Patentansprüche
1. Interdentalreinigungsbürste (1) zur Reinigung von Zahnzwischenräumen und angrenzenden natürlichen und künstlichen Zähnen und Zahnhälsen, von Kronen, Brücken, Implantaten und kieferorthopädischen Apparaturen und Suprastrukturen aller Art, wobei die Interdentalreinigungsbürste aus zwei helical gewundenen Drahtabschnitten (2) mit dazwischen gehaltenen Borsten besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Borstenbesatz (5) aus mindestens zwei verschiedenen Borstenbesatzabschnitten (51, 52) besteht, die unterschiedliche Borstendurchmesser resp. Borstendicken oder auch unterschiedliche Materialien aufweisen, wobei mindestens ein in Einführungsrichtung liegender erster Borstenbesatzabschnitt (51) mit Borsten versehen ist, die biegsamer sind als die Borsten des darauf folgenden Borstenbesatzabschnittes (52), so dass der erste Borstenbesatzabschnitt (51) die Einführung der Interdentalreinigungsbürste (1) in Zahnzwischenräume erleichtert .
2. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die verschiedenartige Biegsamkeit der Borsten aus den unterschiedlichen Durchmessern der Borsten und/oder aus der Verwendung von unterschiedlichen Materialien ergibt.
3. Interdentalreinigungsbϋrste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten aus
Kunststofffilamenten bestehen deren Durchmesser zwischen 2 und 5 mil liegt.
4. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten mit
Aromastoffen und/oder mit Mitteln beschichtet sind aus den Gruppen der Reinigungs-, Desinfektions- und Heilmittel oder mit Kombinationen davon, insbesondere mit z.B. Substanzen wie Fluor, Chlorhexidin, Xylitol oder Teebaumöl oder mit Kombinationen davon.
5. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewundenen Drahtabschnitte (2) einführungsseitig miteinander durch eine Umbiegung um 180° verbunden sind.
6. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewundenen Drahtabschnitte (2) an der von der Einführungsseite abgelegten Seite zu einem Halter (3) gebogen sind.
7. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürsten (6) Borsten (51, 52, 53) mit unterschiedlichen Längen in verschiedenen Bereichen haben.
8. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (51) im einführungsseitigen Ende eine kegelstumpfförmige Gestalt der Bürste in diesem Bereich formen.
9. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (52) im Bereich die den einführungsseitigen Borsten (51) folgen, eine zylindrische Form mit geringerem Durchmesser als die Basis des Kegelstumpfes aufweisen.
10. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Bereich mit den Borsten (52) mit grosserer Härte als die Borsten (51) der einführungsseitigen Bereich eine taillierte Form haben.
11. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drahtabschnitte in einem Kunststoffgriff fix oder auswechselbar gehalten sind.
12. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Bürsten in paralleler Richtung distanziert voneinander angeordnet auf einer Bürstenplatte (30) gehalten sind, wobei die Drahtabschnitte (2) im Bürsteneinsatzzapfen (32) unterhalb der Bürstenplatte verankert sind.
13. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenplatte (30) mit den beiden parallel angeordneten Bürsten mit einem Griff fix verbunden oder auswechselbar verbunden sind.
14. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenplatte aus flexiblem Material besteht und damit Verwindungen und
Scherbewegungen der Reinigungsbürsten (1) gegeneinander ermöglichen.
15. Interdentalreinigungsbürste (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter aus einer
Griffplatte und einer Steckplatte mit zwei oder drei
Aufnahmeöffnungen besteht, wobei darin einzelne
Interdentalreinigungsbürsten (1) oder zwei parallel angeordnete Bürsten mit einer Bürstenplatte einsteckbar auswechselbar gehalten sind. |
Interdentalreinigungsbürste
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Interdentalreinigungsbürste bestehend aus zwei helical gewundenen Drahtabschnitten mit dazwischen gehaltenen Borsten zur Reinigung von Zahnzwischenräumen und angrenzenden natürlichen und künstlichen Zähnen und Zahnhälsen, von Kronen, Brücken und Implantaten und von Suprastrukturen aller Art.
