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Patent Searching and Data


Title:
INTERNAL COMBUSTION ENGINE WITH CHARGE TURBULENCE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/155064
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an internal combustion engine comprising a piston (1) that can move back and forth in a longitudinal direction in an internal combustion chamber and at least one valve, located in an end face of the internal combustion engine, said face lying opposite the piston (1). According to the invention, a pocket (8b) lying opposite the valve is formed in an end face of the piston (1) and said end face lies perpendicularly to the longitudinal direction. The pocket (8b) is asymmetrical in relation to a plane that runs through the longitudinal axis of the valve (3, 4) and is parallel to the longitudinal direction.

Inventors:
HEINRICH, Martin (Sachsenring 8, Hofheim, 65719, DE)
Application Number:
EP2008/004724
Publication Date:
December 24, 2008
Filing Date:
June 12, 2008
Export Citation:
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Assignee:
GM GLOBAL TECHNOLOGY OPERATIONS, INC. (300 Renaissance Center, Detroit, MI, 48265-3000, US)
HEINRICH, Martin (Sachsenring 8, Hofheim, 65719, DE)
International Classes:
F02B23/06; F02B23/08; F02F3/28
Attorney, Agent or Firm:
KRAENZMER, Martin (Adam Opel GmbH, Patentrecht A0-02, Rüsselsheim, 65423, DE)
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Claims:

P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verbrennungsmotor mit einem in einer Brennkammer in einer Längsrichtung hin und her bewegbaren Kolben (1) , wenigstens einem Ventil (3, 4), das in einer dem Kolben (1) gegenüber liegenden Stirnwand (2) der Brennkammer angeordnet ist, wobei in einer Stirnfläche des Kolbens (1) wenigstens eine dem Ventil gegenüber liegende Tasche (7, 8; 8a, 8b; 8a', 8b', 8") gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche senkrecht zur Längsrichtung orientiert ist und die Tasche (7, 8; 8a, 8b; 8a', 8b', 8") asymmetrisch in Bezug auf eine durch eine Längsachse des Ventils (3, 4) verlaufende und zu der Längsrichtung parallele Ebene (13) ist.

2. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (8b; 8a', 8b') einen in Bezug auf die Ebene symmetrischen zylinderkeilförmigen Abschnitt und einen sich überwiegend auf einer ersten Seite der Ebene (13) erstreckenden symmetriebrechenden Abschnitt (12b; 12a', 12b') umfasst.

3. Verbrennungsmotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine plane Bodenfläche (10) des zylinderkeilförmigen Abschnitts kontinuierlich in eine Bodenfläche des symmetriebrechenden Abschnitts (12b; 12a', 12b' ) übergeht .

4. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das der Tasche (7) gegenüber liegende Ventil ein Einlassventil (3) ist.

5. Verbrennungsmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das der Tasche (8; 8a, 8b; 8a', 8b',

8") gegenüber liegende Ventil ein Auslassventil (4) ist.

6. Verbrennungsmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einlassventil (3) eingerichtet ist, in die Brennkammer eingespeistem Frischgas einen Drall aufzuprägen, dass die Tasche (8b) eine zu einem Kopf (6) des Auslassventils (4) parallele Bodenfläche (10) und eine schräge Wandfläche (11) umfasst, und dass die Steigung der schrägen Wandfläche (11) in einem in Bezug auf die Drallströmung des Frischgases stromabwärtigen Bereich (Fig. 3C) der Tasche (8b) kleiner ist als in einem stromaufwärtigen Bereich (Fig. 3A) .

7. Verbrennungsmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Einlassventil (3) eingerichtet ist, in die Brennkammer eingespeistem Frischgas einen Drall aufzuprägen, dass die Tasche (8a 1 ) eine zu einem Kopf (6) des Ventils parallele Bodenfläche (10) und eine schräge Wandfläche (11) umfasst, und dass die Steigung der schrägen Wandfläche (11) in einem einer Längsachse der Brennkammer benachbarten Bereich niedriger ist als in einem der Wand der Brennkammer benachbarten Bereich.

8. Verbrennungsmotor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die ein Einlassventil (3) eingerichtet ist, in die Brennkammer eingespeistem Frischgas einen Drall aufzuprägen, dass die Tasche (8a 1 ) eine zu einem Kopf (6) des Ventils parallele Bodenfläche (10) und eine schräge Wandfläche (11) umfasst, und dass der Abstand eines oberen Randes der schrägen Wandfläche (11) von der Längsachse des Auslassventils (4) in einem in Bezug auf den Drall des Frischgases stromabwärtigen Bereich der Tasche größer ist als in einem stromaufwärtigen Bereich.

9. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (8b; 8a', 8b', 8") in Draufsicht sichelförmig ist.

10. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zum ersten Ventil (3; 4) paralleles zweites Ventil (3; 4) vorgesehen ist und dass dem zweiten Ventil (3; 4) eine zweite Tasche (7; 8) des Kolbens (1) gegenüber liegt.

11. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Tasche (8a' ) bezüglich einer durch eine Längsachse des zweiten Ventils (4) verlaufenden und zu der Längsrichtung parallelen Ebene (13) asymmetrisch ist.

12. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Tasche (8a, 8b; 8a' , 8b' ) durch einen unvertieften Steg der Stirnfläche getrennt sind.

13. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Tasche (8") ineinander übergehen.

14. Verbrennungsmotor mit einem in einer Brennkammer in einer Längsrichtung hin und herbewegbaren Kolben (1) und zwei parallelen Ventilen (4), die in einer dem Kolben (1) gegenüber liegenden Stirnwand (2) der Brennkammer spiegelbildlich in Bezug auf eine Ebene angeordnet sind, wobei in einer Stirnfläche des Kolbens (1) eine den Ventilen

(4) gegenüber liegende Tasche (8") gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (8") asymmetrisch in Bezug auf die Ebene ist.

15. Verbrennungsmotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet / dass der auf einer ersten Seite der Ebene liegende Teil der Tasche (8b; 8a', 8b'; 8") eine kleinere Grundfläche und/oder ein kleineres Volumen hat als der auf der anderen Seite der Ebene liegende Teil.

Description:

Verbrennungsmotor mit Ladungsverwirbelung

B e s c h r e i b u n g

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor mit Mitteln zum Erzeugen eines Dralls in einer in einer Brennkammer des Motors eingeführten Ladung. Mit Hilfe des Dralls soll die Kraftstoffverteilung in der Brennkammer beeinflusst und sollen die Verbrennungsbedingungen verbessert werden.

Herkömmliche Verbrennungsmotoren umfassen zur Drallerzeugung häufig zwei Einlassventile, die unterschiedlich angesteuert werden, um dem über die Einlassventile in die Brennkammer eingesaugten Frischgas einen Drehimpuls in Richtung der Brennkammerachse aufzuprägen.

Ein Verbrennungsmotor mit paarweise angeordneten Ein- und Auslassventilen ist zum Beispiel aus DE 10 2005 002 389Al bekannt. Bei diesem Verbrennungsmotor liegen den Ventilen jeweils Aussparungen in einer dachförmigen Stirnfläche des Kolbens gegenüber. Die komplementären dachförmigen Konturen der Brennkammerstirnwand und der Kolbenstirnfläche wirken stark dämpfend auf einen Drall der Frischgasladung, so lange nicht der Kolben seinen oberen Totpunkt erreicht und die Frischgasladung auf eine zentrale Aussparung des Kolbens zusammengedrängt ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine alternative Technik zur Erzeugung eines Dralls in einer Frischgasladung in einer Brennkammer eines Verbrennungsmotors anzugeben.

Die Aufgabe wird gelöst, indem bei einem Verbrennungsmotor mit einem in einer Brennkammer in einer Längsrichtung hin und her bewegbaren Kolben, wenigstens einem Ventil, das in einer dem Kolben gegenüberliegenden Stirnwand der Brennkammer angeordnet ist, wobei in einer Stirnfläche des Kolbens wenigstens eine dem Ventil gegenüber liegende Tasche gebildet ist, die Stirnfläche senkrecht zur Längsrichtung orientiert ist und die Tasche asymmetrisch in Bezug auf eine durch eine Längsachse des Ventils verlaufende und zu der Längsrichtung der Brennkammer parallele Ebene ist. Durch die Orientierung der Stirnfläche senkrecht zur Längsrichtung wird eine unnötige Dämpfung eines beim Einspeisen von Gas induzierten Dralls vermieden. Indem die dem Ventil gegenüberliegende Aussparung asymmetrisch gemacht ist, bekommt zwischen Ventilkopf und -sitz in die Brennkammer strömendes Gas eine Vorzugsrichtung, durch die ein Drall induziert wird.

