Steer, Peter (Johannes-Scharrer-Str. 9 München, 80686, DE)
| 1. | Wechselhalter für Hohlbohrer, enthaltend ein Trägerteil (4) zum stirnseiti gen Aufnehmen eines Basisendes (11) eines Bohrrohres (10) des Hohl bohrers und eine Halteeinrichtung (12) für einen Halteeingriff des Träger teils (4) an zugeordneten Ausnehmungen (15), die in der Wand des Bohr rohres (10) an seinem Basisende (11) ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerteil (4) einen stirnseitigen ringförmigen Anlagebereich (9) zum Aufnehmen von Bohrrohren (10 ; 10'; 10") mit unterschiedlichen Durchmessern aufweist und daß eine Riegeleinrichtung (24) vorgesehen ist, die zusammen mit der Halteeinrichtung (12) über die Breite des ring förmigen Anlagebereichs (9) wirksam ist, um das jeweilige an dem Anlage bereich (9) angelegte und von der Halteeinrichtung (12) gehaltene Bohr rohr (10 ; 10' ; 10") in zentrierter Stellung verriegelt zu halten. |
| 2. | Wechselhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung zumindest zwei und insbesondere drei in etwa radial angeordnete Haltestifte (12) zum bajo nettartigen Halteeingriff in den zugeordneten Ausnehmungen (15) am Ba sisende (11) des Bohrrohres (10 ; 10' ; 10") aufweist. |
| 3. | Wechselhalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegeleinrichtung für jeden Haltestift ei nen bewegbaren Riegeizahn (24) aufweist und daß die Riegelzähne (24) zum Verriegeln des von den Haltestiften (12) gehaltenen Bohrrohres (10 ; 10' ; 10") in die Ausnehmungen (15) ausfahrbar sind. |
| 4. | Wechselhalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Riegelzahn (24), der sich in etwa über die freie Länge des Haltestiftes (12) erstreckt, durch eine in derAnlageflä che (9) des Trägerteils (4) gebildete schlitzförmige Öffnung (22) in axialer Richtung in eine an den Haltestift (12) angrenzende Position ausfahrbar ist. |
| 5. | Wechselhalter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Anlagebereich (9) bzw. die ringförmige stirnseitige Anlagefläche (9) des Trägerteils (4) von einer Au ßenbegrenzung (7) und einer Innenbegrenzung (6) begrenzt ist, die Halte stifte (12) jeweils an der Außenbegrenzung (7) und der Innenbegrenzung (6) gelagert sind und jeder Riegelzahn (24) in einer zu seinem Haltestift (12) parallel versetzten Anordnung sich in etwa über die freie Länge des Haltestiftes (12) erstreckt. |
| 6. | Wechselhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf einer zentralen Welle (2) des Trä gerteils (4) axial verschiebbar gelagerter Riegelträger (23) die Riegel einrichtung bzw. die axial vorstehenden Riegelzähne (24) enthält. |
| 7. | Wechselhalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegelträger (23) gegen das Trägerteil (4) in Riegelstellung elastisch vorgespannt ist. |
| 8. | Wechselhalter nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Riegeizahn (24) zu seiner Stirnseite (29) hin abgerundet oder abgeschrägt ist. |
| 9. | Wechselhalter nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jede Ausnehmung (15) am Bohrrohr (10) ei nen Eintrittsabschnitt (17) für den Haltestift (12) und den Riegeizahn (24) aufweist und daß der Eintrittsabschnitt (17) zumindest einen zur Bewe gungsrichtung des Riegelzahnes (24) geneigten Seitenrand (20) aufweist. |
| 10. | Wechselhalter nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Haltestift (12) in dem Trägerteil (4) bzw. in der Innenbegrenzung (6) und in der Außenbegrenzung (7) in zuge ordneten Bohrungen (13 bzw. 14) aufgenommen ist. |
| 11. | Wechselhalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Haltestift (12) koaxiale Durch gangsbohrungen (13', 14') in einem gegenüberliegenden Abschnitt des Trägerteils (4) gebildet sind. |
| 12. | Wechselhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rasteinrichtung (31,32) zum Festlegen des geöffneten Riegelträgers an dem Trägerteil (4) in einer Raststellung vorgesehen ist. |
