter Aushärtung wird ein winkelstarrer Isolierkörper (6) entnommen.

12. Verfahren nach Anspruch 11,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Partikel des Zuschlagstoffes (4) in Richtung der Rota¬ tionsachse (2) in den flüssigen Isolierstoff ( 3 ) eingebracht werden .

Description:
Beschreibung

Isolatoranordnung sowie Verfahren zur Herstellung einer Isolatoranordnung

Die Erfindung betrifft eine Isolatoranordnung mit einem ersten und einem zweiten Anschlagpunkt, welche beabstandet zu ¬ einander an einem einen elektrische Eigenschaften beeinflussenden Zuschlagstoff aufweisenden Isolierkörper angeordnet sind .

Eine derartige Isolatoranordnung ist beispielsweise aus der Druckschrift DE 693 07 788 T2 bekannt. Dort ist ein stabför- miger Abstandshalter beschrieben, welcher einen Harzkörper enthält. Der Harzkörper ist mit Aluminiumoxid versetzt.

Das Aluminiumoxid beeinflusst die elektrischen Eigenschaften des stabförmigen Abstandshalters. Aluminiumoxid wirkt

elektrisch isolierend. Eine Anreicherung mit Aluminiumoxid führt einerseits zu elektrisch wirksamen Isolatoranordnungen. Andererseits kann die mechanische Festigkeit der Isolatoran ¬ ordnung nachteilig herabgesetzt werden.

Daher ist es Aufgabe der Erfindung, eine Isolatoranordnung anzugeben, welche derartig strukturiert ist, dass nach einem Hinzufügens eines Zuschlagstoffes elektrische Eigenschaften und mechanische Eigenschafen der Isolatoranordnung in einem ausgewogenen Verhältnis vorliegen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Isolatoranordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Zuschlag ¬ stoff in einem Mantel des Isolierkörpers eingebettet ist und ein von dem Mantel umschlossener Kern weitgehend frei von eingebettetem Zuschlagstoff gehalten ist. Durch eine Anordnung des Zuschlagstoffes innerhalb des Man ¬ tels, ist im Kern die mechanische Festigkeit des Isolierkör pers uneingeschränkt erhalten. Somit kann der Kern der Isol toranordnung beispielsweise hinsichtlich mechanischer Stabi lität eine ausreichende Festigkeit verleihen, wohingegen de Mantel mit den entsprechenden Zuschlagstoffen versehen ist und dadurch hinsichtlich elektrischer und/oder mechanischer Eigenschaften ein abweichendes Verhalten im Vergleich zum Kern aufweist. Durch das Einbringen des Zusatzstoffes kann beispielsweise die elektrische Leitfähigkeit des Mantels im Vergleich zum Kern erhöht werden. Somit ist es möglich, Streuströme durch den Mantel zuzulassen, so dass auf einer Oberfläche des Isolierkörpers befindliche Ladungen abgebaut werden können. Der Mantel kann den Kern vollständig umgreifen, wobei der Zuschlagstoff homogen im Mantel verteilt ist

Insbesondere in Elektroenergieübertragungssystemen, welche den Isolierkörper mit Gleichspannung belasten, ist eine erfindungsgemäße Isolatoranordnung vorteilhaft einsetzbar.

Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass Mantel und Kern Teile einer gemeinsamen Isolierstoffmatrix sind.

Sind Mantel und Kern als gemeinsame Isolierstoffmatrix ausge ¬ bildet, ist der Übergang zwischen Mantel und Kern in einer spaltfreien Art und Weise möglich. Fügespalte bzw. inhomogene Übergänge zwischen Kern und Mantel sind vermieden. So ist es beispielsweise auch möglich, einen Übergang zwischen Kern und Mantel in einer diffusen Art und Weise auszuführen, so dass sprungartige Änderungen in der Struktur des Isolierkörpers vermieden sind. Der Kern sollte jedoch weitgehend frei von eingebetetem Zuschlagstoff gehalten werden. Insbesondere sollten im Kern möglichst keinerlei Zuschlagstoffe befindlich sein. Der Mantel ist der Bereich, in welchem eine erhöhte Konzentration des Zuschlagstoffes befindlich ist. Der Zuschlagstoff kann beispielsweise granuliert vorliegen und in die Isolierstoffmatrix eingebettet sein. Der Mantel kann den Kern beispielsweise ringförmig umschließen. Trotz einer funktionalen Aufteilung in Mantel und Kern liegen keine voneinander verschiedenen diskreten Baugruppen vor.