Während mit herkömmlichen Zahnbürsten zwar die buccalen und lingualen Zahnfronten sich problemlos reinigen lassen, ist der interdentale Bereich hiermit kaum zu reinigen. Entsprechend werden hierfür Zahnseiden aller Art verwendet. Dies bedingt aber, dass der Zahnzwischenraum von der Beissfläche zur Gingiva weit genug ist um die Zahnseide überhaupt einzuführen.
Bei Brücken oder anderen Suprakonstruktionen die aus Implantaten aufgebaut sind, ist dies jedoch nicht gegeben.
In diesen Fällen kann eine Reinigung unter diesen
Suprakonstruktionen nur noch mit Interdentalreinigungsbürsten erfolgen .
Bei Interdentalbürsten kommt hier erschwerend dazu, dass der Patient praktisch die Interdentalzwischenräume ertasten muss, da er normalerweise keine Einsicht in diesen Bereichen hat. Für die Reinigungszwecke sind an sich etwas festere Borsten durchaus erwünscht, doch führen diese oftmals zu einer Reizung der Gingiva falls mit Reinigungsbürsten mit hartem Borstenbesatz suchend herumgestochert wird.
Interdentalreinigungsbürsten der obgenannten Art sind seit vielen Jahren bekannt. So zeigt die Schweizer Patentschrift CH 667 382A eine Interdentalbürste zur Reinigung von Wurzelkanälen vor dem Einsetzen eines Stiftes für den Aufbau einer Zahnkrone. Die Reinigungsbürste besteht aus zwei verdrillten Drähten zwischen denen Borsten gehalten sind. Die Drähte sind einerends mit einer Schlaufe einstückig verbunden und anderenends in einem Halter, hier einem Mandrell, fixiert. Der Bürstenbesatz ist hier zylindrisch und die Borsten sind überall aus demselben Material mit gleichem Durchmesser und entsprechend gleichen Eigenschaften gestaltet.
Bezüglich der Fertigung solcher Bürsten kann beispielsweise auf die US 2002/0108196 verwiesen werden. Hier wird sowohl eine Reinigungsbürste der obgenannten Art sowie deren Fertigung beschrieben. Diese Reinigungsbürste ist speziell für die Reinigung von Blasinstrumenten konzipiert .
Eine Interdentalbürste mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 zeigt beispielsweise auch die US-A- 478923. Hier ist bereits eine Interdentalbürste gezeigt, die auswechselbar und schwenkbeweglich in einem Halter fixierbar ist. Diese Interdentalbürste, ebenso wie die erstbeschriebene Reinigungsbürste, wird vom Zahnarzt verwendet, der sehr genau erkennen kann, was er tut und der auch beruflich die entsprechende übung mitbringt um eine problemlose Einführung solcher Bürsten zu ermöglichen.
Schliesslich ist aus der US 2004/0154115A eine Reinigungsbürste zur Reinigung von Lumen chirurgischer Instrumente bekannt. Auch diese Bürste weist den eingangs erwähnten konstruktiven Aufbau auf. Entsprechend der möglichen Länge solcher Lumen ist der Bereich der gewundenen Drähte anschliessend an den Bereich mit Borstenbesatz relativ lang gestaltet. Im Gegensatz zur Reinigungsbürste gemäss der CH 667 382 sind die beiden helical gewundenen Drahtabschnitte nicht am einführungsseitigen Ende geschlossenen, sondern am
gegenüberliegenden Ende, das zudem in einer Schlaufe gestaltet ist, die einen Griff für die Reinigungsbürste bildet.
Letztlich ist aus der EP-B-0800781 eine Interdentalbürste entsprechend der Reinigungsbürste gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 bekannt, deren Drahtabschnitte aus rostfreiem Stahldraht gefertigt sind und der neben Eisen zusätzlich Chrom, Mangan und Stickstoff in der chemischen Zusammensetzung enthält mit einem Mangangehalt von über 2,5 Gewichtprozent. Der Draht einer solchen Bürste ist höchst flexibel und äusserst bruchfest. Gemäss den Ausführungen in diesem Patent sei hierdurch auch die Einführung der Reinigungsbürste in Zahnzwischenräume wesentlich verbessert. Die Flexibilität des Drahtes wird, mit grosser Wahrscheinlichkeit, die Verletzungen der Gingiva reduzieren, doch eine zentrierende Einführungswirkung dürfte kaum erreicht werden.
