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Title:
INTERNAL COMBUSTION ENGINE AND METHOD FOR OPERATING AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/105901
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an internal combustion engine comprising at least one crankshaft and a connecting rod that has a first connecting rod eye, in which a crankpin of the crankshaft is mounted in a rotatable manner about a rotational axis, and a second connecting rod eye for attaching a piston of the internal combustion engine in a pivotal manner. Two hydraulic fluid outlet openings, which are mutually spaced in the circumferential direction, are formed in the crankpin, and a hydraulic fluid receiving area, which is at least temporarily in register with the hydraulic fluid outlet openings, is formed in the connecting rod. The hydraulic fluid outlet openings form an outlet opening angle with each other, and the hydraulic fluid receiving area extends over a fluid receiving area angle in the circumferential direction. The connecting rod has an adjusting device for adjusting the effective distance between the centers of the connecting rod eyes, said device having a first hydraulic chamber and a second hydraulic chamber which are designed to have different volumes and are or can be fluidically connected to the hydraulic fluid receiving area in order to supply hydraulic fluid. The outlet opening angle and the fluid receiving area angle are selected such that the fluid outlet openings can only come into fluidic connection with the hydraulic chambers in a specific range of rotational angle positions of the crankpin relative to the connecting rod.

Inventors:
HÜBNER, Matthias (Mercystraße 4, Ingolstadt, 85051, DE)
BAUMANN, Andreas (Adolf-Kolping-Str. 1, Ingolstadt, 85049, DE)
Application Number:
EP2018/082622
Publication Date:
June 06, 2019
Filing Date:
November 27, 2018
Export Citation:
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Assignee:
AUDI AG (85045 Ingolstadt, 85045, DE)
International Classes:
F02B75/04; F02D15/02; F16C7/06
Domestic Patent References:
WO2016203047A12016-12-22
WO2017186213A12017-11-02
Foreign References:
DE102015103205A12016-09-08
DE102015110663A12017-01-05
DE102012020999A12014-01-30
DE102012020999A12014-01-30
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Claims:
Patentansprüche

1. Brennkraftmaschine (1 ), mit wenigstens einer Kurbelwelle (3) und mit einer Pleuelstange (5), die über ein erstes Pleuelauge (6), in dem ein Hub- zapfen (2) der Kurbelwelle (3) um eine Drehachse (4) drehbar gelagert ist, und über ein zweites Pleuelauge (7) zur schwenkbeweglichen Anbindung eines Kolbens der Brennkraftmaschine (1 ) verfügt, wobei in dem Hubzapfen (2) zwei in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Hydraulikfluidaus- trittsöffnungen (21 , 22) und in der Pleuelstange (5) eine mit den Hydraulikflu- idaustrittsöffnungen (21 , 22) zumindest zeitweise in Überdeckung stehende Hydraulikfluidaufnahme (17) ausgebildet sind, wobei die Hydraulikfluidaus- trittsöffn ungen (21 , 22) einen Austrittsöffnungswinkel (ß) miteinander ein- schließen und sich die Hydraulikfluidaufnahme (17) in Umfangsrichtung über einen Fluidaufnahmewinkel (y) erstreckt und wobei die Pleuelstange (5) über eine Verstelleinrichtung (8) zur Verstellung eines effektiven Abstands zwi- schen Mittelpunkten (9, 10) der Pleuelaugen (6, 7) verfügt, die eine erste Hydraulikkammer (13) und eine zweite Hydraulikkammer (14) aufweist, die mit unterschiedlichen Volumina ausgebildet und zur Zuführung von Hydrau- likfluid mit der Hydraulikfluidaufnahme (17) strömungsverbunden oder strö- mungsverbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Austrittsöff nungswinkel (ß) und der Fluidaufnahmewinkel (y) derart gewählt sind, dass die Fluidaustrittsöffnungen (21 , 22) nur in einem bestimmten Drehwinkelstel- lungsbereich (n) des Hubzapfens (2) bezüglich der Pleuelstange (5) in Strö- mungsverbindung mit den Hydraulikkammern (13, 14) treten können.

2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsverbindung zwischen den Hydraulikfluidaustrittsöffnun- gen (21 , 22) und den Hydraulikkammern (13, 14) ausschließlich über die Hydraulikfluidaufnahme (17) herstellbar ist.

3. Brennkraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikfluidaufnahme (17) eine In- nenumfangsfläche (18) der Pleuelstange (5) durchgreift und die Innenum- fangsfläche (18) abseits der Hydraulikfluidaufnahme (17) durchgehend aus- gebildet ist.

4. Brennkraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikfluidaufnahme (17) in einer Lagerschale (16) der Pleuelstange (5) in Umfangsrichtung gesehen randge- schlossen ausgebildet ist.

5. Brennkraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehwinkelstellungsbereich (n) einen Kurbelwellenwinkelbereich überschneidet, in dem eine Zugbelastung der Pleuelstange (5) vorliegt.

6. Brennkraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehwinkelstellungsbereich (n) den Kurbelwellenwinkelbereich vollständig umfasst.

7. Brennkraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hydraulikkammer (13) einer Druckbelastung und die zweite Hydraulikkammer (14) der Zugbelastung der Pleuelstange (5) entgegenwirkt, wobei die erste Hydraulikkammer (13) ein größeres Fluidvolumen aufweist als die zweite Hydraulikkammer (14).

8. Brennkraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikfluidaufnahme (17) als Nut ausgebildet ist, in die eine Durchtrittsbohrung (20) einmündet, über die die Hydraulikfluidaufnahme (17) mit den Hydraulikkammern (13, 14) strömungs- verbindbar ist.

9. Brennkraftmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hydraulikkammer (13) und die zweite Hydraulikkammer (14) unmittelbar miteinander und jeweils mit der Hydraulikfluidaufnahme (17) strömungsverbindbar sind.

10. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine (1 ), insbesondere einer Brennkraftmaschine (1 ) nach einem oder mehreren der vorhergehen- den Ansprüche, wobei die Brennkraftmaschine (1 ) wenigstens eine Kurbel- welle (3) und eine Pleuelstange (5) aufweist, die über ein erstes Pleuelauge (6), in dem ein Hubzapfen (2) der Kurbelwelle (3) um eine Drehachse (4) drehbar gelagert ist, und über ein zweites Pleuelauge (7) zur schwenkbeweg- liehen Anbindung eines Kolbens der Brennkraftmaschine (1 ) verfügt, wobei in dem Hubzapfen (2) zwei in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Hyd- raulikfluidaustrittsöffnungen (21 , 22) und in der Pleuelstange (5) eine mit den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen (21 , 22) zumindest zeitweise in Überdeckung stehende Hydraulikfluidaufnahme (17) ausgebildet sind, wobei die Hydraulik- fluidaustrittsöffnungen (21 , 22) einen Austrittsöffnungswinkel (ß) miteinander einschließen und sich die Hydraulikfluidaufnahme (17) in Umfangsrichtung über einen Fluidaufnahmewinkel (y) erstreckt, und wobei die Pleuelstange (5) über eine Verstelleinrichtung (8) zur Verstellung eines effektiven Abstands zwischen Mittelpumpen (9, 10) und den Pleuelaugen (6, 7) verfügt, die eine erste Hydraulikkammer (13) und eine zweite Hydraulikkammer (14) aufweist, die mit unterschiedlichen Volumina ausgebildet und zur Zuführung von Hyd- raulikfluid mit der Hydraulikfluidaufnahme (17) strömungsverbunden oder strömungsverbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikflu- idaustrittsöffnung (21 , 22) nur in einem bestimmten Drehwinkelstellungsbe- reich (n) des Hubzapfens (29 bezüglich der Pleuelstange (5) in Strömungs- verbindung mit den Hydraulikkammern (13, 14) gesetzt wird.

Description:
Brennkraftmaschine sowie Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine

Die Erfindung betrifft ein Brennkraftmaschine, mit wenigstens einer Kurbel- welle und mit einer Pleuelstange, die über ein erstes Pleuelauge, in dem ein Hubzapfen der Kurbelwelle um eine Drehachse drehbar gelagert ist, und über ein zweites Pleuelauge zur sch wen kbeweg liehen Anbindung eines Kol- bens der Brennkraftmaschine verfügt, wobei in dem Hubzapfen zwei in Um- fangsrichtung voneinander beabstandete Hydraulikfluidaustrittsöffnungen und in der Pleuelstange eine mit den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen zumin- dest zeitweise in Überdeckung stehende Hydraulikfluidaufnahme ausgebildet sind, wobei die Hydraulikfluidaustrittsöffnungen einen Austrittsöffnungswinkel miteinander einschließen und sich die Hydraulikfluidaufnahme in Umfangs- richtung über einen Fluidaufnahmewinkel erstreckt, und wobei die Pleuel- stange über eine Verstelleinrichtung zur Verstellung eines effektiven Ab- stands zwischen Mittelpunkten der Pleuelaugen verfügt, die eine erste Hyd- raulikkammer und eine zweite Hydraulikkammer aufweist, die mit unter- schiedlichen Volumina ausgebildet und zur Zuführung von Hydraulikfluid mit der Hydraulikfluidaufnahme strömungsverbunden oder strömungsverbindbar sind. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine.

Die Brennkraftmaschine dient beispielsweise dem Antreiben eines Kraftfahr- zeugs, insoweit also dem Bereitstellen eines auf das Antreiben des Kraftfahr- zeugs gerichteten Drehmoments. Die Brennkraftmaschine weist wenigstens einen Zylinder auf, in welchem ein Kolben verlagerbar angeordnet ist. Der Kolben ist über die Pleuelstange an die Kurbelwelle angebunden, welche um eine Drehachse drehbar gelagert ist. Die Kurbelwelle liegt als Exzenterwelle vor und weist insoweit den Hubzapfen auf, welcher exzentrisch bezüglich der Drehachse angeordnet ist. Auf dem Hubzapfen ist die Pleuelstange drehbar gelagert. Hierzu verfügt die Kurbelwelle über das erste Pleuelauge, welches den Hubzapfen der Kurbel- welle in sich aufnimmt und um diesen drehbar gelagert ist. Insoweit ist die Pleuelstange um die Drehachse drehbar an dem Hubzapfen gelagert. Die Drehachse der Pleuelstange um den Hubzapfen ist vorzugsweise parallel zu der Drehachse der Kurbelwelle. Auf der der Kurbelwelle abgewandten Seite der Pleuelstange ist der Kolben an diese angebunden. Hierzu verfügt die Pleuelstange über das zweite Pleuelauge, in welchem ein Kolbenzapfen des Kolbens schwenkbeweglich angeordnet ist. Schlussendlich ist also die Pleu- elstange auch bezüglich des Kolbens drehbar gelagert, nämlich um eine Drehachse, welche von den vorstehend beschriebenen Drehachsen parallel beabstandet angeordnet ist.

Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift DE 10 2012 020 999 A1 bekannt. Diese betrifft einen hydraulischen Freilauf für variable Triebwerksteile. Beschrieben wird eine Hubkolbenbrennkraftmaschine mit einem hydraulischen Verstellmechanismus, der einem Pleuel zugeordnet ist und der zumindest einen in einem Pleuellagerauge oder in einem Hublager- auge eines Pleuels angeordneten Exzenter zum Einstellen von mindestens einem variablen Verdichtungsverhältnis in mindestens einem Zylinder der Hubkolbenbrennkraftmaschine über eine Änderung einer effektiven Länge des Pleuels mittels des Verstellmechanismus umfasst, wobei der Verstellme- chanismus einen ersten Hydraulikzylinder mit einem ersten Kolben in einer ersten Fluid kammer und einen zweiten Hydraulikzylinder mit einem zweiten Kolben in einer zweiten Fluidkammer umfasst, und die Hydraulikzylinder mit einem Fluid betrieben werden und eine Einstellung von mindestens dem ei- nen variablen Verdichtungsverhältnis mittels einer Bewegung von mindes- tens dem ersten Kolben in dem ersten Hydraulikzylinder erfolgt, wobei die erste und die zweite Fluid kammer mit einer ersten Fluidleitung für ein direk- tes Hin- oder Herströmen des Fluids zwischen der ersten und der zweiten Fluid kammer während der Bewegung des ersten Kolbens im ersten Hydrau- likzylinder verbunden sind, wobei die erste Fluidleitung im Pleuel angeordnet ist.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Brenn kraftmasch ine vorzuschlagen, wel- che gegenüber bekannten Brennkraftmaschinen Vorteile aufweist, insbeson- dere eine längere Lebensdauer bei gleichzeitig verringertem Konstruktions- aufwand aufweist.

