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Patent Searching and Data


Title:
ITEM OF FURNITURE AND WALL ELEMENT FOR AN ITEM OF FURNITURE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/158153
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an item of furniture (10) comprising at least one fitting (30) for guiding a movable furniture part. The item of furniture (10) comprises at least one plate-shaped wall element (40), into which at least one fitting (30) is integrated and at least one connecting element for connecting to an additional furniture component. The invention also relates to said type of plate-shaped wall element (40).

Inventors:
SOBOLEWSKI, Uwe (Heinrich-Lübke-Str. 10, Bünde, 32257, DE)
POPPENBORG, Norbert (Matin-Luther-Str. 6, Bad Salzuflen, 32105, DE)
ANDSCHUS, Stefan (Albert-Schweizer Str. 14b, Lübbecke, 32312, DE)
TASCHE, Michael (Max-Planck-Str. 122, Bad Salzuflen, 32107, DE)
GÖTZ, Gerhard (Theodora-Löwenstein-Str. 14, Bünde, 32257, DE)
Application Number:
EP2018/054531
Publication Date:
September 07, 2018
Filing Date:
February 23, 2018
Export Citation:
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Assignee:
AMBIGENCE GMBH & CO. KG (Goebenstraße 3-7, Herford, 32602, DE)
International Classes:
A47B77/00; A47B96/20; E05D15/46
Attorney, Agent or Firm:
KLEINE, Hubertus et al. (Patent- und Rechtsanwälte Loesenbeck, Specht Dant, Am Zwinger 2 Bielefeld, 33602, DE)
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Claims:
Ansprüche

Möbel (10) mit mindestens einem Beschlag (30) zur Führung eines bewegbaren Möbelteils, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbel (10) mindestens ein plattenförmiges Wandelement (40) aufweist, in das der mindestens eine Beschlag (30) integriert ist und das mindestens ein Verbindungselement zur Verbindung mit einer weiteren Möbelkomponente aufweist.

Möbel (10) nach Anspruch 1 , aufweisend mindestens ein plattenförmiges Element als weitere Möbelkomponente, mit einer Fläche, auf der das mindestens eine plattenförmige Wandelement (40) mit einer Stirnseite anliegt.

Möbel (10) nach Anspruch 2, bei dem das mindestens ein plattenförmiges Element ein Unter- und/oder ein Oberboden (22, 24) ist.

Möbel (10) nach Anspruch 2, bei dem mindestens zwei plattenförmige Wandelemente (40) parallel zueinander und beabstandet voneinander angeordnet sind.

Möbel (10) nach Anspruch 4, bei dem zwischen den beiden plattenförmi- gen Wandelementen (40) ein Kasten (23) angeordnet ist.

Möbel (10) nach Anspruch 3, bei dem der Unter- und/oder Oberboden (22, 24) die Breite des Möbels bilden und wenigstens ein plattenförmiges Wandelement (40) mindestens 10 cm von einer Außenkante des Unter- und/oder Oberbodens (22, 24) beabstandet ist.

Plattenförmiges Wandelement (40) für ein Möbel (10), aufweisend mindestens einen integrierten Beschlag (30) und mindestens ein integriertes Verbindungselement zur Verbindung mit mindestens einer weiteren Möbelkomponente.

Wandelement (40) nach Anspruch 7, bei dem das mindestens eine Verbindungselement ein Gewindeeinsatz (44) ist.

Wandelement (40) nach Anspruch 7 oder 8, bei dem das mindestens eine Verbindungselement eine Kombination aus einem Lang- und einem Querloch (45, 46) zur Aufnahme eines Drehverbinders (53) ist.

10. Wandelement (40) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei dem das mindestens eine Verbindungselement eine Profilnut (48) oder eine Feder ist.

1 1 . Wandelement (40) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, aufweisend mindestens einen Kern (41 ), der in einer Ebene mit dem Beschlag (30) angeordnet ist, wobei der mindestens eine Kern (41 ) und der Beschlag (30) zwischen zwei durchgehenden Decklagen (42, 43) angeordnet sind.