| 13. | Wechselhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (2) einen Anschluß (38) für eine Antriebseinrichtung, insbesondere eine Bohrmaschine, aufweist. |
| 14. | Wechselhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (2) hohl gebildet ist und einen Ab sauganschluß (37) aufweist. |
| 15. | Hohlbohrer zum Festlegen an einem Wechselhalter, wobei ein Bohrrohr des Hohlbohrers an einem einer Bohrspitze gegenüberliegenden Basisen de Ausnehmungen zum Herstellen eines bajonettartigen Halteeingriffs mit einer Halteeinrichtung des Wechselhalters aufweist und jede Ausnehmung einen Eintrittsabschnitt für die Halteeinrichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Eintrittsabschnitt (17) zumindest einen zur Rotationsachse (8) ge neigten Seitenrand (20) aufweist. |
| 16. | Hohlbohrer nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der geneigte Seitenrand (20) abgeschrägt und/oder abgerundet ist. |
| 17. | Hohlbohrer nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Eintrittsabschnitt (17) einen Riegelab schnitt (18) aufweist und der geneigte Seitenrand (20) dem Riegelabschnitt (18) gegenüberliegt. |
Die Erfindung betrifft des weiteren einen Hohlbohrer zum Festlegen an einem Wechselhalter, wobei ein Bohrrohr des Hohlbohrers an einem einer Bohrspitze gegenüberliegenden Basisende Ausnehmungen zum Herstellen eines bajonettar- tigen Halteeingriffs mit einer Halteeinrichtung des Wechselhalters aufweist und jede Ausnehmung einen Eintrittsabschnitt für die Halteeinrichtung aufweist.
Aus der DE 198 18 284 A1 ist ein Kernschneidewerkzeug für Mauerwerk mit ei- nem Wechselhalter bekannt, der eine Trägerscheibe mit einem zentralen hohlen Zapfen aufweist, der an einer in einem Bohrfutter einspannbaren Hohlwelle zum Antreiben der Trägerscheibe festlegbar ist. Die Trägerscheibe enthält an ihrer dem Zapfen gegenüberliegenden und zur Drehachse senkrechten Stirnseite, die eine Anlagefläche für ein Hohlrohr des Kernschneidewerkzeugs bildet, eine äuße- re ringförmige Wand, die am Umfang der Trägerscheibe angeordnet ist, eine mittlere ringförmige Wand, die in geringem Abstand von der äußeren Wand an- geordnet ist, und eine innere ringförmige Wand. Drei Haltestifte verlaufen radial von der inneren Wand durch die mittlere Wand zur äußeren Wand, wobei sie von der Stirnseite beabstandet und um jeweils 120° gegeneinander versetzt angeord- net sind. Das Hohlrohr enthält an seinem den Schneidzähnen gegenüberliegen- den Basisende drei L-förmige Schlitze, die am Umfang des Hohlrohres um 120° versetzt angeordnet sind und mit den Haltestiften des an die Stirnseite der Trä- gerscheibe angelegten Hohlrohres einen Bajonettverschluß bilden. Dabei grenzt die Innenseite des Hohlrohres unmittelbar an die Außenseite der mittleren ring-
förmigen Wand an und die von den L-förmigen Schlitzen gebildeten Laschen drücken federnd gegen die Außenseite der mittleren ringförmigen Wand, so daß das Hohlrohr zentral auf der Trägerscheibe gehalten wird. An der Lasche kann ein Vorsprung gebildet sein, der in eine zugeordnete Vertiefung in der Außenseite der mittleren ringförmigen Wand eingreifen und damit eine Verriegelung des Hohlrohres an der Trägerscheibe bilden kann. Dieses Kernschneidewerkzeug ist zur Aufnahme eines Hohlrohres eines bestimmten Durchmessers vorgesehen, das die mittlere ringförmige Wand unmittelbar übergreift. Die Aufnahme von Hohl- rohren mit innerhalb eines Bereichs beliebigen unterschiedlichen Durchmessern ist nicht vorgesehen und durch die Art der Verriegelung der Laschen, die ein un- mittelbares Anlegen an die Außenseite der mittleren ringförmigen Wand erfor- dern, auch nicht ausführbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen eingangs genannten Wechselhalter zu schaffen, der eine einfache zentrierende Befestigung von Bohrrohren von Bohr- oder Schneidwerkzeugen auch mit unterschiedlichen Durchmessern gestattet, sowie einen Hohlbohrer für diesen Wechselhalter zu schaffen.