Dies wird erfindungsgemäß mit einer Brenn kraftmasch ine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass der Austrittsöffnungs- winkel und der Fluidaufnahmewinkel derart gewählt sind, dass die Hydraulik- fluidaustrittöffnungen nur in einem bestimmten Drehwinkelstellungsbereich des Hubzapfens bezüglich der Pleuelstange in Strömungsverbindung mit den Hydraulikkammer treten können.

Die Pleuelstange verfügt über eine Verstelleinrichtung, mittels welcher der effektive Abstand zwischen den Mittelpunkten der Pleuelaugen verstellt wer- den kann. Bei einer ersten Einstellung liegt insoweit ein erster effektiver Ab- stand und bei einer zweiten Einstellung ein zweiter effektiver Abstand vor, wobei die beiden effektiven Abstände voneinander verschieden sind. Mit ei- ner derartigen Ausgestaltung der Pleuelstange kann beispielsweise auf ein- fache Art und Weise eine Brennkraftmaschine mit variablem Verdichtungs- Verhältnis realisiert werden, sodass während eines Betriebs der Brenn kraft- maschine durch eine Veränderung des effektiven Abstands eine Verände- rung des effektiven Verdichtungsverhältnisses realisiert ist. Die Pleuelstange kann insoweit auch als VCR-Pleuelstange (VCR: Variable Compression Ra- tio) bezeichnet werden. Die Verstelleinrichtung kann grundsätzlich auf beliebige Art und Weise aus- gestaltet sein. In jedem Fall weist sie jedoch die beiden Hydraulikkammern, also die erste Hydraulikkammer und die zweite Hydraulikkammer auf. Bevor- zugt ist die Exzenterverstelleinrichtung derart ausgebildet, dass bei einer Druckbelastung der Pleuelstange, welche auf eine Verkleinerung des effekti- ven Abstands zwischen den Mittelpunkten der Pleuelaugen gerichtet ist, die erste Hydraulikkammer druckbeaufschlagt wird, wohingegen bei einer Zug- belastung der Pleuelstange, welche auf einer Vergrößerung des effektiven Abstands gerichtet ist, die zweite Hydraulikkammer druckbeaufschlagt wird. Durch hydraulisches Verschließen der ersten Hydraulikkammer und/oder der zweiten Hydraulikkammer kann insoweit eine Veränderung des effektiven Abstands unterbunden und durch hydraulisches Öffnen freigegeben werden. In anderen Worten kann durch entsprechendes Einstellen des Exzenterver- stelleinrichtung das Verstellen des effektiven Abstands zugelassen oder un- terbunden werden. Alternativ kann es auch vorgesehen sein, durch eine Druckbeaufschlagung der ersten Hydraulikkammer mit Hydraulikdruck den Abstand zwischen den Mittelpunkten der Pleuelaugen zu vergrößern oder durch eine Druckbeaufschlagung der zweiten Hydraulikkammer den Abstand zu verringern.

Beispielsweise weist die Pleuelstange in einer ersten Ausgestaltung einen Druckzylinder auf, der mit dem ersten Pleuelauge starr verbunden ist. In dem Druckzylinder ist ein Kolben angeordnet, welcher mit dem zweiten Pleuelau- ge starr verbunden ist. Auf gegenüberliegenden Seiten des Kolbens sind in dem Druckzylinder nun die erste Hydraulikkammer und die zweite Hydraulik- kammer ausgebildet.

Alternativ kann die Verstelleinrichtung in einer zweiten Ausgestaltung auch als Exzenterverstelleinrichtung ausgestaltet sein. In diesem Fall weist die Verstelleinrichtung einen Exzenter auf, in welchem das zweite Pleuelauge ausgebildet ist. Der Exzenter ist um eine Drehachse drehbar an einem Grundkörper der Pleuelstange drehbar gelagert, wobei in dem Grund körper das erste Pleuelauge vorliegt. Die Drehachse, um welche der Exzenter dreh- bar an dem Grundkörper gelagert ist, ist von einer Längsmittelachse des zweiten Pleuelauges parallel beabstandet angeordnet. An dem Exzenter greifen auf bezüglich der Drehachse gegenüberliegenden Seite zwei Exzen- terstangen an, wobei jede Exzenterstange mit einem Kolben starr oder schwenkbeweglich verbunden ist, welcher verlagerbar in einer der Hydraulik- kammern angeordnet ist.

Eine erste Exzenterstange ist insoweit auf einer ersten Seite der Drehachse an dem Exzenter drehbeweglich angelenkt und weist auf ihrer von dem Ex- zenter abgewandten Seite einen ersten Kolben auf, welcher in der ersten Hydraulikkammer verlagerbar angeordnet ist. Eine zweite Exzenterstange greift auf der der ersten Seite bezüglich der Drehachse gegenüberliegenden zweiten Seite an dem Exzenter an. An ihrem dem Exzenter abgewandten Ende ist ein zweiter Kolben schwenkbeweglich angelenkt, welcher in der zweiten Hydraulikkammer verlagerbar angeordnet ist. Durch Druckbeauf- schlagung der ersten Hydraulikkammer oder der zweiten Hydraulikkammer kann insoweit der Exzenter um die Drehachse gedreht werden.