Ein fügespaltfreier Verbund aus Mantel und Kern weist weiter- hin den Vorteil auf, dass ein Einschließen von Fremdkörpern in diesem Bereich vermieden ist . Beispielsweise kann eine ge- meinsame Isolierstoffmatrix durch einen einstückigen Guss von Mantel und Kern hergestellt werden .

Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die An- schlagpunkte an Stirnseiten eines rotationssymmetrischen lierkörpers angeordnet sind und mit dem Mantel elektrisch leitend kontaktiert sind.

Durch eine elektrische Kontaktierung der Anschlagpunkte mit den Stirnseiten eines rotationssymmetrischen Isolierkörpers können vorzugsweise so genannte säulenförmige oder scheiben ¬ förmige Isolierkörper hergestellt werden, welche einem Ab ¬ stützen eines elektrischen Phasenleiters dienen. Eine Kontaktierung des Mantels über die Anschlagpunkte ermöglicht es, zwischen den Anschlagpunkten über dem Mantel einen Strompfad außerhalb des Kerns bereitzustellen, so dass der Kern des Isolierkörpers frei von einem Stromfluss ist. In diesem Falle ist das elektrische Isoliervermögen des Kernes höher, als das elektrische Isoliervermögen des Mantels. Somit ist es bei ¬ spielsweise möglich, zwischen dem Anschlagpunkten über den Mantel definiert Streuströme fließen zu lassen. Zur Ausgestaltung des Mantels kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Zuschlagstoff Kohlefasern aufweist. Vorteil ¬ haft kann der Zuschlagstoff Nano-Kohlenstoffröhrchen aufweisen. Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Zu- schlagstoff Russpartikel aufweist. Weiterhin kann der Zu ¬ schlagstoff vorteilhaft Metallpartikel aufweisen.

Die vorstehend genannten Materialien sind in der Lage, die Isolationsfestigkeit der Isolierstoffmatrix im Bereich des Mantels abzusenken, so dass der Mantel eine geringere Isola ¬ tionsfestigkeit aufweist als der Kern. Der Zuschlagstoff kann eines der vorstehenden Materialien oder eine Mixtur aus den Materialien aufweisen. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Zuschlagstoff Varistoren, insbesondere Mikrovaristoren, aufweist .

Beim Einbringen von Varistoren als Zuschlagstoff ist eine Möglichkeit gegeben, die elektrische Leitfähigkeit des Man ¬ tels in Abhängigkeit der zwischen den Anschlagpunkten liegenden Potentialdifferenz variabel zu gestalten. So ist es beispielsweise möglich, dass unterhalb einer Schwellspannung der Mantel annähernd die gleiche elektrische Isolationsfestigkeit aufweist wie der Kern des Isolierkörpers. Mit einem Über ¬ schreiten einer Schwellspannung verringert sich die Isolationsfestigkeit des Mantels gegenüber der Isolationsfestig ¬ keit des Kerns deutlich, so dass über den Mantel zwischen den Anschlagpunkten ein Strom fließen kann. Somit ist es bei- spielsweise möglich, über derartig ausgebildete Isolatoran ¬ ordnungen eine Überspannungsbegrenzung zwischen den Anschlagpunkten zu bewirken. Nach einer Reduzierung einer Potentialdifferenz zwischen den Anschlagpunkten und einem Abfallen derselben unter die Schwellspannung nehmen die Varistoren wieder ein hochohmiges Verhalten an, so dass der Mantel des Isolierkörpers elektrisch isolierende Eigenschaften aufweist. Auch im hochohmigen Zustand des Mantels kann dessen elektrische Leitfähigkeit größer sein, als die elektrische Leitfä- higkeit des Kerns. Der Zuschlagstoff kann ausschließlich Va ¬ ristoren oder Varistoren und zusätzliche Materialien aufweisen .

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Isolierkörper innerhalb eines mit elektrisch isolierendem Gas gefüllten Behälters angeordnet ist und einen Phasenleiter an dem Behälter abstützt.