Diese Aufgabe wird bei dem oben genannten Wechselhalter erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Trägerteil einen stirnseitigen ringförmigen Anlagebereich zum Aufnehmen von Bohrrohren mit unterschiedlichen Durchmessern aufweist und daß eine Riegeleinrichtung vorgesehen ist, die zusammen mit der Halteein- richtung über die Breite des ringförmigen Anlagebereichs wirksam ist, um das jeweilige an dem Anlagebereich angelegte und von der Halteeinrichtung gehalte- ne Bohrrohr in zentrierter Stellung verriegelt zu halten. Diese Gestaltung ermög- licht es, daß an dem Wechselhalter Bohrrohre mit unterschiedlichen Durchmes- sern lösbar angebracht werden können, wobei die Bohrrohre an ihren hinteren Verbindungs-oder Basisenden statt aufwendigen Kupplungs-oder Adapterteilen oder dergleichen lediglich in der Wand gebildete Ausnehmungen für den Eingriff mit der Halteeinrichtung benötigen. Damit ist ein derartiges Bohrrohr kostengün- stiger herstellbar. Des weiteren ist ein solcher Wechselhalter für einen größeren
Bereich von Bohrdurchmessern und Bohrrohrdurchmessern verwendbar. Durch die an dem Trägerteil vorgesehene Riegeleinrichtung können Bohrrohre mit in- nerhalb des zulässigen Bereichs beliebigen Durchmessern zentriert und verriegelt gehalten werden. Der Wechselhalter eignet sich generell für jede Art von Bohr- und Schneidwerkzeugen, wobei unter den Begriff Hohlbohrer z. B. auch Lochsä- gen fallen sollen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen ange- geben.
Eine einfache Gestaltung sieht vor, daß die Halteeinrichtung zumindest zwei und insbesondere drei in etwa radial angeordnete Haltestifte zum bajonettartigen Halteeingriff in den zugeordneten Ausnehmungen am Basisende des Bohrrohres aufweist. Bei zwei auf einer Geraden angeordneten Haltestiften muß das Bohr- rohr beim Festlegen separat zentriert werden. Bei drei Stiften, die radial zu einer Rotationsachse und insbesondere unter gleichem Abstand von 120° zueinander angeordnet sind, erfolgt die Zentrierung zwangsläufig beim Ansetzen des Bohr- rohres an die Halteeinrichtung bzw. die Haltestifte. Jedoch können auch mehr als drei Haltestifte oder Elemente der Halteeinrichtung vorgesehen sein, die eine zentrierende Festlegung des Bohrrohres gestatten.
Zweckmäßigerweise enthält die Riegeleinrichtung für jeden Haltestift einen be- wegbaren Riegelzahn, wobei die Riegelzähne zum Verriegeln des von den Halte- stiften gehaltenen Bohrrohres in die Ausnehmungen ausfahrbar sind. Durch die in den Ausnehmungen angeordneten Riegelzähne wird verhindert, daß sich das Bohrrohr gegenüber den Haltestiften verdrehen kann. Auf diese Weise ist das Bohrrohr sicher festgelegt. Die Riegelzähne sind beispielsweise als Platten gebil- det.
Bevorzugt ist jeder Riegeizahn derart gebildet, daß er sich in etwa über die freie Länge des Haltestiftes erstreckt und durch eine in der Anlagefläche des Träger-
teils gebildete schlitzförmige Öffnung in axialer Richtung in eine an den Haltestift angrenzende Position ausfahrbar ist. Die Breite der Öffnung ist derart gebildet, daß der Riegelzahn nahezu spielfrei in der Öffnung geführt ist. Andererseits kann die Öffnung breiter als ein Schaft des Riegeizahnes sein, so daß der Riegeizahn mit derartigem Spiel in der Öffnung verschiebbar ist, daß er sich durch feines Bohrmaterial nicht festklemmen kann.
Wenn der ringförmige Anlagebereich bzw. die ringförmige stirnseitige Anlageflä- che des Trägerteils von einer Außenbegrenzung und einer lnnenbegrenzung be- grenzt ist, können die Haltestifte jeweils an der Außenbegrenzung und der Innen- begrenzung gelagert sein und jeder Riegelzahn erstreckt sich in einer zu seinem Haltestift parallel versetzten Anordnung in etwa über die freie, für die Halteein- richtung wirksame Länge des Haltestiftes.