Bevorzugt ist die Exzenterverstelleinrichtung derart ausgebildet, dass bei einer Druckbelastung der Pleuelstange, welche auf eine Verkleinerung des effektiven Abstands zwischen den Mittelpunkten der Pleuelaugen gerichtet ist, die erste Hydraulikkammer durch den ersten Kolben druckbeaufschlagt wird, wohingegen bei einer Zugbelastung der Pleuelstange, welche auf einer Vergrößerung des effektiven Abstands gerichtet ist, die zweite Hydraulik- kammer von dem zweiten Kolben druckbeaufschlagt wird. Unabhängig von der Ausgestaltung der Verstelleinrichtung sind die beiden Hydraulikkammern bevorzugt mit unterschiedlichen Volumina ausgebildet. Das bedeutet, dass bei einer Stellung der in ihnen angeordneten Kolben der art, dass das jeweilige Volumen maximal wird, das Volumen der ersten Hyd- raulikkammer von dem Volumen der zweiten Hydraulikkammer verschieden ist. Vorzugsweise ist das Volumen der ersten Hydraulikkammer größer als das Volumen der zweiten Hydraulikkammer. Beispielsweise weisen die bei den Hydraulikkammern unterschiedlich große Querschnitte auf, sind also insbesondere mit unterschiedlichen Durchmessern ausgebildet. Bevorzugt weist die erste Hydraulikkammer insoweit einen größeren Durchmesser auf als die zweite Hydraulikkammer.

Das für den Betrieb der Verstelleinrichtung notwendige Hydraulikfluid wird der Pleuelstange über die Kurbelwelle bereitgestellt. Die Kurbelwelle weist hierzu die beiden Hydraulikfluidaustrittsöffnungen auf, welche zumindest zeitweise in Überdeckung mit der Hydraulikfluidaufnahme stehen, welche wiederum in der Pleuelstange ausgebildet ist. Die Hydraulikfluidaufnahme ist strömungstechnisch an zumindest eine der Hydraulikkammern oder beide Hydraulikkammern angeschlossen. Dies kann über ein Ventil, insbesondere ein Stellventil oder ein Rückschlagventil realisiert sein. Das Rückschlagventil ist dabei beispielsweise derart ausgestaltet, dass es eine Durchströmung mit Hydraulikfluid von der Hydraulikfluidaufnahme in Richtung der Hydraulik- kammer zulässt, eine Strömung in die Gegenrichtung jedoch unterbindet. Bevorzugt ist zwischen der Hydraulikfluidaufnahme und jeder der Hydraulik- kammern jeweils ein Ventil, insbesondere ein Rückschlagventil, angeordnet.

Während zumindest eine der Hydraulikfluidaustrittsöffnungen oder auch bei- de Hydraulikaustrittsöffnungen in Überdeckung mit der Hydraulikfluidauf- nehme stehen, kann Hydraulikfluid aus der Hydraulikfluidaustrittsöffnung be- ziehungsweise den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen in die Hydraulikfluidauf- nähme überströmen und aus dieser in die Hydraulikkammer beziehungswei- se die Hydraulikkammern gelangen. Liegt eine der Hyd ra u I i kf I u ida u strittsöff- nungen nicht in Überdeckung mit der Hydraulikfluidaufnahme vor, so liegt sie an einer Innenumfangsfläche der Pleuelstange an, welche das erste Pleu- elauge in radialer Richtung begrenzt. Die Hydraulikfluidaustrittsöffnung ist insoweit von der Innenumfangsfläche der Pleuelstange vollständig ver- schlossen oder zumindest bis auf einen unvermeidlichen Leckagestrom na- hezu vollständig verschlossen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Pleuel- stange eine Lagerschale aufweisen kann, an welcher wiederum die Innenum- fangsfläche vorliegt. In anderen Worten verfügt die Pleuelstange über einen Grundkörper und die in dem Grundkörper angeordnete Lagerschale, die das Pleuelauge begrenzt.

Die beiden Hydraulikfluidaustrittsöffnungen und die Hydraulikfluidaufnahme liegt in axialer Richtung permanent in Überdeckung miteinander vor, sodass bei entsprechender Drehwinkelstellung von Pleuelstange und Hubzapfen zueinander die Strömungsverbindung zwischen zumindest einer der Hydrau- likfluidaustrittsöffnungen und der Hydraulikfluidaufnahme hergestellt oder unterbrochen ist. Die Hydraulikfluidaustrittsöffnungen sind in Umfangsrich- tung bezüglich der Drehachse beabstandet voneinander angeordnet und schließt den Austrittsöffnungswinkel miteinander ein.

Der Austrittsöffnungswinkel liegt hierbei zwischen den der jeweils anderen Hydraulikfluidaustrittsöffnungen sind in Umfangsrichtung bezüglich der Dreh- achse beabstandet voneinander angeordnet und schließt den Austrittsöff- nungswinkel miteinander ein. Der Austrittsöffnungswinkel liegt zwischen den der jeweils anderen Hydraulikfluidaustrittsöffnung abgewandten Seite der Hydraulikfluidaustrittsöffnungen vor. Der Fluidaufnahmewinkel hingegen be- zeichnet die Erstreckung der Hydraulikfluidaufnahme in Umfangsrichtung und verläuft insoweit zwischen zwei sich in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Begrenzungen der Hydraulikfluidaufnahme.

Es kann nun vorgesehen sein, dass bei jeder Drehwinkelstellung der Pleuel- Stange bezüglich des Hubzapfens eine der Hydraulikfluidaustrittsöffnungen in Überdeckung mit der Hydraulikfluidaufnahme steht, sodass stets eine Strö- mungsverbindung zwischen den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen und den Hydraulikkammern vorliegt. Dies macht jedoch eine große Erstreckung der Hydraulikfluidaufnahme in Umfangsrichtung notwendig oder alternativ die Ausbildung mehrerer über den Umfang verteilter Hydraulikfluidaufnahmen. Beides führt zu einer Schwächung der Pleuelstange im Bereich des ersten Pleuelauges. Diese Schwächung muss durch erhöhten Materialaufwand, ei- ne höherwertige Materialbearbeitung oder eine zusätzliche Härtung kompen- siert werden. Diese Maßnahmen sind jedoch aufwendig und kostenträchtig und soll daher vermieden werden. Zudem ist die Herstellung der Kurbelwelle und ihres Hubzapfens aufwendiger, weil die Hydraulikfluidaustrittsöffnungen eine bestimmte Anordnung aufweisen müssen.

