DENK, Richard (Eichenstraße 7a, Scheyern, 85298, DE)
| Patentansprüche 1, Isolator zur gefahrlosen Handhabung von Stoffen, wobei der Isolator einen einen doppeiwandigen Bereich aufweisenden Grundkörper, der einen Innenraum festlegt und aus einem flexiblen Material gebildet ist, und mindestens einen Eingriff in den Grundkörper zur Durchführung bestimmter Tätigkeiten in dem Innenraum aufweist, wobei der Grundkörper in dem doppeiwandigen Bereich ein erstes flexibles Wandelement, das der Außenumgebung zugewandt ist, und ein zweites flexibles Wandelement, das dem Innenraum zugewandt ist, aufweist, wobei das erste flexible Wandelement eine Außenhülle und das zweite flexible Wandelement eine Innenhüile ist, wodurch der gesamte Grundkörper doppeiwandig ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste flexible Wandelement mit dem zweiten flexiblen Wandelement über Stabilitätselemente verbunden ist und ein Zwischenraum zwischen dem ersten Wandelement und dem zweiten Wandelement abgedichtet ist, wodurch bei Druckbeaufschlagung des Zwischenraumes mit Gas der doppeiwandige Bereich als ein formstabilisierendes Element des Grundkörpers dient. 2, Isolator gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere unabhängige abgedichtete Zwischenräume zwischen dem ersten flexiblen Wandelement und dem zweiten flexiblen Wandelement ausgebildet sind, wodurch bei Druckbeaufschlagung der Zwischenräume mit Gas der doppeiwandige Bereich als ein formstabiiisierendes Element dient. 3, Isolator gemäß Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Eingriff in dem doppeiwandigen Bereich des Grundkörpers gebildet ist, 4. Isolator gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste flexible Wandelement einen An- schluss für eine Gaszufuhr aufweist, wodurch der Bereich zwischen dem ersten und zweiten flexiblen Wandelement mit Gas fulibar ist. 5. Isolator gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste flexible Wandelement einen An- schluss für eine Druckmessvorrichtung zur Überwachung des Druckes zwischen dem ersten und zweiten Wandelement aufweist, 6. Isolator gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper mindestens einen An- schluss zum Zuführen und/oder Absaugen von Gas in/aus dem Innenraum aufweist. 7. Isolator gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper eine Anschiussvorrichtung zum Anschließen eines Behälters aufweist. 8. Isolator gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschiussvorrichtung aus Kunststoff gebildet ist und das erste und zweite Wandelement mit der Anschlussvorrichtung verschweißt sind. 9. Isolator gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper eine Schleusenvorrichtung, über die Gegenstände in den Innenraum geschleust werden können, aufweist. 10. Isolator gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und/oder zweite flexible Wandelement aus einem durchsichtigen Foiienmaterial gebildet ist. 11. Isolator gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper Befestigungsvorrichtungen aufweist, über die der Isolator aufhängbar ist. 12. Isolator gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper einen Anschfuss aufweist, über den eine Waage derart mit dem Isolator verbindbar ist, dass sich ein Aufnahmeelement der Waage zur Aufnahme eines Wiegegutes in dem Innenraum und eine Wägezelle der Waage außerhalb des Innenraumes befindet. |
Die Erfindung betrifft einen Isolator zur gefahrlosen Handhabung bestimmter Stoffe und insbesondere einen aus einem flexiblen Material gebildeten Einwegisoiator.
Isolatoren sind im Stand der Technik allgemein bekannt und werden z. B. in der pharmazeutischen Industrie zur Handhabung von Stoffen, die giftige oder gesundheitsgefährdende Eigenschaften aufweisen, verwendet. Solche Isolatoren weisen in der Rege! Handschuheingriffe in einen beispielsweise aus Metail gebildeten Grundkörper auf, über die ein Anwender im Innenraum des Isolators bestimmte Tätigkeiten durchführen kann, ohne mit den gehandhabten Stoffen direkt in Berührung zu kommen, Bei einem Wechsel des Stoffes werden die Isolatoren einem aufwendigen Wasch- und Trockenprozess unterworfen, um Kreuzkontaminationen, d . h, eine Kontamination eines Stoffes mit sich in dem Isolator befindenden Restmengen eines anderen Stoffes, zu vermeiden.