Die Riegelzähne können einzeln verschiebbar gelagert sein. Bevorzugt enthält jedoch der Wechselhalter einen auf einer zentralen Welle des Trägerteils axial verschiebbar gelagerten Riegelträger, der die Riegeleinrichtung bzw. die axial vorstehenden Riegelzähne enthält. Somit wird die Handhabung des Wechselhal- ters erleichtert.
Dieser Riegelträger ist zweckmäßigerweise gegen das Trägerteil in Riegelstellung elastisch vorgespannt, so daß z. B. durch eine Federkraft das Verriegeln erleich- tert wird.
Wenn jeder Riegelzahn zu seiner Stirnseite hin abgerundet oder abgeschrägt ist, findet der Riegeizahn in einfacher Weise seinen Riegeleingriff.
Die Bewegung in den Riegeleingriff wird noch weiter unterstützt, wenn jede Aus- nehmung am Bohrrohr einen Eintrittsabschnitt für den Haltestift und den Riegel- zahn aufweist und wenn der Eintrittsabschnitt zumindest einen zur Bewegungs-
richtung des Riegeizahnes geneigten Seitenrand aufweist, der im Sinne einer trichterartigen Führung wirkt.
Zweckmäßigerweise ist jeder Haltestift in dem Trägerteil bzw. in der Innenbe- grenzung und in der Außenbegrenzung in zugeordneten Bohrungen festsitzend aufgenommen. Um eine Demontage des Haltestiftes von dem Trägerteil zu er- leichtern, kann vorgesehen sein, daß für jeden Haltestift koaxiale Durchgangs- bohrungen in einem gegenüberliegenden Abschnitt des Trägerteils gebildet sind, durch die mittels eines Dornes der fest in seinen Lagerbohrungen sitzende Halte- stift ausgeschlagen werden kann.
Um zu verhindern, daß die geöffnete Riegeleinrichtung ungewollt unter großer Federkraft der Spannfeder einriegelt, bevor ein Bohrrohr angebracht ist, kann eine Rasteinrichtung zum Festlegen des geöffneten Riegelträgers an dem Trä- gerteil in einer Raststellung vorgesehen sein.
Um das Auswechseln und Festlegen unterschiedlicher Bohrrohre zu erleichtern, ist bei einem oben genannten Hohlbohrer erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Eintrittsabschnitt zumindest einen zur Rotationsachse geneigten und insbesonde- re abgeschrägten und/oder abgerundeten Seitenrand aufweist. Der geneigte Seitenrand unterstützt das Einführen der Riegeleinrichtung in den Eintrittsab- schnitt, wenn das Bohrrohr beim Ansetzen an den Wechselhalter nicht schon ex- akt ausgerichtet ist. Der geneigte Seitenrand bietet eine trichterartige Unterstüt- zung, die durch eine Gestaltung mit zwei an dem Eintrittsabschnitt sich gegen- überliegenden geneigten oder abgeschrägten Seitenränder noch verbessert ist.
Zweckmäßigerweise enthält der Eintrittsabschnitt einen Riegelabschnitt und der geneigte Seitenrand liegt dem Riegelabschnitt gegenüber.
Der Winkel zwischen dem abgeschrägten Seitenrand und einer Parallelen zur Rotationsachse beträgt vorzugsweise etwa 30° bis 45°, kann bedarfsweise aber auch kleiner oder größer gewählt werden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des Wechselhalters mit einem Bohr- rohr eines Hohlbohrers unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt : Fig. 1 in einer axialen Draufsicht einen Wechselhalter für Hohlbohrer, wobei zur Veranschaulichung drei Bohrrohre mit unterschiedlichen Durchmes- sern dargestellt sind ; Fig. 2 in einer Schnittansicht entlang der in Fig. 1 eingezeichneten Schnittebe- ne A-A den Wechselhalter mit den drei Bohrrohren ; Fig. 3 in einer axialen Draufsicht eine Riegeleinrichtung des Wechselhalters ; Fig. 4 in einer Schnittansicht entlang der in Fig. 3 eingezeichneten Schnittebe- ne B-B die Riegeleinrichtung ; Fig. 5 in einer Seitenansicht die in Fig. 3 dargestellte Riegeleinrichtung ; Fig. 6 in einer Seitenansicht ein Bohrrohr mit einer am Basisende des Bohrroh- res ausgebildeten Ausnehmung zum Eingriff für die Riegeleinrichtung ; Fig. 7 in einer axialen Draufsicht das Basisende des in Fig. 5 gezeigten Bohr- rohres ; Fig. 8 in einer Seitenansicht in vergrößerter Darstellung eine Ausnehmung am Basisende des Bohrrohres mit einer Halteeinrichtung und mit der Rie- geleinrichtung in Riegeleingriff ; und Fig. 9 in einer Ansicht gemäß Fig. 8 ein abgewandelt gebildeter Riegelzahn in Riegeleingriff.