Entsprechend ist es vorgesehen, dass der Austrittsöffnungswinkel und der Fluidaufnahmewinkel derart gewählt sind, dass die Hydraulikfluidaustrittsöff- nungen nur in einem bestimmten Drehwinkelstellungsbereich des Hubzap- fens bezüglich der Pleuelstange beziehungsweise in einem bestimmten Drehwinkelstellungsbereich der Kurbelwelle in Strömungsverbindung mit den Hydraulikkammern treten können beziehungsweise mit ihnen ström ungsver- bindbar sind. Der Drehwinkelstellungsbereich ist dabei kleiner als 360°, so- dass die Strömungsverbindung zwischen den Hydraulikfluidaustrittsöffnun- gen und den Hydraulikkammern zeitweise, nämlich bei bestimmten Drehwin- kelstellungen, unterbrochen ist. Anders ausgedrückt werden die Hydraulik- kammern lediglich zeitweise über die Hydraulikfluidaustrittsöffnungen und die Hydraulikfluidaufnahme mit Hydraulikfluid beaufschlagt, sodass eine diskon- tinuierliche Hydraulikfluidversorgung realisiert ist.

Besonders bevorzug ist es vorgesehen, die Hydraulikfluidaustrittsöffnungen und die Hydraulikfluidaufnahme derart anzuordnen, dass die Strömungsver- bindung zwischen den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen und den Hydraulik- kammern nur dann vorliegt, wenn die Pleuelstange mit einer Zugkraft durch Massen kräfte beaufschlagt wird, jedoch keine Druckkraft durch Gaskräfte auf die Pleuelstange wirken. T reten mehrere Zugbeaufschlagungen pro Um- drehung der Kurbelwelle auf, so sind vorzugsweise die Au strittsöff n u ng swi n - kel und der Fluidaufnahmewinkel derart gewählt, dass die Hydraulikfluidaus- trittsöffnungen über beide Zugbeaufschlagungen hinweg in Ström ungsver- bindung mit den Hydraulikkammern treten können. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Strömungs- verbindung zwischen den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen und den Hydrau- likkammern ausschließlich über die Hydraulikfluidaufnahme herstellbar ist. Insbesondere liegt lediglich die eine Hydraulikfluidaufnahme vor, also keine weitere in Umfangsrichtung zu der Hydraulikfluidaufnahme versetzt angeord- nete Hydraulikfluidaufnahme. Mit einer derartigen Ausgestaltung wird eine übermäßige Schwächung der Pleuelstange im Bereich des ersten Pleuelau- ges vermieden, sodass dieses insgesamt kostengünstiger realisierbar ist und zudem eine höhere Lebensdauer aufweist. Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Hydraulikfluidaufnahme eine Innenumfangsfläche der Pleuelstange durchgreift und die Innenum- fangsfläche abseits der Hydraulikfluidaufnahme durchgehend ausgebildet ist. Die Innenumfangsfläche der Pleuelstange liegt vorzugsweise in Umfangs- richtung durchgehend an dem Hubzapfen der Kurbelwelle an. Sie wird von der Hydraulikfluidaufnahme durchgriffen, welche bevorzugt randgeschlossen in ihr ausgebildet ist.

Das bedeutet, dass die Hydraulikfluidaufnahme einen durchgehenden Rand aufweist, sodass sie in Umfangsrichtung und insbesondere auch in axialer Richtung jeweils beidseitig von dem Rand begrenzt ist. Abseits der Hydrau- likfluidaufnahme ist die Innenumfangsfläche durchgehend ausgebildet, ins- besondere in Umfangsrichtung. Entsprechend liegt also in der Innenum- fangsfläche keine weitere Hydraulikfluidaufnahme vor, worauf vorstehend bereits hingewiesen wurde. Es ergeben sich folglich dieselben Vorteile.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Hydraulikfluidaufnahme in einer Lagerschale der Pleuelstange in Umfangsrichtung gesehen randge- schlossen ausgebildet ist. Die Hydraulikfluidaufnahme ist insoweit nicht in einen Grundkörper der Pleuelstange selbst, sondern vielmehr in der Lager- schale der Pleuelstange ausgebildet. Die Lagerschale kann einteilig oder auch mehrteilig sein. In jedem Fall ist die Hydraulikfluidaufnahme jedoch randgeschlossen in der Lagerschale ausgebildet. Im Falle der mehrteiligen Ausgestaltung der Lagerschale erstreckt sich die Hydraulikfluidaufnahme also in Umfangsrichtung nicht über dasjenige Teilstück der Lagerschale hin- aus, in welchem sie ausgebildet ist. Auf diese Weise wird eine übermäßige Schwächung der Lagerschale vermieden.

Im Rahmen einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Drehwinkelstellungsbereich einen Kurbelwellenwinkelbereich über- schneidet, in dem eine Zugbelastung der Pleuelstange vorliegt. Die Zugbe- lastung tritt bei einer Belastung der Pleuelstange durch Massen kräfte, nicht jedoch durch Gaskräfte auf. Üblicherweise wird die Zugbelastung von der Volumenkleineren der Hydraulikkammern aufgefangen, sodass Hydraulikfluid aus dieser heraus in Richtung der volumengrößeren Hydraulikkammer strömt.

Da jedoch das in der volumenkleineren Hydraulikkammer vorliegende Hyd- raulikfluid nicht zum Füllen der volumengrößeren Hydraulikkammer aus- reicht, muss zusätzliches Hydraulikfluid von den Hyd ra u I i kf I u id a u strittsöff- nungen nachgeführt werden. Dies ist möglich, sofern der Drehwinkelstel- lungsbereich den Kurbelwellenwinkelbereich überschneidet, in dem die Zug- belastung der Pleuelstange vorliegt. Dies ermöglicht eine sehr kleine Ausge- staltung der Hydraulikfluidaufnahme, insbesondere in Umfangsrichtung, so- dass die Materialschwächung der Pleuelstange im Bereich des ersten Pleu- elauges, die durch die Hydraulikfluidaufnahme verursacht wird, so gering wie möglich gehalten wird.

Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, gemäß wel- cher vorgesehen ist, dass der Drehwinkelstellungsbereich den Kurbelwellen- winkelbereich vollständig umfasst. Insoweit ist also vorgesehen, dass über den gesamten Kurbelwellenwinkelbereich, in dem die Zugbelastung auftritt, das Hydraulikfluid von den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen zu den Hydraulik- kammern gelangen kann. Umgekehrt schließt der Drehwinkelstellungsbe- reich bevorzugt den Kurbelwellenwinkelbereich gerade ein, erstreckt sich also von einem Ende des Kurbelwellenwinkelbereichs bis zu dem anderen Ende des Kurbelwellenwinkelbereichs, ist jedoch nicht größer als dieser. Er- neut wird also trotz gleichbleibender Funktionalität der Brennkraftmaschine deren Lebensdauer durch die Erhöhte Festigkeit der Pleuelstange verbes- sert.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die erste Hydraulikkammer einer Druckbelastung und die zweite Hydraulikkam- mer der Zugbelastung der Pleuelstange, insbesondere durch einen hydrauli- sehen Druckaufbau, entgegenwirkt, wobei die erste Hydraulikkammer ein größeres Fluidvolumen aufweist als die zweite Hydraulikkammer. Auch hie rauf wurde vorstehend bereits hingewiesen. Die erste Hydraulikkammer ist bevorzugt die volumengrößere der Hydraulikkammern, wohingegen die zwei- te Hydraulikkammer die volumenkleinere der Hydraulikkammern ist. Die erste Hydraulikkammer soll insoweit hauptsächlich durch Gaskräfte, weniger durch Massen kräfte und die zweite Hydraulikkammer hauptsächlich durch Massen- kräfte und weniger durch Gaskräfte druckbeaufschlagt werden. Unter der Druckbeaufschlagung ist dabei eine Druckerhöhung in der jeweiligen Hydrau- likkammer durch die jeweilige Belastung der Pleuelstange zu verstehen.

Eine bevorzugte weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Hydraulikfluidaufnahme als Nut ausgebildet ist, in die eine Durchtrittsbohrung einmündet, über die die Hydraulikfluidaufnahme mit den Hydraulikkammern strömungsverbindbar ist. Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere vor- gesehen, falls die Hydraulikfluidaufnahme in der Lagerschale vorliegt. Ab- seits der Durchtrittsbohrung weist die Hydraulikfluidaufnahme einen durch- gehenden Boden beziehungsweise einen durchgehenden Grund auf, welcher lediglich von der Durchtrittsbohrung durchgriffen ist.

Die Durchtrittsbohrung mündet insoweit einerseits in die Hydraulikfluidauf- nahme ein. Andererseits ist sie an die Hydraulikkammern strömungstech- nisch angeschlossen, beispielsweise über das eingangs erwähnte Ventil. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine flexible Wahl der Abmessungen der Hydraulikfluidaufnahme und eine besonders einfache Anpassung des Fluid aufnahmewinkels an die vorliegenden Gegebenheiten.

Schließlich kann im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass die erste Hydraulikkammer und die zweite Hydraulikkammer unmittelbar miteinander und jeweils mit der Hydraulikfluid- aufnahme strömungsverbindbar sind. In der Pleuelstange ist folglich ein Strömungskanal vorgesehen, über welchen die beiden Hydraulikkammern unmittelbar miteinander in Strömungsverbindung gesetzt werden können. Der Strömungskanal verläuft hierbei nicht über die Hydraulikfluidaufnahme, sondern direkt zwischen den Hydraulikkammern.

Hierdurch wird ein direkter Hydraulikfluidaustausch zwischen den Hydraulik- kammern unter Umgehung der Hydraulikfluidaufnahme ermöglicht. Dies hat den Vorteil, dass das Hydraulikfluid mit einem hohen Massenstrom zwischen den Hydraulikkammern strömen kann. Jeder der Hydraulikkammern ist zu- dem mit der Hydraulikfluidaufnahme strömungsverbindbar. Hierzu kann ein weiterer Fluid kanal vorgesehen sein.

Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betreiben einer Brenn- kraftmaschine, insbesondere einer Brennkraftmaschine gemäß den vorste- henden Ausführungen, wobei die Bren n kraftmasch ine wenigstens eine Kur- belwelle und eine Pleuelstange aufweist, die über ein erstes Pleuelauge, in dem ein Hubzapfen der Kurbelwelle um eine Drehachse drehbar gelagert ist, und über ein zweites Pleuelauge zur schwenkbeweglichen Anbindung eines Kolbens der Brennkraftmaschine verfügt, wobei in dem Hubzapfen zwei in Umfangsrichtung voneinander beabstandete Hydraulikfluidaustrittsöffnungen und in der Pleuelstange eine mit den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen zumin- dest zeitweise in Überdeckung stehende Hydraulikfluidaufnahme ausgebildet sind, wobei die Hydraulikfluidaustrittsöffnungen einen Austrittsöffnungswinkel miteinander einschließen und sich die Hydraulikfluidaufnahme in Umfangs- richtung über einen Fluidaufnahmewinkel erstreckt, und wobei die Pleuel- stange über eine Verstelleinrichtung zur Verstellung eines effektiven Ab- Stands zwischen Mittelpunkt und der Pleuelaugen verfügt, die eine erste Hyd- raulikkammer und eine zweite Hydraulikkammer aufweist, die mit unter schiedlichen Volumina ausgebildet und zur Zuführung von Hydraulikfluid mit der Hydraulikfluidaufnahme strömungsverbunden oder strömungsverbindbar sind. Dabei ist vorgesehen, dass die Hydraulikfluidaustrittsöffnungen nur in einem bestimmten Drehwinkel des Stellungsbereichs des Hubzapfens be- züglich der Pleuelstange in Strömungsverbindung mit den Hydraulikkammern gesetzt wird.