Zur Vermeidung solch aufwendiger Wasch- und Trockenprozesse des Isolators ist es im Stand der Technik bekannt, Isoiatoren aus einem flexiblen Foiienmateriai herzustellen und als Einwegisoiatoren, die nach der Handhabung eines bestimmten Stoffes entsorgt werden, auszubilden,
Nachteil solcher Einwegisolatoren ist, dass eine Beschädigung des Foiienmateriales, aus dem der Isolator gebildet ist, leicht auftreten und ein Anwender mit einem unter Umständen gefährlichen bzw, gesund ¬ heitsgefährdenden Stoff in Kontakt kommen kann. Zur Vermeidung ei ¬ nes solchen Kontaktes ist es aus dem Stand der Technik bekannt, die Isoiatoren zur Erhöhung der Sicherheit doppeiwandig auszugestalten. Ein solcher Isolator ist beispielsweise aus US 3,265,059 bekannt.
Ein Nachteil eines solchen flexiblen Isolators ist, dass die Wände nicht formstabil sind . Bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Isolator ist es trotz zwischen einer Innenwand und einer Außenwand angeordneter Abstandshalter ohne Weiteres möglich, dass durch mechanische Einwirkung auf die Wände diese in Anlage gebracht bzw. der Raum zwischen der Innen- und Außenwand geschlossen wird. Insoweit besteht bei dem Isolator gemäß dem Stand der Technik auch die Gefahr, dass der Isolator leicht beschädigt wird und ein gefährlicher bzw. gesundheitsgefährdender Stoff nach Außen austreten kann .
Aufgabe der Erfindung ist es, einen sichereren Einwegisolator aus einem flexiblen Material zu schaffen.
Diese Aufgabe wird mit einem erfindungsgemäßen Isolator zur gefahrlosen Handhabung von Stoffen gelöst, wobei der Isolator einen Grundkörper, der einen Innenraum festlegt und aus einem flexiblen Material gebildet ist f und mindestens einen Eingriff in den Grundkörper zur Durchführung bestimmter Tätigketten In dem Innenraum aufweist, wobei der Grundkörper zumindest einen doppelwandigen Bereich aufweist.
Durch einen solchen doppelwandigen Bereich wird verhindert, dass bei Beschädigung des Grundkörpers in dem doppelwandigen Be ¬ reich ein Stoff nach außen austritt und mit einem Anwender in Kontakt kommt.
Der doppelwandige Bereich wird bei dem erfindungsgemäßen Isolator über ein erstes flexibles Wandeiement, das der Außenumgebung zugewandt ist und ein zweites flexibles Wandelement, das dem Innenraum zugewandt ist, ausgebildet.
Weiterhin ist in dem doppelwandigen Bereich der mindestens eine Eingriff a usgebildet.
Vorteilhaft hierbei ist, dass in dem Bereich, in dem erfahrungsge ¬ mäß starke Beanspruchungen des Grundkörpers aufgrund von Bewegungen des Anwenders mit Ellenbogen und Schultern auftreten, die Gefahr einer Beschädigung des Isolators vermindert ist.
Der erfindungsgemäße ist weiterhin derart ausgestaltet, dass das erste flexible Wandeiement eine Außenhülle und das zweite flexible Wandeiement eine Innenhülle ist, wodurch der gesamte Grundkörper doppeiwandig ausgebildet ist. Das erste flexible Wandeiement ist mit dem zweiten flexiblen Wandelement über Stabilitätselemente verbunden und ein Zwischenraum zwischen dem ersten Wandelement und dem zweiten Wandeiement ist derart abgedichtet ist, dass bei Druckbeaufschlagung des Zwischenraumes mit Gas der doppelwandige Bereich ais ein formstabilisierendes Element des Grundkörpers dient.
Unter„abgedichter ist zu verstehen, dass der Zwischenraum bis auf für bestimmte Zwecke bzw. Funktionen notwendige Anschlüsse vollständig abgeschlossen ist.
Hierdurch wird erreicht, dass bei Druckbeaufschlagung des Zwischenraumes ein gewisser Abstand zwischen dem ersten und zweiten Wandeiement sichergestellt ist und die Möglichkeit/Wahrscheinlichkeit einer gleichzeitigen Beschädigung des ersten und zweiten Wandelementes stark vermindert wird.