12. Wandelement (40) nach Anspruch 1 1 , bei dem die beiden durchgehenden Decklagen (42, 43) flächig mit dem mindestens einen Kern (41 ) und/oder dem Beschlag (30) verbunden sind.

13. Wandelement (40) nach Anspruch 12, bei dem die beiden durchgehenden Decklagen (42, 43) flächig auf den mindestens einen Kern (41 ) und/oder den Beschlag (30) auflaminiert sind.

14. Wandelement (40) nach einem der vorherigen Ansprüche, bei der der Beschlag (30) ein Hebelwerk (31 ) aufweist, wobei das Hebelwerk (31 ) das bewegliche Möbelteil führt.

15. Wandelement (40) nach Anspruch 14, bei der sich das Hebelwerk (31 ) im geschlossenen Zustand des beweglichen Möbelteils vollständig zwischen den Decklagen (42, 43) befindet.

Description:
Möbel und Wandelement für ein Möbel

Die Erfindung betrifft ein Möbel mit mindestens einem Beschlag zur Führung eines bewegbaren Möbelteils. Die Erfindung betrifft weiterhin ein plattenförmi- ges Wandelement für ein Möbel.

In der Regel weisen Möbel einen Möbelkorpus auf, der üblicherweise aus min- destens vier Wänden besteht, nämlich zwei Seitenwänden, einem Oberboden und einem Unterboden. Diese Wände sind fest miteinander verbunden und bilden eine bauliche Einheit, den genannten Möbelkorpus. Um eine nach vorne weisende Öffnung des Möbelkorpus verschließen zu können, werden innen an dem Möbelkorpus Beschläge montiert, die Türen, Klappen, Schubkästen mit einer Schubkastenfront oder sonstige bewegbare Möbelteile führen.

Alternativ zu einer Befestigung der Beschläge am Möbelkorpus ist es bei Türscharnieren bekannt, in eine Stirnseite einer Seitenwand des Möbelkorpus eine Tasche zu fräsen, in die das Türscharnier von vorne einsetzbar ist. Ein zum Einsatz in einer derartigen eingefrästen Tasche geeignetes Scharnier ist beispielsweise aus der Druckschrift DE 155 9963 bekannt.

Eine weitere Art, ein Scharnier innerhalb eines Möbelkorpus zu montieren, zeigt die Druckschrift DE 20 2013 003 189 U1 Hierbei ist eine Seitenwand des Möbelkorpus abschnittsweise aus unterschiedlichen Teilen aufgebaut, wobei ein hinterer, einer Möbelfront abgewandter Teil herkömmlich ausgebildet ist, z.B. durch ein beschichtetes Holzelement. Ein vorderer Teil der Seitenwand ist durch ein in der genannten Schrift nicht näher beschriebenes Gehäuse gebildet, das mindestens eine stirnseitige Öffnung aufweist, in die ein Beschlag ein- geschoben werden kann. Auf diese Weise können auch Beschläge mit einer größeren Einbautiefe eingesetzt werden, was mit einer stirnseitig vorgenommenen Einfräsung nicht möglich ist.

Unabhängig davon, ob Scharniere innen auf eine Seitenwand des Möbelkorpus aufgesetzt oder in die Seitenwand eingesetzt werden, basieren bekannte Möbel auf der Verwendung eines in der Regel quaderförmigen Möbelkorpus als Grundelement, an dem bewegbare Möbelteile über Beschläge befestigt sind. Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Möbel zu schaffen, das auf einem flexibler einzusetzenden Grundelement basiert.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Möbel und ein plattenförmiges Wandele- ment für ein Möbel mit den Merkmalen des jeweiligen unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Ein erfindungsgemäßes Möbel zeichnet sich dadurch aus, dass es zumindest ein plattenförmiges Wandelement aufweist, in das ein Beschlag integriert ist und das Verbindungselemente zur Verbindung mit weiteren Möbelkomponenten aufweist.

