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Title:
INTERIOR LIGHTING SYSTEM FOR A MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/116916
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an interior lighting system for a motor vehicle, having a light guide (LL), having at least one light source (LQ1, LQ2) which is designed and arranged in such a way that light from the light source is coupled into the light guide at one end of the light guide, and having a control device (FRM), which is coupled to a motor vehicle system bus (BUS), for controlling the light source in such a way that the light from the light source is changed as a function of bus data relating to colour and/or brightness which is transmitted via the system bus.

Inventors:
WILLMANN, Tom (Pognerstrasse 30, München, 81379, DE)
ENDERS, Martin (Unterfeld 25, Deisenhofen, 82041, DE)
BADAROUX, Fabrice (Korbinianstrasse 42, München, 80807, DE)
Application Number:
EP2011/001379
Publication Date:
September 29, 2011
Filing Date:
March 19, 2011
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Petuelring 130, München, 80809, DE)
WILLMANN, Tom (Pognerstrasse 30, München, 81379, DE)
ENDERS, Martin (Unterfeld 25, Deisenhofen, 82041, DE)
BADAROUX, Fabrice (Korbinianstrasse 42, München, 80807, DE)
International Classes:
B60Q3/02
Domestic Patent References:
2001-05-25
Foreign References:
EP1884408A12008-02-06
DE102007039677A12009-04-02
US20050063194A12005-03-24
US20070285937A12007-12-13
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT (Patentabteilung AJ-3, München, 80788, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung

mit einem Lichtleiter,

mit zumindest einer Lichtquelle, die derart ausgeführt und angeordnet ist, dass Licht der Lichtquelle an einem Ende des Lichtleiters in den Lichtleiter eingekoppelt wird, und

mit einer mit einem Kraftfahrzeugsystembus gekoppelten Steuereinrichtung zum Steuern der Lichtquelle derart, dass das Licht der Lichtquelle abhängig von über den Kraftfahrzeugsystembus übertragenen Busdaten hinsichtlich Farbe und/oder Helligkeit geändert wird.

2. Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung nach Anspruch 1 ,

bei dem die Busdaten Fahrzeugzustandsdaten umfassen, die durch die Steuereinrichtung in Färb- und/oder Helligkeitsinformationen für die Lichtquelle umgesetzt werden.

3. Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

bei dem die Busdaten Färb- und/oder Helligkeitsinformationen für die Lichtquelle umfassen.

4. Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung nach eipem der vorhergehenden Ansprüche,

bei dem der Kraftfahrzeugsystembus mit einer Schnittstelle, insbesondere einer Funkschnittstelle, derart gekoppelt ist, dass Färb- und/oder Helligkeitsinformationen für die Lichtquelle über die Schnittstelle auf den Kraftfahrzeugsystembus übertragbar sind. 5. Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Lichtquelle zumindest eine RGB-Leuchtdiode oder eine organische Leuchtdiode umfasst.

Description:
Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung

Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung. Neuere Kraftfahrzeuge verfügen im Innenraum zunehmend über sogenannte ambiente Lichtfunktionen, die für eine dezente Ausleuchtung des Innenraumes sorgen. Der Einsatz dieser Art der Beleuchtung erleichtert den Passagieren im Fahrzeug die Orientierung und schafft eine individuelle und wohnliche Atmosphäre.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine auffallende und variable Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung anzugeben.

Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Patentan- spruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Eine erfindungsgemäße Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung umfasst einen ins- besondere stabförmigen Lichtleiter und zumindest eine Lichtquelle, die derart ausgeführt und angeordnet ist, dass Licht der Lichtquelle an einem Ende des Lichtleiters in den Lichtleiter eingekoppelt wird. Zudem ist eine mit einem Kraftfahrzeugsystembus gekoppelte Steuereinrichtung zum Steuern der Lichtquelle vorgesehen. Durch diese Steuereinrichtung wird die Lichtquelle derart angesteuert, dass das Licht der Lichtquelle abhängig von über den Systembus übertragenen Busdaten hinsichtlich Farbe und/oder Helligkeit geändert wird.