Außerdem kann hierdurch die Anzahl an Befestigungen, die zum Aufstellen des Isolators vorgesehen sind, stark reduziert werden. In Abhängigkeit der Abmaße, Material bzw. Eigengewicht des Isolators, kann dieser auch derart dimensioniert werden, dass keine Befestigungen vorgesehen werden müssen.
Bevorzugt sind bei dem erfindungsgemäßen Isolator mehrere unabhängige abgedichtete Zwischenräume zwischen dem ersten flexiblen Wandeiement und dem zweiten flexiblen Wandelement ausgebildet, wodurch bei Druckbeaufschlagung der Zwischenräume mit Gas der doppelwandige Bereich als ein formstabilisierendes Element dient.
Bevorzugt weist das erste flexible Wandelement einen Anschluss für eine Gaszufuhr auf, wodurch der Bereich zwischen dem ersten und zweiten flexiblen Wandeiement mit Gas füllbar ist. Bevorzugt ist an dem ersten flexiblen Wandelement ein Anschluss für eine Druckmessvorrichtung zur Überwachung des Druckes zwischen dem ersten und zweiten Wandelement vorgesehen.
Weiterhin bevorzugt ist an dem Grundkörper mindestens ein Anschluss zum Zuführen und/oder Absaugen von Gas in/aus dem Innen ¬ raum ausgebildet.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Isolators sind Gegenstand der Unteransprüche.
Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Isolators unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert werden.
Fig . 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Isolator gemäß einer ersten Ausführungsform in einer perspektivischen Ansicht.
Fig. 2 zeigt schematisch das Füllen des Innenraums eines erfindungsgemäßen Isolators gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform mit Inertgas,
Fig. 3 zeigt schematisch eine Druckbeaufschlagung eines Zwischenraumes in dem doppeiwandigen Bereich eines erfindungsgemäßen Isolators gemäß einer dritten bevorzugten Ausführungsform .
Fig. 4 zeigt den erfindungsgemäßen Isolator gemäß der ersten bevorzugten Ausführungsform in einer Ansicht von vorne.
Unter Bezug auf Fig . 1 weist der erfindungsgemäße Isolator 1 in einer ersten bevorzugten Ausführungsform einen Grundkörper 2, der aus einem flexiblen Material gebildet ist, auf. Hierdurch kann der erfindungsgemäße Isolator zusammengefaltet werden und leicht an einen möglichen Einsatzort transportiert werden. Bevorzugt wird der Grundkörper 2 des Isolators 1 aus einem durchsichtigen Folienmateria! (bevorzugt Kunststoff) gebildet, damit ein Anwender einen Innenraum 23, den der Grundkörper 2 festlegt, überblicken kann. In Abhängigkeit des Einsatzes des Isolators 1 kann bevorzugt der Grundkörper 2 auch aus anderen Materialien, wie z. B. Textiimaterialen, gebildet sein. Sollten diese Materialien nicht durchsichtig sein, kann in einem geeigneten Bereich des Grundkörpers 2 ein Fenster vorgesehen sein.
Der Grundkörper 2 umfasst mindestens einen, vorzugsweise zwei Eingriffe 24 in den Grundkörper 2, über die der Anwender bestimmte Tätigkeiten in dem Innenraum 23 durchführen kann, Vorzugsweise sind die Eingriffe 24 als Handschuhe (nicht gezeigt) ausgebildet. Die Handschuhe 24 sind vorzugsweise mit dem Grundkörper 2 derart verschweißt/verbunden, dass ein Anwender den gesamten Arm in die Handschuhe 24 einführen und somit in dem Innenraum 23 einen gewünschten Bereich erreichen kann. Hieraus ergibt sich, dass der in Fig. i als Quader ausgebildete Grundkörper 2 in der x-, y- und z-Richtung, die in Fig. 1 gezeigt ist, derart dimensioniert ist, dass ein Anwender bei Eingriff in den Innenraum 23 über die Handschuhe 24 einen gewissen Bereich des Innenraumes 23 gut erreichen kann.