Ein Wechselhalter 1 für Hohlbohrer enthält eine Welle 2 (siehe Fig. 1 und 2) mit einer zentralen axialen Bohrung 3 und ein scheibenförmiges Trägerteil 4, das an der Welle 2 fest angebracht ist oder mit dieser einstückig gebildet ist. Das Trä- gerteil 4 weist eine in axialer Richtung gebildete ringförmige Vertiefung 5 auf, die radial innen von einem Vorderende 6 der Welle 2 und außen von einer umlaufen- den Außenwand 7 begrenzt ist. Der Boden der Vertiefung 5 bildet eine ringförmi- ge, zur Rotationsachse 8 des Wechselhalters 1 senkrechte, stirnseitige Anlage- fläche 9, an der ein Bohrrohr 10 eines Hohlbohrers mit seinem einer Bohrkrone gegenüberliegenden Fuß-oder Basisende 11 axial anlegbar ist. Der Durchmes- ser eines an dem Wechselhalter 1 anbringbaren Bohrrohres 10 liegt im Bereich zwischen dem Innendurchmesser der Außenwand 7 und dem Außendurchmesser des Vorderendes 6 der Welle 2. Beispielhaft sind in den Fig. 1 und 2 zusätzlich zwei unterschiedliche Bohrrohre 10'und 10"dargestellt, von denen das Bohrrohr 10'einen maximal möglichen Durchmesser von beispielsweise 100 mm aufweist und an der Außenwand 7 anliegt, während das Bohrrohr 10"einen annähernd minimalen Durchmesser von beispielsweise 40 mm aufweist und das Vorderende 6 der Welle 2 mit geringem Spiel übergreift.
Der Wechselhalter 1 enthält drei eine Halteeinrichtung für das Bohrrohr 10 bil- dende Haltestifte 12, die bezüglich der Rotationsachse 8 radial ausgerichtet, über den Umfang voneinander gleichmäßig beabstandet angeordnet und in jeweiligen radialen Bohrungen 13 am Vorderende 6 der Welle 2 und in zugeordneten radia- len Bohrungen 14 in der Außenwand 7 des Trägerteils 4 fest angebracht sind. Die drei Haltestifte 12 sind in einer zur Anlagefläche 9 parallelen Ebene und von der Anlagefläche 9 beabstandet angeordnet (siehe Fig. 2). Für jeden Haltestift 12 sind koaxial zu seinen Lagerbohrungen 13 und 14 in dem gegenüberliegenden Abschnitt des Trägerteils 4 Bohrungen 13'und 14'gebildet, durch die der Halte- stift 12 mittels eines Dornes ausgeschlagen werden kann, falls er ersetzt werden müßte.
Das an dem Wechselhalter 1 anzubringende Bohrrohr 10 enthält an seinem Ba- sisende 11 (siehe Fig. 6) drei Ausnehmungen 15, die über den Umfang des Bohr- rohres 10 gleichmäßig beabstandet angeordnet sind. Jede Ausnehmung 15 ent- hält einen zur Stirnseite 16 des Basisendes 11 geöffneten Eintrittsabschnitt 17 und einen Riegelabschnitt 18, der sich vom Eintrittsabschnitt 17 als Hinterschnei- dung in Umfangsrichtung des Bohrrohres 10 erstreckt und einen Riegelvorsprung 19 in der Wand des Bohrrohres 10 bildet. Die Ausnehmungen 15 mit ihren Rie- gelabschnitten 18 und Riegelvorsprüngen 19 bilden zusammen mit den Halte- stiften 12 eine Halteeinrichtung in der Art eines Bajonettverschlusses. Der Ein- trittsabschnitt 17 ist durch einen in Draufsicht abgeschrägten Seitenrand 20, der dem Riegelabschnitt 18 gegenüberliegt, verjüngt gebildet, so daß er an der stirn- seitigen Öffnung breiter ist wie an seinem innenliegenden Grund 21.