Dadurch wird erreicht, dass die ohnehin vorhandene Innenraumbeleuchtung zur auffallenden Signalisierung von fahrzeugbezogenen oder fahrsituations- bezogenen Informationen verwendet werden kann. Beispielsweise kann durch die Erfindung die Lichtquelle bei stehendem Fahrzeug anders angesteuert werden als bei fahrendem Fahrzeug, bei positiver Beschleunigung anders als bei negativer Beschleunigung, bei offenen Türen anders als geschlossenen Türen, bei Motor-Aus anders als bei Motor- An, bei aktivem elektrischen Antrieb anders als bei aktivem verbrennungsmotorischen Antrieb, bei Querbeschleunigung anders als ohne Querbeschleunigung, bei hohen Temperaturen anders als bei niedrigen Temperaturen, bei hohen Motordrehzahlen anders als bei niedrigen Motordrehzahlen, bei mehr Fahrzeuginsassen anders als bei weniger Fahrzeuginsassen, bei großem Abstand zu einem Hindernis anders als bei kleinem Abstand zu einem Hindernis, usw.

Vorzugsweise umfassen die Busdaten Fahrzeugzustandsdaten (Daten, welche beispielsweise den Fahrzeugzustand, einen Fahrzeugkomponentenzu- stand oder die Fahrzeugumgebung beschreiben), die durch die Steuereinrichtung in Färb- und/oder Helligkeitsinformationen (beispielsweise Angaben im HSV-Farbraum oder entsprechende Lichtquellensteuersignale, beispielsweise Pulsweitenmodulationsparameter oder Bestromungsparameter) umgesetzt werden. Basierend auf den Färb- und/oder Helligkeitsinformationen wird dann das Licht der Lichtquelle hinsichtlich Farbe und/oder Helligkeit geändert.

Dadurch wird erreicht, dass die Umsetzung von Fahrzeugzustandsdaten in Farb-/Helligkeitsinformationen, insbesondere die Generierung von Lichtquel- lensteuersignalen, in Abhängigkeit von ohnehin vorhandenen Fahrzeugzustandsdaten, in der Steuereinrichtung selbst erfolgt.

Eine Umsetzung von Färb- und/oder Helligkeitsangaben in einem Farbraum in Lichtquellensteuersignale, kann gegebenenfalls durch die Steuerein rich- tung selbst oder eine damit gekoppelte Umsetzeinheit erfolgen. Eine andere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Busdaten bereits Färb- und/oder Helligkeitsinformationen (beispielsweise Angaben im HSV-Farbraum oder entsprechende Lichtquellensteuersignale, beispielsweise Pulsweitenmodulationsparameter oder Bestromungsparameter) umfas- sen. Eine Umsetzung beispielsweise von Fahrzeugzustandsdaten in Farb- /Helligkeitsinformationen erfolgt in dieser Variante also nicht in der Steuereinrichtung, sondern in einer anderen an den Kraftfahrzeugsystembus gekoppelten Einheit, beispielsweise einer zweiten Steuereinrichtung. Die Farb- und/oder Helligkeitsinformationen können dann von der zweiten Steuerein- richtung an den Kraftfahrzeugsystembus gesendet werden.

Es ist eine Weiterbildung der Erfindung, dass der Kraftfahrzeugsystembus derart mit einer Schnittstelle, insbesondre Funkschnittstelle, gekoppelt ist, dass Färb- und/oder Helligkeitsinformationen über die Funkschnittstelle auf den Kraftfahrzeugsystembus übertragbar sind. Dadurch kann beispielsweise die Umsetzung von Fahrzeugzustandsdaten in Farb-/Helligkeitsinformationen in einem externen Gerät, beispielsweise einem Mobiltelefon, einem tragbaren Computer, etc., erfolgen. Die Farb-/Helligkeitsinformationen werden dann über die Schnittstelle auf den Kraftfahrzeugsystembus übertragen, um basie- rend darauf die Lichtquelle anzusteuern. Hierbei kann auch vorgesehen sein, dass Fahrzeugzustandsdaten über die Schnittstelle zu dem externen Gerät übertragen werden können, um die Fahrzeugzustandsdaten im externen Gerät zur Generierung der Farb-/Helligkeitsinformationen nützen zu können. Zu diesem Zweck kann das externe Gerät beschränkte oder volle Berechtigung zum Zugriff auf den Kraftfahrzeugsystembus oder auf Busdaten auf dem