Bevorzugt wird der erfindungsgemäße Isolator mit einem Gestell 3, wie z. B. einem Tisch, an einem gewünschten Ort aufgestellt. Vorzugsweise weist das Gestell 3 auch Befestigungsvorrichtungen 31 auf, an denen der Grundkörper 2 über Befestigungsmittel 25 befestigt werden kann. Die Befestigungsmittei 25 sind in der in Fig. 1 gezeigten z- Richtung an oberen Eckbereichen des Grundkörpers 2 vorgesehen, so dass nach Verbänden der Befestigungsmittel 25 mit der Befestigungsvorrichtung 31 der Innenraum 23 des Isolators 1 aufgespannt wird. Bevorzugt weisen die Befestigungsmittel 25 Ösen 26 auf, die in mindestens ein Hakenelement 32 der Befestigungsvorrichtung 31 eingehängt werden.
Der Grundkörper 2 ist zumindest in einem Teilbereich doppelwan- dig ausgebildet, wodurch der Grad an Sicherheit vor einer Beschädigung des Grundkörpers 2 erhöht wird. Bevorzugt wird der Grundkörper in dem Bereich 27, in dem sich die Eingriffe 24 befinden, doppelwandig ausgestaltet. Dieser Bereich 27 ist erfahrungsgemäß ein mechanisch stark beanspruchter Bereich, weil in diesem der Anwender Bewegungen mit den Armen und Schultern durchführt.
Der doppelwandige Bereich ist vorzugsweise über ein erstes Wandeiement 21 und ein zweites Wandeiement 22, wobei beide Wandelemente aus einem flexiblen Material gebildet sind, aufgebaut. Die Eingriffe 24 bzw. Handschuhe 24 sind sowohl mit dem ersten und zweiten flexiblen Wandeiement verbunden bzw. verschweißt.
In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform des Isolators 1 ist der gesamte Grundkörper 2 doppelwandig ausgebildet. Hierfür ist das erste flexible Wandelement 21 als Außenhülle und das zweite flexible Wandelement 22 als Innenhülle ausgestaltet. In Abhängigkeit der Abmaße der Innen- bzw. Außenhülle 21, 22 wird zwischen diesen ein Zwischenraum 28 festgelegt. In diesem Zwischenraum 28 ist bevorzugt mindestens ein Stabilitätselement 29 vorgesehen, das die Innenhülle 22 mit der Außenhülle 21 verbindet. Bevorzugte Bereiche, in denen das mindestens eine Stabilitätseiement 29 vorgesehen ist, ist z. B. ein in z- Richtung liegender oberer Bereich des Grundkörpers 2. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform sind Stabiiitätselemente 29 sowohl in diesen oberen Eckbereichen als auch auf halber Höhe einer Seitenwand des Grundkörpers 2 vorgesehen.
Über diese verbindenden Stabiiitätselemente 29 wird vorteilhafterweise ein gewisser Abstand zwischen der Innen- und Außenhülle 21,22 gewährleistet, so dass eine Beschädigung der Innenhülle 22 mit z. B. einem Werkzeug nicht sofort zu einer gleichzeitigen Beschädigung der Außenhülle 21 führt.
Bevorzugt sind die Innen- und Außenhülle 21, 22 in einem Bodenbereich 210 derart miteinander verbunden, z. B. verschweißt, dass der Zwischenraum 28 sowohl gegenüber dem Innenraum 23 als auch der Außenumgebung abgedichtet ist.
Aligemein kann der Bodenbereich im Innenraum 23 des Isolators auch aus einer festen Platte gebildet sein, um dort Teile ablegen zu können.
Unter Bezug auf Fig. 2 und 3 werden im Folgenden weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Isolators erläutert werden. Elemente, die mit denen der ersten Ausführungsform identisch sind, werden mit identischen Bezugszeichen versehen.
Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Isolators, die in Fig. 2 gezeigt ist, kann dieser mit vorzugsweise gefilterter Luft oder Inertgas gefüllt werden. Das Filtern wird bevorzugt mit einem HEPA-Fiiter (High Efficiency Particulate Airfilter) durchgeführt. In Fig. 2 ist schematisch ein Füllen des Innenraumes 23 mit Inertgas oder gefilterter Luft gezeigt. Für ein solches Füllen weist der Grundkörper 2 bevorzugt einen ersten Anschluss 211 und einen zweiten Anschluss 212, die sowohl durch die Außen- 21 als auch Innenhülle 22 verlaufen, auf. Diese Anschlüsse 211, 212 können an geeigneten Stellen des Grundkörpers 2 vorgesehen werden, wobei bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform diese Anschlüsse in einem oberen Bereich des Grundkörpers 2 vorgesehen sind. Weitere bevorzugte Bereiche, in denen die Anschlüsse 211, 212 vorgesehen werden können, sind der Seiten- und/oder der Bodenbereich 210 des Isolators 1 bzw. Grundkörpers 2.