Es ist folglich die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Interdentalreinigungsbürste der eingangs genannten Art derart zu gestalten, dass deren Einführung in Zahnzwischenräume verbessert wird.
Die erfindungsgemässe Aufgabe löst eine Interdentalreinigungsbürste gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1 dadurch, dass mindestens zwei
verschiedene Abschnitte gebildet sind, in denen Borsten aus unterschiedlichen Materialien oder aus Borsten mit unterschiedlichen Dicken gehalten sind, wobei mindestens ein in Einführungsrichtung erster Abschnitt mit Borsten versehen ist, die biegsamer sind, als die Borsten des darauf folgenden Abschnittes, so dass der erste Abschnitt die Einführung der Reinigungsbürsten in Zanhzwischenräume erleichtert.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen gehen aus den abhängigen Patentansprüchen hervor und deren Bedeutung und Wirkungsweise wird in der nachfolgenden Beschreibung unter Bezug auf die anliegenden Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
Figur 1 eine Interdentalreinigungsbürste in der Seitenansicht
Figur 2 eine einfache Ausführungsform einer Interdentalbürste wiederum in der Seitenansicht, während
Figur 3A einen Interdentalbürstenkopf mit zwei Reinigungsbürsten wiederum in einer Seitenansicht dargestellt ist, während
Figur 3B derselbe Interdentalbϋrstenkopf in der Aufsicht unter Weglassung des Borstenbesatzes gezeigt ist.
Figur 3C eine Variante des Interdentalbürstenkopfes nach Figur 3A; und
Figur 4 die Verwendung eines Interdentalbürstenkopfes in einem Haltegriff mit Stiel für den Gebrauch durch Zahnärzte oder Dentalhygieniker und
Figur 5 ein Haltegriff mit Interdentalreinigungsbürsten für den Selbstgebrauch.
Figur 6 zeigt die bevorzugte Form einer doppelten Interdentalreinigungsbürste .
Eine Interdentalreinigungsbürste der erfindungsgemässen Art, wie in der Figur 1 in einfachster Ausführungsform dargestellt, wird insgesamt mit 1 bezeichnet. Sie wird aus zwei helical gewundenen Drahtabschnitten 2 gebildet und dazwischen sind die einzelnen Borsten 50 gehalten. Die Gesamtheit der Borsten 50 bildet den Borstenbesatz 5. Die helical gewundenen Drahtabschnitte 2 erstrecken sich über den Borstenbesatzbereich hinaus und bilden so eine Verbindung zu einem Halter 3 oder einer Bürstenplatte 30. In der Ausführungsform gemäss der Figur 1 wird dieser
Halter 3 durch eine ringförmige Schlaufe gebildet, die zur Halterung der Interdentalreinigungsbürste 1 dient.
Im hier dargestellten Beispiel sind die Borsten 50 im Borstenbesatzbereich 5 allesamt gleich lang gestaltet, so dass der Borstenbesatz 5 eine zylindrische Gestalt hat. Eine solche Ausführungsform kann auch für die Reinigung von Lumen und hier insbesondere für Lumen im Medizinalgerätebereich verwendet werden. Für diesen Zweck ist es sinnvoll den Bereich der beiden helical gewundenen Drahtabschnitte 2, die ohne Borstenbesatz sind, für den entsprechenden Anwendungszweck geeignet lang zu gestalten. Dieser borstenfreie Bereich 12 kann auch als Stiel bezeichnet werden. Für Interdentalreinigungsbürsten ist es jedoch am einfachsten in der Anwendung je näher der Anwender die Bürste beim Bürstenbesatz fassen kann.