Das scheibenförmige Trägerteil 4 enthält an jedem Haltestift 12 eine schlitzförmi- ge, durchgehende Öffnung 22, die in axialer Draufsicht versetzt neben dem Hat- testift 12 und parallel zu diesem angeordnet ist, sich axial durch das scheiben- förmige Trägerteil 4 erstreckt, innen zur Rotationsachse 8 hin bis zur Welle 2 und außen bis an oder in die Außenwand 7 reicht und sich somit über die ringförmige Anlagefläche 9 erstreckt. In jeder Öffnung 22 ist ein von einem Riegelträger 23 in axialer Richtung vorstehender Riegelzahn 24 verschiebbar aufgenommen. Der Riegelträger 23 ist scheibenförmig gebildet und mittels einer zentralen Lageröff- nung 25 auf der Welle 2 verschiebbar angeordnet. Eine an der Welle 2 abge- stützte Schraubenfeder 26 spannt den Riegelträger 23 gegen eine Rückseite 27 des Trägerteils 4 in Riegelstellung vor. Mittels eines ringförmigen Haltebundes 28 mit einer äußeren umlaufende Vertiefung zum manuellen Bedienen kann der Riegelträger 23 manuell gegen die Spannkraft der Schraubenfeder 26 aus der Riegelstellung gemäß Fig. 2 in eine Entriegelstellung verschoben werden, in der die Riegelzähne 24 zurückgezogen sind und ihre Stirnseiten 29 zumindest plan mit der ringförmigen Anlagefläche 9 oder von dieser zurückgesetzt angeordnet sind. Eine an der Welle 2 angebrachte topfartige Abdeckhülse 30 überdeckt die
Schraubenfeder 26 und wird von dem Haltebund 28 des Riegelträgers 23 um- griffen.
Zum Anbringen und Festlegen eines Bohrrohres 10 an dem Wechselhalter 1 wird zunächst der Riegelträger 23 gegen die Kraft der Schraubenfeder 26 zurückge- zogen, bis die Riegelzähne 24 aus den Öffnungen 22 in dem Trägerteil 4 voll- ständig herausgezogen sind. Der Riegelträger 23 kann nun gegenüber dem Trä- gerteil 4 verdreht werden, so daß die Riegelzähne 24 an der Rückseite 27 des Trägerteils 4 anliegen und der Riegelträger 23 in der Entriegelstellung gehalten ist. Ein von einer Stirnseite 29 eines der Riegelzähne 24 vorstehender Zapfen 31 kann dabei in eine zugeordnete Vertiefung 32 an der Rückseite 27 des Träger- teils 4 eingreifen, so daß der Riegelträger 23 in seiner Entriegelstellung gegen ungewolltes Verdrehen gesichert ist. Das zum Befestigen vorgesehene Bohrrohr 10 wird nun mit seinem Basisende 11 in einer solchen Stellung gegen die Anla- gefläche 9 bewegt und daran angelegt, daß die Haltestifte 12 in die zugeordneten Ausnehmungen 15 eingeführt werden. Wenn das Bohrrohr 10 an der Anlageflä- che 9 anliegt, wird es um seine Längsachse verdreht, bis alle Haltestifte 12 in den jeweiligen Riegelabschnitten 18 der Ausnehmungen 15 aufgenommen sind.
Durch die drei um jeweils 120° versetzt angeordneten Haltestifte 12 erfolgt dabei eine Zentrierung des Bohrrohres 10 an dem Trägerteil 4. Anschließend wird der Riegelträger 23 aus seiner Raststellung verdreht, bis die Riegelzähne 23 vor den Öffnungen 22 angeordnet sind und sich gemeinsam mit dem von der Federkraft bewegten Riegelträger 23 durch diese hindurch bewegen. Jeder Riegeizahn 23 bewegt sich in den Eintrittsabschnitt 17 der Ausnehmung 15, wobei durch seine Abschrägungen 33 an der Stirnseite 29 und durch den abgeschrägten Seitenrand 20 das Einführen in den Eintrittsabschnitt 17 unterstützt wird. Der abgeschrägte Seitenrand 20 bewirkt des weiteren, daß das Bohrrohr 10 in seine korrekte Halte- und Riegelstellung bewegt wird, in der jeder Haltestift 12 vollständig in dem Rie- gelabschnitt 18 derAusnehmung 15 aufgenommen ist, falls das Bohrrohr 10 nicht schon beim oben beschriebenen Anlegen an die Anlagefläche 9 in diese korrekte Position gebracht worden ist.