Im Hoch- und Höchstspannungsbereich ist es vorteilhaft zur Reduzierung des Volumens der eingesetzten Elektroenergieübertragungsanlagen fluiddichte Behälter zu verwenden, die mit einem elektrisch isolierenden Gas befüllt sind. Das Gas sollte vorzugsweise unter einem gegenüber der Umgebung erhöhten Druck stehen. Innerhalb der Behälter sind entsprechende Phasenleiter angeordnet, welche durch das isolierende Gas ge ¬ genüber dem Behälter elektrisch isoliert sind. Ein Phasenleiter dient einer Führung eines elektrischen Stromes, welcher von einer elektrischen Spannung getrieben ist. Zur Abstützung der Phasenleiter an dem Behälter sind entsprechende Isolier- körper vorgesehen, so dass die Phasenleiter keinen unmittelbaren Kontakt mit dem Behälter aufweisen. Die Behälter können beispielsweise Erdpotential führende Behälter, z. B. metalli ¬ sche Behälter, sein. Die Behälter kapseln das elektrisch isolierende Gas und verhindern ein Verflüchtigen desselben. Das elektrisch isolierende Gas kann beispielsweise Schwefelhe- xafluorid sein. Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass mehrere Isolierkörper im Verlauf des Phasenleiters angeordnet sind und den Phasenleiter gemeinsam stützen. Sind mehrere Isolierkörper im Verlauf des Phasenleiters ange ¬ ordnet, so kann die mechanische Stabilität des Phasenleiters entlang seiner Erstreckung erhöht werden. Kurzschlusskräfte können so von einer Vielzahl von Isolierkörpern aufgenommen werden. Bei einer Ausstattung der Isolierkörper mit einem Zu- schlagstoff, der Varistoren aufweist, können die Isolierkörper auch als Überspannungsbegrenzende Bauteile wirken. Ein Ableitstrom wird in einem Ableitfall auf mehrere elektrisch parallel geschaltete Mäntel der Isolierkörper aufgeteilt. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein geeignetes

Verfahren zur Herstellung einer Isolatoranordnung anzugeben, die einen ersten und einen zweiten Anschlagpunkt aufweist, welche beabstandet zueinander an einem einen elektrische Eigenschaften beeinflussenden Zuschlagstoff aufweisenden Iso- lierkörper angeordnet sind.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren der vorstehenden Art sieht vor, dass

- in einem flüssigen Isolierstoff Partikel des Zusatzstoffes eingebracht sind;

- der Isolierstoff und die Partikel werden in Rotation ver ¬ setzt;

- die Partikel des Zuschlagstoffes werden aufgrund der Rota ¬ tion nach außen getragen;

- nach erfolgter Aushärtung wird ein winkelstarrer Isolierkörper entnommen.

Zur Ausbildung einer gemeinsamen Isolierstoffmatrix, welche in einen Mantel und einen Kern unterteilt ist, jedoch keine diskrete stoffliche Trennung voneinander aufweisen soll, ist es vorteilhaft, einen flüssigen Isolierwerkstoff mit Parti ¬ keln zu versetzen und den Isolierwerkstoff mit den Partikeln in Rotation zu versetzen. Aufgrund der unterschiedlichen Dichte des Isolierwerkstoffes und der hinzugefügten Partikel, werden durch die Zentrifugalkraft die Partikel nach außen ge ¬ tragen, so dass ein Kern, welcher sich unmittelbar um die Rotationsachse erstreckt, weitgehend frei von den Partikeln verbleibt und sich die Konzentration der Partikel des Zusatz- Stoffes im Mantelbereich des Isolierkörpers erhöht. Um eine Unterteilung in Kern und Mantel während der Rotation zu unterstützen, ist es vorteilhaft, die Partikel vorzugsweise im gewünschten Randbereich, in welchem der Mantel sich befindet, in den Isolierstoff einzubringen. Nach ausreichender Forma- tion wird ein Aushärten des Isolierstoffes abgewartet. Der