Der Borstenbesatz 5 ist erfindungsgemäss in mindestens zwei Borstenbesatzabschnitte unterteilt. Der erste Borstenbesatzabschnitt ist mit 51 und der mindestens zweite, nachfolgende Borstenbesatz ist mit 52 bezeichnet. Der erste Borstenbesatzabschnitt 51 ist jener Abschnitt, der einführungsseitig zu vorderst liegt. Dieser Borstenbesatzabschnitt 51 ist mit Borsten 50 versehen, die biegsamer sind, als die Borsten im zweiten, nachfolgenden Borstenabschnittbereich 52. Die unterschiedliche Biegsamkeit der Borsten 50 lässt sich dadurch erreichen,
dass entweder die Borsten aus demselben Material, jedoch mit unterschiedlichen Durchmessern gefertigt sind oder dass die Borsten aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind.
In der Mehrheit aller Anwendungszwecke wird man die Borsten aus monofilen Kunststofffäden fertigen.
Sind die Borsten aus monofilen Kunststofffäden gefertigt, so ist insbesondere für den Bereich der Anwendung als Interdentalbürsten die Variation der gewählten Materialien zur Erzielung unterschiedlicher Biegsamkeit weniger gefragt. Vielmehr wird man hier mit Polyamide oder polyamidartigen Kunststoffen arbeiten und die unterschiedliche Biegsamkeit lediglich durch die Variation von monofilaren Fäden mit unterschiedlichen Durchmessern erzielen. Für den Interdentalbürstenbereich kommen hierbei insbesondere Dicken zwischen 1 mil bis 10 mil in Frage. Die in der Bürstenindustrie verwendete Einheit ist üblicherweise mil.
Ein mil. ist definiert als ein tausendstel Zoll(inch) . Ein mil entspricht somit 0,0254 Millimeter. Bevorzugterweise liegt der Bereich für die Durchmesser der hier verwendeten Kunststofffilamente zwischen 2 und 5 mil. Im Interdentalbürstenbereich sind dickere Borsten unüblich und bei den hier aus hygienischen Gründen gewählten Materialien auch kaum möglich ohne dabei einen Kratzeffekt
zu bewirken, der zu einer Verletzung der Gingiva führen kann.
In der Figur 2 ist eine ähnliche Interdentalreinigungsbürste 1 dargestellt wie in der Figur 1 allerdings mit einem Kunststoffgriff als Halter 3, in dem die helical gewundenen Drahtabschnitte 2 fest verankert sind resp. auswechselbar verankert werden können. Der Halter 3 kann beliebig geformt sein. In Figur 2 ist er zylindrisch gestaltet und mit einer Riffelung versehen um so die Bürste bei der Reinigung nicht nur in Längsrichtung der helical gewundenen Drähte zu bewegen, sondern auch leicht rotieren zu können.
Des weiteren ist hier der Borstenbesatz 5 aus drei verschiedenen Borstenbesatzabschnitten 51, 52, 53 gestaltet. Dabei kann die Biegsamkeit der Borsten 50 in den drei verschiedenen Borstenbesatzabschnitten von
Abschnitt zu Abschnitt zunehmend gestaltet sein. Natürlich sind aber auch alle anderen Arten, Abfolgen, Anordnungen und Kombinationen der zwei oder mehr verschiedenen
Bürstenbesatzabschnitte mit unterschiedlichen Durchmessern der Borsten möglich. In jedem Fall ist jedoch der einführungsseitige Borstenbesatzabschnitt 51 jener
Bereich, in denen Borsten aus Kunststofffilament mit einer grosseren Biegsamkeit beziehungsweise Weichheit, resp. einem kleineren Durchmesser eingesetzt . sind als bei den
Borsten im darauf folgenden Borstenbesatzabschnitt. Da es
möglich ist die Dichte der Borsten über den gesamten Borstenbesatz resp. in den einzelnen Borstenbesatzabschnitten zu variieren, wäre es im Prinzip möglich im Einführungsbereich 51 zusätzlich die Dichte der Borsten zu reduzieren. Dies wird jedoch hier nicht angestrebt. Vielmehr wird praktisch dieselbe Borstendichte über den gesamten Bereich des Borstenbesatzes angestrebt. Dank der relativen Dichte der Borsten, auch im Einführungsbereich 51 und durch deren hohen Biegsamkeit legen sich die Borsten 50 in diesem Bereich unter kleinsten Druck in Richtung zu den helical gewundenen Drähten und zum Halter 3, von dem die Einführungskraft ausgeht, nach hinten und bilden damit eine relativ glatte konische Einführungsfläche. Auf diese Weise ist die Einführung einer solchen Interdentalreinigungsbürste auch in sehr kleine Zahnzwischenräume oder in Lumen mit kleinem Durchmesser beziehungsweise in eine Einführungsöffnung, die sehr klein ist, wesentlich erleichtert.