In der endgültigen Halte-und Riegelstellung (siehe Fig. 2 und 8) ist das Bohrrohr 10 von den Haltestiften 12 in der bajonettartigen Verriegelung gehalten und von den Riegelzähnen 24 gegen Verdrehen gesichert. An dem Bohrrohr 10 in Um- fangsrichtung auftretende Bohrkräfte wirken derart, daß die Haltestifte 12 weiter- hin in die Riegelabschnitte 18 gedrückt werden. Bei einer Rotation des Bohrroh- res 10 entgegen der Bohrrichtung auftretende Umfangskräfte werden durch die Riegelzähne 24 abgestützt, so daß sich das Bohrrohr 10 aus seiner Festlegung am Trägerteil 4 weder lockern noch lösen kann.
Zum Abnehmen des Bohrrohres 10 werden in der oben beschriebenen Weise mittels des Riegelträgers 23 die Riegelzähne 24 aus ihrem Riegeleingriff in den Ausnehmungen 15 herausgezogen, so daß das Bohrrohr 10 gegenüber dem Trägerteil 4 und den Haltestiften 12 verdreht und vom Trägerteil 4 bzw. dem Wechselhalter 1 abgenommen werden kann.
Eine alternative Gestaltung der Riegelzähne 24 zeigt Fig. 9. Der Riegelzahn 24 enthält einen Schaft 34 mit reduzierter Dicke und einen Kopf 35 mit einer Wulst 36, die seitlich gegen den Haltestift 12 vorsteht und in Riegelstellung an diesem anliegt. Der Schaft 34 ist mit Spiel in der Öffnung 22 aufgenommen, wodurch vermieden wird, daß feines Bohrmaterial den Riegelzahn 24 in der Öffnung 22 festklemmt.
Bohrmaterial kann beispielsweise über ein an den Wechselhalter 1 angeschlos- senes Sauggebläse entfernt werden, das das Bohrmaterial z. B. über Öffnungen 37 in der hohlen Welle 2 absaugen kann.
Der abgeschrägte Seitenrand 20 der Ausnehmung 15 ist entweder über die ge- samte Tiefe des Eintrittsabschnitts 17 gebildet (siehe Fig. 6 und 8) oder er bildet nur eine vordere trichterartige Einführabschrägung der anschließend parallel zur . Rotationsachse 8 bzw. der Längsachse des Bohrrohres 10 verlaufenden linken
Seite des Eintrittsabschnitts 17 (siehe Fig. 9). Eine vergleichbare Abschrägung kann auch an der rechten Seite des Eintrittsabschnitts 17 gebildet sein, um eine Trichterwirkung beim Einführen des Riegelzahnes 24 zu verbessern.
Der Winkel a zwischen dem abgeschrägten Seitenrand 20 und einer Parallelen zur Rotationsachse 8 beträgt vorzugsweise etwa 30° bis 45°, kann bedarfsweise aber auch kleiner oder größer gewählt werden.
Der beschriebene Wechselhalter eignet sich für Hohlbohrer für unterschiedliche Materialien wie beispielsweise Beton, Ziegel, Holz oder Metall und kann mittels einer Anschlußeinrichtung 38, z. B. eines Schraubgewindes, an der Welle 2 an einer Bohrmaschine angebracht werden.
Bezugszeichenliste 1 Wechselhalter 2 Welle 3 Bohrung 4 Trägerteil 5 Versteifung 6 Vorderende 7 Außenwand 8 Rotationsachse 9 Anlagefläche 10 Bohrrohr 11 Basisende 12 Haltestift 13 Bohrung 14 Bohrung 15 Ausnehmung 16 Stirnseite 17 Eintrittsabschnitt 18 Riegelabschnitt 19 Riegelvorsprung 20 Seitenrand 21 Grund 22 Öffnung 23 Riegelträger 24 Riegeizahn 25 Lageröffnung 26 Schraubenfeder 27 Rückseite 28 Haltebund 29 Stirnseite 30 Abdeckhülse 31 Zapfen 32 Vertiefung 33 Abschrägung 34 Schaft 35 Kopf 36 Wulst 37 Öffnung 38 Anschlußeinrichtung
Next Patent: CUTTING FLUID DISTRIBUTOR FOR MILLNG CUTTERS