Ein Füllen des Innenraumes mit Inertgas ist z. B. in Fälien notwendig, in denen ein Stoff in dem Innenraum 23 vorhanden ist, der mit Luft unerwünschte Reaktionen zeigt. Bei dem Füllen wird beispielsweise Inertes Gas über den ersten Anschluss 211 in den Innenraum 23 eingeleitet, wobei gleichzeitig die sich in dem Innenraum 23 befindende Luft über den zweiten Anschiuss 212 abgesaugt wird. Bevorzugte Gase sind z, B, Stickstoff, Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon, Radon,
Unabhängig von dem Füilen des Innenraumes 23 mit Inertgas oder gefilterter Luft kann der erste Anschiuss 211 zumindest teilweise verschlossen sein, d.h. der Durchsatz von Gas durch den Anschiuss 211 verringert sein, während über den zweiten Anschiuss 212 in dem Innenraum 23 gezielt ein Unterdruck erzeugt wird. Durch die Erzeugung eines Unterdruckes in dem Innenraum 23 wird die Sicherheit vor einem Austritt eines in dem Innenraum 23 vorhandenen Stoffes weiterhin erhöht. Der in dem Innenraum 23 erzeugte Unterdruck kann bevorzugt durch Abpumpen durch einen Fiiter hindurch erzeugt und über eine Druck- messvorrichtung 10 gemessen bzw. überwacht werden.
In Fig . 3 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Isolators 1 gezeigt. Elemente, die mit denen der ersten oder zweiten Ausführung sform identisch sind, werden mit identischen Bezugszeichen versehen.
Bei dieser in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform des Isolators 1, weist der Grundkörper 2 entweder zusätzlich zu dem ersten und zweiten Anschiuss 211 , 212 oder ausschließlich einen dritten Anschiuss 213 auf. Dieser dritte Anschiuss 213 durchläuft die Außenhülle 21 und mündet in den Zwischenraum 29 zwischen der Innen- und Außenhülie 21, 22. Über diesen Anschiuss 213 kann der Zwischenraum 29 mit einem bestimmten Gas gefüllt werden . Da der Zwischenraum 29 sowohl gegenüber der Außenumgebung als auch dem Innenraum 23 abgedichtet ist, erhöht sich mit der Gaszufuhr über den dritten Anschiuss 213 der Druck in dem Zwischenraum 28, Hierdurch bildet der Grundkörper 2 stabile Seitenwände aus. Mit anderen Worten sind in dieser Ausführungsform die Be- festigungsmittef 25 an dem Grundkörper 2 ggf. nicht notwendig, weil der Innenraum 23 über den mit Gas gefüllten Zwischenraum 28 zwischen der Außen- bzw. Innenhülie 21, 22 aufspannt wird. Zur Stabiüsie- rung des mit Gas gefüllten Zwischenraumes 28 dienen die Stabilitäts- elemente 29. Diese verhindern ein kugelartiges Aufbiasen des Isolators und dienen somit für die Formstabilität des Grundkörpers 2, Durch die Abdichtung des Zwischenraumes 28 und dessen Druckbeaufschlagung wird zusätzlich zu den Stabilitätselementen für einen gewissen Abstand des ersten Wandelementes zu dem zweiten Wandelement gesorgt.
Bevorzugt können auch mehrere voneinander unabhängige abgedichtete Zwischenräume 29 über die Innen- bzw. Außenhülle 21, 22 definiert sein, wobei in jeden Zwischenraum ein dritter Anschiuss 213 zur Druckbeaufschiagung mündet.