Mit Bezug auf die Figur 4 wird eine Interdentalbürste insgesamt beschrieben. Die Interdentalbürste ist mit 11 bezeichnet und besteht hier aus zwei Bauteilen, nämlich dem Haltegriff 12 und dem Interdentalbürstenkopf 13. Der Haltegriff 12 besitzt einen eigentlichen Griffbereich 20 und ein abgewinkeltes Ende 21. Die Längsachse des Griffbereiches 20 ist mit 23 bezeichnet, während die Längsachse des abgewinkelten Endes 21 mit 24 bezeichnet
ist. Die beiden Längsachsen 23 und 24 schliessen einen Winkel α ein. Bevorzugt in etwa senkrecht zur Längsachse 24 des abgewinkelten Endes 21, ist in diesem abgewinkelten Ende 21 eine Aufnahmeöffnung 22 angebracht, in der die Interdentalbürste resp. der Interdentalbϋrstenkopf 13 auswechselbar und um eine Schwenkachse 25 drehbar gehalten ist. Eine solche Aufnahmeöffnung 22' kann aber auch am geraden Teil des Haltegriffs angebracht sein zur orthograden Aufnahme der Interdentalbürste resp. des Interdentalbürstenkopfs 13 oder gleichzeitig am geraden und am abgewinkelten Ende.
Der Interdentalbürstenkopf 13 weist eine Bürstenplatte 30 auf, an dem ein Kupplungselement 34 angeformt ist. An der fix oder auswechselbar am Kupplungselement 34 angebrachten Bürstenplatte sind Einsatzzapfen 32 angeformt, je nach dem, ob ein oder zwei Bürsten vorhanden sind, sind entsprechend viele Bürsteneinsatzzapfen 32 vorhanden. Diese Bürsteneinsatzzapfen 32 weisen bevorzugt ein zentrisches Loch auf, welches geringfügig grösser ist, als der Durchmesser der gewundenen Drahtabschnitte 2, zwischen deren Windungen die Borsten 50 des Borstenbesatzes form- und kraftschlüssig gehalten sind. Die gewundenen Drahtabschnitte 2 sind in diesem Loch mit Passsitz gehalten und bevorzugt mittels einem Klebstoff gesichert. Die Borsten beziehungsweise der so genannte Borstenbesatz
kann formlich verschieden gestaltet sein. Hierauf wird nachfolgend noch eingegangen.
Bevorzugterweise wird man den gesamten Interdentalbürstenkopf selbstverständlich mit Ausnahme der eigentlichen Bürsten aus einem hochelastischen Kunststoff oder aus Latex fertigen. Kostenmässig am günstigsten und von der Festigkeit her vorteilhaft ist die Verwendung von einem Polyethylen, insbesondere einem Low Density Polyethylen LDPE. Ein derartiger Interdentalbürstenkopf ist insgesamt biegsam in allen Richtungen.