Auf die Vorteile einer derartigen Ausgestaltung der Brenn kraftmasch ine be- ziehungsweise einer derartigen Vorgehensweise wurde bereits hingewiesen. Sowohl die Brennkraftmaschine als auch das Verfahren zu ihrem Betreiben können gemäß den vorstehenden Ausführungen weitergebildet sein, sodass insoweit auf diese verwiesen wird.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestell- ten Ausführungsbespiele näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Dabei zeigt:

Figur 1 eine schematische Darstellung eines Bereichs einer Brenn- kraftmaschine, nämlich eine Pleuelstange, über welche eine Kurbelwelle und ein Kolben der Brennkraftmaschine mecha- nisch miteinander gekoppelt sind,

Figur 2 eine Schnittdarstellung durch eine Kurbelwelle der Brennkraft- maschine sowie einen Bereich der Pleuelstange in der Pleuel- lagermitte, sowie

Figur 3 ein Diagramm, in welchem eine auf die Pleuelstange wirkende normierte Kraft über einer Drehwinkelstellung der Kurbelwelle für unterschiedliche Betriebspunkte der Brennkraftmaschine aufgetragen ist. Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Bereichs einer Brenn- kraftmaschine 1 , nämlich einen Hubzapfen 2 einer Kurbelwelle 3 sowie ei- nem auf dem Hubzapfen 2 um eine Drehachse 4 drehbar gelagerten Pleuel- stange 5. Die Pleuelstange 5 weist ein erstes Pleuelauge 6 auf, welches den Hubzapfen 2 in Umfangsrichtung bezüglich der Drehachse 4 umgreift, so- dass die drehbare Lagerung der Pleuelstange 5 an dem Hubzapfen 2 reali siert ist. An ihrem dem ersten Pleuelauge 6 gegenüberliegenden Ende ver- fügt die Pleuelstange 5 über ein zweites Pleuelauge 7.

Die Pleuelstange 5 ist als verstellbare Pleuelstange ausgestaltet und weist insoweit eine Verstelleinrichtung 8 auf, mittels welcher der Abstand zwischen Mittelpunkten 9 und 10 der Pleuelaugen 6 und 7 einstellbar ist. Die Verstel- leinrichtung 8 weist in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel einen Zy- linder 11 und einen Kolben 12 auf, wobei Letzterer in dem Zylinder 11 längs- beweglich verlagerbar angeordnet ist. Der Zylinder 11 ist starr mit dem ersten Pleuelauge 6 und dem Kolben 12 starr mit dem zweiten Pleuelauge 7 ver- bunden. Der Kolben 12 teilt den Zylinder 11 in eine erste Hydraulikkammer 13 und eine zweite Hydraulikkammer 14 auf.

Es ist erkennbar, dass die erste Hydraulikkammer 13 volumengrößer ausge- bildet ist als die zweite Hydraulikkammer 14. Hierunter ist zu verstehen, dass die erste Hydraulikkammer 13 bei maximal in Richtung der zweiten Hydrau- likkammer 14 verlagerten Kolben 12 ein größeres Volumen aufweist als die zweite Hydraulikkammer 14 bei maximal in Richtung der ersten Hydraulik- kammer 13 verlagertem Kolben 12. Dies wird insbesondere durch einen grö- ßeren Durchmesser der ersten Hydraulikkammer 13 im Vergleich mit der zweiten Hydraulikkammer 14 erzielt.

Während eines Betriebs der Brennkraftmaschine 1 kommt es abwechselnd zu Zugbelastungen und Druckbelastungen der Pleuelstange 5. Diese sind durch den Doppelpfeil 15 angedeutet. Die Druckkräfte liegen üblicherweise in Form von Gaskräften und die Zugkräfte in Form von Massen kräften vor.

Die Figur 2 zeigt eine Schnittdarstellung durch die Brennkraftmaschine 1 , wobei wiederum der Hubzapfen 2 der Kurbelwelle 3 sowie (ausschnittsweise) die Pleuelstange 5, nämlich deren erstes Pleuelauge 6 dargestellt ist. Das erste Pleuelauge 6 wird von einer Lagerschale 16 der Pleuelstange 5 umgrif- fen. In der Lagerschale 16 ist eine Hydraulikfluidaufnahme 17 ausgebildet, welche eine Innenumfangsfläche 18 der Lagerschale 16 und mithin der Pleu- elstange 5 durchgreift. Die Hydraulikfluidaufnahme 17 liegt bevorzugt rand- geschlossen in der Lagerschale 16 vor, weist also eine dem ersten Pleuelau- ge 6 zugewandten durchgehenden Rand auf.

Auf ihrer dem ersten Pleuelauge 6 abgewandten Seite wird die Hydraulikflu- idaufnahme 17 von einem Boden 19 begrenzt, welcher von einer Durchtritts- bohrung 20 durchgriffen ist. Über die Durchtrittsbohrung 20 ist die Hydraulik- fluidaufnahme 17 mit den Hydraulikkammer 13 und 14 strömungsverbunden oder zumindest strömungsverbindbar. Beispielsweise ist die Hydraulikfluid- aufnahme 17 über die Durchtrittsbohrung 20 und ein Ventil, insbesondere ein Stellventil und/oder ein Rückschlagventil, an die Hydraulikkammern 13 und 14 strömungstechnisch angeschlossen.

Es ist erkennbar, dass sich die Hydraulikfluidaufnahme 17 in Umfangsrich- tung über einen Winkel y erstreckt. Weiterhin wird deutlich, dass die Innen- umfangfläche 18 abseits der Hydraulikfluidaufnahme 17 in Umfangsrichtung durchgehend ausgebildet ist, sodass also keine weitere Hydraulikfluidauf- nahme in ihr vorliegt beziehungsweise sie durchgreift. Die Hydraulikfluidauf- nahme 17 stellt insoweit die einzige Hydraulikfluidaufnahme dar, die mit den Hydraulikkammern 13 und 14 in Strömungsverbindung steht oder mit ihnen strömungsverbindbar ist. Der Fluidaufnahmewinkel g entspricht dem kleine- ren Winkel zwischen seiner sie in Umfangsrichtung begrenzenden Rändern.