Ein erfindungsgemäßes Möbel basiert somit nicht auf einem vorgefertigten Mö- belkorpus, sondern weist das mindestens eine plattenförmige Wandelement als Grundbaustein auf, das mit weiteren Möbelkomponenten verbunden werden kann. Dadurch, dass das Wandelement sowohl den Beschlag als auch Verbindungselemente integral enthält, ermöglicht es einen flexiblen Aufbau eines Möbels unter Verwendung von weiteren Komponenten, die keine weiteren Funkti- onselemente aufnehmen müssen. Das führt zu einer großen Flexibilität in beispielsweise der Materialauswahl und der Dimensionierung der weiteren Möbelkomponenten. Diese können beispielsweise aus schwieriger zu bearbeitenden Materialien wie Glas, Stein oder Metall gefertigt sein, da sie z.B. keine Beschläge aufnehmen müssen.

Im Rahmen der Anmeldung kann das Wandelement im Möbel in jeder Ausrichtung eingesetzt sein. Insbesondere kann das Wandelement eine (vertikale) Seitenwand oder Zwischenwand sein oder auch ein (horizontaler) Ober-, Unteroder Zwischenboden. Auch eine schräge, beispielsweise diagonale Anordnung ist möglich.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Möbels kann als weitere Möbelkomponente ein seinerseits plattenförmiges Element eingesetzt werden, das eine Fläche aufweist, auf der das mindestens eine plattenförmige Wandelement mit ei- ner Stirnseite anliegt. Auf diese Weise kann ein Regal-ähnlicher Aufbau erreicht werden, wobei Klappen oder Türen zum Verschließen von Fächern, die durch die plattenförmigen Wände bzw. die weiteren plattenförmigen Bauelemente gebildet sind, vorgesehen werden können. Bevorzugt sind mindestens zwei plattenförmige Wandelemente mit integriertem Beschlag vorhanden, die parallel zueinander angeordnet sind. Zwischen beiden parallelen Wandelementen ist ein quaderförmiges Element, z.B. ein nach vorne offener Kasten, eingesetzt. Bevorzugt ist dieses quaderförmige Element aus einem anderen Material gefertigt, als das Wandelement. Während das Wandelement bevorzugt auf einem Holz- oder holzbasierten und bevorzugt spanend bearbeitbaren Werkstoff als Grundwerkstoff gefertigt ist, kann das quaderförmige Element aus Werkstoffen wie Glas, Stein oder Beton gefertigt sein, die schwer, insbesondere nicht spanend zu bearbeiten sind und ihrerseits Be- schlage nicht oder nur mit hohem Fertigungsaufwand aufnehmen können.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Möbels bilden der Unter- und/oder Oberboden die Breite des Möbels und wenigstens ein plattenförmiges Wandelement ist mindestens 10 cm von einer Außenkante des Unter- und/oder Oberbodens beabstandet. Auf diese Weise unterteilt das plattenförmige Wandelement zusätzlich den Innenraum des Möbels. Es führt den Beschlag und dient gleichzeitig als Organisations- oder Strukturierungselement für den Innenraum. Die Aufgabe wird weiter gelöst durch ein plattenförmiges Wandelement, das einen integrierten Beschlag und integrierte Verbindungselemente zur Verbindung mit weiteren Möbelkomponenten aufweist. Ein derartiges Wandelement ermöglicht den Aufbau des zuvor beschriebenen Möbels. Es ergeben sich somit die im Zusammenhang mit dem Möbel beschriebenen Vorteile.