In der Figur 3A ist eine bevorzugte Ausführungsform des Interdentalbürstenkopfes 13 in einer Seitenansicht im vergrösserten Massstab dargestellt. Obwohl auch dieser Interdentalbürstenkopf 13 mit zwei Bürsten 1 ausgestaltet ist, ist dies für die Erfindung nicht zwingend. Zwar stellt die Ausführungsform mit zwei Bürsten eine bevorzugte Ausführungsform dar, doch lässt sich die Erfindung durchaus auch realisieren bei einem Interdentalbürstenkopf mit lediglich einer Bürste 1. Arbeitet man mit lediglich einer Bürste, so braucht der Interdentalbürstenkopf nicht mehr schwenkbeweglich gelagert zu sein. Auch eine Rotation ist dann nicht mehr erforderlich. Entsprechend kann dann der Interdentalbürstenkopf 13 einstückig mit einem Haltegriff
12 verbunden sein oder mit einem Griff 3 verbunden werden, wie bereits zuvor beschrieben.
In der hier gezeigten Ausführungsform wird jedoch der Interdentalbürstenkopf 13 wie zuvor beschriebenen und in der Figur 4 dargestellt, wiederum mit zwei Interdentalreinigungsbürsten 1 bestückt. Der Interdentalbürstenkopf 13 besitzt wiederum eine Bürstenplatte 30, die auch hier wiederum mit einem zylindrischen Schwenkzapfen 34 versehen ist. Auf der Bürstenplatte 30 sind zwei Bürsteneinsatzzapfen 32 in einem vorgegebenen Abstand parallel zueinander angeordnet. Die Bürsteneinsatzzapfen 32 besitzen jeweils bevorzugt ein zentrisches Loch 33 in dem die gewundenen Drahtabschnitte 2 eingeklebt, eingepresst, eingespritzt, eingelasert, eingedreht oder durch eine andere Verbindungstechnik befestigt sind. Als weitere Varianten kann man sich auch vorstellen, dass die Bürsten einzeln mit dem Draht in Bürsteneinsatzzapfen gesteckt und mit einem mechanischen Verschlusssystem befestigt werden, und dass diese Bürsten oder Bürsten, die selber schon fix mit einem Bürsteneinsatzzapfen verbunden sind, einzeln und auswechselbar in der Bürstenplatte verankert werden können. Die Drahtabschnitte 2 halten die Borsten 50, die wiederum, wie bereits beschrieben, in den mindestens zwei Borstenbesatzabschnitten unterschiedliche Durchmesser bzw. Dicken aufweisen. Im Gegensatz zu den Ausführungsformen in
den übrigen Zeichnungen haben hier die Bürsten nicht einfach eine zylindrische Gestalt sondern weisen eine spezielle Gestalt auf, auf die nachfolgend noch eingegangen wird. Für die Erfindung ist dies jedoch nicht zwingend.
Den ersten Borsten 51 folgt ein Bereich mit zweiten Borsten 52, die eine höhere Härte ausweisen. Die hier angebrachten Borsten 52 wird man bevorzugt mit einem Durchmesser von 2 bis 4 mil wählen, was approximativ 0,05 bis 0,1 mm entspricht. Dieser Bereich ist der effektive Reinigungsbereich. Die Härte ist hier so gewählt, dass ein guter Reinigungseffekt entsteht, während gleichzeitig die Härte nicht so gross ist, dass die Gingiva verletzt wird.
Schliesslich ist bevorzugt noch ein dritter Bereich vorhanden mit dritten Borsten 53. Dieser bürstenplattenseitige Bereich besitzt Borsten 53, die nochmals eine höhere Festigkeit aufweisen. Diese Borsten besitzen weniger eine reinigende Funktion als vielmehr eine stützende und schützende Funktion. Damit wird sichergestellt, dass bei der Reinigung die Borsten 52 im Randbereich sich nicht zu stark umbiegen und der Patient nicht mit der Bürstenplatte 30 oder den Bürsteneinsatzzapfen 32 auf die Gingiva aufschlägt und diese womöglich verletzt. Er erhält durch diese Stützborsten 53 einen sensorisch wahrnehmbaren Widerstand
wodurch er die oszillierende Putzbewegung entsprechend begrenzt .