Die Tasche kann insbesondere einen in Bezug auf die Ebene symmetrischen zylinderkeilförmigen Abschnitt, der in der oberen Totpunktstellung des Kolbens einen Ventilteller des Ein- oder Auslassventils aufnimmt, und einen sich auf einer ersten Seite der Ebene erstreckenden, die Symmetrie brechenden Abschnitt umfassen. Dies hat zur Folge, dass Gas aus dem Ventil vorzugsweise in Richtung des symmetriebrechenden Abschnittes ausströmt.

Um den Druckabfall beim Passieren des Ventils gering zu halten, ist es zweckmäßig, dass eine plane Bodenfläche des zylinderkeilförmigen Abschnittes kontinuierlich in eine Bodenfläche des symmetriebrechenden Abschnittes übergeht.

Das der Tasche gegenüberliegende Ventil kann ein Einlassventil für Frischgas sein; in diesem Fall genügt ein einzelnes Einlassventil, um einen Drall in der Frischgasladung zu erzeugen.

Einer bevorzugten Ausgestaltung zufolge ist das der Tasche gegenüberliegende Ventil ein Auslassventil, durch das im Rahmen von Abgasrückführung Abgas in die Brennkammer zurückströmen kann. Es hat sich nämlich gezeigt, dass bei ungerichtetem Zuströmen des rückgeführten Abgases Staupunkte in der Gasladung der Brennkammer, insbesondere in Bodennähe der Taschen, auftreten können, die einen zuvor dem Frischgas aufgeprägten Drall zunichte machen oder zumindest stark dämpfen können. Indem durch die erfindungsgemäße Anordnung auch dem rückgeführten Abgas ein Drall aufgeprägt wird, wird die Entstehung solcher Staupunkte zuverlässig vermieden, und der dem Frischgas aufgeprägte Drall wird durch die Abgasrückführung nicht beeinträchtigt.

Wenn das Einlassventil eingerichtet ist, dem Frischgas einen Drall aufzuprägen und die dem Auslassventil zugeordnete Tasche eine zu einem Kopf des Auslassventils parallele Bodenfläche und eine schräge Wandfläche umfasst, ist vorzugsweise die Steigung der schrägen Wandfläche in einem in Bezug auf die Drallströmung des Frischgases stromabwärtigen Bereich der Tasche kleiner als in einem stromaufwärtigen Bereich. So wird dem Frischgas, das in einen Spalt zwischen der Bodenfläche und dem Ventilkopf eingeströmt ist, der Wiederaustritt aus dem Spalt erleichtert, und den Drall vernichtende Stauungen werden vermieden.

Dem gleichen Zweck dient es, wenn die Steigung der schrägen Wandfläche in einem einer Längsachse der Brennkammer benachbarten Bereich niedriger ist als in einem der Wand der Brennkammer benachbarten Bereich. So werden unnötig starke Richtungsänderungen des zirkulierenden Frischgases vermieden.

Um dem rückgeführten Abgas das Entweichen aus der Tasche in der gewünschten Richtung zu erleichtern, ist der Abstand eines oberen Randes der schrägen Wandfläche von der Längsachse des Auslassventils vorzugsweise in einem in Bezug auf den Drall des Frischgases stromabwärtigen Bereich der Tasche größer als in einem stromaufwärtigen Bereich.

Günstig für die effiziente Aufprägung eines Dralls ist auch, wenn die Tasche insgesamt in Draufsicht sichelförmig ist.

Wenn ein zu dem oben erwähnten ersten Ventil paralleles zweites Ventil vorgesehen ist, mit anderen Worten, wenn zwei Einlass- oder zwei Auslassventile vorhanden sind, liegt zweckmäßigerweise auch dem zweiten Ventil eine zweite Tasche des Kolbens gegenüber. Diese ist zur Drallerzeugung vorzugsweise ebenfalls asymmetrisch bezüglich einer durch eine Längsachse des zweiten Ventils verlaufenden und zu der Längsrichtung parallelen Ebene.

Die erste und die zweite Tasche können durch einen unvertieften Steg der Stirnfläche voneinander getrennt sein, um jedem der durch die zwei Ventile verlaufenden Gasströme möglichst unbeeinflusst durch den anderen einen Drall aufprägen zu können. Denkbar ist aber auch, dass die erste und die zweite Tasche auf der Stirnfläche des Zylinders ineinander übergehen.