In vorteilhaften Ausgestaltungen des Wandelements ist das mindestens eine Verbindungselement ein Gewindeeinsatz oder eine Kombination aus einem Lang- und einem Querloch zur Aufnahme eines Drehverbinders. Die mit dem Wandelement zu verbindende weitere Möbelkomponente kann entsprechend über Schrauben oder Bolzen mit einem Verbindungskopf, der vom Drehverbinder hintergriffen wird, befestigt werden. Auch kann als Verbindungselement in dem Wandelement eine Profilnut ausgebildet sein oder eine Feder angeordnet oder ausgebildet sein. An der zu verbindenden weiteren Möbelkomponente ist entsprechend einer passende Feder, z.B. in Form einer Profilleiste, bzw. eine passende Profilnut vorhanden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Wandelement mindestens einen Kern auf, der in einer Ebene mit dem Beschlag angeordnet ist, wobei der mindestens eine Kern und der Beschlag zwischen zwei durchgehenden Decklagen angeordnet sind. Ein derart aufgebautes Wandelement zeichnet sich durch eine durchgehend gleiche Optik und Haptik seiner Seitenfläche aus. Der Kern kann beispielsweise aus Holz oder einem Holzverbundwerkstoff wie MDF (Medium-Density Fiberboard) oder HDF (High-Density Fiberboard) gefertigt sein. Zur Gewichtseinsparung kann der Kern abschnittsweise auch ein Leichtbaumaterial, z.B. Pappe in einer Wabenstruktur, aufweisen.

Der Beschlag wird vorteilhaft bereits beim Zusammenfügen des Wandelements in dieses integriert. So kann auch ein großer Beschlag mit einer großen Einbautiefe, der sich beispielsweise sogar über die im Wesentlichen gesamte Breite des Wandelements erstreckt, eingesetzt werden. Insbesondere können Klappenbeschläge eingesetzt werden, deren Hebelwerk vollständig (ggf. bis auf Montageelemente, an denen das bewegbare Möbelteil befestigt wird) in eine Öffnung in einer Stirnseite des Wandelements eingefahren werden kann.

Bevorzugt sind die beiden durchgehenden Decklagen flächig mit dem mindestens einen Kern und/oder dem Beschlag verbunden, beispielsweise auflaminiert. Die flächige Verbindung stabilisiert das Wandelement und ermöglicht die Verwendung von relativ dünnen Decklagen mit Dicken im Bereich von zehntel Millimetern.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mithilfe von Figuren näher erläutert. Die Figuren zeigen:

Fig. 1 eine isometrische Explosionsdarstellung einer Seitenwand für ein

Möbel mit einem Möbelfuß;

Fig. 2a, b unterschiedliche isometrische Darstellungen eines Möbels mit mehreren anmeldungsgemäßen Wandelementen;

Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Möbels mit zwei anmeldungsgemäßen Wandelementen in einer isometrischen Darstellung;

Fig. 4-6 jeweils ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Wandelements mit einem Möbelfuß in einer Darstellung analog zu Fig. 1 ; und

Fig. 7 eine schematische Draufsicht auf eine vordere Stirnseite eines Wandelements im Bereich eines eingesetzten Beschlags. Fig. 1 zeigt in einer isometrischen Schrägansicht ein anmeldungsgemäßes Wandelement 40, in das ein Beschlag 30 integriert ist.

Das plattenförmige Wandelement 40 weist einen Kern 41 auf, beispielsweise gefertigt aus einer Spanplatte oder aus einer mittel- oder hochverdichteten Faserplatte (MDF bzw. HDF). In gleicher Ebene wie der Kern 41 und bevorzugt mit gleicher Dicke ist der Beschlag 30 angeordnet, derart, dass sich der Kern 41 und der Beschlag 30 in Form und Größe so ergänzen, dass sie zusammen die Abmessungen des Wandelements 40 aufweisen.