In der Kurbelwelle 3 beziehungsweise in ihrem Hubzapfen 2 sind zwei Hyd- raulikfluidaustrittsöffnungen 21 und 22 ausgebildet. Diese werden über einen zentralen Hydraulikfluidkanal 23 gemäß dem Pfeil 24 mit unter Druck ste- hendem Hydraulikfluid beaufschlagt.

Steht eine der Hydraulikfluidaustrittsöffnungen 21 und 22 in Überdeckung mit der Hydraulikfluidaufnahme 17, so kann Hydraulikfluid aus der jeweiligen Hydraulikfluidaustrittsöffnung 21 beziehungsweise 22 in die Hydraulikfluid- aufnahme 17 einströmen, sodass schlussendlich die Hydraulikfluidaustritts- öffnung 21 beziehungsweise 22 in Strömungsverbindung mit den Hydraulik- kammern 13 und 14 steht beziehungsweise zumindest mit ihnen strömungs- verbindbar ist.

Das Ausströmen des Hydraulikfluids aus der Hydraulikfluidaustrittsöffnung 21 , welche in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel in Überdeckung mit der Hydraulikfluidaufnahme 17 steht, ist durch den Pfeil 25 angedeutet. Eine Drehrichtung des Hubzapfens 2 innerhalb des ersten Pleuelauges 6 ist über- dies durch einen Pfeil 26 angedeutet.

Abseits der Hydraulikfluidaufnahme 17 liegen die Hyd ra u I i kf I u ida u strittsöff- nungen 21 und 22 an der Innenumfangsfläche 18 an, sodass sie verschlos- sen sind. Entsprechend kann in diesem Fall das Hydraulikfluid nicht aus den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen 21 und 22 austreten. Die Hydraulikfluidaus- trittsöffnungen 21 und 22 schließen miteinander einen Au strittsöffn u ng swi n - kel ß ein. Dieser entspricht dem kleineren Winkel, welcher zwischen vonei- nander abgewandten Seiten der Hydraulikfluidaustrittsöffnungen 21 und 22 vorliegt. Die Größe eines Drehwinkelstellungsbereichs der Kurbelwelle 3, innerhalb welchem zumindest eine der Hydraulikfluidaustrittsöffnungen 21 und 22 in Überdeckung mit der Hydraulikfluidaufnahme 17 steht, entspricht n = ß + y. Hierbei ist vorgesehen, dass ß < y ist, sodass keine kontinuierliche Strö- mungsverbindung zwischen den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen 21 und 22 und der Hydraulikfluidaufnahme 17 vorliegt. Vielmehr ist die Ström ungsver- bindung zeitweise unterbrochen, sodass eine periodische Strömungsverbin- dung realisiert ist. Mit einer derartigen Ausgestaltung wird eine unnötige Schwächung der Pleuelstange 5 im Bereich des ersten Pleuelauges 6 bezie- hungsweise einer das erste Pleuelauge 6 ausbildenden Lagerschale der Pleuelstange 5 vermieden, sodass eine höhere Lebensdauer der Brenn- kraftmaschine 1 realisiert ist.

Die Figur 3 zeigt ein Diagramm, in welchem eine normierte Kraft auf die Pleuelstange 5 in Richtung des Pfeils 15 über der Drehwinkelstellung der Kurbelwelle 3 aufgetragen ist. Ein erster Verlauf 27 liegt hierbei für einen Teillastbetriebspunkt, ein zweiter Verlauf 28 für einen Volllastbetrieb bei nied- rigerer Drehzahl und ein dritter Verlauf 29 für einen Volllastbetrieb bei höhe- rer Drehzahl. Ist die normierte Kraft kleiner als 0, so liegt eine Zugbelastung der Pleuelstange 5 vor. Entsprechend soll eine Strömungsverbindung zwi- schen den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen 21 und 22 einerseits und der Hyd- raulikfluidaufnahme 17 andererseits hergestellt sein. Gemäß den vorstehen- den Ausführungen ist dies in einem Drehwinkelstellungsbereich n realisiert, welcher diejenigen Kurbelwinkelbereiche die Zugbelastung der Pleuelstange 5 vorliegt. Abseits der Drehwinkelstellungsbereiche n ist die Ström ungsver- bindung zwischen den Hydraulikfluidaustrittsöffnungen 21 und 22 und der Hydraulikfluidaufnahme 17 unterbrochen. Gemäß den vorstehenden Ausführungen ist eine Brennkraftmaschine 1 reali- siert, bei welcher eine unnötige Materialschwächung der Pleuelstange 5 im Bereich des ersten Pleuelauges 6 vermieden wird. Dies wird durch eine dis- kontinuierliche Hydraulikfluidversorgung der Hydraulikkammern 13 und 14 beziehungsweise der Verstelleinrichtung 8 realisiert. Zu diesem Zweck sind zwei Hydraulikfluidaustrittöffnungen 21 und 22 vorgesehen, welche in Um- fangsrichtung voneinander beabstandet ausgestaltet sind und den Austritts- Öffnungswinkel ß zwischen sich einschließen. In der Pleuelstange 5 hingegen ist die Hydraulikfluidaufnahme 17 ausgestaltet, welche sich über den Fluid- aufnahmewinkel y erstreckt. Durch entsprechende Wahl des Austrittsöff- nungswinkels ß und des Fluidaufnahmewinkels y sind die Hydraulikfluidaus- trittsöffnungen 21 und 22 nur in dem bestimmten Drehwinkelstellungsbereich n des Hubzapfens 2 bezüglich der Pleuelstange 5 beziehungsweise der Kur- belwelle 3 in Strömungsverbindung mit den Hydraulikkammern 13 und 14.




 
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