Kraftfahrzeugsystembus erhalten, um Fahrzeugzustandsdaten zu empfangen und/oder um Färb- und/oder Helligkeitsinformationen zu senden und/oder zu empfangen. Eine Umsetzung der Erfindung in die Praxis ist besonders einfach, wenn die Lichtquelle zumindest eine RGB-Leuchtdiode oder eine organische Leuchtdi- ode umfasst, deren Helligkeit und/oder Farbigkeit beispielsweise über die Bestromung oder eine Pulsweiten-Modulation eingestellt werden.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die folgende Figur näher erläutert:

Figur 1 zeigt eine vereinfachte schematische Prinzipdarstellung einer

Kraftfahrzeuginnenbeleuchtung. Figur 1 zeigt einen stabförmigen Lichtleiter LL, in den am ersten Ende Licht einer ersten RGB-Leuchtdiode LQ1 eingekoppelt wird, und am gegenüberliegenden, zweiten Ende Licht einer zweiten RGB-Leuchtdiode LQ2

eingekoppelt wird. Durch geeignete Auskoppelelemente, beispielsweise auf der Rückseite des Lichtleiters LL wird bewirkt, dass das Licht durch den Lichtleiter LL an der Vorderseite des Lichtleiters LL abgestrahlt wird.

Die Helligkeit und/oder die Farbigkeit des von den RGB-Leuchtdioden

LQ1 ,LQ2 in den Lichtleiter LL eingekoppelten Lichts kann über die Steuereinrichtung (Fußraummodul) FRM, beispielsweise über die Bestromung der RGB-Leuchtdioden LQ1 ,LQ2 oder basierend auf einer Pulsweitenmodulation, eingestellt werden. Dazu kann die Steuereinrichtung FRM beispielsweise mit entsprechend eingerichteten Konstantstromquellen gekoppelt sein oder über entsprechende PWM-Ausgänge verfügen. Die Steuereinrichtung FRM ist an einen Kraftfahrzeugsystembus BUS, beispielsweise einen CAN-BUS, einen LIN-BUS oder einen FLEXRAY-BUS, gekoppelt. Über den Kraftfahrzeugsystembus BUS kann die Steuereinrichtung FRM Busdaten empfangen. Die Busdaten können beispielsweise Fahrzeugzustandsdaten umfassen. Die Fahrzeugzustandsdaten werden beispielsweise von einem anderen Kraft- fahrzeug-Teilsystem, wie beispielsweise einem Einparkhilfesystem PDC, generiert. Basierend auf einer in der Steuereinrichtung FRM abgespeicherten ZuOrdnungsvorschrift können die Fahrzeugzustandsdaten in Färb- und/oder Helligkeitsinformationen für die Leuchtdioden LQ1.LQ2 umgesetzt werden. Die Färb- und/oder Helligkeitsinformationen sind entweder Angaben im HSV- Farbraum, die ihrerseits in entsprechende Bestromungswerte oder

Pulsweitenmodulationsparameter für die Leuchtdioden LQ1.LQ2 umgesetzt werden, oder die Färb- und/oder Helligkeitsinformationen sind bereits entsprechende Bestromungswerte oder Pulsweitenmodulationsparameter für die Leuchtdioden LQ1.LQ2.

Alternativ oder ergänzend können die Busdaten bereits Färb- und/oder Helligkeitsinformationen für die Leuchtdioden LQ1.LQ2 umfassen. Die Farb- und/oder Helligkeitsinformationen für die Leuchtdioden LQ1.LQ2 sind wieder entweder Angaben im HSV-Farbraum, die ihrerseits in entsprechende

Bestromungswerte oder Pulsweitenmodulationsparameter für die Leuchtdioden LQ1.LQ2 umgesetzt werden, oder die Färb- und/oder Helligkeitsinformationen sind bereits wieder entsprechende Bestromungswerte oder

Pulsweitenmodulationsparameter für die Leuchtdioden LQ1.LQ2.

In dieser Ausführungsvariante kann die Umsetzung von Fahrzeugzustandsdaten in Färb- und/oder Helligkeitsinformationen bereits in einer anderen Steuereinrichtung HU oder in einem externen Gerät EXT erfolgen, das über eine Furtkschnittstelle SS, wie beispielsweise eine Bluetooth-Schnittstelle oder eine WLAN-Schnittstelle, Fahrzeugzustandsdaten vom Kraftfahrzeugsystembus empfangen kann und darauf basierende Färb- und/oder Helligkeitsinformationen an den Kraftfahrzeugsystembus übermitteln kann.