Dank der bevorzugt flexiblen Bürstenplatte 30 können die beiden Bürsten 1 relativ weit gespreizt werden. Um dies zu begrenzen und zu vermeiden, dass die beiden Interdentalreinigungsbürsten 1 sich zu weit spreizen, kann zwischen den beiden Bürsteneinsatzzapfen 32 eine bevorzugt flexible Verbindungswand 39 eingeformt sein. Um aber nicht praktisch die vollständige Flexibilität der Bürstenplatte 30 zu unterbinden, gestaltet man vorteilhafterweise die flexible Verbindungswand gewölbt, so dass sie sich unter Anwendung leicht strecken kann. In der Figur 3B erkennt man diese flexible Verbindungswand 39 als in etwa S-förmig verlaufend.
Aus der Figur 3A erkennt man, dass hier nicht nur erfindungsgemäss die Borsten in verschiedenen Bereichen mit verschiedenen Härten ausgestaltet sind, sondern dass diese Borsten auch in der Länge variieren können. In der Seitenansicht weisen die beiden Bürsten 1 eine pollerförmige Gestalt auf. Das heisst, dass mindestens eine Bürste im einführungsseitigen Bereich, wie bereits erwähnt, eine kegelstumpfartige oder kugelige sphärisch gewölbte Form aufweist und dass darauf im Bereich der Borsten 52 ein zylindrischer Abschnitt folgt, der eine Taillierung aufweist. Schliesslich ist im Bereich der
Borsten 53 ein zylindrischer Abschnitt vorhanden. Diese Gestaltungsform führt dazu, dass sich der taillierte Borstenbesatz im Reinigungsbereich der Borsten 52 eng an die zu reinigenden Strukturen anlegt und die Borsten nicht funktionslos einfach umgeknickt aufliegen, sondern sich wie für eine Bürste gehörig über die zu reinigenden Flächen bewegen. Mit dieser Gestaltungsform kann auch erstmalig von einer Seite her eine praktisch vollständige Reinigung rund um die natürlichen und künstlichen Zähne, Zahnhälse, Zahnwurzeln und Implantate und um Suprastrukturen verschiedenster Art erreicht werden.
Die schliesslich in der Figur 5 noch gezeigte Variante ist insbesondere eine Interdentalreinigungsbürste mit einem Haltegriff, der unmittelbar bei den Bürsten eine Halterung zwischen zwei Fingerspitzen erlaubt. Der Halter besteht aus einer relativ flachen Griffplatte 26, der in einem Hals 27 übergeht an dem eine Steckplatte 28 angeformt ist. In die Steckplatte 28 sind mindestens zwei Aufnahmeöffnungen 29 eingeformt, die leicht konisch gestaltet sind um entsprechend geformte Bürsteneinsatzzapfen 32 hineinstecken zu können. ähnlich wie in Figur 3C kann auch zwischen beiden Bürsteneinsatzzapfen noch das Kupplungselement 34 als ein weiterer Zapfen vorhanden sein, der dann in eine Aufnahmeöffnung 29 hineinragt, welche im Hals 27 angebracht ist. Alle drei Zapfen 32 und 34 sind dann
üblicherweise an einer gemeinsamen Platte angeformt. Die flache Griffplatte 26 verläuft in derselben Ebene, welche die beiden parallelen Interdentalbürsten aufspannen. So weiss der Benutzer genau wie die beiden Bürsten verlaufen und die korrekte Einführung wird erleichtert.
Schliesslich ist in der Figur 6 die meist bevorzugte Ausführungsform der Interdentalreinigungsbürste mit zwei parallelen Reinigungsbürsten 1 dargestellt, wie sie auch im Halter gemäss der Figur 5 aufgenommen werden kann. Die Bürstenplatte 30 ist hier vollkommen eben da die Bürsteneinsatzzapfen 32 nicht wie in Figur 3 nach oben auf der Bürstenplatte aufgesetzt sind, sondern unterhalb dieser angeformt sind. Damit ist die Gefahr die Gingiva mittels den Bürsteneinsatzzapfen 32 zu verletzen nicht mehr gegeben. Zudem dienen dann die Zapfen 32 zusammen mit dem Kupplungselement 34, das auch zapfenförmig gestaltet ist, auch als Kupplungselemente, wenn der Büstenkopf in einem Halter gemäss der Figur 5 eingesetzt wird.