Wenn in einem Verbrennungsmotor mit einem in einer Brennkammer in einer Längsrichtung hin und her bewegbaren Kolben zwei parallele Ventile in einer dem Kolben gegenüberliegenden Stirnwand der Brennkammer spiegelbildlich in Bezug auf eine Spiegelebene angeordnet sind und in einer Stirnfläche des Kolbens eine den Ventilen gegenüberliegende Tasche gebildet ist, kann es zur Erzeugung eines Dralls auch ausreichen, dass die Tasche asymmetrisch in Bezug auf die Spiegelebene ist.

Die Asymmetrie der Tasche kann sich insbesondere darin äußern, dass der auf einer ersten Seite der durch die Längsachse des Ventils verlaufenden Ebene liegende Teil der Tasche eine kleinere Grundfläche und/oder ein kleineres Volumen hat als der auf der anderen Seite dieser Ebene liegende Teil.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von

Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:

Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch eine Brennkammer eines erfindungsgemäßen

Verbrennungsmotors;

Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Kolben des

Verbrennungsmotors gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung;

Fig. 3A bis 3C Schnitte durch eine Tasche des Kolbens der Fig. 2;

Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Kolben gemäß einer zweiten Ausgestaltung; und

Fig. 5 eine Draufsicht auf einen Kolben gemäß einer dritten Ausgestaltung.

Fig. 1 ist ein schematischer Schnitt durch eine Brennkammer eines erfindungsgemäßen Verbrennungsmotors mit einem in Richtung der Längsachse der Brennkammer hin und her bewegbaren Kolben 1 und einem den oberen Abschluss der Brennkammer bildenden Zylinderkopf 2. In dem Zylinderkopf 2 jeweils sind zwei der Brennkammer zugeordnete Einlassventile 3 bzw. Auslassventile 4 angeordnet. Die Schnittebene der Fig. 1 erstreckt sich entlang der Schäfte 5 je eines der Ein- und Auslassventile 3, 4; die jeweils dahinter spiegelbildlich in Bezug auf eine zur Ebene der Fig. 1 parallele Spiegelebene angeordneten zweiten Ventile sind nicht sichtbar.

Tellern 6 der Ventile 3, 4 gegenüberliegend sind Taschen 7, 8 in der Oberseite des Kolbens 1 geformt. In die Tasche 8 kann der Teller 6 des Auslassventils 4 eingreifen, so dass das

Auslassventil 4 auch am oberen Totpunkt der Kolbenbewegung offen bleiben und eine vollständige Austreibung des Abgases aus der Brennkammer ermöglichen kann. Indem es kurzzeitig über den oberen Totpunkt hinaus offen gehalten wird, kann in der anschließenden Saugphase eine kontrollierte Abgasmenge in die Brennkammer zurückströmen. Entsprechend kann der Teller 6 des Einlassventils 3 am oberen Totpunkt in die Tasche 7 eingreifen, um vom Beginn der Saugphase an den Zustrom von Frischluft oder frischem Luft-/Kraftstoffgemisch in die Brennkammer zu erlauben.

Die Verwendung zweier Einlassventile 3 pro Brennkammer ermöglicht die Erzeugung eines Dralls im zuströmenden Frischgas, indem die beiden Einlassventile 3 unterschiedlich geöffnet werden. Wenn Abgasrückführung stattfindet, beeinträchtigen die in die Brennkammer vorspringenden Teller 6 der Auslassventile 4 diesen Drall, und zurückströmendes Abgas staut sich insbesondere in der Tasche 8, wo ein entlang der Kolbenoberfläche zirkulierender Frischgasstrom und das rückgeführte Abgas aufeinander treffen. Wenn dieser Stau so stark ist, dass er die in der Brennkammer zirkulierende Frischgasströmung zur Mitte der Brennkammer hin ablenkt, wird deren Drall stark gedämpft. Um dies zu vermeiden, ist gemäß der hier gezeigten Ausgestaltung vorgesehen, die Taschen 8 des Kolbens 1 in einer Weise asymmetrisch zu gestalten, durch die auch rückströmendem Abgas ein Drehimpuls verliehen wird, der zu dem des eingespeisten Frischgases gleich gerichtet ist.