Beim dargestellten Beispiel ist der Kern 41 zweiteilig ausgebildet und in der Ebene der lateralen Ausdehnung des plattenförmigen Wandelements 40 geteilt. In jede der Kernhälften ist eine Aussparung eingebracht, in die der Beschlag 30 eingesetzt ist. Der Kern 41 bzw. seine beiden Hälften und der Beschlag 30 können über hier nicht sichtbare Verbindungselemente, beispielsweise Schrauben, Klammern, Stifte, Krampen oder ähnliches miteinander verbunden sein. Auch eine Klebeverbindung kann neben den genannten Verbindungselementen oder als einzige Verbindung vorgesehen sein. Alternativ zu dem dargestellten zweiteiligen Kern 41 kann der Kern auch einteilig ausgebildet sein mit einer Ausnehmung, in die der Beschlag 30 eingesetzt ist.

Auf die Anordnung aus dem Kern 41 und dem damit gegebenenfalls verbunde- nen Beschlag 30 werden von jeder Seite her Decklagen 42, 43 aufgebracht, insbesondere geklebt oder auflaminiert. Der Beschlag 30 ist dabei bezüglich seines Materials und der Materialstärke beispielsweise von Seitenplatten 301 des Beschlags 30 so gewählt, dass er auch bei einem Laminierprozess nicht eingedrückt wird, was andernfalls zu einer Unebenheit der Oberfläche der Decklagen 42, 43 führen könnte. Kleinere Unebenheiten in den Seitenplatten des Beschlags 30 werden durch die Decklagen 42, 43 ausgeglichen. Solche kleineren Unebenheiten können beispielsweise durch Lagerstellen von Bolzen, die der schwenkbaren Lagerung des Hebelwerks 31 im Beschlag 30 dienen, herrühren.

Der Beschlag 30 ist vorliegend ein Klappenbeschlag, der eine um eine horizontale Achse schwenkbare Klappe führt, über die eine Möbelöffnung verschlossen werden kann. Eine solche Klappe ist aus Gründen der Übersichtlichkeit in der Fig. 1 nicht dargestellt. Vom Beschlag 30 ist lediglich ein ausgefahrener Teil eines Hebelwerks 31 in der Fig. 1 sichtbar. Der Beschlag 30 ist so in das Wandelement 40 integriert, dass in geschlossenem Zustand der vom Beschlag 30 geführten Klappe das Hebelwerk 31 gegebenenfalls bis auf Montageelemente zur Verbindung mit der Klappe vollständig in das Wandelement 40, kon- kret in eine vordere Stirnseite 41 1 , eingefahren ist.

Darüber hinaus weist das Wandelement 40 Verbindungselemente zur Verbindung mit weiteren Möbelkomponenten auf. In der Fig. 1 ist beispielhaft ein u- förmiger Möbelfuß 21 als eine solche weitere Möbelkomponente dargestellt.

Im Wandelement 40 sind an einer unteren Stirnseite Gewindeeinsätze 44 verdeckt in den Kern 41 eingesetzt, die als Verbindungselemente der Verbindung des Wandelements 40 mit dem Möbelfuß 21 dienen. Im Möbelfuß 21 sind entsprechend positionierte Bohrungen 21 1 angebracht, durch die Schrauben 51 geführt sind, die in die Gewindeeinsätze 44 eingeschraubt werden.

Mit dem integrierten Beschlag 30 sowie den Verbindungselementen weist das Wandelement 40 alle notwendigen technischen Funktionselemente auf, um ein Möbel auch ohne einen expliziten Möbelkorpus aufbauen zu können.

In den Fig. 2a und 2b ist ein anmeldungsgemäßes Möbel 1 0, das mehrere der in Fig. 1 gezeigten Wandelemente 40 aufweist, dargestellt. Fig. 2a zeigt das Möbel in einem teils zusammengesetzten Zustand und Fig. 2b dann zusammengesetzt.

Das Möbel 1 0 umfasst im dargestellten Zustand drei Wandelemente 40 mit jeweils integriertem Beschlag 30, die mit ihrer unteren Stirnseite mit einem durchgängigen Unterboden 22 als Möbelkomponente verbunden sind. Zur Verbindung werden wiederum in das Wandelement 40 integrierte Verbindungs- elemente eingesetzt, beispielsweise die in Fig. 1 gezeigten Gewindeeinsätze 44, in die von unten hier nicht sichtbare Schrauben eingeschraubt werden.