In Abhängigkeit des Abmaßes, Materials bzw. Eigengewichts des Isolators sind, wie erwähnt, die Befestigungsmittel 25 ggf. nicht notwendig. Allerdings können diese bevorzugt vorgesehen sein . Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn eine Druckbeaufschlagung des Zwischenraumes 28 vorgenommen wird, die für ein Aufstellen des Isolators ohne Befestigungsmittel nicht ausreichend ist.
Weiterhin bevorzugt kann über eine Druckmessvorrichtung 5 der Druck in dem Zwischenraum 28 gemessen werden. Kommt es z. B. zu einem plötzlichen Druckabfall in dem Zwischenraum 28, ist dies ein Hinweis darauf, dass entweder die Innen- oder Außenhülle 21 ,22 be ¬ schädigt worden ist. Der Anwender kann nach Feststeilung eines solchen Druckabfalls z. B. über ein Warnsignal informiert werden. Ein solches Warnsignal gibt z. B. eine Steuereinheit, die mit der Druckmessvorrichtung 5 verbunden ist, aus.
In Abhängigkeit der in dem Innenraum 23 durchzuführenden Tätigkeiten kann der Zwischenraum 28 auch mit verschiedenen Gasen ge ¬ füllt werden. Bei Sterilanwendungen wird beispielsweise Wasserstoffperoxid in den Zwischenraum eingeleitet.
Unter Bezug auf Fig. 4 wird im Folgenden eine Anschlussvorrich ¬ tung zum Einbringen bestimmter Stoffe oder Gegenstände in den In- nenraum 23 erläutert werden. Diese Anschiussvorrichtung kann unter Bezug auf die Fig. 1 bis 4 Element aller Ausfühungsformen sein.
Wie in Fig. 4 gezeigt, ist an dem Bodenabschnitt 210 symmetrisch unterhalb der Handschuhe 24 eine Anschlussvorrichtung 6, die sowohl durch die Außen- als auch Innenhülle 21, 22 verläuft, vorgesehen. Unter nochmaligem Bezug auf Fig. 1 weist die Anschlussvorrichtung 6 zwei zusammengefügte Elemente 62, 63 auf, über die die Anschiussvorrichtung mit dem Grundkörper 2 verbunden wird. Beide Element 62, 63 der Anschlussvorrichtung 6 werden derart zusammengefügt, dass sowohl die Innen- als auch Außenhülle 21, 22 dazwischen abgedichtet festgeklemmt werden. Geeignete Dichtungen können zwischen den Elementen 62, 63 der Anschlussvorrichtung 6 vorgesehen sein.
Bevorzugt kann die Anschlussvorrichtung 6 auch einteilig ausgestaltet sein. In diesem Fall ist das erste und zweite Wandeiement 21, 22 bevorzugt mit der Anschlussvorrichtung verbunden bzw. verschweißt.
Bevorzugte Materialien beider Varianten der Anschlussvorrichtung 6 sind Kunststoff oder Metall. Kunststoffmateriaiien eignen sich insbesondere für die Anschlussvorrichtung, wenn der Isolator als Einwegisolator eingesetzt und nach Verwendung entsorgt wird.
Je nach Einsatzgebiet des Isolators 1 kann diese Anschlussvorrichtung bzw. deren Öffnung unterschiedlichen Durchmessers sein. Zum Verschließen der Anschlussvorrichtung 6 weist diese außerhalb des Isolators 1 eine Befestigungsvorrichtung 61 auf. Diese Befestigungsvorrichtung 61 ist vorzugsweise über zwei Nuten ausgebildet. Bei Einbringen eines Stoffes in den Isolator 1 wird beispielsweise ein verschlossener Behälter, der den Stoff enthält, über eine Schlauchfolie angeschlossen. Das Anschließen des Behälters wird bevorzugt derart durchgeführt, dass die Schlauchfolie einerseits an dem Behälter und andererseits an der äußeren Nut mit einem O-Ring befestigt wird. Über die Eingriffe 24 kann der Anwender sodann den Behälter durch die Anschlussvorrichtung 6 hindurch öffnen und diesem eine gewisse Menge an Stoff entnehmen. Nach der gewünschten Entnahme des Stoffes wird der Behälter über die Eingriffe 24 durch die Anschiussvorrichtung 6 hindurch wieder verschlossen und die Schlauchfolie zwischen dem Behälter und der Anschlussvorrichtung 6 von außen zweimal abgebunden und zwischen den Abbindesteilen durchtrennt. Das Abbinden kann beispielsweise über Kabelbinder bewerkstelligt werden. Für eine darauffoigende Stoffentnahme wird ein weiterer Behälter, der den zu entnehmenden Stoff enthält, wiederum über eine Schlauchfolie, die einerseits an der inneren Nut der Befestigungsvorrichtung 61 mit einem Q~Ring und andererseits an dem Behälter befestigt wird, angeschlossen. Die Folie, die noch an der äußeren Nut der Befestigungsvorrichtung 61 mit einem O-Ring befestigt ist, wird über die Eingriffe 24 abgezogen, wobei daraufhin der die Schlauchfolie an der inneren Nut befestigende O-Ring auf die äußere Nut verschoben wird. Nach einer gewünschten weiteren Entnahme wird die Schlauchfolie wiederum zweimal abgebunden und zwischen den Abbindestellen durchtrennt.