Eine erste Ausgestaltung eines solchen Kolbens 1 ist in Fig.2 in einer Draufsicht gezeigt. Die zwei den Einlassventi- len 3 zugeordneten Taschen 7 haben hier jeweils die Gestalt eines Zylinderkeiles, mit einer den Ventiltellern 6 gegenüberliegenden ebenen Schrägfläche 10 und einer zylindrisch gekrümmten Seitenfläche 11. Während diese Form bei einer der den Auslassventilen 4 gegenüberliegenden Taschen 8a beibehalten ist, ist die zweite Tasche 8b sichelförmig im Gegenuhrzeigersinn erweitert, so dass, wenn der Teller 6 des zugeordneten Auslassventils in die Tasche 8B eingreift, die Seitenfläche IIb

das Ausströmen des Abgases nur auf der der benachbarten Tasche 8a zugewandten Seite, links von der in Fig. 2 mit 13 bezeichneten Schnittebene der Fig. 1, verhindert, wohingegen das Abgas auf der gegenüberliegende Seite, rechts von der Ebene 13, frei in die Erweiterung 12b ausströmen kann. So bekommt auch das rückströmende Abgas einen Drehimpuls im Gegenuhrzeigersinn aufgeprägt, der den Drall des eingespeisten Frischgases unterstützt und die Verwirbelung des rückgeführten Abgases mit dem Frischgas verbessert.

Fig. 3A bis 3C veranschaulichen eine Möglichkeit, wie die Tasche 8b konstruiert werden kann. Fig.3A zeigt einen Schnitt durch die Tasche 8b entlang der Linie 13a von Fig.2, Fig.3B einen Schnitt entlang der Ebene 13 und Fig. 3C einen Schnitt entlang der Linie 13c. In diesen drei Figuren ist eine Längsachse des (in den Fig. nicht gezeichneten) Ventilschaftes 5 des Auslassventils 4 jeweils mit 14 und eine Mantellinie eines zu der Längsachse 14 koaxialen imaginären Zylinders, innerhalb dessen sich der Kopf 6 des Auslassventils bewegt, mit 15 bezeichnet. Innerhalb des imaginären Zylinders 15 liegt die ebene Schrägfläche 10. An einer außerhalb des Zylinders 15 liegenden Rundung 16 geht die Schrägfläche 10 kontinuierlich in die Seitenfläche IIb über, die im Schnitt der Fig. 3A parallel zur Längsachse 14, unter einem steilen Winkel in Bezug auf die Kolbenoberseite, verläuft.

Im Schnitt der Fig. 3B ist die Seitenfläche 11 immer noch steil, aber nicht mehr parallel zur Längsachse 14. Indem der Winkel α zwischen der Längsachse 14 und der Seitenfläche 11 im Gegenuhrzeigersinn bezogen auf die Draufsicht der Fig. 2 kontinuierlich zunimmt, wird ein spiraliger Verlauf einer Kante 17, an der sich die Seitenfläche 11 und die Stirnfläche des Zylinderkopfes 2 schneiden, in Bezug auf die Ventilachse 14 erhalten.

Im Schnitt der Fig. 3C ist der Winkel α zwischen der

Längsachse 14 und der Schrägfläche 11 abermals erheblich vergrößert, und die Tiefe der Tasche ist geringer als im Schnitt

der Fig.3B. Diese Tendenz setzt sich in hier nicht dargestellten, im Gegenuhrzeigersinn an die Schnittebene 13c anschließenden Schnittebenen fort.

Diese Gestaltung der Tasche 8b ermöglicht es sowohl unterhalb des Ventiltellers 6 in die Tasche 8b eingeströmtem Frischgas als auch von oben zugeführtem Abgas, die Tasche 8b staufrei wieder zu verlassen, so dass der dem Frischgas aufgeprägte Drall nicht beeinträchtigt wird.

In den Schnitten 3A, B und C ist der Abstand der Rundung 16 von der Längsachse 14 des Einlassventils stets gleich, d.h. die Rundung 16 erstreckt sich auf einem Kreisbogens, wobei entlang dieses Kreisbogens der Winkel zwischen der Schrägfläche 10 und der Seitenfläche IIb immer stumpfer wird. Einer zweiten Querschnittsgestaltung zufolge, die ebenfalls den Austritt von Gas aus der Tasche 8b ohne Staubildung erleichtert, ist der Winkel zwischen der Schrägfläche 10 und der Seitenfläche IIb in jedem Schnitt entlang der Längsachse 14 gleich, und der Radius der Seitenfläche IIb nimmt in Zirkulationsrichtung des Gasgemischs spiralartig zu. Der daraus resultierende Verlauf der Kante 17 kann derselbe sein wie im Fall der Fig. 3A bis C. „Kompromisslösungen" zwischen dieser zweiten Querschnittsgestaltung und derjenigen der Fig. 3A bis C kommen ebenfalls ih Betracht.