Zwischen zwei der Wandelemente 40 bzw. an eines der Wandelemente 40 werden nach vorne offene Kästen 23 eingestellt, die hier beispielhaft Innen- räume des Möbels 1 0 bereitstellen. Da alle technischen Funktionselemente wie der Beschlag 30 sowie die Verbindungselemente bereits in den Wandelementen 40 enthalten sind, können die Kästen 23 im Hinblick auf die Materialwahl frei gestaltet werden und beispielsweise aus Glas, Stein oder Metall aufgebaut sein. Fig. 3 zeigt ebenfalls in einer isometrischen Darstellung ein weiteres Beispiel eines anmeldungsgemäßen Möbels. Hierbei werden zwei beabstandete und parallel zueinander ausgerichtete Wandelemente 40 eingesetzt, die wiederum ähnlich wie beim Beispiel der Fig. 2a, b auf einen Unterboden 22 aufgestellt und über die integrierten Verbindungselemente mit diesem verbunden sind.

Die Wandelemente 40 weisen zudem vergleichbare Verbindungselemente an der gegenüberliegenden oberen Stirnseite auf, über die sie mit einem oben aufgesetzten Oberboden 24 verbunden sind. Es entsteht ein Regal-ähnliches Möbel, dessen vordere Fläche ganz oder im Bereich zwischen den beiden Wandelementen 40 mit einer hier nicht dargestellten Klappe verschließbar ist.

In den Fig. 4, 5 und 6 sind in jeweils gleicher Art wie in Fig. 1 weitere Ausfüh- rungsbeispiele eines Wandelements 40 mit integriertem Beschlag 30 und integrierten Verbindungselementen zur Verbindung mit weiteren Möbelkomponenten gezeigt.

Gleiche Bezugszeichen kennzeichnen in diesen Figuren gleiche oder gleichwir- kende Elemente wie bei den zuvor beschriebenen Figuren. Im Hinblick auf den Grundaufbau des Wandelements 40 wird auf die Ausführungen zu Fig. 1 verwiesen.

Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 4 sind als Befestigungsmittel von der unte- ren Stirnseite in den Kern 41 Längsbohrungen 45 eingebracht, die in Querbohrungen 46 übergehen, die von einer Decklage aus (hier der Decklage 42) in eine Seitenfläche des Wandelements 40 eingebracht sind. In die Querbohrungen 46 sind Drehverbinder 53 eingesetzt, die mit Bolzen 52 zusammenwirken, die durch den Möbelfuß 21 in die Längsbohrungen 45 eingesetzt werden. Die Bol- zen 52 haben an ihrem Ende in der Figur nicht dargestellte Köpfe, die von den Drehverbindern 53 gegriffen werden. Die den Kopf hintergreifenden Flächen sind dabei bevorzugt exzentrisch im Drehverbinder 53 ausgebildet, sodass der Bolzen 52 in das Wandelement 40 hineingezogen wird und entsprechend der Möbelfuß an das Wandelement 40 herangezogen wird. So wird eine belastbare Verbindung zwischen dem Möbelfuß 21 und dem Wandelement 40 erzielt. Zusätzlich können wie beim dargestellten Beispiel am Möbelfuß 21 durchbohrte Dübel 21 2 vorgesehen sein, die in die Längsbohrung 45 eingesteckt werden und durch die die Bolzen 52 geführt sind. Es versteht sich, dass die dargestellte Art der Verbindung und das in dem

Wandelement 40 ausgebildete Verbindungselement nicht nur an der hier beispielhaft zur Verbindung mit dem Möbelfuß 21 gezeigten unteren Stirnseite vorgesehen sein kann, sondern auch an der oberen und/oder der hinteren Stirnseite. Weiter wird darauf hingewiesen, dass die Verbindung mit dem Möbelfuß 21 rein beispielhaft ist. Die in den Fig. 4-6 gezeigten Verbindungselemente können beispielsweise auch zur Verbindung mit dem Unterboden 22 bzw. dem Oberboden 24 in dem Ausführungsbeispielen der Fig. 2a, 2b und 3 eingesetzt werden.

Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 5 wird ebenfalls ein Drehverbinder 53 in Verbindung mit einem Bolzen eingesetzt, wobei hierbei jedoch der Drehverbinder 53 im Möbelfuß 21 in einer entsprechenden Bohrung 21 1 eingesetzt wird. Am Wandelement 40 sind hier wiederum beispielhaft an der unteren Stirnseite zwei Bolzen 47 angeordnet, die in die Bohrung 21 1 des Möbelfußes 21 gesteckt werden und mithilfe der Drehverbinder 53 befestigt werden. Die Bolzen 47 können beispielsweise mit einem Gewinde versehen sein und in entsprechende Bohrungen in den Kern 41 des Wandelements 40 eingeschraubt sein. Beim Beispiel der Fig. 6 ist eine Nut- und Federverbindung zwischen dem

Wandelement 40 und der weiteren Möbelkomponente, hier wiederum beispielhaft ein Möbelfuß 21 , vorgesehen. Dazu ist an der unteren Stirnseite des Wandelements 40 eine Profilnut 48 bevorzugt über die gesamte Breite des Wandelements 40 ausgebildet, in die eine entsprechend geformte Profilleiste 21 3 eingeschoben wird, die am Möbelfuß 21 angeordnet bzw. ausgebildet ist. Beispielhaft weist die Profilnut 48 ein schlüssellochförmiges bzw. pilzförmiges Profil auf. Es versteht sich, dass andere hinterschnittene Profile wie beispielsweise ein Trapezprofil, ein T-förmiges Profil oder ein Tannenbaumprofil Verwendung finden können.

Fig. 7 zeigt in einer Draufsicht eine vordere Stirnseite 41 1 eines Wandelements 40 im Bereich des Beschlags 30. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein Kanten- umleimer 49 als Schmalseitenbeschichtung auf die vordere Stirnseite 21 1 des Kerns 21 und damit der des Wandelements 40 aufgebracht.

Im Bereich der Öffnung des Beschlags 30, aus der beispielsweise das in dieser Darstellung nicht sichtbare Hebelwerk 31 ausfährt, ist der Kantenumleimer 49 ausgespart. Der Kantenumleimer 49 wird nach Integration des Beschlags 30 in das Wandelement 40 oder auch nach Einsetzen des Beschlags 30 in das Wandelement 40 auf die vordere Stirnseite 41 1 aufgebracht.

Der Kantenumleimer 49 ist so ausgeschnitten, dass er abschnittsweise auf dem Beschlag aufliegt und z.B. die Kanten der Seitenplatten 301 des Beschlags 30 oder anderer außerhalb der Öffnung des Beschlags 30 sichtbarer Elemente abdeckt. In der Fig. 6 sind die Umrisse des Beschlags 30 gestrichelt angedeutet. Durch die Anordnung des Kantenumleimers 49 auch auf Abschnitten des Beschlags 30 ist der Beschlag 30 - bis auf das ausfahrbare Hebelwerk 31 - vollstän- dig in das Wandelement 40 integriert und an dessen vorderer Stirnseite 41 1 nicht mehr sichtbar.

Bezugszeichen Möbel Möbelfuß

Bohrung

Dübel

Profilleiste

Unterboden

Kasten

Oberboden Beschlag

Seitenplatte

Hebelwerk Wandelement

Kern

vordere Stirnseite

Decklage

Gewindeeinsatz

Längsbohrung

Querbohrung

Bolzen

Profilnut

Kantenumleimer Schraube

Bolzen

Drehverbinder