Wenn beispielsweise gewünscht wird, gewisse Gegenstände, wie z. B. Werkzeuge, in den Innenraum 23 einzubringen, können diese bevorzugt in einen Foliensack gelegt und dieser an der inneren Nut über einen O-Ring befestigt werden. Über die Eingriffe 24 kann daraufhin die die Anschiussvorrichtung 6 verschließende Folie, die an der äußeren Nut befestigt ist, von der Anschiussvorrichtung 6 abgezogen werden, wodurch die sich in dem Foliensack befindenden Gegenstände über die Eingriffe 24 zugänglich sind. Nach Abziehen wird aber schnellstmöglich der den Foliensack befestigende O-Ring von der inneren auf die äußere Nu verschoben, damit der Bereich zwischen der inneren und äußeren Nut nicht mit Restmengen, die sich im Innenraum 23 des Isolators befinden, kontaminiert wird. Dies gilt für das Anschließen eines Behälters über eine Schlauchfolie ebenso. Bevorzugt kann der erfindungsgemäße Isolator auch einen Anschiuss für eine Waage aufweisen (nicht gezeigt). Ein soicher Anschiuss ist derart ausgebildet, dass sich ein Wiegegutaufnahmetei! in dem Innenraum 23 des Grundkörpers 2 und die Wägezeile außerhalb des Grundkörpers 2 befindet. Allgemein ist der Anschiuss zum Anschließen einer Waage als Membran ausgebildet. Hierdurch kann der Anwender eine gewünschte Menge in das Wiegegutaufnahmetei! überführen und ein Messergebnis außerhalb des Grundkörpers 2 auf der Wägezelle ablesen. Durch solch eine Integration der Waage in den Grundkörper 2 des Isolators 1 ist der Wiegevorgang unabhängig von Druckverhältnissen innerhalb des Grundkörpers 2.
Wenn der erfindungsgemäße Isolator entfernt werden soll, kann dieser bevorzugt mit einer angeschlossenen Pumpe evakuiert werden, so dass sich der Grundkörper 2 zusammenzieht. Hierdurch kann der Isolator leicht entsorgt werden. Die Anschlussvorrichtung 6 wird bevorzugt gereinigt und beim Aufstellen eines anderen erfindungsgemäßen Isolators wieder verwendet.
Es äst zu beachten, dass die oben dargestellten Ausführungsformen nicht unabhängig von einander sind. Mit anderen Worten können Merkmale der einen Ausführungsform mit Merkmalen einer anderen kombiniert werden. Insbesondere kann bei einem erfindungsgemäßen Isolator sowohl der Innenraum 23 mit Inertgas oder gefilterter Luft ais auch dessen Zwischenraum 28 mit einem beiiebigen Gas gefüllt werden. Außerdem kann ein erfindungsgemäßer Isolator beide Druckmessvorrichtungen zur Messung des Druckes innerhalb des Innenraumes 23 und des Zwischenraumes 28 aufweisen. Weiterhin kann der Grundkörper 2 aus verschiedenen Materialien gebildet sein oder aus einem einheitlich bestehen. Wie aus der vorherigen Beschreibung offensichtlich ist, kann bei einem Isolator, der aus einem flexiblen Material gebildet Ist und als Einwegisoiator einsetzbar ist, die Sicherheit erhöht werden.