Bei der Ausgestaltung der Fig. 2 kann das Problem auftreten, dass die Unterseite des Tellers 6 des der Tasche 8a zugeordneten Auslassventils von zirkulierendem Frischgas angeströmt wird, so dass dieses in die Tasche 8a hineingeführt und an dessen Seitenfläche 11 zur Zylindermitte hin abgelenkt wird. Aufgrund der Erhaltung des Drehimpulses muss das nach innen abgelenkte Gas beschleunigt werden, und die hierfür benötigte Energie wird der Zirkulation des restlichen Gases entzogen, das heißt, es kommt zum Stau. Zwei Ausgestaltungen, die dies vermeiden, werden anhand der Figuren 4 und 5 beschrieben.

Der in Fig. 4 gezeigten zweiten Ausgestaltung zufolge trägt der Zylinderkopf 2 zwei den Auslassventilen zugeordnete, jeweils zu einer gleichen Seite hin asymmetrisch erweiterte Taschen 8a 1 , 8b 1 . Die Gestalt der Tasche 8b 1 gleicht derjenigen der Tasche 8b aus Fig. 2; die Tasche 8a 1 ist durch einen zipfeiförmigen Abschnitt 12a 1 erweitert, der in einen vom Umfang des Kolbens 1 und der Tasche 8b begrenzten Zwickel eingreift. Bei dieser Ausgestaltung trägt an beiden Auslassventilen 4 rückströmendes Abgas zum Drall in der Brennkammer bei.

Die Tasche 8a 1 kann in ähnlicher Weise konstruiert werden, wie oben anhand der Figuren 3A, 3B, 3C für die Tasche 8b erläutert; die voneinander abweichenden Randverläufe der Abschnitte 12a' einerseits und 12b bzw.12b 1 andererseits ergeben sich je nach im Einzelfall gewähltem Verlauf der Steigung der Seitenfläche IIa bzw. IIb. Indem an einer in Bezug auf die Zirkulationsrichtung des Frischgases (Gegenuhrzeigersinn) stromabwärtigen Seite der Tasche 8a' ein auf die Mitte der Kolbenoberseite zulaufender Abschnitt der schrägen Seitenfläche IIa stark abgeflacht ist, kann in die Tasche 8a 1 , zwischen

Ventilkopf und Bodenfläche 10 eingedrungenes Frischgas leicht und staufrei wieder aus der Tasche 8a 1 entweichen.

Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausgestaltung sind die Taschen beider Auslassventile 4 zu einer einzigen Tasche 8" mit einer gemeinsamen, zu den Ventilschäften 5 senkrechten Schrägfläche 10" verschmolzen. Während der Rückfluss von Abgas durch das linke Auslassventil 4 noch auf der linken Seite der Tasche 8" durch eine steile Seitenfläche 11" eingeschränkt ist, ist das Rückfließen von Abgas am rechten Auslassventil 4 nirgends durch eine steile Seitenfläche des Kolbens 1 behindert. Dennoch wird auch diesem Abgas ein Drehmoment aufgeprägt, da im Moment des Abgasrückflusses beide Auslassventile 4 geöffnet sind und Abgas des rechten Auslassventils 4 von durch das linke Aus- lassventil 4 zurückgeströmtes Abgas im Gegenuhrzeigersinn mitgespült wird.

Auch hier hat der obere Rand 17 der Seitenfläche 11 wenigstens lokal, in der Nähe eines der Auslassventile 4, einen in Bezug auf die Achse des betreffenden Ventils spiraligen, im Gegenuhrzeigersinn divergierenden Verlauf, um ein Abströmen sowohl des zirkulierenden Frischgases als auch des rückgeführten Abgases vom Ventilteller 6 im Gegenuhrzeigersinn zu begünstigen.

B e z u g s z e i c h e n l i s t e

Kolben 1

Zylinderkopf 2 Einlassventil 3 Auslassventil 4 Schaft 5 Teller 6

Tasche 7, 8 Bereich 9 Schrägfläche 10 Seitenfläche 11 Erweiterung 12 Ebene 13 Ventilachse 14 Zylinder 15 Rundung 16 Kante 17