Zuschlagstoff ist danach ortsfest innerhalb des Isolierstof ¬ fes gebunden. Als flüssige Isolierstoffe eignen sich bei ¬ spielsweise Harze, die auch mit einem Härter versetzt werden können, um ein Abbinden derselben zu beschleunigen. Ein Ein- bringen der Partikel sollte vorzugsweise in einen flüssigen Isolierstoff erfolgen. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, die Partikel in einen als Granulat vorliegenden Isolierstoff einzufügen, der im Folgenden zu einem winkelstarren Isolierkörper zu vernetzen wäre.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Partikel des Zuschlagstoffes in Richtung der Rotations ¬ achse in den flüssigen Isolierstoff einbebracht werden. Zur Formgebung eines winkelstarren Isolierkörpers kann der Isolierstoff in eine Form eingefügt werden, wobei die Form mit eingefülltem Isolierstoff in Rotation versetzt wird. Das Einbringen der Partikel des Zusatzstoffes kann dabei in Rich ¬ tung der Rotationsachse erfolgen. Dies kann während eines Ro- tierens des Isolierstoffes erfolgen. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Isolierstoff sich in Ruhe befindet, während der Zusatzstoff in den flüssigen Isolierstoff eingebracht wird. Die Partikel sollten kontinuierlich in den flüssigen Isolierstoff eingebracht werden, wobei die Partikel aufgrund einer höheren Dichte durch den Isolierstoff hindurchsinken. Bei einem kontinuierlichen Einbringen des Zuschlagstoffes in den flüssigen Isolierstoff werden die Partikel so lange zuge ¬ führt, bis Partikel in Richtung der Rotationsachse die ge- samte Länge des Isolierstoffes durchsetzt haben, so dass in jeder Ebene (bezogen auf die Rotationsachse) des noch flüssi ¬ gen Isolierstoffes eine annähernd gleichartige Menge von Zu ¬ schlagstoff enthalten ist. Nunmehr kann durch eine Rotation ein Hinausdrängen des Zuschlagstoffes in den Mantelbereich des rotierenden flüssigen Isolierstoffes erfolgen. Nach einem Aushärten des Isolierstoffes liegt ein winkelstarrer Isolierkörper vor, dessen Kern einstückig mit dem Mantel verbunden ist, wobei der Kern weitgehend frei von Zuschlagstoff gehal ¬ ten ist und sich im Mantel eine erhöhte Konzentration von Zu- schlagstoff befindet.

Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sche ¬ matisch in einer Figur gezeigt und nachfolgend näher be ¬ schrieben .

Dabei zeigt die eine Vorrichtung zur Herstellung eines Isolierkörpers, die eine Draufsicht auf einen ausgehärteten Isolierkör per, die

Figur 3 eine Isolatoranordnung mit mehreren Isolierkörpern. Die Figur 1 zeigt eine Form 1, welche um eine Rotationsachse

2 drehbar ist. Vorliegend weist die Form 1 eine kreiszylind ¬ rische Ausnehmung auf, welche der Kontur eines herzustellen- den Isolierkörpers 6 entspricht. In die Ausnehmung der Form 1 wird zunächst ein Isolierstoff 3 eingefüllt. Der Isolierstoff

3 kann beispielsweise in Granulatform vorliegen, wobei beispielsweise ein Isolierharz Verwendung finden sollte. Das Isolierharz wird in der Form 1, welche über entsprechende Heizelemente verfügt, verflüssigt. Nach einem ausreichenden Verflüssigen oder einem flüssigen Einfüllen des Isolierstoffes wird in den Bereich, in welchem eine Anordnung eines Zuschlagstoffes 4, beispielsweise Kohlefasern, Nanokohlen- stoffröhrchen, Russpartikel, Metallpartikel oder Varistoren erwünscht ist, eine Zuführung des Zuschlagstoffes 4 vorgenom ¬ men. Vorliegend wird ein Zuschlagstoff 4 in den Mantelbereich der Form 1 in Richtung der Rotationsachse 2 eingefüllt. Es kann vorgesehen sein, dass der Isolierstoff 3 und der Zuschlagstoff 4 annähernd zeitgleich aufeinander abgestimmt in die Form 1 eingefüllt werden, so dass, bezogen auf die Rich ¬ tung der Rotationsachse 2, in allen Ebenen eine grobe Vorformatierung in Mantel 8 und Kern 7 des Isolierkörpers 6 er ¬ folgt. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die Form 1 zunächst vollständig mit Isolierstoff 3 befüllt wird und da- nach ein Einfüllen des Zuschlagstoffes 4 vorgenommen wird. Der Zuschlagstoff 4 gleitet schwerkraftgetrieben durch den Isolierstoff 3 hindurch.

Aufgrund der unterschiedlichen Dichten des Isolierstoffes 3 und des Zuschlagstoffes 4, wird der Zuschlagstoff 4 in den

Bereich des Mantels 8 des Isolierkörpers 6 während einer Ro ¬ tation herausgetragen, so dass der Zentralbereich um die Rotationsachse 2 des Isolierkörpers 6 annähernd frei von dem Zuschlagstoff 4 verbleibt. Zur Beschleunigung des Aushärtens des Isolierstoffes 3 kann in die Form 1 ergänzend ein Härter

5 eingefüllt werden, so dass ein rasches Aushärten des Iso ¬ lierstoffes 3 erfolgt. Mit einem ausreichenden Aushärten des Isolierkörpers 6 kann dieser aus der Form 1 entnommen werden und ein winkelstarrer Isolierkörper 6 ist gebildet, welcher einen Kern 7 sowie einen Mantel 8 aufweist, wobei der Iso ¬ lierkörper 6 selbst einstückig ausgebildet ist. Der Isolierstoff 3 bildet eine gemeinsame Isolierstoffmatrix sowohl für den Kern 7 als auch für den Mantel 8.

Die Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf einen ausgehärteten Isolierkörper 6, welcher einen Kern 7 aufweist, der sich um die Rotationsachse 2 erstreckt. Weiterhin ist ein Mantel 8 ausgebildet, in welchem der Zuschlagstoff 4 befindlich ist. Beispielhaft ist in den Figuren 1 und 2 die Ausgestaltung eines säulenförmigen Isolierkörpers 6 beschrieben. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass alternative Formgebungen vorgesehen sind. So können beispielsweise Scheibenisolatoren oder anderweitig gestaltete Isolierkörper 6 ausgebildet wer- den. Eine Wahl der Gestalt des Isolierkörpers 6 ist dabei na ¬ hezu frei möglich. Grenzen werden lediglich durch die Form 1 gesetzt .

In der Figur 3 ist eine Anwendung einer Isolatoranordnung beispielhaft gezeigt. Ein Behälter 9 ist rohrförmig ausge ¬ staltet und weist eine elektrisch leitfähige Wandung auf, die Erdpotential führt. Das Innere des Behälters 9 ist mit einem druckbeaufschlagten elektrisch isolierenden Gas befüllt. Parallel, insbesondere koaxial zur Rohrachse des Behälters 9 ist ein Phasenleiter 10 angeordnet. Der Phasenleiter 10 ist von einer Vielzahl von Isolatoranordnungen mit Isolierkörpern

6 getragen. Die Isolierkörper 6 stützen den Phasenleiter 10 an einer Wandung des Behälters 9 ab. Die Isolierkörper 6 sind im Innern des Behälters 9 angeordnet. An den stirnseitigen Enden der Isolierkörper 6 sind als Teil der Isolatoranordnung Anschlagpunkte vorgesehen, wobei der eine Anschlagpunkt einer Halterung des Phasenleiters 10 und der andere Anschlagpunkt einer Abstützung an dem Behälter 9 dient. Die Anschlagpunkte sind jeweils elektrisch leitend mit dem Mantel 8 des Isolier ¬ körpers 6 verbunden, so dass zwischen den Behälter 9 und dem Phasenleiter 10 über den Mantel 8 und die Anschlagpunkte ein Pfad ausbildbar ist, welcher vorzugsweise eine geringere elektrische Isolationsfestigkeit aufweist, als der Kern 7 des Isolierkörpers 6. Insbesondere bei einer Verwendung von Va ¬ ristoren als Zuschlagstoff, welche in dem Mantel 8 eingebet ¬ tet sind, ist so eine Möglichkeit gegeben, zwischen dem Pha ¬ senleiter 10 und dem Erdpotential führenden Behälter 9 in Abhängigkeit einer Potentialdifferenz zwischen den Anschlag- punkten zur Überspannungsbegrenzung einen Ableitstrompfad schalten zu können. Die Varistoren sind dabei derart dimensioniert, dass bei Überschreiten einer Schwellspannung zwischen den Anschlagpunkten der elektrische Widerstand des Mantels 8 reduziert wird. Bei Unterschreitung der Schwellspan- nung weist der Mantel 8 elektrisch isolierende Eigenschaften auf. Somit ist an dem Isolierkörper 6 ein spannungsabhängig schaltbarer Ableitstrompfad gegeben. Über die Vielzahl von Isolierkörpern 6 ist es möglich, eine Vielzahl von elektrisch parallel geschalteten Ableitstrompfaden von dem Phasenleiter 10 zu dem Behälter 9 auszubilden und so die Kerne 7 des jeweiligen Isolierkörpers 6 vor einem irreparablen Überlasten durch hohe Spannungen zu schützen.